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02.08.2013 20:42    |    DoNuT_1985    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: 3 (940), Alfa Romeo, AMG, Erfahrungsbericht, Giulietta, SLS

Nun ist ziemlich genau ein Monat vergangen, seit ich das Lager gewechselt habe und eine Langzeitbeziehung mit einer Italienerin eingegangen bin (fortan liebevoll "Jules" genannt). Seither hat sich ein bisschen was getan und mein täglicher Arbeitsweg, ein paar Abstecher zu Bekannten und Verwandten sowie diverse Badeausflüge in der Umgebung haben den Tachostand immerhin fast schon auf 1500 km getrieben. Muss gestehen, dass ich mich 1-2x auch als Fahrer aufgedrängt habe, nur so gehts wohl vielen mit einem neuen Auto - vor allem, wenns das Erste nach 2 Gebrauchten ist.

 

Man kann sagen, die "Roh-Ei-Phase" des Einfahrens dürfte schon hinter mir liegen, halbwegs materialschonend wird bei mir sowieso gefahren, aber ab jetzt mit zunehmender Fahrfreude, die mir der 318i zumindest motorisch nicht in jeder Situation geben konnte... ;)

 

Heute war ich am Sulmsee in der näheren Umgebung: da es im Umkreis von einer halben Stunde eben nur zwei vernünftige Seen gibt und ich beim ersten schon 2x in der Woche war, gings in die malerische Landschaft der Südoststeiermark zu einem See eingebettet in die Hügellandschaft. Hier ist mir schonmal aufgefallen, dass 320 Nm bergauf ganz ordentlich ziehen, zudem bestätigt sich hier die Oldschool-Turbodieselcharakteristik des 2.0 JDTM.

 

Unter 2000 Touren = nahezu Saugdiesel ;)

>= 2000 U/min = Schub :D

 

Ohne jetzt von diesen prinzipbedingten Spezialitäten überrascht zu sein, erfordert zügiges Vorankommen auf jeden Fall entsprechende Schaltarbeit - sprich, man sollte zügig schalten und schauen, dass man im Drehmomentfenster des Motors landet, wenn man "auf Zug" bleiben will. Ist man "auf Zug" (2000-3500 U/min), feuert einen der Motor auch entsprechend der Leistung mühelos Steigungen hoch - macht tierisch Spaß, in der Karawane auch mal die Pace machen zu können. :D

 

Inzwischen (am weg zum See über den Seggauberg) hab ich mich auch weiter mit dem DNA-System gespielt und bin zu dem Schluss gekommen, dass der "Dynamic"-Modus trotz sponater Gasannahme und mehr Drehmoment (350 Nm Overboost) irgendwie doch nicht so spaßig ist, wie anfangs angenommen. Dadurch, dass das Gaspedal sehr spitz reagiert und 80% der Normalstellung wohl schon auf den ersten 3 Zentimetern abgerufen werden, ist es sehr mühsam, langsam zu fahren - oder auch nur an Kreuzungen anzufahren. "Rund" schalten ist auch schwierig, weil man sehr viel Gefühl braucht, um die richtige Menge Gas zum Einkuppeln zu erwischen. Zu viel (was leicht passieren kann) sorgt für einen Sprung nach vorne (was die Kupplung auf ein Autoleben wohl auch nicht gutheißen wird). Richtig Spaß macht es nur, wenn man die Gänge ausdreht und mit Gefühl und Zwischengas schnell schaltet - normales, komfortables Fahren (zum Abkühlen zwischendurch) geht in dem Modus gar nicht, Zweiter-Gang-Kehren sind auch eher schwer zu nehmen.

 

Vielleicht wachse ich ja noch ein wenig mit dem Wagen zusammen. Am Schalten sollt es nicht liegen, wer 5 Jahre 318i (und über 100tkm) gefahren ist, hat in der Regel genug Praxis (vornehmlich vom häufigen Zurückschalten) :rolleyes:

 

*Nachsatz 12.08.13*

Vielleicht war ich etwas hart mit dem 'Dynamic'-Modus. Nach einiger Eingewöhnung und ein paar Fahrversuchen komme ich zu dem Schluss, dass es doch Laune macht, in dem Modus zu heizen. Meiner Meinung nach hätte man das E-Gas nicht so spitz abstimmen müssen (im Vergleich zu N), aber auf jeden Fall geht die Fuhre ziemlich vorwärts und schnelle Kurvenhatz auf der Landstraße ist genau das richtige für den Modus. Die Lenkung könnte aber eine Spur leichtgängiger sein, für meinen Geschmack verhärtet sie etwas zu künstlich. Die Normalabstimmung mit etwas mehr Throttle-Response wäre optimal.

*Nachsatz 12.08.13*

 

An der Einfahrt zum See hatte ich dann den Eindruck, dass ein paar neugierige Blicke auf mein Auto schweiften - kann natürlich Verfolgungswahn sein, einen Mittzwanziger sieht man in unseren Gefilden aber eher in schwarzen BMWs oder Audis, vielleicht war es doch das Rosso Alfa der Giulietta.

 

Am See angekommen war dann erst mal Entspannung angesagt, was dann so aussieht:

 

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Ich will jetzt nicht über den See oder meine Badegewohnheiten referieren - schließlich geht es hier um Autos - aber leider war es dann doch nichts mit Entspannung. Nachdem ich mir früh (13:15) einen Steg am ruhigeren Ende gesichert hatte, dauerte es leider nicht lang, bis 2 Familien mit Kindern diesen ebenso besiedelt hatten und gefühlte 2 Stunden ohne Unterbrechung geschrien, gebombt und geköpfelt wurde. Kann man vielleicht dem Alfa zuschreiben, dass sich als kleine "Wiedergutmachung" eine rassige Mutter neben mir hüftaufwärts nahtlos bräunen wollte... ;) :D

 

Wenn man schon mal an einem See parkt und heutzutage dank Smartphone jederzeit eine Kamera dabeihat, bietet es sich natürlich an, auch gleich ein paar Fotos zu machen. Versprecht euch nicht zu viel, geile HDR-Bilder oder ausgefuchste Perspektiven gibt es bei mir eher nicht. Anscheinend hat das aber einen SLS AMG-Fahrer auf den Plan gerufen, der sich praktisch genau in dem Moment hinter meinen Alfa geparkt hat, so gibt es dann Fotos von einem "Exotentreffen", wobei der Mercedes wahrscheinlich gewinnt, obwohl an dem Tag lustigerweise sogar 2 (!) weiße SLS am See standen. Der See ist aber in der in der Regel doch eher von Normalbürgern besiedelt und Parken plus Eintritt kostet 5 Euro, also kein Comer See der Südoststeiermark. :D

 

Der SLS-Besitzer wollte zwar nicht über Autos plaudern, da er gerade lautstark telefonierte - obendrein dürfte er aber sowieso der Kategorie "neurreicher Jungprolet" oder "Sohn" zuzuschreiben gewesen zu sein... schließe ich aus seinem Gehabe und dem 150€-Markenpolo. Tja, the best cars are always driven by idiots...

 

SLS in der Modefarbe Weiß sind übrigens ganz was Fürchterliches - analog zu Rot bei Alfa sollte man diese am besten nur in Silber ausliefern. :)

 

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Um dem Artikel noch ein wenig Praxisbezug zu geben, der Wagen schlägt sich aber auch abseits vom Posing ganz gut, der Kofferraum ist zwar nicht riesig, aber Badegepäck für einen Single hat allemal Platz - Test bestanden. :rolleyes:

 

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Am Schluss noch ein paar Worte zu einem meiner liebsten Features des Alfa - man glaubt es kaum, aber es ist das Multimedia-System mit USB-Schnittstelle.... :D

 

Neben dem im BMW fehlenden Xenonlicht und der Freisprechanlage hab ich als (Rock-)Musikfan mit ordentlicher MP3-Sammlung jahrelang damit gekämpft, Musik im Auto zu haben, da mein BMW leider keine USB-Schnittstelle hatte und ich zu knausrig war, mir diese nachrüsten zu lassen. Immerhin hat das iDrive sogar MP3-CDs (oder -DVDs, wenn ich die Navi-DVD rausnahm) abgespielt, anno 2013 will aber niemand mehr CDs brennen, so liefen meistens Original-CDs (ich hatte eine Mappe mit ca. 20-30 Stück im Auto) oder alte Mix-CDs. Vom Komfort eine "modernen" USB-Sticks war das aber weit entfernt.

 

So war ein "Must-have" in der Optionsliste des Alfa die USB/Aux-Schnittstelle (in irgendeinem Paket). So gut wie die Blue&Me-Freisprecheinrichtung mit meinem Android-Smartphone (Sony Xperia S, Android 4.1.2, CyanogenMod 10) lief, so einwandfrei wurde mein Sandisk-4GB-Stick erkannt und eingelesen. Es ist ein nicht zu unterschätzender Komfort, 50 Alben (oder mehr) auf einem Medium zu haben und zwischen diesen nach Lust und Laune herumschalten zu können, ohne Gefahr zu laufen, auf die Gegenspur in den nächsten LKW zu kommen. :D

 

Um ehrlich zu sein, zu 100% ist die Gefahr auch nicht gebannt, weil meine Jules Italiererin ist und Italiener(innen) bekanntlich keine Deutschen. Was das heißt? Wie schon in #24 erwähnt, bedeutet das, dass "bella macchinas" nicht immer mit State-of-the-art Infotainment und -Bedienung glänzen. Viele von euch werden schon mal einen aktuelleren Fiat als Leihwagen gehabt haben, vielleicht könnt ihr euch grob vorstellen, was ich meine...

 

Grundsätzlich funktioniert das System recht simpel und selbsterklärend, der Haken dabei ist allerdings, dass gewisse Funktionen nur via Lenkradtasten und Menü im Kombiinstrument angewählt werden können. Natürlich kann man mit den links/rechts-Tasten der Radio-Bedieneinheit zwischen Titeln schalten, bei hunderten Songs und dutzenden Alben muss man aber doch in die Untermenüs, um einen Künstler oder ein Album/Genre auszuwählen.

 

Hierzu muss man dann folgende Prozedur ohne Tippfehler bestehen (Angaben ohne Gewähr)

 

  1. Menütaste
  2. Auf "Media Player" + [OK]
  3. "Erweiterte USB-Einstellungen" (klar, oder?) + [OK] :D
  4. Mit den Steuertasten am Lenkrad zwischen "Ordner/Künstler/Genre/Album" oder "Alle Abspielen" auswählen + [OK]
  5. [Wenn nicht "Alle abspielen"] Bei Album/Künstler/Ordner in der Gruppierung den richtigen "Bereich" (zum beispiel Abba bis Green Day) auswählen
  6. Entweder "Alle abspielen" (spielt die ganze Kategorie) oder einzelne Titel wählen + [OK]
  7. Es ertönt Musik :D :D :D

 

Immerhin kann man dann ganz normal am Radio mit links/rechts Titel weiterschalten oder mit rauf/runter z.B. Künstler/Alben/Genres wechseln (je nachdem, was man gerade ausgewählt hat). Das heißt, in der Praxis stellt man es einmal auf Künstler/Album und geht dann die nächsten 3 Monate nicht mehr ins Untermenü via Bordcomputer... ;)

 

Hier sieht man schon, dass es relativ schwierig ist, moderne Datenmengen über ein mehr oder weniger "klassisches" Bediensystem ohne Touchscreen oder zumindest einen großen Monitor zu verwalten. Ich hab mich daran gewöhnt und finde meine Lieder mittlerweile zuverlässig. Glaube kaum, dass das große Navi mit Bildschirm für 1000+ Euro hier sehr viel bedienfreundlicher gewesen wäre - so hab ich mir das Geld gespart und nur die Vorbereitung fürs mobile Navi mitgestellt (sollte ich mir auch mal beim Freundlichen abholen, gibts leider nur im Zubehör).

 

Zur Veranschaulichung noch ein paar Bilder aus dem Bordcomputer:

 

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Ich hoffe, meine Einblicke ringen euch den einen oder anderen Schmunzler ab oder geben euch zumindest ein paar Einblicke in Dinge, die normalerweise nur am Stammtisch mit einem flockigen Witz abgetan werden, bevor man weiter über die breiteren Vorderreifen des RS3 herumschwadroniert. ;)

 

Mir machen solche kleinen Unzulänglichkeiten nichts, denn Perfektion wäre ohnehin langweilig und ich hab nach wie vor viel Freude mit Jules... PERIOD. :)

 

Gute Fahrt und MFG,

DoNuT / Florian


02.08.2013 21:10    |    plaustri20

Servus Florian,

Wieder ein sehr schöner und gelungender Artikel, jedes Mal ein Genuss über die Erfahrungen und Geschichten deines Jules zu lesen:)

Ich muss ganz ehrlich gestehen, solche Artikel aus dem Alltag eines Autos mit schönen Bildern dazu sind einfach die tollsten und kurzweiligsten Blogs insgesamt, auch deswegen freue ich mich über jeden neuen Artikel über deinen BMW bzw. Alfa. Ich hoffe in nächster Zeit wieder mehr davon lesen zu dürfen!:)

 

Ich glaube, jetzt sollte ich aber auch noch etwas zu deinem "Neuen" schreiben. Der einzige Italiener in dem ich je als (Mit)Fahrer saß, war ein 2011er Fiat Punto Evo von einer Mietwagen-Firma. Die Bedienung kam mir zwar damals etwas umständich vor, aber dein USB-System ist wirklich ein negativ Beispiel. Ich musste die letzten Tage einem Besitzer eines aktuellen VW Tiguan erklären, wie Musik auf der SD-Karte in seinem Navigationssystem (RNS 315) zum Laufen bringt:

 

SD-Karte Reinstecken -> der VW lädt alles -> per Touch-Display Song/Ordner/Interpret/.. auswählen -> Musik ertönt:D

 

LG plaustri


02.08.2013 21:17    |    flo-95

Hallo Florian (cooler Name übrigens),

 

finde ich auch interessant, was du so über deine Giulietta berichtest. :) War bei mir auch mal kurz im Gespräch, als ich nach einem Auto gesucht habe, aber ich war doch etwas skeptisch wegen der Qualität etc. (ist zwar wahrscheinlich alles nur ein Vorurteil, aber jetzt ist erst mal ehr zu spät)

 

Gibt es für das Xperia S eigentlich kein CM 10.1? :eek: ;)

 

Ich habe zwar noch kein aktuelles Alfa-Radio bedient, aber das hört sich recht umständlich an. Da bin ich doch froh über das RNS 310 in meinem Golf. Obwohl ich sehr technik-affin bin, muss es ja nicht unnötig kompliziert gemacht werden.

 

@Plaustri: Hat es denn jetzt funktioniert und an was lag es?


02.08.2013 21:19    |    plaustri20

Flo, um das hier nicht ins Off-Topic zu treiben bekommst heute noch ´ne PN, muss nu kurz weg;)


02.08.2013 21:41    |    DoNuT_1985

@flo-95: Danke, kann ich nur zurückgeben, immer noch besser als Kevin & Chantal... ;)

 

Qualität ist bei einem Italiener natürlich immer ein Thema, aber ich hab schon etwas recherchiert, ob die Giulietta irgendwelche schlimmen Macken hat. Mein Onkel hat in einem Betrieb gearbeitet und meinte auch, es gäbe nix Gravierendes, obwohl es natürlich schon welche in der Werkstatt gab - ich denke, sogar irgendwas mit den JDTM-Maschinen, aber eher anfangs...

 

Da das Modell auf einer recht modernen Plattform steht (Bodengruppe geteilt mit Lancia Delta/Dodge Dart) und schon seit 2010 gebaut wird, glaub ich nicht, dass ich es bereuen werde - ist ja auch kein verrückter Spätachziger Ingenieurs-Alfa, sondern ein moderner Kompakter mit Fiat/Chrysler-Konzerntechnik. Obendrein ist er ja neu und ich hab noch 23 Monate Werksgarantie... ;)

 

Das Infotainment vereint halt ziemlich viel Funktionalität in einer Menüstruktur mit ein oder zwei Textzeilen, da braucht man eben einige Ebenen. Anno 2010 war in der Kompaktklasse abgesehen von den VAG-RNS/RCD-System nicht so viel mit Touchscreen unterwegs und der Fiat-Konzern ist auch nicht so der Vorreiter in dem Sektor - dafür ist das Cockpit deutlich schöner als in einem Golf. :)

 

Es ist nicht so schlimm, wie das Beispiel veranschaulicht, sooo oft macht man das ja auch nicht und Punkt 1-4 hat man in 3 Sekunden abgehakt, der Rest hängt eben davon ab, ob man aus 5 Genres, 50 Künstlern oder 300 Alben das richtige rauspicken muss. Ich kauf mir aber kein Auto nach dem Mediaplayer, unterm Strich ist das auch nicht so wichtig. ;)

 

ad Xperia S)

 

Ist nicht offiziell von CM unterstützt, ich verwende ein inoffizielles ROM von freexperiaproject.org (FXP), anscheinend haben die es noch nicht geschafft, CM10.1 zu supporten, obwohl es sogar Xperia-S-Sourcen im AOSP gibt und durchaus andere 4.2er-ROMs im Netz herumgeistern - möchte aber bei FXP bleiben, es läuft einwandfrei und so wichtig sind Lockscreen-Widgets nun auch nicht. :rolleyes:


02.08.2013 22:13    |    flo-95

Zitat:

Ich kauf mir aber kein Auto nach dem Mediaplayer, unterm Strich ist das auch nicht so wichtig.

Wenn man sich aber aufgrund der Hauptmerkmale (Antrieb, Fahrverhalten, Komfort, Platz, Wirtschaftlichkeit, etc.) nicht zwischen zwei Autos entscheiden kann, sind es solche Sachen, die den Ausschlag geben können.

 

Ist zwar eigentlich Off-Topic, aber nochmal zum Xperia S:

Sony ist da ja so ziemlich der aktivste Hersteller, was den Support der Developer-Community betrifft.

Die besten Custom ROMs auf AOSP-Basis sind aber immer noch AOKP und ParanoidAndroid. Gibt es davon etwas für das Xperia S?


02.08.2013 22:32    |    DoNuT_1985

Zitat:

Wenn man sich aber aufgrund der Hauptmerkmale (Antrieb, Fahrverhalten, Komfort, Platz, Wirtschaftlichkeit, etc.) nicht zwischen zwei Autos entscheiden kann, sind es solche Sachen, die den Ausschlag geben können.

Klar, in dem Fall hab ich aber weniger rational gewichtet. Es sollte keine Stangenware werden - deswegen war mir der Alfa schon immer sympathisch - außerdem ist er ein sehr ordentlich ausgeführtes Auto, wenn mal mal Übersichtlichkeit, Bedienung und Platzangebot ausklammert.

 

Ich hab die Giulietta das erste mal vor ca. 2 Jahren auf einer Messe gesehen und gedacht "schön, aber kein BMW und obendrein Italiener", aber mit den Jahren wird man etwas offener, nachdem ich was Neues wollte keimte der Gedanke wieder auf und *bamm* hatte ich einen Wunsch-Alfa zu guten Konditionen....

 

Kann man ja mal probieren, ich werd sicher noch genug Vernunftsautos fahren, eigentlich hätt ich schon beim BMW drauf pfeifen sollen und einen 6-Zylinder nehmen. ;)

 

Zitat:

Sony ist da ja so ziemlich der aktivste Hersteller, was den Support der Developer-Community betrifft.

Die besten Custom ROMs auf AOSP-Basis sind aber immer noch AOKP und ParanoidAndroid. Gibt es davon etwas für das Xperia S?

Bzgl. ROM: Ich mag CM. Wenn ich nach neueren ROMs fürs Xperia gesucht habe, bin ich meistens bei irgendwelchen 200-seitigen Threads gelandet und mir war es zu blöd, dafür jedes mal zu backuppen, flashen, ärgern und erst wieder CM10 zu restoren.

 

Mein FXP-ROM geht ganz gut, da bin ich dann zu faul, wöchentlich ein neues ROM zu probieren. Sony hat ja nochmal angekündigt, 4.3er-Updates für alte Modelle zu überdenken, vielleicht geschieht da ja noch ein Wunder und ich kann auf 4.3 springen. Ob nun offiziell oder vom FXP-Projekt.... Ansonsten hab ich auch noch ein Nexus 7 mit 10.1 - so groß ist der Unterschied nicht, dass ich 10.1 am Handy wirklich bräuchte... seh ich so pragmatisch wie die Bedienlogik meines Alfas. ;)


02.08.2013 22:50    |    flo-95

Ja, so ein bisschen Unvernunft kann nicht schaden. :D

 

Ich hatte mal eine Zeit (beim Samsung Galaxy Ace und beim Toshiba Folio 100), da habe ich wirklich 3 mal die Woche jedes neue ROM ausprobiert, oft auch frühe Alpha-Versionen, wo nur sehr wenig funktioniert hat. Das Toshiba habe ich mir damit ein mal zerschossen. Glück gehabt, dass es bei der Reparatur nicht aufgefallen ist. ^^

Mittlerweile mache ich es auch so, dass ich nach dem Release der neuen Android-Version einen Monat abwarte (obwohl ich schon vorher updaten könnte, ich habe zwei Nexen/Nexi/Nexusse), dann mein aktuelles Lieblings-ROM installiere (meist AOKP oder PA) und dann erst wieder beim nächsten Android-Update oder wenn es ein geniales neues Feature gibt (meist eher bei PA der Fall). Mein Nexus 7 läuft sogar noch mit Android 4.1, weil ich zu faul war. :D Nächstes Wochenende werde ich aber beide Androiden mal auf 4.3 bringen.


04.08.2013 14:29    |    124er-Power

Cooler SLS :cool:


04.08.2013 17:21    |    Roland0815

Der SLS wirkt aber etwas blass...


04.08.2013 17:47    |    DoNuT_1985

Ich sags ja, in Weiß sieht der SLS, der ohne Zweifel ein tolles Auto ist, fast etwas langweilig aus. Das Silber oder auch Rot gefallen mir deutlich besser, ist ja nicht mein Wagen - das "trendige" Weiß dürfte sich mit dem Geschmack des Besitzers decken... ;)


04.08.2013 18:57    |    Goify

Oder eben klassisches Weiß. In den 30ern war Weiß die Farbe der deutschen Rennwagen und bis vor Kurzem waren weiße Mercedes im Ausland viel gefragter und damit wertvoller, als welche in silber oder schwarz. Wie es aktuell ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat der Trend das etwas kaputt gemacht.


05.08.2013 11:31    |    D1N0M1NAT0R

Ein Violettscharzer SLS des wär meiner! Der Alfa schaut nicht schlecht aus ist aber nicht mein Fall...


05.08.2013 13:53    |    mat619

Schöner Alfa! Bin doch etwas neugierig, was den Motor betrifft... Ist von den Leistungsdaten her nämlich bis auf 4 PS und 10 nm im Overboost identisch mit dem PSA Turbodiesel in meinem Elch.

Was braucht der JDTM denn bisher so, bei sportlicher Fahrweise?

 

Ach zum Thema SLS und Farbe, weiß geht doch noch, sieht wenigstens nicht Brechreiz erregend aus. Hab schon SLS in matt-kackbraun und matt-pink gesehen... Danach ist man geheilt davon, über "normale" Farben an dem Auto zu meckern ;)


05.08.2013 14:43    |    DoNuT_1985

@mat619:

 

Bisher bin ich bei 5,5 Litern - zeigt der Bordcomputer an und beim ersten Tankstopp bin ich auch auf den Wert gekommen. Nach dem Reset und weiteren 500 gemixten Kilometern bin ich auch ungefähr dort.

 

Ist jetzt natürlich nicht zu 100% repräsentativ, aber es war ein recht guter Mix drinnen - also Autobahn mit ca. 140 km/h (Österreich ;) ), ein paar zügigere Landstraßentouren, moderater Stadtverkehr mit Ampelstopps.

 

Wirklich "sportlich" war das aber noch nicht, wenn ich mich da mit unserer Jugend am Lande vergleiche - obwohl ein 300+-Nm-Turbodiesel ganz was anderes als ein BMW mit 190 Nm und Heckantrieb ist, hab ich noch nichtmal unabsichtlich einen Kavaliersstart hingelegt... meine Kumpels meinen trotzdem, ich würde mit dem Alfa jetzt zügiger fahren. :)


05.08.2013 15:50    |    mat619

Ja, das meinte ich auch mit "sportlich". Eben nicht auf direkter Spritsparfahrt, sondern durchaus mal bissl flotter. Da merkt man die zahlreichen Jahre Entwicklungszeit (das Grunddesign des PSA in meinem stammt ja aus 2001-2003 oder so) zwischen den beiden Motoren deutlich, denn meiner verbraucht fast 2 Liter mehr bei ähnlichem Mix. Nur dass ich dabei auf der unsrigen Autobahn auch hin und wieder mal 160-210 km/h fahre.

 

Kavalierstart hab ich am Tag nach dem Wechsel von einem 70 PS Benziner auf den 136 PS / 340 nm Turbodiesel unabsichtlich einen sauberen hingelegt :D :

Die original Continentalreifen waren ziemlich alt und hart, als ich den V50 bekommen hab, und von der Traktion her dementsprechend mies. Ich stand vor der Brücke über den Nymphenburger Kanal in München, die auf kurzer Distanz kräftig ansteigt und wieder abfällt, an der Ampel, und verpennte das Umschalten auf Grün. Nachdem ich angehupt wurde, bin ich dann wie vom bisherigen 70 PS Dreizylinder altgewohnt munter aufs Gas gelatscht, mit dem Ergebnis, dass ich den kompletten ersten und zweiten Gang hindurch durchdrehende Räder über die Brücke hatte und den hinter mir stehenden in Reifenqualm verschwinden ließ. Die umstehenden Leute müssen mich für einen totalen Angeber gehalten haben, war aber gar keine Absicht... :eek: Andererseits wars mal lustig zu sehen, wie leicht man mit Drehmoment Reifen überfordern kann. :p Hat mich dazu gebracht, ASAP neue Reifen zu kaufen.


05.08.2013 16:47    |    DoNuT_1985

Weiß jetzt aber nicht, ob der JDTM nicht auch schon auf eine Maschine aus dem 159er zurückgeht und auch ein paar Jährchen am Buckel hat (eventuell überarbeitet wegen Euro5) - ist eben kein Sport- oder Genießermotor, auf jeden Fall ein guter Kompromiss und im Rahmen seiner Möglichkeiten eine mehr als ausreichende Motorisierung für die Giulietta.

 

Der 1.8 TBi (in der Giulietta QV) oder der 170-PS-Benziner (1.4 TBI MultiAir) wären sich noch mal ein Stück sportlicher gewesen, aber bei forcierter Fahrweise wohl schon knapp im zweistelligen Bereich... ;)

 

Geile Story übrigens, das war dann schon eher ein "versehentlicher" Burnout denn Kavalierstart.. wer sagt, dass man dafür einen übermotorisierten Hecktriebler mit 500 PS braucht, ein Diesel-Volvo tuts doch auch... ;)

 

Ich hatte anfangs eher das Problem, dass ich den Wagen an der Ampel 2-3x abgewürgt hab oder nicht optimal weggekommen bin. Wenn man 5 Jahre BMW-Schalter fährt, merkt man erst, wie schwergängig die Kupplungen dort sind. Bei VW (z.B. im Golf) sind sie noch leichtgängiger abgestimmt, mit dem Golf eines Bekannten konnte ich nicht mal in unserer Einfahrt anfahren... davor bin ich wohl seit der Fahrschule nicht mehr VW gefahren... ;)


05.08.2013 19:14    |    Goify

Du musst öfter die Fahrzeuge wechseln, dann kannst du mit jeder Kupplung umgehen. Ich fahre im wilden Wechsel von Ford über Subaru, weiter zu Audi, Skoda oder auch Mini, Fiat alles mögliche und da fährt man ein Mal mit Gefühl an, speichert diesen Wert im Bein und würgt an diesem Tag kein einziges Mal den Wagen ab oder fährt mit schleifender Kupplung an.

Die VAG-Kupplungen und -Schaltungen sind mit großem Abstand die besten. Dagegen verbaut Ford und Subaru den allerletzten Müll, wobei diese für sich genommen ganz ok sind - nur um den Unterschied zu verdeutlichen.


05.08.2013 19:32    |    DoNuT_1985

Wie du sagst, wenn man einen Wagen ein paar Mal gefahren ist, sitzt man rein und fährt ohne Probleme los... Anscheinend speichert man das wirklich ab.

 

Unsere diversen Ford Focus gehen ohne Umstände, der Alfa ging bis aufs zarte Anfahren auch fast sofort, nur der verfuchste Golf wollte partout nicht... ;)

 

Bin da relativ empfindlich... Wehe, mir verstellt jemand den Sitz um eine Raste, da merk ich nach 100m. :D


05.08.2013 20:51    |    flo-95

Die leichtgängigste Kupplung, die ich kenne, ist im Skoda Fabia I mit 1.4er Benziner von meiner Mutter. Wenn ich von meinem Golf 6 darauf umsteigen, sind das schon Welten. BMW mit Schaltgetriebe bin ich noch nie gefahren (bisher immer nur Automatik-BMWs), würde ich gerne mal machen...

Aber ehrlich gesagt Werte ich nur sehr selten Autos ab. Ohne mich jetzt selbst loben zu wollen oder eingebildet zu sein, glaube ich, ich habe viel Gefühl im Fuß. Wenn man da behutsam ran geht, klappt das immer. ;)


05.08.2013 20:57    |    DoNuT_1985

Man gewöhnt sich an alles... Kupplung vernichtet hab ich auch noch keine. ;)


06.08.2013 07:40    |    mat619

@DoNuT:

Zitat:

Geile Story übrigens, das war dann schon eher ein "versehentlicher" Burnout denn Kavalierstart.. wer sagt, dass man dafür einen übermotorisierten Hecktriebler mit 500 PS braucht, ein Diesel-Volvo tuts doch auch...

... vorausgesetzt, die Reifen sind Mist! :D

Keine Ahnung, was Conti da für eine Gummimischung fabriziert hat - einerseits sehr langlebig, andererseits im Alter völlig unbrauchbar:

Der Wagen war zum Kaufzeitpunkt 5 Jahre alt, hatte 115.000 km gelaufen, und es waren noch die Originalreifen drauf, auf denen er ausgeliefert worden war. Überraschte mich sehr; ich dachte mir schon, dass die doch eigentlich hinüber sein müssten. Das Profil war aber noch derart gut, dass sie diese eine Saison wohl noch gut verkraftet hätten - aber ausgehärtet waren die Teile! Unglaublich. Du konntest mit'm Fingernagel nicht mal einen kleinen Kratzer in den Gummi kerben, oder die Lamellen mit dem Daumen etwas verdrücken, keine Chance. Ich hatte daher schon mit verminderter Traktion gerechnet, aber nicht derart stark. Nach dem unplanmäßigen Durchgehen war der Entschluss zum umgehenden Neukauf zwar schon festgestanden, aber einen Test hatte ich dann noch gemacht: Auf einem leeren Parkplatz habe ich die Seitenführungskraft getestet, um besser einschätzen zu können, ob der Reifen nur beim Anfahren oder generell versagt. Jepp, er versagte generell - beim Kreise mit 40-50 km/h ziehen sprang laufend die ESP Warnleuchte an und der Wagen untersteuerte deutlich, wenn man etwas Gas gab. Bin noch am selben Tag zum Reifen kaufen gefahren.

 

Was Kupplungen betrifft stimmt's wirklich, je mehr verschiedene Autos man fährt, desto vielfältiger wird die eigene Anpassungsfähigkeit.

Bin ja beileibe kein VAG-Fan, aber die Kupplungen sind tatsächlich sehr ordentlich. BMW, Mercedes, Volvo, Citroen (zumindest die größeren Modelle) und Honda stehen meinem Gefühl nach auf selber Stufe. Die seltsamsten vom Gefühl her habe ich bisher beim Renault Megane mit dem Basisbenziner von 2009(?) erlebt und beim '07er Mitsubishi Colt 1.5 meiner Eltern. Der Schleifpunkt des Megane fühlte sich für mich einfach nur schwammig an, um dann sehr abprupt zu greifen (abprupt genug, um den kleinen, drehmomentarmen Benziner mehrfach abzuwürgen), und der Colt hat einfach einen extrem kurzen Pedalweg. Sonst nicht schlecht, aber sehr ungewohnt.


06.08.2013 09:17    |    DoNuT_1985

Ich seh schon, das Kupplungsthema hat Potenzial für #26... :D

 

VWs sind schon OK, in meinem Fall war das wohl der Kontrast nach ca. Jahren fast nur in meinem BMW in die Kiste zu hüpfen, wenn man sich darauf eingestellt hat, sind sie äußest angenehm zu fahren. Könnt mir schon vorstellen, dass eine zierliche Dame nicht unbedingt 50 km in der Stadt mit meinem alten BMW fahren will... Lenkung, Schaltung, Kupplung.... da ging alles relativ Streng (warum eigentlich bei 129 PS und 190 NM? :confused: )

 

Das Schlimmste, was ich gefahren bin, war ein Suzuki Samurai eines Bekannten (den muss ich hin und wieder heimstellen oder umparken). Diffuses Gefühl und schnappt auf ca. 2 cm Pedalweg fast voll ein - fahr damit mal gefühlvoll an... ;)


06.08.2013 17:59    |    D1N0M1NAT0R

Ihr müsst mal einen Pritschenfahrzeug fahren oder so, das ist die Kupplung dermaßen hart das du jedesmal durchdrücken musst. Fahre oft einen VW LT 46 Extra Lang, das einzig gute ist das wenn du die Kupplung ein wenig kommen lässt rollt er schon egal ob Bergauf schwer beladen oder nicht. Wenn du danach ein Komfortableres Auto fährt mit Gangschaltung dann merkste den Unterschied dann reicht es auch schon wenn ich vom VW LT auf den T5 umsteige das sind Welten und vom T5 auf die E Klasse sind nochmal Galaxien :D


06.08.2013 18:28    |    DoNuT_1985

T4/T5 kann doch jede Hausfrau fahren, die Dinger fühlen sich kaum nach Nutzfahrzeug an.


06.08.2013 18:45    |    D1N0M1NAT0R

Auch die ganzen 90er Pickups, da ist die Kupplung auch echt hart. Aber diese kleine Autos wie Ibiza und so lässt sich ganz normal Kuppeln, gern würdeich einen 530i E61 als Schalter fahren oder Mercedes.


21.08.2013 10:41    |    AR147

Zitat:

meine Kumpels meinen trotzdem, ich würde mit dem Alfa jetzt zügiger fahren. :)

Normaaaaal :D :D


21.08.2013 15:32    |    D1N0M1NAT0R

Aber ich glaube deinen Alfa ist auch angenehm zu schalten, glaube ich nicht das es schwer ist so oder so musst du immer anfahrgas geben und die Kupplung kommen lassen ein paar Mal dann lässt es sich später auch geschmeidiger schalten.


21.08.2013 16:08    |    DoNuT_1985

@D1N0M1NAT0R: Ich weiß, was du meinst... ist Gewöhnungssache. Ich bin jahrelang einen BMW mit arschharter Kupplung gefahren, da brauchts ein paar Kilometer. Mittlerweile hab ichs recht gut heraußen...

 

Was mir etwas zu schaffen gemacht hat, ist der extreme Unterschied in der Kennung gewesen. Das Pedal im Normalmodus ein paar Zentimeter zu drücken dreht den Motor irgendwo auf 1200-1400 Touren oder so - mit "Dynamic" ist es deutlich spitzer und die Maschine heult fast auf, da muss das Kleinhirn kurz mal umschalten, bis man das anfangs gepeilt hat... D

 

P.S.: Ohne Gas fahren nur Fahrschüler an, aber davon bin ich doch schon so ca. 200tkm entfernt... ;)


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