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Zweitaktöl als Additiv in Verbindung mit AdBlue

Themenstarteram 14. November 2017 um 13:33

Moin liebe Gemeinde,

zu Zeiten meines letzten Diesels (330D, gefahren bis 2009) war es unter den "eingefleischten" üblich ca. 250ml Zweitaktöl zu jeder Tankfüllung zu geben.

Der Vorteil war eine Schmierung der Injektoren und weiteren Kraftstoffseitigen Komponenten.

Zusätzlich sollte der Motor dadurch sauberer bleiben.

Das Öl hat sich mit dem Diesel vermischt und nicht mehr entmischt, somit ist es auch immer gleichmäßig mit dem Diesel verbraucht worden.

Die Laufkultur war merklich besser, der Motor klang gesünder...

Eigentlich würde ich das bei meinem aktuellen wieder so handhaben wollen,

allerdings bin ich mir mit den leicht höheren Verbrennungstemperaturen und dem heutigen Einsatz von AdBlue unsicher.

Der aktuelle Wagen hat die Euronorm 6 in Verbindung mit einem AdBlue-Tank, der frei zugänglich ist.

Steckt hier jemand tiefer in der Materie und kann mir sagen ob hier noch ein Vorteil zu erhoffen ist, oder mache ich mir in Verbindung mit der neuen Abgastechnik eher alles kaputt?

Besten Dank vom Spiesel

Beste Antwort im Thema

2t im diesel ist nicht nachweisbar aber eine wirkung auf den motor schon? ok....

placebos wirken auch. definitiv nachgewiesen.:D

mein erster und letzter satz zu diesem thema.

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Die Viskositätserhöhung durch 2T-Öl ist bei der Beimischung vernachlässigbar, da sind unter den Kraftstoffen verschiedener Konkurrenten wahrscheinlich größere Abweichungen.

Im Labor wurde zumindest eine Schmierverbesserung bis zu 10% nachgewiesen,

Siehe:

https://www.motor-talk.de/.../zusammenfassung-i208856999.html

Ob sich das lohnt, muss jeder selbst erfahren. Schaden tuts nicht, wenn man sich einliest.

2T-Öl hat eine (je nach Ausgangsstoffen) 30-50mal höhere Viskosität, als Dieselkraftstoff, so dass sich auch bei den üblichen 250mL 2T-Öl pro Tankfüllung ganz bestimmt negativ auswirken kann.

Zitat:

Im Labor wurde zumindest eine Schmierverbesserung bis zu 10% nachgewiesen,

schon 2001 wurde von der Uni Rostock nachgewiesen, dass die Forderung der Mindest-Schmierfähigkeit (HFRR-Wert von unter 460) bereits mit 1%-iger RME-Beimischung bei den 4 getesteten Dieselkraftstoffen unterboten wurde.

Bei 4% hatten alle 4 Kraftstoffe einen HFRR-Wert von ca 200 und 4% dürfte heute bei Standard-Diesel in D eher normal sein.

Wie schon gefragt:

Gibt es aufgrund einer Häufung von aktuellen Fällen, wegen Schäden der Einspritzanlage aufgrund mangelnder Schmierfähigkeit, ein Grund zur Annahme, dass die Schmierfähigkeit des aktuellen Dieselkraftstoffs in D ein Problem darstellt?

Ich meine nicht.

 

Bei einer Zumischung von 1:250 ist man bei einer Viskositätsveränderung, je nach 2T-Öl, im Bereich von 10-20% bei 40° C.

Klingt nach Viel.

Bedenkt man aber die Temperaturänderungen und die damit verbundenen Viskositätsänderung von Dieselkraftstoff, ist das latte. Leider finden sich bis auf den 40° C Wert keine anderen für DK, aber auch der Wert hat schon eine ordentliche Spanne, von 2-4,5mm²/s.

Injektorschäden treten bei Dieselfahrzeugen im Bereich >250.000KM gehäuft auf. Ob 2T-Öl das verhindert? Keine Ahnung.

Die Erhöhung der Schmierreserve könnte dazu beitragen. Wenngleich die Ölkonzerne da größeren Einfluss darauf haben. Interessant wären ausgiebige Laboruntersuchungen verschiedener Dieselkraftstoffsorten.

Teuer ist das panschen aber nicht. Mehrkosten von ca. 10 Cent/100KM.

Historisch gesehen setzte man 2T- oder "Obenöl" dem Kraftstoff früher bei Fahrzeugen, bei denen der Motor noch stehende Ventile hatte, zu, da diese bauartbedingt nur wenig geschmiert wurden. Wer's denn auch für die heutigen High-Tech-Motoren braucht, der soll dran glauben.....

Injektorschäden sind meist auf feine, koksartige Ablagerungen zurückzuführen, die aus der Verbrennung stammen, wobei auch das Motoröl zu einem gewissen Teil dazu beiträgt.

Zitat:

@IncOtto schrieb am 15. November 2017 um 18:46:23 Uhr:

 

Teuer ist das panschen aber nicht. Mehrkosten von ca. 10 Cent/100KM.

Die Frage ist doch, ob sich das lohnt. Wer fährt über 250000km, also wenn es eine Auswirkung haben könnte, mit einem Auto?

Es gibt ja mehrere Beispiele, wo man etwas "machen" kann, sich aber die Frage stellt, ob sich das innerhalb der normalen Betriebsdauer überhaupt auswirkt/lohnt.

Beispiel:

Start & Stop dauernd deaktivieren.

Da ist es sogar eindeutig so, dass dann erheblich weniger Mischreibung in den Gleitlagern von Turbolader und den Motorhauptlagern auftritt, weil schlichtweg die Anzahl der Starts im Laufe des Motorlebens erheblich sinkt.

Das kostet sogar gar nix...

Offenbar ist diese Art den Motor zu schonen, aber nicht so beliebt, wie das Panschen.

Bei S&S wird häufig drauf verwiesen, dass der Hersteller schon alles richtig durchdacht (und angepasst) hat.

Beim Panschen ist das anders:

Kein Motorhersteller gibt an, dass man Panschen soll. Eher im Gegenteil.

Trotzdem meinen einige Kunden dem Motor, entgegen der Auffassung des Motorherstellers, dadurch zu einem längeren Leben verhelfen zu können.

 

 

 

Kein Motorenhersteller würde schon aus Komfortgründen irgendeine Zumischung zum Kraftstoff seinen Kunden zumuten, selbst wenn dadurch technische Vorteile erlangt würden. Stattdessen verweist man auf die Verwendung eines DIN-konformen Kraftstoffes.

Wie ich ja bereits geschrieben habe, handelt es sich bei der Kraftstoff-Norm um einen Kompromiss, der zwischen Ölindustrie und den Herstellern ausgehandelt wird.

Selbstverständlich wird kein Hersteller offiziell die Zugabe von Additiven freigeben - alleine schon aus Garantiegründen.

Dem Hersteller sind sowieso nur die Leasingzeiten wichtig, alles weitere bringt dem Unternehmen ja letztendlich Geld ein.

Und es geht hier bestimmt nicht um Verschwörungstheorien :)

Ich finde das Statement von einem Hersteller interessant:

Zitat:

Hinweis zur Kraftstoffverwendung!

Es ist bekanntgeworden, dass einige unsere Kunden dem alten Mythos nachhängen Zweitaktöl in geringer Dosis im Dieselkraftstoff würde „dem Motor und den Teilen der Einspritzanlage guttuen“. Hierzu geistern zahlreiche Befürwortungen in unterschiedlichen Foren durch das Internet. Man verspricht sich weicheren Motorlauf, längere Lebensdauer der Einspritzanlage und vieles mehr.

Wir möchten an dieser Stelle, auch im Namen von unserem Motorenlieferanten HATZ/Ruhstorf, eine deutliche Warnung hierzu aussprechen und von der Verwendung von Zweitaktöl im Kraftstoff mehr als deutlich abraten.

Der Motor ist ausschließlich für die Verwendung von Dieselkraftstoff nach EN 590 konstruiert und justiert worden. Schäden, die durch die Verwendung anderer Kraftstoffe oder Kraftstoffmischungen entstehen sind von jeglicher Gewährleistung ausgeschlossen.

Der technische Hintergrund:

Zweitaktöl im Kraftstoff arbeitet gegenläufig zur Cetanzahl. Die Zündwilligkeit wird vermindert. Der Zündverzug wird „chemisch“ verschoben. Sie fahren also mit falschem Zündzeitpunkt, da dieser undefiniert in Richtung OT verschoben wird. Die Folge ist ein milderer Motorlauf, der von den Befürwortern als angenehm wahrgenommen wird und schonenden Motorlauf suggeriert. In Wahrheit ist der Grund der verschobene Zündzeitpunkt, der auch mit geringerer Leistung einhergeht, da die Druckwelle der Zündung zu spät ihr Maximum erreicht. Der Motor wird schlicht überlastet. Messungen haben bezogen auf die Kopftemperatur bis zu 25% Mehrbelastung bei Vollast ergeben.

http://www.motorradmanufaktur.de/index.php?main=462&sub=technischedaten

Die Cetanzahl unterliegt auch so extremsten Spreizungen, da ist das bisschen 2T-Öl völlig irrelevant. An der Tanke gibts von Cetanzahl 51 bis 60 alles. Wenn 2T-Öl eine, übertriebene, Änderung von 0,5 hervor ruft, ist das bei der Spreizung auch zu vernachlässigen.

Natürlich wird kein Motorenhersteller sagen: "Macht das, ist super!", allein aus Haftungsrechtlichen Gesichtspunkten.

Es gibt ja viel Lesestoff zu dem Thema, und da wird auch klar, dass 2T-Öl nicht gleich 2T-Öl ist.

auch ein bisschen die frage welchen gott man anbeten möchte. :D

...Ich würde den anbeten, der Hirn vom Himmel schüttet. :D

Zitat:

@IncOtto schrieb am 17. November 2017 um 09:22:29 Uhr:

Die Cetanzahl unterliegt auch so extremsten Spreizungen, da ist das bisschen 2T-Öl völlig irrelevant. An der Tanke gibts von Cetanzahl 51 bis 60 alles. Wenn 2T-Öl eine, übertriebene, Änderung von 0,5 hervor ruft, ist das bei der Spreizung auch zu vernachlässigen.

Natürlich wird kein Motorenhersteller sagen: "Macht das, ist super!", allein aus Haftungsrechtlichen Gesichtspunkten.

Es gibt ja viel Lesestoff zu dem Thema, und da wird auch klar, dass 2T-Öl nicht gleich 2T-Öl ist.

die negativen Wirkungen des 2T-Öls sind also quasi alle nur homöopathisch, wo hingegen die positiven Wirkungen auch bei aktuellen Motoren und aktuellem Sprit in D, darüber entscheiden, ob die Einspritzung ganz lange lebt oder nicht.....

Jungs, ihr spinnt...

Hi,

auch wir haben einmal gepanscht, nach Vorgabe und müssten es Teuer bezahlen!! Nachdem wir den DPNR Filter erneuert müssten ( wegen panschen ), machen wir es nicht mehr und haben keinerlei Probleme mehr!!

MfG

Super-TEC

...Hast du einen Beweis dafür, daß du ohne Panschen den DPNR Filter hättest nicht wechseln müssen ?

Was ist denn ein DPNR Filter?

Wenn der DPF O. RPF gemeint ist, so habe ich an der Aussage von "Super-TEC" doch erhebliche Zweifel. Allenfalls wird die Nutzungsdauer etwas herabgesetzt. Dann kommt es auch auf das Produkt an, welches man verwendet. Zeitaktöl verbrennt in der Regel sauberer als Diesel.

 

Zitat:

@navec schrieb am 16. November 2017 um 08:39:27 Uhr:

 

Die Frage ist doch, ob sich das lohnt. Wer fährt über 250000km, also wenn es eine Auswirkung haben könnte, mit einem Auto?

Mein Rentnergolf ist gerade dabei, die 250 tkm Marke zu durchbrechen und soll auch noch weitere Jahre seinen Dienst tun. Die Injektorwerte stehen super da. Schauen wir mal, wann u. warum sich unsere Wege trennen. Ich weiß nicht mit Sicherheit, ob das Panschen Vorteile erbringt, Nachteile aber ganz sicher auch nicht.

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