[NEWS] Urteil: Maut ist illegal
https://www.merkur.de/.../...-ueber-deutsche-pkw-maut-zr-12525173.html
Da weiß die linke Hand auch nicht was die Rechte tut.
Gruß Metalhead
Beste Antwort im Thema
Lustig- wieder mal!
Wir sind wirklich zu allem zu doof!
Aber das ausgerechnet die Österreicher - die Erfinder der Abzocke! - dagegen erfolgreich geklagt haben - Wahnsinn!!!
484 Antworten
Zitat:
@Ostelch schrieb am 3. Juli 2019 um 14:01:39 Uhr:
Zitat:
[...]
"Güter von der Straße auf die Schiene" ist ein wohlfeiles Thema für Sonntagsreden. Montags will es schon keiner mehr falls die Strecke in seiner Nachbarschaft verlaufen sollte.
Grüße vom Ostelch
Ein ganz großer Satz - danke dafür!
Zitat:
@Ostelch schrieb am 3. Juli 2019 um 12:42:34 Uhr:
Das vorhandene Schienennetz ist ausgelastet und der Neubau von Strecken dauert Jahrzehnte bis alle möglichen und unmöglichen Genehmigungs- und Klageverfahren abgeschlossen sind. Damit ist die Vorstellung, Fracht von der Straße auf die Schiene in nenneswertem Umfang zu verlagern, reine Utopie.
Das Problem ist derzeit wohl weniger ein ausgelastetes Schienennetz, (wobei das regional sicher sehr unterschiedlich ist), noch weniger der Mangel an rollendem Material, sondern der evtl. hausgemachte Mangel an jenen Leuten, die Lok und Co. fahren dürfen.
@Roadrunner2018
Zitat:
Die Privatisierung bringt´s
In Sachen Bahn garantiert nicht, denn da würde wohl auch bei uns erst recht auf Verschleiß gefahren, was man ja am oft genannten Beispiel der britischen Bahn sieht.
Das Beispiel der Schweiz zeigt aber, was mit Staatsbahn geht; meines Wissens nach wurde da noch nie eine Strecke zurückgebaut/abgebaut, auch, weil es dort teuer genug ist, sie überhaupt zu bauen, so daß die Wartung preiswerter ist, als ein etwaiger Rückbau mit späterem Neubau.
Im Bereich der Rhätischen Bahn, (Graubünden), wurde Ende 1999 sogar mit der Vereina-Strecke eine neue Strecke in Betrieb genommen. https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinatunnel
Die EU-Staaten mussten ihre Bahnen privatisieren. Das war eine Auflage der EU. Man dachte, dann würde weniger herumgeschlampert, sondern wirtschaftlich gearbeitet. Das mag auch funktionieren, aber die Bevölkerung zu transportieren ist keine gewinnorientierte Aufgabe und gehört daher in Staatshand.
Meine zudem irgendwo gelesen zu haben, dass die DB hier vieles verkommen lässt, nur um ihre Gewinne ins Ausland bzw. in zugekaufte ausländische Unternehmen sichern zu können.
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Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 15:31:42 Uhr:
Die EU-Staaten mussten ihre Bahnen privatisieren. Das war eine Auflage der EU. Man dachte, dann würde weniger herumgeschlampert, sondern wirtschaftlich gearbeitet. Das mag auch funktionieren, aber die Bevölkerung zu transportieren ist keine gewinnorientierte Aufgabe und gehört daher in Staatshand.
Wo steht denn das? Weder die Deutsche Bahn, noch die SNCF (Frankreich) oder die FS (Italien), die ÖBB (Österreich), die NS (Niederlande), die RENFE (Spanien), SNCB (Belgien) wurden privatisiert. Alle sind weiterhin in Staatshand, wenn auch zum Teil privatrechtlich organisiert.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 3. Juli 2019 um 15:49:55 Uhr:
Wo steht denn das?
Zitat:
1992 wurden die ÖBB von der Bundesregierung Vranitzky III, einer SPÖ-ÖVP-Koalition, aus dem Bundesbudget ausgegliedert und in eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (einer Mischform aus GmbH und Aktiengesellschaft) umgewandelt. Die Gesellschaft war zu 100 % im Besitz der Republik Österreich. Die Umwandlung verfolgte zwei Hauptziele: Zum einen galt es anlässlich des bevorstehenden Beitritts Österreichs zur Europäischen Union den EU-Richtlinien zu entsprechen, und zum anderen sollte der Finanzbedarf der öffentlichen Hand bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit reduziert werden.
Aus Wikipedia.
Die meisten Staatsbahnen Europas sind Aktiengesellschaften, die privatwirtschaftlich agieren, deren Anteile jedoch in Staatshand sind.
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 16:03:42 Uhr:
Zitat:
@Ostelch schrieb am 3. Juli 2019 um 15:49:55 Uhr:
Wo steht denn das?
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 16:03:42 Uhr:
Zitat:
1992 wurden die ÖBB von der Bundesregierung Vranitzky III, einer SPÖ-ÖVP-Koalition, aus dem Bundesbudget ausgegliedert und in eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (einer Mischform aus GmbH und Aktiengesellschaft) umgewandelt. Die Gesellschaft war zu 100 % im Besitz der Republik Österreich. Die Umwandlung verfolgte zwei Hauptziele: Zum einen galt es anlässlich des bevorstehenden Beitritts Österreichs zur Europäischen Union den EU-Richtlinien zu entsprechen, und zum anderen sollte der Finanzbedarf der öffentlichen Hand bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit reduziert werden.
Aus Wikipedia.
Die meisten Staatsbahnen Europas sind Aktiengesellschaften, die privatwirtschaftlich agieren, deren Anteile jedoch in Staatshand sind.
Eben. Weiterhin in Staatshand. Wie die übrige Wirtschaft zeigt, ist die privatwirtschaftliche Organisation allein wohl nicht das Problem. Wenn wir noch die Behörde "Deutsche Bundesbahn" hätten, sähe die Lage wohl kaum besser aus angesichts der Defizite tatsächlicher und finanzieller Natur, die damals angehäuft wurden. Der Grund der Reorganisation war ja nicht, blühende Unternehmen zu zerstören, sondern verkrustete Bürokratien zu beseitigen. Dass man dabei unter dem Beifall der damaligen Bundesregierung unter Mehdorn das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hat, lag an der Unternehmensführung und deren politischer Aufsicht, nicht aber an der Organisationsform.
Grüße vom Ostelch
@Wauhoo ich denke du hast meine Ironie nicht verstanden.....
Ostelch, das sehe ich etwas anders. Ein Bahnunternehmen sollte grundsätzlich keine Gewinnabsicht haben, sondern nur dem Volke dienen und es selbst und seine Güter gegen Aufwandsentschädigung transportieren. Die Entgelte müssten dann so festgelegt werden, dass sie konkurrenzfähig zu anderen Verkehrsmitteln sind und Anreize bieten, den ÖPNV zu bevorzugen. Das schließt auch ein, auf unrentablen Strecken zu fahren, wenn das aus verkehrlichen Gründen notwendig ist (Stauvermeidung, Abgasvermeidung,...).
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 16:22:45 Uhr:
Ostelch, das sehe ich etwas anders. Ein Bahnunternehmen sollte grundsätzlich keine Gewinnabsicht haben, sondern nur dem Volke dienen und es selbst und seine Güter gegen Aufwandsentschädigung transportieren. Die Entgelte müssten dann so festgelegt werden, dass sie konkurrenzfähig zu anderen Verkehrsmitteln sind und Anreize bieten, den ÖPNV zu bevorzugen. Das schließt auch ein, auf unrentablen Strecken zu fahren, wenn das aus verkehrlichen Gründen notwendig ist (Stauvermeidung, Abgasvermeidung,...).
Das schließt doch eine privatwirtschaftliche Organisationsform nicht aus. Gewinnabsicht bedeutet nicht Gewinnmaximierung. Wie gewinnorientiert ein Unternehmen arbeitet, entscheidet der Eigentümer. Welche Strecken zu welchen Preisen und Leistungen insbesondere im Nahverkehrsbereich die Bahn bedient, entscheidet heute nicht die Bahn, sondern die die Leistung ausschreibenden regionalen kommunalrechtlichen Verbände.
Grüße vom Ostelch
Das ist zwar richtig, dass die zu erbringende Leistung bei den Bahnen ausgeschrieben wird. Für unrentable Strecken werden aber erst gar keine Angebote abgegeben, obwohl das notwendig wäre. Genauso wie der ein oder andere Verkaufsladen unrentable Lockangebote bieten muss, um mit den interessanten Waren einen größeren Umsatz generieren zu können. Das klappt aber bei Infrastruktur nicht.
Nichtsdestotrotz bin ich unvoreingenommen gegenüber der gewählten Wirtschaftsform. Soviel zum Thema Maut ist illegal.
Bzgl. Maut: Wenn ich meinen Zug auf einer deutschen Schiene fahren lassen will, muss ich auch Maut bezahlen.
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 12:43:07 Uhr:
Wobei man PKW-Fahrten über 200 km auch auf die Bahn "zwingen" müsste. Es gibt selten rationale Gründe für das Auto, es sei denn, man hat sperriges Gepäck dabei.
Doch:
- Meist schneller
- Fährt wann man will
- Deutlich Billiger
- Klimaanlage funktioniert
- Sitzplatz vorhanden
Ich hab kürzlich mal kurzfristig ein Bahnticket Würzburg-Hamburg buchen wollen. Nach dem Preis auf der Webseite hab ich da angerufen in der Annahme daß der Preis nicht stimmen kann. Nachdem er mir bestätigt wurde hab ich nur gemeint: "Für das Geld kann ich die Strecke 2x mit dem Auto fahren und da kann ich noch 4 Leute mitnehmen". 😉
Wenn man immer 3 Monate vorher weiß wann man wo hin will, kann man durchaus Bahn fahren.
Gruß Metalhead
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 3. Juli 2019 um 17:17:39 Uhr:
Nach dem Preis auf der Webseite hab ich da angerufen in der Annahme daß der Preis nicht stimmen kann. Nachdem er mir bestätigt wurde hab ich nur gemeint: "Für das Geld kann ich die Strecke 2x mit dem Auto fahren und da kann ich noch 4 Leute mitnehmen". 😉
Na denen hast du es aber gezeigt.
Ich verarsche die Bahn auch immer: Zugticket kaufen und dann nicht mitfahren. Harhar.
Schon mal kurzfristig einen Flug gebucht: Unbezahlbar. Flug drei Monate vorher buchen, billiger als ein Fahrrad.
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Juli 2019 um 15:31:42 Uhr:
Die EU-Staaten mussten ihre Bahnen privatisieren. Das war eine Auflage der EU. Man dachte, dann würde weniger herumgeschlampert, sondern wirtschaftlich gearbeitet.
Die EU besteht jedoch auch aus mehr oder weniger demokratisch gewählten Parlamentariern. Vielleicht sollten die Parteien nicht immer ihre schlechtesten Politiker nach Brüssel schicken, so wie jetzt evtl. von der Leyen, sondern gutes Personal. Wobei das mittlerweile Mangelware ist...
Die Privatisierungwelle der 90er hatte fast nur Nachteile, die wir heute noch auslöffeln. Egal ob Stromkonzerne, Deutsche Bahn, Telekom, Krankenhäuser oder soziale Wohnungsbaugesellschaften... wirklich positiv ging hier für den Bürger nichts aus.