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Bernie's blog

meine Lieblingsautos B7 S4 Avants 8ED und Kabriolet 8H

21.11.2018 19:53    |    Superbernie1966    |    Kommentare (3)

der BBK ebbes ist zerlegt. Die Haupt- und Pleuellager sehen schon böse aus. Da war ein Haufen Schmutz unterwegs.

 

und wie ich die Pleuel/Kolben Kombination 6 ganz lässig aus den Zylindern geschubst habe, ist mir sofort eine blanke Stelle am Kolben aufgefallen.

Eigentlich wollte ich nur schauen, wo die Kolbenringstösse stehen, weil es doch heisst, dass die Ringe im Betrieb rotieren. In diesem Fall standen die um je 120° versetzt - also so, wie man sie einbauen soll. Allerdings ist das nach meiner Ansicht Quatsch:

 

Wenn der Stoss der Verdichtungsringe auf der Druck- bzw. Gegendruckseite liegt, dann dichtet der Kolbenring perfekt weil der Stoss dann fast vollständig vom Kolben abgedeckt wird. Beim OT wechselt der Kolben die Anlageseite aufgrund der Deachsierung.

Der Ölabstreifring kümmert sich nicht um Gasdichtheit, der muss nur das Öl auf dem Zylinder abziehen.

 

wieder lange Rede kurzer Sinn: 32 Kolben demontiert und ein Ringstegbruch festgestellt. Ja - Scheiße - jetzt fehlt ein Kolben? Nein - ich habe ja noch 2 rechte und 2 linke aus Nr. 2 und den Kolben von Zylinder 1 aus Nr.3 da. alles gut !

 

Und dann bin ich - ist eigentlich ein Dauerzustand - verwirrt weil: Unmengen Schmodder im Motor vorhanden, aber die winzigen Öldrainagebohrungen in den Ölabstreifringen sind weitgehend frei ! Ein Wunder

 

Die Kurbelwelle sieht schön "gülden" aus, hat aber fühlbare Laufspuren an den Hauptlagern. Da hat es wie gesagt ordentlich Dreck durchgezogen. Die Lagerschalen sehen auch entsprechend aus. ach - was soll ich nur tun ? Eine riefige KuWe soll man nicht verbauen. Schleiffen geht, aber dann müssen Übermasz -Lagerschalen hinein die es bekanntermassen nicht gibt.

 

KuWe beschichten kostet ein Vermögen -> also das güldene Teil als Briefbeschwerer oder Kerzenständer oder ?

 

update 25.11. :

ich habe mir die Zeit genommen und ein paar Kolbenringe ausgebaut und mir den Ringstegbruch angeschaut:

 

ersteinmal sehen die Kolbenringe besser aus als die bisher gehabten. In der Nut vom obersten Ring praktisch keine Kohle und auch am Ring innen nichts.

Am Kolben mit Ringstegbruch sieht es so aus: der Riß ist von oben nach unten. Der Ringstoß vom 1. Ring ist teilweise poliert, also war das Spiel zu wenig ( die Enden haben sich berührt ) und damit hat der Ring gedrückt. Damit ist die Axialkraft höher als normal und damit hat es den Steg gebrochen.

 

So: die Zylinder haben eine 0 eingeschlagen, ich verstehe das als Nennmaß 84,500 mm Bohrung.

Die B7 BBK Kolben haben eine 84,49 aufgeprägt - die B6 BBK Kolben nur 84,46 ! Es sieht so aus, als wären die B7 Kolben deutlich dicker ( naja - 3/100mm ). Möglicherweise hat man auch das Stoßspiel angefasst. 0,25 mm ist aus meiner Sicht zu wenig, 0,5mm zu viel ?

 

Ich bin sehr versucht, Nr.5 nur 8/100 mm honen zu lassen, in Verbindung mit 12/100mm Beschichtung abzügl. unbekanntem Verschleiß sollte das in Ordnung gehen...

 

Und keine neuen Ringe - MS Motorservice schreibt, dass ein grosses Stoßspiel nicht zwingend schlecht sein muss - der 2. Kompressionsring bekommt dann halt etwas mehr Druck.

 

 

Und nachdem so viel Viechzeug in meiner Höhle zu Tode gekommen ist, hier der Beweis dass nicht alles stirbt - wenn es nicht gestorben ist, dann krabbelt es noch heute... oder so

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18.11.2018 09:17    |    Superbernie1966    |    Kommentare (9)

heute bin ich zwischen den Gewerken hin- und hergesprungen.

 

Das tote kalte Öl ist heraussen, die Nockenwellen und Schlepphebel aus ZYko 1 ausgebaut und die NW-Lagerböcke wieder fest. Die Köpfe sind so furchtbar verschmoddert, dass ich die Lagerböcke mit gewaschen haben will.

 

Dann kam das Mitnehmerblech, der "Knubbel" und der Kettenkastendeckel herunter.

Schön ist, dass der Knubbel wenig korrodiert und ausgesprochen leicht zu demontieren war.

 

Und dann der Blick in den Motor: wie gesagt beide Schienen vom A-Trieb komplett zerbröselt.

 

Und das original-Schwallblech habe ich auch erspäht. Ja-es ist da ! Dafür haben die Audianer die Deckel für die Ventilationsbohrungen weggelassen; die Befestigungsgewinde sind aber noch da.

 

Dass die Schienen vom A-Trieb schrottig sind, war ja klar; dass die "Amöbe" Schrott ist eine echte Überraschung ! Wie konnte das passieren ? Ich vermute, dass die zerbröselten Schienen vom A-Trieb aus dem gleichen Material sind und von der Kette über die Amöbe gezogen wurde. Das Material hat dan "gefressen" ( reibverschweißt und losgerissen ).

 

Zum Glück habe ich noch die aus Nr.2

 

Die Zylinder sehen seltsam aus, die Sichtbaren Kratzer sind aber nicht tief: mit dem Fingernagel nicht fühlbar. -> Honen nicht wirklich notwendig

Bei Nr. 4 waren die blanken Stellen 4/100 mm tief; das gleicht der Kolbenring aus.

 

was soll ich nur machen ? ohne Honen sind keine neuen Kolbenringe und keine Beschichtung der Kolben notwendig ! also sehr kostengünstig.

 

Aber wir wissen auch, dass ohne diese Massnahmen das Ganze nur halbherzig ist.

 

Als preiswerter Ersatz für einen verendeten Motor o.k. ; als garantiert problemloser Ersatz für 200.000 km würde ich unbedingt die Zylinder / Kolben richten wollen.

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14.11.2018 19:45    |    Superbernie1966    |    Kommentare (3)

In Erwartung eines wichtigen Telefonanrufes bin ich trotzdem ins Eulengreut gegurkt, trotz bewusst sparsamer Fahrweise sind es dort 10,8 Liter/100 gewesen - man kann halt nicht alles haben.

 

Ein paar Fotos gemacht und angefangen das Ding zu zerlegen.

Ich hatte übrigens recht: die obere Führungsschiene hat es richtig zerlegt ( längs gespalten und schon nicht mehr auf den Führungsstiften ) und mindestens alle mittleren Einlassventile haben aufgesetzt. Ist nicht ganz so schlimm wie bei Nr.4, aber 8 Ventile zum regulären Preis sind auch 400 Euro.

 

Ein erster Blick auf die Zylinder sagt: Kolbenboden sauber, keine dicke Kohle -> Ölverbrauch war in Ordnung. Aber ein Blick in die Ventilhauben sagt: der Motor war arm dran weil entweder hat es schlechtes Öl bekommen oder die Intervalle waren deutlich! zu lang. Es sind übrigens B6 Ventilhauben montiert - wieso ?

Und entgegen anderst lautenden Gerüchten kann die Saugrohr Klappenwelle am B7 auch festgehen.

 

Also wie immer: sehr durchwachsen - Kurbeltrieb dreht leicht und scheint keine wesentlichen Schäden zu haben.

 

Mindestens 8 Einlassventile müssen ersetzt werden und wieder die beiden langen Führungsschienen im A-Trieb.

Und der BBK 15Tausendebbes ist voll verschmoddert. Also sowas von...

 

Highlight ist: alle Nebenaggregate sind dabei, hoffentlich auch funktionstüchtig und meine erste Hitachi Lichtmaschine. Dafür ist der Tilger / die Riemenscheibe voller Rost.

Ach ja - die Köpfe sind ziemlich trocken ( Öl ) gewesen. Lt. Verkäufer ist der Motor ohne Öl. Und das, was drin war war wohl ziemlich dick. Den Ölfilter hat es fast zusammengeknüllt. Fachbegriff: kompaktiert. Das entsteht wenn ein zu großer Differnzdruck ansteht, sprich das Öl zu dick, die Temperatur zu nieder oder die Drehzahl zu hoch ist oder einfach alles von dem.

 

Morgen oder so mache ich den Kurbeltrieb auf und gebe den Block zum Honen ( nicht sofort )

Wieder 1/10 mm

 

Wie geht es weiter ? Wie gehabt - Köpfe zerlegen, schauen was kaputt ist, Block honen, Ringe schön machen, Kolben beschichten und mit den passenden Dichtungen wieder montieren.

 

Bei ebay ist zur Zeit ein schöner Longblock ( Rumpf mit Köpfen aber ohne Sensoren, Aktuatoren oder Aggregaten ), der mich durch das Fehlen jeglicher Korrosionsspuren beeindruckt. Sehr schön - wie haben die das gemacht ?

 

kleines update: die untere ( hinter der Ölpumpe ) Ölrücklaufsperre funktioniert nicht. Das Ventil im Steigrohr ( unter der Abdeckung im Innen-V ) herausgehebelt und das Öl läuft ab ! normalerweise muss man das abpumpen oder abtropfen lassen. Heute und hier nicht. So wie es aussieht gab es "das Geräusch" an diesem Motor. die Ventile im Innen-V wurden gemacht und mit mehr als genug Silikon alles verkleistert. so viel, dass unter anderem der Abfluss für den Filterwechsel zu ist.

 

Ja - das Öl ist

 

sehr sehr schwarz und dick und kalt. Und mehr als erwünscht im Motor, speziell in der Ölwanne.

 

Leute - mir gehen die Kanister aus. Und die Amazon - Öl - Rechnungen auch. Schon clever mir das Altöl im BBK Motor versteckt zum Entsorgen zu geben. sehr clever

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12.11.2018 20:26    |    Superbernie1966    |    Kommentare (1)

Tja - was soll ich sagen ?

 

Wie immer: Langeweile und kein Drive die Teile von Nr.4 endlich aufzuräumen, also bei ebay-kleinanzeigen nach BBK gesucht und gefunden: mein erster B7 BBK ( ohne dem in meinem Auto ) mit "Kettenschaden"

 

Für wenige 100 Euro inklusive Lima, Klima und Servo allerdings ohne die Einspritzleiste ( mit E-Ventilen )

 

Nachdem Nr.3 ja eher ein Unglücksgriff war, habe ich mit etwas Vorbehalten die Reise in die neuen B. Länder angetreten. Kurz vor dem Ziel noch einen Tankstopp beim Billig-Spritdealer eingelegt und satte 16 Eurocent pro Liter ggü. zuhause "gespart" - auch nicht wirklich weil mein Spritverbrauch damit um mindestens 7% höher war als gewöhnlich.

 

Mein Navi hat mich zur richtigen Adresse gelotst, die ich nicht wirklich als Strasse bezeichnen würde. Und auch zu zweit bekommt man den fetten V8 in den Avant.

 

Zuvor die Einlassventile angeschaut, die man dank abgebautem Saugrohr-Oberteil schön inspizieren kann. Ergebnis: Alle Ventilteller noch dran -> also keiner in den Brennraum gefallen und damit gute Chancen auf weitgehend unbeschädigte Zylinderköpfe, Kolben und Zylinder.

 

Also das Ding ins Auto geschoben, eine Tüte über den Kühlwasseranschluß am Wapu-Gehäuse gezogen, eine Decke obendrüber gelegt, bezahlt und über zig wirklich winzige Strassen Richtung BAB gefahren.

 

200km später kurzer Halt um 22 Liter Esso Super für 154,9 nachzutanken und eine Burger-Box reinzupfeifen. Danach lief das Auto gefühlt leichter.

 

Auch nach 8 Stunden Autofahrt war ich halbwegs fit und habe im Eulengreut auf bewährte Manier den Motor - ganz alleine! - herausgehoben. Natürlich am Motorkran. Überhaupt bin ich jetzt in dem Alter wo man (schwere) Arbeiten nicht mit schierer Kraft sondern Cleverness erledigt.

 

Verluste ? ja - den PDC Sensor hinten links mitte hat es 2,5 mm weit hineingeschoben, den kann man aber auch wieder herausschieben.

 

Am Ende der 900km stand im FIS1 ein Verbrauch von 10,3 Liter/100 und 10,7 Liter im FIS2.

 

Genau - warum ist der Verbrauch so hoch ? Ja - die Dunlop 3D nehmen sich etwas mehr; aber unterhalb von 20°C scheint mein Dicker auf das "Winterkennfeld" mit deutlich höherem Verbrauch umzuschalten. Also bei 11 Liter wird es diesen Winter wohl enden.

 

Vorschau: Bei Gelegenheit mache ich die Köpfe herunter und stelle einen weiteren KettenFührungsschienenschaden (das ist aber auch ein langes Wort ) fest. Und ich schaue, wie ein original B7 BBK ausgestattet ist. Speziell Kurbelhaus-Ventilation, Entlüftung und Steuertrieb.

 

Motornummer irgendwo BBK 15000 ebbes, das ist ganz nahe bei dem, der gerade d'rin ist.

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08.11.2018 17:36    |    Superbernie1966    |    Kommentare (1)

Es steht ja immer noch die Gretchenfrage im Raum, ob ich den Motor tausche weil der so viel Öl braucht. Leistung und Benzinverbrauch ist jenseits von gut !

 

Die letzten drei Nachfüllintervalle waren 1000, 1200 und jetzt 1600 km jeweils mit einem Liter.

 

Die 1600km ohne Öl-min Warnung sind mir jedenfalls unheimlich und nachdem fast 15 tkm seit dem letzten Ölwechsel verfahren sind, war es an der Zeit.

 

Ich habe ja schon das Pennasol 5W50 auf Anraten eines Audi Mechanikers (und B6 S4 Fahrer) besorgt, weil angeblich das den Ölverbrauch halbiert.

 

Andererseits ist jetzt bald Winter und ich werde im Sauerland (als Exil-Schwabe) umeinander gurken. Da will Mann ein dünnes Öl haben.

 

Also habe ich eine Spülung mit protec engine flush gemacht und dann die dicke Brühe abgesaugt.

 

Ja - ich habe es mir nicht leicht gemacht.

 

Das Shell HU AVL ist es geworden. Irgendwie habe ich ein seltsames Gefühl, weil das bei ebay gekaufte 0W30 beim reinschütten schon ziemlich dick war.

 

Dann habe ich noch einen guten Schuss HBN zugegeben - das Zeug ist einfach gut.

 

In der entsorgten Mischung war auch noch LM Motor protect drin, vermutlich mit einem Haufen ZDDP drin...

 

Jetzt bin ich natürlich irre gespannt, ob mein Ölverbrauch tatsächlich weiter herunter geht.

Vielleicht macht es aber einfach der WIV-Sensor nicht mehr, zum Glück habe ich noch das Schätzeisen. Das muss nur dann ersetzt werden, wenn es nicht mehr zum Öl hinunterreicht.

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05.11.2018 08:29    |    Superbernie1966    |    Kommentare (1)

Da habe ich heute Stunden damit verbracht meinen "neuen" alten BBK 2892 sauberzumachen, Hon- und Spottpaste aus diversen Zylindern und Ventilationsbohrungen zu entfernen und alte Dichtungsreste abzukratzen, um mich am Ende darauf zu freuen, mein Schwallblech ( vom Verwerter in Meckenbeuren (am Bodensee)) anzupassen. Eigentlich wird das Ölwannen-Oberteil angepasst mittels viel Fräsarbeit. Naja, jedenfalls wollte ich mich daran erfreuen.

 

Wie es halt so ist: An dem neuen Motor fehlt irgendwie etwas, weil der zu alt ist.

- wie der Herr, so's Gscherr

Beim BBK 2892 hat man vielleicht daran gedacht, gemacht hat man es definitiv nicht.

Es fehlen schlichtweg die Befestigungsgewinde dafür. Und irgendwie sitzt die Ölpumpe so, dass das nachträgliche Zufügen der Gewinde trotzdem nicht genugt.

 

was soll ich sagen ? - > Lieblingszitat

 

Entweder ich mache das irgendwie passend oder suche mir ein passendes "Bedplate" oder lasse den Ölhobel einfach wech. Dann bunkert der halt Öl im Kopf Bank 1 und braucht dem entsprechend bei hohen Drehzahlen mehr Öl.

Das sind leider keine echten Alternativen !

 

Dafür gibt es Entwarnung von der "Kopf"-Front. Die bemängelten Einlassventile von den Piet'schen Köpfen habe ich ausgebaut, abgerollt, gemessen, für i.O. befunden und wieder eingebaut.

 

Der bemängelte Lichtspalt kommt daher, dass die Führung und der Sitz nicht 100%ig fluchten.

Im Betrieb setzt sich das Ventil im Laufe der Zeit und flutscht dann in die passende Position, jetzt reibt es noch stark und "verkantet" offen. Im Betrieb bekommt es von der Kompression einen Schubs und knackt vollständig auf "zu".

 

Und weil die anderen neuen Ventile noch in Frankfurt sind, habe ich mir ein neues Einlassventil ausgeliehen und in einen alten Kopf gesteckt. In der alten Führung fluppt das neue Ventil ganz leicht in die "dicht" Position. Ventilkippspiel ist aus meiner Sicht i.O. und die Schaftdichtung hält das Ventil -> neue Ventile und gut ! Am Auslass muss natürlich auch geprüft werden, aber ölverbrauchstechnisch ist Einlass wichtiger als Auslass ( am Einlass wird "gesaugt", am Auslass nicht ).

Und selbst wenn da geringe Mengen Öl am Einlassventil vorbeigehen, juckt mich das nicht - Verschleiss nimmt ab und da ich intensiv über einen Gasumbau nachdenke ist ein geringer Ölverbrauch durch den Einlass willkommen. Bekanntermaszen bin ich HBN-Fan ( hexagonales Bor nitrid ), das als Festschmierstoff geradezu Wunderartige Wirkungen zeigt !

Jeglicher Verbrauch weniger als 1l/ 1500km ist besser als das, was ich jetzt gerade habe...

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02.11.2018 20:35    |    Superbernie1966    |    Kommentare (1)

Indirekt habe ich gestern erfahren, dass meine Ventile jetzt in Frankfurt sind.

 

Schön - leider kam das Schreiben von einer GDSK GmbH. Für 30 Euro zzgl. Zoll und Einfuhrumsatzsteuer würden die, wenn ich Nachweise bringe, meine Sendung im Zoll freischaufeln.

 

Ach ja - nach 6 Werktagen kommt pro Tag 7,5 Euro für das "Verwahren" der Sendung obendrauf !

 

-was soll der Scheiß ?

 

Also sag einer noch, dass wir nicht in einer Bananenrepublik leben !

 

Also hinter der Grenze vor dem Zoll sitzt eine GmbH und lässt sich für etwas bezahlen, was ich hier vor Ort bequem und in ländlicher Atmosphäre selbst erledigen kann.

Diese GDSK GmbH hat einen Vertrag mit EMS / DHL.

 

So- sofort die Selbstverzollung erklärt, das Schreiben fotografiert und an die angegebene email geschickt. Die Antwort kam zügig ( bei uns war gestern Feiertag! ) mit dem Hinweis, sie würden das Paket nicht ans Hauptzollamt Heilbronn / Untermünkheim schicken.

 

Mehrere Anrufe haben ergeben, dass nur das Hauptzollamt Frankfurt die Freigabe für einen Weitertransport geben kann. Untermünkheim kann es nicht herholen.

 

Für die sogenannte Internetverzollung muss ich mehrere Schriftstücke in doppelter Ausführung als Brief! zum Zoll nach Frankfurt schicken.

Warum heisst es dann Internetverzollung ? Na weil ein Teil dieser Schriftstücke aus einem Formular besteht, das man online (mit Zeitbegrenzung) ausfüllen muss !

 

Wenn das nicht so traurig wäre, würde ich mich ob der Komik ins Eck werfen ! Leider bin ich Betroffener und muß in dieses Formular hineinbeissen - ansonsten gehen meine Ventile zurück !

 

hier kommt mein Lieblingszitat: was für ein Scheiß

 

Ich habe meinen dealer angeschissen, aber der hat es weitgehend richtig gemacht. Die 40 Stück Ventile 160 und der Versand mit EMS für 40 Dollar hat er auf der Zollerklärung angegeben.

 

Wie verflucht noch eins kann man verhindern, dass der Zoll in Frankfurt die Sache bearbeitet ? - ich weis es nicht. Ich habe schon sehr viele Sachen aus Hongkong und China bestellt und bekommen - wieso hängen meine Ventile verdammt noch mal jetzt in Frankfurt fest ?

 

Und dann als Brief ! - wie vorsinthflutlich, wieso nicht als Fax oder signierte email ?

Der Beamte sagt: damit ich die originale Unterschrift sehen kann!

Wer ausser mir sollte sich noch für meine 40 Ventile interessieren, die mittlerweile 20 Jahre alt sein können ? wer ?

 

Ja - wir Deutsche sind überheblich weil solche Winkelzüge habe ich in der ganzen Welt nicht gesehen.

In China den Inlandsanschlussflug verpasst ( air france 2 Stunden in Charles de Gaulle zu spät losgeflogen ) habe ich nach 4 Stunden für wenig Aufgeld einen Flieg bekommen. In Deutschland muss man noch Briefe mit Papiersatz in doppelter Ausführung verschicken !

 

Ich habe doch schon für den Versand bezahlt ! Und jetzt nocheinmal Porto damit ich meines auch bekomme ? Die Alternative ist die für mich "kostenlose" Rücksendung nach China - wie nett !

 

Die GDSK ist übrigens "Vertragspartner" der DHL und die vermutlich Eigentümer von denen. Und die DHL ist meines Wissens aus der deutschen Bundespost entstanden, die - die Alten wissen das noch - ein staatliches Unternehmen bestehend aus den "Postbeamten" war.

Es gab sogar einen Bundespostminister, von denen der eine und andere in krumme Geschäfte verwickelt war.

Tja und war da nicht auch der Börsengang der Telefonpost, heute Telecom ? Der Herr Krug ( u.a. Fernfahrer ) und der Crash der Aktie.

 

Okay - genug gepoltert: Heute war ein guter Tag denn: ich habe meine Steuererklärung gemacht. War auch höchste Zeit, denn die Frist unter Androhung zweies Zwangsgelder in nicht unerheblicher Größe ist heute verstrichen.

Blöd wie immer, dass das alte "Elster" Programm die 2017er Module nicht akzeptiert. Also auf dem Internetfähigen Insel-NT-Rechner die Version 19.5 installiert. Ja - das hat die 2016er .elfo Dateien nicht aufmachen können. Ganz nett hat es gefragt, ob ich die 2016er Module installiert haben will - ja klaro ! Ende ! Es macht es nicht.

 

Beim FA angerufen und gefragt, was zu tun sei und überhaupt wann denn die angefragte

Zertifizierungsnummer da sei, ohne die ich die per Elster vorgeschriebene Übermittlung nicht machen kann ?

 

Die Antwort war selbst aus meiner Sicht plump: Ich sei selber schuld, weil ich so lange gewartet hätte, Abgabetermin sei Mai und nicht November ! ( In BW gilt ein stilles Abkommen: Juli )

Meine Einrede, dass ich nichts dafür könne wenn ich erst vor 14 Tagen die Steuerbescheinigung von einem Steuerstundungsmodell bekommen habe, wo sich die Oberfinanzdirektion München seit 12 Jahren mit dem Fondsverwalter streitet.

Das sei unerheblich, da würde im Nachgang ein neuer Steuerbescheid erstellt.

 

Ich muss aber meinen Kopf hinhalten, dass die von mir gemachten Angaben wahr und vollständig sind !

 

Kein Wunder, dass nicht einmal die Hälfte meiner Steuerbescheide entgültig werden. In der Regel gibt es einen Bescheid, der später ( mehrmals ) geändert wird. Teilweise aufgrund einer Gesetzänderung, die rückwirkend gilt - so will ich nicht arbeiten !

 

Zum Glück kam heute der Brief mit dem Autoriesierungscode -> JustInTime ! ( zwei Automobile Begriffe; Kurve MT gekriegt ! )

 

also kann ich heute ruhig schlafen und mich auf die Steuerrückerstattung von mehreren tausend Euro freuen ! Eigentlich sollte mein FA dankbar sein, dass ich denen so lange meine Kohle überlassen habe.

 

Und weil es immer noch keine Zinsen gibt, stecke ich das Geld in einen oder zwei BBK's.

 

update: nachdem ich also die Internet-Verzollung ausgefüllt und eine Collage der Belege nebst Frachtbrief in doppelter Ausführung per Post für 1,45 Euro nach Frankfurt verschickt habe, habe ich mich gestern durch Frankfurt telefoniert. Der Flughafen hat einen eigenen Nummernkreis.

Und die folgenden Nummern sind 4 stellig.

Sage und schreibe 5 Leute haben mit mir telefoniert bevor sich ein äußerst netter Beamter meiner angenommen hat. Natürlich haben meine Angaben auf seinem Bildschirm keinen Sinn ergeben. Und er hat meiner Hauptsorge Abhilfe geschaffen; nämlich dass meine Brief Sendung nicht angekommen ist und deshalb mein Paket zurückgeht. Er hat also ein Merkmal gesetzt und mein Paket bleibt in der BRD.

 

Am Freitag rufe ich nochmal an um zu erfahren, ob mein Antrag abgewickelt und mein Paket zu Papa kommt.

Und nocheinmal muss das arme Schwäble leiden: Um die popeligen 39 Euro Einfuhrumsatzsteuer "auszulegen" verlangt die DHL geschwinde 6,50 Euro "Auslagenpauschale"

Für 2 Tage von 39 Euro sind das läppische 3000 %p.a.

Willkommen im Selbstbedienungsland !

 

12.11. : Ja der Paketmann hat 2x geklingelt und die 40 sind jetzt da !

 

Bei der Sendungsverfolgung ergibt sich folgendes Bild: von Peking nach Frankfurt ins Zollager hat es 3 Tage gedauert. Im Zollager hing es sage und schreibe 11 Tage und dann noch einmal 3 bei GLS, weil die am Samstag nicht ausliefern...

Schon erstaunlich, nicht ? Von China nach Frankfurt so lange wie von Crailsheim nach "Grösste Stadt im Hohenlohekreis" ( 30km )

 

Wie sehen die Ventile aus ? Ja - wie Ventile halt. Ohne jegliche Beschriftung und ansonsten o.k.

 

Und es sind je 16 + 24 nächster Test: passen und sind dicht / Keile passen auch ?

 

14.11. : heute kam ein fetter Brief vom Hauptzollamt. Jetzt geht es dem armen Schwäble an der Kragen - sprich ans Portemonnais stolze 33,41 Euro muss ich noch an die Staatskasse bezahlen.

 

Ist sogar weniger als von mir berechnet; weil die 200 US$ nachträglich kleiner gerechnet wurden. Also mit Porto und Telefonkosten komme ich auf 220 Euro für die 40 Ventile.

 

aber ich bin um Jahre gealtert... Thema erledigt

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