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berlin-paul

Komm, lach doch mal!

22.10.2020 12:42    |    GrandPas    |    Kommentare (135)    |   Stichworte: 1st, ID.3, VW

Cockpit
Cockpit

In unserem Fuhrpark läuft demnächst der Leasingvertrag eines E-Golfs aus. Deshalb habe ich mir für einen Tag einen ID.3 für eine Probefahrt ausgeliehen und heute wieder zurückgegeben und wie angedroht hier mein Testbericht.

 

Es war das Model mit mittleren Akku mit 58 KWh und die 1st Edition mit allen aktuell erhältlichen Extras. Er hat wie glaub ich aktuell alle ID.3 150KW/204PS an Leistung. Als Reichweite gab er um die 340km aus und ich bin grob 150km damit gefahren. Die Reichweite ist analog dessen entsprechend gesunken, denn sie hat sich nicht sonderlich aus der Ruhe bringen lassen. Lt. BC war mein Stromverbrauch mit 24 KW/100km überraschend hoch. Dies liegt aber sicher an meinen schweren Füßen, der damit verbundenen digitalen Fahrweise und den schon recht frischen Außentemperaturen. Die Verbrauchsanzeige liegt aber dennoch deutlich höher als der tats. Verbrauch an Akku war und auch die angezeigte Restreichweite passt deshalb nicht dazu. Eine der Anzeigen scheint deshalb nicht zu stimmen, ich vermute die Verbrauchsanzeige war zu hoch.

 

Zu den positiven Eigenschaften.

Der Wagen fährt sich wie von einem e-Auto gewöhnt, flott motorisiert und sehr komfortabel. Die Fahrgeräusche liegen gefühlt noch unter den schon niedrigen des e-Golf. Das jetzt leider vorgeschriebene Fahrgeräusch, welches Fußgänger warnen soll, ist zum Glück im Auto selber nicht hörbar. Klingt nen bisschen nach Fahrstuhl in nem Raumschiff, irgendwas undefiniertes. Der Heckantrieb passt sehr gut zu der Antriebsart, man merkt aber dennoch der Antrieb ist vermutlich mit Rücksicht auf die Traktion deutlich runtergeregelt am Anfang. Der Wagen beschleunigt auch oben rum noch recht flott, läuft max 160 km/h. Ich habe hier aber keine ewigen langen AB-Etappen zum Testen gehabt, deswegen hielt sich der Mehrverbrauch in überschaubaren Grenzen. Die Fahrassistenten sind theoretisch die gleichen wie beim e-Golf hier merkt man aber sehr deutlich den Generationssprung. Er hält viel besser die Spur, den Abstand und erkennt auch die Temposchilder deutlich zuverlässiger. Man muss das Lenkrad nur noch leicht berühren und dann fährt der Wagen autonom, er wechselt aber nicht die Spur, sonst sind keine Eingriffe wirklich notwendig gewesen. Er hält im Stau so an, wie man es selber auch machen würde. Er fährt anschließend auch selber wieder los. Dies geht alles im e-Golf nicht so glatt und man hat dort viel öfters Sorge ob er noch die Kurve kriegt oder nicht doch dem Vordermann drauf fährt. Man hat in die Fahrweise des ID.3 deutlich mehr Vertrauen.

Was wirklich praktisch ist, wenn man vom Gas geht und z.B. der Landstraße flott auf einen Kreisverkehr zusegelt, dann erkennt dies das Navi und bremst das Auto durch stärkere Rekuperation eigenständig flotter herunter um eben so möglichst viel Energie zurückzugewinnen und die Reichweite zu erhöhen. Wirklich gut gemacht, auch wenn ich mir ein noch stärkeres Bremsmoment des Motors wünschen würde. Hier scheint aber die Abstimmung wieder für Umsteiger gedacht zu sein, also alle die von nem Verbrenner kommen sollen ein möglichst gewohntes Fahrgefühl vorfinden. Deswegen ist leider auch kein One-Pedal-Driving möglich, also das Fahren ohne Bremspedal.

 

Auch das Head-Up-Display ist nen recht praktisches Feature.

 

Grundsätzlich ist es ein Fahrzeug der Golfklasse und entsprechend sind die Platzverhältnisse zu beurteilen. Vorne ist der Platz gleich jedoch mit deutlich mehr Ablagen in der Mittelkonsole. Hinten ist spürbar mehr Beinfreiheit und auch bei raumgreifenden Kindersitzen kommt keine Enge auf. Es dürfte schon grob an den Passat hinkommen. Der Kofferraum ist gefühlt gleich groß/klein wie der Golf.

 

 

Zu den negativen Eigenschaften:

Mann merkt leider an vielen Stellen, dass die Controller ganz deutlich den Rotstift angesetzt haben um irgendwie halbwegs die teuren Akkus zu kompensieren. Deswegen ist die Qualitätsanmutung mind. 2 Klassen niedriger als die im Golf. Das Design ist natürlich Geschmacksache, ich könnte mich damit anfreunden, aber die Wertigkeit der Materialien, gerade der Kunststoffflächen, ist wie ein Koreaner aus deren Anfängen .

 

Durch den doppelten Boden für die Akkus fehlt es den hinteren Sitzen an Tiefe für die Füße. Dadurch sind die Beine nach oben abwinkelt und man kommt sich etwas wie auf einem zu niedrigen Kinderstuhl vor. Könnte auf Dauer unbequem werden. Dieses Problem dürfte der ID.4, der als SUV einfach höher baut, vermutlich nicht mehr haben.

 

Es hat die kompletten 24h gedauert, bis ich die Bedienung endlich kapiert habe. Könnte deutlich intuitiver sein.

 

Aber der Hauptnachteil, der auch schon in der Presse zu lesen ist, ist heute morgen aufgefallen. Der Wagen scheint einfach noch nicht ganz fertig entwickelt zu sein. Heute ging eine Armada von Warnlämpchen an. In der Anzeige erschien zuerst der Wagen wäre nicht mehr Online und würde deshalb keine Warnungen mehr anzeigen. Dann wurde gewarnt, dass die Assistenzsysteme nicht mehr gehen und als dann auch noch das künstliche Fahrgeräusch ausfiel, forderte mich der Wagen auf sofort in die Werkstatt zu fahren. Die gleiche Meldung kam dann auch als kurz später der Notrufknopf kurz ausgefallen ist.

 

Auch durch einen mehrfachen Neustart ließ sich nicht mehr alle Fehler beheben, allerdings die Meldung Werkstatt verschwand irgendwann wieder, das Fahrgeräusch ging dann auch wieder.

 

Also ich kann deshalb an alle VW Fahrer die beruhigende Feststellung treffen: Auch ein modernes e-Auto ist noch ein echter VW ! :D

 

Wenigstens fuhr der Wagen noch. Lt. Aussage des VW-Fuzzis ist es einer der ersten ID.3 und die Probleme sind wohl schon bekannt. Hier muss wohl noch ein Steuergerät getauscht werden und diverse Softwareupdates durchgeführt werden.

 

Fazit:

Um die Frage aus dem Nachbarblog zu beantworten, warum will man sowas?

Ich habe insgesamt 3 Golf Fahrer damit fahren lassen und alle haben nach wenigen Metern festgestellt, der fährt sich einfach geil. Würde jeder sofort gegen seinen Verbrenner eintauschen.

Er soll wie oben erwähnt einen e-Golf und einen alten Golf TDI ersetzen und deswegen überlegen wir die Version mit dem großen Akku zu leasen.

 

Grundsätzlich hat uns der Wagen überzeugt, er ist auch ein spürbarer Fortschritt zum e-Golf und mit der deutlich höheren Reichweite kann er eigentlich bei allen Ausflügel und Reisen die damit geplant sind eingesetzt werden. Allerdings stellt sich mir aktuell die Frage ob wir nicht doch noch ein bisschen warten sollten, bis VW das Auto tats. fertig entwickelt hat ;)

 

Der Wagen war weiß und hatte eine häßlich pinke Beschriftung des Autohauses. Weil ich weiße Autos grundsätzlich nicht leiden kann, habe ich von außen leider kein Foto gemacht. Es war aber genau jene Farb- und Felgenkombination die hier beim Händler auch aufgeführt ist.

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22.10.2020 12:45    |    NDLimit

Hey Frank.

 

Danke für den schönen Bericht :)


22.10.2020 13:44    |    berlin-paul

Ein aufschlussreicher Testbericht. :)


22.10.2020 13:51    |    NDLimit

Ein Bild/Foto von dem Auto wäre schön :)


22.10.2020 13:53    |    Steam24

Zitat:

Als Reichweite gab er um die 340km aus und ich bin grob 150km damit gefahren. Die Reichweite ist analog dessen entsprechend gesunken, denn sie hat sich nicht sonderlich aus der Ruhe bringen lassen. Lt. BC war mein Stromverbrauch mit 24 KW/100km überraschend hoch.

Wie hoch war denn die Restreichweite, die nach der Testfahrt angezeigt wurde? Wie war dein Fahrprofil? Geschwindigkeit? Stadt? Überland? Autobahn? Hast Du fleißig rekuperiert? Lief die Klima?

 

Hältst Du die WLTP-Reichweite in der Praxis für erreichbar?

 

Zitat:

Allerdings stellt sich mir aktuell die Frage ob wir nicht doch noch ein bisschen warten sollten, bis VW das Auto tats. fertig entwickelt hat ;)

Das sind wahrscheinlich weise Worte. ;)

 

Insgesamt Daumen hoch für deinen Bericht. :)


22.10.2020 14:25    |    GrandPas

Also ich bin wie gesagt grob 150km gefahren. Davon würde ich sagen ca. 30km AB, 50km Stadtverkehr mit ordentlich Stau und 60km Landstraße. Ich habe mich auf grob 20km von dem Wagen selber fahren lassen.

 

Der BC des Wagens hat als Langzeitverbrauch über knapp 3.000km 21,8 KW/100km angezeigt. Dies ist grob +35% mehr als der WLTP Verbrauch. Dies dürfte aber wie gesagt auch zum großen Teil der Temperatur und vor allem dem Testszenarion geschuldet sein. Die meisten werden auf ihren Probefahrten den Wagen mehr treten als sie es für gewöhnlich in der Praxis tun. Insofern lag die Reichweitenberechnung eh schon ziemlich weit unten und hat sich durch meine Fahrweise nicht mehr stark negativ beeinflussen lassen. Wie im Bereicht beschrieben scheint aber die Verbrauchsanzeige nicht ganz mit dem tats. Akkuverbrauch übereinzustimmen. Ich halte die Angabe deshalb für zu hoch. Geladen habe ich das Fahrzeug nicht, deswegen kann ich nicht sagen, wieviel KW tats. verbraucht wurden, dafür fehlte mir leider die Zeit.

 

Reichweite hatte der Wagen am Ende ca. 180km. Damit ist wie beschrieben die Restreichweite ähnlich der Fahrweise gesunken, etwas mehr als die KM, dies entspricht aber der zu erwartenden Tatsache, dass mein Verbrauch etwas höher als der Langzeitverbrauch war.

 

Ich vermute im Sommer ist der WLTP Verbrauch von 16 KW/100km schon relativ realsistisch und ich denke mit einer etwas normaleren Fahrweise auch locker erreichbar. Der E-Golf verbraucht weniger. Aber ich fahre halt e-Autos nicht weil sie so wenig verbrauchen ;)


22.10.2020 14:27    |    Steam24

Vielen Dank für diese Informationen. :)


22.10.2020 14:48    |    GrandPas

Hier noch eine kleine Ergänzung:

 

Positiv:

Nachdem die Vorderräder keine Antriebswellen benötigen, lassen sich ungewöhnlich stark einschlagen. Der Wagen ist damit trotz des verhältnismäßig langen Radstandes erstaunlich wendig

 

 

Negativ:

Wer meint, dass die Sprachassistenten Siri oder Alexa schlecht funktionieren, der hat noch nicht versucht ein Routenziel in einem ID.3 per Sprache einzugeben. Bis wir uns auf das richtige München geeinigt hatten, war ich mitunter schon fast am Ziel angekommen. Auch sonst ist die Interaktion mit ihm per Sprache schwierig. Es gibt einen breiten LED Streifen unter der Windschutzscheibe der irgendein Feedback anzeigen soll, die genaue Funktion erschloss sich mir aber bis zur Rückgabe nicht.


22.10.2020 15:16    |    legooldie

Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Testbericht.;)

Ist halt noch eben alles Gold was glänzt aber ich hoffe das VW es doch noch in den Griff bekommt die Elektronik auf Vordermann zu Bekommen!


22.10.2020 15:25    |    PIPD black

Danke für den Bericht.

Wenn ich das Cockpit-Bild sehe, bekomme ich Plaque: diese bescheidenen Hochglanzplasteflächen mit ihren Reflektionen.....das braucht doch kein Mensch. Zudem sieht man darauf jedes Staubkorn und zerkratzen tut das Zeug auch wie nix gutes.


22.10.2020 15:29    |    GrandPas

Hochglanzplastik gibt es leider im Cockpit häufiger zu finden. Dafür gibt es diese heutzutage scheinbar unverzichtbaren Ambiente-LED Streifen in den Türtafeln. Leuchten zwar fancy blau, haben sich aber leider in den Seitenfenster gespiegelt. Ich denke man kann sie in irgendeinem Untermenü dimmen.


22.10.2020 15:33    |    berlin-paul

Der LED-Streifen unter der Frontscheibe könnte evtl. den Nahabstand vor der Frontstoßstange visualisieren. So wie der Blickwinkel vom Fahrersitz aus ausschaut, wäre das jedenfalls ein wünschenswertes feature.


22.10.2020 15:43    |    GrandPas

Der soll m.W. alle möglichen Feedbacks geben, wie gesagt der Sinn hat sich mir nicht erschlossen. Es ist gut möglich, dass viele Funktionen in dem frühen Modell auch noch nicht gegangen sind, weil der Presse war schließlich zu entnehmen, dass VW bei den ersten Fahrzeugen ordentlich hinterherhinkt.

 

Apple Carplay habe ich z.B. auch nicht gefunden, vielleicht hätte ich aber auch nur ein Kabel gebraucht.


22.10.2020 15:52    |    berlin-paul

Wird dann vermutlich bald nachgebessert. Das Innendesign hätte ja auch noch Luft nach oben.


22.10.2020 16:50    |    Gururom

Ich bin ja eigentlich auch für jedes Neue zu begeistern, nur versteh ich immer noch nicht, warum ein Auto der Golfklasse, eher kleiner, mit einem über 200PS Motor angeboten werden muss.

Als sportive Option okey, aber als ökologisches grünes Automobil welches zur Schonung der Ressourcen auf den Markt gebracht wird?????

Meiner Meinung würden doch (vielleicht wegen dem Gewicht) 90-130 PS reichen.


22.10.2020 17:04    |    GrandPas

Das ist relativ einfach erklärt. Ein starker E-Motor kann beim Rekuperieren, also wenn du vom Gas gehst und aus einem E-Motor somit ein Generator wird auch mehr Strom erzeugen als ein schwächerer Motor.

Damit wirken sich ein starker e-Motor sogar günstig auf die Reichweite aus. Allerdings nur, wenn die Mehrleistung nicht in einer höheren Endgeschwindigkeit abgerufen werden kann. Die e-Autos sind deshalb in der Regel im Topspeed deutlich begrenzt.

 

Wird nicht die volle Leistung abgerufen, verbraucht ein starker e-Motor auch nicht viel mehr als ein schwacher.


22.10.2020 17:46    |    Gururom

Genau wie bei meinem Diesel :D:D:D


22.10.2020 18:00    |    berlin-paul

... nur dass der dabei nicht in den Tank zurückspeisen kann. :)


22.10.2020 18:09    |    legooldie

Mich irretiert nur dieses Armaturenbrett,würde ständig Unfälle haben,weil ich fast nur auf die Anzeigen schauen würde.

Wenn ich da so an meins denke,sage ich mir...weniger ist manchmal mehr und was nicht drin,dran und drum ist geht auch nicht kaputt!

Ansonsten finde ich den Wagen gar nicht mal so übel.;)


Bilder

22.10.2020 18:14    |    GrandPas

Unfälle würdest du nur haben, wenn du versuchst per Sprache etwas hinzukriegen ;)

 

Er hat ein Head-Up Display und blendet z.B. die Geschwindigkeit direkt ins Sichtfeld ein. Insofern musst gar nicht weit gucken. Hat leider etwas von Spielverderber, kann aber für den Führerschein auf Dauer nützlich werden....


22.10.2020 18:15    |    GrandPas

Unfälle würdest du nur haben, wenn du versuchst per Sprache etwas hinzukriegen ;)

 

Er hat ein Head-Up Display und blendet z.B. die Geschwindigkeit, Tempolimit etc. direkt ins Sichtfeld ein. Insofern musst gar nicht weit gucken. Kann man etwas unscharf auf dem Foto vom Cockpit im Heck des Renault erkennen.

 

Hat leider etwas von Spielverderber, kann aber für den Führerschein auf Dauer nützlich werden....


22.10.2020 18:20    |    legooldie

Zitat:

@GrandPas schrieb am 22. Oktober 2020 um 18:14:35 Uhr:

Unfälle würdest du nur haben, wenn du versuchst per Sprache etwas hinzukriegen ;)

 

Er hat ein Head-Up Display und blendet z.B. die Geschwindigkeit direkt ins Sichtfeld ein. Insofern musst gar nicht weit gucken. Hat leider etwas von Spielverderber, kann aber für den Führerschein auf Dauer nützlich werden....

Was ist wenn man heiser wäre,würde die Spracherkennung einen dann noch Verstehen oder droht dann der Supergau?


22.10.2020 19:28    |    GrandPas

Wie beschrieben, mich hat die Spracherkennung schon recht schlecht verstanden ohne heiser zu sein, insofern viel schlechter wird es dann kaum werden.


22.10.2020 20:25    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@legooldie schrieb am 22. Oktober 2020 um 18:09:33 Uhr:

Mich irretiert nur dieses Armaturenbrett,würde ständig Unfälle haben..

Am Anfang muss man sich schon etwas zusammenreißen, und am besten ausführliche Trockenübungen machen. Halt wie bei jeder neuen Sache, aber während der Fahrt konzentriert man sich doch nur auf die relevanten Informationen zumindest wenn du das mit den Prioritäten hinkriegst.

 

Aber ja ich finde die bedienen Gestaltung gegenüber den bisherigen VW Handling unverantwortlich anders.

Bei Tesla weiß man dass man etwas ganz Neues ein fahrbare Smartphone erwerben muss, bei einem VW sieht das schon ganz anders aus da gibt es eine Verpflichtung gegenüber der Bedienung Gewohnheit.

 

Es gibt viele so kleine Aspekte die mir einen Abschied leichter machen würden nicht zuletzt die Innenausstattung.


22.10.2020 20:32    |    GrandPas

Also nen Tesla erschließt sich mir zuindest deutlich schneller in der Bedienung, weil die Bedienung noch konsequenter an jener von Smartphones orientiert ist.

 

Man kriegt auch den ID.3 zweifelslos irgendwann hin, aber man ist von VW einfach deutlich intuitivere Lösungen gewöhnt.


22.10.2020 21:48    |    Tillamook

Mit ein bisschen Übung sind auch mal 14 statt 24 kWh / 100 km drin :D

 

Ich brauchte damals mehrere Wochen um mich vom Verbrenner auf den E-Up umzustellen. Nach nun zwei Jahren Elektroauto fahre ich deutliche spritziger als zu Anfang aber nutze auch gezielter Ausrollen und rekuperiert. Lande eigentlich immer zwischen 11-15 kWh / 100 km. Größter Einfluss ist die Jahreszeit, aber der letzte Winter ist hier auch 10 Jahre her.

 

E-Up und E-Golf sind völlig selbsterklärend, hab noch nicht im ID gesessen, freue mich aber auf Spielerei :D


22.10.2020 22:05    |    GrandPas

Ich fahre schon seit über 7 Jahren einen Smart ED, glaube 11 habe ich noch nie geschafft, 13 sind im Sommer aber möglich. Ich fahre aber nicht wirklich stromsparend, deswegen stehe ich lt. BC über die letzten 5tkm bei 16,8.

 

Unsere e-Golf verbrauchen eher ein bisschen weniger, deswegen war ich von den 24 schon überrascht.


23.10.2020 08:22    |    expl0rer

Zitat:

Dann wurde gewarnt, dass die Assistenzsysteme nicht mehr gehen

Das Problem tritt bei unserem neuen Golf 8 auch regelmäßig auf. Scheint kein reines ID.3-Problem zu sein.


23.10.2020 08:34    |    Steam24

Zitat:

@expl0rer schrieb am 23. Oktober 2020 um 08:22:16 Uhr:

Zitat:

Dann wurde gewarnt, dass die Assistenzsysteme nicht mehr gehen

Das Problem tritt bei unserem neuen Golf 8 auch regelmäßig auf. Scheint kein reines ID.3-Problem zu sein.

Unausgereifte Autos ... siehe DSG, Ölsäufer, Defeat Device, Steuerketten, Frostbeulengölfe.

 

Jetzt eben unfertige Software.


23.10.2020 09:12    |    Schwarzwald4motion

Dass man ein Auto besser nicht im ersten Modelljahr kauft ist aber keine neue Erkenntnis :confused:


23.10.2020 09:35    |    GrandPas

Der ID.3 ist nicht nur ein mehr oder weniger größeres Update eines Vorgängermodells, sonder ein komplett neuer und eigenständiger Baukasten. Dazu auch eine grundsätzliche Umstellung in der Softwarearchitektur, denn auch hier eifert man Tesla nach und will künftig Over-the-Air Updates durchführen können.

 

Natürlich sind bei soviel Neuerungen Probleme vorprogrammiert. Noch 3 Jahre warten, bis alles garantiert ausgereift ist möchte wir aber auch nicht unbedingt, denn dies würde bedeuten nochmal einen veralteten Verbrenner zu holen.

 

Dies ist für uns keine Alternative mehr, dafür sind wir von den e-Autos schon zu sehr angefixt. Insofern schwierig.

Vielleicht verlängern wir den Leasing-Vertrag des e-Golfs noch ein bisschen und steigen erst in 6-12 Monaten um. Dann kann man sich auch mal den ID.4 ansehen, nur der ist dann wieder ein neues Modell usw. usw.

 

Gut, zugegeben natürlich alles 1. Welt Probleme....


23.10.2020 10:54    |    expl0rer

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 23. Oktober 2020 um 09:12:44 Uhr:

Dass man ein Auto besser nicht im ersten Modelljahr kauft ist aber keine neue Erkenntnis :confused:

Das kann ich als Kunde, der über 30k € für ein Auto ausgibt, nicht akzeptieren. Ich erwarte hier ein voll funktionsfähiges Produkt, egal ob im ersten oder letzten Modellahr.

 

Mein alter Golf 7 GTI war aus 2013, also auch aus dem ersten Modelljahr. Hier hatte ich über 80.000 km keine Probleme.


23.10.2020 11:02    |    berlin-paul

Klar erwartet man das. Aber erfahrungsgemäß bekommt man es nicht gleich. Mehrere Nachbesserungsanläufe sind nicht so ungewöhnlich.

 

Wenn man im GolfVIII und ID.3 dieses ätzende Touch-Bediengerät für die Beleuchtung sieht ... das ist so ein Punkt der auch durch Nachbesserung einfach nicht benutzbarer werden kann. Da hilft nur ein Austausch gegen eine haptisch Rückmeldung gebende Lösung (hoffentlich etwas das noch irgendwo an einen Lichtschalter erinnert).


23.10.2020 11:03    |    Schwarzwald4motion

Mein Golf lV hat ein Bussystem, das wurde mitten in der Produktreihe eingeführt war nagelneu und gab es nicht so für alle Varianten. Bei solchen Steps sollte man schon etwas vorsichtig sein. Und der Schritt zur E-Mobilität finde ich schon etwas deutlich.;)

Aber ja wenn einen die Kleinigkeiten nicht so stören und man ist innovativ und interessiert unterwegs bitte tritt vor die anderen profitieren davon und zwar bei Kosten und Funktionssicherheit.:)

 

Übrigens beim ID.3 bekommt man ja sogar explizit gesagt das von Anfang an nicht alles funktioniert und unterschreibt dafür!


23.10.2020 11:14    |    expl0rer

Wenn ich vorher weiß, dass bestimmte Funktionalitäten nicht aktiviert sind oder fehlen, dann ist das fair. Beim ID.3 (wie auch beim Golf 8) kommen aber Fehlermeldungen hinzu (z. B. Ausfall von Assistenzsystemen), die m. E. nicht akzeptabel sind.


23.10.2020 11:16    |    GrandPas

Als sog. Early-Adapter waren unsere bisherigen E-Autos auch i.d.R. mit die ersten die rausgekommen sind. Wir haben auch hier mit Problemen gerechnet, wurden aber sehr positiv überrascht. Allerdings waren es halt keine komplett neuen Autos, sondern schon bewährte Verbrennerplattformen, die nur neu als E-Antrieb aufgelegt wurden.

 

Auf meiner ID.3 Testfahrt hat auch nicht der E-Antriebsbereich Probleme gemacht, sondern die sonstige Peripherie...

 

Dem grundsätzlichen Pannenrisiko dieser Neuentwicklung sind wir uns bewusst, aber weil die nächste VW NL nicht weit weg ist würden wir dieses Risiko grundsätzlich schon eingehen. Nur ob wir uns gleich ein Fahrzeug anscheinend im Alpha-Stadium auf den Hof stellen oder nicht doch wenigstens auf die Beta-Phase warten ist noch nicht final entschieden.

 

Eine gewisse Leidensbereitschaft gehörte bei dem Aufbruch ins Neuland immer schon dazu ;)


23.10.2020 11:16    |    Steam24

Der Kunde als Testfahrer, bei VW nicht ungewöhnlich.


23.10.2020 11:26    |    Steam24

Ist Laden teurer als Tanken?

 

"(...) Ein Beispiel: Laut dem Automobilclub ADAC lag der Diesel-Preis im Juni, also noch vor der Mehrwertsteuersteuersenkung, im Durchschnitt bei 108,6 Cent. Bei einem aktuellen VW Golf mit einem 150 PS starken Zweiliter-TDI, der laut ADAC Ecotest auf 100 Kilometer 4,8 Liter Diesel verbraucht, lägen die Kosten für diese Strecke somit bei 5,21 Euro. Zum Vergleich zog der „Spiegel“ ein aktuelles E-Modell heran: Ein E-Golf verbraucht laut ADAC Ecotest auf 100 Kilometern 17,3 Kilowattstunden. Bei einem Haushaltsstrompreis von 31 Cent pro Kilowattstunde entstehen Kosten von 5,36 Euro – und damit mehr als beim regulären Dieselmodell.

 

Eindeutig gravierender wird die Gegenüberstellung, wenn man sein E-Auto nicht zuhause lädt, sondern an öffentlichen Stromtankstellen oder Schnellladesäulen – insbesondere an Autobahnen: So kostet beispielsweise beim Schnellladesäulen-Betreiber Ionity an der Autobahn eine Kilowattstunde 77 Cent. 100 Kilometer Fahrstrecke mit dem E-Golf kosten also 13,32 Euro und damit mehr als das Doppelte im Vergleich zum Diesel-Modell. (...)"

 

Uups ... :o

 

Kann das jemand bewerten? Bilden diese Zahlen die Realität ab?


23.10.2020 11:33    |    GrandPas

Die Strompreise sind ohne Frage eine Sauerei, aber VW als Mitbetreiber von Ionity bietet seinen Kunden deutlich günstigere Preise als die 77 Cent an und die wenigsten Autofahrer werden im Normalfall ihr Auto auf die AB fahren um extra zu laden. Die normalen Ladesäulepreise liegen bei der Hälfte dieser Kosten.

 

Aber es stimmt, durch den überhöhten Strompreis und die aktuell sehr günstigen Preise an der Tankstelle, liegen die Stromer bei ähnlichen Tankkosten wie die Verbrenner. Die Unterhaltskosten sind dennoch deutlich günstiger, weil die Wartungs- und Reparaturkosten deutlich niedriger ausfallen, welche meistens ein Mehrfaches der Treibstoffkosten betragen.

 

Aber ein neues Auto zu kaufen nur um Geld zu sparen, war noch nie ein besonders cleverer Ansatz.


23.10.2020 11:40    |    PIPD black

Die höheren Anschaffungskosten trotz Prämie gleichen die höheren Unterhaltskosten zumindest aus. Momentan kann man da wohl keinen Schnitt machen.

 

Beim Leasing mag das vllt. anders aussehen, das weiß ich nicht. Eine E-Auto und gerade den ID.3 würde ich nur im Leasing nehmen.


Deine Antwort auf "Mein Erfahrungsbericht zu einer ID.3 Probefahrt."

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01. 4,07% 02. 4,12% 03. 4,13% 04. 4,14% 05. 4,21% 06. 4,34% 07. 4,36% 08. 4,36% 09. 4,40% 10. 4,41% 11. 4,44% 12. 4,45% 13. 4,48% 14. 4,52% 15. 4,51% 16. 4,52% 17. 4,51% 18. 4,53% 19. 4,55% 20. 4,57% 21. 4,58% 22. 4,59% 23. 4,59% 24. 4,60% 25. 4,60% 26. 4,62% 27. 4,68 % 28. 4,65% 29. 4,68% 30. 4,66% 31. 4,66%

 

Juni 2020

01. 4,66% 02. 4,66% 03. 4,67% 04. 4,68% 05. 4,67% 06. 4,67% 07. 4,68% 08. 4,68% 09. 4,69% 10. 4,69% 11. 4,70% 12. 4,70% 13. 4,70% 14. 4,69% 15. 4,69% 16. 4,68% 17. 4,69% 18. 4,68% 19. 4,67% 20. 4,68% 21. 4,67% 22. 4,66% 23. 4,66% 24. 4,65% 25. 4,65% 26. 4,63% 27. 4,63% 28. 4,63% 29. 4,62% 30. 4,62%

 

Juli 2020

01. 4,61% 02. 4,59% 03. 4,59% 04. 4,59% 05. 4,59% 06. 4,58% 07. 4,58% 08. 4,58% 09. 4,57% 10. 4,56% 11. 4,56% 12. 4,56% 13. 4,56% 14. 4,54% 15. 4,54% 16. 4,52% 17. 4,52% 18. 4,51% 19. 4,50% 20. 4,49% 21. 4,48% 22. 4,47% 23. 4,46% 24. 4,46% 25. 4,44% 26. 4,44% 27. 4,42% 28. 4,41% 29. 4,41% 30. 4,39% 31. 4,36%

 

August 2020

01. 4,36% 02. 4,36% 03. 4,35% 04. 4,33% 05. 4,32% 06. 4,31% 07. 4,28% 08. 4,27% 09. 4,26% 10. 4,26% 11. 4,25% 12. 4,23% 13. 4,21% 14. 4,19% 15. 4,17% 16. 4,14% 17. 4,13% 18. 4,12% 19. 4,07% 20. 4,07% 21. 4,05% 22. 4,03% 23. 3,99% 24. 3,97% 25. 3,95% 26. 3,94% 27. 3,93% 28. 3,89% 29. 3,85% 30. 3,84% 31. 3,84%

 

September 2020

01. 3,82% 02. 3,80% 03. 3,79% 04. 3,76% 05.3,74% 06. 3,73% 07. 3,72% 08. 3,70% 09. 3,68% 10. 3,66% 11. 3,64% 12. 3,62% 13. 3,60% 14. 3,59% 15. 3,58% 16. 3,55% 17. 3,52% 18. 3,50% 19. 3,47% 20. 3,46% 21. 3,45% 22. 3,43% 23. 3,41% 24. 3,39% 25. 3,37% 26. 3,34% 27. 3,32% 28. 3,31% 29. 3,30% 30. 3,28%

 

Oktober 2020

01. 3,27% 02. 3,23% 03. 3,21% 04. 3,18% 05. 3,17% 06. 3,15% 07. 3,12% 08. 3,01% 09. 3,05% 10. 3,01% 11. 2,98% 12. 2,96% 13. 2,92% 14. 2,89% 15. 2,85% 16. 2,79% 17. 2,74% 18. 2,70% 19. 2,67% 20. 2,64% 21. 2,59% 22. 2,53% 23. 2,47% 24. 2,39% 25. 2,33% 26. 2,30% 27. 2,25% 28. 2,25% 29. 2,13% 30. 2,06% 31. 2,01%

 

November 2020

01. 1,97% 02. 1,93% 03. 1,90% 04. 1,87% 05. 1,83% 06. 1,79% 07. 1,75% 08. 1,71% 09. 1,69% 10. 1,67% 11. 1,67% 12. 1,65% 13. 1,62% 14. 1,60% 15. 1,58% 16. 1,57% 17. 1,57% 18. 1,57% 19. 1,56% 20. 1,55% 21. 1,54% 22. 1,53% 23. 1,52%