Getriebe ratscht oft beim Rückwärtsgang einlegen

VW up! 1 (AA)

Hallo, mein neuer Citigo (Technisch baugleich mit dem Up!) ratscht im Getriebe beim einlegen des Rückwärtsgangs ,vor allem wenn der Motor ein paar sekunden im Leerlauf ist. Kennt ihr das auch. Woran liegt das? Und habt ihr die Probleme auch?

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Das ist halb richtig.
Bei einer geraden Verzahnung wird (so wie man sich laienhaft ein Getriebe vorstellt) tatsächlich ein Zahnrad in ein anderes verschoben. Dabei kann es vorkommen, dass die Zähne ungünstig voreinander stehen und das Eintauchen des Zahnes in die Zahnlücke behindern. Dazu sind die Zähne an den "Einfädelflächen" so abgerundet, das sie sich selbst ausrichten sollten. Wenn sie sehr ungünstig stehen, funktioniert es eben nicht.
Bei einer Schrägverzahnung sind die Zahnräder immer im ständigen Eingriff miteinander. Hier wird also nicht das Zahnrad selbst verschoben, sondern eine Muffe kuppelt das Schaltrad mit der Welle. Aber auch hier ist eine Kupplungsverzahnung vorhanden, die genauso ungünstig stehen kann.

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Zitat:

@Jupp78 schrieb am 23. November 2015 um 11:51:41 Uhr:


Ursache der Kritik ist und bleibt die Gradverzahnung.
Und das ist nicht nur halb, sondern ganz richtig.
Das ist das Problem, warum der Rückwärtsgang im Stillstand nicht immer sauber rein flutscht.

Der Rückwärtsgang ist immer gerade verzahnt, daher auch das typische Getriebegeräusch beim Fahren mit eingelegtem Rückwärtsgang. Gerade verzahnte Zahnräder sind lauter als schräg verzahnte.

VW hat gefehlt und wird Buße tun, das ist man dem konservativen Image einfach schuldig. Das zum Skandal.
Andere vergleichbare Kleinautos(Korea, Japan, Frankreich, Italien...) kann man auch um die 10000 plusminus erwerben. Man hat halt kein VW-Logo drauf.

Zitat:

@Taubitz schrieb am 23. November 2015 um 12:12:18 Uhr:



Bei aller Akzeptanz des zuvor gesagten (das ich hier nicht mit zitiert habe), Jupp:
Gerade DIESER Satz trifft doch vor allem beim up nicht zu, DAS IST ES JA GERADE! 😁
Insofern m.M.n. meilenweit daneben geschossen, gerade hier in Sachen VW up. 😰

Sehe ich nicht so.

Auch wenn der Wettbewerb villeicht 500€ günstiger ist, so bleibt der Up ein sehr billiges Auto.

Grade im Urlaub steht ein Chevrolet Spark vor der Tür und ich kann nicht erkennen, wo der z.B. signifikant besser sein sollte. Abgesehen von naturgemäß laufruhigerem Vierzylinder vielleicht. Dafür säuft der trotz moderatem Highwaybetrieb seine 7,5l/100km (Anzeige 6,4l/100km).

Und das Rückwärtsganghaken kenne ich von allen Kleinwagen aus der Vergangenheit. Sehr lebhaft kann ich mich da beim Mitsubishi Colt und Toyota Yaris dran erinnern.

@CrankshaftRotator
Also meine C-Klasse hat keine Gradverzahnung und auch das typische jaulen bei etwas schnellerem Rückwärtsfahren gibt es nicht 😉.

Zitat:

@Taubitz schrieb am 23. November 2015 um 12:12:18 Uhr:


...
Der VW Lupo hatte dieses Problem bekanntlich nicht
...

Doch, dieses Problem wurde auch schon einige male mit einem Lupo oder Polo (beide habe die gleichen Getriebetypen) an mich heran getragen. Nicht immer, aber in den meisten Fällen lag das Problem nicht am Getriebe. Entweder wurde nicht richtig ausgekuppelt, oder das Auto stand nicht wirklich still!

Der (Lupo/Polo) hat übrigens auch einen unsynchronisierten und gerade verzahnten Rückwärtsgang 😉

Wie ich weiter oben schon schrieb, ist es nicht immer ein Problem des Getriebes 😉

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Als längjähriger Lupo 1.4 TDI Fahrer (2 Autos, fast 500000 km) und jetzt Fahrer eines Mii 4/13 kann ich bestätigen, dass es jedenfalls am Nichtdruchtreten der Kupplung nicht liegt und der Rückwärtsgang viel zickiger ist als bei jedem mir bekannten Lupo.
Dafür scheint das Getriebe abgesehen von der Geräuschkulisse im kalten Leerlauf sonst besser zu laufen und schaltet sich jedenfalls deutlich flüssiger.

Zitat:

@Nordhesse schrieb am 24. November 2015 um 11:17:52 Uhr


Entweder wurde nicht richtig ausgekuppelt, oder das Auto stand nicht wirklich still!

Erstaunlicherweise klappt das Einlegen des unsynchronisierten Rückwärtsganges dann besser, wenn das Fahrzeug

leicht

(!) rollt. Besonders wenn es dies rückwärts tut, kracht es quasi nie. Darf halt nur ganz leicht rollen, sonst kracht es wieder. Hab das tausendfach ausprobiert.

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 24. November 2015 um 06:47:25 Uhr:


@CrankshaftRotator
Also meine C-Klasse hat keine Gradverzahnung und auch das typische jaulen bei etwas schnellerem Rückwärtsfahren gibt es nicht 😉.

Das Getriebe bei einem Fahrzeug mit längs eingebautem Motor und Kardanwelle ist gleichachsig, das heißt, die Kraft geht auf einer Seite hinein und zur anderen Seite wieder hinaus, wird also nicht umgelenkt. Meine Aussage galt für ungleichachsige Getriebe, hab´s vorhin vergessen zu erwähnen. Also jene Getriebe bei sämtlichen Fahrzeugen mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb. Bei einem Großteil aller Fahrzeuge.

Zitat:

@CrankshaftRotator schrieb am 24. November 2015 um 14:56:29 Uhr:


Erstaunlicherweise klappt das Einlegen des unsynchronisierten Rückwärtsganges dann besser, wenn das Fahrzeug leicht (!) rollt. Besonders wenn es dies rückwärts tut, kracht es quasi nie. Darf halt nur ganz leicht rollen, sonst kracht es wieder. Hab das tausendfach ausprobiert.

Weil dann nicht die zwei Zähne der Gradverzahnung dauerhaft aufeinander stehen können.

Darum passiert das nur im vollkommenen Stillstand, nur manchmal und hat nichts mit der Synchronisation zu tun.

Für die fehlende Synchronisation sollte man eben möglichst still stehen, wo einem dann aber wieder die Gradverzahnung in die Suppe spucken kann. In letzterem Fall hilft meist nur, minimal vor oder zurück zu fahren ... schon flutscht es wieder.

Der Lupo 1,4l TDI hat ein 02J-Getriebe. Das hat zwar auch einen unsynchronisierten und gerade verzahnten Rückwärtsgang, bedient sich aber eines kleines Tricks:
Bewegt man den Schalthebel in die R.-Gang Gasse, wird über die Schiebemuffe und Synchronring des 5.Gang die Antriebswelle abgebremst.

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 25. November 2015 um 06:41:02 Uhr:



Für die fehlende Synchronisation sollte man eben möglichst still stehen, wo einem dann aber wieder die Gradverzahnung in die Suppe spucken kann. In letzterem Fall hilft meist nur, minimal vor oder zurück zu fahren ... schon flutscht es wieder.

Kann man machen, muss man aber nicht. Es genügt oft, noch einmal kurzzeitig die Kupplung im Stand kommen zu lassen, wieder zu trennen, Gedenksekunde warten und dann noch einmal zu probieren, den R-Gang einzulegen. Technischer Hintergrund: Durch kurzes Einkuppeln im Leerlauf wird die Antriebswelle in Rotation gesetzt. Die Abtriebswelle bleibt in Ruhe. Welche der beiden Wellen ihre Position ändern, dürfte eigentlich egal sein. Hauptsache, sie ändern ihre Position

relativ

zueinander.

Im Übrigen hat sich bei mir sehr der Tipp eines Users (weiß nicht mehr, wer das war) bewährt, bei Zahn-auf-Zahn-Stellung im ersten Gang einfach den Wählhebel sanft(!) gegen die "unwillige" Position 1. Gang zu drücken und sanft(!) die Kupplung dabei kommen zu lassen. Der 1. Gang springt dabei adhoc hinein. Funktioniert tadellos, auch im Rückwärtsgang. Bei diesem Verfahren braucht man im Rückwärtsgang allerdings viel Gefühl, sonst kommt es leicht zu einem Ratschen. Beim Einlegen in den ersten funktioniert das "irgendwie schöner", würde ich behaupten.

Zitat:

@John-Mac-Dee schrieb am 23. November 2015 um 19:56:39 Uhr
Der Up! ist zwar billig verarbeitet aber trotzdem technisch vorne dabei.
Hättest ja auch mehr Geld auf den Tisch legen können für einen Polo.

Ganz sicher nicht vorne dabei, wobei man anmerken muss, dass das Geld in einen anderen Fahrzeughersteller weitaus mehr Sinn machen würde.

Sind halt alles nur Autos. Andere Fahrzeughersteller bauen halt auch fehlerhafte Autos. Alles richtig ist bei keinem. Aber wer will schon Koreaner, Franzosen, Japaner, Italiener unterstützen, wenn Volkswagen in der Krise ist?

Ich ! Warum ?
Mein Geld muss ich ebenso hart verdienen wir ihr alle auch, da ich jedoch bei anderen Herstellern mehr für mein Geld erhalte und ich zumindest beim Auto auf das "Image" verzichten kann, ist die Einstellung langsam gereift.

Das mit dem Rückwärtsgang ist echt ne Plage und sollte zumindest in der heutigen Zeit, abgestellt worden sein.
Solange es aber immer wieder Leute gibt die während der Globalisierung der Ansicht sind, deutsche Produkte zu erwerben, den kann man nur viel Glück wünschen.

Mein nächster wird mind. ein Koreaner.

Wie woanders schon gesagt, habe grade einen Chevrolet Spark BJ. 2015 im Urlaub gehabt (ist übrigens ein Koreaner).
An dem war nichts besser. Und gesoffen hat er bei sehr moderatem Betrieb.
Bevor man meint woanders ist alles besser, sollte man erst einmal ausgiebig testen.

http://www.motor-talk.de/.../...der-autodoktoren-methode-t5507658.html

???

An sowas würde ich erst denken, wenn der Wagen mal kriecht bei getretener Kupplung und mal nicht.

Wer weiß, ob das im Alter auftritt.

Kann natürlich sein, dass etwas Vergleichbares in abgeschwächter Form wirklich die Ursache ist. Wird aber wohl ein Rätsel bleiben, bis der Leidensdruck hoch genug ist und sich jemand mal detailliert mit dem Getriebe auseinandersetzt.

Gruß

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