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wollvo22

Belangloses von mir und meinem perlblauen Babybenz.

15.01.2020 10:55    |    wollvo22    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 190er, Mercedes, W201

Das letzte Jahr war mittlerweile schon das fünfte mit dem Perlblauen. Bis auf einen ungeplanten (kosmetischen) Werkstattaufenthalt gab es technisch nichts wirklich gravierendes zu berichten. Trotzdem war es das bisher kostenintensivste Jahr. Zeit also, um eine kleine Rückschau finanzieller Natur auf 2019 zu unternehmen.

 

Teure Kosmetik

 

UnfallUnfallIm Februar war mir im Dunkeln auf einem Parkplatz ein weißer Transporter oder SUV in die rechte Seite gefahren, was ich erst später in der heimischen Tiefgarage bemerkt habe. Das Ganze hat mich nicht nur sehr geärgert, sondern war auch die bisher teuerste Reparatur am Benz und auch der Grund dafür, weshalb 2019 so viel Geld in die Erhaltung floss. Da ab Beifahrertür alles neu lackiert, ausgebessert und neue gebrauchte Sacco-Bretter besorgt werden mussten, lag die Rechnung hier für bei gut 1.600 Euro.

 

Asymmetrisches Gummi

 

Beim Wechseln von Winter- auf Sommerbereifung im April auf dem elterlichen Grundstück und dem eher versehentlichen Tausch der Achsen (Vorn nach Hinten und umgekehrt) fiel mir bei der Probefahrt auf, dass in Rechtskurven sich eine deutliche Unwucht vorne rechts bemerkbar machte. Nachdem ich die Achsen wieder getauscht hatte, lief es wieder.

Trotzdem war ich verunsichert und suchte nach meiner Rückkehr meine Werkstatt auf. Dabei wurde schnell klar: Spur war in Ordnung und die Aufhängung ebenfalls.

Die eigentliche Grund: Die Sommerreifen hatten ein asymmetrisches Profil, was bei weniger modernen Aufhängungen wir der meines W201 dazu führt, dass die Reifen unregelmäßig abgefahren werden. Ein Tasten über die Laufflächen machte dies deutlich spührbar. Als ich mir 2016 die Gullideckelfelgen gekauft hatte und meine Werkstatt in Erfurt diese nebst neuer Pneus aufzog, hatte man davon wohl schlichtweg keine Ahnung und so wurden neue Reifen fällig. Kostenpunkt: 350 Euro.

 

Neue alte Kardanwelle

 

KardanwelleKardanwelleDa ich 2019 ja eh schon in Geberlaune war und mich die knarzende Kardanwelle auf unserer Tour nach Koratien, die ohne Probleme verlief (meine Freundin würde jetzt sagen, dass die fehlende Klimaanlage ein Problem war, aber was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen...), entschied ich mich nach Ersatz für die Kardanwelle Ausschau zu halten. Bei der HU/AU im März hatte ich das schonmal angesprochen. Technisch gab es nichts auszusetzen, aber wenn mir eine Kardanwelle über den Weg liefe, solle ich mal zuschlagen.

Also hab ich mich an Oliver Stork in der Rödermark gewandt. Wie es der Zufall wollte, hatte er gerade einen W201 mit meiner Motor-Getriebe-Kombination geschlachtet. Für einen Hunderter gab's die Welle. In der Werkstatt wurde diese überarbeitet und eingebaut. Was jedoch leichter geschrieben ist, als es tatsächlich war. Das Problem war, dass der Lochkreis des hinteren Teils der Kardanwelle nicht zu dem Lochkreis des Differnzials passte. Kurzerhand machte mein Werkstattmeister aus zwei Kardanwellen eine, nahm den vorderen Teil der "frischen" Welle und den hinteren Teil meiner "alten", auswuchten - fertig. Kostenpunkt 250 Euronen.

 

 

Service bei 264.000km

 

Die Weihnachtsfeiertage verbrachten wir wieder bei meinen Eltern, was Anlass für mich war, den Benz zum fälligen Service zum bringen. Die kleine Ein-Mann-Werkstatt am Ortseingang mit dem Kfz-Meister und Elektriker in Personalunion hatte ja Ende letzten Jahres schon den Fehler im Zündsystem gefunden, den selbst zwei Mercedes-Meister überfordert hatten und diesen für knapp 200 Euro erfolgreich behoben.

Service mit HinterhofcharmeService mit HinterhofcharmeDaher brachte ich den Benz zum Service dorthin. Der Meister öffnete dafür und für einen Bora aus meinem Familienkreis extra am Freitag zwischen Weihnachten und dem Silvesterwochenende. Wagen einmal druchgeprüft, Flüssigkeiten getauscht und eine Stelle am Unterboden entrostet macht 160 Euro.

Nach der Probefahrt, bot mir dann der Meister an den Wagen zu kaufen, sollte ich mit dem Gedanken spielen. Ich lehnte dankend ab und ernetete Verständis, würde er auch nicht tun. :)

 

Was hat's nun gekostet?

 

HU ohne MängelHU ohne MängelZiehe ich einen Strich unter die Kosten, addiere noch die HU/AU, kommere ich auf gut 2.500 Euro. Lässt man die Lackerung außen vor, die erstmal nicht technischer Natur war, ergeben sich 900 Euro, die notwendig waren, um den Perlblauen am Laufen zu halten.

Das finde ich für eine Jahreslaufleistung von gut 12.000 km für ein 28 Jahre altes Auto eigentlich ganz in Ordnung.

 

Was sagt ihr dazu? Beziehungsweise, welche Kosten steckt ihr jährlich in den Erhalt eures Young- oder Oldtimers?

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15.01.2020 11:44    |    Goify

Zitat:

Kurzerhand machte mein Werkstattmeister aus zwei Kardanwellen eine, nahm den vorderen Teil der "frischen" Welle und den hinteren Teil meiner "alten" - fertig

Dass das am Ende funktionierte, war wohl eher Glück. Die Kardanwelle wird nach der Herstellung als Gesamtes gewuchtet und baut man sie falsch zusammen oder würfelt man sie aus verschiedenen Teilen zusammen, führt das in der Regel zu einer Unwucht.

Das ist fast so, als hättest du auf eine gewuchtete Felge einen neuen Reifen aufgezogen und ohne Nachzuwuchten ein rund laufendes Rad - möglich, aber äußerst selten.

 

Ansonsten läuft er ja wirklich richtig gut, dein Benz. Bei meinem stehen - sollte ich ihn behalten wollen - sehr große Verschleißreparaturen des gesamten Fahrwerks inkl 8-fach neuer Bereifung an. Das kommt dem Restwert des Wagens bedrohlich nahe. Mal sehen, ob ich das mache. Ersatz ist ja schon bestellt.


15.01.2020 12:01    |    wollvo22

@Goify

War vielleicht etwas zu flachsig geschrieben...ausgewuchtet ist sie. ;)

 

W204 behalten oder pflegen? Schwierig, da er noch nicht wirklich in Youngtimer-Reichweite ist. Im Vergleich zum Vorgänger wie Nachfolger finde ich ihn zumindest von Außen ansprechender, der Innenraum hat aber weder den Charme vom W202 noch die Ansehnlichkeit vom W205 (wenn kein Klavierlack bestellt wurde).

 

Mit was soll er denn ersetzt werden, wieder ein Benz?


15.01.2020 12:08    |    Goify

Ihr habt die Welle nachgewuchtet?

 

Das mit dem Ersatz ist die große Frage. Bestellt ist ein Polo GTI, aber so wie es aussieht, wird dieser ein Poolfahrzeug werden und somit vor meinem Büro stehen. Dann habe ich aber kein Auto mehr. Ich warte mal ab, wie es weiter geht und entscheide dann kurzfristig, was mit dem Benz passiert. Der 205 war zwar immer mein Favorit, aber der ist mir irgendwie zu klapprig/billig und obendrein im Leasing unverschämt teuer.


15.01.2020 12:17    |    wollvo22

Der Meister hat etwas "gemeckert", weil der Umbau und die Anpassung wohl mehr Zeit in Anspruch genommen hat als er dachte. Zuvor hatten sie schonmal einen ähnlichen Tausch bei einem alten Ford Sierra. Beim Fahren läuft jedenfalls alles prima und besser als vorher.

 

Polo GTI...nun ein großer VAG Fan bin ich nicht, obwiol wir als Dienstwagen zwei VW Golf Variant haben. Wenn du den Wagen nicht unbedingt für den Alltag brauchst, gönn dir doch einen alten Benz. Beim Händler, bei dem ich meinen W201 gekauft habe, steht gerade ein 190E 2.6 Vor-MOPF: https://home.mobile.de/ZECH-AUTOMOBILE#des_290916110

;)


15.01.2020 12:21    |    Goify

Der sieht ganz nett aus und den bekommt man mit recht wenig Aufwand in einen passablen Zustand. Gut, fehlende Klima und Schiebedach drücken den Wert erheblich. Den Tempomat kann man jedoch nachrüsten.

Wenn Alt-Benz, wird es wohl wieder ein 202 werden. Damit kenne ich mich am besten aus.


15.01.2020 12:29    |    wollvo22

Da het er momentan auch einen W202 mit kleinem Sechszylinder (C240) im Angebot, mit Klima und Schiebedach:

https://home.mobile.de/ZECH-AUTOMOBILE#des_290916132


15.01.2020 17:57    |    Dynamix

Zitat:

Welche Kosten steckt ihr jährlich in den Erhalt eures Young- oder Oldtimers?

Manchmal wenig, aber je nachdem auch viel zu viel :D


15.01.2020 18:06    |    ToledoDriver82

Dem ist nichts hinzu zufügen :D

 

Kostenvoranschlag von heute,zwischen 600 und 800 Euro...und das Jahr geht gerade erst los:D


15.01.2020 22:47    |    wollvo22

@ToledoDriver82

Was muss denn gemacht werden? Scheint ja etwas umfangreicher zu sein.


15.01.2020 22:50    |    ToledoDriver82

Rost am Unterboden,aber nicht wirklich viel ;) letztes Jahr um die Zeit war da mehr zutun,das waren dann aber auch gleich mal 3300€ :D


15.01.2020 23:08    |    wollvo22

3300...stolze Summe! :D


15.01.2020 23:10    |    ToledoDriver82

Mir Kaufpreis und den ganzen Teilen,Reparaturen und H Zulassung ,liegen wir aktuell bei knapp 7500€ bei einem Wertgutachten von 2900€ :D


15.01.2020 23:14    |    wollvo22

Das kommt ziemlich genau auch auf jene Summe, die ich ueber die letzten Jahre seit und inkl. Kauf (2.950 Euro) investiert habe. Wertgutachten nach einem kleinen Auffahrunfall lag 2016 bei 3.500 Euro.

 

Trotzdem moechte ich den Benz und das Gefuehl ihn zu fahren durch keinen 7.000 Euro Kleinwagen ersetzen.


15.01.2020 23:16    |    ToledoDriver82

Ich auch nicht :D


15.01.2020 23:29    |    ToledoDriver82

Die beiden stehen an, wobei das Loch halb so wild ist...hat der Blechprofi gesagt :D und der Rest wäre nur oberflächlich, da ist noch nichts durch



15.01.2020 23:31    |    wollvo22

Nun ja, was muss, das muss. Ist wohl eher Arbeitszeit als Material.


15.01.2020 23:40    |    ToledoDriver82

Ja, um das Loch zu schließen muss innen der Halter vom Sitz raus (ist in etwa dort wo der Pinselstil hinzeigt) aber er meint, das wäre alles halb so wild.

Zeigt aber mal wieder schön, der Unterbodenschutz kann noch so schön aussehen, darunter kann das Grauen liegen


Bild

16.01.2020 12:00    |    Trackback

Kommentiert auf: MisterError:

 

Fahrerflucht - Danke vielmals!

 

[...] Ist mir Anfang letztens Jahres beim Einkaufen auch passiert, inklusive Fahrerflucht (https://www.motor-talk.de/.../...lle-rueckschau-auf-2019-t6779089.html).

 

Folge: Beifahrerseite musste ab Beifahrertür bis zum hinteren Kotflügel einmal komplett ausgebessert [...]

 

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17.01.2020 08:55    |    pico24229

Mein schlimmstes Auto aus finanzieller Hinsicht war mein 728i-lpg E38, hat 3000€ gekostet (damit für meine Verhältnisse relativ hoch ins E38 Regal gegriffen) in 16monaten 50.000km gefahren und ohne dass ich Tüv gemacht habe 3000€ reingesteckt circa, natürlich ohne kosmetische Sachen und ohne Ölwechsel. Für 1000€ mit kaputten Getriebe ohne ohne Tüv verkauft.

 

Mein aktuelles Auto E39 520i –lpg habe ich jetzt 70.000km, habe 1500€ bezahlt, besitze es seit 29monaten, in der Zeit Tüv gemacht und exklusive Ölwechsel und kosmetischer Sachen nur etwas über 1100€ investiert , soweit ich das in Erinnerung habe.

 

Weiterhin gute Fahrt!


Deine Antwort auf "#18 Finanzielle Rückschau auf 2019"