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Ford Ranger Raptor (2019): Technische Daten, Bilder - Der Baby-Raptor mit Diesel-Power

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Ford macht den Ranger zum Raptor. Die Performance-Version des hierzulande meistverkauften Midsize-Pick-up kommt mit 213 PS und Diesel-Antrieb - auch nach Europa.

Ford Ranger Raptor (2019): In Thailand stellte Ford die Performance-Version des Midsize-Pick-ups vor Ford Ranger Raptor (2019): In Thailand stellte Ford die Performance-Version des Midsize-Pick-ups vor Quelle: Ford

Bangkok - Eigentlich war "Raptor" nie der richtige Name für die krasseste Version des Ford F-150. So nennt man umgangssprachlich zweibeinige, recht flinke, fleischfressende Dinosaurier. Die waren eher klein bis maximal mittelgroß. In Dino-Maßstäben. Der F-150 dagegen ist groß, ein Fullsize-Pick-up eben. Jetzt hat Ford das passendere Modell zum Namen vorgestellt: Den Ford Ranger Raptor.

Den Ranger verkauft Ford, anders als den F-150, hierzulande offiziell über das Händlernetz. Er führt regelmäßig die Neuzulassungscharts in Deutschland an. Vor anderen Midsize-Pick-ups wie dem Nissan Navara, dem VW Amarok oder dem Mitsubishi L200. In Thailand wurde nun die Performance-Version präsentiert, die dort auch gebaut wird. Für Ford und den Ranger ist der asiatisch-pazifische Raum ein wichtiger Markt, Thailand eine wichtige Produktionsstätte.

Bei Länge und Höhe legt der Raptor im Vergleich zum gewöhnlichen Ranger etwas zu Bei Länge und Höhe legt der Raptor im Vergleich zum gewöhnlichen Ranger etwas zu Quelle: Ford

Ford Ranger Raptor 2018 (T6): 213 PS und 500 Nm

Im Vergleich zum F-150 Raptor wirken die technischen Daten des Ranger Raptor bescheiden. Ein Vierzylinder-Diesel mit 2,0 Litern Hubraum treibt ihn an. Aufgeladen von zwei Turbos leistet er 213 PS und stemmt 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Der F-150 schöpft 457 PS aus einem 3,5 Liter großen V6-Biturbo, der Benzin verbrennt, nicht Diesel.

Wie beim F-150 verteilt auch beim Ranger Raptor eine 10-Gang-Automatik die Kraft an alle vier Räder. All-Terrain Reifen der Dimension 285/70 R17 stellen den Kontakt zum Untergrund her. Der soll vor allem grob sein. Bei Pick-ups und ganz besonders bei den Raptoren wird Performance vor allem offroad gemessen. Vier der sechs Fahrmodi des Ranger Raptor sind fürs Gelände gedacht. Es gibt ein Profil für Gras, Schotter und Schnee, einen für Matsch und Sand, einen für Felsen und einen sogenannten "Baja"-Modus. Der optimiert den Ranger Raptor, vereinfacht gesagt, für Wüsten-Rallyes. Hohe Geschwindigkeiten und Spaß bei entspannten Regelsystemen stehen im Vordergrund.

Für die Straße bietet Ford neben dem Standard-Fahrprogramm für "Komfort, Kraftstoffverbrauch und Fahrbarkeit" einen Sport-Modus. Ansprechverhalten und Schaltstrategie sollen eine eher sportliche Fahrweise unterstützen.

Ford präsentierte den Ranger Raptor in Bangkok der Öffentlichkeit. In Thailand wird der Performance-Pick-up gebaut Ford präsentierte den Ranger Raptor in Bangkok der Öffentlichkeit. In Thailand wird der Performance-Pick-up gebaut Quelle: Ford

Ford Ranger Raptor Fahrwerk mit Fox Racing Shox

Für die Anforderungen hat Ford dem Ranger Raptor ein gründlich überarbeitetes Chassis mitgegeben, das vor allem im Gelände hohe Geschwindigkeiten wegsteckt. Die Starrachse mit Schraubenfedern bleibt, die Geometrie des Fahrwerks wurde angepasst. Damit wachsen Spurbreite und Federweg im Vergleich zum Standard-Ranger. Vorne wie hinten baut Fords Performance-Abteilung speziell gefertigte Dämpfer mit 46,6 Millimeter Kolben von Fox Racing Shox ein.

Die Bremse wurde ebenfalls gründlich überarbeitet. An den Vorderrädern nehmen Zweikolbensättel belüftete Scheiben mit 332 Millimetern Durchmessr und 32 mm Dicke in die Zange. Hinten sitzt eine Einkolben-Anlage mit 332 mal 24 mm großen Scheiben.

Baby-Raptor auch für Deutschland?

Wieviel Gewicht die Bremsen zum stehen bringen muss, verrät Ford nicht. Der Antriebsstrang soll wegen des vergleichsweise kleinen Motors nicht allzuviel wiegen. Auch das Fahrwerk sei gewichtsoptimiert. Bei den Abmessungen legt der Raptor etwas zu. Im Vergleich zum zivilen Modell geht er um etwa drei Zentimeter auf 1,87 Meter in die Höhe, die Länge wächst um gut fünf Zentimeter auf 5,40 Meter. Die Bodenfreiheit gibt Ford mit 283 mm an.

Der vorgestellte Ranger Raptor soll vorerst nur in Australien und anderen Ländern des asiatisch-pazifischen Raums verkauft werden. In den USA wird der Ranger gerade erst wieder eingeführt. Auf der NAIAS in Detroit zeigte Ford das Modell mit 2,3-Liter-Vierzylinder-Benziner. Derselbe Motor könnte mit mehr Leistung in den USA einen Ranger Raptor antreiben.

Hierzulande hingegen passt der Diesel-Raptor besser in den Markt. Benziner gibt es im Ranger keine, das Diesel-Angebot reicht bis zum 3,2-Liter-Fünfzylinder mit 200 PS. Den schlägt der Raptor im Quartett nur knapp. Doch die Kraft ist deutlich anders angerichtet - Performance-Pick-up versus Arbeitstier. Offiziell äußert sich Ford nicht zur Markteinführung in Deutschland. MOTOR-TALK erfuhr jedoch aus Konzernkreisen, dass ein europäischer Raptor fest eingeplant ist. Wann? Erfahrungsgemäß dauert es etwas, bis neue Modelle den Weg zu uns finden.

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Avatar von Heiko Dilk (HeikoMT)
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