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wollvo22

Belangloses von unserem perlblauen Babybenz und achatgrauen Audi.

25.08.2020 15:44    |    wollvo22    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: 190E, 190er, Mercedes, Mercedes-Benz Museum, Perlblauen, Rückblick, W201

Kontinuitäten

 

Kontinuitäten haben dieser Tage fast schon Seltenheitswert. 2020 hat das Leben gemeinschaftlich ziemlich durcheinander gewirbelt. Das ist mir zuletzt unter der Überschrift Mobilität aufgefallen, als ich einen unserer beiden Dienstwagen in der letzten Woche aus der Tiefgarage geholt habe, um zu einem Termin zu fahren. Der gute Golf ist laut Fahrtenbuch das letzte Mal im April bewegt worden, als er auf Sommerreifen gewechselt wurde, einen neuen Service und HU/AU bekommen hat.

 

Unser Perlblauer wurde in den zurückliegenden Monaten auch weniger bewegt, was jedoch nicht an den öffentlichen Einschränkungen lag, sondern der Verlagerung des Wohnsitzes meiner Freundin von Weimar zu mir nach Magdeburg. Damit entfällt nun das regelmäßige Pendeln am Wochenende auf der Strecke Magdeburg - Weimar - Magdeburg. Das hat der Babybenz zwar die letzten zwei Jahre ohne Aus- oder Unfälle stets treu bewältigt, doch mit dem immer nährerrückenden Datum, welches das 30. Jubiläum der Erstzulassung markiert, wollen wir den Benz etwas schonen. Die Anschaffung eines Alltagswagens für meine Freundin, der zum Pendeln zur Arbeit oder für die täglichen Besorgungen genutzt wird, ist unlängst geplant.

Dem "Alltagsklassiker" W201 kommen dann neue Aufgaben zu, die mehr in Richtung "Klassiker" als "Alltag" gehen. Geplant war in diesem Jahr das erste Mal die Teilnahme an einer Youngtimerrallye des ADAC Hessen in und um Frankfurt, die wir aufgrund einer Erkrankung in der Famlie leider absagen mussten.

Das H-Kennzeichen werde ich wohl auslassen, einerseits weil es steuerlich eine Verschlechterung darstellen würde, andererseits weil ich an meinem Kennzeichen aus Weimar hänge, welches einem "MD" (für Magdeburg) weichen müsste. Zu viele sich spontan ergebene Gespräche hatte ich an Tankstellen, Parkplätzen oder in Staus auf der Autobahn, die nach folgendem Schema abliefen: "Schöner 190er...und noch aus Weimar!". Insofern bleibt der moderne Klassiker jener kleinen Stadt treu, die wie kaum eine andere Klassik und Moderne in sich vereint.

 

Weil all dies noch in der Zukunft liegt, haben wir den Benz auch in diesem Jahr wieder als Urlaubsreisemobil verpflichtet. Mit Blick auf die Sommer der letzten Jahre lassen sich einige Parallelen ausmachen: Es ging wieder nach Süden gen Alpen, der Benz war wieder zuverlässig und genügsam...und die fehlende Klimaanlage wurde wieder moniert. Ebenso was die Destination(en) der Reise anging, bewegten wir uns auf bekannten Terrain.

 

Wieder in der Wiege des Automobils

 

Da wir in diesem Jahr zwei Wochen Urlaub gebucht hatten und die erste Woche im Montafon verbrachten, ging die Anreise über Stuttgart mit Station bei meinem Bruder und natürlich dem obligatorischen Besuch im Mercedes-Museum. Ich freute mich auf all die Klassiker, meine Freundin über die Architektur und das Ausstellungsdesign.

 

Posen vor dem Mercedes-MuseumPosen vor dem Mercedes-Museum

 

Im Gegensatz zu vor drei Jahren, als ich das erste Mal dort war, hat sich nicht allzu viel verändert. Das stellt jedoch keinen Nachteil dar. Lediglich die Sonderausstellung zur G-Klasse war neu und nicht minder interessant als das restliche Museum. Kurzum: Wer noch nicht dar war - es lohnt sich. Und wer schon da war - es lohnt sich immer wieder. Als Mitglied in einem der zahlreichen Mercedes-Clubs bekommt man zudem freien Eintritt.

 

Sonderausstellung G-KlasseSonderausstellung G-Klasse

 

Die Fahrt mit dem Benz lief gewohnt entspannt. Auf der Fahrt nach Stuttgart flossen 6,7 Liter pro 100 km durch die KE-Jetronic. Ein Missgeschick beim Tanken, welches mir erst später auffiel, erweiterte auf der Fahrt ins Montafon meinen Horizont: Beschwingt vom tollen Verbrauch war ich während der Fahrt auf der Autobahn mit einem kurzen Stau und etwas Stop-and-Go um den Bodensee herum ziemlich irritiert, als die Tanknadel sich sichtlich schneller bewegte, als ich es bis dato gewohnt war - gerade weil das Fahrprofil kaum von jenen zwei Tage zuvor abwich. Die Auflösung gab es dann in unserer Pension in Tschagguns, als ich mir die Tankquittung aus Stuttgart näher ansah: Statt Super E5 hatte ich E10 getankt. Bis dato hätte ich es nicht für möglich gehalten, aber der dann ermittelte Verbrauch beim nächsten Mal Volltanken (E5 natürlich mit dreimal an der Säule nachgucken, ob ich auch den richtigen Einfüllstutzen gewählt hatte :) ), zeigte fast 8,5 Liter auf 100 km - nahezu 2 Liter mehr als zuvor.

 

Erfreulicher DurchschnittErfreulicher Durchschnitt

 

Mein Mechaniker hat mir mal gesagt, dass Benziner ziemliche Mimosen sein können, wenn es um Spritqualität geht und dies scheint auf meinen M 102 wohl zuzutreffen. Befüllt mit der gewohnten Spritqualität und dem entspannten Fahren bei 120 km/h auf den österreichsichen Autobahnen stand dann schnell wieder eine 6 vor dem Komma und auch nach der Ankunft in der Heimat, waren es 6,9 Liter für 3 Personen mit Urlaubsgepäck.

 

Auf der Silvretta

 

Da dies hier ja kein Reiseerfahrungsblog ist, klammere ich umfassende Beschreibungen unserer Wanderungen mal aus. Nur so viel: das Montafon ist klein und pitoresk. Es gibt zahlreiche schöne Täler die von hohen Gebirgszügen getrennt werden, malerische Wanderwege und Panoramas sowie stets und überall freundliche Gastgeber.

 

Vaduz anno 2017Vaduz anno 2017

Vaduz 2020Vaduz 2020

 

Einen kurzen Abstecher nach Vaduz, Liechtenstein, das quasi um die Ecke liegt, gab es auch - inklusive des Remakes eines Foto mit Benz anno 2017.

 

Ebenso stand die Silvretta-Hochalpenstraße wieder auf dem Plan. Eintausend Höhenmeter von der Maustelle Paternen bis zur Passhöhe Bielerhöhe mit 34 Kurven auf 22,3 Kilometern Länge- ein Traum! Obgleich wir keinen MX-5 oder 911er die Passstraße hinaus pilotiert haben, lies uns jede Kehre mehr lächeln. Jedenfalls bis wir hinter einem Bus aus Tschechien mit drei Achsen und einer Druchschnittgeschwindigkeit von irgendwas um die 30 km/h hingen. Wir ägerten uns nicht lange, fuhren an die Seite und nutzen die Gelegenheit für eine kurze (Foto-)Pause.

 

SilvrettaSilvretta

Herunter ging es dann, nachdem wir nocheinmal zu Fuß etwas mehr als 700 Höhenmeter hinter uns gebracht hatten und den Gletscher am Vermunt-Pass (Grenze Österreich-Schweiz) bestaunt hatten, auf dem selben Weg. Doch wie beim Bergsteigen macht es mehr Spaß rauf als runter, jeder Höhenmeter weniger geht auf die Füße bzw. Bremsen. :)

 

Leben mit dem Limit

 

Weiter ging es am Sonntag quer durch Österreich und einem kurzen Schlenker durch Bayern in die Steiermark. Dort verbachten wir mit der Schwester meiner Freundin und der Familie meines Bruders eine weitere Alpenwoche. Ebenso wie die Jahre zuvor machen mich die Autobahnen außerhalb Deutschlands zu einem Fan einer Maximalgeschindigkeit. Bei 120/130 ist es einfach so entspannt und gleichzeitig schnell, wie es sich dort reisen lässt. Besonders deutlich wurde dies, als wir zur Reise nach Linz, um dort die Schwester meiner Freundin abzuholen, kurz durch Deutschland gefahren sind und gleich hinter der Grenze der PS-Krieg ausgebrochen ist. Fairerweise muss man sagen, dass dort unabhängig der Nationalität kräfig Kraftstoff durch die Brennräume fließt. Ebenso bemerkenswert ist, wenn man dann den Schlagbaum nach Österreich passiert und sich alles innerhalb weniger hundert Autobahnmeter entspannt.

 

Das unser Benz dabei auch durchaus von Hubraum- und PS-starken Boliden Anklang findet hat eine Begegung in einer Baustelle kurz vor der Grenze Österreich-Deutschland deutlich gemacht: Neben uns fuhr ein Jaguar F-Type mit V8 Moto und Berliner Kennzeichen, dessen Fahrer uns bedeutete das Fenster runter zu krubeln und dann feststelle, "was für einen gleilen 190er" wir da haben. :D

 

OffroadOffroad

 

Die Woche in der Steiermark nutzen wir den Benz dann für eine kleine Offroad Etappe und Tagestouren. Denn anders als im Vorjahr, gab es bei meinem Bruder nicht mehr die Möglichkeit im klimatisierten Sharan mitzufahren. Dieser wurde durch einen Peugeot Rifter mit langen Radstand ersetzt, der nun keine sieben Sitze mehr hat und zudem einen weiteren Kindersitz beherbergt.

 

Nachlese und Nachlackierung

 

Es gibt also nicht wirklich neues zu berichten. Aber die eingangs erwähnte Kontinuität ist ja dieser Tage eine willkommene Abwechslung.

 

Was den Perlblauen betrifft, gab es nach dem Urlaub eine kleine Frischzellenkur. Lange schon - also ehrlich gesagt schon seit dem Kauf - gab es eine Roststelle auf dem Dach auf der Fahrerseite am Schiebedach. Die hatte ich kurz nach dem Erwerb des Perlblauen mit meinem Vater eher amateurhaft "repariert", doch nach fünf Jahren drückte der Rost wieder am Gummi des Schiebedachrahmens und zusammen mit einer Roststelle an der C-Säule Fahrerseite sowie eines Parkremplers hinten links, entschloss ich mich, nachdem ich im letzten Jahr schon die Beifahrerseite habe teillackieren lassen, dies nun auch der Fahrerseite zukommen zu lassen. Ferner gab es am Kühler ein kleines Leck und die Umlenkstange der Lenkung an der Beifahrerseite hatte zuviel Spiel und klapperte fleißig auf unebener Fahrbahn.

Das hat zwar wieder eine Stange Geld gekostet, doch die finale Summe lag deutlich unter dem, was wir eingangs kalkuliert hatten (ja, auch das scheint es noch zu geben) und so steht der Perlblaue jetzt aufgefrischt und trocken unten in der Tiefgarage und wartet auf die nächste Ausfahrt. Die wird wohl ganz unspektakulär der Wochenendeinkauf oder ein Kurzbesuch bei den Eltern sein. Aber auch hier gilt: Kontinuitäten sind willkommen. :D

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26.08.2020 08:18    |    benprettig

Danke, war schön zu lesen.

Und ich empfinde das mit dem Reisetempo(-limit) ganz genauso.


26.08.2020 10:13    |    PIPD black

Irgendwas müßt ihr anders machen. Egal welche Grenze ich passiere (Dänemark, Schweden, Niederlande, Belgien) und mich an die dortigen Tempolimits halte, werde ich fast genauso bedrängt und genötigt wie in D. Der Unterschied ist nur: In D sind es vorwiegend Audi- u. BMW-Fahrer, dort sind es alle Marken und Fahrzeugarten. In Belgien wurde geheizt wie nix gutes. Einzig in den videoüberwachten Abschnitten wurde sich gezügelt.

Dass es ab Grenze zu D schlimmer wird, kann ich allerdings auch bestätigen. Dort sind es dann aber eher die Geschwindigkeiten und nicht so sehr das Bedrängen.


26.08.2020 10:16    |    gator68

Jedenfalls ist der 190er ein Phänomen. Wäre er nicht so eng und unpraktisch, hätte ich vielleicht auch einen. Vielleicht wird der W204 auch mal so ein Klassiker, die Anlagen dazu hat er.


26.08.2020 11:22    |    wollvo22

Zitat:

@PIPD black schrieb am 26. August 2020 um 10:13:18 Uhr:

Irgendwas müßt ihr anders machen. Egal welche Grenze ich passiere (Dänemark, Schweden, Niederlande, Belgien) und mich an die dortigen Tempolimits halte, werde ich fast genauso bedrängt und genötigt wie in D. Der Unterschied ist nur: In D sind es vorwiegend Audi- u. BMW-Fahrer, dort sind es alle Marken und Fahrzeugarten. In Belgien wurde geheizt wie nix gutes. Einzig in den videoüberwachten Abschnitten wurde sich gezügelt.

Dass es ab Grenze zu D schlimmer wird, kann ich allerdings auch bestätigen. Dort sind es dann aber eher die Geschwindigkeiten und nicht so sehr das Bedrängen.

Ich habe bisher nur Erfahrungen aus dem Süden Europas und Polen. Überall habe ich bisher nur positive Erfahrungen machen können. In Österreich habe ich zudem das Gefühl, dass die Polizeipräsenz auf der Autobahn wesentlich höher ist als bei uns. Es gab nicht eine Fahrt dort, auf der wir nicht mindestens einen Streifenwagen gesehen haben.


26.08.2020 11:27    |    wollvo22

Zitat:

@gator68 schrieb am 26. August 2020 um 10:16:29 Uhr:

Jedenfalls ist der 190er ein Phänomen. Wäre er nicht so eng und unpraktisch, hätte ich vielleicht auch einen. Vielleicht wird der W204 auch mal so ein Klassiker, die Anlagen dazu hat er.

Ja, der 190er ist kleiner als man vermuten würde. Jeder Polo aus den 2000er Jahren hat auf der Rückbank mehr Platz.

Dem W204 räume ich bei den neueren C-Klassen auch das größte Potenzial ein, zukünftiger Alltagsklassiker zu werden ein - allerding nur die Vor-MOPF-Variante mit Haubenstern. Beim MOPF passen die Scheinwerfer nicht zum Rest des Wagens. Ist für mich die letzte "richtige" ;) C-Klasse bevor der AMG-Nightpaket-Hot-and-Cool-Ionisierungswahnsinn losging. :D


26.08.2020 11:29    |    Dynamix

Die Menschen sind im Schnitt in den letzten Jahrzehnten auch gewachsen. Eine Erklärung die ich mal dafür gelesen hab waren wohl immer bessere Nahrungsergänzungsmittel für Babys welche das Wachstum fördern. Was daran dran ist kann ich aber nicht sagen. Bin kein Wissenschaftler ;)

 

Aber ja, der 201er ist ziemlich eng hinten, sind 124er und E34 für meine Begriffe aber auch schon. Zumindest im E34 wird es nicht nur für die Beine eng.


26.08.2020 11:32    |    wollvo22

Zitat:

@Dynamix schrieb am 26. August 2020 um 11:29:21 Uhr:

Die Menschen sind im Schnitt in den letzten Jahrzehnten auch gewachsen. Eine Erklärung die ich mal dafür gelesen hab waren wohl immer bessere Nahrungsergänzungsmittel für Babys welche das Wachstum fördern. Was daran dran ist kann ich aber nicht sagen. Bin kein Wissenschaftler ;)

 

Aber ja, der 201er ist ziemlich eng hinten, sind 124er und E34 für meine Begriffe aber auch schon. Zumindest im E34 wird es nicht nur für die Beine eng.

Interessante Theorie. Hoffe, dass wir dann zukünftig nicht alle mit SUV im Q7 Format rumfahren müssen, damit alle genun Beinfreiheit haben. :D


26.08.2020 11:40    |    gator68

Zitat:

@wollvo22 schrieb am 26. August 2020 um 11:27:08 Uhr:

Zitat:

@gator68 schrieb am 26. August 2020 um 10:16:29 Uhr:

Jedenfalls ist der 190er ein Phänomen. Wäre er nicht so eng und unpraktisch, hätte ich vielleicht auch einen. Vielleicht wird der W204 auch mal so ein Klassiker, die Anlagen dazu hat er.

Ja, der 190er ist kleiner als man vermuten würde. Jeder Polo aus den 2000er Jahren hat auf der Rückbank mehr Platz.

Dem W204 räume ich bei den neueren C-Klassen auch das größte Potenzial ein, zukünftiger Alltagsklassiker zu werden ein - allerding nur die Vor-MOPF-Variante mit Haubenstern. Beim MOPF passen die Scheinwerfer nicht zum Rest des Wagens. Ist für mich die letzte "richtige" ;) C-Klasse bevor der AMG-Nightpaket-Hot-and-Cool-Ionisierungswahnsinn losging. :D

Die Geschmäcker sind verschieden, sicher gibt es auch viele, denen die MOPF-Variante gefällt. Entscheidend ist die Langzeitqualität, und da hat der 204er sehr gute Anlagen, nachdem W202 und vor allem W203 karosserieseitig ja eher Problemfälle waren.


26.08.2020 11:54    |    Goify

Öhm ja, der 204. Den kann man gut finden, hat aber auch einige Baustellen, die gut ins Geld gehen können. Ich würde ihn als durchschnittlich robust einstufen - höher auf keinen Fall. Wenn, dann nur als Diesel mit dem OM 646. Spätere Diesel haben einige Wehwehchen und die Benziner sind alle eher abzulehnen wegen der Steuerkette und den Nockenwellenverstellern - und da ereilt es alle.


26.08.2020 12:44    |    ALPINA B3 3.2

Toll, dass es Leute gibt, welche sich ab einem gewöhnlichen 190er erfreuen können, ich würde auf der Bahn, wahrscheinlich eher, aus Langeweile rüberschauen!

Also, zum Posen gibt es da eigentlich nichts, aber cool warst du in der Schweiz!


26.08.2020 13:29    |    wollvo22

Zitat:

@ALPINA B3 3.2 schrieb am 26. August 2020 um 12:44:45 Uhr:

Toll, dass es Leute gibt, welche sich ab einem gewöhnlichen 190er erfreuen können, ich würde auf der Bahn, wahrscheinlich eher, aus Langeweile rüberschauen!

Also, zum Posen gibt es da eigentlich nichts, aber cool warst du in der Schweiz!

Liegt ja immer im Auge der Betrachtenden. :D Aber ja, zum Posen gibt es Autos, die besser geeignet sind. In den letzten Jahre habe ich jedenfalls beobachten können, dass mein Wagen immer öfter Aufmerksamkeit findet. Liegt wohl daran, dass er zwischen all den neuen Wagen immer mehr auffällt, als das noch vor 5 bis 10 Jahren der Fall war.

 

Außerdem denke ich, dass es heute unter den jungen Menschen zwar weniger Interesse an einem eigenen PKW gibt, diejenigen die sich aber dafür entscheiden aufgrund der hohen Neuwagenpreise mehr als früher Richtung Youngtimer tendieren. Bei den Fahrern von W124 oder W201 habe ich jedenfalls beobachten können, dass die entweder sehr alt - und wahrscheinlich die Erstbesitzer - oder junge Frauen und Männer in den 20ern/30ern sind.


26.08.2020 14:18    |    ALPINA B3 3.2

Ich wirke auch noch relativ jung, obwohl Mitte 40, wenn ich mit dem R129 unterwegs bin, welcher erst 65'000Km gelaufen ist, welchen ich von meinem verstorbenen Vater übernommen habe, fällt die Kombination mit der

tiefen Nummer manchmal ein wenig auf, aber es gibt so viele teure neue Wagen in der CH, alles relativ.

Ja eine Bindung entsteht mit der Zeit, dass ich es nicht übers Herz bringe, einen meiner top e36 herzugeben, neben dem Benz nun, sodass ich mal alle behalte, wenn auch etwas mühsam.

Der B3, wirkt frech und noch relativ modern für sein Alter. spricht eher jüngere Leute an, aber wirklich selten, auf der Strasse, so dann anzutreffen.


27.08.2020 09:28    |    benprettig

Also ich schaue lieber einen 190er an, den man auch sofort wahrnimmt. Ein neuer Mercedes, na und? Ohne Emblem doch garnicht so leicht zu erkennen. Das Design ist halt Geschmackssache, aber z.b. die aktuelle A-Klasse, sieht für mich so gewöhnlich und hässlich aus. Ich sage immer, wer zahlt den Preis dafür, da ist ein Hyundai bildhübsch gegen, hat Eigenständigkeit, Wiedererkennungswert und ist eben günstig dagegen.

 

Nee, Mercedes ist leider nicht mehr das, was sie mal waren.

 

Deshalb Hut ab, wer so einen Youngtimer pflegt, hegt und instandhält und eben auch im Alltag benutzt und nicht in der Garage stehen lässt.


27.08.2020 09:29    |    ToledoDriver82

Benutzen ist doch gerade das wichtigste...nur zum anschauen gibt's Modelle für die Vitrine ;)


27.08.2020 09:46    |    pico24229

Toller bericht und ja, youngtimer werden beliebter -finde ich auch


27.08.2020 09:59    |    gator68

Geschmackssache, ich mag beides. Neue A-Klasse genauso wie alten 190er. Dafür finde ich alte 210er und alle Hyundais unmöglich...


27.08.2020 10:49    |    wollvo22

Wie @ToledoDriver82 schrieb, finde ich auch, dass Anschauen nur die halbe Miete ist. :D Die volle Freude entfalltet sich dann, wenn man nach dem Anschauen auch ganz manuell den Schlüssel ins Schloss stecken, einsteigen und losfahren kann.

Wobei das Anschauen auch mit Schwelgen einhergeht, wenn ich beispielsweise auf der Straße geparkte R129, Strich-Achter, E30, XM oder 840 sehe.

 

Für mich war bis 2013/14 ein mercedestypisches Alleinstellungsmerkmal, dass sich die Stuttgarter in ihren Modellreihen nicht dem aggressiven Styling mancher Mitbewerber hingegeben haben. Das haben Sie dann - in nachvollziehbarer Weise - AMG überlassen. Die waren jedoch mit ihren Modellen so erfolgreich, dass man immer mehr Merkmale in die "normalen" Baureihen übertragen hat. Wirtschaftlich war das wohl mittelfristig eine gute Entscheidung, wenn man sich die weltweiten Absatzzahlen ansieht. Letztlich haben sie mit dem AMG-Label nichts anderes gemacht als Audi mit seiner "S Line" oder BMW mit dem "M".

Auch würde ich nicht sagen, dass aktuell alle Baureihen durchweg unansehnlich sind - die aktuelle S-Klasse finde ich ohne AMG-Zierrat sehr schön, die V-Klasse sieht sehr klar aus und aus irgendweinem Grund gefällt mir der neue GLB. Womöglich weil alle drei eine eher unaufgeregte Frontgestaltung und Form eint. Ein "Früher war alles besser" unterschreibe ich also nicht gänzlich. :D


27.08.2020 11:04    |    ToledoDriver82

Mir geht es ja nicht anders, ich fahr gern mit unserem Altblech, wenn es sein muss auch mal 2500km in 14 Tagen. Dabei steht aber stets das Reisen im Vordergrund, auf täglich Fahrten dann das Fahren selbst ,ich bin kein Freund von "kommt nur Sonntags bei 120% Sonnenscheinwahrscheinlichkeit" Autos. Da ich die Woche über nun meist mit dem Firmenwagen unterwegs bin, freu ich mich immer auf Freitag...mit dem Schlüssel aufschließen, ins Zündschloss stecken und mit einem Dreh starten, dazu schöne Musik aus dem Radio was genauso alt ist wie das Fahrzeug und dann geht es heim...einer schöner Start ins WE und für mich so richtig zum runter kommen um entspannt ins WE zustarten.

In knapp 14 Tagen geht's in den Urlaub, diesmal mit der Limousine, ich freue mich schon auf die vielen schönen Landstraßen, kleine Dörfer und Städte...die Route ist schon fertig.


27.08.2020 13:36    |    ALPINA B3 3.2

Also mir persönlich gefallen die W126, auch als SEC, leider etwas vorbelastet, was den Ruf anbelangt sehr gut, ebenfalls der W124, welchen man bei uns noch am häufigsten sieht, kein Wunder bei dessen Qualität.

Der 190er kann durchaus, als schnuckelig bezeichnet werden, insbesondre als 2.6L wäre dieser interessant, weil der

Motor enorm laufruhig ist..


27.08.2020 13:44    |    pico24229

Bin in den letzten 54 Tagen 11.0000km mit meinem E39 gefahren. -Absoluter Genuß :)

 

(Habe gestern nämlich mal auf den Ölzettel geguckt)


27.08.2020 14:20    |    Goify

Zitat:

@pico24229 schrieb am 27. August 2020 um 13:44:47 Uhr:

Bin in den letzten 54 Tagen 11.0000km mit meinem E39 gefahren. -Absoluter Genuß :)

Bist du Kurierfahrer? Das schaffen ja selbst Taxifahrer kaum.


28.08.2020 08:04    |    pico24229

Ich komme im Jahr mit meinen beiden Privat-pkw auf ca. 45.000km

 

In die letzten beiden Monate ist halt der Urlaub und auch so viele Fahrten gefallen. :)


28.08.2020 08:07    |    Goify

Hui, das ist enorm viel. Ich fahre privat keine 5.000 km im Jahr. Dafür nochmal so viel mit den Fahrrädern.


28.08.2020 11:11    |    wollvo22

Das ist in der Tat 'ne Menge! :D

Ich komme privat auf ca. 12.000km und beruflich auf so 20.000 km im Jahr (wobei das nur pre-corona ist :D ).


28.08.2020 11:19    |    ToledoDriver82

Privat, da hab ich zutun die 7000km pro Saison voll zu bekommen, beruflich können es aber auch mal 1000 oder mehr pro Woche sein.


28.08.2020 11:40    |    Goify

Ich kann mir meine Baustellen aussuchen, sodass es beruflich nicht über 7.500 km im Jahr geht.


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