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Sir Firekahn

Cat Superlight & Bodo

20.01.2021 20:32    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Es ist geschafft. Das Jahr, das uns alle so viel gekostet hat, ist überstanden.

 

Der Abschied von 2020 war für meine kleine Flotte dann noch ein Unfall. Wie bereits beschrieben, nahm mir eine Dame die Vorfahrt und beendete die Integrität eines rostarmen originalen linken Kotflügels :(.

 

Natürlich in dem Jahr, in dem wir Bodos Front fast vollständig zusammen hatten. Die schöne neu lackierte Stoßstange hatte natürlich einen deutlichen Kratzer. Zudem waren die Türe, Motorhaube und der Anfang des linken Schwellers getroffen. Oh und die neuen Radhausschalen samt der Luftführung? Durfte ich auf dem Weg zur Werkstatt meines Vertrauens Stück für Stück aus dem Radhaus reißen :rolleyes:

 

Nun war es klar, dass der Wagen auf jeden Fall lackiert werden muss. Gar nicht mal so schlimm, da ich die Haube sowieso von ihren Steinschlägen befreien wollte. Dafür gab es für mich nur eine Adresse: Den Lackierer, der auch Cat zu einem glänzendem Auftritt verholfen hatte. Zudem war es auch ohne Frage mein Altmeister, der alle Blecharbeiten machen würde. Ein Mann, der aus Augenmaß gerade einen Opel GT aufbaut und JEDES Blech selbst fertigt.

 

Die erste Station war die Beschaffung des Kotflügels und des Radhausinnenlebens. Letzteres gab es für einen fairen Tarif original von BMW (Leebmann24, Bandel und für seltene Teile auch mal Schmiedmann sind hier zu empfehlen). Der Kotflügel hingegen war ein echtes Problem. Gebraucht fällt aus, da die ALLE am unteren Ende verrostet sind. Aftermarket fällt ebenfalls aus, da ich der Materialqualität nicht traue. Original gibt es diese Teile aber nicht mehr, so sehr nicht mehr, dass mir selbst die Chefin von BMW Classic keine Hilfe war "Nachfertigung geplant" Wann? Corona. Danke...

Am Ende habe ich einen in die Finger bekommen, das falsche Modell (Sehr späte Ausführung mit einer Blinkeröffnung), mit Beulen zum Neupreis :rolleyes:.

 

Die meisten von Euch kennen mich inzwischen etwas: Wir gingen an die Sache also sehr systematisch an die Sache heran und machen auf dem Weg gleich alles, was später hilfreich sein könnte.

 

Also wurde der Kotflügel seiner Beulen entledigt, das Blinkerloch fachkundig geschlossen, das Radhaus wieder korrekt ausgestattet und dann alles zum Lackierer geschafft. Mit diesem habe ich mich dann auf Folgendes geeinigt: Der Kotflügel, die Stoßstange, Türe und Motorhaube gehen auf die Versicherungskosten. Die Endbleche vorne und hinten (waren ausgeblichen) auf mich. Dann wies er aber auf den schlecht sitzenden und zudem seltsamerweise hochglänzend lackierten Schweller hin. Das musste jetzt einfach gemacht werden und die Schweller waren der einzige Teil der Karosserie, der noch nicht angefasst worden ist.

 

Ihr wisst was jetzt kommt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke, Dynamix :D :p

 

Der Lackierer brauchte keine Woche, da ihm als eher Klassiker orientiertem Betrieb die Kunden langsam abspringen. Danke Corona ;).

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis habe ich heute in Empfang genommen.

Jetzt haben alle Teile die korrekte Farbe, die verblichenen Endstücke vorne und hinten sind wieder strahlend. Die hochglänzenden Teile sind alle einheitlich matt und das bis in das Heckstück. Alle Schrauben der Karosserie wurden ebenfalls korrekt lackiert, sogar die nicht sichtbaren. Rost kann Bodo wirklich nur noch am Fahrwerk oder über dem Tank haben, sonst ist er PERFEKT. :cool:

 

*Pfeift zufrieden*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist sonst noch passiert? Der Wagen hat einen neuen Zahnriemen, eine neue Wasserpumpe, neue Zündkerzen und neue Keilriemen.

Beim Zahnriemen ist der M40 sehr empfindlich und da ich in den Unterlagen keinen Nachweis auf den angeblich gewechselten Riemen gefunden habe, hab ich gleich einen Rundumschlag gemacht.

Da der Wischwasserbehälter sowieso raus musste, haben wir gleich den Wischwasserbehälter des 324d nachgerüstet, der im Batteriekasten sitzt. Die Batterie ist ja bereits im Kofferraum. Warum? Damit an die Stelle des Wischwasserbehälters später der Zünderverteiler des M30 kann :D.

Zudem sind die Achsen und Federbeine nun durch Stahlplatten verstärkt. Mit den nun deutlich mächtigeren 51mm Federbeinen und deren stählernen Upgrades war ich bei Rennfeder.de und habe sie da in die pfleglichen Hände des Chefs gegeben, da diese für moderne Fahrwerke angepasst werden müssen. Top Typ, der sofort mit mir auf einer Welle war und dann erstmal die Schätzchen des Betriebs zeigte. 993 Ruf Biturbo, 3 Liter Flachboxer Käfer, 190SL und derartige Späße sage ich nur. Am Ende hatte ich dann noch die Order für das K&W V3 Gewindefahrwerk rausgegeben :cool:

Zudem habe ich die Meyle Querlenker bekommen. Diese sind mit E36 M3 Querlenkerlagergummis von Lemförder verbessert worden.

Das Projekt Königsfahrwerk geht also wirklich voran.

 

Auch beim Motor geht es voran und ich habe aus glücklichem Zufall ein Teil gefunden, das mir noch Sorgen bereitet hat. Der Motorträger von 300mm.de (Tino). Diesen gibt es nicht mehr neu und er hat die Besonderheit, neben der perfekten (hintersten) Motoreinbauposition auch zum Schmiedmann Fächerkrümmer kompatibel zu sein. Ich freue mich so riesig über dieses Teil, das könn ihr euch nicht vorstellen :cool:.

 

 

 

 

Was steht nun an?

 

Shinkansen bekommt seine Inspektion und neue Winterreifen. Nach nun drei Jahren hat er seinen dritten Defekt, der Fahrerspiegel klappt nicht richtig an. Insgesamt ist das Auto perfekt für den Alltag, sparsam und sehr zuverlässig.

 

Cat bekommt neue Bremsen (liegen bereits) und Semis. Beides ist noch in Ordnung, aber einfach alt und ich habe ein starkes Bremsschlagen.

 

Bodo muss nochmal gecheckt werden, da ich noch eine massive Unwucht bemerkt habe. Kann einfach nur ein Gewicht sein, dass abgefallen ist. Kann aber auch eine unsichtbar krumme Felge sein und das geht dann noch auf die Versicherung.

Danach warte ich auf die Federbeine, damit das Fahrwerk langsam zusammen kommt.

 

Happy!

 

 

Die Gesamtkosten des Projekt 2020 belaufen sich nun auf €17371,24. Das beinhaltet das Fahrzeug, den noch nicht verbauten M30 Motor und das bestellte KW Gewindefahrwerk.

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11.11.2020 21:09    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Tja, dieser Artikel sollte prinzipiell anders aussehen.

 

Eigentlich wollte ich nur einen Zwischenbericht geben, dass Phase II von Bodos Aufbau nun begonnen hat.

 

Dann entschloss eine freundliche aber fahrerisch eher inkompetente Dame, mir die Vorfahrt zu nehmen. Die Schuld war schnell geklärt, sie hatte ein Stopschild überfahren, den Verkehr nicht beobachtet und ich hatte das Bremsen noch geschafft, sie ist erstmal 200 Meter weiter gefahren...

Schwamm drüber, sie gestand die Schuld in Anwesenheit der Schutzmänner (bzw. Schutzfrauen) ein und die Versicherung ist glücklicherweise die HUK, bei der auch der Mazda ist. Damit wird das wohl alles übernommen.

 

Was nur ärgerlich ist: Jap, das sind die neuen Felgen und die frisch lackierte/renovierte Stoßstange :rolleyes:. Zudem ist Bodo ein waschechter Survivor. Der Blech und Lackzustand ist für einen 250.000km Wagen brilliant... War brilliant :rolleyes:

 

Tja, wir haben wohl einen originalen neuen Kotflügel gefunden und die Fachwerkstatt meines Vertrauens, die Cat und Bodo betreut, hat nun den Auftrag alles zu machen:

- Neuer Kotflügel

- Felge kontrollieren

- Spur vermessen

- Kotflügel, Stoßstange und Motorhaube neu lackieren

 

Damit ist die Motorhaube, die ich sowieso machen wollte, neu und auch das allerletzte Rostnest beseitigt :).

Zudem bekommt er einen Zahnriemenservice (M40 Motoren sind da sehr anfällig), neue Kerzen, alles wird mit Wachs geflutet und die ABS Aufnahmen werden eingeschweißt.

 

Am Ende wird es so ein echter Gewinn und Phase I, die Restauration, ist damit erledigt :).

 

Nun kommen wir zur Phase II: Dem Königsfahrwerk.

 

Bodo steht auf dem simpelsten E30 Fahrwerk: 45mm Federbeine, kein ABS, Trommelbremsen hinten, alte Lager, billiges Gewinde.

 

Plan ist: Alle großen Blechteile (Achsträger, 51er Federbeine, Achsschenkel, Sättel etc.) gebraucht gekauft, sandgestrahlt, säureverzinkt. Jetzt werden gerade Verstärkungsplatten und Exzenterlager (Hinten) aus Stahl eingeschweißt. Danach wird alles schwarz gepulvert und mit Wachs geflutet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zudem sind die ersten Neuteile da: Einen Satz ATE Bremsscheiben v/h mit Klötzen, alle Teile für die Girling Sättel neu, Fischer Hydraulik Stahlflexleitungen, usw.

 

ACHTUNG: Fischer gibt gerade 20% Nachlass (10% Neukunden und 10% Rabattcode FISCHER20) und die 3% MWSt, wer also Stahlflexleitungen mit ABE braucht... :)

https://www.fischer-hydraulik.de/

 

Desweitere gibt es dann ABS (Liegt bereits), PU Tonnenlager, E36 M3 3.2 Querlenkerlager und Domlager, der Rest Original neu, Eibach Stabis, neue Querlenker (Meyle), neue Bremsleitungen und Handbremsseile, neues Innenleben für die Handbremse und als Krönung ein K&W V3 Gewinde.

Ziel ist es maximalen Komfort bei gleichbleibender Tiefe und leicht übersteuerndem Fahrverhalten zu gewinnen :)

 

Wie dick würdet ihr die Stabis nehmen? Für Übersteuern vorne eher dünn und hinten dick? 20/16mm oder 21/18mm?

 

Bleibt gesund :).

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01.09.2020 15:26    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Welche Auspuffvariante

Sie werden so schnell erwachsen :(

 

Nun, kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag, sind wir soweit fast fertig mit dem Exterieur von Bodo dem Projekt 2020. Einzig die Motorhaube muss noch komplett lackiert werden, da unendlich viele Steinschläge von einem Leben auf der Überholspur zeugen :rolleyes:. Das überlasse ich allerdings einem Profi, da die große und glatte Fläche einfach zu schnell verhunzt ist, wenn man das Lackieren nicht wirklich beherrscht.

 

Hier ein Vorher beim Kauf mit eigentlich ganz solider Substanz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was war zu tun?

 

Die Front bekam neue Scheinwerfer samt Träger (Depot), diese wurden mit Silikon abgedichtet, da undicht. Die Alten waren blind, angerostet und verschlissen.

Es wurden originale Nebelscheinwerfer eingesetzt.

Die originalen Luftführungen sind wieder an ihrem Platz.

Die gelben Blinkerabdeckungen wurden gegen klare ersetzt.

Die Birnen durch Chromeffektbirnen ersetzt. Dazu meinte mein Altmeister "Oh ja, genau so haben wir das damals auch gemacht", Volltreffer :D.

Die ganze Stoßstange wurde zerlegt, gereinigt und im Originalfarbton als 2K von 123Lack.de durch einen Kumpel lackiert, was ihm auch exzellent gelungen ist.

Die Prallflächen wurden abgeschliffen, gereinigt und mit MEGABAMP (Große Empfehlung!) aufgefrischt.

Der Wagen steht auf neuen IB Alurad LeMans Youngtimer in 7x16.

Am Heck wurde der rostige Auspuff vom Vorbesitzer gegen einen Neuen getauscht.

Die Stoßstange wurde ebenfalls zerlegt, gereinigt und lackiert.

Die Kennzeichenmulde wurde entrostet und grob Lackiert.

Die passende Kennzeichenabdeckung ist nachgerüstet.

Das ganze Auto wurde geputzt, gewachst und poliert.

 

Und nun das Ergebnis:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

:cool:

 

Jetzt noch Fragen an Euch:

1. Wie löscht man Umfragen :rolleyes:

2. Bodo wird gaaanz zum Schluß ja eine neue Abgasanlage brauchen. Für mich als Option steht eine im Stil des originalen 325i (Danke Tomato ;)) oder ich lasse die kleine Chromtröte drann und das Heck nackt, als Sleeper? :)

3. Und natürlich Eure ehrliche Meinung. Mein Ziel war es, ein originalen Look mit geschmackvollen Extras aufzubauen.

 

Praise the Sun by Joanna Lubanska.

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18.07.2020 22:51    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30, Ersatzteile, Lackierung, Rost

Servus!

Die letzten Monate waren ungemein langatmig. Sport fiel aus wegen einem Bandscheibenvorfall, Arbeit war im Home Office bzw. in Wochenschichten. Besuche bei Freunden fielen ebenso aus wie Reisen und viele andere Aktivitäten die sonst Ablenkung brachten. Die Welt stand erstmal still.

Aaaber: Für Schrauber war die Zeit phantastisch, da anscheinend einige Leute ihre Keller ausgemistet hatten und Ebay Kleinanzeigen proppevoll mit Teilen war. Oh die Versuchung :rolleyes: Die ganzen Verlockungen... Denen ich natürlich nachgegeben habe :D. Ich muss sagen, dass ich das geplante Budget bisher jeden Monat gesprengt habe :D :rolleyes:. Was haben wir also geschafft?

 

Shinkansen hat keine Änderungen erfahren. Ich warte noch immer auf Teile für die manchmal spinnenden Türsteuerung aus Japan, die auf Garantie geordert wurden. Anscheinend braucht es nicht ein Kaiju sondern eine Pandemie um die Lieferketten im Land der aufgehenden Sonne lahmzulegen...

 

Lady Cat hat ihren Grill zurück. Diesen hatte der Lackierer im Kofferraum übersehen und daher nicht lackiert. Nun erstrahlt er ebenfalls in professioneller Qualität was zum einen Gut ist, da das Farbschema nun komplett passt, aber leider auf der anderen Seite das bisherige Weiß einen besseren Kontrast zum Titan des Grills bot. Naja, man kann nicht alles haben ;).

Zudem hat Cat den TÜV ohne erkennbare Mängel bestanden. Öhm. Ja. :D ;).

Leider steht sie momentan Still, da die Batterie trotz Erhaltungsladegerät verreckt ist. Da ich sie aber wegen der Bandscheiben erstmal ein paar Wochen stehen lassen will, macht das aber nichts. Batterie ist geordert und neben dieser soll dann auch gleich eine ölende Dichtung an der Trockensumpfschmierung oben getauscht werden. Kommt schon noch :).

 

Bei Bodo war ich mutig und fleißig.

Ich habe zuallererst bei Ebay Kleinanzeigen eine Stoßstange in Calypso Rot für €50 (und €70 Porto :rolleyes: :D) erbeutet. Dazu muss man sagen, das Bodo als echter Buchhalter unlackierte Stoßstangen in grau besitzt. Diese lassen den E30 pummelig und alt aussehen. Es gab damals die Option das Shadow Line Paket zu orden, damit wurden die Stoßstangen in Wagenfarbe und die Leisten um die Fenster in Schwarz ausgeliefert. Ich bin froh, dass Bodo diese Option nicht hat, da die schwarzen Fensterleisten meiner Meinung nach bei bunten Lacken deutlich weniger wirkt als die silbernen.

Also die Stoßstange von Ebay geputzt, abgeschliffen und alle Schäden beseitigt. Mit einem Sprühdosenlack von 123Lack.de in passendem Ton und dem erstaunlich guten MEGABAMP für den schwarzen Prallkörper sieht die Stoßstange nun wie neu aus.

Zudem haben wir noch mehrere kleine Stellen am Heck unter der Stoßstange entrostet, sauber versiegelt und grob lackiert (unsichtbare Stelle).

Ich finde das Ergebnis ist wirklich brauchbar geworden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider hat das Ganze an der Front nicht ganz so gut geklappt. Es ist echt kein Problem den Haftgrund oder die Farbe mit einer Sprühdose aufzubringen, das sieht echt gut aus. Aber der Klarlack ist auf der großen, geraden Fläche eine Katastrophe. Ich habe es einfach nicht geschafft, ohne drei Nasen zu produzieren. Zwar sind diese mit etwas Dreck nicht sichtbar, aber das kann so nicht bleiben. Also 2K Lack, Verdünner und Klarlack für die Pistole bestellt. Die Front kommt also nochmal mit Lackierkabine bei einem Kumpel dran. Daher dazu später mehr :).

 

Ansonsten habe ich zwei kleine weitere Rostblasen unter dem Kennzeichen entfernt und lackiert, was zwar auch eher meh war, aber die Stelle ist ebenfalls unsichtbar und der Rostschutz war mir wichtiger. Wie kam es dazu? Der Altmeister meines Vertrauens liegt mir in den Ohren, dass bei dem "schönen Wagen" ja nur noch das Radio und die Kennzeichenunterlage fehlt. Diese fehlt übrigens bei den meisten E30. Aber damit Bodo wieder richtig schön wird, wurde das Teil neu original von Leebmann bestellt (Gebraucht war teurer :eek: ) und...

 

Das sieht absolut grauenhaft aus... Also recherchiert und herausgefunden, dass ich trotz der Fahrgestellnummer das Teil des Vorfaceliftmodells bekommen habe. Und das geht optisch genauso wenig wie ein Haubenbra. Noch größer und von der Form unpassender wäre nicht gegangen, oder BMW?

Also weiter gesucht und ein gebrauchtes Teil in Polen gefunden. Montiert und mein Augenlicht zurück erlangt. Damit kann sich das Heck meiner Meinung nach sehen lassen :).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zudem hab ich die schecklich zerkratzen Träger der Rückleuchten abgeschliffen und einem 98% orginalen Farbton neu Lackiert. Das ist zwar keine komplett perfekte Lösung aber Welten besser :). Auch das Batteriefach wurde von dem sehr geringen Rostansatz, dass es hatte, befreit. Zudem ein paar Schellen und Kleinteile wie der !abgesägte! :eek: Hebel für die Sitzumlegung Beifahrerseite durch Neuteile ersetzt. Auch habe ich nun alle größeren Achsteile von einem absolut genialen Schrauber aus der Gegend für schmales Geld erworben. Und was erzählt der mir so beiläufig? Er baut gerade einen E30 auf M30 um... Und hat alle Teile doppelt liegen. Auch sehr Schade :cool:. Die gebrauchten Teile sind nun beim Sandstrahlen, Säureverzinken und Lackieren. Die 51er Federbeine fehlen auf dem Bild,da diese bereits sauber von Ebay kamen. In den Bildern oben seht ihr dann auch noch, dass die ersten Teile von 300mm.de und Sperber-Classic für die Achse da sind. Das Ganze wird ordentlich gemacht daher die massiven Verstärkungen. Da ein Set 2x alles beinhaltet um einen 51mm Vorderachse zu verstärken, gebe ich gerne einen Satz für nen fairen Kurs her :).

Nachdem wir so fleißig waren kam auch Bodo zum TÜV und zeigte keine erkennbare Mängel. Hm. Wierd :eek:.

 

Dann bekam ich ein mysteriöses Päckchen, das ich bis dato gar nicht auf dem Schirm hatte. Es stellte sich als eine für September erwartete Lieferung von Radio-piraten.com heraus. Hurraaa mein Bavaria war zurück. Und oh boy ist der Umbau genial. Man sieht bis auf den neuen Aux Port hinten und die beiden Vorverstärker Ausgänge absolut keine Änderungen zum Original. Vorbei sind die Tage vom Sony LED Disco Radio mit Kirmesbeleuchtung "Demo Mode" und "Bass Boost".

 

 

Beim Ausbau fanden wir noch einen Kurzschluß, da ein abisoliertes Kabel am Originalstecker und noch eins am Adapter des Sony unter Druck den Einbaurahmen berührte (=Masseschluß). Vier 10A Sicherungen später hatten wir aber alle Brandherde beseitigt, den originalen Adapter, orginalen Rahmen und dann auch das stolze BMW Bavaria C Reverse II verbaut. Und nach Eingabe des Codes kam es tatsächlich ans Leben. Und dann verband sich mein Handy mit meinem 1988er Radio über Bluetooth und ich konnte über die ebenfalls verbaute FSE mit meiner Gattin parlieren :eek:. V-I-C-T-O-R-Y

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit ist es geschafft. Bis auf die abgesteckte Leuchtweitenregulierung und den fehlenden Schlauch zwischen Leuchte und LuFi Kasten ist Bodo nun 100% komplett. Damit haben wir einen "Status Null" geschaffen, von dem aus der Umbau Anfangen kann.

Als Nächstes kommen nun noch die Lackierung der Front, das Entrosten und Lackieren der Motorhaube (Kleine Roststelle aber ne Menge Steinschläge) und dann das Sammeln der Fahrwerksteile.

 

Nun meine Frage an Euch: Bodo kann zwei Wege gehen. Entweder setze ich auf die absolut best möglichen Komponenten ohne Wenn und Aber. Das heißt dann K&W V3 Gewindefahrwerk, Stahlflexleitungen, 16''er, usw. Damit (und theoretisch mit den IB Felgen) ist eine H Zulassung zwar passè aber ich hätte die Möglichkeit ohne Rücksicht auf Auflagen das best mögliche Auto aufzubauen (Ja, die Optik bleibt Originalgetreu).

Oder ich gehe die H Route, das bedeutet Bilstein B8 mit Eibach Federn, einen schlechteren Fahrkomfort und viel mehr Probleme bei der Zulassung des M30 Umbau. Dafür aber die Prestige des "H" und vielleicht mehr Sicherheit was die Zukunft und Umweltaufauflagen angeht.

Was meint ihr? :)

 

Die Gesamtkosten vomn Bodo belaufen sich inzwischen auf €13266,37

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26.04.2020 21:14    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

So meine Lieben, es ist soweit. Nach ziemlich genau sechs Jahren ist sie tatsächlich fertig.

Dies ist Teil zwei von zweien zum Saisonstart 2020, wie es Bodo erging, lest Ihr hier.

 

Lady Cat Superlight ist ein 1999er Superlight R, der auf den 2000er R400 Spec umgerüstet wurde. Von einem Rover 1.8er Saug Vierzylinder mit ca 200-210 PS bei schreienden 7700 u/min befeuert, katapultiert dieses gerade mal 560 kg (fahrbereit, betankt) schwere Boden-Boden-Geschoß seine Besatzung in unter 3.7 Sekunden auf 100 km/h. Fahrdynamisch ist ein Caterham Seven eine echte Offenbarung. Glasklares, brilliantes Handling und Gänsehautmomente im Minutentakt. Ich kann jedem Menschen mit Benzin im Blut nur empfehlen, einmal im Leben diesen Typ von kauzigem Exoten die Sporen zu geben. Es rückt viele moderne "Sport" Wagen deutlich in eine andere Perspektive.

 

Cat wurde fast ihr gesamtes Leben artgerecht gehalten: Auf der Rennstrecke. Ich habe Nachweise von ihren Rennen an so legendenumrankten Orten wie Silverstone, Spa, Anneau d'Rhin oder beiden Strecken des Nürburgrings.

 

Dementsprechend kam sie dann auch bei mir an: Technisch gepflegt, jedoch optisch mit diversen Kampfspuren.

 

Schon die Abholung war ein Abenteuer. 30.000€ in der Tasche, das Auto der Freundin verendet auf der Autobahn und dann Abends, alleine, ohne Navi 360km in einem Auto zurück, von dem man eigentlich keinen blassen Schimmer hat.

 

Dann folgte eine Phase des Kennenlernens bis ca 2015, in der dann der Plan für das Auto, das Konzept um ihre Seele, Gestalt annahm.

Mit Eurer Hilfe war klar, das Cat von ihrer Natur so bleiben sollte wie sie ist: Hart, pur, unpraktisch und rauh. Keine Frontscheibe, kein Komfort. Einfach nur durch feine Arbeiten und erlesene Details dieses Wesen weiter herausarbeiten.

 

Technisch war sie relativ treu. In sechs Jahren ließ sie mich nur zweimal im Stich: Einmal brach die Schwinge, auf welcher die zweite Ölpumpe der Trockensumpfschmierung lief. Das überstand Cat ohne Murren, bekam dann aber vom Experten doch eine kleine Motorrevision samt neuer Pleuellager. Das andere Mal begann sie Unmengen von Sprit einzuspritzen und dann im wahrsten Sinne abzusaufen. Das extrem seltene MBE 967 Motorsteuergerät war durch die Vibrationen gestorben. Reperatur mangels Ersatz in ganz Europa selbst vom Fachbetrieb unmöglich. Dank der genialen Seven Szene war aber binnen vier Tage ein gebrauchtes 967 samt passendem Mapping in meinen Händen. :cool:

 

Das Konzept für die folgenden Jahre war dann:

Farben Blau-Silber-Schwarz/Carbon.

Innenraum komplett neu.

Elektrik neu.

Beleuchtung neu.

Kühler neu.

Tank neu.

Lack neu.

 

In diesem Auto stecken buchstäblich Schweiß, Blut, Geld und unendlich viel Zeit vieler toller Menschen. Ich habe mit ihm gelitten, es gehasst, aber vor allem viel über mich und das Leben gelernt und unendlich viele Erfahrungen gemacht, die ich niemals missen möchte.

 

Bitte entschuldigt die desaströse Formatierung der Bilder. Das ist hier echt keine Freude :rolleyes:

Enjoy. :)

 

 

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Und falls ihr bis hier noch nicht eingeschlafen seid... Das Finale. Der Wagen wurde Lackiert. Die Jahre an Steinschlägen, Macken und stumpfen Lackstellen waren einfach nicht mehr ansehnlich. Dazu wurden auch die Streifen einlackiert und das Carbon aufgefrischt.

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Nach dem Zusammenbau wurde noch eine Plakette aus Titan mit einer Widmung an all die Helfer als Ende des Projekts Lady Cat Superlight angebracht.

 

 

Damit haben wir es Geschafft. Das Magnum Opus ist Vollendet. Ein richtiger "Porn" wie man es heute so nennt steht noch auf dem Zettel, aber das hängt von Corona ab ;).

 

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24.04.2020 20:24    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30, Felgen, Umbauten

Was meint Ihr zu Bodos Schuhen?

Servus!

 

Hier Teil eins von zweien, wie die Saison deutlich verspätet für mich angefangen hat und was mit unseren geliebten Protagonisten bis heute noch passiert ist.

 

Wird Cat wieder gröhlen?

Hat der BMW endlich einen Namen?

Was hab ich nun wieder kaputt gemacht? :D

 

Zuerst also zu meinen E30 318i Projekt 2020. Nach langem Hin und Her hat er nun endlich einen Namen. Ja, er. In den Neunzigern war man noch nich so genderfluid und eher bodenständig. Da es ein BMW ist, habe ich also nach einem deutschen Namen, der sehr neunziger und vielleicht etwas spießig ist aber freundlich mit B anfängt gesucht. An Ende waren noch Bruno, Bernd, Bosse und der Gewinner... Bodo im Rennen :D

 

Was haben wir bisher noch geschafft?

 

Die Elektrik wurde etwas überarbeitet:

 

Blinken mochte Bodo nicht mehr ganz so gerne. Links rückte der Hebel nicht mehr automatisch aus und rechts blinkte die Kontrolleuchte im Kombiintrument nicht mehr. Also alles auseinandergebaut und statt dem vermuteten Fehler im KI einen Kabelbruch irgendwo zwischen Spritzwand und KI gefunden. Das haben wir einfach gebrückt, da sonst die Lenksäule hätte weichen müssen. Dann gleich einen neuen gebrauchten Blinkerhebel von Ebay Kleinanzeigen aus Luxemburg verbaut der nicht nur wieder korrekt seinen Dienst versieht, sondern dabei auch noch viel frischer ist :). Jep, jetzt haben wir den seltenen Fall eines BMWs der wirklich amtlich blinken kann ;).

 

Etwas später habe ich dann im Kofferraum eine weitere Leuchte nachgerüstet. Es sind da interessanterweise zwei komplette Leuchteinheiten, nur das die Rechte davon nicht verdrahtet ist und keine Glühbirne beinhaltet. Dank der Bastelei am Armaturenbrett von Cat kein Problem, einfach neue Kabelschuhe und zwei Leitungen nach rechts, eine Birne rein und voilà: Der Kofferraum wird richtig ausgeleuchtet.

 

 

 

Dann hatte ich noch zweimal eine leere Batterie. Das Zweite mal auf dem Parkplatz eines Baumarktes, wo zwei unglaublich witzige ältere Herren (80+) extrem hilfsbereit waren:

"Heiner, den schieben wir an!! Junge, sitz rein". Und sie zogen es durch... Leute gibts :cool:

Ursache des Problems war die Sicherung für den Innenraum und das Licht. Der Verdacht fiel dann auf das Sony Disco LED Mistradio, welches erst ständig im Demo Modus leuchtete wie der Autoscooter auf dem Volksfest von Recklinghausen nachts um Zwei und dann auch frecherweise ganz die Arbeit quitierte. Radio also raus und schon war der Ruhestrom verschwunden :). Das originale Reverse II ist nun beim Umrüster und wird schon heiß erwartet.

 

Ich hatte aber dennoch das Problem, dass ich wegen der Batterieverkleidung im Kofferraum kein Erhaltungsladegerät anbringen konnte. Die Lösung war ein CTEK Ladegerät, das mit Polklemmen kommt, die wir durch passende Größere ersetzt haben, den Stecker davon habe ich dann einfach aus dem Kasten geführt. Perfekt.

Nicht so perfekt war, dass ich auf dem Rückweg von der Werkstatt beim Bäcker hielt und Bodo danach keinen Mucks mehr von sich gab. Also Kofferraum auf, die Abdeckung wieder auseinandergepflückt und nach dem Fehler gesucht. Zu meiner tiefen Irritation stellte sich dann eine ältere Frau hinter mich und begann mir, der halb im Kofferraum steckte, ihr Leid über den Mangel an kleinen Geschäften in der Region, das Wetter und wasweißichnochalles zu klagen.

Ich ignorierte sie, bis ich den Fehler fand, der sich als nicht festgeschraubter Pluspol herausstellte (Jep, ich bin doof), drehte mich dann aus dem Kofferraum und bei meinem Anblick nahm die Dame binnen Sekunden reißaus. Offenbar war die Mischung aus Werkstattklamotten, Öl im Gesicht, gernervtem Blick und einer großen Ratsche in der Hand doch etwas zu viel :D :rolleyes:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Innenraum bekam auch etwas Liebe:

Da die Pins der Fahrertürpappe nicht mehr richtig halten wollten, haben die mit einem Hauch Silikon Nachhilfe bekommen. Jetzt hält das Ganze auch wieder und endlich hängt die Pappe nicht mehr schief. Bevor ich nun gesteinigt werde, im Winter lass ich mir Pappen beim Sattler meines Vertrauens neu Aufbauen. In original Überkaro, passend zu den Sitzen :).

 

Zudem habe ich den Schaltsack, den Schaltknauf und die Handbremsverkleidung getauscht, da die alle nach nun 240.000km verschlissen waren. Statt dem originalen Gummi/Kunstleder habe es Echtleder mit Ziernaht passend zum Lenkrad. Der Einbau war ein Klacks :).

 

 

 

 

 

An der Karosserie wurden nochmal diverse kleine Stellen entrostet und versiegelt

Zudem wurden die Wischwasserdüsen ausgebaut und ultraschallgereinigt. Hey Bodo kann jetzt wieder richtig spritzen ;) :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wichtigster Punkt war dann aber die Handbremse. Diese zog nur einseitig rechts. Also an der Stellmutter vorne eingestellt und... Nach der Probefahrt eine glühend heiße Felge links :(.

Da ich die Werkstatt nicht ewig blockieren wollte, habe ich also auf Verdacht ein Handbremsseil und ein Trommelbremsüberholungskit für die HA geordert. Nur um dann festzustellen, dass der Vorbesitzer einfach nur den Nachsteller falsch zusammengebaut hatte :rolleyes:. Natürlich habe ich nun Zeug für eine Bremse, die im Winter rausfliegt. Ab in den ewigen Kreislauf von Ebay damit :D.

Jetzt bremst sie wieder brav :).

 

Und nun das Highlight. Um die Saison ordentlich zu starten brauchte Bodo der Bruiser noch Sommerreifen. Hierbei habe ich mich für 16'' entschieden, da diese (beim M3) die größte Serienbereifung des E30 darstellt. 17'' ginge auch noch, ist aber für mich das absolut denkbare Maximum, alles darüber sieht IMHO albern aus.

Als Felgen habe ich mich für eine BBS Replika der deutschen Firma IB Alurad entschieden. Die Le Mans Youngtimer kommt in 7Jx16 4x100 mit Gutachten, hat mit der ET25 viel Platz für eine größere Bremse und ist für ca €700 neu meiner Meinung nach ein Schnapper.

Das Ganze wurde dann mit ACS3000 versiegelt und hoffentlich standfest gemacht!

Also gelernt, wie man Reifen aufzieht und auch ganz bestimmt nie was dämliches verbockt... :D:rolleyes:

 

 

Sonnt euch mit mir :D ;). Oh. Mein. Gott. :cool:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, damit ist Bodo nun erstmal bereit für den TÜV im Juni und hat schon über tausend Kilometer abgespult :). Zudem hatte ich noch die Chance das Projekt meines Schrauberkumpels mitzuerleben. Ein E92 M3 ist ja generell etwas Feines, seiner jedoch ist dank G-Power Kompressor und Wassermethanol eine echte 700PS Steroidbestie, gegen die Bodo eher nach Krankenfahrstuhl aussieht ;) :D

 

Nachtrag:

Die Kosten des Projekts belaufen sich inzwischen auf €11762,04

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04.01.2020 23:20    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

 

Frohes neues Jahr Allerseits.

 

Wie versprochen haben wir keine Zeit verloren und uns an die Arbeit gemacht.

 

1.) Folgendes ist an den Nebenkriegsschauplätzen passiert:

 

Lady Cat Superlight Mein Caterham Superlight R400:

 

Wurde gestrippt und für die Lackierung vorbereitet. Dabei sollen einfach die Sünden vieler Jahre Rennstrecke verschwinden :). Beginn der Arbeiten aber nicht vor Mitte Februar. So steht sie nun also aufgebockt in der Garage. Diverse Carbonteile gereinigt und poliert. Mit schwarzer Lackpolitur kein Problem :).

 

 

 

 

 

Shinkansen Mein 2018er Mazda 6:

 

Hat nach etwa 39.000 km und zwei Jahren nun seinen zweiten Fehler. Der erste war ein spontan verlangter Ölservice, welcher sich als Softwarefehler herausstellte. Jetzt geht der Fahrerspiegel nicht mehr automatisch bis in den Endanschlag, wenn man das Auto abschließt. Werde ich im Frühjahr bei der Inspektion auf Garantie machen lassen.

 

Fister Mein 2015er Fiesta ST:

 

Ist verkauft. Er geht wieder nach Hause. Und zwar nach Südfankreich mit einer Freundin, die ihn da sicher besser brauchen kann. Mach's gut, kleine Spaßgranate. :( :)

Insgesamt ein ehrliches, superspaßiges, günstiges und einigermaßen zuverlässiges Auto. Klarer Kauftip!

 

Der Bruiser Mein 1991er BMW 318i:

 

Zuallererst möchte ich einem Freund, Alex, danken. Ohne seine stundenlange Hilfe und geduldige Fachexpertise wäre ich nicht mal im ANSATZ so weit wie wir gekommen sind. Und das für eine Cola, etwas Beef Jerky und Frühstück. Sowas ist selten!

 

2.) Der Hergang der Arbeiten

 

Bei der fachlichen Durchsicht meines Neuerwerbs kamen einige baulichen Sünden der vergangenen 29 Jahre und 5 Besitzer zu Tage. Nichts katastrophales, aber eben viele kleine Dinge, die durch jahrelanges Gebastel, 239.000km und harten Einsatz entstanden sind.

Zentral war Rost an den sogenannten Produktionsaufnahmen, zweier viereckiger "Fächer" nahe der Vorderachse sowie an einer Stelle der hinteren Kotflügel. Mein BMW wurde zwar mit Wachs geradezu geflutet, aber diese Stellen rosten bei einem E30 generell IMMER. Sie sind nur fest, wenn sie bereits gemacht wurden.

Da ich solche Schweißarbeiten nicht selber machen kann, habe ich einen Fachbetrieb beauftragt, der so freundlich war und uns das Zerlegen und den Wiederzusammenbau des Wagens auf dem Werksgelände machen ließ, wodurch alles deutlich günstiger und einfacher wurde :).

 

3.) Der Ausbau

Da die Produktionsaufnahmen unter dem Innenraumteppich sind und eine fachgerechte Reperatur auf jeden Fall viele Schweißarbeiten bedeutet, musste also der Teppich heraus.

Dies ist bei einem E30 kein großer Akt:

-Sitze demontieren (Vier Schrauben je Sitz)

-Die untere Schraube an der Gurtschiene bei den Sitzen lösen

-Die Plastikeinstiegsleisten vorsichtig abziehen...

-... mindestens eine kaputt machen...

-...Fluchen...

-...Eine neue bestellen

-...Die Falsche...

-...Mehr Fluchen...

-...Die Richtige bestellen

 

-Die Mittelkonsole von hinten beginnend abbauen (Schrauben sind in den Ablagefächern)

-Schaltknauf nach oben abziehen

-Vorderen Teil der Mittelkonsole abbauen (Schrauben sind über dem Aschenbecher)

-Die Clips unten im Fußraum abbauen (Rechts und Links am Teil der Mittelkonsole, der im Fußraum verschwindet)

-Das Gaspedal aushängen

-Den Anschlag des Gaspedals abschrauben (Vorsicht! Die Mutter nicht verstellen!)

-Die beiden Lautsprecherblenden ausbauen

-Die Motorhaubenentrieglung lose schrauben

-Den Teppich vorsichtig von vorne beginnend abziehen.

Und das war es. Profis brauchen dafür eine halbe Stunde, wir etwa zwei :).

 

Sofort kam der Altmeister und haut doch glatt triumphierend ein Loch in mein Auto :D :rolleyes:

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich dann den Anruf bekam, dass alles wieder zusammen ist (Natürlich wurde alles noch mit Rostschutz - Unterbodenschutz und Lackaufbau nachbereitet! :)) ging das Weiterbasteln los. Da der Teppich nun einmal raus war, hatte ich mich entschlossen, gleich alle Arbeiten durchzuführen, für die dieser raus muss. Das erleichtert alle zukünftigen Projekte enorm!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.) Die Upgrades und Reperaturen

 

Also haben wir:

Zwei Chinch- ein Remote und vier Lautsprecherkabel vom Kofferraum zum Radio bzw den Lautsprecheraufnahmen verlegt, alles natürlich in ordentlicher Qualität. Diese werden dann später genutzt, wenn eine dezente Anlage in das Auto kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Batterie mittels eines Kits von BMW in den Kofferraum verlegt. Jeder BMW E30 hat dafür eine vorgestanzte Stelle hinter der Batterie, jedoch wurden nur die Sechszylinder mit Batterien im Kofferraum ausgestattet. Um Platz für den kolossalen M30 Sechszylinder aus einem Fünfer zu schaffen, der in meiner Garage liegt muss im Motorraum aber einges weichen. Die Batterie ist eine dieser Sachen.

Zum Einbau nur Mut und mit dem Hammer vorsichtig klopfen, dann bricht die besagte Stelle heraus. Dann hinter den Schwarzen gummiartigen Abdeckungen unter dem Teppich im Schweller weiter und hinter der Rückbank rechts durch. Wir haben dazu ein kleines Loch in die Kofferraumverkleidung geschnitten.

Da mein "Batteriekit" von Ebay ein nutzloses falsches Blech beinhielt habe ich mich auf die Suche gemacht und das Originale bei Leebmann24 günstiger gefunden als bei Ebay :rolleyes: Vorsicht: Es gibt zwei Versionen! Bei meinem 318i passten die vorgestanzten Bohrungen nur bei der Ersatzteilnummer 51711953889.

Dann noch einen sauberen Massepunkt in den Kofferraum geschweißt und die 60Ah Batterie durch eine 77Ah ersetzt, da nur diese oder eine mit >100Ah in die originalen Halterungen passt. Den Kofferraumteppich dann gekürzt und die originale Verkleidung mit drei Schrauben eingesetzt. Jetzt muss ich mir nur noch was wegen der Batterieentlüftung einfallen lassen, dann finde ich, ist das eine sehr ansehnliche und bombenfeste Lösung. Vorne muss die Batterie natürlich heraus, das Ziergitter unter der Frontscheibe ab und dann das Batterieterminal hinter der Gummiabdeckung verschraubt werden. Hier kommen die + Pole des Batteriekabels und Autos dann zusammen. Da die Dichtung für die scharfkantige Aussparung nicht mehr lieferbar ist, haben wir eine aus Dichtknete gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nebelscheinwerfer eingerüstet. Dazu muss man den Nebelschlußleuchtentaster der simplen Version (Ein Knopf) von hinten herausdrücken und dann durch den mit zwei Knöpfen (NSW/NSL) ersetzen. Geht sehr viel besser, wenn die Verkleidung sowieso weg ist. Dann ein Relais "Doppelschließer schwarz" in die Position K8 sowie zwei 7.5A Flachsicherungen in 29 und 30 einsetzen. Zuletzt die schwarzen Blenden abschrauben und an deren Stelle die Nebelscheinwerfer einsetzen. Die Kabel dafür hat jeder E30 bereits drüber an einem Kabelbinder hängen...

... Dann merken, dass die Ebay Scheinwerfer aus Chinesium sind und weder die Bohrungen passen noch die billige Dichtung...

... Nacharbeiten...

... Dann merken dass diese Grauvögel die Öffnung zum Wechsel der Lampe verklebt und den Sockel des Steckers auf spiegelverkehrt gegossen haben.

... Wegwerfen...

... Originalteil bei Ebay kaufen...

... Glücklich werden...

 

Wahrscheinlich wäre mir der Wagen mit den Scheinwerferplagiaten aus China am Ende noch abgebrannt und ein E Prüfzeichen hatten die auch nicht :rolleyes:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unendlich viele kleine Schäden repariert: Gebrochenes Plastik mit Spezialklebern verklebt, lockere Elemente wurden angepasst, die Konsolen der Sitze vom hässlichen Flugrost befreit, Risse und Löcher verschlossen.

 

 

 

 

 

Zudem alle Leuchtmittel erneuert, die Wasserabläufe im Wagenboden wieder abgedichtet, diverse Elektroniksünden wie offene Kabelenden beseitigt, die kaputten Clips der Türverkleidung sowie den abgerissenen Dichtgummi der Scheibe ersetzt und und und.

Am Ende ist jetzt ALLES im Innenraum fest und da wo es hingehört, vor allem die Fußmatten, die nun mit Clips befestigt sind nicht unter die Pedale rutschen :rolleyes:.

 

 

Den Innenraumteppich mit "Putzi" einem Spezialsauger mal so richtig sauber gemacht. Klar ging nicht alles raus, aber das Resultat sieht sehr ordentlich aus.

 

Alles wieder zusammengebaut und dafür neue Spreiznieten, Muttern, Schrauben usw. genommen, alle Flugroststellen mit Rostumwandler, Keramikspray usw. behandelt. Kurz: Wir haben uns Zeit genommen und es so richtig gemacht, wie wir es konnten.

 

 

 

 

Im Anschluß haben wir noch die Zeit genutzt und diverse Sünden am Unterboden beseitigt:

Die Benzinleitung hing bei der Hinterachse lose hervor, die Verkleidung fehlte und ein unglücklicher Ast/Stein/etc. hätte ein Desaster auslösen können. Also neue Benzinleitung, die korrekte (gebrauchte) Verkleidung besorgt und verbaut. Alle uns aufgefallenen Flugroststellen wurden abgeschliffen und versiegelt.

Zu guter Letzt wurden noch das fehlende Hitzeschutzblech sowie die Radhausschalen verbaut und etwas Rost über der Abschleppöse im Kofferraum beseitigt. Danke an @Tobner, der mich auf diese Stelle hinwies. Hier fanden wir Spachtel... Es war also schonmal jemand dran gewesen :rolleyes:

Die anderen Stellen, die Tobner erwähnte, blieben aber unauffällig.

 

Alles in Allem sind wir VIEL weiter gekommen, als geplant. Wow :).

 

5.) Was steht nun an:

 

1. Das gekaufte BMW Bavaria Reverse C III Originalradio zu Radiopiraten.de senden und dort aufrüsten lassen.

2. Die Batterieentlüftung anbringen.

3. Herausfinden warum das linke Rücklicht und die Birne des rechten Blinkers im Kombiinstrument seit eben erst nicht mehr wollen.

4. Dafür sorgen, dass der Blinker beim links Blinken wieder von selbst herausspringt, wenn man die Lenkung einschlägt.

5. Die korrekte Version der fehlenden Radhausluftführung finden und verbauen.

6. Das linke Fernlicht austauschen (Streuscheibe hat eine Roststelle)

7. Alle Lichter aufpolieren.

8. Den Grund für die nur einseitig wirkende Handbremse orten und beseitigen.

 

Dann dürfte der Wagen wirklich gut dastehen und den TÜV im Juni mit fliegenden Fahnen bestehen :).

 

PHEW. Das war ein echter Ritt von zwei Wochenenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wollte noch erwähnt haben, dass Ebay per se eine feine Sache ist, nur muss man eben sehr aufpassen. Ich kaufe hier sehr gerne und meistens auch zufrieden ein. Was nervt, ist das man teilweise nicht vorher sieht, dass ein Produkt aus Fernost versandt wird :rolleyes:

 

Zuallerletzt möchte ich hier noch etwas neues Probieren und die Kosten des Projektes offenlegen.

 

6.) Die Kosten

Bislang hat mich der Bruiser folgendes gekostet:

Auto €6000

Arbeitsleistungen €1268

Ersatzteile €2700,24

Gesamt: €9968,24

 

Dies beinhaltet auch den M30B35.

 

PS: Das hier hat jetzt mindestens so lange gedauert wie das Schrauben :D

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01.12.2019 14:37    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30, M30, P2020, Restomod

Also, es ist soweit. Das Projekt 2020 hat offiziell begonnen. Natürlich 2019, denn Geduld und Kalender sind für Leistungsschwache :D ;).

 

Also was ist passiert?

 

Lady Cat Superlight, mein 1999er Caterham Superlight ist nach fünf Jahren so gut wie fertig. Januar habe ich einen Platz bei dem Lackierer meines Vertrauens und März wird Nick von der Sevenklink eine finale Inspektion machen. Ich habe die verbliebenen Ideen, wie eine sündteure Lithium Ionen Batterie, erstmal auf Halde gelegt und will einfach erstmal den Wagen genießen.

Was macht man also also Pistonhead? Fahren? Seine Sachen genießen? Nope.

Um ehrlich zu sein schaut man immer wieder mit diesem speziellen Blick in Youngtimermagazine, man sucht durch Ebay Kleinanzeigen, Mobile, Autoscout... Beobachtet Preise auf Treffen. Zudem erwischt man sich immer wieder dabei in Gedanken in einem 240Z, einem Commodore GS/E, einem was auch immer durch einen verklärten, leicht sepiafarbenen Sommertraum mit Freunden in ihren besten 80er Klamotten zu einem See fahren. :rolleyes:

 

Nun mir sind mehrere Erkenntnisse entstanden, auf denen dieses Projekt aufbaut:

 

1.) Ich liebe Autos mit Charakter. Alles, was etwas besonderes und gewöhnliches ist oder besonders adäquat seine Ära darstellt, zieht mich an. Ein 129er SL ist für mich genauso toll wie ein Fiat X1/9.

2.) Das Schönste an unserem Hobby für mich ist es, etwas altes, verbrauchtes und ein bisschen verlebtes wieder mit neuen Teilen, frischen Komponenten usw. zum neuem Leben zu erwecken. Als würde man einem alten Kumpel helfen, wieder fit und gesund zu werden :).

3.) Ich liebe den Gedanken von Restomods. D.h. ein Auto gleichzeitig zu restaurieren und durch Upgrades besser zu machen, als jemals zu vor. Das erfordert natürlich Unmengen an Feingefühl, um die originalen Linien, das originale Flair und den Grundgedanken eines Autos aufzufassen und weiter zu entwickeln.

 

Da die Lady leider durch ihre radikale Natur für viele Einsatzarten nicht in Frage kommt und aus den eben dargestellten Gedanken kam also folgender Anforderungskatalog an ein neues Projekt:

 

1.) Voll Alltagstauglich. D.h. dichtes Dach, unempfindliche Karosserie, langstreckentaugliche Fahreingeschaften.

2.) Günstig oder zu mindest nicht teuer. So stark ich einen Datsun 240Z finde, ich würde mich wieder aus Respekt vor der filigranen und teuren Technik an vieles nur sehr widerspenstig trauen.

3.) Breites Teileangebot. Denn ich werde nie nie nie wieder etwas so exotisches wie einen Caterham zu meinem Projekt erklären. Nope nope nope.

4.) Das Layout: Manuelles Getriebe, Hinterrad- oder Heckantrieb, Limousine oder Coupé

5.) Grundlegend interessantes Fahrzeug. Sorry, aber ein Passat 35i will mich einfach nicht reizen.

 

Man macht sich also alle diese Gedanken, geht durch Fahrzeuge und bespricht hunderte Ideen mit Kumpels, sucht Teile, schaut in Börsen usw. Und dann? Sitzt man betrunken auf der Hochzeit seines Bruders und kauft im Suff von einem Verwandten einen riesigen alten BMW Sechszylinder für den man kein Auto hat. :D :rolleyes: :D

Es handelt sich um einen sehr späten M30B35 mit 211PS. Dieser Motor ist ein wirklich gigantischer Klotz aus Eisen und besticht durch seine extreme Laufruhe, das bullige Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich und biblische Robustheit. Serienblöcke halten ohne Probleme ~900 PS stand. Faszinierende Anektode: In der wildesten Ära der Formel 1, der Turboära, wurden gebrauchte Serien M10 Motoren (der baugleiche Vierzylinder) als Basis für die feuerspuckenden 1000+ PS Boliden genutzt. Dermaßen robust sind diese Motoren.

 

 

Tja und damit war auch klar, dass das neue Projekt ein E30 (Dreier) E34 (Fünfer) oder E32 (Siebener) sein wird. Den Siebener fand ich uninteressant, da in dem Wagen der M30 eher die Basismotorisierung darstellt. Am Ende entschied mein altes Credo: Kleinste Karosse, größter Motor für den Dreier.

 

Szenenwechsel, November 2019: Drei etwas wild aussehende bärtige Kerls treffen in einer Wohnsiedlung auf eine zierliche Blondine und ihren ebenfalls eher schmalen Lebensgefährten. Die gute Dame will ihren Alltags BMW verkaufen, der inzwischen 28 1/2 Jahre auf dem Buckel hat. Natürlich stand der Wagen als "komplett Rostfrei" im Netz und natürlich schafft es Olli, der Mechaniker des Trupps, nach zwei Minuten den Teppich des Beifahrerfußraums von unten durch die Karosse anzuheben. :rolleyes:

Da der BMW aber ansonsten für sein Alter ehrlich und sehr gepflegt war wechselte er nach einem heftigen Preisabschlag wegen des Rosts für €6000 seinen Besitzer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie fährt sich also so ein 28 Jahre alter E30 Facelift 318i in Buchhalterausstattung?

 

Es ist wie eine Zeitkapsel. Dieses Auto ruft so viele Erinnerungen bei jedem auf, der es fährt. Der Geruch der Stoffsitze ist genau wie in dem alten Golf III mit dem man 2001 die ersten Male mit einem Kumpel und seinem frischen Führerschein in die Disko gefahren ist. Dieser Geruch wie von einem sauberen aber älteren Wohnzimmer bei der Großmutter oder einem grundsätzlich ordentlichen Menschen, der aber nicht ganz frisch aus der Dusche ist, gibt dem Auto eine echte Seele. Alles knarzt leise, es ziehen Windgeräusche durch das ganze Auto. Das Fahrverhalten ist erstaunlich spritzig und der 239000km gelaufene M40 1.8er zieht für seine mageren 113 PS hellwach und lebendig an. Die Schaltung ist etwas verbraucht, dafür ist die servofreie Lenkung zwar unendlich lange Übersetzt (4 1/2 Umdrehungen :D) aber gleichzeitig verwirrend präzise. Stilecht spielt ein billiges Sony Radio über Mac Audio Boxen aus der Hutablage während die (nachgerüsteten) Überkaro Sportsitze, das M-Technik 2 Lenkrad und der M Schaltknauf wirklich genial sind. Der Wagen zieht in keine Richtung, die Bremsen und die paar wenigen vorhandenen elektischen Teile gehen perfekt (Dachten wir). Sofort ist man wieder 18, das Leben ist noch voller neuer Erfahrungen und alles in der Welt steht einem wieder als Weg frei. Dieser Wagen hat mir das seltsame Gefühl gegeben, dass ich unbedingt einfach weiterfahren will. Mit ihm in die Ferne, nach Capri über die Alpen oder doch Saint Maxime, egal ob das gar keinen Sinn macht. Ich liebe dieses Auto schon jetzt als 318i für seine ehrliche, fröhliche und geradlinige Art. Einzig das brettharte TA Technix Fahrwerk muss definitiv raus :rolleyes:

 

Diese Woche hatte ich das Auto beim Meister meines Vertrauens auf der Bühne, der sich just nur noch auf Old- und Youngtimer spezialisiert hat. Und was steht also fast fertiges letztes Projekt auf dem Hof? Ein lachssilberner E30 318iA Facelift. Zufälle gibts :cool:

 

Bei der intensiven Inspektion zeigte sich der alte Ölfuß als begeistert vom Zustand des Autos, gemessen an Kilometern und Alter. Insgesamt ist die Dame kerngesund, aber natürlich fand er den Klassiker:

 

Rost

 

 

Was haben wir also?

Gesamtzustand gut.

Durchrostungen an beiden Produktionsaufnahmen vorne (Typisch).

Tiefer Rost am Kotflügel hinten links (Klassiker).

Vermutlich Durchrostungen an beiden Schwellern (Auch hier, komplett normal).

Motor, Diff und Getriebe nässen leicht.

Kaltlaufregler stillgelegt.

Die Leuchtweitenregulierungsmotoren liegen ohne Funktion im Scheinwerfergehäuse.

Eine Schraube des hinteren Getriebelagers fehlt (Das ärgert mich, wurde aber sofort beseitigt)

Das hintere Lager des Differenzials ist verschlissen.

Eine Bremsleitung muss für den TÜV neu.

Beide Fernlichter sind verblichen, eines hat Rost auf der Streuscheibe.

Die Achslager könnten mal neu.

Beide vorderen Radhausverkleidungen fehlen.

Das Hitzeschutzblech unter dem Kat fehlt.

Eine Abdeckung der Bremsleitungen fehlt.

Diverse Schrauben und Clips fehlen.

Der Tankstutzen hängt an einem Band statt dem korrekten Gummilager.

Der Innenraum ist in hervorragendem, vollständigem Zustand.

Der Kofferraum ist im hervorragendem, vollständigen Zustand.

Eine Felge ist unrettbar zerbeult.

Die Reifen an der Hinterachse müssen ausgetauscht werden.

Der Lack ist in befriedigendem Zustand, Erstlack mit diversen kleineren Reperaturstellen.

Das Fahrzeug ist vermutlich unfallfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammendfassend wirkt das nach sehr viel, aber wenn man einen Wagen diesen Alters auf eine Bühne hebt, dann kommt normalerweise sehr sehr viel mehr. Durch wirkliche Unmengen an Wachs an allen neuralgischen Stellen haben die fünf Vorbesitzer wirklich gute Arbeit geleistet und alle wichtigen Komponenten sind in gutem Schuß. Der Wagen steht nun an einem Scheideweg. Ich könnte ihn noch ca 2-4 Jahre so fahren und dann würden langsam substanzielle Probleme auftreten oder ich gehe den anderen Weg und inverstiere einen kleinen vierstelligen Betrag und mache den Wagen fit für die nächsten zwanzig Jahre oder mehr.

 

Wie geht es also weiter?

 

Phase 1: Einen soliden Wagen wieder wirklich gut machen:

 

Die kaputte Felge ist bereits ersetzt, neue Reifen sind an der Hinterachse.

Eine ganze Menge an Ersatzteilen sind bereits bei mir oder auf dem Weg. Es ist fast schon lächerlich, wie gewaltig das Angebot an Teilen ist: BMW Original, Tuner, Nachrüster oder Ebay? Zu jeder Zeit des Tages kann man mindestens einen kompletten E30 aus Teilen nur in einem 200km Umkreis um meinen Wohnort bei Ebay Kleinanzeigen zusammenkaufen :eek:

15 km von meinem Arbeitsort ist ein BMW Verwerter mit einem himmlischen Sortiment von absolut allem, was man sich vorstellen kann. Ich hätte heulen können vor Freude :).

Nicht wie bei Caterham, wo man eine Nummer eines Experten in Bayern hat, der einen Händler in England kennt, der jemanden kennt, dessen Mutter das gesuchte Teil als Stehlampe in der Garage hat. :D

Wir haben eine Inspektion durchgeführt: Der Luftfilter war noch flammneu, was beruhigend ist. Dazu gab es frisches 10W40 samt Filter, auch das Alt-Öl war noch sehr neuwertig zudem gab es etwas Glycol für den Kühler.

Der Wagen wird noch dieses Jahr innen ausgeräumt und dann von meinem Meister durchgeschweißt. Dann wieder versiegelt, Lackaufbau und wieder mit Wachs geflutet. Damit sollte das Thema Rost erstmal vom Tisch sein.

Zudem werde ich dieses Jahr das rostige Fernlicht austauschen (Ersatz liegt bereits in meiner Garage).

Ein neuwertiges Bavaria RDS III C liegt bei mir, welches von einem Experten unsichtbar auf AUX, Bluetooth mit FSE und einem Vorverstärker Ausgang umgerüstet wird (DAS ist EXAKT Restomodding).

Die Leuchtweitenregulierung kommt wieder rein.

Alle Clips, das Hitzeschild und die Radhauskästen kommen wieder ins Auto.

 

Damit wäre der Wagen bereit für den TÜV 06/2020.

 

Phase 2: Raus mit dem Hoppelfahrwerk, ABS und Bremsen:

 

Mein 318i hat kein ABS (War damals Aufpreispflichtig bei diversen Modellen) und hinten Trommelbremsen. Das heißt aber auch, dass er die 45mm Federbeine hat. Diese sind für ABS und den mächtigen M30 ungeeignet. Zudem könnten diverse Fahrwerksteile mal neu. Also?

Irre ist das ABS: BMW Originalteile sind noch erhältlich aber ein Hydroblock kostet (Setzt euch jetzt bitte) €2700, ein Steuergerät €800, die Rohre, Clips und Sensoren nochmal €500. Also lieber alles gebraucht zusammen bei Ebay für €170 geschossen :D. Allerdings habe ich nun zwei Hydroblöcke und zwei Steuergeräte, denn ein komplettes Paket war am ende Billiger als für die bereits gekauften Teile einzelne Leitungen und Sensoren zu suchen :p

 

Einbau 51mm Federbeine (323i/325i) v/h

Verstärken der Federbeine durch Zusatzplatten (300mm.de)

Einbau neuer Domlager (Reuters Motorsport) v/h

Einbau ABS

Einbau Stahlflexleitungen (Fischer, mit ABE)

Einbau neue Stabis (Eibach)

Neues Querlenker/Lager/Buchsenkit (Meyle)

Neue Achslager (Meyle)

Einbau eines neuen Gewindefahrwerks (Definitiv K&W, ich schwanke zwischen V1 und V3)

Einbau Bremsanlage 325i (ATE) v/h

 

Zudem kommt er noch auf neue Felgen, die optisch etwas angeschlagegenen 15'' BBS werden dann Winterfelgen. Ich tendiere zu 16''ern und folgendem Design

 

Phase 3: (2021+) Einbau des Eisenschweins

 

Dazu:

Aufrüsten des M30 mit allen Anbauteilen und Nebenaggregaten

Nachrüsten Klima

Nachrüsten Servo

Tausch des Lenkgetriebes auf E36

Motorlager Motorposition 3 (300mm.de oder e30.de)

Fünfgang Schongetriebe (E34/E32)

Differenzial Typ 188, 3.25 oder 3.46 mit Sperre

Individuelle Gelenkwelle

Fächerkrümmer (Schmiedmann)

Auspuffanlage (vmtl Custom)

 

Wow, das war eine Menge. Aber ich freue mich wie ein Schneekönig auf die kommende Materialschlacht :D. Zudem bin ich wirklich sehr Dankbar, dass ich Freunde, eine entsprechende finanzielle Lage, eine verständnisvolle Partnerin und die Zeit und Gesundheit besitze, mich an ein solches Abenteuer wagen zu dürfen :).

 

So ich würde mich über alle Meinungen freuen. Auch fachliche Hinweise oder Fehler in meiner Logik bitte sofort und sehr gerne, Leute :).

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03.11.2019 10:05    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 3er, BMW, E30

Servus.

 

Hier nur ein kurzes Update:

 

Die Lady ist nun für den Lackierer vorbereitet, dafür haben wir:

Den Käfig gezogen, für den müssen allerdings beide hinteren Stoßdämpfer raus. Denn leider war Colin Chapman der Meinung, dass es ein guter Ort für eine der Schrauben des Käfig über dem oberen Aufnahmepunkt des Hinterachsdämpfers liegen sollte :D :rolleyes:

 

Zudem wurde der Aero Screen (Die "Hutze" anstelle der Frontscheibe), die untere Strebe des Käfigs und der Kühlergrill entfernt.

 

Gesamte Arbeitszeit eine Stunde :D. Man, dieses Fahrzeug ist wirklich simpel zu Schrauben :D.

 

Zudem habe ich wieder etwas zu viel Zeit auf Ebay Kleinanzeigen verbracht. Und befindet sich nun in meinem Besitz neben dem M30, den PIPD mit seinen Adleraugen in meiner Garage erspäht hat auch noch ein herrlicher 1991er BMW E30. Projekt 2020 stell ich euch dann bei Zeiten vor :rolleyes::D

 

 

Update:

Hier ist Sie, die Neue:

 

Ich habe nach diversen Besichtigungen ein neues Projekt gefunden. Es musste ein klassischer BMW werden, die vorne angeschlagenen Hauben und die Doppelfrontscheinwerfer sind einfach zu stark. Zudem Hinterradantrieb, wenig Gewicht, günstige Teile...

Die Auswahl waren dann E30 (3er), E34 (5er), E32 (7er) oder E24 (6er).

Der Sechser war zu schade zum Basteln, der Siebener zu groß. Am Ende wurde es dann stets getreu meinem Credo das kleinste Fahrzeug, das einen großen Motor tragen kann. Der E30, welcher eine exzellente Basis für Umbauten auf Reihensechszylinder (M50/52 oder heutzutage sehr selten S38 und M30) oder V8 (M60/62), darstellt.

Ein V8 kam mir einfach "unpassend" vor, daher habe mich mich für einen Reihensechser entschieden und hier für den zeitgenössischen M30B35 mit 211 PS, welcher dem 1100kg schweren E30 sicherlich ordentlich Beine machen wird.

 

Anyway, sie ist ein

 

BMW E30/2 318i Nachfacelift.

Limousine 2 Türig

Calypsorot Metallic, Erstlack

M40 1.8 mit 113ps, läuft ruhig und sehr kräftig.

Austattung:

S400A Schiebedach, manuell

S428A Warnweste und Dreieck

S653A Bavaria Reverse II (Leider durch ein Sony ersetzt :()

S520A Nebelscheinwerfer (erm, wo sind die denn hin?)

S556A Außentemperaturanzeige

S350A Wärmeschutzverglasung Grün

 

Einer der sechs Vorbesitzer, von denen die Masse BJ <1940 war, hat dann folgendes Nachgerüstet:

Elektrische Außenspiegel

Sportsitze

///M Lederlenkrad

///M Schaltknauf

Felge Sternspeiche BBS 15''

Ein ätzendes Fahrwerk, vmtl TA Technix

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24.10.2019 18:55    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

Servus und schönen Abend, Nachmittag, Morgen oder was es auch bei Euch sein mag!

 

Ich hatte mir für dieses Jahr noch Folgendes für Lady Cat Superlight vorgenommen:

 

-Die Tankuhr wieder fit bekommen

Check

-Den Bowdenzug des Feuerlöschers neu verbauen

Check

-Die Bremslastverstellung einnieten

Check

-Das Armaturenbrett fest verbauen

Check

-Den korrekten Widerstand für die Blinker einlöten

Check

-Gewinde für die Türleder anbringen

TBD

-Die jährliche Inspektion in der Sevenklinik

Check

 

Angefangen haben wir damit, dass auf die supergünstigen Minilites ein paar stilechte Nankang Todesrillen kamen. Die ersten Reifen, die ich selbst aufgezogen habe :). Noch habe ich die €34 Reifen nicht ausprobiert, aber ich nehme an, dass es in fröhlichem Querbetrieb ausarten wird :rolleyes::D

 

Dann haben wir die Tankuhr, wie in einem der letzten Einträge erwähnt, korrekt verdrahtet und weil dann alles funktional war, das Armaturenbrett auch mit Silikon wieder eingeklebt. Kein großer Akt :).

 

Nun war das Problem, dass der Drehschalter der Balkenwaage, der die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, nur noch an den Hydraulikleitungen gehalten wurde. Wir wollten ihn also einnieten. Da ich aber wusste, dass wenn ich die letzte Bohrung an meinem neuen shiny Armaturenbrett selbst mache, ich alles ruinieren würde, habe ich einen Freund gebeten. Der Herr KFZ Mechaniker verbohrt sich prompt, rutscht ab und... Tja, das war's dann mal mit dem Nieten da krumme Langlöcher. Zu seiner Ehrrettung: Dahinter war ein schräges Blech, auf dem der Schalter sitzt und an dem hat sich der Bohrer verzogen.

Lösung? Eine kleine Titanplatte lasern lassen... Damit verschwindet zugleich auch die bisherige Eddingbeschriftung der Balkenwaage elegant :cool:

Zudem habe ich im Motorraum alle freiliegenden Kabel gereinigt und mit Band ummantelt. Einfach, damit der Wagen optisch cleaner wird und nicht überall Öl und Ikk hingerät.

Damit war nur noch der Bowdenzug übrig, der den Feuerlöscher auslöst. Diesen wollte ich optisch Partout nicht im Armaturenbrett verbauen. Nach einigem Grübeln, wie wir das Ganze lösen könnten und ultrakomplizierten Lösungen kam ein Arbeitskollege mit einem kleinen Aluminiumteil aus einem Hubschrauber, welches nicht mehr benötigt wurde. Das war einfach perfekt!

 

Aber ganz so einfach sollte es natürlich nicht bleiben. Die Mittelkonsole war nach dem totalen Makeover des Innenraums (Sitze, Sitzpads, Armaturenbrett, Schalter, Boden, Fugen usw.) als Einziges noch ziemlich abgenutzt und hatte Risse. Sowas ging einfach nicht mehr. Also raus mit dem Teil und ab zu einem Sattler in der Nähe (mein eigener Sattler in der Firma traute sich da nicht ran). Ich wurde hervorragend beraten und statt den geplanten Rauten in Blau/Silber wurden es Ziernähte. Zudem wurde alles mit hochwertigem Kunstleder bespannt. Das Ergebnis spricht meiner Meinung nach für sich :cool:

 

Beim Einbau musste zwar leider wieder einer der Sitze raus, sonst hätten die ganzen scharfen Alukanten das neue Stück gleich wieder zerfetzt, aber auch das waren nur ca zwei Stunden Arbeit.

 

Jetzt... Ich wage es kaum in den Mund zu nehmen... Ist der Innenraum fertig :).

 

Es sind nun 5 Jahre vergangen, davon war ich etwa anderthalb nicht in Deutschland, d.h. nach netto vier Jahren wird die Lady zu Beginn der kommenden Saison vielleicht tatsächlich fertig mit der Teilrestauration sein :):eek:

 

Was bleibt zu tun?

1. Nächste Woche kommen der Käfig, der Aeroscreen und die Fender ab und der Wagen geht zum Lackierer. All die Sünden von 20 Jahren werden dann verschwinden.

2. Ich will noch immer eine LiIon Batterie verbauen.

3. Vor der Saison werde ich den Wagen intensiv auf verbleibende Baustellen in der Sevenklinik prüfen lassen.

 

Dann war's das :eek:

 

PS: Auf einem der Bilder findet sich ein Easteregg für die Zukunft... Mal sehen wer es findet ;)

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27.03.2019 18:44    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

Servus :)

Bitte entschuldigt die Qualität der Bilder, noch immer habe ich nur meine Frontkamera und weigere mich bislang mein treues Handy zu tauschen...

 

Da unsere Freunde auf der Insel ja weiterhin in einer Art mit ihrer Zukunft spielen, welche die Frage aufwirft, ob das UK die BSE Seuche wirklich überstanden hat, habe ich einen Spontankauf außerhalb des Plans durchgeführt, ohne das Armaturenbrett endlich fertigzustellen:

 

2x LED Headlight Inner

2x LED Indicator Front

2x Clear Indicator Lens Front

 

Alles von Justaddlightness.co.uk mit E-Prüfzeichen.

 

Den Einbau sieht man Hier bzw. Hier. Alles top verarbeitet und einfache Arbeit. DACHTE ich, bis mir aufgefallen ist, dass der Vorbesitzer leider auf einer Seite die Schrauben, welche den rechten Träger des Blinkers in der Schwinge halten, verkehrt herum montiert hat, vermutlich weil die obere Mutter eine echte Qual zu erreichen ist. Mit einer Glühbirne kein Problem, da das LED Cluster allerdings etwas breiter ist, durfte ich alles zerlegen und neu montieren.

 

Die Scheinwerfer selbst waren absolut kinderleicht zu montieren, nachdem Crimpen für mich nun kein Problem mehr darstellt :).

 

Das Ergebnis macht merklich besseres Licht, erhöht durch die kalte Lichtfarbe die Sichtbarkeit des Wagens auch am Tag und vor allem: Sieht meiner Meinung nach wirklich genial aus.

 

Leider gehen die Blinker nun doppelt so schnell. Vermutlich bietet mein Custom Kabelbaum für den Einsatz von LED zu wenig Widerstand. Das sollte sich aber Lösen lassen.

 

Was steht nun noch an?

 

-Die Tankuhr wieder fit bekommen

-Den Bowdenzug des Feuerlöschers neu verbauen

-Die Bremslastverstellung einnieten

-Das Armaturenbrett fest verbauen

-Den korrekten Widerstand für die Blinker einlöten

-Gewinde für die Türleder anbringen

-Die jährliche Inspektion in der Sevenklinik

 

Die ersten beiden Dinge und ggf. den Widerstand werde ich wohl die Woche noch erledigen, den Rest schreib ich der Sevenklinik ins Lastenheft, da keine großen Dinger.

 

Was haltet ihr von der neuen Optik der Front?

 

Heiter Heiter immer Weiter :)

 

Copyright der Videos Youtube/JAL

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26.02.2019 21:01    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

So, es ist soweit. Eine verdammt harte und lange Woche ist vorbei und ich kann endlich - endlich diese Worte hier niederlegen. Ich war mir zwischendurch sehr unsicher, ob es zu diesem Akt der Befreiung kommen würde und leider sind wir auch nicht ganz 100% fertig geworden. Dennoch ist es sehr sehr befreiend das hier zu Posten :).

 

Was ist also passiert?

 

Für die Saison 2019 habe ich mir ein paar Pläne gefasst:

 

Die Shiftlights neu programmieren

Mein Caterham kommt mit den originalen Shiftlights von ACES, die im R500 verbaut worden sind. Nun haben diese irgendwann ihr Setting verloren und schafften es bei 8.000 u/min gerade mal bis zur zweiten Amber Leuchte. Dabei sollte bei 8.000 der gesamte Baum an sein, da hier der Schaltvorgang erfolgen sollte. Also habe ich mich mit der Programmierung dieser Einheit sehr intensiv auseinandergesetzt, da diese über nur einen einzigen Button und eine bestimmte Sequenz geschieht. Nur um dann festzustellen, dass ich nicht die programmierbare Version Sure Shift B sondern SL habe. :rolleyes:

Also alles verpackt und zu ACES nach England versandt. Dank dem wirklich hervorragenden Service von Julian bei ACES einigten wir uns dann auf ein UpShift bei 7700 u/min um noch etwas Luft zur Reaktion zu haben. Dazu wurde alles noch neu verdrahtet und dann entsprechend verbaut. Preis? GBP27 incl Shipping. :eek: Sehr sehr geil! Schade ist dabei, das Julian mir eingestand, das ACES ggf. wegen dem Brexit schließen muss, da die geschäftliche Zukunft sehr ungewiss ist :(.

 

 

Driften

Für das Driften sind Semis maximal unpraktisch, also müssen neue Reifen her. Dazu wollte ich gleich einen Satz samt Felgen für maximale Flexibilität. Bei Ebay Kleinanzeigen reingeschaut und beinahe tot umgefallen. Ein Satz Minilites in 13'' incl persönlicher Anlieferung für €120. Ja hundertzwanzig EURO :confused::D:D

 

Das Dash

Das alte Armaturenbrett war einfach nicht mehr schön. Es funktionierte zwar alles, aber es waren verblichene Schalter drauf, teilweise sogar blind, zudem blinde Stopfen, Aufkleber und Müll. Alles war einigermaßen sortiert, aber auch nicht richtig konsequent. Außerdem wollte ich Kippschalter :cool:

 

Dank der Hilfe einiger Freunde, hier besonders mein Dank an Philipp, Schoby und den genialen Samuel, haben wir das Ganze also erstmal als Probeträger aus GFK laminiert und eine Schalteratrappe gebaut.

 

Nach und nach kamen dann der Dremel, Bohrer und anderes Foltergerät zum Einsatz. Ich muss sagen, war das Carbon am Anfang für uns noch heilig ist es inzwischen eher ein "meh". Man muss an die ganze Sache doch sehr robust rangehen, sonst kommt man nicht voran :D. Wichtig nur: Bei der Arbeit mit Carbon immer Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhe tragen, da vor allem der Staub hochgradig lungengängig ist. Außerdem, sollte jemand (wie ich) danach suchen, wie diese Dashs eingebaut sind: Caterham Dashboard sind EINGEKLEBT. Dankt mir später ;). Ich bitte die Qualität der Bilder ab hier zu entschuldigen, da meine Freundin meinte, im Urlaub mein Handy aus dem dritten Stock auf Kopfsteinpflaster zu werfen... Was dieses Höllenbilligteil von Sony nicht nur überlebte, sondern das ganze außer dem Kamerasensor sogar ohne Mucken :eek:

 

Besondere Sorge machte mir der extrem dünne Steg um das Stack Multifunktionsdisplay. Aber Carbon ist wirklich ein toughes Zeug und nach dem Einbau war auch alles wieder entsprechend steif :).

 

Tja und dann kam er, der Horror der englischen Elektrik. Ich muss sagen, das alte britische Farbensystem, in dem jedes 12V Kabel farblich eindeutig zu seiner Funktion zugeordnet wird (z.b. Orange - Wiper Orange/Grün - Wiper to 12V Power) ist genial. Nicht so genial ist die Verarbeitung des Ganzen durch unsere lieben Freunde von der Insel. Zum Schluß hatte ich ca 50% aller Kabel herausgetrennt, da sie entweder blind, tot oder beides waren. Zudem hatte ich eine dicke fette Schmorstelle gefunden :eek:. Das wurde dann alles sauber herausgetrennt.

 

Am Ende hatte sich ein wirklich irres Kabinett des Grauens angesammelt.

 

Doch wider erwarten habe ich bei meinem Wüten im Kabelbaum ohne Sinn und Verstand nur ein einziges Kabel erwischt, welches später dann doch noch wichtig werden sollte. Mit der unendlichen Geduld eines Arbeitskollegen, der Elektroniker ist, haben wir den Kabelbaum dann in weiten Teilen neu aufgebaut. Besonders stolz bin ich auf den Warnblink/Blinkerkreis, der gar nicht mal so einfach ist, dass es am Ende keine merkwürdigen Kreuzschaltungen gibt und Dinge anspringen, die man nicht will. Mein Tip: Dioden! Die kleinen Freunde sind jeden Cent wert.

 

Und hier das Resultat der Arbeit. YES, PLEASE :cool:!

Funktionalität? Momentan alles außer:

-Keine Lichthupe mehr, da ich keinen Ein (Taster)- Aus (Schalter) - Ein (Schalter) Alu 12V Toggelswitch finde.

-Es ist noch nicht endgültig eingebaut, da uns beim finalen Test die Tankuhr ausfiel, da müssen wir nochmal schauen. :rolleyes:

-Außerdem muss der Kabelzug des Feuerlöschers noch unter dem Dash an der Spritzwand verbaut werden :).

Aber: Sie fährt. Sie schreit. Sie lebt. :cool:

 

Aber das alles später, da es mich nun erstmal einen Monat beruflich ins Ausland verschlägt :)

 

STAY TUNED

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06.02.2019 21:05    |    Sir Firekahn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Caterham, Series 3 (S3), Seven

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Wünscht uns Glück!

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