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wollvo22

Belangloses von mir und meinem perlblauen Babybenz.

Tue Jul 17 22:36:26 CEST 2018    |    wollvo22    |    Kommentare (80)    |   Stichworte: 190E, 190er, Babybenz, M102, Mercedes, W201, Youngtimer

Zwei moment- und kilometerreiche Wochen liegen hinter uns und dem perlblauen Babybenz.

Der diesjährige Sommerurlaub führte uns von der Mitte Deutschlands ausgehend in die Alpen und an die Ostsee – und damit einmal durch die Republik. Auch auf die Gefahr hin, dass der Spannungsbogen gleich wieder abfällt: alles verlief ohne technische Problem, lediglich einen Liter Motoröl wollte der Perlblaue auf der letzten Etappe nach gut 2500 Kilometern haben.

 

Wieder in die Berge...doch voher schnell in die USA

 

Nach Jobwechsel, Umzug und dem letzten richtigen Urlaub im Sommer des vergangenen Jahres legten meine Geschwister und ich vor den Weihnachtsfeiertagen fest, dass es mit unseren Familien und Partnern in die Alpen gehen sollte. Nach meinem letzten Trip dorthin habe ich fleißig Werbung gemacht, so fiel dann auch der Entschluss im Lungau gleich ein ganzes Ferienhaus zu mieten, schließlich sollten wir 7 – 8 Personen werden.

 

Ein gutes halbes Jahr später machte ich an einem Freitagmittag im Büro klar Schiff, packte Koffer und Wanderequipment ins Auto und fuhr zu meiner Freundin nach Weimar. Kurz vorher hatte es sich noch ergeben, dass ich am darauffolgenden Montag einer dienstlichen Einladung ins US-Konsulat nach Leipzig folgen durfte – der 242. Independence Day stand an und der Generalkonsul lud zur Sommerfeier. Also wurde der Benz nochmal gewaschen und wir legten die feine Garderobe zurecht.

 

Ohne Stern

 

AbgebrochenAbgebrochen

Während des Wochenendes hatte ich den Benz unweit des Zentrums Weimars und der Bauhausuni geparkt. Dort stand er auch oft, als ich selbst noch in Weimar gewohnt habe und quasi bei jedem meiner Besuche in den letzten Monaten. Weil es am Montag nicht nur nach Leipzig, sondern von dort auch gleich mit meiner Schwester und ihrem Freund zu viert mit Gepäck nach Österreich gehen sollte, fuhr ich am Sonntagabend nochmal zur Tankstelle zum Tanken und Luftdruck erhöhen.

Dort stellten wir erschrocken fest, dass man mir in der Nacht zuvor mit viel roher Gewalt den Stern von der Haube geklaut hatte. Für mich war es das erste Mal. Mit Weimarer Kennzeichen und dem gehobenen Alter des Wagens habe ich bisher nie Neid auf mich gezogen. Nun war er aber weg – dafür hatte ich eine Schramme auf der Motorhaube. :/

 

Das konnte ich natürlich so nicht lassen! Ohne Stern auf der Haube die nächsten zwei Wochen mehr als 2000 Kilometer durch die Landschaft fahren! Also am Montag gleich in der Mercedes Niederlassung in Weimar angerufen und erfahren, dass der Stern auf Lager war – welch Glück! Bevor es also ins Konsulat nach Leipzig ging noch schnell Ersatz besorgt. In Anzug und Krawatte wurde ich vor Ort gut umsorgt; man bot mir sogar gleich an, den Austausch vorzunehmen. Mit Stern in den BergenMit Stern in den Bergen

Das nahm ich natürlich gern an. Mein Wagen stand „um die Ecke“ und vom Kundentresen nicht einsehbar. Ich denke man rechnete damit, dass ich in einer C- oder E-Klasse nicht ganz so alten Baujahres vorfahren würde. Das Lächeln des Werkstattmitarbeitern als ich mit dem Perlblauen vorfuhr, lies jedenfalls eine solche Vermutung zu.

 

Mit Stern und später auch zahlreichen Gepäck ging es dann voll beladen in der Nacht nach Österreich. Zuvor hatten wir uns beim Besuch des Konsulats noch mit Hamburgern und Süßspeißen gestärkt.

Das Fahren bei Nacht erwies sich dann als ganz eindeutiger Vorteil. Zwar sahen wir bei der Hinfahrt kein malerisches Bergpanorama, weil es schlichtweg zu dunkel war, aber dafür hatten wir auch keine Staus oder sonstigen Probleme bei den diversen Baustellen gerade um München herum.

 

NightdriveNightdrive

Sichtlich müde aber zufrieden kamen wir dann gegen zwei Uhr nachts in St. Margarethen an. Mit knapp 800 Kilometern war dies meine bisher längste „Tages-Tour“. Insbesondere die Sitze und meine im letzten Jahr neu angeschaffte gebrauchte Armlehne haben mit und meinem Rücken bei dieser Fahrt gute Dienste geleistet.

Während des tollen Urlaubs dort fungierte der Perlblaue dann als zweiter Reisewagen wann immer der Sharan meines Bruders mit sieben Sitzen zu klein war.

 

Viel heiße Luft in Bayern

 

Auf der Rückfahrt am Sonntag waren Stau und Hitze die größten Ärgernisse. Für dieselbe Strecke wie am Montag brauchen wir nun neun statt sieben Stunden. Gleich zu Beginn standen wir aufgrund eines gesperrten Tunnels in Österreich im Stau. Bis zur Grenze ging es dann flüssig. Gänzlich überflüssig war im Anschluss jedoch die knappe dreiviertel Stunde Stop-and-Go vor der deutschen Grenze. Die Angst bayrischer Würdenträger vor illegal Einreisenden führte dazu, dass an diesem – und anderen Tagen – viel heiße Luft vor der bayrischen Grenze produziert wird: weder den genervten Autofahrern noch den in der der prallen Sonne schwitzenden Bundespolizisten scheint diese Situation sonderlich viel Spaß (und vielleicht auch Sinn?!) zu machen.

 

UnterwegsUnterwegsFür uns hieß es dann von Zeit zu Zeit die Fenster runterkurbeln, die Lüftung auf maximale Wärme stellen, um den Motor etwas zu entlasten. Dieses Spiel wiederholten wir dann einige Male, bis wir dann endlich auf der Höhe Ingolstadt auf der Autobahn fahren konnten, ohne alle paar Kilometer mit Schrittgeschwindgkeit voran zu kommen.

Auch die Rückfahrt lief damit ohne technische Probleme ab. Einzig bemerkenswert war der Spritverbrauch an diesem Tag: Einmal in Österreich vollgetankt haben wir die Strecke bis nach Weimar zu zweit samt Gepäck mit etwas mehr als einer halben Tankfüllung (der Perlblaue hat die SA des 70l Tanks) geschafft.

 

Sonne und etwas Öl

 

Die anschließenden Tage verbrachten wir in Weimar bevor es für das Wochenende als Urlaubsabschluss zu Verwandten an die Ostsee ging. Die Temperaturen waren mittlerweile gestiegen und im Stau vor Hamburg ging dann das bekannte Lüftung-an-Spiel wieder los. Ebenso wie auf der Rückfahrt. Hier melde sich dann nach knapp 2.500 Kilometern die Ölwarnleuchte und forderte Nachschub. Nach einer kurzen Auffüllpause in der schleswig-holsteinischen Pampa ging es ohne Probleme zurück nach Magdeburg.

Ganz besonders entspannend war dabei das nördliche Teilstück der A14, das wir fast für uns allein hatten. Bis der Anschluss durch den Norden von Sachsen-Anhalt an die bestehende von Süden kommende A14 geschafft ist, dürfte das wohl eine der einsamsten Autobahnen der Republik sein.

 

Traveling moodTraveling mood

 

Was zum Schluss zu sagen bleibt?

Wohl dass auch die dritte Urlaubs-Saison mit dem Perlblauen ein Genuss war und die Erkenntnis immer weiter verfestigt, dass man mit einem 25 Jahre alten Youngtimer zuverlässiger, entspannter und nicht selten auch hübscher unterwegs ist, als mit einem jungeren Wagen.

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Wed Jul 18 09:47:17 CEST 2018    |    Dynamix

Schöner Bericht :) Ich habe dieses Jahr mit meinem Youngtimer wohl auch meine längste Tour jemals gemacht. Einmal Rheinland - Berlin und zurück an einem Wochenende. Dank dem ein oder anderen kleinen Umweg bin ich so auf knapp 700km pro Strecke gekommen. Verbrauch waren unfassbare 10,6 auf der Hinfahrt und 10,1 auf der Rückfahrt und beide male bin ich wirklich nicht geschlichen. Wollte schließlich noch am selben Tag in Berlin ankommen :D

 

Deinem letzten Absatz muss ich dann aber doch widersprechen ;)

 

Zitat:

Wohl dass auch die dritte Urlaubs-Saison mit dem Perlblauen ein Genuss war und die Erkenntnis immer weiter verfestigt, dass man mit einem 25 Jahre alten Youngtimer zuverlässiger, entspannter und nicht selten auch hübscher unterwegs ist, als mit einem jungeren Wagen.

Ich denke das hängt eher vom allgemeinen Wartungszustand ab. Gibt genug Autos in dem Alter bei denen ich berechtigte Zweifel hätte auch nur eine Strecke von 100km ohne Probleme zu schaffen ;)

 

Wenn ich mein Leben drauf verwetten müsste würde ich eher zu meinem Daily greifen als zum Caprice. Du weißt bei so alten Autos leider nie ob und wann was kaputt geht. Alles was noch nicht erneuert wurde ist eben schon so alt wie das Auto selbst und da nichts für die Ewigkeit ist wird der Tag an dem das betreffende Teil kaputt mit ziemlicher Sicherheit auch sehr bald kommen.

 

Aber wenn man sich um die Wartung kümmert, defekte Teile zeitnah repariert (oder schon tauscht bevor Sie ganz hin sind) und auf eine eventuelle Panne gut vorbereitet ist dann kann man auch mit einem so alten Auto durchaus lange Strecken machen :)


Wed Jul 18 09:53:14 CEST 2018    |    Goify

Wobei alt relativ ist. Hier auf Motor-Talk hat einer einen Ford, der älter ist als wir drei an Lebensjahren zusammen und er macht damit regelmäßig sehr lange Urlaubsfahrten. Dagegen ist der 190er hier ein junger Gebrauchter.

 

BTW: Schöne Geschichte, die sich gut liest. Wenn dein Motor so warm wird, gibt es dafür wahrscheinlich einen simplen Grund: Das Relais für den Lüfter zieht nicht mehr an. Hatten wir damals beim Familien-190er auch gehabt und mit viel Heizleistung eine lange Fahrt verbracht.


Wed Jul 18 09:56:19 CEST 2018    |    Dynamix

Wobei an dem Ford auch einiges zu tun ist und der Pilot kennt sich mit dem Wagen aus und ist immer gut vorbereitet. Das ist halt doch schon mal was anderes als bei einem modernen Auto. Das ist schon deutlich aufwändiger als mit einem modernen Auto ;)


Wed Jul 18 11:50:56 CEST 2018    |    PIPD black

@Dynamix Ich hab den Satz auch gelesen und mir so meinen Teil gedacht. Es juckte auch schon in den Fingern.....gut, dass du die Diskussion anstößt, sonst hätte ich vom @Schlawiner98 wieder eins auf den Deckel bekommen.;)

 

#neuistimmerbesser:D


Wed Jul 18 12:25:46 CEST 2018    |    wollvo22

@Dynamix

Da muss ich wohl meine letzte Aussage wohl a bisl nach-spezifizieren: "...dass ich mit meinem gepflegen 25 Jahre alten Youngtimer zuverlässiger, entspannter und nicht selten auch hübscher unterwegs ist, als mit einem jungeren Wagen. :D :D

Aber auch das ist höchst subjektiv! ;)


Wed Jul 18 12:26:45 CEST 2018    |    wollvo22

@Goify

Den angesprochenen Ford kenne ich noch gar nicht. Wo findet man den denn hier?

 

Das Ralais wurde vor gut zwei Jahren schonmal erneuert, aber vielleicht ist das ein Anlass, es mal wieder zu tauschen.


Wed Jul 18 12:27:26 CEST 2018    |    PIPD black

Schau auf die Blog-Startseite. Ist aktuell wieder ein Artikel erschienen.


Wed Jul 18 12:29:41 CEST 2018    |    wollvo22

@PIPD black

Gefunden - danke!


Wed Jul 18 13:11:11 CEST 2018    |    Goify

wollvo22, oder du schaust dir mal dein Thermostat an.

Wie warm wird denn der Wagen? Deutlich über 100 °C? Wenn nicht, ist noch alles ok und im grünen Bereich. Das sind noch echte Thermometer, die bei großer Hitze dies auch zeigen und nicht elektronisch auf 90 °C beruhigt werden und erst über 110 °C ausschlagen.


Wed Jul 18 13:23:20 CEST 2018    |    wollvo22

@Goify

Maximal hat es etwas über 100°C angezeigt, wenn wir auf der Autobahn in der prallen Sonne standen.

Wahrscheinlich hast du Recht, was die Feinfühligkeit angeht. Dienstlich fahre ich VW Golf VI und die zeigen selbst bei hohen Temperaturen immer stoisch 90°C an. :D


Wed Jul 18 13:26:07 CEST 2018    |    Goify

Dann ist ja alles gut und du musst nicht dich und deine Beifahrerin grundlos grillen. Erst, wenn es deutlich über 100 °C geht, sollte man sich Gedanken machen. Der Golf zeigt seit 1993 immer 90 °C an, es sei denn, er ist kalt oder überhitzt. Dazwischen sind es immer 90 °C.


Wed Jul 18 14:21:14 CEST 2018    |    Dynamix

Ich denke du hast mit deinem Benz bisher einfach nur viel Glück bisher ;)

 

Will dir den Spaß nicht vermiesen, aber irgendwann kommt was größeres und dann wirds halt spaßig. Vor allem muss man bei den 201ern ja auch immer gut darauf Acht geben das sich der Rost nicht an dem Wagen zu schaffen macht.


Wed Jul 18 15:23:07 CEST 2018    |    PIPD black

Heizung an hätte ich erst gemacht, wenn der Zeige deutlich zum roten Bereich geht. Vorher sollte aber schon der Lüfter einsetzen.


Wed Jul 18 16:45:46 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Ach kommt,wo ist das Problem...wir haben 1500km in einer Woche mit einem fast 30 Jahre alten Auto geschafft:D....ohne Panne und ich würde es jederzeit wieder tun. Na klar,passieren kann immer was...da spielt das Alter keine Rolle,wenn man sein Auto aber länger kennt und sich darauf einstellt,dann können das tolle Touren werden. Und man mag mich immer belächeln wenn ich für den kleinen Notfall bissel was dabei habe,außer Wasser oder Öl hab ich bis jetzt aber nichts unterwegs gebraucht.

 

Schöner Reisebericht


Wed Jul 18 17:04:37 CEST 2018    |    Goify

Ich habe auch immer nur das nötigste dabei: http://www.autokiste.de/psg/archiv/2004/0402/grossbild/2790_8.jpg :D


Wed Jul 18 18:44:37 CEST 2018    |    PIPD black

Ich auch:D


Bild

Wed Jul 18 18:55:49 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Sehr geil :D


Thu Jul 19 07:53:23 CEST 2018    |    pico24229

Mit so einem schönen Youngtimer ist man immer schöner und angenehmer unterwegs aber zuverlässiger? :)

Wobei auch junge Autos kaputt gehen/liegen bleiben.

 

Gibt nichts blöderes als Temperaturprobleme... Ich hatte einmal bei meinem ersten Auto (E34) die Situation dass im Stau die Temperatur minimal höher als 90 gegangen ist, da das sehr ungewöhnlich ist habe ich direkt die Heizung hochgefahren, worauf die Temp dann sofort in den roten Bereich gezogen ist. Vielleicht weil das Wasser stärker durchströmte und dann das heiße Wasser aus dem Motor auf den Fühler kam? Konnte dann sehr schnell an einer Bushaltestelle halten und habe 10min gewartet.

War die einzige derartige Situation mit dem Auto.


Thu Jul 19 10:01:57 CEST 2018    |    Hutchison123

Ich verlasse mich immer wieder liebend gerne auf W124/W201.

Fahre solche Fahrzeuge seit 7 Jahren bisher insg. 200.000 km im Alltag (beschränkt sich auf einen W201 2.3 von 88 und einen 300 D, Bj. 93)

Mit dem W201 bin ich nicht ein Mal liegengeblieben und mit dem 300 D in hunderttausend Kilometern und drei Jahre ein Mal wg. verschlissenen Kohlen eines Limareglers 150 km von Zu Hause liegengeblieben.

Hätte ich den Motor aufgrund der auf einmal aufleuchtenden ABS und Airbagleuchte nicht ausgemacht und wäre es nicht dunkel gewesen, wäre ich sogar ohne Strom noch bis nach Hause gekommen.

 

Also Huckepack mit dem ADAC nach Hause. Am nächsten Tag die Kohlen am Regler leicht herausgezogen, wieder eingebaut und gestartet. Die Batterie hat sich über Nacht von allein wieder so weit regeniert, dass ich problemlos starten konnte. Der Laderegler funktionierte auch wieder.

Ich bin dann zum örtlichen Teilehändler, habe mir für 15 EUR einen neuen Regler geholt, noch auf dem Parkplatz eingebaut und bin weiter gefahren.

 

Welches heutige Auto "kann" sowas?

 

Ich verlasse mich immer wieder gerne auf diese Autos.

Aktuell mit einem 92er 300 D Automatik mit 317.000 km.


Thu Jul 19 13:53:12 CEST 2018    |    Racer_1995

So stellte ich mir echten Komfort vor. Im Sommer im Stau die Heizung volle Pulle heiß in den Innenraum blasen lassen, damit die Karre nicht völlig verreckt.

 

Deswegen hasse ich alte Möhren.


Thu Jul 19 14:23:50 CEST 2018    |    wollvo22

@Racer_1995

Ob man alte oder neuere Autos mag - oder alte Möhren gar hasst - ist ja immer Ansichtssache.

Mein Budget erlaubte es mir damals nicht, einen neueren Wagen zu kaufen, deshalb habe ich versucht für den Betrag, den ich zur Verfügung hatte, einen Wagen zu finden, von dem ich auch länger was habe.

 

Dementsprechend stören mich kleine Mängel, wie der Austausch eines Relais zur Motorkühlung nicht. Noch dazu, da ich die meisten kleineren Arbeiten selbst erledigen kann. Geht beim Dienstwagen etwas kaputt - und sei es nur ein Leuchtmittel im Rückscheinwerfer - muss er gleich zur Werkstatt.

 

Aber - wie schon gesagt - das ist zutiefst subjektive Geschmackssache. :D :D


Thu Jul 19 14:40:47 CEST 2018    |    Hutchison123

Als Racer mit 1995er Geburtsdatum hat man natürlich nur die neuesten Luxusschlitten unterm Hintern ;-)

 

Meine Freundin freut sich jedenfalls immer, wenn wir mit meinem Auto irgendwo hin fahren.

Und das trotz fehlender Klimaanlage. Die Frau muss verrückt sein.


Thu Jul 19 14:44:11 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Um Gottes Willen,ihr seid ja Lebensmüde :p:D


Thu Jul 19 14:44:33 CEST 2018    |    Racer_1995

Schrecklich! Zustände sind das ;)


Thu Jul 19 14:55:33 CEST 2018    |    wollvo22

Ja es ist schon unglaublich, dass man vor gut 20 Jahre so Autogefahren ist! :D

Ich kenne sogar noch Geschichten, die noch länger zurückliegen: Damals hat man wohl in einer Vorkriegskonstruktion (!) mit luftgekühlten (!!) Heckmotor und ohne Klima (!!!) die Alpen überquert. Keine Ahnung wie die das überlebt haben. ;)


Thu Jul 19 15:20:08 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Ich hab sogar ein recht neues Auto mit sehr guter Ausstattung verkauft um mir wieder ein altes zu Kaufen:D


Thu Jul 19 15:23:35 CEST 2018    |    Racer_1995

:)

 

Ich bin zwar jünger, habe trotzdem bewusst einen möglichst jungen Wagen genommen. So ist es eben kein Benz sondern ein französisches Produkt ohne Prestigefaktor geworden.


Thu Jul 19 15:35:06 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Marken sind doch egal,einem selbst muss es gefallen;)


Thu Jul 19 15:44:31 CEST 2018    |    Hutchison123

Aber es ist ja gut, wenn es für jeden etwas gibt :-)

 

Für mich ist das Fahren von Altbenzen eine Leidenschaft, so dass ich dafür auch gerne auf so manchen Komfort verzichte. Aus Prestigegründen fährt man solche Autos wie den W124 schon lange nicht mehr.

 

Dafür habe ich wieder andere Vorteile.

Auf das Automatikgetriebe möchte ich z.B. nicht mehr verzichten. Und das schluckfreudige Fahrwerk, dank dem man nicht jede kleinste Bodenwelle merkt.

Oder den superengen Wendekreis, den viele Kleinwagen nicht unterbieten können...

Oder vllt. die bequemen Sitze, aus denen man nach mehreren hundert Kilometern aufsteht und vom Rücken her nicht mal merkt, dass man überhaupt Auto gefahren ist.

Den leckeren Sechszylindersound gibt's gratis on top :-)

 

Und bei vielen Reparaturen ist man nicht den Werkstätten ausgeliefert. Computer anschliessen ist gar nicht erst möglich.

 

Dafür muss man halt Rostvorsorge betreiben, das Fahrwerk nach und nach Sanieren und einfach ein bisschen dranbleiben.

 

 

Für mich käme halt ein franzöischer Kleinwagen nicht in Frage ;-)

Oder französische Autos generell.


Thu Jul 19 15:49:06 CEST 2018    |    ToledoDriver82

Ich hab 2015 mein 124er verkauft und mir ein (wirklichen guten) Astra F gekauft:D:D:D so schön der Benz auch war,aber nach einer größeren Summe und immer noch nicht an Ende,war es an der Zeit Schluss zu machen ;) manchmal hat man eben Glück,manchmal eben auch nicht. Die Autowelt ist bunt,da gibt es für jeden das richtige:)


Thu Jul 19 15:55:37 CEST 2018    |    wollvo22

"Die Autowelt ist bunt,da gibt es für jeden das richtige:)"- sehe ich genauso!

 

Ein Kumpel von mir hat sich vor zwei Jahren ein weißes Chrysler LeBaron Cabriolet gekauft. Für 600€ wenn ich mich richtig erinnere. Als ich den mal fahren konnte, knarzte es zwar an allen Ecken und Enden und es war eine reine Plastikwüste, aber offen hat das und der Umstand das der V6 seine Kraft auf die Vorderräder übertragen hat, nicht wirklich gestört. Er ist bis heute mit dem happy... und ich war nach dem kurzen Wechsel froh, meinen W201 wieder zu haben. :D


Thu Jul 19 16:54:22 CEST 2018    |    Goify

Ich träume ja immer wieder von einem 190 E 2.3 Automatik mit Klimaanlage, Schiebedach, Tempomat, ABS und Fahrerairbag. Dieses Auto würde ich bei gutem Zustand jedem anderen Neuwagen vorziehen. Allerdings kosten solche Wagen aus der Zeit mit diesen Extras mittlerweile auch bald so viel wie ein Neuwagen...


Thu Jul 19 17:24:13 CEST 2018    |    motorina

Goify, mein Hallennachbar hat vor ein paar Monaten genau solch einen W201 verkauft - für sage+schreibe unglaubliche 12´€!

Ich würde auch wieder gerne auf den Baby-Benz umsteigen, wenn die Preise nicht so angezogen hätten.

 

Zum Thema alte Autos:

Ich fahre seit Jahrzehnten mit älteren Fahrzeuge (Audi, MB, VW) mehrmals im Jahr Langstrecken (einfache Strecke zwischen 600km und 1500km Entfernung) - bin bis jetzt immer wieder mit so "Schrottkisten" (optisch nicht gerade vom Feinsten) heimgekommen, trotz eines hohen km-Standes - alles kein Problem, wenn man sein Fahrzeug kennt und ihm auch eine solche lange Touren zutraut.

... und einem W201 traue ich mehr zu als meiner (nur etwas neueren) C-Klasse.


Thu Jul 19 20:50:58 CEST 2018    |    Hutchison123

@Goify

Ich hatte (fast) dein Traumauto. Schiebedach und Knalltüte waren nicht dabei, der Rest schon (und noch etwas mehr).E in wirklich tolles Auto. Die hohen Treibstoffkosten waren der einzige Trennungsgrund und haben mich zum 300 D getrieben. Habe ich bis heute nicht bereut. Trotzdem vermisse ich meinen W201, vor allem weil der Zustand so traumhaft war. Hier ist er zu sehen: https://www.motor-talk.de/fahrzeuge/281608/mercedes-w201-190er


Thu Jul 19 20:57:31 CEST 2018    |    motorina

"Die hohen Treibstoffkosten ... haben mich zum 300 D getrieben."

Hmm, verstehe ich nicht ganz. Mein 300D hat immer zweistellig konsumiert - war mir zuviel!

Der hatte aber auch schon die 300´km-Marke überschritten.


Thu Jul 19 21:52:50 CEST 2018    |    Hutchison123

Meinen alten(handgeschaltet) habe ich mit 370.000 km verkauft.

Durchschnittsverbrauch über 80.000 km ermittelt: 6,4 Liter.

Eine 8 hatte ich nicht ein einziges Mal davor stehen.

 

Mein jetziger mit Automatik ist bei 317.000 km und verbraucht bisher 7,2 Liter im Schnitt.

 

Ein 300er mit zweistelligen Verbräuchen ist entweder ein T-Modell mit Automatik und Klima, dass nur in der Stadt bewegt wird oder dauerhaft auf der Autobahn mit Vollgas.

 

Bei ausschliesslichem Stadtverkehr habe ich die Automatik-Limo mit 8,5 gemessen.

Die handgeschaltete Version auf über 7 Liter zu bringen war schon schwer.

Also entweder du hattest einen schweren Gasfuß oder bist nur kurze Strecken mit ungünstigen Bedingungen gefahren.

Normal ist das nicht.

Oder war das der Vierventiler OM606? Der wird ja gerne als Säufer betitelt.


Thu Jul 19 23:13:28 CEST 2018    |    motorina

Hutchison, es war ein 123er Handschalter Limo, der vorher lange vom Chef gefahren worden war und zuletzt von der Spedition als Werkstattwagen benutzt worden ist - sozusagen etwas ausgelutscht...

 

Ich hatte ihn dann hauptsächlich im Kurzstreckenverkehr (Stadt+Umgebung 50km) eingesetzt (ca. knapp 12l/100km); auf längeren Strecken durfte ich keinesfalls über 120km/h fahren, um mit ca. 10,5l/100km auszukommen. Bei etwas schärferer Fahrweise liefen 12,5l/100km durch. Nach gut einem Jahr wurde er dann nach Polen entsorgt..... und mir wurde gesagt, dass dieser 300D einfach mehr braucht...

 

Der W 201 war ein 190D, gefolgt von einem C220Diesel, einem C220CDI und einem C180.

Die Verbräuche dieser 3 Stuttgarter Sterne sind alle akzeptabel (nur der CDI fängt ab einer gewissen Autobahngeschwindigkeit bzw. beim Anhängerbetrieb zu schlucken an ... aber auch nicht über 8,5l/100km).

 

Der W 201 war sehr genügsam, reparaturfreundlich, rostfrei (soweit man das von einem alten Auto behaupten kann), und genügte den Anforderungen (wenn man nicht vollgepackt in den Urlaub gefahren ist ... dann war er etwas lahm:rolleyes:).


Deine Antwort auf "#12 Die (bisher) größte Tour"

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