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el lucero orgulloso

11.12.2012 20:23    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: C-Klasse, Mercedes, W202

Luceros VerseLuceros Verse

 

Ich möchte euch heute auf etwas andere Weise von einem Erlebnis berichten, welches sich am tatsächlich so am ganz frühen Morgen des 2. Dezembers ereignete.

 

Ihr könnt mir glauben, über 95% des Inhalts sind genau so passiert und direkt aus dem Leben gegriffen. :)

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

 

 

Lucero war am Ballabend,

ging dann raus, rein nichts ahnend,

doch was ihn da sehr erstaunte,

Schnee fiel, dass er nur raunte!

 

Er stieg also ins Auto ein,

die Eltern schrien: „Komm schnell herein!“

wir sollten sehr schnell losfahren,

doch die Ruhe stets bewahren.

 

Vati fuhr ganz souverän,

Familie sagt: „Das ist doch scheen!“

schön langsam und ganz vorsichtig,

bei Glätte ist das sehr wichtig!

 

Doch dann ging‘s zur Grenze zu,

im Auto herrschte noch viel Ruh‘,

doch Lucero wollte fahren,

Vater meinte: „Ja, nach Jahren!“

 

Doch Lucero hat‘s geschafft,

den Vater dazu aufgerafft,

sich nach vorne rechts zu setzen,

und das sogar ohne Hetzen.

 

Lucero fuhr ganz sanft und zart,

Bockig und hart ist nicht seine Art,

Der Benz fuhr tapfer durch den Schnee,

Doch 's sollt was kommen, ohweh!

 

Nach der Autobahnabfahrt,

hätt‘ man doch lieber ein Kart,

Es kam Schlimmes auf uns zu,

rutschig wurde es dazu!

 

Autos standen warnblinkend,

ihre Fahrer zuwinkend,

Papi, in Panik verfallend,

fix, so eben abschnallend!

 

„Auf die Rückbank geht‘s mit dir!“

Rief mein Vater schnell und schier,

Ich hatte gar keine Wahl,

somit auch kein bisschen Qual.

 

Mein Vater, schon ganz selbstbewusst,

verspürte scheinbar große Lust,

alles was so traurig stand,

zu überholen, kurzerhand.

 

Doch die Rechnung ging kaum auf

so nahm der Wahnsinn seinen Lauf,

der Heckantrieb der stört gewaltig,

auf Eis untauglich ganz nachhaltig.

 

Der Vater konnt‘ es besser nicht,

hat er auch an 's Abblendlicht,

die Räder an der Stelle drehten,

sich kein bisschen fortbewegten.

 

So sehr der Motor auch aufheulte,

noch mehr der rot‘ Kopf sich ausbeulte,

nein, es half da leider nix,

nein, da gab es keine Tricks.

 

Paps wollt wenden die C-Klass‘,

doch der Schnee fiel noch en masse,

ich musste raus um zu schieben,

Vatern konnte kaum abbiegen.

 

Auf Tiefschnee fuhr er dann davon,

auf dem Parkplatz war er schon,

dort stellte er das Auto hin,

jaja, das hatte seinen Sinn.

 

So liefen wir dann schön zu Fuß,

immer mit ,nem netten Gruß,

an alle Frontgetriebenen,

die nicht Hinterbliebenen.

 

Ich war dennoch gut gelaunt,

denn ich war ganz schön erstaunt,

was man so erleben kann,

dachte nur laut: „Mann oh Mann!“

 

So schlug der Kirchturm fast halb drei,

als wir schon ließen los den Schrei,

wir waren endlich zu Haus‘,

eingeschneit war‘n wir durchaus.

 

Doch gute Stimmung war auch da,

schließlich war es wieder klar,

hätten wir Mercedes nicht,

könnt‘ nicht schreiben den Bericht!

 

Der C-Klass' BettlagerDer C-Klass' Bettlager

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11.12.2012 21:01    |    Goify

Wundervoll gereimt und in allen Worten so wahr.

Der W202 ist absolut untauglich für den Winter und daher steht meiner auch unter der Brücke bis mind. Mitte Januar. Einzig mit Schneeketten kommt man laut ratternd von der Stelle.


11.12.2012 21:55    |    plaustri20

Klasse gedichtet, Lucero. So gut muss man das erstmal können:)

Bei mir wird es demnächst auch einen Schnee-Blog geben (um noch schnell Schleichwerbung zu machen...)


11.12.2012 22:15    |    MonaLisa_22

Klasse! :):):)


11.12.2012 22:26    |    MIC M3

Was Lucero uns zu sagen meint,

hat sich wieder toll gereimt.

 

Manchmal frag ich mich?

Ob alle Autos früher nich?

Bei Schnee überhaupt noch kamen Heim?

Ach ich laß das mit dem Reim.

 

FWD sucks :D:D


12.12.2012 08:55    |    Diesel73

Schön geschrieben :). Hast echt Talent.

 

Kann aber MIC M3 nur zustimmen: wie kamen früher die Autos von der Stelle? Ich habe bisher weder mit Front- noch mit Heckantrieb im Schnee Probleme gehabt :confused:.


12.12.2012 10:27    |    olibolli

ja, sehr schön geschrieben..

 

aber ich muß meinem vorredner recht geben, das ich in den letzten 22 jahren auch wenig probleme hatte...

egal welches antriebssystem..

 

wobei der allrad schon viel spaß gemacht hat :D;)

 

grüße


12.12.2012 12:32    |    pieb

Es kommt ja immer drauf an wo man wohnt...

 

Mein Opa hatte früher auch einen W202 - es kam durchaus vor das er ihn unten am Berg hat stehen lassen müssen.

Mein Dad, mit seinem damaligen A Omega hat es anders angegangen - vieeel Anlauf und auf den letzten Metern noch mit 5-10 km/h bei 4000 U/min (der Sound des 2.6ers war klasse :D) oben anzukommen.

 

Früher war es also auch nicht anders.


12.12.2012 12:50    |    Diesel73

Vielleicht war man da einfach erfinderischer, um da hochzukommen :D. Vieeel Anlauf ist ja schonmal gut :D:D.


12.12.2012 13:56    |    MIC M3

Oje, welch Geister hab ich gerufen.

Wollt nich vom Thema abgrooven.

 

Es geht hier um des Luceros Talent.

Und hoffe das ihr das auch erkennt.

 

Huldigt nun des MT-Dichters Verse,

das ist in diesem Blog die Achillesferse.


12.12.2012 14:32    |    pieb

Zitat:

Vielleicht war man da einfach erfinderischer, um da hochzukommen :D. Vieeel Anlauf ist ja schonmal gut :D:D.

Und man hatte kein ESP :D

 

Nun lasst uns huldigen :)


12.12.2012 15:38    |    olibolli

mic, danke fürs dichten, wußte gar ned was ich da für nen philosophen zum freund habe ;)

 

pieb, was hilft da ESP???

wäre mir neu..

 

gruß


12.12.2012 16:12    |    pieb

Zitat:

pieb, was hilft da ESP???

Lies den Text nochmal im Zusammenhang ;)

 

ESP ist u.U. kontraproduktiv, da es einen verlangsamt.


12.12.2012 17:24    |    el lucero orgulloso

Vielen Dank für euere schönen Kommentare und auch für das Lob, über welches ich mich sehr freue. (Eine Extra-Erwähnung sind natürlich MICs Antworten in Versen wert! :) ).

 

Falls das im Gedicht nicht durchkommt: Es ging darum, eine viel befahrene Hauptstraße hochzukommen, die an dieser beschriebenen problematischen Stelle deutlich anstieg sowie eine länger gezogene Rechtskurve machte. Durch das viele Befahren war der Schnee schon eingefahren, ist leicht getaut aber gleich wieder zugefroren, was Glätte provozierte. In unserer sehr steil ansteigenden Straße lag der Schnee noch frisch, sodass wir da problemlos hochgekommen wären, trotz noch mehr Steigung.

Im Flachland wäre der Winter ja gar keine Rede wert und auch eher mit Heckantrieb zu meistern.

 

Da FWD aber suckt ( :D ), wird das nächste Auto vermutlich ein AWD. Das hat aber noch etwas Zeit, doch hoffentlich packen wir das noch vor dem nächsten Winter mit dem Kauf. :)


12.12.2012 17:34    |    olibolli

ok, dann hab auch ich das verstanden ;)


22.08.2015 13:43    |    brunsberg

Wie das frueher war? Ganz schoen gruselig, obwohl ich aus den 70ern nur Erfahrungen als 'Flachlandtiroler' in der norddeutschen Tiefebene vorweisen kann.

Zwei Winter mit VW Kaefer 1300 und guten Sommerreifen hielten schon so manche Schreckmomente bereit. Wer den Kaefer kennt, weiss was ich meine. Der war schon bei nasser Strasse tueckisch, von Glaette ganz zu schweigen. Das gemeine daran: Wenn du am Ende der Kurve dachtest: Wunderbar, alles bestens -- und gedanklich schon wieder auf der Geraden warst, schlug er zu und kam mit dem Heck, und das verdammt schnell! Ein Quersteher oder Dreher war dann nur noch mit blitzschneller Reaktion zu verhindern.

Irgendwelche Assistenzsysteme gab es selbstredend keine. Nur die Traktion war ganz ordentlich, weil ja der Motor auf der Antriebsachse lastete.

 

Bei Frontkratzern gibt's uebrigens fuer kurze Steilstuecke den Trick, rueckwaerts zu fahren, das bringt etwas mehr Gewicht auf die angetriebenen Vorderraeder.


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