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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

31.10.2008 12:05    |    knolfi    |    Kommentare (3)

Ist eigentlich noch ein bischen früh, aber da sich ja aufgrund des FL und der mitllerweile bestellbaren Limo immer mehr Kaufinteressenten für den RS6 finden, hier mal ein kleines Zwischenfazit als Kaufentscheidung. Dabei versuche ich das ganze mal in ALLGEMEIN und SPEZIELL (d. h. auf meinen Bollerwagen bezogen) zu unterteilen:

 

ALLGEMEIN:

 

Im spezeillen gehts mir hier um die Praktikabilität des RS6. Der RS6 hat als Avant (und nur hierüber habe ich ja Erfahrungen) den gleichen Nutzwert wie ein konventioneller A6 Avant, allerdings mit einigen (für mich unverständlichen) Abstrichen:

 

1. Für die RS-Sitze gibt es an der Rückenlehne kein Ablagenetz so wie beim normalen Avant, auch wenn man das Ablagenpaket mitgeordert hat. Dies ist gerade für meine Regierung samt Sohnemann schlecht, die bei längeren Fahrten hinten sitzen und früher in den Netzen Getränke und Spielzeug deponiert haben. Die Getränkehalter in der Mittelarmlehne sind leider nicht tief genug, so dass z. B. ein Babyfläschen ebenso wie 0,5l-Mehrweg-PET-Flaschen beim Bremsen oder Gasgeben einfach rausfällen. Diese Getränkehalter sind eigentlich schlichtweg Getränkedosenhalter. Selbst die Ablagen in den Türen sind zu klein. Fehlende Ablagemöglichkeiten im Fond: ein echter Rückschritt!

 

2. Die eigenständige Ausformung der RS-Sitze lässt die Montage eines Römer-Isofix-Systems auf der Beifahrerseite nicht zu, da sich die Einführhilfen nicht montieren lassen. Siehe dazu auf eigenen Artikel

 

3. Das unten abgeschrägte RS-Lenkrad sieht zwar sportlich aus, ist jedoch beim Rangieren etwas ungewöhnlich im Handling, da man immer wieder ins "Leere" greift.

 

Ein Punkt will ich nur noch anmerken, der aber auch mechanisch/physikalisch nachvollziehbar und daher nicht änderbar ist: auf Grund der breiteren Spur in Verbindung mit den breiten Schlappen hat der RS6 einen erheblich grösseren Wendekreis als der A6. Darauf sollte man sich beim Rangieren einstellen, auch liegt das Standgas etwas höher (nie und nimmer Schrittgeschwindigkeit), so dass man selbst im Standgas immer auf der Bremse stehen muss.

 

SPEZIELL:

 

Amerkung zu der von mir gewählten Ausstattung, hier speziell die Frage was ich das nächste Mal ändern würde:

 

- nicht mehr nehmen würde ich die autom. Zuziehhilfe der Türen, denn die Türen sind (wie alle öffenbaren Anbauteile) aus Alu und daher so leicht, dass sie quasi von selbst ins Schloss fallen.

 

- Ebenso stelle ich die Rückfahrkamera in Frage: nettes Gimick, aber das APS-Plus reicht vollkommen aus. Die Rückfahrkamera ist lediglich praktisch beim Rangieren ohne Sicht aus dem Heckfenster (z. B. Kofferraum bis obenhin voll geladen), kommt aber sehr selten vor. Sonst will ich nix missen:D

 

Macken oder Verarbeitungsqualität meines Bollerwagens:

nach über 2000 km muss ich sagen, dass die Qualität besser ist als in meinem alten 2006'er 4,2 Avant, es klappert und knistert nix (aber was nicht ist, kann ja noch kommen...muss aber wirklich nicht:D). Allerdings ist der schwarze Dachhimmel mangelhaft verarbeitet worden, an den Türgummis schauen immernoch die Fäden vom Zuschneiden heraus. Auch der hintere rechte Gurt spinnt manchmal: dieser rattert beim Rauziehen und wenn man sich nach vorne lehnt, da zieht er sich stramm (wie wenn man schnell dran zieht) und lässt sich nur durch das Öffnen des Gurtschlosses wieder entspannen.

 

Ansonsten: ein Fahrzeug, was einen sagenhaften Fahrspass im einer wunderbaren Alltagstauglichkeit in Einklang bringt. Das Ganze gepaart mit einem akzeptablen Verbrauch (15,4 l Spuer 95 Okt./100 km) und noch akzeptabeln Komfort sowie ein schweinegeiler Sound, der gerade wenn man hinten sitzt, noch genialer ist als vorne. M. E. das beste Auto, was ich jeh hatte (allerdings auch das teuerste):D


27.10.2008 16:18    |    knolfi    |    Kommentare (18)

Nun ja eine eher rhetoirische Frage. Lesen kann man hierzu im Forum viel und auch viele Mitglieder schwören auf die Nanoversiegelung, die immer wieder in verschiedenen Autosendungen angepriesen wird. Ich stand der ganzen Sache immer etwas hilflos/skeptisch gegenüber, denn bei meine bisherigen Fahrzeugen habe ich keinen immensen Vorteile gegenüber eine normalen Versiegelung feststellen können...bis heute!

 

Denn heute hab ich zum ersten Mal (!) die Felgen meines Bollerwagens geputzt. Ich hatte es bisher (nach 3 Monaten und rd. 2000km) noch nicht als notwendig erachtet, da die titanfarbenen Felgen eh immer sauber aussehen...und "Dreck den man nicht sieht, ist sauber":D. Nach 2000 km hat sich nun doch ein leichte Bremsstaubfilm an einigen Ecken gezeigt, die mit den Räder-Bürsten der Waschanlage nicht wegzubekommen ist. Das liegt zum Einen an der Zollgrösse zum Anderen an den Ecken und Kanten der Felge, wo die Bürste einfach nicht hinkommt. Also Räder mit dem Gartenschlauch nass gemacht, Felgenreiniger aufgesprüht und mit dem Schamm losgeputzt.

 

Bei den drei mit der Nano-Versiegelung versehenenen Felgen war dies gar kein Problem, man konnte den Bremsstaub quasi runterwischen (trotz der matten Lackierung). Bei der dritten Felge gings deutlich schwireiger, da diese aufgrund der Beschädigung nachlackiert wurde...man sprüte förmich die rauhe Oberfläche...diese wird jetzt beim Räderwechsel noch nachträglich versiegelt.

 

Also bringt nun Nanoversiegelung was? Mein Fazit: eindeutig ja. Allerdings sollte man m. E. einiges beachten, damit sich der finanzielle Aufwand auch lohnt:

1. Eine Versiegelung beim Neuwagen sofort machen lassen, denn vor der Versiegelung entstandene Kratzer lassen sich durch eine Versiegelung nicht entfernen.

2. Einen erfahrenen Versiegler suchen, der einem auch keine 6 Jahre Garantie verkaufen will (die gibt's nämlich nicht). Eine Garantie kann max. auf drei Jahre beim Neuwagen gegeben werden, dabei muss die Versiegelung jährlich aufgefrischt werden.

3. Eine Versiegelung braucht Zeit zum Aushärten, meine Erfahrung zeigt, dass man am Besten "mechanische" Beanspruchungen in den ersten drei bis vier Wochen meiden sollte (Fliegendreck, Vogelkot, Waschanlagen, etc.). Wer es sich leisten kann, lässt den Wagen am besten in dieser Zeit in der Garage stehen, so kann die Versiegelung vollständig aushärten und danach ihre Wirkung besser entfalten.

 

BTW: noch ein Hinweis für alle, die sich die 5-Segmentspeiche im RS-Design zulegen wollen: die Felge ist aufgrund ihrer Segmentspeiche besch... zu putzen, da man in die Hohlräume der Speiche nur mit einem kleinem Schwamm oder Bürste hineinkommt, da sich der Hohlraum nach hinten zusätzlich noch verjüngt. Man glaubt es kaum, aber der Aufwand ist ähnlich hoch, wie bei meiner alten 19-Zoll-Felge im 20-Speichen-Design.


22.10.2008 14:10    |    knolfi    |    Kommentare (6)

So morgen ist's soweit: zum zweiten Mal und zum ersten Mal auf Langstrecke darf unser Junior im Bollerwagen mitfahren....dazu auch noch im nigelnagelneuen Kindersitz, denn aus der Babyschale ist er (endlich) entwachsen. Vortiel für Ihn: er kann endlich aus dem Fenster gucken. Nachteil für Ihn: er wird nicht viel sehen:D

 

Spannend wird die Montage des Kindersitzes auf der Rückbank. Als ich meinen Junior das erste Mal im Bollerwagen mitgenommen habe, musste ich leider einen Konstruktionsfehler beim RS6 entdecken: die RS6-Sportsitze mit den erhöhten Sitzwangen und der integrieten Kopfstütze eignen sich überhaupt nicht für das Römer Safefix-Plussystem, denn die Isofixklammern liegen so ungünstig, dass sich der Adapter nicht montieren lässt...auch nicht wenn man die Rückenlehne flacher stellt:confused: Folge: ich konnte unseren Kleinen in der Babyschale damals nur konventionell mit dem Gurt auf dem Beifahrersitz sichern...beim normaken 4F-Sportsitz gab's diesbezüglich nie Probleme.

 

Mal schauen wie's auf der Rückbank ist, diese scheint auf den ersten Blick (bis auf das anders verarbeitete Leder) identisch zur 4F-Rückbank zu sein...sollte also kein Problem sein.


22.10.2008 13:58    |    knolfi    |    Kommentare (4)

Hat jemand zufällig die letzte Ausgabe der AMS gelesen? Dort war ein Bericht über den High-Speed-Test in Nardo veröffentlicht. Zusätzlich war noch ein Artikel über den High-Speed-Test der Privatfahrer enthalten. Unter anderen war ein Schweizer mit seinem getunten 700PS-RS6 vor Ort, der es auf über 330 km/h brachte...Weltrekord für einen Serienkombi!

 

Zu erwähnen sei noch dass laut Abt-Sportsline (die ebenfalls ein 700PS-Tuning-Paket im Angebot haben) nur eine Reifenmarke für Geschwindigkeiten bis 340 km/h für den RS6 zugelassen sind: Pirelli P Zero Rosso in der Dimension 275/35 ZR 20 102 Y.

 

Wer dies auch mal vorhaben sollte: Kostenpunkt laut AMS 2900€ pro Teilnehmer, Anreise ist selbst zu organisieren. Anbei der Link:

 

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/on-line/hxcms_article_514360_13987.hbs


20.10.2008 11:53    |    knolfi    |    Kommentare (21)

Seit ihr schon des Öfteren mit dem ICE unterwegs gewesen und habt auch schon mal eine stärkere Bremsung des Zuges mitgemacht? Dann kennt ihr auch bestimmt den charakteristischen Geruch, der durch die Bremsung in den Innenraum der Wagons dringt...genau dieser Geruch ist es auch, den ich bei stärkeren Bremsmanövern bei meinem Bollerwagen feststellen musste...es stinkt!

 

Schlussfolgerung: auch der ICE muss eine Ceramic-Bremsanalge haben, was bei den Geschwindigkeiten in Verbindung mit dem Gewicht des Zuges kein Wunder ist. Nur kann man diesen Geruch nicht anders lösen? Bei einem 20 Jahre alten Zugsystem habe ich ja noch Verständnis, aber bei einem fast entwicklungsneuen Auto? Ist nicht gerade angenehm und Duftbäumchen am Innenspiegel will ich mir verkneifen:D


11.10.2008 18:03    |    knolfi    |    Kommentare (23)

Tja Leute Mittwoch Abend in der Innenstadt von Mainhattan. Knolfi kennt sich nicht aus und lässt sich von der Susie zum Hotel (Steigenberger Metropolitan) dirigieren. Da man eigentlich von einem 5-Sterne Haus auch eine Tiefgarage erwarten kann, dirigiert mich der Bollerwagen bis vors Hotel...und in der Einfahrt steht ein Poller:rolleyes: rechts daneben geht's in eine öffentliche Tiefgarage unter den Hauptbahnhof, deren Einfahrt auch noch freundlich hell gestrichen und beleuchtet war, wie die Einladung einer Venusfliegenfalle. Unten durch den Tunnel vor die Schranke gefahren sehe ich das Grausen schon auf mich zukommen: eine viel zu enge Schrankeneinfahrt, die auch noch mittig einen Rechts-Knick macht. Links und rechts lauern schon die Bordsteinkanten nach den Felgen. Knolfi steigt erstmal aus und schaut sich das Horrorszenario eines jeden Tiefbettfelgenliebhaber genau an: links und rechts genau 3 cm Platz zwischen Rad und Bordstein, dessen Kante auch noch mit Stahlwinkeln bewehrt sind...es kommt wie es kommen muss: das rechte Hinterrad touchiert den Bordstein, ein quietschendes Geräusch vom Gummi in Verb. mit einem leichten dumpfen Schlag und ein leichtes Versetzen des Bordsteins lassen bei Knolfi die Gewissheit in sich hochkommen, dass es für seinen :) wieder was zu verdienen gibt.

 

Das dicke Ende folgt dann bei der Begutachtung: während ich davon ausgegangen bin, mir nur das Felgenhorn angeschrammt zu haben, ist der Schaden wesentlich verherender: Die Felge ist nur minimal beschädigt (kleine Schramme), dafür ist der Reifen an der Flanke aufgeschnitten!! So habe ich erstmal geschaut, ob der Reifen an Luft verliert, dies war nicht der Fall, auch am nächsten Morgen war der Luftdruck noch in Ordnung. Somit hab ich's riskiert und bin mit defekten Reifen di 200 km von Frankfurt bis zu meinen :) gefahren: mit 130 km/h und ständig die RDK im MMI im Blick...nachdem ich mit zusammengekniffenen A...backen aus der ebenfalls knickbehafteten TG-Ausfahrt ohne weiteren Schaden rausgekommen bin (war wie Roulette spielen).

 

Hab's schliesslich bis zum meinem :) geschafft, der sich sofort an den Hörer klemmte und versuchte einen solchen Reifen zu beschaffen, dieser (Dunlop Sport Maxx in der Dimension 275/35 ZR 20 102Y) ist aber nicht so ohne weiteres verfügbar. Felge wird vom Lacker instand gesetzt und gleichzeitig wird noch die LED-Leiste der Ambiente-Beleuchtung in der BF-Tür wieder korrekt befestigt, da diese Geräusche wie eine TickTack-Schachtel auf einer Rüttelplatte verursacht...und ich hatte schon meine Frau in Verdacht, da diese jedes Auto mit Unmengen an Pfefferminzbonbons bestückt.

 

Fazit: 200 km nicht toben dürfen, vier Tage Passat Variant in der Spartano-Ausstattungsvariante fahren und nie wieder in die Tiefgarage unter dem Frankfurter HBF...in das Hotel nur noch mit dem Zug:D

 

Allerdings frage ich mich, welcher Stadtplaner solche gemeingefährlichen Garagen plant und freigibt, denn nicht jeder guckt sich nach der Berührung mit der Bordsteinkante gleich den Schaden an, sondern fährt von der TG gleich auf die AB, bis ihm dann bei 200 der Reifen platzt.... Diese Garageneinfahrt ist lebensgefährlich!!


11.10.2008 18:03    |    knolfi    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Audi, C6/4F, RS6

Hallo zusammen,

 

letzten Mittwoch durfte mein Bollerwagen wieder mal artgerechten Auslauf geniessen. Es ging auf die A81 nach Sindelfingen. Da mein Bollerwagen sich aber immer rd. 40 km gedulden muss, bis er auf die AB darf, hieß es erstmal schön langsam machen und die 40 km Landstrasse abspulen. Oh Mann, morgens um 8:30 Uhr sind hier im Schwarzwald ganz schön viele LKW unterwegs, die einen ganz schön aufhalten können...Moment mal, aufhalten? Wozu fahre ich RS6? Da wird doch schon das Überholen zum Erlebnis...aber immer erst mit schön warm gefahrenen Motor, daher immer schön Öl- und Wassertemp. im Auge behalten.

 

Auf der A81 bei Rottweil dann das Geschenk für meinen Bollerwagen: eine freie Strecke ohne Verkehr! Nun hat's mich aber auch mal im Gasfuss gejuckt und ich habe das erste Mal Vollgas gegeben: den dritten bis 5 Gang vollausgedreht. Mann was geht die Kiste...mein Grinsen wurde immer breiter. Plötzlich brach aufeinmal der Schub ab, und ich dachte schon, es wäre was mit dem Motor:eek:...aber nein, ich hatte den Begrenzer bei 280 km/h erreicht, und die Tachonadel stand bei 300 km/h:eek::D

 

Na ja, danach tauchten dann ja auch wieder andere Verkehrsteilnehmer auf und ich ging wieder vom Gas, verweilte dann in einem (für den RS6 sehr angenehmen) Geschwindigkeitsbereich von 200 - 230 km/h.

 

Die Strecke abends nach F war eher weniger spannend, da sich eine Blechschlange von Stuttgart via Karlsruhe nach Frankfurt wand, daher brachte ich nur noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 76 km/h hin:rolleyes:, obwohl ich nochmal kruz das Gefühl geniessen durfte, wie es ist ab 230 mit dem dafür notwendigen Sicherheitsabstand einen bis 250 km/h beschleunigenden SLK 350 zu überholen und diesen dabei förmlich stehen zu lassen:D

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11.10.2008 18:03    |    knolfi    |    Kommentare (6)

Nun ist's geschehen:

 

Der Knolfi bloggt! Hab mir gedacht, dass dies hier eine gute Gelegenheit für Interessierte ist, die sich über meine Alltagserfahrungen mit dem RS6 informieren wollen. Ich werde hier alle Themem reinstellen, die sich rund um meinen Bollerwagen drehen.

 

Ach so: Da ich z. Zt. wenig Zeit für Bilder o. ä. habe, werde ich mich auf's Schreiben beschränken.

 

Hoffe trotzdem auf regen Besuch...

 

LG

 

Knolfi


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Mein Blog hat am 01.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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