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Sir Firekahn

-Lady Superlight- Leben mit der Britin

01.12.2019 14:37    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30, M30, P2020, Restomod

Also, es ist soweit. Das Projekt 2020 hat offiziell begonnen. Natürlich 2019, denn Geduld und Kalender sind für Leistungsschwache :D ;).

 

Also was ist passiert?

 

Lady Cat Superlight, mein 1999er Caterham Superlight ist nach fünf Jahren so gut wie fertig. Januar habe ich einen Platz bei dem Lackierer meines Vertrauens und März wird Nick von der Sevenklink eine finale Inspektion machen. Ich habe die verbliebenen Ideen, wie eine sündteure Lithium Ionen Batterie, erstmal auf Halde gelegt und will einfach erstmal den Wagen genießen.

Was macht man also also Pistonhead? Fahren? Seine Sachen genießen? Nope.

Um ehrlich zu sein schaut man immer wieder mit diesem speziellen Blick in Youngtimermagazine, man sucht durch Ebay Kleinanzeigen, Mobile, Autoscout... Beobachtet Preise auf Treffen. Zudem erwischt man sich immer wieder dabei in Gedanken in einem 240Z, einem Commodore GS/E, einem was auch immer durch einen verklärten, leicht sepiafarbenen Sommertraum mit Freunden in ihren besten 80er Klamotten zu einem See fahren. :rolleyes:

 

Nun mir sind mehrere Erkenntnisse entstanden, auf denen dieses Projekt aufbaut:

 

1.) Ich liebe Autos mit Charakter. Alles, was etwas besonderes und gewöhnliches ist oder besonders adäquat seine Ära darstellt, zieht mich an. Ein 129er SL ist für mich genauso toll wie ein Fiat X1/9.

2.) Das Schönste an unserem Hobby für mich ist es, etwas altes, verbrauchtes und ein bisschen verlebtes wieder mit neuen Teilen, frischen Komponenten usw. zum neuem Leben zu erwecken. Als würde man einem alten Kumpel helfen, wieder fit und gesund zu werden :).

3.) Ich liebe den Gedanken von Restomods. D.h. ein Auto gleichzeitig zu restaurieren und durch Upgrades besser zu machen, als jemals zu vor. Das erfordert natürlich Unmengen an Feingefühl, um die originalen Linien, das originale Flair und den Grundgedanken eines Autos aufzufassen und weiter zu entwickeln.

 

Da die Lady leider durch ihre radikale Natur für viele Einsatzarten nicht in Frage kommt und aus den eben dargestellten Gedanken kam also folgender Anforderungskatalog an ein neues Projekt:

 

1.) Voll Alltagstauglich. D.h. dichtes Dach, unempfindliche Karosserie, langstreckentaugliche Fahreingeschaften.

2.) Günstig oder zu mindest nicht teuer. So stark ich einen Datsun 240Z finde, ich würde mich wieder aus Respekt vor der filigranen und teuren Technik an vieles nur sehr widerspenstig trauen.

3.) Breites Teileangebot. Denn ich werde nie nie nie wieder etwas so exotisches wie einen Caterham zu meinem Projekt erklären. Nope nope nope.

4.) Das Layout: Manuelles Getriebe, Hinterrad- oder Heckantrieb, Limousine oder Coupé

5.) Grundlegend interessantes Fahrzeug. Sorry, aber ein Passat 35i will mich einfach nicht reizen.

 

Man macht sich also alle diese Gedanken, geht durch Fahrzeuge und bespricht hunderte Ideen mit Kumpels, sucht Teile, schaut in Börsen usw. Und dann? Sitzt man betrunken auf der Hochzeit seines Bruders und kauft im Suff von einem Verwandten einen riesigen alten BMW Sechszylinder für den man kein Auto hat. :D :rolleyes: :D

Es handelt sich um einen sehr späten M30B35 mit 211PS. Dieser Motor ist ein wirklich gigantischer Klotz aus Eisen und besticht durch seine extreme Laufruhe, das bullige Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich und biblische Robustheit. Serienblöcke halten ohne Probleme ~900 PS stand. Faszinierende Anektode: In der wildesten Ära der Formel 1, der Turboära, wurden gebrauchte Serien M10 Motoren (der baugleiche Vierzylinder) als Basis für die feuerspuckenden 1000+ PS Boliden genutzt. Dermaßen robust sind diese Motoren.

 

 

Tja und damit war auch klar, dass das neue Projekt ein E30 (Dreier) E34 (Fünfer) oder E32 (Siebener) sein wird. Den Siebener fand ich uninteressant, da in dem Wagen der M30 eher die Basismotorisierung darstellt. Am Ende entschied mein altes Credo: Kleinste Karosse, größter Motor für den Dreier.

 

Szenenwechsel, November 2019: Drei etwas wild aussehende bärtige Kerls treffen in einer Wohnsiedlung auf eine zierliche Blondine und ihren ebenfalls eher schmalen Lebensgefährten. Die gute Dame will ihren Alltags BMW verkaufen, der inzwischen 28 1/2 Jahre auf dem Buckel hat. Natürlich stand der Wagen als "komplett Rostfrei" im Netz und natürlich schafft es Olli, der Mechaniker des Trupps, nach zwei Minuten den Teppich des Beifahrerfußraums von unten durch die Karosse anzuheben. :rolleyes:

Da der BMW aber ansonsten für sein Alter ehrlich und sehr gepflegt war wechselte er nach einem heftigen Preisabschlag wegen des Rosts für €6000 seinen Besitzer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie fährt sich also so ein 28 Jahre alter E30 Facelift 318i in Buchhalterausstattung?

 

Es ist wie eine Zeitkapsel. Dieses Auto ruft so viele Erinnerungen bei jedem auf, der es fährt. Der Geruch der Stoffsitze ist genau wie in dem alten Golf III mit dem man 2001 die ersten Male mit einem Kumpel und seinem frischen Führerschein in die Disko gefahren ist. Dieser Geruch wie von einem sauberen aber älteren Wohnzimmer bei der Großmutter oder einem grundsätzlich ordentlichen Menschen, der aber nicht ganz frisch aus der Dusche ist, gibt dem Auto eine echte Seele. Alles knarzt leise, es ziehen Windgeräusche durch das ganze Auto. Das Fahrverhalten ist erstaunlich spritzig und der 239000km gelaufene M40 1.8er zieht für seine mageren 113 PS hellwach und lebendig an. Die Schaltung ist etwas verbraucht, dafür ist die servofreie Lenkung zwar unendlich lange Übersetzt (4 1/2 Umdrehungen :D) aber gleichzeitig verwirrend präzise. Stilecht spielt ein billiges Sony Radio über Mac Audio Boxen aus der Hutablage während die (nachgerüsteten) Überkaro Sportsitze, das M-Technik 2 Lenkrad und der M Schaltknauf wirklich genial sind. Der Wagen zieht in keine Richtung, die Bremsen und die paar wenigen vorhandenen elektischen Teile gehen perfekt (Dachten wir). Sofort ist man wieder 18, das Leben ist noch voller neuer Erfahrungen und alles in der Welt steht einem wieder als Weg frei. Dieser Wagen hat mir das seltsame Gefühl gegeben, dass ich unbedingt einfach weiterfahren will. Mit ihm in die Ferne, nach Capri über die Alpen oder doch Saint Maxime, egal ob das gar keinen Sinn macht. Ich liebe dieses Auto schon jetzt als 318i für seine ehrliche, fröhliche und geradlinige Art. Einzig das brettharte TA Technix Fahrwerk muss definitiv raus :rolleyes:

 

Diese Woche hatte ich das Auto beim Meister meines Vertrauens auf der Bühne, der sich just nur noch auf Old- und Youngtimer spezialisiert hat. Und was steht also fast fertiges letztes Projekt auf dem Hof? Ein lachssilberner E30 318iA Facelift. Zufälle gibts :cool:

 

Bei der intensiven Inspektion zeigte sich der alte Ölfuß als begeistert vom Zustand des Autos, gemessen an Kilometern und Alter. Insgesamt ist die Dame kerngesund, aber natürlich fand er den Klassiker:

 

Rost

 

 

Was haben wir also?

Gesamtzustand gut.

Durchrostungen an beiden Produktionsaufnahmen vorne (Typisch).

Tiefer Rost am Kotflügel hinten links (Klassiker).

Vermutlich Durchrostungen an beiden Schwellern (Auch hier, komplett normal).

Motor, Diff und Getriebe nässen leicht.

Kaltlaufregler stillgelegt.

Die Leuchtweitenregulierungsmotoren liegen ohne Funktion im Scheinwerfergehäuse.

Eine Schraube des hinteren Getriebelagers fehlt (Das ärgert mich, wurde aber sofort beseitigt)

Das hintere Lager des Differenzials ist verschlissen.

Eine Bremsleitung muss für den TÜV neu.

Beide Fernlichter sind verblichen, eines hat Rost auf der Streuscheibe.

Die Achslager könnten mal neu.

Beide vorderen Radhausverkleidungen fehlen.

Das Hitzeschutzblech unter dem Kat fehlt.

Eine Abdeckung der Bremsleitungen fehlt.

Diverse Schrauben und Clips fehlen.

Der Tankstutzen hängt an einem Band statt dem korrekten Gummilager.

Der Innenraum ist in hervorragendem, vollständigem Zustand.

Der Kofferraum ist im hervorragendem, vollständigen Zustand.

Eine Felge ist unrettbar zerbeult.

Die Reifen an der Hinterachse müssen ausgetauscht werden.

Der Lack ist in befriedigendem Zustand, Erstlack mit diversen kleineren Reperaturstellen.

Das Fahrzeug ist vermutlich unfallfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammendfassend wirkt das nach sehr viel, aber wenn man einen Wagen diesen Alters auf eine Bühne hebt, dann kommt normalerweise sehr sehr viel mehr. Durch wirkliche Unmengen an Wachs an allen neuralgischen Stellen haben die fünf Vorbesitzer wirklich gute Arbeit geleistet und alle wichtigen Komponenten sind in gutem Schuß. Der Wagen steht nun an einem Scheideweg. Ich könnte ihn noch ca 2-4 Jahre so fahren und dann würden langsam substanzielle Probleme auftreten oder ich gehe den anderen Weg und inverstiere einen kleinen vierstelligen Betrag und mache den Wagen fit für die nächsten zwanzig Jahre oder mehr.

 

Wie geht es also weiter?

 

Phase 1: Einen soliden Wagen wieder wirklich gut machen:

 

Die kaputte Felge ist bereits ersetzt, neue Reifen sind an der Hinterachse.

Eine ganze Menge an Ersatzteilen sind bereits bei mir oder auf dem Weg. Es ist fast schon lächerlich, wie gewaltig das Angebot an Teilen ist: BMW Original, Tuner, Nachrüster oder Ebay? Zu jeder Zeit des Tages kann man mindestens einen kompletten E30 aus Teilen nur in einem 200km Umkreis um meinen Wohnort bei Ebay Kleinanzeigen zusammenkaufen :eek:

15 km von meinem Arbeitsort ist ein BMW Verwerter mit einem himmlischen Sortiment von absolut allem, was man sich vorstellen kann. Ich hätte heulen können vor Freude :).

Nicht wie bei Caterham, wo man eine Nummer eines Experten in Bayern hat, der einen Händler in England kennt, der jemanden kennt, dessen Mutter das gesuchte Teil als Stehlampe in der Garage hat. :D

Wir haben eine Inspektion durchgeführt: Der Luftfilter war noch flammneu, was beruhigend ist. Dazu gab es frisches 10W40 samt Filter, auch das Alt-Öl war noch sehr neuwertig zudem gab es etwas Glycol für den Kühler.

Der Wagen wird noch dieses Jahr innen ausgeräumt und dann von meinem Meister durchgeschweißt. Dann wieder versiegelt, Lackaufbau und wieder mit Wachs geflutet. Damit sollte das Thema Rost erstmal vom Tisch sein.

Zudem werde ich dieses Jahr das rostige Fernlicht austauschen (Ersatz liegt bereits in meiner Garage).

Ein neuwertiges Bavaria RDS III C liegt bei mir, welches von einem Experten unsichtbar auf AUX, Bluetooth mit FSE und einem Vorverstärker Ausgang umgerüstet wird (DAS ist EXAKT Restomodding).

Die Leuchtweitenregulierung kommt wieder rein.

Alle Clips, das Hitzeschild und die Radhauskästen kommen wieder ins Auto.

 

Damit wäre der Wagen bereit für den TÜV 06/2020.

 

Phase 2: Raus mit dem Hoppelfahrwerk, ABS und Bremsen:

 

Mein 318i hat kein ABS (War damals Aufpreispflichtig bei diversen Modellen) und hinten Trommelbremsen. Das heißt aber auch, dass er die 45mm Federbeine hat. Diese sind für ABS und den mächtigen M30 ungeeignet. Zudem könnten diverse Fahrwerksteile mal neu. Also?

Irre ist das ABS: BMW Originalteile sind noch erhältlich aber ein Hydroblock kostet (Setzt euch jetzt bitte) €2700, ein Steuergerät €800, die Rohre, Clips und Sensoren nochmal €500. Also lieber alles gebraucht zusammen bei Ebay für €170 geschossen :D. Allerdings habe ich nun zwei Hydroblöcke und zwei Steuergeräte, denn ein komplettes Paket war am ende Billiger als für die bereits gekauften Teile einzelne Leitungen und Sensoren zu suchen :p

 

Einbau 51mm Federbeine (323i/325i) v/h

Verstärken der Federbeine durch Zusatzplatten (300mm.de)

Einbau neuer Domlager (Reuters Motorsport) v/h

Einbau ABS

Einbau Stahlflexleitungen (Fischer, mit ABE)

Einbau neue Stabis (Eibach)

Neues Querlenker/Lager/Buchsenkit (Meyle)

Neue Achslager (Meyle)

Einbau eines neuen Gewindefahrwerks (Definitiv K&W, ich schwanke zwischen V1 und V3)

Einbau Bremsanlage 325i (ATE) v/h

 

Zudem kommt er noch auf neue Felgen, die optisch etwas angeschlagegenen 15'' BBS werden dann Winterfelgen. Ich tendiere zu 16''ern und folgendem Design

 

Phase 3: (2021+) Einbau des Eisenschweins

 

Dazu:

Aufrüsten des M30 mit allen Anbauteilen und Nebenaggregaten

Nachrüsten Klima

Nachrüsten Servo

Tausch des Lenkgetriebes auf E36

Motorlager Motorposition 3 (300mm.de oder e30.de)

Fünfgang Schongetriebe (E34/E32)

Differenzial Typ 188, 3.25 oder 3.46 mit Sperre

Individuelle Gelenkwelle

Fächerkrümmer (Schmiedmann)

Auspuffanlage (vmtl Custom)

 

Wow, das war eine Menge. Aber ich freue mich wie ein Schneekönig auf die kommende Materialschlacht :D. Zudem bin ich wirklich sehr Dankbar, dass ich Freunde, eine entsprechende finanzielle Lage, eine verständnisvolle Partnerin und die Zeit und Gesundheit besitze, mich an ein solches Abenteuer wagen zu dürfen :).

 

So ich würde mich über alle Meinungen freuen. Auch fachliche Hinweise oder Fehler in meiner Logik bitte sofort und sehr gerne, Leute :).

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03.11.2019 10:05    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Servus.

 

Hier nur ein kurzes Update:

 

Die Lady ist nun für den Lackierer vorbereitet, dafür haben wir:

Den Käfig gezogen, für den müssen allerdings beide hinteren Stoßdämpfer raus. Denn leider war Colin Chapman der Meinung, dass es ein guter Ort für eine der Schrauben des Käfig über dem oberen Aufnahmepunkt des Hinterachsdämpfers liegen sollte :D :rolleyes:

 

Zudem wurde der Aero Screen (Die "Hutze" anstelle der Frontscheibe), die untere Strebe des Käfigs und der Kühlergrill entfernt.

 

Gesamte Arbeitszeit eine Stunde :D. Man, dieses Fahrzeug ist wirklich simpel zu Schrauben :D.

 

Zudem habe ich wieder etwas zu viel Zeit auf Ebay Kleinanzeigen verbracht. Und befindet sich nun in meinem Besitz neben dem M30, den PIPD mit seinen Adleraugen in meiner Garage erspäht hat auch noch ein herrlicher 1991er BMW E30. Projekt 2020 stell ich euch dann bei Zeiten vor :rolleyes::D

 

 

Update:

Hier ist Sie, die Neue:

 

Ich habe nach diversen Besichtigungen ein neues Projekt gefunden. Es musste ein klassischer BMW werden, die vorne angeschlagenen Hauben und die Doppelfrontscheinwerfer sind einfach zu stark. Zudem Hinterradantrieb, wenig Gewicht, günstige Teile...

Die Auswahl waren dann E30 (3er), E34 (5er), E32 (7er) oder E24 (6er).

Der Sechser war zu schade zum Basteln, der Siebener zu groß. Am Ende wurde es dann stets getreu meinem Credo das kleinste Fahrzeug, das einen großen Motor tragen kann. Der E30, welcher eine exzellente Basis für Umbauten auf Reihensechszylinder (M50/52 oder heutzutage sehr selten S38 und M30) oder V8 (M60/62), darstellt.

Ein V8 kam mir einfach "unpassend" vor, daher habe mich mich für einen Reihensechser entschieden und hier für den zeitgenössischen M30B35 mit 211 PS, welcher dem 1100kg schweren E30 sicherlich ordentlich Beine machen wird.

 

Anyway, sie ist ein

 

BMW E30/2 318i Nachfacelift.

Limousine 2 Türig

Calypsorot Metallic, Erstlack

M40 1.8 mit 113ps, läuft ruhig und sehr kräftig.

Austattung:

S400A Schiebedach, manuell

S428A Warnweste und Dreieck

S653A Bavaria Reverse II (Leider durch ein Sony ersetzt :()

S520A Nebelscheinwerfer (erm, wo sind die denn hin?)

S556A Außentemperaturanzeige

S350A Wärmeschutzverglasung Grün

 

Einer der sechs Vorbesitzer, von denen die Masse BJ <1940 war, hat dann folgendes Nachgerüstet:

Elektrische Außenspiegel

Sportsitze

///M Lederlenkrad

///M Schaltknauf

Felge Sternspeiche BBS 15''

Ein ätzendes Fahrwerk, vmtl TA Technix

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24.10.2019 18:55    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

Servus und schönen Abend, Nachmittag, Morgen oder was es auch bei Euch sein mag!

 

Ich hatte mir für dieses Jahr noch Folgendes für Lady Cat Superlight vorgenommen:

 

-Die Tankuhr wieder fit bekommen

Check

-Den Bowdenzug des Feuerlöschers neu verbauen

Check

-Die Bremslastverstellung einnieten

Check

-Das Armaturenbrett fest verbauen

Check

-Den korrekten Widerstand für die Blinker einlöten

Check

-Gewinde für die Türleder anbringen

TBD

-Die jährliche Inspektion in der Sevenklinik

Check

 

Angefangen haben wir damit, dass auf die supergünstigen Minilites ein paar stilechte Nankang Todesrillen kamen. Die ersten Reifen, die ich selbst aufgezogen habe :). Noch habe ich die €34 Reifen nicht ausprobiert, aber ich nehme an, dass es in fröhlichem Querbetrieb ausarten wird :rolleyes::D

 

Dann haben wir die Tankuhr, wie in einem der letzten Einträge erwähnt, korrekt verdrahtet und weil dann alles funktional war, das Armaturenbrett auch mit Silikon wieder eingeklebt. Kein großer Akt :).

 

Nun war das Problem, dass der Drehschalter der Balkenwaage, der die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, nur noch an den Hydraulikleitungen gehalten wurde. Wir wollten ihn also einnieten. Da ich aber wusste, dass wenn ich die letzte Bohrung an meinem neuen shiny Armaturenbrett selbst mache, ich alles ruinieren würde, habe ich einen Freund gebeten. Der Herr KFZ Mechaniker verbohrt sich prompt, rutscht ab und... Tja, das war's dann mal mit dem Nieten da krumme Langlöcher. Zu seiner Ehrrettung: Dahinter war ein schräges Blech, auf dem der Schalter sitzt und an dem hat sich der Bohrer verzogen.

Lösung? Eine kleine Titanplatte lasern lassen... Damit verschwindet zugleich auch die bisherige Eddingbeschriftung der Balkenwaage elegant :cool:

Zudem habe ich im Motorraum alle freiliegenden Kabel gereinigt und mit Band ummantelt. Einfach, damit der Wagen optisch cleaner wird und nicht überall Öl und Ikk hingerät.

Damit war nur noch der Bowdenzug übrig, der den Feuerlöscher auslöst. Diesen wollte ich optisch Partout nicht im Armaturenbrett verbauen. Nach einigem Grübeln, wie wir das Ganze lösen könnten und ultrakomplizierten Lösungen kam ein Arbeitskollege mit einem kleinen Aluminiumteil aus einem Hubschrauber, welches nicht mehr benötigt wurde. Das war einfach perfekt!

 

Aber ganz so einfach sollte es natürlich nicht bleiben. Die Mittelkonsole war nach dem totalen Makeover des Innenraums (Sitze, Sitzpads, Armaturenbrett, Schalter, Boden, Fugen usw.) als Einziges noch ziemlich abgenutzt und hatte Risse. Sowas ging einfach nicht mehr. Also raus mit dem Teil und ab zu einem Sattler in der Nähe (mein eigener Sattler in der Firma traute sich da nicht ran). Ich wurde hervorragend beraten und statt den geplanten Rauten in Blau/Silber wurden es Ziernähte. Zudem wurde alles mit hochwertigem Kunstleder bespannt. Das Ergebnis spricht meiner Meinung nach für sich :cool:

 

Beim Einbau musste zwar leider wieder einer der Sitze raus, sonst hätten die ganzen scharfen Alukanten das neue Stück gleich wieder zerfetzt, aber auch das waren nur ca zwei Stunden Arbeit.

 

Jetzt... Ich wage es kaum in den Mund zu nehmen... Ist der Innenraum fertig :).

 

Es sind nun 5 Jahre vergangen, davon war ich etwa anderthalb nicht in Deutschland, d.h. nach netto vier Jahren wird die Lady zu Beginn der kommenden Saison vielleicht tatsächlich fertig mit der Teilrestauration sein :):eek:

 

Was bleibt zu tun?

1. Nächste Woche kommen der Käfig, der Aeroscreen und die Fender ab und der Wagen geht zum Lackierer. All die Sünden von 20 Jahren werden dann verschwinden.

2. Ich will noch immer eine LiIon Batterie verbauen.

3. Vor der Saison werde ich den Wagen intensiv auf verbleibende Baustellen in der Sevenklinik prüfen lassen.

 

Dann war's das :eek:

 

PS: Auf einem der Bilder findet sich ein Easteregg für die Zukunft... Mal sehen wer es findet ;)

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27.03.2019 18:44    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

Servus :)

Bitte entschuldigt die Qualität der Bilder, noch immer habe ich nur meine Frontkamera und weigere mich bislang mein treues Handy zu tauschen...

 

Da unsere Freunde auf der Insel ja weiterhin in einer Art mit ihrer Zukunft spielen, welche die Frage aufwirft, ob das UK die BSE Seuche wirklich überstanden hat, habe ich einen Spontankauf außerhalb des Plans durchgeführt, ohne das Armaturenbrett endlich fertigzustellen:

 

2x LED Headlight Inner

2x LED Indicator Front

2x Clear Indicator Lens Front

 

Alles von Justaddlightness.co.uk mit E-Prüfzeichen.

 

Den Einbau sieht man Hier bzw. Hier. Alles top verarbeitet und einfache Arbeit. DACHTE ich, bis mir aufgefallen ist, dass der Vorbesitzer leider auf einer Seite die Schrauben, welche den rechten Träger des Blinkers in der Schwinge halten, verkehrt herum montiert hat, vermutlich weil die obere Mutter eine echte Qual zu erreichen ist. Mit einer Glühbirne kein Problem, da das LED Cluster allerdings etwas breiter ist, durfte ich alles zerlegen und neu montieren.

 

Die Scheinwerfer selbst waren absolut kinderleicht zu montieren, nachdem Crimpen für mich nun kein Problem mehr darstellt :).

 

Das Ergebnis macht merklich besseres Licht, erhöht durch die kalte Lichtfarbe die Sichtbarkeit des Wagens auch am Tag und vor allem: Sieht meiner Meinung nach wirklich genial aus.

 

Leider gehen die Blinker nun doppelt so schnell. Vermutlich bietet mein Custom Kabelbaum für den Einsatz von LED zu wenig Widerstand. Das sollte sich aber Lösen lassen.

 

Was steht nun noch an?

 

-Die Tankuhr wieder fit bekommen

-Den Bowdenzug des Feuerlöschers neu verbauen

-Die Bremslastverstellung einnieten

-Das Armaturenbrett fest verbauen

-Den korrekten Widerstand für die Blinker einlöten

-Gewinde für die Türleder anbringen

-Die jährliche Inspektion in der Sevenklinik

 

Die ersten beiden Dinge und ggf. den Widerstand werde ich wohl die Woche noch erledigen, den Rest schreib ich der Sevenklinik ins Lastenheft, da keine großen Dinger.

 

Was haltet ihr von der neuen Optik der Front?

 

Heiter Heiter immer Weiter :)

 

Copyright der Videos Youtube/JAL

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26.02.2019 21:01    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

So, es ist soweit. Eine verdammt harte und lange Woche ist vorbei und ich kann endlich - endlich diese Worte hier niederlegen. Ich war mir zwischendurch sehr unsicher, ob es zu diesem Akt der Befreiung kommen würde und leider sind wir auch nicht ganz 100% fertig geworden. Dennoch ist es sehr sehr befreiend das hier zu Posten :).

 

Was ist also passiert?

 

Für die Saison 2019 habe ich mir ein paar Pläne gefasst:

 

Die Shiftlights neu programmieren

Mein Caterham kommt mit den originalen Shiftlights von ACES, die im R500 verbaut worden sind. Nun haben diese irgendwann ihr Setting verloren und schafften es bei 8.000 u/min gerade mal bis zur zweiten Amber Leuchte. Dabei sollte bei 8.000 der gesamte Baum an sein, da hier der Schaltvorgang erfolgen sollte. Also habe ich mich mit der Programmierung dieser Einheit sehr intensiv auseinandergesetzt, da diese über nur einen einzigen Button und eine bestimmte Sequenz geschieht. Nur um dann festzustellen, dass ich nicht die programmierbare Version Sure Shift B sondern SL habe. :rolleyes:

Also alles verpackt und zu ACES nach England versandt. Dank dem wirklich hervorragenden Service von Julian bei ACES einigten wir uns dann auf ein UpShift bei 7700 u/min um noch etwas Luft zur Reaktion zu haben. Dazu wurde alles noch neu verdrahtet und dann entsprechend verbaut. Preis? GBP27 incl Shipping. :eek: Sehr sehr geil! Schade ist dabei, das Julian mir eingestand, das ACES ggf. wegen dem Brexit schließen muss, da die geschäftliche Zukunft sehr ungewiss ist :(.

 

 

Driften

Für das Driften sind Semis maximal unpraktisch, also müssen neue Reifen her. Dazu wollte ich gleich einen Satz samt Felgen für maximale Flexibilität. Bei Ebay Kleinanzeigen reingeschaut und beinahe tot umgefallen. Ein Satz Minilites in 13'' incl persönlicher Anlieferung für €120. Ja hundertzwanzig EURO :confused::D:D

 

Das Dash

Das alte Armaturenbrett war einfach nicht mehr schön. Es funktionierte zwar alles, aber es waren verblichene Schalter drauf, teilweise sogar blind, zudem blinde Stopfen, Aufkleber und Müll. Alles war einigermaßen sortiert, aber auch nicht richtig konsequent. Außerdem wollte ich Kippschalter :cool:

 

Dank der Hilfe einiger Freunde, hier besonders mein Dank an Philipp, Schoby und den genialen Samuel, haben wir das Ganze also erstmal als Probeträger aus GFK laminiert und eine Schalteratrappe gebaut.

 

Nach und nach kamen dann der Dremel, Bohrer und anderes Foltergerät zum Einsatz. Ich muss sagen, war das Carbon am Anfang für uns noch heilig ist es inzwischen eher ein "meh". Man muss an die ganze Sache doch sehr robust rangehen, sonst kommt man nicht voran :D. Wichtig nur: Bei der Arbeit mit Carbon immer Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhe tragen, da vor allem der Staub hochgradig lungengängig ist. Außerdem, sollte jemand (wie ich) danach suchen, wie diese Dashs eingebaut sind: Caterham Dashboard sind EINGEKLEBT. Dankt mir später ;). Ich bitte die Qualität der Bilder ab hier zu entschuldigen, da meine Freundin meinte, im Urlaub mein Handy aus dem dritten Stock auf Kopfsteinpflaster zu werfen... Was dieses Höllenbilligteil von Sony nicht nur überlebte, sondern das ganze außer dem Kamerasensor sogar ohne Mucken :eek:

 

Besondere Sorge machte mir der extrem dünne Steg um das Stack Multifunktionsdisplay. Aber Carbon ist wirklich ein toughes Zeug und nach dem Einbau war auch alles wieder entsprechend steif :).

 

Tja und dann kam er, der Horror der englischen Elektrik. Ich muss sagen, das alte britische Farbensystem, in dem jedes 12V Kabel farblich eindeutig zu seiner Funktion zugeordnet wird (z.b. Orange - Wiper Orange/Grün - Wiper to 12V Power) ist genial. Nicht so genial ist die Verarbeitung des Ganzen durch unsere lieben Freunde von der Insel. Zum Schluß hatte ich ca 50% aller Kabel herausgetrennt, da sie entweder blind, tot oder beides waren. Zudem hatte ich eine dicke fette Schmorstelle gefunden :eek:. Das wurde dann alles sauber herausgetrennt.

 

Am Ende hatte sich ein wirklich irres Kabinett des Grauens angesammelt.

 

Doch wider erwarten habe ich bei meinem Wüten im Kabelbaum ohne Sinn und Verstand nur ein einziges Kabel erwischt, welches später dann doch noch wichtig werden sollte. Mit der unendlichen Geduld eines Arbeitskollegen, der Elektroniker ist, haben wir den Kabelbaum dann in weiten Teilen neu aufgebaut. Besonders stolz bin ich auf den Warnblink/Blinkerkreis, der gar nicht mal so einfach ist, dass es am Ende keine merkwürdigen Kreuzschaltungen gibt und Dinge anspringen, die man nicht will. Mein Tip: Dioden! Die kleinen Freunde sind jeden Cent wert.

 

Und hier das Resultat der Arbeit. YES, PLEASE :cool:!

Funktionalität? Momentan alles außer:

-Keine Lichthupe mehr, da ich keinen Ein (Taster)- Aus (Schalter) - Ein (Schalter) Alu 12V Toggelswitch finde.

-Es ist noch nicht endgültig eingebaut, da uns beim finalen Test die Tankuhr ausfiel, da müssen wir nochmal schauen. :rolleyes:

-Außerdem muss der Kabelzug des Feuerlöschers noch unter dem Dash an der Spritzwand verbaut werden :).

Aber: Sie fährt. Sie schreit. Sie lebt. :cool:

 

Aber das alles später, da es mich nun erstmal einen Monat beruflich ins Ausland verschlägt :)

 

STAY TUNED

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06.02.2019 21:05    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

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Wünscht uns Glück!

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09.08.2018 19:28    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (16)

Guten Abend!

 

Falls außer PIPD (Aber der scheint alle Blogs zu lesen- Alle Blogs dieser Welt ;)) das hier sonst noch jemand ließt, hier das Ende der Bauarbeiten an Cat 2018. Warum? Ich habe alle meine Pläne für diese Saison erreicht und muss nun auch beruflich wieder für eine Weile durch die halbe Welt reisen. Ich denke daher nicht, dass dieses Jahr außer ein paar kleinen Touren noch viel machbar sein wird.

 

Mal sehen, welches teure Teil die gekränkte Dame mir dann zum Dank zu Beginn 2019 wieder entgegenspucken wird :D :rolleyes:. Aber das ist nunmal die Definition von Hobby: Maximaler finanzieller und zeitlicher Aufwand ohne jeglichen Benefit :rolleyes:

 

Die letzte Änderung geht zurück auf diesen Beitrag aus dem Jahr 2014. Ja 2014, die graue Vorzeit, als es noch Dinosaurier gab und die Gummistiefel aus Holz waren! Ich habe die Wünsche der Leser nun umgesetzt und neben dem hellen (silbernen) Käfig ein Streifenset bei der empfehlenswerten Firma Foliert.de in Kassel anbringen lassen (Weiß war mir dann doch etwas zu pflegebedürftig). Optisch streckt dieses den Wagen noch weiter, als er durch die klassisch lange Schnauze ohnehin schon ist. Die Farben sind dabei das Schwarz der Felgen, Türen, des Interieurs und der Sitze sowie das Silber der Felgen und des Käfigs. Dazu bricht in der Mitte das "Superlight" Logo in Form eines Ausschnittes im Blau der Karosserie und Ziernähte durch die Folie. Jetzt hat der Roadster ein durchgehendes Farbkonzept in Blau, Silber, Schwarz/Carbon. Damit sieht die werte Britin meiner Meinung nach quite marvellous aus. Zudem wurden ein alter Aufkleber ersetzt und eine unsichtbare Schutzfolie an den Radkästen aufgebracht :).

 

Dem geneigten Leser habe ich nun ein kleines Bild erschaffen, auf dem er/sie die Änderungen dieses Jahres zusammengefasst bekommt. Insgesamt war es ein gutes Jahr: Cat läuft wie verrückt und hat sich absolut unauffällig benommen :).

 

Diese Saison habe ich mich wesentlich ins Driften verliebt.

Da Cat durch ihr Setup quasi prädestiniert für einen Drifter ist, stellt es auch niemanden mit etwas Gefühl für ein Auto vor sonderliche Herausforderungen, sie quer zu treiben. Warum sie so gut ist? Wir haben hier alle klassischen Elemente eines simpel und beherrschbar übersteuernden Autos:

-Hinterradantrieb

-Eine mechanische Differenzialsperre

-Einen schnell reagierenden und feinnervigen Saugmotor

-Viel Leistung

-Wenig Gewicht

-Eine gute Balance

-Einen niedrigen Schwerpunkt

-Nahezu das gesamte Fahrzeuggewicht zwischen den Achsen

-Ein manuelles Getriebe

-Die Sitzposition über der Hinterachse

-Sehr gut einsehbare Fahrzeugkanten

-Eine mitteilsame und sehr kurz übersetzte Lenkung ohne Servounterstützung

 

Es macht einfach einen diebischen Spaß, Kurven mit kleinen aber feinen Drifts zu nehmen. Besonders bei niedrigen Tempi ist es ein echter Genuss :).

 

Was steht nun noch an?

 

- Die ACES Shiftlights müssen neu programmiert werden. Da ich anscheinend die nicht programmierbare Variante habe, wird das ACES für 36 GBP plus Shipping übernehmen.

- Die Lenkung hat etwas Spiel, da müssen wir nochmal ran

- Ich will die Serien Banner Batterie (6.5kg :eek: ) durch eine Liteblox (<1 kg) ersetzen

- Die Hohlräume zwischen Rahmen und Alublech unten sollten mal eine Ladung Mike Sanders bekommen

- Ich brauche neue Semis und einen Hinterradsatz mit billigen Regenreifen auf 13''ern (Für... Err... Regen... ;))

- Der Lack braucht viel viel Liebe

Und, besonders wichtig:

- Das verblichene und mit einer wilden Ansammlung von teilweise blinden Schaltern versehene Armaturenbrett muss ersetzt werden.

 

Mein festes Ziel ist es jedoch, spätestens Ende der Saison 2019 mit Cat soweit fertig zu sein, dass sie nur noch Erhaltungsinvestitionen brauchen wird. Wird es klappen? Sie ist eine Britin, also never :D.

 

Es bleibt also Spannend!

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30.07.2018 21:05    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Caterham, Deraltesabbeltwieder, Dillentantismus, Series 3, Series 3 (S3), Seven

Ich grüße Euch alle, meine Besten!

 

Es geht wirklich voran mit der Lady. Dieses Jahr endlich ist etwas Zeit da, nach und nach die Liste der noch angepeilten Upgrades abzuarbeiten. Langsam sieht meine Garage nicht mehr wie ein Warenhaus für absurden Tommyschrott, sondern nach dem Stellplatz eines Kfz aus :rolleyes: :D.

 

Dieses mal geht es um ein Projekt, dessen Teile ich mir nach und nach zusammengesucht habe. Die Initialzündung ergab sich, als mir mein Caterhamexperte einen originalen Caterham GFK Schalensitz für kleines Geld angeboten hat. Da auf der Beifahrerseite eine seltsame alte Sitzschale verbaut war, die dafür sorgte, dass meine Beifahrer immer blaue Flecken an den Knien bekamen, musste hier was passieren. Wenn ständig Leute mit auffälligen blauen Flecken aus meinem Auto steigen, wirft das doch die Frage auf, ob es nicht doch alternative Vergütungen für eine Mitfahrt bei mir gäbe :D.

 

Also habe ich einen weiteren Sitz geordert und das Ganze wurde dann zusammen mit dem Tank bereits im Februar verbaut. Damit hatte ich einen seltsamen Hybriden mit einem GFK Schalensitz auf der Beifahrer und einem Ledersitz auf der Fahrerseite. Bei der jährlichen Inspektion, die in der sehr empfehlenswerten Seven Klinik in Herxheim erfolgte, kam dann auch gleich noch die zweite Schale rein. Zudem wurden beide Sitze von einem mir befreundeten Sattler für kleines Geld mit feinstem Alcantara in Industriequalität bespannt.

 

Probefahrten ergaben den Fahrkomfort... Einer Schraubzwinge. Zwar haben nun Fahrer und Beifahrer einiges mehr an Platz, aber die Sitze sind wirklich knallhart und eng. Welch Überraschung das doch ist :rolleyes: ;). Die Lösung des Problemes war dann ein Ebay Angebot, an das ich mich erinnert hatte. Es gibt wunderschöne quilted seat pads aus England.

 

Bei der Suche stieß sich auf ebendiese Pads und an Hand der etlichen verschiedenen Farben in den Angeboten wurde mir klar, dass man diese auch individuell gestalten können muss. Also im Rahmen der Nachforschungen die Herstellerfirma Oxford Trimming gefunden und beim sehr freundlichen Kundenservice eine bespoke (handgefertigte) Variante aus schwarzem gestepptem Leder mit Ziernähten in Silber und Blau geordert.

Diese erreichten mich nach vier Wochen und sind wirklich von bombastischer Qualität. Absolutes Daumen hoch für diese eleganten Elemente, die kinderleicht und perfekt passend an die Schalensitze angebracht werden können.

 

Das Resultat spricht meiner Meinung in Sachen Eleganz für sich. :)

 

Und der Sitzkomfort? Himmlisch :eek::cool:

 

 

 

 

 

 

Zudem habe ich die alten Kopfstützen demontiert und wäre beinahe gescheitert, da es durchaus mehr Sinn macht, ERST die Stützen abzubauen und DANN die Sitze davor zu montieren. Naja GFK lässt sich zum Glück wirklich weit biegen :D.

 

 

 

Tja, als das Ganze dann zusammen war fiel mir auf, dass die alten Vierpunktgurte einfach nicht mehr gut aussehen. Die Caterhamschriftzüge sind abgewetzt und dazu auch noch grün :rolleyes:, der Stoff hat über die Jahre einen unästhetischen Rotton angenommen und darüber hinaus rosten die Aufnahmen langsam leicht. Also bei Caterham in den Shop geschaut und neben den Schwarzen gabe es doch tatsächlich noch eine einzige weitere Farbkombination: Blau-Silber-Schwarz :eek:. Dieses Zeichen des Herrn konnte ich dann doch nicht ignorieren und daher wurden die schönen Stücke bestellt und gleich heute montiert. Leider ist das Blau etwas dunkler, als das der Lady, aber dafür passen die Ziernähte perfekt :cool:. (Die Bezüge glänzen, weil frisch mit Lederfett eingerieben :))

 

Zudem habe ich eine der alten Einstecktüren (Half Doors) ersetzt, da die Plastikplatte im Inneren auf der Fahrerseite gebrochen war, riesen Brocken herausbröselten und so langsam die Form verschwand. Die neuen Halfdoors haben nun ein Innenleben aus Aluminium, was ich als sehr großen Fortschritt empfinde! Da die Türe auf der Beifahrerseite noch perfekt passt, habe ich die neue Beifahrerseite erstmal auf Halde gelegt.

 

So, damit ist die Lady nun langsam wirklich ansehnlich.

 

Was ist sonst noch passiert? Der Kübeltrabbi sammt aller Motoren, Getriebe und dem restlichen Ostgerumpel hat die kleine WG meiner Garage und verlassen und daher ist da doch sehr viel Platz frei, gefährlich viel Platz (:rolleyes: :D).

 

Zudem habe ich nun das Driften für mich entdeckt. Kreisverkehre gehen inzwischen wirklich stabil quer. Dumm nur, dass ich es meiner besseren Hälfte ebenfalls erklärt habe und sie (wie immer) ein Naturtalent darin zu sein scheint :eek:.

Zudem kamen noch zwei Bekannten zu besuch und damit hatten wir ein Mini-Exotentreffen initiiert :).

 

 

Außerdem war ich auf der Waage beim Bauhof um mal Fakten in der Gewichtsfrage zu schaffen. Also was denkt Ihr, wiegt Sie, Lady Cat Superlight mit vollem Tank und allen Flüssigkeiten betriebsbereit?

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04.05.2018 16:10    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Caterham, Fiesta ST, GJ, Mazda, Series 3 (S3), Seven

Guten Tag und sonnige Grüße!

 

Wir haben Forschritte an allen Fronten erzielt. Nachdem ich nun endlich wieder (etwas :rolleyes: ) Zeit für meine Wagen haben, konnten einige Projekte, die seit langem in meinem Kopf herumspukten oder sogar schon in Form von Teilen in meiner Garage auf den Einbau sehnlich warteten, realisiert werden. Manche Teile lagen da schon seit fast zwei Jahren :rolleyes:.

 

Fister, der Fiesta ST Mountune:

 

Das Mountune Lager und das MP215 Upgrade laufen bisher ohne jeglichen Tadel im Alltag unauffällig. Da meine bessere Hälfte den Wagen nun als Daily nutzt und ich ihn daher nur unregelmäßig sehe, muss ich mich also auf Statusberichte der Chefin verlassen :D. Ein Glück, dass diese gute Anlagen einer Petrolhead besitzt :).

Der Verbrauch ist inzwischen etwas gesunken, aber nur in so Weit, dass man sicher sagen kann, dass durch das Tunen KEIN Mehrverbrauch entstanden ist.

Letztens beklagte die Beste dann, dass der Wagen teilweise sehr laute Geräusche im Teillastbereich mache. Eine Spurensuche ergab ein metallisches Klackern aus dem Bereich des linken Vorderreifens. Da dieser besonders in Kurven auftrat, war meine Diagnose das Radlager. Also ist der Wagen zu einer Meisterwerkstatt nahe der Arbeitsstelle der Dame verbracht worden für eine Inspektion samt Ölwechsel und dem Beseitigen des mysteriösen Geräusches. Wir haben nicht schlecht gestaunt, was der Werkstattmeister uns dann offenbarte: Die Antriebswelle vorne links war fast komplett locker und hing nur noch an einem Bolzen :eek:. Weder kann er, noch können wir uns erklären, wie sowas passiert ist. Jetzt ist der Fiesta aber wieder "still" (Erm, naja, die Vorderachse zumindest ;)). Nicht weniger gestaunt habe ich über die Rechnung, €130 für alles inkl. dem passenden ÖL :eek:. Inspektionstermine macht ab jetzt nur noch die Dame :rolleyes:

 

Bis auf Weiteres sind am Fiesta keine Änderungen geplant, dieses Jahr wollen wir auf einen Trackday und wenn es der Chefin goutiert, dann müssen wir wohl wegen der Bremsanlage überlegen. Aber bis dahin reicht die der Serie dicke :cool:

 

Shinkansen, der Mazda 6:

 

Mein Daily hat ebenfalls nun noch eine Reihe Updates erfahren. Erstmal steht er nun auf den hinreißenden 19'' Gun Felgen. Zudem wurde er noch durch die Eibachfedern aus dem Mazda Zubehör tiefergelegt. Das Resultat sieht meiner Meinung nach wirklich genial aus und fährt sich nicht übermäßig hart. Der Wagen ist straff, aber hat noch genügend Reifenflanke um als Reiselimousine perfekt zu dienen. Daher kann ich nur Daumen hoch geben. Allerdings braucht man auch keine unglaublichen Sprünge im Fahrverhalten erwarten. Der Wagen ist etwas stabiler in der Kurve, aber mehr passiert auch nicht. Reine Optik meiner Meinung nach. Wertung: 4/5

 

 

Der Verbrauch des Mazda bis ca 140km/h ist beeindruckend. Auf der Landstraße sind 4.x Werte absolut kein Thema, auf der Bahn ist <6 Liter ohne Probleme machbar!

 

 

 

 

 

 

 

Zudem habe ich mich nun für ein Tuning entschieden. Ich habe viel Gutes im Netz über die ominöse Darmstädter Luft gelesen. Viele Nutzer diverser CX3/5 und Mazda 3/6 haben dieses und schwören darauf. Also habe ich den Ersteller, Bigi, User eines anderen Forums kontaktiert und da er sehr freundlich, offen und mit detaillierten Daten dienen konnte, hatte ich einen Termin in Darmstadt für letzten Samstag ausgemacht. Nach der Anfahrt war er gerade noch mit einem anderen Herren an einem CX5, welcher ebenfalls von dem Tuning schwärmte. Kurz darauf wurde dann die Software D210 ohne Gaspedaltuning auf den Wagen geladen. Nach einem kleinen Hin- und Her wegen Bigi's Verwirrtheit war dann auch alles passend (Wenn Ihr das machen solltet, sagt ihm, er soll das Programm vorher einmal schließen ;) @Bigi: :p). Das Tuning bringt den Motor von 175PS/420NM auf 210PS/470NM. Warum nur 470, versprechen andere Quellen doch 500+? Bigi konnte das genau erläutern: Das Getriebe ist für 460NM garantiert und mehr kann da schnell zu Problemen führen. Also hat er in jahrelanger Abstimmung ein Tuning entworfen, das mit maximaler Linearität, Sparsamkeit und möglichst viel Leistung bei begrenztem Drehmoment sorgen soll. Vom Ergebnis wurden mir ja Blümchen und rosane Wunderwelten in diversen Erfahrungsberichten versprochen.

Das Resultat?

:cool:

Der Motor ist nicht wiederzuerkennen. Bislang hatte der Wagen einen Peak des Drehmoments bei ca 2000 u/min und brach dann massiv ein. Da die Spitzenleistung aber bei 4000 u/min lag sorgte das für ein sehr unharmonisches Beschleunigen, da der subjektive Eindruck immer hinter den objektiven Werten her hinkte. Etwa so wie die seligen alten 1.9er PD Motoren kann man sich das vorstellen. Jetzt? Drückt der Wagen ab 2000-4000 u/min absolut sauber durch, zieht merklich besser, spricht besser an, das Loch zwischen dem kleinen und großen Lader ist kaum mehr spürbar. Kurz: Noch deutlicher im Unterschied als beim MP215, sollte das JEDER D150/175 Besitzer in Erwägung ziehen! Wie es mit der Haltbarkeit aussieht, weiß ich noch nicht, daher keine Wertung.

 

Wie geht es weiter? Ich werde irgendwann noch 20mm Spurplatten montieren. Sonst ist erstmal Ruhe, wobei mich die Signature Grille Lights des US GT Modells schon sehr reizen ;).

 

Lady Cat Superlight

Ja die Gute wurde die letzten beiden Jahre durch meine Abwesenheit sträflich vernachlässigt und daher geht es hier nun in den Nachbrenner. Bislang haben wir den Tank ausgebaut und einen Neuen versucht einzubauen. Das Resultat? Der alte Tank (eine Gummi Rennsportblase, die satte 15 Jahre überlagert ist :eek: ) hat eine externe, der neue eine interne Benzinpumpe. Natürlich gibt es für den Tank, den ich letztes Jahr erworben habe, seit angeblich zehn Jahren keine Pumpen mehr und auch angeblich den Tank seit Jahren gar nicht mehr :rolleyes: Briten. :rolleyes:

Also habe ich auf Hinweis eines Bekannten eine Benzinpumpe samt Aufnahme eines Minis der klassischen Bauweise bei Ebay Kleinanzeigen geschossen und das Ganze dann an einen befreundeten Kfz Meister übergeben, der auch sonst vieles an Cat macht, da er mein Vertrauen genießt. Natürlich hat sich dieser vollends in seiner Hochzeitsplanung übernommen und fiel eine Weile aus. Also ging der Altmeister (und Vater) höchstselbst an's Werk. Der Schrauber vom ganz alten Schlag hat dann auch in stundenlanger Arbeit eine echte Meisterleistung vollbracht. Das Resultat ist wirklich genial verarbeitet und bis in's Detail sauber durchdacht.

 

Ab jetzt habe ich einen richtigen Tankstutzen (aus Vollalu :)), eine saubere Tankentlüftung und weil er eben ein echter Bastler ist einen Kofferraumausbau, welcher sogar einen Filzteppich besitzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit sind die Tage gezählt, an denen man Angst haben musste, dass Alles herausfällt, sich um die Achse wickelt und die Besatzung ermordet ;). Zudem wurde noch die rostige Hupe und die tote Batterie ersetzt :D.

Bei der Probefahrt ging Cat wie eh und jeh: Riddiculous. Das Auto hat wirklich brutal Feuer und geht wie die Pest. Wegen der noch sehr kühlen Asphaltdecke war der Wagen aber ungewohnt Tail-Happy und musste wirklich mit ungewöhnlich harter Hand geführt werden :eek:. Morgen checke ich mal den Reifendruck und ob die Reifen ggf. durch Altern hart geworden sind.

Ja, ich fahre so memmenhaft, das meine Semis überaltern :eek::rolleyes:

 

Dennoch bin ich unglaublich happy, dass Cat wieder läuft.

 

 

Die ToDo Liste ist allerdings noch ellenlang:

Nächste Woche ist TÜV (Oh weia) und eine der Felgen wird endlich ersetzt, da diese einen Schlag hat. Die Sitze werden dieses Jahr auch noch rausfliegen (aber dazu später mehr) und ich will Streifen. Ziel ist es, dass das Projekt Cat Mitte 2019 soweit fertig ist, dass sie MEINEN Ansprüchen entspricht :).

 

 

Phew! Stay tuned!

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03.03.2018 14:29    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: 3 (GJ), 6, Mazda

Guten Tag und schönes Wochenende Euch Allen!

 

Nach einiger Überlegung hatte ich mich vor etwa einem Jahr dazu entschlossen, dass ich ein neues Fahrzeug für den Alltag brauche. Nach intensiver Betrachtung des Marktes habe ich mich für den Mazda 6 entschieden. Die Anforderungen an den Wagen waren:

 

-Voll Alltagstauglich

-Komfortabel auf der Autobahn

-Sparsam

-Sicher

-AHK

->2 Liter Hubraum (Aber gerade so :rolleyes: )

-Attraktives Design (klar, subjektiv)

-Angemessene Fahrleistungen (<8s 0-100, >220 km/h)

 

Nun ist der Wagen mit etwas Verzögerung seit etwa einem Monat bei mir angekommen. Zusätzlich zur fast vollständigen Ausstattung, die Mazda bereits in dem sehr prallen Sportline Austattungspaket eingebunden hat, habe ich ab Werk keine der beiden noch möglichen Optionen Automatikgetriebe und Standheizung gewählt. Dafür wurde der Zubehörkatalog reichlich geplündert und inzwischen haben folgende Optionen ihren Weg in den Wagen gefunden:

 

-Beleuchtete Alu Einstiegsleisten

-AHK

-Premium Fußmatten

-Die Sebring Sport AGA

-17'' WR auf Alus

 

Noch ausstehend (kommen wegen Lieferverzögerung nächste Woche) fehlen noch:

 

-Die Tieferlegung mit Eibach Federn

-Alupedale

 

Wie gibt sich also Mazdas europäisches Flaggschiff im Alltag?

 

Der Wagen hat sich mir als sehr fokussiert dargestellt: Das Prinzip von Jinba Ittai (Ross und Reiter), welches so blumig in den Marketingbotschaften postuliert wurde, hat tatsächlich eine Auswirkung auf den Alltag bis in die kleinesten Details gefunden. Die viele Technologie, die Assistenten und Funktionen des Fahrzeugs sind sehr diskret integriert. In vielen modernen Premiumfahrzeugen (oder denjenigen, welche krampfhaft als solche beworben werden) scheinen die Innenräume und das Fahrverhalten darauf aufgebaut sein, die Insassen möglichst zu beeindrucken und mit der schieren Komplexität und Anzahl der Funktionen zu erschlagen. Alles soll möglichst imposant und schillernd präsentiert werden.

Der Mazda hingegen zeigt erstmal eine sehr ruhige Kabine mit hochwertiger Verarbeitung, viel Leder und einem angenehmen Ambiente. Aktiviert man das Fahrzeug, fahren alle Systeme so hoch, dass sie dem Fahrer möglichst diskret zur Seite stehen. Ein Beispiel gefällig? Das iEloop getaufte System, mit dem der Wagen über Kondensatoren Energie rekuperieren kann und damit die Bordsysteme speißt, arbeitet völlig automatisiert und ist daher für den Fahrer nicht relevant, also versteckt sich die entsprechende Anzeige in einem unauffälligen Untermenü.

Alles arbeitet schnell, leise und im Hintergrund und stellt den Charakter des Mazdas dar:

 

Der eines servilen, ruhigen Butlers.

 

Kurz: Ein Mazda 6 ist ein sehr, sehr angenehmer Ort um Zeit zu verbringen und macht das Kilometerfressen zu einem angenehmen Erlebnis.

 

Das Design des Wagens, hier besonders der Limousine, löst sehr viel positive Reaktionen aus: Bekannte und Fremde sprechen mich an, zeigen Interesse am Fahrzeug und der Marke und immer mehr Menschen scheinen bereit zu sein, die Marke in ihre zukünftigen Kaufentscheidungen einzubinden. Einzig die Fahrer von "Premiummarken" zeigen ab und an Abwehrreaktionen und versuchen zwanghaft Dinge an dem Wagen zu kritisieren oder kommen mit Phrasen wie "Ein Mazda? Für nen BMW/Audi/VW/Wasauchimmer hat es nicht gereicht?". Das wundert mich, besonders, wenn ich über den Preis auskunft gebe, werden einige doch sehr reserviert. Ich für meinen Teil hätte mir auch ein sehr viel teureres Fahrzeug "leisten" können, aber ich finde einfach meine Prioritäten in anderen Dingen im Leben :).

 

Was habe ich also auf bisher 1350 km über den Wagen erfahren?

 

Con:

-Das Getriebe schaltet sich in den Gängen V und VI noch sehr knochig, manchmal geht der VI nicht mal richtig rein. Das wird aber mit den Kilometern besser.

-Gang R springt manchmal raus.

-Die Rückfahrkamera in meinem Fiesta ist weitaus besser.

-Die Mittelarmlehne ist ungünstig positioniert (Siehe Bilder): Man merkt, dass sie von der Automatikversion her desingt wurde, da sie für die Bedienung des Controllers perfekt passt, aber man nicht richtig an den Schaltknauf kommt, ohne den Arm ungünstig auf die Konsole zu legen

-Bei sehr frostigen Temperaturen würgt der Motor sich die ersten Sekunden richtig ans Leben

-Die Übersichtlichkeit ist Mau. Besonders die B und C Säulen sind zu massiv.

 

Pro:

-Der Wagen ist unglaublich leise

-Der Motor ist kraftvoll und spricht superlinear an, baut schon ab 1200 u/min Ladedruck auf und läuft sehr ruhig

-Der Verbrauch ist trotz Einfahrzeit, bei eisiger Kälte und nur Kurz- und Mittelstrecken im Alltag mit knapp sechs Litern angemessen

-Die Sitze sind sehr bequem

-Die Klimatisierung ist schnell, leise und effektiv

-Es gibt viel Platz im Innenraum

-Alle Systeme arbeiten zuverlässig, im Hintergrund und komfortabel

-Das Soundsystem (BOSE) ist gut, in etwa mit dem HiFi meines ehemaligen 335d vergleichbar

-Die (Serienmäßigen) LED Scheinwerfer sind genial, hell und arbeiten zuverlässig auch in der Fernlichtautomatik

-Das Fahrwerk ist agil und komfortabel (Hoffentlich dann auch mit den 19''ern und der Tieferlegung ;))

-Das Design spricht die Menschen positiv an

-Die Spracheingabe, Navigation und das Infotainment insgesamt arbeiten zuverlässig und präzise

-Alle Assistenten sind deaktivierbar, diskret und zuverlässig (und ich habe Assistenz bislang kategorisch abgelehnt!)

-Entgegen aller Unkenrufe ist das Navi sehr schnell (Für die Berechnung einer Route von 17 Kilometern brauchte es <1 Sekunde)

-Das Heads-up Display ist gestochen scharf und mit tollem Kontrast

 

Summa summarum bin ich bislang sehr zufrieden mit dem Wagen. Ich hoffe, der Verbrauch geht noch in Richtung der fünf Liter und das Getriebe verliert seine Marotten.

Einen Fehler habe ich in der Konfiguration jedoch gemacht, dämmert es mir inzwischen. Während ich auf die Standheizung gut verzichten kann, frage ich mich wirklich, warum ich einen Schalter gekauft habe. Das Getriebe an sich ist wirklich knackig, mit kurzen Wegen und gut gestuft. Fährt man dann jedoch (und ich mache das inzwischen andauernd) mit dem Abstandsradartempomaten auf "Abstand drei" und dem Lane Assistenten auf "früh" quasi autonom, dann fragt man sich wirklich, warum man noch so etwas profames wie Schalten manuell vollzieht.

Es passt einfach nicht in die Natur des Sechsers, dieser ist nicht der sehnige Sportler, sondern der agile Reisewagen und komfortable Bedienstete. Man kann Schalten und alle Systeme verstehen das, aber es passt einfach nicht und fühlt sich überflüssig an...

 

Luxusprobleme eben ;).

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02.03.2018 17:17    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

Servus!

 

Die Lady ist wieder aufgebockt und es geht weiter im Text:

 

Um diese Saison nach der Zwangspause in Frankreich intensiver nutzen zu können, habe ich den Wagen mit Roten Kennzeichen bei angenehmen 2*C zu einem Bekannten in die Werkstatt überführt. Leider haben sowohl Sitz- als auch Standheizung nicht wirklich funktioniert, aber sonst war es très confortabel... ;)

 

Der erste der beiden Schalensitze ist mit Alcantara bezogen und findet seinen Weg in das Auto, zudem sind wir gerade dabei, den Tank zu ersetzen. Leider hat sich herausgestellt, das die Benzinpumpe der Rennblase nicht zu dem Alutank passt, da sie in diesem Innen verbaut wird :rolleyes:. Zudem haben wir die Alupanele im Fußraum mit einem Akkuschrauber und einer Messingbürste sowie mit Bremsenreiniger (der Allzweckwaffe :D) unter den Sitzen gereinigt und mit Silikon neu abgedichtet. Wir haben auf der Beifahrerseite angefangen, weil der Vorbesitzer hier eine richtig abgefahrene Schrottkonstruktion als Unterschale verbaut hat. Sehr unbequem. Außerdem ist der neue Sitz gebraucht, daher kann der auch auf die Beifahrerseite ;). Pro Sitz sparen wir zudem auch noch 1 Kilo ein und, viel wichtiger, gewinnen ca 4 Zentimeter Sitzraum!

Interessant waren die Reste einer Intercomanlage, deren Micro im Kofferraum über dem Feuerlöscher verbaut war (? :eek: ?).

Die alte Rennblase hat sich beim näheren Betrachten als dreizehn Jahre überaltert herausgestellt, kein Wunder, dass das Gummi sich langsam aufgelöst hat :rolleyes:

 

Alles in Allem hat sich die ganze Sache als sehr einfach dargestellt und Cat Superlight hat sich wiedermal als Schraubertraum erwiesen :). Und da ich gerade gute Laune hatte, habe ich den zweiten Schalensitz gleich mal geordert (diesesmal leider nicht gebraucht, da selten).

 

Mehr, wenn ich wieder stabiles Internet habe ;).

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