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14.11.2014 18:11    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Berlin, Event, Gründer, MOTOR-TALK, SEAT, Startup, Weekend

Es ist Freitag, 18 Uhr: Die Teilnehmer des Startup-Weekends Auto-Digital haben es trotz des Bahnstreiks pünktlich nach Berlin ins Beta-Haus geschafft. Gespannt nehmen sie ihre Namensschilder und Taschen mit Buch und allerlei Kleinigkeiten in Empfang. Bis der Startschuss zum Pitchen fällt verbleibt noch etwas Zeit zum Kennenlernen, neugierigen Umschauen und lockeren Gesprächen bei kühlen Getränken.

 

Die Teilnehmer hören gespannt dem Moderator Armin zuDie Teilnehmer hören gespannt dem Moderator Armin zu Pünktlich um 19 Uhr begrüßt der Moderator des Wochenendes, Armin, die fast 50 Teilnehmer und lockert die Stimmung mit Kennenlern-Spielen auf. Jede Gruppe, die sich spontan zusammenfindet, ruft wahllos Wörter Richtung Moderator, der diese auf ein Flipchart schreibt. Die Teams dürfen anschließend zwei Wörter auswählen, die ab sofort als fiktiver Firmenname genutzt werden sollen. So entsteht zum Beispiel der „Intergalactic Pizza-Lieferdienst“, der spontan gepitcht wird. Man merkt, wie die Stimmung immer kreativer wird und wie die Teilnehmer darauf brennen, ihre Geschäftsidee bekannt zu geben. Doch bevor es soweit ist, hält Tom Kedor, Geschäftsführer von MOTOR-TALK, noch eine kurze Ansprache. Er berichtet, was ihn dazu antrieb, den sicheren Job in einem etablierten Unternehmen an den Nagel zu hängen und sich seinem Herzensprojekt MOTOR-TALK zu widmen - zusammen mit seinem Freund und Kollegen Bert Schulzki. Die Augen der Teilnehmer leuchten, auch sie möchten an diesem Wochenende den Mut beweisen, etwas Neues zu starten.

 

 

Der Startschuss fällt

 

Alle pitchen sich warm. Ein fiktives Startup heißt Intergalactic PizzaAlle pitchen sich warm. Ein fiktives Startup heißt Intergalactic PizzaUm 19:30 Uhr fällt der Startschuss für das Herzstück eines jeden Startup-Weekends: Die Pitches (Anm.: innerhalb kürzester Zeit eine Geschäftsidee vorstellen und andere dafür begeistern). Insgesamt gibt es zehn mutige Teilnehmer, die ihre Ideen präsentieren: Autobahnfahrt-Touren für Touristen aus aller Welt, Nachschub für Oldtimer-Ersatzteile, Dashboards für viele Verbrauchsangaben eines Fahrzeugs, eine Mitfahrzentrale für Pakete, ein Benachrichtigungssystem, wann Autos in die Werkstatt müssen und noch einige Ideen mehr. Dass sich hier Personen zusammenfinden, die ähnlich denken, merkt man, als zwei Teilnehmer unabhängig voneinander die gleiche Idee pitchen wollen. So findet sich die erste Arbeitsgruppe zusammen, der sich auch noch weitere Teilnehmer anschließen.

 

Jeder Pitch wird zu Papier gebrachtJeder Pitch wird zu Papier gebrachtNach den Pitches und einem kurzen Austausch unter den Teilnehmern entstehen schließlich vier Arbeitsgruppen, die von Freitagabend bis Sonntag 17 Uhr konzentriert an ihren Ideen arbeiten. Samstagmittag kommen zehn Mentoren und Coaches zu den Teilnehmern hinzu, die ihre Expertise anbieten und die Teams bei ihrer Arbeit unterstützen. "Das Feedback von den Mentoren hat uns nochmal ein großes Stück vorangebracht", sagt uns ein Teilnehmer des Teams "paketoo", der Mitfahrgelegenheit für Pakete. Manche Ideen sind schon am Samstag sehr ausgereift, andere erreichen diesen Punkt erst kurz vor knapp. Eins verbindet aber alle Gruppen: Sie sind sich sicher, auch nach dem Startup-Weekend weiter ihre Idee zu verfolgen und voranzutreiben.

 

 

Der Tag der Siegerehrung

 

Sonntag ist bei jedem Startup-Weekend der große Moment, an dem die Sieger gekürt werden. In der Jury sitzen Vertreter aus der Automobil- und Startup-Branche, bestehend aus Dr. Marc Steffen Walter, Geschäftsführer der smartlap Innovationsgesellschaft mbH, Alexander Kölpin, COO und Partner bei WestTech Ventures, Dominik Hoberg, Direktor Kommunikation des Automobilherstellers SEAT und Timo Friedmann, Chefredakteur der MOTOR-TALK GmbH.

 

Von einer Idee zur fertigen Startseite und einem Logo in nur 54 StundenVon einer Idee zur fertigen Startseite und einem Logo in nur 54 Stunden Die Online-Transportbörse „paketoo“ ist der große Gewinner, der Teilnehmer und Juroren gleichermaßen begeistert. Die Teammitglieder werden zu SEAT nach Barcelona eingeladen. Der zweite Preis für die beste Innovation geht an „Nachschub“, einer Gruppe aus vier Personen, die einen Online-Ersatzteile-Service für Oldtimer anbieten möchte. Dieser wird mit eigens für das neue Unternehmen gebrandeten Handyhüllen, Microsoft-Software im Wert von 60.000 Euro und Blinkist für sechs Monate prämiert. Das Team „Sky Interactive Systems“, das mit einer speziellen Beschichtung die Frontscheibe im Auto zu einem Display machen will, freut sich über den dritten Platz für die beste Präsentation. Der Preis besteht aus Handyhüllen mit eigenem Logo für das gesamte Team, Software und Blinkist für drei Monate. Das vierte Team präsentiert "CarCare", ein Benachrichtigungssystem, wann das Fahrzeug in die Werkstatt muss.

 

 

Jury, Mentoren und Teilnehmer ziehen ihr Fazit

 

Coaching mit Gerd HeinemannCoaching mit Gerd Heinemann „Für mich war der Teambuilding-Prozess am spannendsten zu beobachten“, so Mentor Jim Meininghaus. „Vom völligen Chaos zu Beginn des Wochenendes bis hin zu gut aufeinander eingespielten Gruppen, die mit Begeisterung an den Konzepten gearbeitet haben“. Der 35-Jährige unterstützt das Team der MOTOR-TALK GmbH seit April diesen Jahres als neuer Head of Business Development.

Timo Friedmann, Chefredakteur bei MOTOR-TALK, resümiert: „Die Teilnehmer haben innovative und ausgereifte Konzepte vorgestellt. Als MOTOR-TALKer freue ich mich, dass wir dieses Format unterstützt haben und unsere Erfahrungen als ehemaliges Startup-Unternehmen an künftige Generationen weitergeben konnten. Ich bin gespannt, wie sich die Unternehmenskonzepte der Teams weiterentwickeln.“

 

 

Das große Abschlussbild: Ein erfolgreiches und spannendes Startup-Weekend geht zu Ende.Das große Abschlussbild: Ein erfolgreiches und spannendes Startup-Weekend geht zu Ende. Auch die Teilnehmer waren begeistert: „Ich hab schon an mehreren Startup-Weekends teilgenommen. Man kann nicht damit aufhören, ich bin totaler Fan dieser Art von Events. Mich reizt vor allem die Herausforderung, aus dem Nichts heraus etwas zu machen “, freut sich Simon Joecks, Ideengeber des siebenköpfigen Gewinnerteams „paketoo“. Seine Idee: eine Online-Transportbörse, ähnlich den Angeboten wie Mitfahrzentrale.de oder Blablacar. In nur 54 Stunden erstellte die Gruppe ein komplettes Unternehmenskonzept, inklusive Logo und Landingpage. Dafür lud Juror Dominik Hoberg die Gewinner für ein Wochenende nach Barcelona ein. Dort haben sie die Möglichkeit, der SEAT-Führungsebene ihre Idee zu präsentieren.

 

Es geht los: Die Teilnehmer kommen an und werden herzlich in Empfang genommen Es geht los: Die Teilnehmer kommen an und werden herzlich in Empfang genommen

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14.11.2014 18:50    |    Rockport1911

Zitat:

Seine Idee: eine Online-Transportbörse, ähnlich den Angeboten wie Mitfahrzentrale.de oder Blablacar.

Gibts schon in Norwegen, hieß früher mal Easybring und heute ist es unter Nimber bekannt.


15.11.2014 12:38    |    XC70D5

Das dürfte eines der größten Probleme sein, was aber im Zeitalter des Internets relativ schnell zu klären sein dürfte.

 

...aber was spricht dagegen, solche Dinge zu adaptieren/verbessern? Das Tablet gab es vorher schon, Apple hat es aufgegriffen und durchgesetzt ;)


17.11.2014 12:23    |    frolueb

Online-Transportbörsen gibt es schon viele, wie ein kurzer Google-Check zeigt: https://www.google.de/webhp?...

Aber wie ja auch XC70D5 schon schrieb: Was spricht dagegen, Dinge zu adaptieren und dann zu verbessern? ;)


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