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wollvo22

Belangloses von mir und meinem perlblauen Babybenz.

Thu May 17 20:14:44 CEST 2018    |    wollvo22    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 190, 190E, 924, Babybenz, Klassiker, Mercedes-Benz, W123, W126, W201

Das neue Jahr brachte für mich eine berufliche Veränderung / Verbesserung, die zur Folge hatte, dass ich umgezogen bin: vom Rande des Thüringer Waldes ging es wieder zurück an die Elbe. Gleichzeitig musste ich aufgrund des Umzuges meine 924er Pläne ersteinmal auf Eis legen. Zu groß ist aktuell noch die Lücke, die doppelte Miete und die übrigen Umzugskosten hinterlassen haben. Auch wenn ich weiß, dass der 924 mitnichten billiger wird, werde ich wohl dieses Jahr nochmal etwas ansparen, um mich im Herbst/Winter erneut auf die Suche zu begeben.

 

Frühlingsfrische

 

Mittlerweile hat "die Saison" 2018 ja längst begonnen und nachdem es am Karfreitag, kurz nach Wechsel auf Sommerpneus noch einmal geschneit hat, ist das Schiebedach nun bei nahezu jeder Fahrt wieder offen.

 

Mein Innenraum habe ich gründlich gereinigt und Anfang der Woche bekam der Perlblaue eine umfassende Lackaufbereitung. Als ich ihn vom Aufbereiter abgeholt habe, sah er in der Halle quasi wie ein Neuwagen aus.

1 - Werksauslieferungszustand beim Aufbereiter1 - Werksauslieferungszustand beim Aufbereiter

Wer im Raum Magdeburg wohnt, dem kann ich die Fahrzeugaufbereitung Heuer nur empfehlen: Vorab wurde sich der Wagen und die kritischen Stellen sehr genau angesehen. Der Aufbereiter selbst hat ebenfalls ein Faible für Young- und Oldtimer und hat sich bei meinem W201 sichtlich ins Zeug gelegt. Der Preis war zudem fair, hier hat man mir nicht die teuerste Versiegelung aufgeschwatzt, weil im Vorgespräch klar war, dass der Wagen den großen Teil seiner Zeit in einer Tiefgarage steht und den Witterungseinflüssen weniger stark ausgesetzt ist als ein Laternenparker.

 

2 - Wieder in der Tiefgarage2 - Wieder in der Tiefgarage

Da sich jedoch bereits ein Gewitter ankündigte, beeilte ich mich mit der Heimfahrt vom Aufbereiter in die eben genannte heimische Garage - und stand prompt im städtischen Feierabendverkehr. Jedoch mit einem breiten Grinsen, da der Benz gestrahlt hat wie frischt aus den Werkshallen in Sindelfingen gerollt.

 

 

 

Die Nachbarschaft

 

Nebenbei bemerkt ist der Perlblaue wieder in sehr guter Nachbarschaft: Im selben Stadtteil finden sich ein hellblauer 260 SE (W126) und ein ebenfalls hellblaues T-Modell der W123 Baureihe. Leider parken die beiden nicht immer zusammen und ich habe es noch nicht geschafft, einen Hattrick zu machen und sie mit meinem W201 auf ein Bild zu bekommen. :D

 

3 - Himmelblaue Nachbarschaft3 - Himmelblaue Nachbarschaft

 

Zudem macht der W126 auch einen ziemlich lädierten Eindruck, wenn man sich ihn aus der Nähe ansieht. Hier scheint es sich wohl eher um ein Arbeitstier zu handeln, das am Laufen gehalten aber nicht unbedingt gepflegt wird. Der W123 hingegen sieht zum Anbeißen aus: Metallic-Lack und Leder im Innenraum - alles mit etwas Patina versehen.

 

 

 

 

 

Sommerpläne

 

Im sich ankündigen Sommer sind auch wieder größere Urlaubsfahrten geplant. Anfang Juli wird es für eine Woche erneut nach Österreich in die Alpen gehen und quasi gleich im Anschluss für ein paar Tage nach Schleswig-Holstein an die Ostsee. Wir freuen uns schon sehr darauf wieder mal länger mit dem Benz on the road zu sein.

 

Mittlerweile bastle ich auch schon wieder an diversen Playlists für den USB-Anschluss in meinem Nachrüstradio. Das Pioneer-Teil ist zwar nicht ganz so hässlich wie viele andere, aber mir immer noch ein Dorn im Innenraum. Leider habe ich bisher noch einen Ersatz gefunden, der ähnlich multimediafähig ist und mir kein Loch ins Porte­mon­naie reißt - Stichwort Becker Mexico. Für sachdienliche Hinweise eurerseits wäre ich echt dankbar!

 

Bleibt zum Abschluss nur noch eine Frage:

Welche Touren habt ihr diesen Sommer mit euren Schätzen geplant?

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Sun Apr 01 11:30:47 CEST 2018    |    wollvo22    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 190er, Mercedes, W201

In der vergangenen Woche ging es für den Perlblauen und mich zurück an die Elbe. Zusammen mit einem Sprinter als temporären Companion haben wir den Umzugstress gut überstanden. Angeschlossen an meine neue Bleibe gab es einen Tiefgaragenstellplatz gleich unter dem Wohnkomplex für den Benz dazu.

 

Die Osterfeiertage ging es wie gewohnt zu den Eltern und ich habe die Zeit genutzt, um den kleinen mal wieder ordentlich zu putzen und gleich die Reifen zu wechseln; von O bis O halt. Außerdem stehen ihm die Gullideckelfelgen einfach besser.

Karfreitag bot dazu passendes Wetter, so dass ich am darauffolgenden Samstag gleich eine kleine Tour in den Harz unternehmen wollte.

 

Doch der Morgen sah dann eher nach Weihnachten als nach Frühling aus - auf dem Auto lag eine ordentliche Schneedecke. So blieb der Benz wo er war und die Tour zum Osterfeuer wurde mit einem noch wintertauglichen Passat unternommen.

Für die nächsten Tage hat sich zum Glück besseres Wetter angekündigt. Dann wird also die Heimfahrt zurück an die Elbe die erste Tour im Frühlingsdress.

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Wed Feb 14 16:33:21 CET 2018    |    wollvo22    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, Garage, Mercedes, Mercedes-Benz, Nachbarschaft, Stellplatz, W201

Heute gibt es mal wieder eine kleine Rückschau von mir und dem Perlblauen.

 

Als ich den 190er neu hatte, stand er die erste Zeit bei Wind und Wetter draußen auf der Straße. Nach einem Umzug einige Monate später nutzte ich die Gelegenheit und ging auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz. In der Erfurter Innenstadt waren und sind diese heute noch vielmehr Mangelware. Auf ebay Kleinanzeigen stieß ich dann im Herbst 2016 auf eine kleine Announce für einen Stellplatz unweit von meiner Wohnung.

 

Die Besichtigung ergab, dass es sich dabei um einen Volltreffer handelte: Mehrfamilienhaus, abschließbarer PKW-Fahrstuhl, Rampen-System der Stellplätze und gut belüftet. Alles für 40 EUR im Monat. Als ich mich mit dem Besitzer am Objekt traf, fuhr ich in meinem W201 und er in seinem W211 vor - wir waren uns gleich sympathisch.

 

Seitdem steht der W201, wenn er nicht gefahren wird - was die meiste Zeit der Fall ist - dort sicher und in bester Nachbarschaft: einen Platz weiter hat ein seltener E30 318is in Daytona Violett Quartier bezogen.

 

Auch sonst parke ich den Perlblauen gern mal in guter Gesellschaft wie die kleine Galerie zeigt.

Nicht selten ergeben sich auch in temporärer Nachbarschaft - vorzugsweise an Zapfsäulen oder Waschboxen - nette Gespräche.

Mein 190er kann dabei immer mit seinem Innenraum punkten. Vergangenen Sommer hat ein R129-Liebhaber das Karomuster mit einem breiten Lächeln bedacht. Er selbst fuhr einem BMW Fünfer der vorletzten Baureihe (E61). Eigentlich sammelt er Mercedes, der 5er wäre bloß für den Alltag, zum "Runterrocken" da. :D Vor ein zwei Wochen habe ich an gleicher Stelle einen Audi Schrauber und seinen A4 (B5) getroffen, der die Reparaturfreundlichkeit der "alten Kisten" gelobt hat.

 

Die Gespräche und Begegnungen sind also vielfältig. Eins bleibt jedoch immer gleich: Als W201-Fahrer grüßt man sich unterwegs mit einem Zwickern der Scheinwerfer und dem Daumen nach oben.

 

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Sun Feb 11 19:13:50 CET 2018    |    wollvo22    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 190E, 190er, 924, Mercedes, Mercedes-Benz, Porsche, Transaxle, W201, Youngtimer

Vielleicht liegt es am Winter und das man den größten Teil der Tage drinnen verbringt.

Oder am freien Platz in der Tiefgarage neben meinem 190er.

Oder am Wunsch eines damals Vierzehnjährigen.

Oder an der Sehnsucht nach Sommer und etwas sportlichem für die kurvigen Landstraßen Mitteldeutschlands.

 

Wahrscheinlich liegt es an all dem.

Ich suche zur Zeit wieder ernsthaft nach einem zweiten Wagen. Lange sollte es ein Winterwagen werden, damit der 190er in der kalten Jahreszeit nicht raus muss. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass er bis auf Weihnachten und drei oder vier kleinere Touren eh die ganze kalte Jahreszeit in der warmen Tiefgarage verbringt.

Nachdem ich also den Kauf eines Winterwagens vor ein paar Monaten ad acta gelegt hatte, war ziemlich schnell klar, was als nächstes auf der automobilen Wunschliste stand: Ein Porsche für die warme Hälfte des Jahres!

 

Zugegenen, mein Budget schränkt mich etwas ein. Doch der zugrunde liegende Ansatz ist eh ein anderer: Ich mag die "kleinen" Baureihen der großen deutschen Hersteller aus den 80er Jahren - der 190er ist das beste Beispiel dafür. Als ich damals vor ziemlich genau drei Jahren zum ersten mal auf die ernsthafte Suche nach einem Youngtimer ging, standen neben dem W201 BMW 3er (E30) und Audi 80 auf der Liste. Der W201 eröffnete damals Mercedes neue Käuferschichten, weil er das Portfolio der Stuttgarter nach unten erweiterte.

 

Der Logik folgend kommen bei Porsche die kleinen Baureihen 914, 924 und 944 in Frage. Meine Präferenz der 80er eliminieret den 914 und das verfügbare Budget einen großen Teil der 944. So konzentriere ich meine Suche seit geraumer Zeit schon auf den 924; vorzugsweise einen ab 1980, da wurde der Rostschutz besser.

 

Den ersten habe ich mir am vergangenen Samstag in der Nähe von Bad Honnef angesehen.

 

Fahren konnte ich ihn leider nicht, der Kühler wurde gerade repariert. Die Umgebung, das Siebengebirge, hätte jedoch die perfekte Kulisse für eine erste Ausfahrt geboten. Denn hinein passe ich im Gegensatz zu meinem 2 Meter großen kleinen Bruder, der mich wieder begleitet hat, ziemlich perfekt. Doch ohne ein Auto auch selbst zu fahren, bekommt man keinen richtigen Eindruck.

Deswegen sammeln sich auf meinen mobile Parkplatz stetig weitere 924. Und diese nähren sich immer mehr der 10.000 EUR Grenze. Die Talsohle für die Transaxle Porsche ist längst verlassen worden. Bei meinem W201 ist das nicht anderes; an Wert verliert der jetzt keinen mehr, eher wird er bei entsprechend guter Pflege mit jedem Jahr ein paar Hunderter mehr wert.

 

Exkurs: Einen schönen Einblick in die Geschichte der Transaxle Porsche bietet übrigens dieses Video von Fünfkommasechs.

 

Bis ein solcher bei mir in der Garage steht, nutze ich die kalten Tage weiter für Recherchen - und bin wie immer dankbar für alle Hinweise! ;)

 

(Bildquelle gelber 924: http://storm.oldcarmanualproject.com/porsche924.htm)

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Sun Dec 10 18:16:27 CET 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, 2.0, Babybenz, Damals, Heute, Mercedes, Preis, Vergleich, W201, W205, Youngtimer

2. Advent. Es schneit draußen. Mein W201 steht nach einer kleinen 70 km Tour gestern auf den Weihnachtsmarkt der Bauhaus-Uni in Weimar trocken und warm auf seinem Platz in der Tiefgarage.

 

Nachdem ich mir an einem der letzten warmen Tage meine lang ersehnte Mittelarmlehne eingebaut und die Sonderausstattungen meines 190ers damit um eine weitere Position erweitert habe, war ich heute mal wieder den Neuwagenkonfigurator des W123 Clubs Hannover zu gange (http://www.w123-hannover.de/html/npr_startseite.html).

In diesem kann man sich ganz wunderbar die Baureihen W107, W116, W123, W124, W126 und W201 basierend auf dem jeweiligen Preislisten der Baujahre nachkonfigurieren.

 

Damals

 

Mein W201 wurde am 28.10.1992 mit dem amtlichen Kennzeichen BB - WJ 992 auf einen Herrn Steeb zugelassen. Da der nächste Halterwechsel am 12.01.1994 auf den letzten Besitzer vor mir erfolgte, liegt die Vermutung nahe, dass es sich beim Erstbesitzer um einen Mercedes-Mitarbeiter handelt. Die Ausstattung ist daher sehr umfangreich.

 

Für mein W201, Basispreis 42.579,00 DM, wählte Herr Steeb Sonderausstattungen (SA) im Wert von gut 13.500,00 DM aus. Der Neupreis lag somit bei über 56.000,00 DM im Jahr 1992. Bemüht man nun einen DM-EURO-Rechner, der Inflation und Kaufkraft berücksichtigt, ergibt das einen heutigen Preis von 45.460,38 EURO.

 

Heute

 

Mit dieser Zahl habe ich nun versucht einen aktuellen W205 zu konfigurieren, der in den SAs ähnlich denen meines W201 ist.

Das erste Problem: nehme ich einen C180, der mit seinem Grundpreis von aktuell 33.861,45 EURO eher dem damaligen Preis von 42.579,00 DM (heute 34.535,65 EURO) entspricht oder den C200, der aufgrund des Motors eher dem W201 2.0 von 1992 entspricht, aber mit 36.747,20 EURO fast 2.000 EURO darüber liegt?

Letztlich entscheide ich mich für den C200. Bei den Extras ist dann schon etwas mehr Kreativität gefragt. Das Exclusive-Exterieur muss sein, ansonsten fehlt der Stern auf der Haube - für mich ein absolutes NoGo! Addieren wir also 1.249,50 EURO plus 1.011,50 EURO für das Avantgarde-Interieur, dass sich automatisch hinzu bucht.

Weiter geht es zu den Paketen: das Soundpaket muss hinzu, weil mein W201 das Becker-Radio und die zwei Fondlautsprecher nebst Überblendregler hat. Als nächstes wird das Business-Paket gewählt; wegen des größeren Kraftstofftanks (66l 2017 zu 70l 1992). Die extra wählbaren Assistenz-Systeme lasse ich weg, um möglichst nah am W201 zu bleiben. Aktuelle Zwischensumme 41.090,70 EURO.

Beim Exterieur wähle ich cavansitblau metallic, die Räder bleiben unverändert die 17 Zoll LMR der Exclusive-Line. Die Innenausstattung bekommt die Ledernachbildung ARTICO und den Stoff Norwich. Gern hätte ich den Innenraum in Blau gewählt, um nah an meinem W201 zu bleiben. Da dies jedoch das nochmals aufpreispflichtige Exclusive-Interieur in Vollleder nach sich ziehen würde, bleibe ich bei beim Hell-Dunkel-Leder-Stoff-Mix. Als Zierelement kommt "Holz Linde linestructure braun glänzend" zum Einsatz, da es dem Zebrano meines W201 sehr nahe kommt.

Als vorletzes Extra addiert das kleine Schiebedach nochmal 1.249,50 EURO auf die Rechnung. Abschließend wähle ich noch die Anhängevorrichtung für 999,60 EURO. Dabei fällt mir auf, das die damalige mit 1710,00 DM umgerechnet mehr gekostet hat: 1.386,97 EURO.

 

Überraschung

 

Ein Blick auf den finalen Preis überrascht mich noch mehr: 43.363,60 EURO. Obwohl ich zu Anfang den C200 statt des C180 gewählt habe, liege ich ziemlich genau 2.000 EURO unter Preis von meinen W201 von umgerechnet heute 45.460,38 EURO!

Und dabei sieht der W205 mehr als ansehnlich aus (s. Foto). Ich selbst würde heute zwar noch das Spur- und Spiegelpaket (zusammen 1.463,70 EURO) und die 9-Gang-Automatik (2.499,00 EURO) hinzu wählen, aber selbst dann käme ich ziemlich genau auf den Preis, den mein W201 anno 1992 mit der 4-Gang-Automatik (3.243,30 DM entspricht 2.630,63 EURO heute) gekostet hätte.

 

Ich bin selber ehrlich überrascht, dass nach meinem kleinen Selbstversuch ein W205 heute ziemlich genau das selbe kostet wie ein W201 im Jahr 1992 mit (nahezu) vergleichbaren Ausstattungsmerkmalen.

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Wed Nov 29 11:57:19 CET 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, 2.0, Babybenz, Buchhalter-Benz, Generationen, Klassiker, Mercedes, Mercedes-Benz, W201, W205, Youngtimer

Am 8. Dezember 2017 jährt sich zum 35. Mal die Präsentation des W201. Mittlerweile folgten dem 190er vier Generationen der C-Klasse. Damit einher ging ein stetiges Wachstum, an Größe, Ausstattung und Leistung.

 

Vergangenes Wochenende hatte ich dann zufällig die Gelegenheit abends auf einem Parkplatz meinen W201 zum Größenvergleich neben den aktuellen W205 zu stellen - noch dazu in ganz ähnlicher Ausstattung. Während man meinen 190er mit manuellem 5-Gang, Fahrer-Airbag, elektrischem Schiebedach, Karopolstern und einigen anderen Sonderausstattungen anno 1992 als durchaus umfassend ausgestattet bezeichnen könnte, so würde der silberne W205, der auf dem Bild neben mir parkt, wohl als "Buchhalter-Benz" durchgehen: Keine Automatik, kein Leder, kein Schiebedach, der 1.6L M274 in der Ausbaustufe C180, kein Command etc...

So nebeneinander gestellt wirkt der W205 dennoch dominanter, der W201 fast schon zierlich. Der W205 hat gefühlt (ich hab's noch nicht nachgeprüft) W126 Ausmaße.

 

Hätte ich in dieser Situation nicht nur den Schlüssel für meinen 190er, sondern auch jenen des silbernen W205 und müsste mich entscheiden, würde ich den W205 aufsperren mich reinsetzen, über den Innenraum fühlen...und mit dem 190er wegfahren - egal wohin. :)

 

Warum? Ganz unrational: Weil er mehr Charme hat. Jetzt schon. Punkt.

Und ich nicht 20 Jahre warten will, bis der W205 in ähnliche Gefilde vordringt, wenn er es überhaupt tut.

 

Und ihr? W201 oder W205? Und - schwierige Frage - hat der W205 Klassikerpotenzial?

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Thu Oct 26 16:31:26 CEST 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, 2.0, Babybenz, Mercedes, Mercedes-Benz, TopGear, W201, Youngtimer

Seit ein paar Tagen ist mein Babybenz wieder da. Und läuft besser als zuvor. Glücklicherweise musste die Kraftstoffpumpe nicht getauscht werden. Der Zündverteiler wurde generalüberholt, das angefressene Zündkabel erneurt und der Kat steht aufgrund seines Alters unter Beobachtung.

 

Auf der ersten längeren Tour am vergangenen Wochenende folgte auf anfängliches ganz genaues Hinhören, fühlen, mal später mal früher Hochschalten dann sehr schnell das gewohnte "Willkommen zu Hause" Gefühl.

 

In einer alten Top Gear Folge aus 2002 (für diejenigen, die es genau wissen wollen: Season 11 Epiosde 2) fragt Jeremy Clarkson bei der Vorstellung des CLK Black Series (C203), wann man das letzte Mal einfach so ins Auto gestiegen sei, ohne konkretes Ziel und nur um des Fahrens willen.

Wenn man sich heute, 15 Jahre nach dieser Folge, dieselbe Frage stellt, scheint es fast so als müsste man ein schlechtes Gewissen haben. Weil man CO2 ausstößt, Rohstoffe verbrennt und so weiter, nur um einen Weg zurückzulegen, den man ohne Auto gar nicht genommen hätte.

Ob es dann ökologischer ist, zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen, sei dahingestellt und eine solche Diskussion soll der Beitrag auch gar nicht anregen.

 

 

Ich für meinen Teil fahre gern mit dem Perlblauen. Und weil es einfach Spaß macht unterwegs zu sein (von Staus und anderen Hindernissen mal abgesehen), werden bei mir Wege einfach länger. :)

Auf dem Rad oder zu Fuß habe ich bei mir die Regel, so selten wie möglich den selben Weg zurück zu nehmen, den ich auf dem Hinweg genommen habe. Das funktioniert ganz wunderbar auch im Auto, erweitert die Ortskenntnis, bringt einen zu interessanten Punkten fernab der sprichwörtlichen "Mainstream-Routen" und der eigene Fahrersitz wird mitsammt der Frontscheibe und dem Radio zur Kinoleinwand.

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Fri Oct 13 16:01:36 CEST 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: 190, 190E, 190er, Babybenz, Bericht, Mercedes, Mercedes-Benz, Panne, W201, Youngtimer

Ich gebe zu: Wenn unterwegs am Straßenrand ein Auto deutliches neueren Baujahres steht, Warnblicker an und Motorhaube offen, fühle ich mit den Gestrandeten mit, freue mich aber gleichzeitig über die Zuverlässigkeit meines oftmals mehr als doppelt so alten Perlblauen. Doch auch gehen an ihm die Jahre und Kilometer nicht spurlos vorrüber. Zeit also nach zweineinhalb Jahren einen kurzen Rückblick auf die "Schattenseiten" des W201 zu werfen.

 

Waren es im ersten Jahr noch die Umrüstung auf EURO 2 und jeweils ein Satz neuer Sommer- und Winterreifen, mussten ab Jahr zwei schon einige wichtigere Teile ausgetauscht werden. Zum einen machte an einem kalten Wintermorgen in meiner Tiefgarage die Batterie schlapp. Doch das ging schon in Ordnung, schließlich war es noch die erste. Die Kennzeichenhalterung auf dem Weg nach Polen (Blogbeitrag #2) - geschenkt!

 

Die Zeichen des Alters

 

Im vergangenen Sommer machte dann das Airbagsteuergerät schlapp, nachdem der Benz auf einem Festival als Tresor für die Bareinnahmen gedient hatte und in 12 Stunden immer wieder auf und zugeschlossen wurde. Als die HU anstand wurde es halt getauscht.

Die erste Reparatur, die wirklich weh tat, war eine neue Lichtmaschine von Bosch (wenn dann richtig!) und im gleichen Zug ein neuer Auspuff. Wobei ich das auch hier in Relation sehen kann. Den Betrag, den der Werkstattbesuch gekostet hat, bezahlt mein Bruder an jährlichen Inspektionskosten für seinen VW Sharan der aktuellen Baureihe.

Mit Beginn des nächsten Jahres muss jedoch die Ölwanne neu abgedichtet und der Simmering des Getriebes getauscht werden. Die Ersatzteilpreise sind dabei immer noch im zweistelligen Bereich. Allerdings muss bauartbedingt für die Abdichtung der Motor angehoben werden. Kostenpunkt: irgendwas um die 450 - 500 € mit einigen weiteren Kleinteilen und der Arbeitszeit. Auch das verschmerzbar, schließlich habe ich noch ein paar Monate um darauf zu sparen.

 

Die erste Panne

 

Was jedoch wirklich wehtut, sind nicht diese planbaren Reparaturen, sondern - und da kommen wir wieder zum Beispiel vom Beginn - die ungeplanten. Wobei der Plural hier unangebracht ist, denn es war meine erste wirkliche Panne.

Nach einem Besuch in der Heimat zum Tag der Einheit, lief der Perlblaue beim Starten im elterlichen Hof unrund, hatte Zündaussetzer und fühlte sich nun ja "krank" an. Also den Pannendienst gerufen. Erste Diagnose: Marderschaden an einem der Zündkabel. Die holen sich bei meinen Eltern entweder die Hühner und beißen an unseren Autos rum. :)

Nachdem dieses vor Ort repariert wurde, waren die Zündaussetzer immer noch da und ich wollte nicht das Risiko eingehen und am Feiertag irgendwo in der Pampa zu stranden.

Also mit dem Zug zurück und der Benz ein paar Tage später Huckepack auf einem Sprinter zurück. Kurz darauf Telefonat mit dem Werkstattmeister: Kraftstoffpumpe müde. Austausch kein Ding, aber das dauert, auf dem Hof und im Terminkalender stapeln sich die Reifenwechsel.

 

Nun also vorerst ohne Benz. Ein bisl vermisse ich ihn schon! :/

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Tue Aug 01 20:17:32 CEST 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 190er, fünfskommasechs, Mercedes, Mercedes-Benz Museum, Stuttgart, W201, Youngtimer

Erfurt - München - Montafon - Vaduz - Stuttgart - Erfurt.

 

Gut 1.500 Kilometer Gesamtstrecke und bis zu 1.500 Meter Höhenunterschied. Das war unser Programm in der vergangenen Woche. Einziges Vorkommnis: Ein klemmenden Türschloss, behoben mit etwas WD-40.

 

 

Keine Besonderen Vorkommnisse

 

Beladen mit allerlei Reise- und Wandergepäck von zwei Personen hat sich der Perlblaue mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,8 L/100 KM die Alpen rauf und wieder runter bewegt. Zum großen Teil waren das Autobahnen und Landstraßen, auf denen wir entspannt und bequem unterwegs waren.

 

Insbesondere die diversen Fahrten in Österreich und Liechtenstein haben wir genossen. Auch wenn man hier womöglich Gefahr läuft, unverständliches Kopfschütteln zu ernsten, so muss ich doch an dieser Stelle anmerken, dass das Fahren auf den geschwindigkeitsbeschränken Autobahnen in Österreich ungemein entspannend ist. Das merkt man insbesondere, wenn man nach einer Woche wieder die Grenze nach Deutschland überquert und in den Kampf um die linke Spur verwickelt wird. Mir selbst war es nie so bewusst, wie stressfei und dennoch zügig man mit max. 130 KM/H unterwegs ist. Doch auch bei unserem südlichen Nachbarn wird gerast; dies dann aber fast zu 100 Prozent von Fahrzeugen aus Deutschland oder der Schweiz. Obgleich ich auch mal gern schneller 130 KM/H auf den unbeschränken Abschnitten unterwegs bin, muss ich für mich konstatieren, dass ich auf Langstrecken eindeutig ein Freund einer Beschränkung bin.

Mit dem Wissen um die zahlreichen und sehr emotionalen Debatten um das Thema erscheint mir in Deutschland jedoch eine Beschränkung auf 160 oder 180 als realistischer. Doch auch dies dürfte ein weites Feld sein und bevor ich zu sehr abdrifte wieder zurück zur Tour. :)

 

Ohne Murren

 

Verortet im Montafon haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, auf den Spuren der Silvretta unterwegs zu sein. Besonders empfehlenswert ist dabei die Hochalpenstraße hoch zum Silvretta-See. Diese kostet zwar 15 EUR entschädigt aber mit spektakulärer Aussicht, 32 Kurven und der Überwindung von gut 400 Höhenmetern auf 22,3 KM Länge. Oben angekommen kann man wunderbar Bergwandern. Wir selbst sind gen Vermuntpass auf gut 2.900 Metern Höhe an der österreichischen - schweizerischen Grenze. Hier liegt auch im Sommer noch Schnee.

Hinunter ging es dann dahinrollend im 3. oder 4. Gang. Bis auf die Bremsen, die nach den 32 Kurven etwas gerochen haben, nahm es der Benz ohne Murren. Wie die restlichen Tage auch.

 

Mercedestown

 

Quasi als Belohnung gab es dann auf dem Rückweg zwei Tage Stuttgart - dem Geburtsort meines W201. Wer noch nicht dort war, dem kann ich ohne Einschränkung des Mercedes-Benz Museum empfehlen. Insbesondere der Audioguide verdient eine lobende Erwähnung. Stets eingeteilt in "Allgemein", "Technik", "Gesellschaft" und einer Version für "Kinder" informiert dieser umfassend zu nahezu allen Ausstellungsobjekten.

 

Als Mitglied des vdh (oder eines anderen von Mercedes anerkannten Clubs) hat man dort freien Eintritt und bekommt einen sehr gut aufgemachten und eindrucksvollen Einblick in die Historie der Marke, der immer auch Bezug zum jeweiligen zeitlichen Geschehen nimmt. Insgesamt sollte man 3 - 4 Stunden für den Besuch einplanen.

 

Fernab des üblichen zäh fließenden Stuttgarter Verkehrs haben wir uns am Samstag aus dem Norden der Start gen Mercedesstraße begeben. Schon im Parkhaus gab es für mich das erste Highlight: Unweit unseres Parkplatzes stand die Cabrio-Studie des W201 von 1989. Nur einmal gebaut, mit der gleichen Außenfarbe meines W201 und dem starken Reihensechszylinder ist sie eine absolute Augenweide. Dementsprechend war ein Foto hier Pflichtprogramm.

 

Neben dem Museum und einer Mercedes Niederlassung befindet sich auch eine Ausstellungsfläche der All Time Stars von Mercedes-Benz Classics in dem Gebäudekomplex (https://www.mercedes-benz.com/de/mercedes-benz/classic/all-time-stars/). Klug platziert zwischen dem Museum und den Neuwagen lassen sich hier zahlreiche Fahrzeuge bewundern, die Daimler zum Verkauf anbietet. Gleich wiedererkannt habe ich den W124 der ersten Generation, der im Fünfkommasechs Film "Mercedes E-Class Legazy" von Johannes Schloerb gefahren wird: https://www.youtube.com/watch?v=7i2rYzr0LVM

 

Wieder ein kleiner Exkurs: Seitdem ich meinen Babybenz habe, bin ich Fan von Fünfkommasechs. Was vor einigen Jahren als W126 Blog gestartet ist, hat sich dank Johannes "Fünfkommasechs" Schloerb und Marc "Dreikommanull" Christianssen zum wohl besten Kanal für Mercedes-Fanboys entwickelt. Mit genialen Videos und einem unglaublich fundierten Fachwissen ist jeder Beitrag ein absoluter Genuss. Der Erfolg der beiden (Herr Dreikommanull arbeitet mittlerweile bei Daimler und tritt deswegen in den Videos auch nicht mehr auf und Herr Fünfkommasechs wird für zahlreiche Benz Eigenproduktionen gebucht) hat nun leider dazu geführt, dass das ehemalige Freizeitprojekt nun aktiv nicht mehr fortgeführt wird. Laut Auskunft auf dem facebook-Kanal, wird nur noch bereits geschossenes Material veröffentlicht, jedoch kein neues aufgenommen. Das zuletzt ein "frisches" Video der X-Klasse Premiere in Südafrika erschienen ist, könnte aber wieder Hoffnung machen.

Also, wer den Youtube-Kanal noch nicht kennt, dürfte die kommenden Wochen viel Freude beim Schauen der zahlreichen Videos haben: https://www.youtube.com/channel/UCR-TWAb9OaoT4yY-uq9yVQw

 

Große Beschreibungen zum Museum will ich hier mal aussparen - da kann und sollte sich jeder selbst faszinieren lassen. Was den W201 angeht, so wird dieser natürlich an zahlreichen Stellen erwähnt; sei es sei Debüt oder auch ein Einblick in die Nardo-Erfolge. Aktuell werden in einer der Galerien des Museums Mercedes mit prominenten Besitzern ausgestellt. Dabei ist auch ein schwarzer 190E 2.3 aus Californien. Sein prominenter Vorbesitzer: Nicolas Cage - wusste ich vorher auch nicht.

 

Zurück ging es dann über die A71, der teuerste Autobahn der Republik von Franken über und durch den Thüringer Wald zurück ins mitteldeutsche Flachland. Mit einer gründlichen Wäsche und Politur darf der Perlblaue nun ein paar Tage Urlaub machen. Die nächsten (kleineren) Touren sind schon geplant.

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Sat Jul 15 00:59:52 CEST 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 190er, Mercedes, W201

Juli 2016

 

Der Perlblaue begleitet mich nun seit fast eineinhalb Jahren. Die erste längere Fahrt war kurz nach dem Kauf an einem Sonntag Anfang März 2015 von Bonn zurück nach Weimar. Das Wetter war klasse, es gab blauen Himmel und reichlich Sonne. Ich hatte mir extra eine Strecke rausgesucht, die am Rhein entlang auf der B9 über Remagen flussaufwärts Richtung Koblenz führte. Dann auf der B49 nach Montabaur und auf die A3. Spätestens auf der Autobahn lauschte ich nervös jedem - bis dahin noch unbekannten - Geräusch.

 

Mit frischen Pneus fertig für die Tour.Mit frischen Pneus fertig für die Tour.

 

In den darauffolgenden Monaten habe ich den W201 immer besser kennengelernt. Doch mehr als 350 km am Stück sind bis zum Sommer 2016 nicht zusammengekommen.

 

Jetzt stand jedoch die erste große Tour an. Zu fünft wollten wir auf das Open'er Festvial nach Danzig. Bisher hatten wir solche Touren mangels anderen Fahrzeugen stets in dem Astra H eines Kumpels unternommen; nach Prag oder auch mal zu viert nach Budapest. Kein luxuriöses Gefährt, aber ein zuverlässiges. Trotzdem passierte immer irgendetwas, angekommen sind wir - stets mit Verspätung- ein jedes Mal.

 

Schiebedach statt Klima

 

Für unsere Tour nach Danzig waren fünf Personen samt Gepäck für eine Woche trotz der Tatsachen, dass es Sommer war und wir eine Ferienwohung in der Stadt hatten, somit weniger Klamotten und keinen Campingkram brauchen, für den Astra eigentlich zu viel. Und da ich unter Garantie auf dem mittleren Platz der Rückbank landen würde, starteten wir also im Duo gen Polen.

Morgens ging es los und wir trafen uns auf einer Raststätte an der A2 kurz hinter Magdeburg, um im Konvoi nach Danzig zu fahren.

 

Es hatte an dem Tag gut 30°C. Mercedes Fanboys werden die Geschichten über die Sonderausstattungsempfehlungen der Neuwagenverkäufer in den 80er kennen: "Nehmen Sie Klima, dann brauchen Sie kein Schiebedach. Wollen Sie das Schiebedach, können Sie sich die Klima sparen." Beim Perlblauen war wohl letzteres der Fall. Nach knapp 1300 km im schönsten Juliwetter kann ich im Jahr 2016 nur konstatieren: Stimmt nur bedingt!

Ich vermute mal, das Ganze lag auch an der Daimler Preispolitik für die Sonderausstattungen, da Schiebedach und Klima ähnlich viel kosteten. Ein Benz ist seit jeher eine kostenintensivere Anschaffung und da wollen Extras gut überlegt sein, um das eigene Budget nicht zu sprengen.

Aus diesem Grund scheint mein 190er auch statt der Automatik eine Anhängerkupplung zu haben - oder so ...

Nun gut, sollten also Lüftung auf Durchzug, literweise Mineralwasser und ein ständig geöffnetes Schiebedach für Abhilfe sorgen - mit dem Preis von erhöhten Windgeräuschen, die dann wieder durch ein lauter aufgedrehtes Radio ausgeglichen wurden. Ein System, welches bei stets wechselnden Windgeräuschen und Geschwindigkeiten einer permanenten manuellen Anpassung am Lautstärkeregler bedarf. Aber in diesem Minigame bin ich mittlweile ein Pro! :D

 

Rückblickend wären wir an diesem Tag sogar ziemlich gut durchgekommen, kein Stau oder Unfälle und keine mechanischen Schäden. Trotzdem sollte es der Benz sein, der uns 2 Stunden Verzögerung einbrachte.

 

Von Wischern und Kennzeichenhalterungen

 

Hinter Berlin sind wir gegen Mittag auf die A11 gefahren. Diese wird bei Kolbaskowo an der polnischen Grenze zur A6. Irgendwo in der Pampa gab es auf dieser Strecke in Bandenburg eine Baustelle. Die Fahrbahn wurde erneuert und zu diesem Zeitpunkt war gerade der alte Belag runtergefräst und die Autobahn auf eine Spur begrenzt worden. Eine ziemlich holprige Angelegenheit. Für den Benz kein Problem! Ich hielt mich an die vorgeschriebenen 50 bzw. 70 km/h, Alex im Astra vor mir an die landläufigen 10% darüber. Um aufzuschließen musste ich also nach einiger Zeit das Gaspedal etwas mehr bemühen. Es polterte zwar aber sonst war alles okay. Dachten wir jedenfalls.

Als wir die Grenze passiert hatten, sind wir kurz dahinter an einer Tanke raus, um uns die Beine etwas zu vertreten. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir an einer der Zapfsäulen Eimer und Wischer zu holen und meine Scheiben zu putzen.

 

Ein kleiner Exkurs dazu: W201 und W124 Fahrer werden das Problem kennen. Der Einarmwischer ist eine der wenigen Daimlererfindungen, die in der jeweils folgenden Baureihe wieder verschwanden. Der Grund ist simpel: Mag der Wischer zwar noch so ein großes Wischfeld haben, er wischt nie so sauber, wie man es möchte, nie!

Der alte Skoda Felicia von meinem Vater hat da ein um Welten besseres Wischergebnis als das Teil am W201 (womit die Vorteile des Felicia aber auch schon erschöpft sind).

 

Zurück nach Polen. Als ich nun mit dem Eimer zurück zu unseren Fahrzeugen ging, störte mich etwas irgendetwas am Heck des Benz: Jap, das Kennzeichen fehlte! ****

Instinktiv schaute ich zurück die Zufahrt zur Tankstelle entlang, doch da lag nichts. Schnell stand für mich fest, dass ich das Teil wohl auf der Ruckelpiste A11 verloren haben musste. Als Generation, die als Übergang zu den digital natives verstanden werden kann, recherchierten wir auf unseren Smartphones, die sich noch in Reichweite deutscher Funkmasten befanden, was nun zu tun sei. Kurze Zeit später stand fest: Der Verlust ist zu melden. Schließlich könnte jemand das Teil finden und damit irgendwelche unrechten Dinge tun; z.B. Volltanken und dann abhauen. Jedenfalls war das in einem der Suchergebnisse zu lesen. Also auf zur Polizei!

Das war auch in meinem Sinne. Mit einem alten aber gepflegten Benz ohne Heck-Kennzeichen (Zulassungsplakete + HU/AU) würde uns wahrscheinlich jeder Polizist auf dem Weg nach Danzig anhalten, auch wenn das Vordere noch in der Halterung steckte. Noch so nah an der Grenze entschieden wir uns, umzudrehen und zurück auf die deutsche Seite zu fahren. Eine Verlustmeldung war dort für uns einfacher zu bewerkstelligen.

Also zurück in die Autos und bei der nächsten Auffahrt die Fahrtrichtung gewechselt. Unser Plan war, bei der Station der Bundespolizei hinter der Grenze des Verlust anzuzeigen. Doch just zu dieser Zeit stand auf dem Grünstreifen zwischen dem Zubringer, den wir benutzen und der Autobahn ein polnischer Streifenwagen. Der Astra passierte diese ohne Probleme, mein Mitfahrer und ich dachten uns schon was passieren würde. Das tat es dann auch: Kurz nachdem ich auf der Autobahn war, beschleunigte der Polizei-Hyundai, Blaulicht, "Bitte folgen"-Schriftzug und hinter der Grenze wieder raus - passenderweise genau dort, wo wir eh hin wollten.

 

Deutsch-Polnisches Duo

 

Nahe der Grenze sind die beiden Polizeibehörden jeweils im Duo unterwegs: Auf der deutschen Seite ist der Fahrer ein Bundespolizist und der Beifahrer ein polnischer Kollege und auf der polnischen Seite umgekehrt. Eine gute Praxis, denn sie erleichtert die Kommunikation.

Dem ungleich gekleideten Kollegen (Deutscher ins Blau, Pole in Flecktarn) haben wir dann "den Sachverhalt" geschildert. An sich war das ganze kein Problem, so der Hauptwachmeister, doch die Bundespolizei sei dafür nicht zuständig. Da wir vermuteten, das Kennzeichen auf der Autobahn verloren zu haben, fällt das in den Zuständigkeitsbereich der Kollegen von der Autobahnpolizei in Prenzlau (Brandenburg, nicht der hippe Berliner Bezirk).

Klasse, also auf an den Unteruckersee: A11 zurück Richtung Berlin und dann B198 nach Prenzlau, 40 km hin, 40 km zurück.

 

Auf der dortigen Wache musste ich zunächst warten, eine Schulklasse war gerade zu Besuch und bekam eine Führung. Der junge Polizist, der sich meiner Sache dann sehr freundlich annahm, erklärte mir zunächst, dass den Vorgang locker auch die Bundespolizei hätte erledigen können - die hatten also schlichtweg keine Lust dazu. Nach 15 Minuten war ich wieder raus, ein Schriftstück in der Hand, das mir erlaubte weiterzufahren und der Aussage, dass man mich benachrichtigen würde, wenn man das Kennzeichen bei einer der Kontrollfahrten finden würde. Neue Kennzeichen müsste ich mir jedoch besorgen, wenn ich wieder daheim war.

 

Mit 40 und Handystandleitung über die Autobahn

 

Wir machten uns also wieder auf den Weg nach Polen und entschieden uns für die selbe Strecke wie zuvor. Unterwegs wollten wir nach dem Kennzeichen Ausschau halten. Viel Hoffnung hatte ich nicht, aber mit dem Schreiben der Polizei war ich wieder einigermaßen im Normalmodus angekommen.

Also fuhren wir die Strecke mit einer Handystandleitung und 40 km/h richtig Grenze.

Auf den letzten Metern, bevor sich die Fahrbahn wieder auf zwei Fahrspuren ausweitete, stieg Alex vor mir auf einmal in die Eisen, sprang aus dem Astra, rannte über die Fahrbahn zum Mittelstreifen, bückte sich und hielt triumphierend mein leicht lädiertes Kennzeichen nach oben. Der Tag war gerettet!

Es ist wieder da.Es ist wieder da.

 

Ich verstaute es gut sichtbar hinter der Heckscheibe - das Vertrauen in die Plastikhalterung hatte ich verloren - und wir kamen ohne weitere Zwischenfälle in Danzig an, hatten eine grandiose Woche und fuhren, mit einer Ölauffüllpause für den Astra, sicher wieder zurück.

 

Die erste große Tour war damit überstanden.

Das Problem der fehlenden Klimaanlage lässt sich leider nicht lösen, doch die alte Kennzeichenhalterung habe ich durch ein Alufixx-System aus Metall ersetzt - hält sehr gut! Mit dem deutschen Polizisten aus Prenzlau habe ich dann nochmal während des Festivals telefoniert und ihm mitgeteilt, dass wir das Teil glücklicherweise wieder gefunden haben. Er wünschte uns viel Spaß beim Feiern und eine gute Rückfahrt. :)

 

Auf dem Weg zurück.Auf dem Weg zurück.

 

Mein Verbrauch lag übrigens mit 2 Personen und Gepäck auf Landstraßen und Autobahnen bei etwa 8,5 l auf 100 km.

 

Die nächste Tour steht in der kommenden Woche an: Urlaub in Österreich. Die Hinfahrt über München und zurück über Stuttgart, den Geburtsort des Perlblauen besuchen.

Denn der Zulassung folgend, gehört mein 190er zu jenen 42 Prozent der gut 1,9 Millionen W201, die nicht im ehemaligen Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück, sondern im Stammwerk in Sindelfingen vom Band liefen.

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Thu Jul 13 16:19:12 CEST 2017    |    wollvo22    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 190, 190er, Babybenz, erstes Auto, M102, Mercedes, Mercedes-Benz, W201, Youngtimer

Irgendwann 1990

 

Meine Eltern erzählen mir gern die Geschichte, dass ich schon als kleiner Junge von 3 Jahren zusammen mit meinen Vater durch die Straßen gegangen bin und mir Autos angesehen habe. Auf Augenhöhe lagen für mich die Radzierblenden und Kühler der parkenden Autos mit den Logos der verschiedenen Hersteller.

Es war irgendwann 1990. Meine Heimatstadt liegt am Rande des Ostharzes. Neben Trabant, Wartburg und einiger weniger PKWs russischer oder tschechischer Bauart war bis vor einigen Monaten die Vielfalt auf den Straßen der DDR ziemlich überschaubar. Ein Trabbi dürfte auch ich allein am Klang erkannt haben. Mein Opa fuhr zu dieser Zeit einen Wartburg und mein Vater hatte einen giftgrünen mit reichlich Chrom verzierten Lada Niva. Dank Westverwandschaft befanden sich in meinen Spiezeugautobesitz einige Porsche 911 und Mercedes.

 

1990 machten es die großen politischen Umbrüche möglich, dass ich als Steppke, der mit dem Vater durch die Straßen spaziert, all die für uns beide neuen Fahrzeuge kennenlernen konnte, die stets mehr wurden und die Trabbis und co. verdrängten.

Die mich begleitende Personen habe ich zu dieser Zeit der Erzählung meiner Eltern nach stets nach dem Namen des Autos gefragt und beim nächsten Spaziergang konnte ich die Hersteller, der vor mir stehenden Fahrzeuge, anhand ihrer Logos auf den Radzierblenden benennen.

 

Car-Nerd

 

Damit bin ich wohl das geworden, was man heutzutage einen Car-Nerd nennt.

Meine Sammlung an Siku Autos wurde mit jedem Jahr größer. Ich mag diese bis heute, weil auf der Unterseite die wichtigsten technischen Daten wie Hubraum, Zylinder, Leistung und Höchstgeschwindigkeit vermerkt sind - wie ein Autoquartett, nur hat man statt der Karten eine kleines Modell des entsprechenden Fahrzeugs in der Hand.

 

Über die Jahre bin ich auf dem Schoß meines Opas über Waldwege gefahren, habe mir Autozeitschriften gekauft und war für jede Fahrt als Mitfahrer zu haben. Dann kam die erste große Tour mit meinem Vater 1998 auf der Autobahn quer durch Deutschland, die Verwanden im Ruhrpot besuchen. Ich saß auf dem Beifahrersitz unseres neuen Skoda Felicia Kombi - ebenfalls in giftgrün, diesmal Metallic, Facelift Modell, 1.3 Liter Saugrohreinspritzung und 68 PS. Definitiv kein Kandidat für die linke Spur.

Mein Vater fährt das Teil bis heute, kaum 70.000 km runter, aber Rost an jedem Ratlauf, trotz Garagenstellplatz. Es war auch das erste Auto nach dem gelben Audi A3 Fahrschulwagen, welches ich im öffentlichen Straßenverkehr gefahren bin. Kurz nach dem Führerscheinerwerb mit Anhänger und Rasenmäher darauf hoch in den Harz. Harte Tour, aber danach durfte ich den Wagen ohne meinen Vater als Beifahrer bewegen.

 

Bis zum ersten eigenen Auto verging dann nochmal eine ganze Dekade, in der ich studiert und diverse Autos von Familienmitgliedern, Freunden und Mietwagenunternehmen gefahren bin. Zuletzt waren das bevorzugt Kleintransporter für einen Verein, der Festivals und andere soziokulturelle Projekte veranstaltet.

 

 

Januar 2015

 

Vor kurzem hatte ich jene Stadt verlassen, in der ich studiert und meine ersten Jahre als Teil der berufstätigen Bevölkerung verbracht habe und war in Weimar gelandet. Einer sehr schönen Stadt, in der man kein Auto braucht und - zumindest in der Innenstadt - auch nicht fahren will.

Trotzdem wollte ich jetzt eins. Die Gründe waren profan: Wochenende, Freunde, genervt von der Bahn und vom damaligen Job. Ich brauchte etwas zum Ausgleich und hatte in den vergangenen Jahren stets Geld beiseitegelegt, um auf die BAföG-Rückzahlung vorbereitet zu sein.

Ich lege mir ein Budget von maximal 4.000 EUR fest und begab mich auf die Suche. Nun ist es, dass werden viele hier nachvollziehen können, für jemanden, der quasi von Klein auf den Kästen mit Motor und vier Rädern verfallen ist, nicht einfach, das (!) Auto zu finden. Man kennt bereits so viele Modelle und mit jeder Recherche kommen neue Varianten dazu, die ebenfalls kaufenswert erscheinen.

Hinzu kommen ganz grundsätzliche Fragen: Welcher Zeitraum? Welcher Hersteller?, die sich dann immer weiter vertieften: Welche Motorisierung? Ist das Aggregat haltbar? etc.

 

Relativ früh stand für mich fest, dass es kein Auto der 90er oder 00er-Jahre sein sollte, das noch zuhauf auf den Straßen unterwegs ist und in der grauen Masse untergeht. Außerdem brauchte ich den Wagen nicht zum täglichen Pendeln und rechnete mit einer Laufleistung von maximal 8.000 km im Jahr.

Ein ehemaliger Kollege aus meinem Nebenjob während des Studiums hatte ein dunkelblaues W123 T-Modell. Das erschien mir damals schon ungemein attraktiv, war aber außerhalb des Budgets - wie viele andere Oldtimer auch.

 

Also ein Youngtimer. Passenderweise aus dem selben Baujahrzehnt wie ich. Volvo mag ich, aber ein 740 war einfach zu groß. Japaner waren schon damals so ziemlich das Zuverlässigste, was unterwegs war, doch da fehlt mir der Charakter. Irgendeine Oberklasse deutscher Produktion aus der Zeit wollte ich mir für unter 4.000 EUR aber auch nicht zulegen. Das roch mir zu stark nach den diversen "Cheap Car Challanges" von Top Gear und die sah ich mir lieber an, als dass ich sie selbst vor der Tür stehen haben wollte.

 

Also ein Youngtimer

 

Plötzlich ging es dann sehr schnell. Ich kam bei der Recherche auf den Mercedes W201 und BMW E30, als "Notvariante" vielleicht einen Audi 80. Jeden Abend war ich nun Dauergast auf Mobile und las mich auf Foren in die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelltypen ein.

Und fand einen W201. Perlblau, Baujahr 1992, in Mönchengladbach. Mein Bruder wohnte zu dieser Zeit mit seiner Familie in Bonn. Ich machte ein Wochenende im Februar aus, rief beim Händler an und suchte parallel weiter. Der Audi 80 fiel raus und nach und nach suchte ich auch keine 3er mehr.

Ein 190er sollte es werden. Der von Bruno Sacco zeitlos gezeichnet wurde, in den USA den Spitznamen Babybenz bekam und den ich bestimmt - damals 1990 - anhand seiner Radzierblenden oder des Sterns auf der Haube bereits als Mercedes identifiziert habe. Neben dem Perlblauen hatte ich noch einen weiteren in der ebenfalls hübschen Farbe Impala Braun in der näheren Auswahl. Dieser war jedoch schnell verkauft.

 

Sofort verliebt

 

Kurze Zeit später stand ich also bei Zech Automobile in Mönchengladbach vor dem perlauen Babybenz, 2. Hand. Der Erstbesitzer dürfte eine Daimler-Mitarbeiter gewesen sein, denn der 190er lief erst ein Jahr auf ihn und dann auf einen Herrn im Großraum Köln. Stimmig zur Außenfarbe gab es Karopolster in Blau dazu ein Airbag-Lederlenkrad, elektrisches Schiebedach, den soliden M102 mit 122PS knapp 200.000 km und - ganz wichtig - rostfreie Wagenheberaufnahmen.

 

Ein kleiner Exkurs:

Auf der Internetseite des W 123 Clubs Hannover kann man für verschiedene Baureihen der 80er und 90er den eigenen Wagen nachkonfigurieren (www.w123-hannover.de/html/npr_startseite.html).

Zum Grundpreis meines im Oktober 1992 ausgelieferten W201 von 42.579,00 DM addierten sich Sonderausstattungen im Wert von gut 12.000 DM - u.a. heute kurios anmutende Positionen wie: "Außentemperaturanzeige" für 273,60 DM, "Kraftstoffbehälter mit größerem Inhalt (70l)" für 148,20 DM, "Getriebe mechn. 5-Gang" für 934,80 DM oder den "Airbag für Fahrer" für 1710,00 DM. Somit dürfte der Wagen damals etwa 55.000 DM gekostet haben (wenn man den Nachlass für Daimler-Mitarbeiter mal außer acht lässt).

 

Trotz aller Anstrengungen es nicht zu tun, hatte ich mich sofort in den Babybenz verliebt, meine Schwägerin und mein Bruder, die mich als neutrale Personen begleiten sollten, ebenso.

Okay, der Stern fehlte, aber den konnte man ersetzen und statt der schönen Benz-Automatik hat er das optionale 5-Gang Getriebe, bei dessen Entwicklung das Wort "präszise" wohl nicht im Lastenheft stand. Es gab eine kleine Roststelle am Schiebedach und ein paar Lackkratzer. Außerdem singt das Diff bis heute bei 120 - 130 km/h.

Egal! Er fuhr sich gut, die schleifenden Bremsen sollten noch ausgetauscht werden und die HU/AU gab es frisch dazu.

Matthias Zech erwies sich als außerordentlich sympathischer und informierter Händler. Ich kann ihm jeden (Mercedes-)Youngtimer-Interessierten nur ans Herz legen (www.meine-kfz.de/zech-auto/). Die Beurteilungen bei Mobile spiegeln diesen Eindruck sehr gut wider.

 

Viel Handlungsspielraum gab es beim Preis nicht. Der Benz lag voll im Budget, gab mir noch Reserven für zukünftige Reperaturen beziehungsweise die Umrüstung auf EURO 2. Er war in einem sehr guten Zustand und wie schon erwähnt - ich hatte mich ja eh schon verliebt.

Ich schlief eine Nacht drüber und lies mir dann den Kaufvertrag zuschicken. In den darauffolgenden Tagen schloss ich eine Kfz-Versicherung ab und besorgte mir Überführungskennzeichen. Zwei Wochen später stand ich wieder auf den Hof von Matthias Zech und nahm meinen Babybenz mit.

 

Daumen nach oben

 

Seitdem sind mehr als 20.000 weitere Kilometer auf den Walzenwerk des Kilometerzählers gekommen. Kurz nach dem Kauf habe ich mir einen Stern besorgt und somit die klassische Sicht eines Benzfahrers wiederhergestellt. Ich habe mich mit dem 5-Gang-Getriebe angefreundet und das elektrische Schiebedach ist meine Lieblingssonderausstattung.

Nachdem ich die alten Winterschlappen den Sommer und nachfolgenden Winter über runtergefahren hatte, folgten im nächsten Frühjahr ein Satz neuer Sommerreifen auf gebrauchten aber standesgemäßen 15-Loch Gullideckeln.

 

Mittlerweile wieder umgezogen, habe ich einen trockenen Tiefgaragenstellplatz gefunden und an Tankstellen werde ich regelmäßg angesprochen. Unterwegs grüßt man sich als 190er Fahrernder mit dem Daumen nach oben.

Und diese Geste fasst die letzten Monate ziemlich gut zusammen.

 

Wie sich der Benz im Alltag fährt, könnt ihr hier nachlesen:

https://www.motortests.de/auto/mercedes/w201/190er/2-0-e-ftId178352

 

Bilder von unterwegs gibt es regelmäßig auf Instagram:

wolle_unterwegs und #BlueBabyBenz

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