Zuverlässigster Diesel

Mercedes E-Klasse W211

Hallo,

ich möchte mir einen w211 (oder sogar einen 212, wenn das Geld reicht) anschaffen.

Ich fahre vor allem lange Strecken, pendle jeden Tag 200 Kilometer.

Daher meine Frage: Könnt Ihr mir einen Motor empfehlen, der a) als zuverlässig bekannt ist und b) wenig verbraucht.

Ich habe schon gehört, dass ich auf jeden Fall kein Modell von vor 2007 kaufen sollte. Gibt es denn Krankheiten, auf die ich beim Kauf besonders achten muss?

Vielen Dank für Eure Hilfe

H

Beste Antwort im Thema

Ich habe privat einen Vor-Mopf, mein Bruder fährt einen Mopf. Beides 220er, beides wunderbare Autos. DPF haben auch beide... weiß also nicht was daran ein Manko sein soll.

Der Vor-Mopf ist völlig unproblematisch, ein tolles Auto. Nachteil: Die angesprochene SBC Bremse kommt irgendwann. Diese ist aber auch gleichzeitig der Vorteil des Vor-Mopf. Ich liebe diese Bremse.

Der Mopf ist ebenfalls ein wundervolles Auto. Vorteil: Der 220er hat einige PS mehr und einen deutlich ruhigeren Lauf. Da schiele ich schon manchmal neidisch rüber.

Also auf jeden Fall 211, auf jeden Fall 220er. Mopf / Vormopf je nach Budget. Perfekter KM-Fresser.

Wenn es der 212 sein muss, nimm nicht den 4 Zylinder Diesel.

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Ein altes Auto zu kaufen ist immer mit möglichen Überraschungen verbunden. Ein alter Mercedes kommt nie wirklich billig. Nicht "gedrehte" Vierzylinder-CDIs mit moderaten Laufleistungen sind vermutlich eher die Ausnahme.

Der MOPF hat neben dem deutlich besser ziehenden Motor auch ein etwas stuckeriges Fahrwerk. Die T-Modelle von 200 CDI und 220 CDI sind ab MOPF mechanisch völlig baugleich. Mit Kinderwagen würde ich immer ein T-Modell empfehlen.

Aus 20 Jahren Erfahrung mit eher jüngeren Mercedes würde ich keinen Mercedes ohne belastbare Garantie kaufen. Lieber einen Ford Mondeo Tournier oder Skoda Superb Kombi mit halber Laufleistung, wenn Geld eine Rolle spielt. Automatik ist immer eine nennenswerte Kostenstelle.

Hi,
nur zur Referenz - Gedanken machen:
ich habe einen 200CDI Bj 10/2008 mit 6 Jahren und 80tkm auf der Uhr gekauft.
Beim Freundlichen Händler mit Gewährleistung, Servicenachweis, 1.Besitz, .....
Ein paar "Kleinigkeiten hat der 🙂 nach Kauf nachbessern dürfen (Traggelenke, Auspuffaufhängung).
Den Thermostat nach ein paar Monaten habe ich schon teilweise mitbezahlt.

Nach 2,5 Jahren / bei 185tkm war ein Injektor defekt. In der freien Werkstatt wurde dann der
km-Stand auf der Uhr bezweifelt - mit der Unterstützung vom🙂 kann ich ihn nicht feststellen.

Nach fast 4 Jahren und von mir 170tkm gefahrenen km:
Freilauf Lichtmaschine
an der VA einmal alle Traggelenke getauscht
1 Injektor
Federn vorne (Bruch letztes Monat)
zwischendurch 3 Scheibenwaschdüsen - die verstopfen gerne

eigentlich Problemlos, obwohl ich den km-Stand nicht kenne....
(Wartung ist eh klar, Bremsbeläge, Reifen sowieso...)
Sprudel etwas unter 7l - bei meiner Fahrweise/Fahrprofil

lg
damawas

Zitat:

@dauerfahrer1 schrieb am 1. August 2018 um 19:46:35 Uhr:



Danke für den Hinweis auf den 220 CDI. Werde gezielt danach suchen.

Ein Bekannter sagte noch, ich muss mich auch darauf einstellen, dass die Injektoren irgendwann hin sind. Weiß da jemand mehr und wieviel die Reparatur kostet? Gleiches gilt für die SBC. Wie teuer ist eine Erneuerung?

Und was den W212 angeht, frage ich am besten im anderen Forum nach..?

Nochmal danke für Eure Hilfe

Dauerfahrer

"darauf einstellen", mit dieser "Einstellung", kaufst du dir besser ein neues Auto, verkauft es wenn die Garantie abegelaufen ist und kaufst dir wieder ein neues Auto ..!
Ein Gebrauchtes Auto kann 100tkm vollkommen problemlos mit den üblichen Verschleissreparaturen laufen oder jeden Monat einmal ausser planmässig in die Werkstatt "müssen"!
Wobei "verschleiss" relativ ist, manche haben nach 300tkm noch die ersten Injektoren im Motor andere haben bei unter 100tkm Laufleistung schon einen Injektor erneuert ..!
Anfällig sind die Gelenke der 4-Lenker V.-achse, irgendwo zw. 120/ 180tkm sind die einfach fällig!
Alles andere solltest du auf dich "zu kommen" lassen, wenn defekt dann ist das halt so!

Allerdings würde ich dir, bei deiner Fahrleistung zu einem W212 raten! Nächste Jahr ist ein W211 min. 10J. alt u. ein Auto unterliegt auch einer gewissen Alterung (Gummis werden spröde ..) u. gerade ein Auto das im Alter von über 10J. nur knapp 100tkm gefahren wurde "altert" durch das NICHT bewegt werden mehr als ein FHz. mit höherer Laufleistung (Standschäden ..)!

MfG Günter

Also von Mopf oder nicht Mopf würde ich mich nicht fürchten - vorausgesetzt die Historie des Fahrzeuges passt (wie auch immer man dies feststellen kann).

Bei den Motoren je nach Geschmack und Aufgabe:
OM646 für Vielfahrer und die auf die Kohle schauen müssen
alles mit mehr Zylindern halt für den Spass - kostet dann auch mehr
um den OM651 (gab es beim Nachfolger / C-Klasse) würde ich einen Bogen machen

Limo oder Tee ist halt je nach Transportbedarf
Um so näher an einem "Taxler-Modell", umso mehr sind die Teile günstiger.

Zu beachten ist halt, dass die Kübeln im besten Fall 9-10 Jahre am Buckel haben, das ist auch für nen Stern schon ein reiferes Alter. Entsprechend werden halt auch Teile kaputt, die halt nur "gealtert" sind....

lg damawas

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Zitat:

@dauerfahrer1 schrieb am 1. August 2018 um 12:06:56 Uhr:


Hallo,

ich möchte mir einen w211 (oder sogar einen 212, wenn das Geld reicht) anschaffen.

Ich fahre vor allem lange Strecken, pendle jeden Tag 200 Kilometer.

Daher meine Frage: Könnt Ihr mir einen Motor empfehlen, der a) als zuverlässig bekannt ist und b) wenig verbraucht.

Ich habe schon gehört, dass ich auf jeden Fall kein Modell von vor 2007 kaufen sollte. Gibt es denn Krankheiten, auf die ich beim Kauf besonders achten muss?

Vielen Dank für Eure Hilfe

H

Hallo,

habe aktuell den zweiten 211 er 220 CDI mit 150 PS (also Vormopf).
Das einzige was mir einfällt wäre die SBC Bremse. Falls das noch nicht gemacht wurde, muss irgendwann die Hydraulikeinheit getauscht werden. Kostet richtig Geld. Also beim Vormpf Kauf darauf achten.
Ansonsten ist das Auto nicht problematischer bzw. unproblematischer als andere Premiumautos die ein paar jahre auf dem Buckel haben.
Der Kofferraum beim T Modell ist unschlagbar und um längen größer als bei den Konkurrenten.
Was im Alter kommen kann....Niveauregulierung/Airmatic (Luftsäcke/Kompressor), Getriebeöl sollte in der Vergangenheit regelmäßig gewechselt worden sein. Ach ja: Hände weg von Leistungsgesteigerten (Chiptuning/Boxen u.ä.) Vormöpfen: das geht immer zu Lasten des Turboladers.

Ich fahre den 220 CDI aktuell (mit überwiegendem Anteil Land) mit ca 8,5 l/100km. bei überweigendem Stadtanteil werden es auch gerne mal 9-9,5 L. Es gibt Kollegen die der Meinung sind, dass ein 320 iger mit 6 Töpfen auch nicht viel mehr verbraucht - das kann auch gut sein.

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 06. Aug. 2018 um 11:19:56 Uhr:


Es gibt Kollegen die der Meinung sind, dass ein 320 iger mit 6 Töpfen auch nicht viel mehr verbraucht - das kann auch gut sein.

Mein 320er Vormopf-T-Modell verbraucht über Land dasselbe und bei viel zähem Stadtverkehr 9,5 bis 10 Liter. Im Winter auch mal etwas über 10 Liter.

@Fritzibass
Dein 220er ist ganz schön durstig. In der Stadt kann ich den Verbrauch nachvollziehen aber auf dem Land sehe ich bei meinem 320er auch mal eine 6 vor dem Komma.

Zitat:

@Michi-77 schrieb am 6. August 2018 um 13:08:44 Uhr:



Zitat:

@Fritzibass schrieb am 06. Aug. 2018 um 11:19:56 Uhr:


Es gibt Kollegen die der Meinung sind, dass ein 320 iger mit 6 Töpfen auch nicht viel mehr verbraucht - das kann auch gut sein.

Mein 320er T-Modell verbraucht über Land dasselbe und bei viel zähem Stadtverkehr 0,5 Liter mehr.

Ist schon klar. 0,5L mehr wie über Land? Das halte ich für ein Märchen. Das funktioniert nicht einmal im Prospekt.

Ich editiere, Entschuldigung. Für mich war es verständlich.

Hallo

warum soll man den OM651 (im W204 oder W/S212) meiden, wie hier oft geraten wird?

Ich habe ca. 100tKM auf einen OM646 im S211 MoPf und eben so viele auf einen OM651 im S212 VorMoPf gespult - beides mal nicht bei 0 gestartet und knapp unter 200tKM verkauft:

Beide Motoren sind unproblematisch - der OM646 hinsichtlich Motorsound angenehmer - der OM651 aber insgesamt leiser und mit der 7G spritziger.
Verbrauch bei beiden sehr gering - der OM646 brauchte nen Ticken mehr, obwohl der 211er leichter wirkte als der 212er.

Bei Vielfahrern wie uns (200-300 KM täglich - mind. 100 KM am Stück - kaum Stadtverkehr) spielt der DPF so gut wie keine Rolle.

Ansonsten ist der 212er das modernere Fzg. und aus meiner Sicht geräumiger und Großzügiger (kommt dem 210er wieder nahe).

Ich kann das OM651 Bashing daher nicht verstehen....

Grüße
Martin

Zitat:

@Otako schrieb am 6. August 2018 um 13:26:34 Uhr:


@Fritzibass
Dein 220er ist ganz schön durstig. In der Stadt kann ich den Verbrauch nachvollziehen aber auf dem Land sehe ich bei meinem 320er auch mal eine 6 vor dem Komma.

1. Stichwort Topografie: ich wohne auf über 400 m ü NN. In unserer Region in RLP musst du jeden Berg den du runterfährst auch wieder hochfahren...da kommt schon was zusammen.

2. bringt es mir nix, mich selbst zu beschwindeln und meinen Verbrauch zu schönen. Der ist nun mal so wie er ist...allerdings nicht laut KI sondern real an der Tanke errechnet. Natürlich hatte ich auf dem Heimweg vom Urlaub auch Verbräuche von 6 bis 7 Litern....bei konstant 130 km/h. Aber mir gings um Langzeitverbrauch und nicht Momentanverbrauch lt. KI

3. wird das Fahrzeug quasi als Drittauto (Lastesel; Hundetransport usw. - oft auch mal kurze Strecken) genutzt. Sollte jetzt die Frage kommen warum ich dann einen Diesel fahre: den hatte ich halt noch ....😉.

Ich habe keinen Sinn gesehen, unseren Walfisch nach dem Kauf einer W212 Limousine zu verkaufen, nachdem er gerade so schön durchrepariert war...😁

Aber in Punkto Verbrauch sind wir uns ja einig...da nehmen sich real 220 er und 320 er nicht viel....

PS.:
Ich hab´nen Bekannten der hat sich gerade einen 211 er 220 Diesel gekauft mit 300 000 km weil er täglich 200 km zur Arbeit hin und zurück fahren muss. Er hat nach dem Kauf alle Betriebsflüssigkeiten vorsorglich wechseln lassen (auch und gerade Getriebeöl) und ist zufrieden mit dem Auto .... vorher hatte er einen S 203. Er will mit der E Klasse auf jeden Fall die halbe Million knacken.

Dann ist der Verbrauch nachvollziehbar. Ich lebe auf dem flachen Land und fahre viel Landstraße ohne Last und in der leichteren Limo.

Zitat:

@Martin E240T schrieb am 6. August 2018 um 14:15:24 Uhr:


Hallo

warum soll man den OM651 (im W204 oder W/S212) meiden, wie hier oft geraten wird?

Ich habe ca. 100tKM auf einen OM646 im S211 MoPf und eben so viele auf einen OM651 im S212 VorMoPf gespult - beides mal nicht bei 0 gestartet und knapp unter 200tKM verkauft:

Beide Motoren sind unproblematisch - der OM646 hinsichtlich Motorsound angenehmer - der OM651 aber insgesamt leiser und mit der 7G spritziger.
Verbrauch bei beiden sehr gering - der OM646 brauchte nen Ticken mehr, obwohl der 211er leichter wirkte als der 212er.

Bei Vielfahrern wie uns (200-300 KM täglich - mind. 100 KM am Stück - kaum Stadtverkehr) spielt der DPF so gut wie keine Rolle.

Ansonsten ist der 212er das modernere Fzg. und aus meiner Sicht geräumiger und Großzügiger (kommt dem 210er wieder nahe).

Ich kann das OM651 Bashing daher nicht verstehen....

Grüße
Martin

Für mich persönlich wäre ein w212 wegen seine sehr schlechter Geräuschdämmung ein absolutes NoGo. Als ich einen 220er om651 gefahren habe, war es ein Kulturschock für mich. Dazu kommt, dass der om651 eine Steuerkettendiva. Du hast mit beiden 100tkm gefahren. Ein om646 wird bei 400tkm erst warm und da ist ein om651 schon längst am Ende. Ein Steuerkettenwechsel ist beim om651 praktisch ein Todesurteil.

Aus dem Grund habe ich mir einen 211 gekauft. Die 212 er als 200 und 220 CDI haben sehr viel Ärger gemacht, als Taxi nicht zu gebrauchen. Injektoren und Steuerkette alle Nasen lang . 2 Motoren haben wir noch liegen . Steuerkette und Turbolader , beide fest. Und Verbrauch hab ich bei meinem kombiniert 10 Ltr.

Zitat:

@Otako schrieb am 6. August 2018 um 22:31:06 Uhr:



Zitat:

@Martin E240T schrieb am 6. August 2018 um 14:15:24 Uhr:


Hallo

warum soll man den OM651 (im W204 oder W/S212) meiden, wie hier oft geraten wird?

Ich habe ca. 100tKM auf einen OM646 im S211 MoPf und eben so viele auf einen OM651 im S212 VorMoPf gespult - beides mal nicht bei 0 gestartet und knapp unter 200tKM verkauft:

Beide Motoren sind unproblematisch - der OM646 hinsichtlich Motorsound angenehmer - der OM651 aber insgesamt leiser und mit der 7G spritziger.
Verbrauch bei beiden sehr gering - der OM646 brauchte nen Ticken mehr, obwohl der 211er leichter wirkte als der 212er.

Bei Vielfahrern wie uns (200-300 KM täglich - mind. 100 KM am Stück - kaum Stadtverkehr) spielt der DPF so gut wie keine Rolle.

Ansonsten ist der 212er das modernere Fzg. und aus meiner Sicht geräumiger und Großzügiger (kommt dem 210er wieder nahe).

Ich kann das OM651 Bashing daher nicht verstehen....

Grüße
Martin

Für mich persönlich wäre ein w212 wegen seine sehr schlechter Geräuschdämmung ein absolutes NoGo. Als ich einen 220er om651 gefahren habe, war es ein Kulturschock für mich. Dazu kommt, dass der om651 eine Steuerkettendiva. Du hast mit beiden 100tkm gefahren. Ein om646 wird bei 400tkm erst warm und da ist ein om651 schon längst am Ende. Ein Steuerkettenwechsel ist beim om651 praktisch ein Todesurteil.

...aus Taxisicht hast du Recht - aber ein Privatmann wird selten 400tKM und mehr fahren...
Wie gesagt: der Sound vom OM651 ist schon etwas Spezielles - aber insgesamt empfand ich ihn leiser.
Der 212er VorMoPf ist noch gut gedämmt und kann dem 211er locker das Wasser reichen - ein MoPf ist dann da was Anderes.

Grüße
Martin

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