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wollvo22

Belangloses von unserem perlblauen Babybenz und achatgrauen Audi.

07.12.2020 15:45    |    wollvo22    |    Kommentare (33)

Seit geraumer Zeit sind wir nun schon in der Findungsphase, welcher Zweitwagen (bzw. Erstwagen, da er den Perlblauen etwas entlasten soll) es im kommenden Jahr werden soll.

 

OM 662 (Quelle: Wikipedia)OM 662 (Quelle: Wikipedia) Irgendwo zwischendrin in diesem Prozess richtete sich mein Fokus auf die Motoren an sich. Klar, wir reden häufig von ingenieurtechnischen Sahneschnitten wie dem M102 mit Cosworth Zylinderkopf, 2JZ Hochleistungsmaschinen oder - auf modernere Jahrgänge bezogen - Motoren zwei- oder vierfacher Aufladung. Doch wenn wir ehrlich sind, fährt die Masse auch mit Massenmotoren. Zweiliter-Motoren die ihre Kilometer abspulen, wenig Aufsehen machen und keine größeren Emotionen wecken - wie im Fall von meinem W201.

 

Mich würde interessierten, welche Motoren euch dazu einfallen - also alles zwischen 2.0 Liter Benzinern, angeblichen unkaputtbaren 1.9 TDI's oder VTEC-Kilometerfressern. Einziges Kriterium wäre dabei eine "unaufgeregte Zuverlässigkeit" - quasi das Gegenteil von 1.4 TSI Steuerkettenzerstörern. :D

 

Ich freue mich auf eure Vorschläge/Beipiele/etc.!

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07.12.2020 16:04    |    Dynamix

Da fallen mir als erstes die ganzen 4-Zylinder Benziner Sauger von VW aus den 80ern und 90ern ein. Zum Teil zu Lebzeiten schon Low-Tech, aber dafür konnte man damit schon mal ein paar 100.000km fahren wenn man sich ordentlich drum gekümmert hat.

 

Ansonsten natürlich auch die Small Blocks die nicht selten ne halbe Million Meilen oder mehr geschafft haben bevor man über die erste Revision nachdenken konnte. Das Zeug fährt nicht selten sogar dann noch wenn es eigentlich kaputt ist.


07.12.2020 16:05    |    Goify

Die 2-Liter von VW mit 115 PS sind ziemlich unkaputtbar. Und bei Subaru sind die EJ20 (125 bis 165 PS) ebenfalls unkaputtbar, sogar gerissene Zahnriemen völlig unbekannt.


07.12.2020 16:15    |    Dynamix

Das ganze Volvo 5-Ender Geraffel fällt mir da auch noch ein, die stehen ja auch im Ruf ziemlich unverwüstbar zu sein und in den USA gab es ja jemanden mit seinem P1800 Coupe der was weiß ich wie viele Millionen km mit seinem Auto geschrubbt hat.


07.12.2020 16:26    |    der_Derk

So ziemlich jeder 2.0er Vierzylinder Benziner von Honda, Toyota, Nissan, Subaru oder Mitsubishi der letzten ~20 Jahre - die Langeweile auf Rädern, aber läuft halt immer. Geht auch eine Nummer höher mit der hierzulande nicht so populären 2.4er Benziner-Generation (Mitsubishi 4B1, Suzuki J24, Honda K24 etc.)

 

Suzukis M- oder J-Serie, was da maximal kaputt geht ist der Nockenwellen-/Kurbelwellensensor.

 

Jeep Reihensechser (4.0 HO) oder V8 (5.2, 4.7, 5.9) - nur muss man sich deren Langlebigkeit sprichwörtlich über den Betriebsmitteldurchsatz erkaufen. Gilt ähnlich für Chevrolet 4.3 V6 (Blazer) oder Ford 4.0 V6 (Explorer) - und generell alles Großvolumige, was in diesem Fahrzeugumfeld verbaut wurde, vom 3.5er und 3.8er V6 im Pajero über 3,5 und 4.0 V6 im Land Cruiser bis zu Nissans 3.5 (Murano, 350Z) und 4.0 V6 (Pathfinder) oder 3.0-3.5 V6 (Lexus RX) und 3.6 H6 (Outlander, Tribeca). Diese Leistungs- und Preiskategorie gilt allerdings eher selten als "unterschätzt" ;).


07.12.2020 16:30    |    Goify

Nachfrage an den TE: Soll der Alltagswagen Spaß machen oder einfach nur fahren und kein Verkehrshindernis sein?


07.12.2020 16:40    |    gtspecial

Toyota's 2.0 1AZ-FSE

 

Solide, unaufgeregt, leise und mit rund 7.5 l / 100 km (Automat) noch immer zeitgemäss.

 

wenn es etwas mehr sein darf, dann Jaguars AJ16S ;)


07.12.2020 17:21    |    wollvo22

@Goify

Das liegt wohl im Auge des Betrachters...oder Hinterherfahrenden. :D

Ich denke, manch einer hat mit seinem W124 2.0 D Benz Spaß im Alltag, einem QS5 dahinter wird wohl dagegen schnell der Geduldsfaden reißen.

 

@der_Derk

Da merkt man mal wieder, wie wenig Ahnung man hat, wenn es um Autos geht, die nicht in der deutschen Blase zu finden sind. Wobei mir die 2.4 Liter aus Japan schonmal ins Blickfeld gefahren sind. :)


07.12.2020 17:22    |    wollvo22

@Dynamix

 

Der P1800 hat 5,2 Millionen Kilometer drauf: https://www.volvocars-partner.ch/.../


07.12.2020 17:32    |    Goify

@wollvo22

Wenn ein Auto zu jeder Zeit in der Lage ist, die zulässige Höchstgeschwindigkeit fahren zu können, ist es schnell genug. Das sind recht hohe Anforderungen, wenn man ehrlich ist, denn es gibt einfach sehr steile Berge und um da mit Tempo 100 hoch fahren zu können, braucht es gut Dampf. Spätestens wenn auf der BAB am Berg die Lastwagen Lichthupe geben, ist man zu langsam. :D


07.12.2020 17:37    |    wollvo22

@Goify

Da haste recht...dann erweitern wir den Anforderungskatalog mal um die Kategorie "keine Wanderdühne" :D


07.12.2020 20:35    |    wollvo22

Mein M102 hat mich heute auch wieder überzeugt: 6,6l/100km (20% Stadtverkehr, 80% Überland).

(Achillesverse ist und bleibt aber die KE-Jetronic).


Bild

07.12.2020 20:41    |    Dynamix

Das ganze alte Bosch Zeug scheint ja im Alter irgendwie anfällig zu werden. Liest man unter Oldiefahrern ja immer mal wieder das da Probleme auftreten und auch Ersatzteile nicht immer so easy zu beschaffen sind. Ist das Zeug wirklich irgendwann so fragil das man den wirtschaftlichen Totalschaden fürchten muss?


07.12.2020 20:52    |    Goify

Es sind erst mal ne Menge Unterdruckschläuche verbaut, die im Alter alle porös werden, was sogar unseren 190er mal ereilte, da war er erst zarte 12. Und ansonsten ist das ein Wunderwerk der Technik, was aus einigen Verschleißteilen besteht. Die späterein Einspritzanlagen sind vergleichsweise extrem simpel, haben dafür aber auch keine Rückfallebene, falls die Elektronik total ausfällt.


07.12.2020 20:55    |    wollvo22

@Dynamix

Hatte vor gut zwei Jahren Zündaussetzer und Startprobleme. Letztlich wurde die gesamte Zündanlage erneuert und die Einspritzung neu eingestellt. Fährt seitdem ohne Probleme. Einen KLR habe ich wegen EURO 2 auch noch drin. Bisher alles prima. Aber Ersatzteile sind echt nicht günstig.


07.12.2020 20:56    |    Dynamix

Naja, bisher hatte ich noch kein einziges Auto wo die Einspritzanlage mal Probleme gemacht hätte. Nicht mal an den Caprice gab es da irgendwelche Probleme. Keine abgerauchten Steuergeräte oder ähnliches. Das schlimmste was dich ereilen kann ist mal ein kaputter Sensor (die man aber problemlos für kleines Geld bekommt und auch alle selber tauschen kann!) oder es geht einmal alle 1000 Jahre mal ne Düse kaputt und selbst die kann man selber tauschen wenn man genug Resthirn hat um einen Luftfilter abzuschrauben.


08.12.2020 09:42    |    Trottel2011

Die besten Motoren sind einfach die Volvo Redblock Motoren. Redblock wegen Rotem Motorblock. Der Irv Gordon hat mit seinem P1800E mehrere Millionen Meilen gefahren (bis er verstarb). Erwischt man einen 2.3l 8V Redblock (mit Turbo oder Ohne), braucht man sich niemals Sorgen zu machen. Kein Kühlwasser? Egal. Ölwechsel über Jahre hinweg vergessen? Egal. Zahnriemen nicht gewartet? Egal. Wenn es reisst, einfach neu aufziehen. Die Whiteblocks (Alublock ohne Lack also alles ab 850, 960 und mit S/V/C vorweg) sind nicht ganz so langlebig und nicht ganz so verzeihlich.

 

Ansonsten den Nissan 1.2l 4 Zylinder im Micra K12 (und Note usw.). Das Ding geht nicht kaputt. Egal wie sehr man den Motor quält... Steuerkette, simple Technik...

 

Aber am zuverlässigsten sind einfach Toyota Motoren. Nie sportlich ab Werk aber dafür langlebig. Siehe Lexus LS400 mit dem 4.0l V8...


08.12.2020 11:58    |    ToledoDriver82

Unsere 2l mit 90PS in den Mazdas laufen ziemlich unauffällig und sind mit um die 8l auch keine wirklichen Säufer. Klar, aus heutiger Sicht nicht gerade berauschend aber ich merke im Alltag nicht das ich wirklich untermotorisiert wäre, zum mitschwimmen reicht es allemal.

Ich bin aber grundsätzlich ein Freund der 8V Motoren von Ende der 80er bis in die 90er, einfache Technik, je nach Fahrzeug ausreichende Leistung, annehmbarer Verbrauch, Wartung überschaubar, Drehmoment schön aus dem Keller (auch wenn ihnen obenrum meist die Kraft fehlt), reicht für mich auch heute noch.


08.12.2020 12:22    |    Dynamix

Die sind auch bis heute der beste Kompromiss aus Haltbarkeit und Sauberkeit. Da stehen moderne Autos in beiden Kategorien nicht selten deutlich schlechter da. CO2 mag auf dem Papier heute niedriger sein, dafür hat man die paar Gramm CO2 auf dem Alter geopfert und dafür andere Dämonen wie NOX und Feinstaub heraufbeschworen. Probleme die zu der Zeit dank Saugrohreinspritzung keine waren.

 

Dazu kam das diese alten 8V Motoren meistens sehr anspruchslos waren und auch immer irgendwie auf Euro 2 umrüstbar war, was ja wirklich mal ein Sprung im Verglich zur Euro 1 und davor war. Ab Euro 3 gings ja nur noch im Schneckentempo vorwärts und gleichzeitig wurden die Motoren aufgrund der immer komplexer werdenden Abgastechnik auch anfälliger.


08.12.2020 12:32    |    wollvo22

Da sieht man mal wieder, dass anscheinend die technische Hochphase des Automobilbaus die 80er und frühen 90er waren. Generell sind die genannten Beispiele ja alles Einspritzer (Benziner). Gibt's Meinungen zu Vergasern? Die starben ja bei Autos in den 90ern aus und ich bin auch noch nie einen selbst gefahren (Rasenmäher mal ausgenommen :D). Das richtige Einstellen dieser scheint ja immer mehr eine untergehende Zunft zus ein.

 

@Trottel2011

Laufen die Volvo Redblocks echt ohne Kühlwasser? Wie kann ich mir das vorstellen?


08.12.2020 12:36    |    Trottel2011

@wollvo22

 

Naja, kein Kühlwasser. Wenn es ein "oller" B230F ist, der sowieso keine Leistung hat, so wird es einfach nur etwas wärmer. Unser 740er fuhr 12 Monate ohne Kühlwasser... Dafür war der Block auch nie im Arsch. :D


08.12.2020 12:38    |    Dynamix

Ist halt immer was Fummelei wenn sich da was verstellt hat und oftmals versuchen sich daran leider immer wieder Leute die von dem Zeug so viel Ahnung haben wie ich von Hirnchirurgie, nämlich überhaupt keine.

 

Da werden dann Unterdruckleitungen abgeklemmt, alles mögliche was mit Abgasreinigung zutun hat stillgelegt und der Vergaser entsprechend verstellt. Und wenn nix mehr zum abklemmen da ist und der Wagen dann wieder mies läuft muss irgendeine arme Sau den Kram wieder in den Originalzustand versetzen. Das wird besonders dann witzig wenn es die entsprechenden Teile nicht mehr gibt.

 

Da bin ich über die simple Einspritzung bei meinen Caprice froh. Da verstellt sich nix und die laufen auch 30 Jahre ohne große Wartung durch. Da fummelt dann auch niemand dran herum. Da murxt keiner ohne Not dran rum.

 

Vergaser habe ich noch an der Vespa und da hab ich immer schon so meine Problemchen weshalb da längerfristig ein komplett neuer her soll. Wenn das passiert ist traue ich mich vielleicht mal an eine Komplettüberholung von dem alten, vorausgesetzt ich finde einen brauchbaren Überholsatz der mir bisher noch nicht ins Auge gestochen ist.


08.12.2020 12:49    |    der_Derk

Naja, in den 80ern und 90ern konnte man das Ende der Motoren auch eher selten erleben, weil alles drumherum halt vorher zerfallen ist ;).

 

Was auch gerne übersehen wird: In diesen Zeiten waren 10000er Inspektionsintervalle vorgesehen, bei Dieseln manchmal nur 5000-7500 km (und dann wollten inflationäre Ölmengen getauscht werden). Klar kann das dann lange halten, wenn man eh zweimal pro Jahr drunter liegt, aber - das möchte doch heutzutage auch keiner mehr haben? Da wird lieber darüber genörgelt, dass man zwischen zwei 30000er Ölwechseln tatsächlich mal 'nen halben Liter nachkippen musste.

 

Früher war nicht alles besser, es war nur vieles - früher. Und damals hat man über die aus heutiger Sicht gute alte Technik auch schon genörgelt, und ihnen keine Haltbarkeit zugetraut. DOHC 16V? Teufelszeug. 150 PS aus nur 2 Litern Hubraum? Das kann nicht gut gehen. Kat, bleifrei? Der macht keine 100000 km. Elektronische Motorregelung mit OBD-1? Pfui, da verbringe ich lieber den gesamten Samstag mit der Vergaser-Grundeinstellung... ;)


08.12.2020 12:57    |    Trottel2011

@Dynamix

 

Es gibt aber heute noch immer genug Motoren die wirklich haltbar und wirklich sparsam und wirklich günstig zu unterhalten sind. Beispiel Toyota mit dem Prius. Der Motor ist so günstig im Unterhalt, aber natürlich auch nicht gerade flott.

 

Was einfach ein Problem ist, ist die unnötige Komplexität aufgrund der verwendeten Techniken. Beispiel Diesel. Damit der Diesel im Auto reinkommen konnte, musste der mehr Drehzahl können. Sprich musste elastischer werden. Das wurde mit aufwendiger Technik und Turbolader usw. geschafft. Dann war der Motor aber zu dreckig. Also kam die AGR, damit man zumindest ein Teil der Abgase wieder sauberer bekommen konnte. Danach gab es den Dieselkat, der ähnlich wie beim Auto die Verbrennungsgase "ausbrennen" sollte. Dann aber kamen weitere Probleme. Ruß. Also rein mit dem RPF. Dieser benötigt ein Differenzdrucksensor sowie, je nach Hersteller, ein Additiv um zu regenerieren. Alles bestens, bis die Stickoxide wieder zum Problem wurden. Also gab es dann noch mehr Technik in Form von Harnstoffeinspritzung (AdBlue) sowie einen entsprechenden "Filter". Dann gab es neue Injektoren (Piezo). Aus der einst mega unempfindlichen mechanischen Technik wurde eine übertrieben komplizierte Maschine mit zwar möglichem Minderverbrauch, dafür aber so viel "Müll" dran, dass man alle Nase lang in der Werkstatt steht und mehr Wartungsbedarf usw. vorhanden sind.

 

Beim Benziner geht es gerade Dank Direkteinspritzung in die gleiche Richtung. Vom nie richtig eingestellten Vergaser über die mechanische Einspritzung (K-Jetronic usw.) ging es zum Saugrohreinspritzer mit elektronischer Einspritzung. Dieser hatte gute Abgaswerte aber benötigte noch den Kat. Der Kat drin, mit Lambdasonden versehen, bisschen anfälliger. Dann batscht man da einen Turbolader dran. Wieder mehr "Peripherie" was kaputt gehen KÖNNTE (bei falscher Behandelung). Dann kommt auch die AGR. Danach folgt natürlich irgendwann die Direkteinspritzung und plötzlich rußt die Kiste, obwohl sie vorher nicht rußte. Egal, RPF noch dahinter und gut ist. Aber dann fallen die Stickoxide wieder auf, also gab es noch den NOX-Filter/Kat.


08.12.2020 12:59    |    wollvo22

@der_Derk

Da hst du in vielen Punkten Recht.

 

Allerdings würde ich mit Blick auf Mercedes sagen, dass manch neuere Modellbaureihe weniger haltbar war/ist, als jene zuvor. Beispiel: Bei uns in der Nachbarschaft steht ein W203 C180 T-Modell, etwas unter 200.000 km, aber rostet fleißig. Da ist mein W201 haltbarer und zerfällt deutlich später, als sein 10 -15 Jahre jüngerer Bruder. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Technik heute deutlich mehr und länger könnte, wenn die Hersteller auch wollen würden.

 

Mein Bruder hat vor 5 Jahren von seinem 1.9 TDI im Golf V geschwärmt. Das war allerdings ein Fall von, der Motor hält länger als alles andere drumherum.


08.12.2020 13:20    |    Dynamix

Naja, kenne einige Hersteller die von den 30.000er Intervallen schon wieder weg sind. Zu Zeiten meines Peugeot war das so, meine letzten beiden Dailies hatten wieder Intervalle von 15.000-20.000km womit wir wieder auf dem Niveau der 90er wären. So schlimm waren die kurzen Intervalle dann scheinbar doch nicht ;)

 

Davon ab: Ja ich liege bei meinen Hobbyautos mindestens einmal im Jahr drunter zum Ölwechsel, egal wie viele Kilometer ich geschafft habe. Selbst die Dailies müssen aufgrund der Fahrleistung locker 2 mal pro Jahr zum Ölservice. Das gönne ich den Autos aber auch da Sie es einem dafür auch mit einer höheren Zuverlässigkeit danken. Gerade das ganz moderne Zeug wie in meinem Kuga verzeiht diese ganzen Wartungsschlampereien wie früher nicht mehr so locker. Hätte ich bei meinem Golf mal den Ölwechsel um 10.000km überzogen wäre dem Teil das wohl ziemlich schnurz gewesen. Der Motor hatte am Ende fast 290.000km auf der Uhr, wurde nie geschont und mein Vater hat den notfalls auch mal bei Minusgraden kalt getreten. Der Motor war am Ende noch das Beste an dem ganzen Auto. Ja, die Dinger waren lahm und gemessen an der Leistung auch latent versoffen aber die waren wirklich kugelsicher. Sowas hast du heute nur noch bei Low-Tech Saugern von denen es aber nicht mehr viele gibt. Ja, die modernen Motoren sind sparsamer, schneller und umweltfreundlicher aber eben auch empfindlicher was falsche Behandlung und verschlampte Wartung angeht und in einigen Fällen sind die Probleme auch einfach hausgemacht. Es ist kein Hersteller gezwungen billige Simplexketten für den Ventiltrieb zu nehmen oder AGRs zu verbauen die so billig gemacht sind das Sie das Auto irgendwann anzünden.


09.12.2020 10:59    |    pico24229

Ich bin ja besonders ein großer Freund des Sechszylinders von BMW von ca. 1990-2005 M50 , M52, M54 -wobei der M52B28 mein Favorit ist.

Mit diesen Motoren habe ich etliche Km gefahren und bin auf Grund verschiedener Punkte begeistert.

 

Mein Erstwagen war ein 520i von 1994. Ich habe damals eher ländlich gewohnt und hatte regelmäßig Verbräuche von unter 8 Litern, für ein Auto das es so schon 1990 gab ist das ein super Wert für einen Sechszylinder mit 150PS in einem 1,5T Auto.

 

Ein weiterer Punkt ist natürlich die extreme Laufruhe und das Geräusch des Triebwerks :)

 

Außerdem die extreme Haltbarkeit. -bin natürlich auch viel in den E39 Foren unterwegs und mittlerweile gibt es etliche Motoren mit über 400.000km, unter 300.000km ist es schon fast schwierig noch einen zu bekommen. Für mich persönlich ist die uneingeschränkte Autogaseignung natürlich auch sehr gut.

 

Generell waren aber auch die Mercedes-Motoren zu der Zeit sehr gut! Auch die Vierzylinder.

Ich habe das Gefühl dass bei neueren Motoren die Haltbarkeit wieder zurück gegangen ist, da liest man nicht nur bei VAG öfter mal von Motorschäden und Problemmotoren.


09.12.2020 11:28    |    der_Derk

Den M54 hätte ich hier ja auch (und wollte ihn beinahe schon nennen), aber - ist der wirklich unterschätzt? ;)

 

Sparsamkeit hat sich im X3 mit Automatik auch direkt erledigt, und um ehrlich zu sein: Ich bin noch mit keinem Auto so oft liegengeblieben wie mit dem BMW. Einmal Zündspule defekt, einmal die wirren 5 Minuten der Wegfahrsperre (wundersame Selbstreparatur, nie wieder aufgetreten), zuletzt der gerissene Schlauch der Luftansaugung, zwischendurch mehrfacher Kühlwasser- und einfacher Ölverlust...

 

Ja, der Block scheint solide, die Laufruhe und Charakteristik an sich sind super, und gegenüber den Geschichten die man zum Diesel so liest ist das harmlos. Die Probleme sind halt eher in der Peripherie, aber - das reicht ja auch.


10.12.2020 07:39    |    pico24229

Ja das stimmt, "unterschätzt" passt da nicht direkt. Höchstens in Bezug auf Leute die den Motor nicht kennen.


11.12.2020 12:06    |    Sir Firekahn

BMW M10/30 Familie: Unverwüstbare Dauerläufer.

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11.12.2020 12:11    |    der_Derk

Zitat:

Rover K Series: Unglaubliches Tuningpotenzial

... gepaart mit unglaublichem Kopfdichtungsdurchsatz? ;)


11.12.2020 14:57    |    Trottel2011

@der_Derk

 

Wenn der Job RICHTIG gemacht wird und die RICHTIGE Dichtung genommen wird, ist der K-Series tatsächlich (als 4 Zylinder) sehr gut. Der V6 ist so ein wenig "lala". Nicht umsonst wird die K-Series noch in China gebaut - angepasst an die dortige bessere Qualität als bei Rover :D


11.12.2020 15:37    |    Sir Firekahn

Stimmt die Kopfdichtung und besonders das thermische Management ist beim Serien K nicht sonderlich gut. Mit der verstärkten späteren Ausführung und in einem nicht Geländewagen oder Mittelmotor Motorraum hat der Motor aber wenig Probleme. :)

Meine Empfehlung: Der 1.8 VVC mit 160 PS ist robust, dreht super und macht in einem leichten Auto eine Menge Spaß :)

@trottel

Genau, gibs ihm :D


11.12.2020 17:32    |    der_Derk

Der Freelander war auch kein Geländewagen... ;)

 

Aber "K-Engine head gasket failure" ist so ziemlich die häufigste Diagnose zu dem Motor, und die MLS-Dichtung (von der es wiederum mehrere Iterationen gibt, weil auch da der erste Wurf nicht reichte) muss das Problem nicht dauerhaft lösen. Teilweise sacken auch die Laufbuchsen ab, das ist dann nicht mehr mittels Dichtung lösbar. Zusätzlich zur Dichtung gibt es noch 'nen geänderten Ölverteiler und ein geändertes Thermostat (PRT), wenn man also schon am "richtigen" Teiletauschen ist, dann am Besten einmal mit allem und scharf...

 

Okay - was heute an K-Engines überlebt hat, ist demnach durch diverse Iterationsstufen gelaufen, aber man sollte immer noch wissen wie man ihn behandelt. Analog dazu wäre VWs 1.4 TSI auch ein Super-Motor, wenn man die Kolbenringe wechselt und den richtigen Steuerkettensatz verbaut - aber eigentlich sollte ein Motor doch ab Werk in dem "richtigen" Zustand sein, nicht erst über lange Jahre dahingebastelt werden? ;)

 

(Smarts 0.7er hält auch ziemlich gut - wenn man Kurbelwelle, Pleuel, Kolben, Zylinderkopf, Turbolader, Ladeluftkühler und Ölkühler gegen die Teile vom 60 kW-Roadster tauscht...)


Deine Antwort auf "#20 Unterschätzte Alltagsmotoren"

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