Die Ford Motor Company wurde 1903 von Henry Ford und 11 weiteren Investoren mit einer Kapitaleinlage von 28.000 US-Dollar gegründet. Fords Traum war ,„die Welt auf Räder zu stellen“ und ein Fahrzeug für die Allgemeinheit zu bauen. Ford errichtete eine Automobilfabrik in Detroit/Michigan und brachte 1913 eine Revolution für die Automobilindustrie: er führte die bis dahin unbekannte Fließbandproduktion ein, um Fahrzeuge preiswerter bauen zu können. Die Montagezeit eines Autochassis verringerte sich von über 12 auf 1,5 Stunden. Das erste fließbandproduzierte Modell war das Ford Modell T, das bis 1927 15 Mio. Mal gebaut wurde und erst 1972 von den Produktionszahlen des VW Käfer getoppt wurde. Weiterer, bis heute ungeschlagener Rekord: 1916 waren 55 % aller Automobile weltweit Ford T Modelle. „Tin Lizzy“ – wie das Ford Modell T genannt wurde – gab es lange Zeit nur in Schwarz. Fast alle Ford Modelle wurden in sehr großen Stückzahlen produziert, wodurch Ford viele Jahre größter Automobilhersteller der Welt war.
Der Ford Taunus, der ab 1939 gefertigt wurde, stand nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Synonym aller in Deutschland produzierten Ford Automobile. Ab 1970 bis 1982 erhielten dann auch verschiedene Mittelklassemodelle den Namen Ford Taunus. Legendär sind hierrunter der Ford Taunus G93A, der aufgrund seiner besonderen Fließheckkarosserie den Spitznamen „Buckeltaunus“ bekam, und der Ford Taunus 12M, bzw. 15M, der den Spitznamen „Weltkugeltaunus“ trug, da ihn anstelle einer Kühlerfigur eine Weltkugel zierte. Der Roadster Ford Thunderbird, der ab 1955 bis 1997 und dann nochmal von 2002 bis 2005 gefertigt wurde, entwickelte sich als „Personal Luxury Car“ innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Weiterer sehr beliebter Ford war und ist das seit 1964 produzierte Coupé Ford Mustang. Der Ford Mustang ist der Ahnherr der sogenannten „Pony-Cars“ und gilt auch heute noch als Verkörperung des American Way of Life. Er löste den Ford Thunderbird als Nummer 1 der Ford Sportwagen ab. Ab 1968 produzierte Ford mit dem Ford Escort ein Fahrzeug der Kompaktklasse, welches nach Zulassungsstatistiken im europäischen Vergleich eines der meistverkauften Automobile überhaupt war. Sein Nachfolger wurde der Ford Focus, der 2000 und 2001 zum weltweit meistverkauften Auto wurde. Der 1996 auf den Markt gebrachte optisch sehr markante Ford Ka definierte ein neues Marktsegment im Automobilbereich: die Kleinstwagenklasse.
Zur Ford Motor Company gehören neben Ford noch die Automobilmarken Lincoln, Mercury, Troller und Volvo. Bis 2008 gehörten auch die Marken Jaguar und Land Rover zu Ford, wurden dann aber an die indische Tata-Gruppe verkauft. Mit einer Beteiligung von über 13 % ist Ford zudem Hauptaktionär bei Mazda. Ford ist nach Toyota, Volkswagen und General Motors der viertgrößte PKW-Hersteller der Welt. Der Unternehmenssitz der Ford Motor Company ist in Dearborn, Michigan/USA. CEO ist seit 2006 Alan Mulally, Vorsitzender ist William Clay Ford Junior. In Deutschland ist Ford seit 1925 vertreten, zunächst als AG, seit 2002 als Ford Deutschland Holding GmbH mit Stammsitz in Köln.
Das Logo der Ford Motor Company besteht aus einem blauen Oval mit Ford-Schriftzug. In Deutschland trugen die Ford-Fahrzeuge die „Ford-Pflaume“ erst wieder seit 1976, da sie während des NS-Regimes verboten war. Ein Logo des Kölner Doms war in dieser Zeit das Ersatzlogo.
Ford produzierte in der Vergangenheit auch Nutzfahrzeuge wie LKW und Traktoren. Die meisten dieser Produktionssparten sind mittlerweile erloschen oder verkauft. Heutzutage wird noch der Kleintransporter Ford Transit produziert. Ford ist zudem Erfinder der „Autobank“: 1926 gründete Ford in Deutschland die Ford Credit Company AG, mithilfe derer sich Neuwagenkäufer zu günstigen Konditionen einen Ford finanzieren konnten.
Ford verbucht bereits seit vielen Jahren Erfolge im internationalen Rallye-Motorsport. Schon 1930 gewann Ford zweimal die berühmte Rallye Monte Carlo. Rallye- und Rennsport-Erfolge dieser Art wurden v.a. in den 70ern und 80ern unzählige Male wiederholt. Peter Ashcroft, langjähriger Ford-Motorsport-Direktor, trug sehr zu diesen Erfolgen bei. So war er u.a. hauptverantwortlich für den Sieg des Ford-Rallye-Werksteams bei der London to Mexico World Cup Rallye 1970, der mit 26.000 km längsten Rallye der Motorsportgeschichte.
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