Zuverlässigkeit im heutigen Alltag?
Hallo!
Wie sieht es aus mit der Zuverlässigkeit / Problemlosigkeit des W/S 124 im heutigen Alltag? Es war (ungefähr?) das Beste, was bei Mercedes vom Band lief aber mittlerweile haben die Autos um die 20 Jahre auf dem Buckel. Kann man bei guter Pflege ziemlich problemlos damit fahren oder ist es an der Monatsordnung, dass mal dies mal das repariert werden muss? Oder dass man stecken bleibt? Meine Frage zielt nicht bloß auf den Motor oder eine bestimmte Schwachstelle sondern auf das ganze Auto.
Hintergrund ist folgendes: mein W210 zeigt seit einigen Monaten Schwäche (Comand, Traggelenk, Radlager, Drallsteller, Scheinwerfer, elektrischer Fensterheber, wieder ein wenig - wirklich wenig - Rost [habe einen Langsamroster erwischt], undefiniertes Ruckeln im ganzen Auto, und pünktlich zum Frühlingsanfang streikt nun die Klima, dazu lässt die Verarbeitung im Innenraum nach [keine Reparatur nötig aber unschön]), sodass sich die Frage nach Ersatz langsam stellt. Der Motor würde gerne weiter machen, die Karosserie auch (mit ein wenig Pflege) aber der Rest zickt viel.
Seit einiger Zeit überlege ich, ob ein Benziner 200/220/230 Kombi mit Klima und (wahrscheinlich) Automatik etwas wäre. Die jährliche Fahrleistung ist schwer abzuschätzen, weil sich einiges geändert hat und noch einiges ändern wird aber es wird vermutlich unter 20.000 km / Jahr liegen (vor allem private Langfahrten). Falls es deutlich mehr sein soll, würde ich auf Gas umrüsten. Vom Diesel würde ich eher Abstand nehmen, weil sie meistens sehr hohe Kilometerstände haben und wegen der Dummweltzonenproblematik (wohne in der Nähe von Hannover). Was ich eventuell in ein DPF stecken müsste, würde ich lieber in eine Gas-Anlage investieren.
Ich selbst kann nicht viel basteln aber mein Vater (Hobbyschrauber, der allerdings ca. 500 km weit weg wohnt) könnte was machen (Ölwechsel, Bremsen).
Ich hatte vor fast 10 Jahren schon einen W124 300D von 1995 und war zunächst happy damit aber ich habe einen Schnellrostenden Mopf2 erwischt und deshalb habe ich den verkaufen müssen. Abgesehen von der Karosserie fand ich das Auto toll. Ich würde deshalb ggfs. beim Bj. spätestens bis Mitte 1992 gehen wollen, also bis Mopf 1,5 dann. Klar rostet manch einer Mopf2 (fast) nicht, ich möchte dennoch das Risiko nicht eingehen. Manch einer denkt sich vielleicht dabei "kein Risiko + 20 Jahre auf dem Buckel = das passt schon gar nicht zusammen..."
Aber das Wichtigste ist: ich will nicht von einer Dauerbaustelle zur Nächsten wechseln. Deshalb meine Frage an euch nach euren Erfahrungen im Alltag (ohne durch die rosarote Brille zu schauen).
Vielen Dank für eure Antworten
Beste Antwort im Thema
Hallo Zusammen,
zu diesem Thema will ich auch gerne was sagen. Ich fahre seit vergangenem August einen 91er 250 D Automatik, echte 149000, Jahresfahrleistung knapp 10000 Kilometer. Ersthandfahrzeug ohne AHK und lückenloser Historie. JA: Man kann ein altes Auto günstig und zuverlässig fahren! Es kann auch meinetwegen ein 81er 200 D als 123er sein, das spielt im Grunde überhaupt keine Rolle, gerne auch ein Astra F, Jetta II, Escort MK 3 oder der (hochst zu unrecht!!) oft verspottete Zwozehn. Ich selbst war zunächst skeptisch. "Ach soll ich ein altes Auto im Alltag fahren, ohjeeee...", waren meine Sprüche gewesen, Unsicherheit und Angst vor hohen Kosten haben mich Tag für Tag begleitet, das war als ich noch meinen alten 330 Ci fuhr, den ich dann nach 5 Jahren dann verkauft habe weil er mir nichts mehr gab was ich denn auch haben wollte. Das heißt: unpraktisch, teuer im Unterhalt, teils unseriöses Image und der einfache "schwarz II" (kein Metallic) Lack war schrecklich. Für mich klar: der muß jetzt weg, allein schon 5 Jahre das gleiche Auto, irgendwann nervts.
Dann musste endlich nen Benz her, etwas was an die schöne Kindheit erinnert (wir fuhren früher selbst Mercedes Diesel). Ein W124 wurde es, die beste Entscheidung bisher!! Über so Dinge wie Rost, rote Umweltplakette oder Buchhalterausstattung mache ich mir grundsätzlich keine Gedanken. Zum Thema Rost: meiner hat keinen und ich wasche ihn auch regelmäßig das es so bleibt. Hohlraumversiegelung sowie regelmäßiges einfetten tragen auch zur Pflege bei. Außerdem gehört Rost seit jeher zu Mercedes, kenne keinen der nicht gerostet hat, daher ist es meiner Meinung nach nicht schlimm, wen es stört soll was anderes fahren. Ich rede jetzt von Oberflächenrost und keiner durchgefaulten Achsaufnahme. Auf die Ausstattung lege ich grundsätzlich keinen Wert, habe weder Schiebedach noch Kopfstützen hinten oder Colorglas, alles Dinge die man nicht wirklich braucht, zumindest ich nicht. Tagtäglich fahr ich 24 Kilometer zur Arbeit hin und zurück, an Wochenenden bin ich gerne im Umland unterwegs, ich sammle alles rund um den Stern. So kommt eine Jahresfahrleistung von knapp 10000 Kilometern zusammen.
Folgende Dinge sollte man sich ans Herz legen, wenn man in einer Beziehung mit einem Altauto glücklich werden möchte:
-BITTE BITTE regelmäßig warten! Das heisst: Öl jedes Jahr wechseln (ja es altert tatsächlich kilometerunabhängig), das Wartungsheft durchgehend auch führen (nicht vorlegen wenn es der Meister verlangt sondern selbst schon vorlegen) und jeden Service nach Wartungsvorschrift durchführen lassen, das sind so banale Dinge wie Wasserabläufe reinigen, Bremsflüssigkeitswechsel, Kühlmittelwechsel, Karosseriekontrolle etc. Ich muß zugeben das ich nicht alles selber machen kann, daher lasse ich diese Dinge in meiner Werkstatt erledigen und bin höchst zufrieden, die Preise sind traumhaft und die Arbeit sehr zufriedenstellend. Ein Auto das regelmäßig gewartet wird ist immer das bessere Auto, ich spreche aus Erfahrung
-Das Fahrzeug pflegen. Das heisst: Regelmäßig waschen. Ich mache es jeden Samstag morgen. Von Hand. Es geht ratzfatz und der Lack dankt es mit einem starken Glanz. Alle 3 Monate wird der ganze Wagen gewachst und dann freut man sich dass das gute Stück gut versiegelt jedem Wetter trotzt.
-Das Auto gut behandeln. Das heisst: Kalt nicht mehr als 2500 U/min hochdrehen, das auch nur wenn es absolut notwendig ist und nicht weil der Hintermann es eilig hat oder sich ne Schlange gebildet hat, wer vorbei will soll halt überholen, bloß nicht unter Druck setzen lassen. Wenn ich morgens zur Arbeit und Nachmittags nach Haus fahre sehe ich soviele Leute nur heizen, drängeln oder wie wild anfahren. Haben sie es so eilig zur Arbeit hin?? Ich lache sie aus, ich fahr ganz gemütlich los und freue mich wenn ich nach Feierabend ebenfalls gemütlich nach Haus komme. Dabei schleiche ich nicht sondern fahre das angegebene Tempo, man muß es weder über- noch untertreiben. Und bitte keine übertriebenen Kurzstrecken. Ich fahre wenn ich einkaufe mit dem Rad rüber in den Supermarkt, wenn es keine großen Sachen sind. Viele fahren für 800 Meter hin und zurück mit dem Auto, dabei wurden nur Brötchen gekauft, am Ende wundert man sich wieso die ZKD streikt... Hach wie oft hab ich das alles schon gehört während ich beim Ölwechsel in meiner Werkstatt gemütlich nen Kaffee genoss.
Das waren nur 3 Dinge, könnte soviel aufzählen aber das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Sachen die man beachten sollte. Es gilt bei neu wie alt. Ein Auto ist wie ein Mensch. Es braucht auch Liebe und Zuwendung wenn es denn länger bei einem bleiben soll. So kann ich sagen: JA, man kann ein Altauto im heutigen Alltag fahren. Letztendlich sind Altfahrzeuge eher was für den Liebhaber und Fan, der sich wirklich um sein Auto kümmert aber auch Normalo kann in den Genuß der guten alten Zeit kommen, wenn er sich denn ein bisschen um sein gutes Stück kümmert. Man muß nicht immer selbst schrauben können, es reicht wenn man eine faire und kompetente Werkstatt hat. So kann man ohne Kopfschmerzen tagtäglich seinen Youngtimer genießen. Das alles geht ohne seine ganze Freizeit aufopfern zu müssen.
Das wichtigste zum Schluß: Immer das wirklich gepflegte Auto kaufen mit echter Historie und einem komplett geführten Wartungsnachweis über jede Kleinigkeit und keinen Blender, es gibt soviele kleine Anzeichen einen zu erkennen, das schafft jeder!
Ein Satz noch zum Ende an alle Hipster die jedem Trend hinterherrennen: Bitte wenn ihr schon nen Youngtimer fährt weil sie jetzt so angesagt sind, dann pflegt ihn! Ein Altfahrzeug lebt nicht nur von tanken und fahren. Am Ende wird geheult wenn der Wagen nicht durch den TÜV kommt. Dann bitte Finger weg von den seltenen Youngtimern statt sie aufzubrauchen sondern lieber nen 1er, A3 oder Mini kaufen, die sind ja auch schick und angesagt, mehr oder weniger...
Gruß
264 Antworten
So, ein wenig OT...
Nun habe ich eine Diagnose für meinen w210: der Klimaverdichter hat sich verabschiedet und ein Riemen fehlt. Kostenvoranschlag für die Reparatur in einer freien Werkstatt meines Vertrauens: € 700-750. Ich lasse das nicht reparieren, das ist der Gipfel einer ziemlich langen Pannenreihe in den letzten nicht mal 10.000 km. Bis 240 tkm ging es ziemlich gut aber seitdem (aktuell: 249 tkm) ist ständig etwas defekt. Ich ziehe lieber einen Schlussstrich als immer wieder in die Werkstatt zu fahren. Was käme ansonsten demnächst? AGR-Ventil, Getriebe, Injektoren, Dieselpumpe, Fahrwerke...??????
Gruss
Zitat:
Original geschrieben von el lucero orgulloso
Mit solchen Aussagen wäre ich etwas vorsichtig...
So viel ich weiß, sollten beim W210 die Produktionskosten zum W124 um 30% gesenkt werden, da soll mir keiner erzählen, die hätten nicht auch versucht, den Rotstift bei der Sicherheit anzulegen.
Ich denke kaum, dass die beiden Modelle sich da viel nehmen.
Naja ich glaube nicht, dass Mercedes bei der Sicherheit den Rotstift angesetzt hat; das wäre wahrscheinlich das Aus für Mercedes gewesen. Schließlich hat man sich mit dem Thema Sicherheit ja den guten Ruf erarbeitet. Der w210 hatte bereits Seitenairbags, SRS und ESP serienmäßig. Desweiteren gab es, wahrscheinlich nur gegen Aufpreis, Xenon Scheinwerfer.
Da kann der w124 nicht mithalten; selbst den Fahrerairbag gabs hier bis '92 nur gegen Aufpreis.
Deswegen gibt es leider viele w124 die weder Airbags noch SRS haben; zumindest gibts den sehr vertrauenserweckenden Pralltopf 😉
Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Der w210 hatte bereits Seitenairbags, SRS und ESP serienmäßig.
Aber das war doch nicht von Anfang an serienmäßig. Also hat bei weitem nicht jeder.
Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Da kann der w124 nicht mithalten; selbst den Fahrerairbag gabs hier bis '92 nur gegen Aufpreis.
Na ja, wer hatte denn 92 schon serienmäßig Airbags drin?
Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Deswegen gibt es leider viele w124 die weder Airbags noch SRS haben; zumindest gibts den sehr vertrauenserweckenden Pralltopf 😉
Weder Airbag, noch SRS. Erkläre doch mal den Unterschied. 😉
Generell muss man sich halt immer entscheiden, ob man sein Auto ein Mal durchrepariert (eine Phase, in der so einiges in die Knie geht, kommt gerne mal), oder ob man einen Schnitt macht, den Wagen für kleines Geld loswird und das dadurch gesparte Geld in einen neuen (alten) Wagen investiert.
Das bleibt ja jedem selbst überlassen und je nach Auto kann die eine oder andere Entscheidung eine gute sein, da es Autos gibt, bei denen wirklich so einiges kaputt gehen kann.
Du wirst schon die richtige Entscheidung gefällt haben, E-Cruser. 🙂
Noch ein kurzer Kommentar zur Sicherheit, wobei thensch da schon das Wesentliche erwähnt hat:
ESP und Seitenairbags gab's nicht von Anfang an serienmäßig. ASR, ASD, ABS und Frontairbags konnte man auch schon im W124 haben. Die letzten W124 erreichen mit serienmäßigen Frontairbags und ABS somit rein von der Ausstattung her ein ähnliches Sicherheitsniveau, wie früher W210.
Überdies sehe ich das ESP als wirklich nötiges Sicherheitsfeature auch etwas skeptisch.
Und beim Pralltopflenkrad hat Mercedes einen enormen Aufwand reingesteckt, weshalb es zwar nicht an die Sicherheit eines Airbags rankommt, aber dennoch crashfreundlich gestaltet ist.
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Anfang 2010 habe ich meinen gekauft. Reparatutstau inclusive. Vorbesitzer waren Pfuscher und ich blauãugig. Seitdem habe ich das Auto tagtäglich bewegt und ca. 90.000 km zurückgelegt. Reparaturkosten liegen noch unter 10 Cent und der Wagen läuft seit über 100.000 km auf Autogas.
liegengeblieben ist erst nur einmal wegen defektem Akku. Also im Großen und Ganzen bin ich zufrieden
Zitat:
Original geschrieben von thensch
Aber das war doch nicht von Anfang an serienmäßig. Also hat bei weitem nicht jeder.Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Der w210 hatte bereits Seitenairbags, SRS und ESP serienmäßig.
Zitat:
Original geschrieben von thensch
Na ja, wer hatte denn 92 schon serienmäßig Airbags drin?Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Da kann der w124 nicht mithalten; selbst den Fahrerairbag gabs hier bis '92 nur gegen Aufpreis.
Zitat:
Original geschrieben von thensch
Weder Airbag, noch SRS. Erkläre doch mal den Unterschied. 😉Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Deswegen gibt es leider viele w124 die weder Airbags noch SRS haben; zumindest gibts den sehr vertrauenserweckenden Pralltopf 😉
Nach meinem Wissensstand waren SRS, ESP Serienausstattung. Bei den Seitenairbags kann es sein, dass die erste Generation das nur gegen Aufpreis drin hatte. Das System SRS ist neben den Airbags auch noch mit automatischen Gurtstraffern ausgestattet, die genau wie der Airbag im Fall eines Unfalls gezündet werden und so den Gurt noch um einiges straffen. Bei Mercedes ist das System schon seit langer Zeit kombiniert allerdings hatten die ersten Airbag Systeme auch bei Mercedes noch kein automatisches Rückhaltesystem. Ich gebe zu die Unterscheidung ist ein bisschen kleinlich, da die w124 ab Bj. '89 bereits SRS als Option hatten 😉
Das ist Unsinn ! Ein Fahrerairbag kostete bei den ersten :124ern einen satten Aufpreis , andere Airbags gab's zunächst überhaupt nicht - von serienmässig konnte keine Rede sein !Und ESP war gar erst bei der 210er - Mopf , d. h. Mitte 1999 , serienmäßig in der E - Klasse .
Ich wohne mitten im Ruhrgebiet und vor ca. 5 Jahren musste man den W124 und W201 regelrecht hinterherlaufen, damit sie nicht binnen Stunden fuer den Export verkauft wurden.
Heute sind W124 und W201 fuer den Export voellig belanglos. Die will im "Osten" niemand mehr fuer teures Geld kaufen.
Viele W124 sehe ich hier nicht. W201 so gut wie verschwunden.
Einen guten W124 hier im Umkreis zu finden ist schwierig, da der W124 seit Jahren von den meisten nur noch "aufgefahren" wird.
Und da Motoren trotz Pflege mechanisch verschleißen, wird die Alltagstauglichkeit und die Zuverlaessigkeit mit jedem KM schlechter. Da hat der W210 natuerlich Vorteile, weil er einfach juenger ist.
Ich musste in meinen W124 ca. 7k eur investieren, bis er wieder fit war. Ein Motorschaden war ehrlicherweise auch dabei.
Btw.: fuer mich ist der W211 ein optisch typischer Mercedes, der mir mal wieder richtig gefallen hat und der Innenraum ist um Welten besser als im W124; das muss man doch ehrlicherweise zugeben.
Ich mag meinen W124 aber wieder, doch im Alltag bewege ich mein Coupe nicht mehr. Das Kapitel "auffahren" ist abgeschlossen.
Zitat:
Einen guten W124 hier im Umkreis zu finden ist schwierig, da der W124 seit Jahren von den meisten nur noch "aufgefahren" wird.
Und da Motoren trotz Pflege mechanisch verschleißen, wird die Alltagstauglichkeit und die Zuverlaessigkeit mit jedem KM schlechter. Da hat der W210 natuerlich Vorteile, weil er einfach juenger ist.
Ich musste in meinen W124 ca. 7k eur investieren, bis er wieder fit war. Ein Motorschaden war ehrlicherweise auch dabei.
Also die Motoren aus dem w124 sind eigentlich sehr robust und halten bei richtiger Plege sicher bis 300k km; bei Dieselmotoren ist die Laufleistung eh deutlich höher. Wenn man sich natürlich ein Fahrzeug mit 250k km kauft, von dem man nicht weiß wie es gewartet wurde dann kann es natürlich auch zum Motorschaden kommen. Außerdem verschleißen die Motoren aus den w210 ja genauso, egal ob die jetzt im Schnitt 5 Jahre jünger sind. Problematisch sind beim w124 eher die "Anbauteile" des Motors. KE und Zündanlage sind nicht gerade problemfrei ebenso die Motorkabelbäume ab '92.
Ich denke auch, das die meisten Fahrzeuge, wenn sie gefahren werden nur noch verbraucht werden und demensprechend sieht es dann eben auf dem Gebrauchtwagenmarkt und beim Verschleiß aus.
Ich sehe die KE-Anlagen bei den "alten" Motoren und die defekten MKBs bei den "neuen" Motoren eher als Luxusprobleme, denn mal ehrlich: Vergleicht man das mit dem, was heute so kommt (Kettenrad am M272/273 oder die Injektoren-Hysterie bei den Dieseln), sind das leicht lokalisierbare und behebbare Peanuts, erst recht, wenn man sich das Alter der Autos vor Augen führt.
Laufleistungsmäßig hängt da vieles von der Pflege ab, aber 300 000 Km sind dann doch eher das untere Maß.
Unser E 320 bekam nach dem Kauf bei etwa 272 000 - 273 000 Km eine Wartung und unser Meister meinte begeistert, dass der noch 300 000 bis 400 000 Km vor sich hat. Unserem E 200 T geht's da ähnlich.
Hier im Saarbrücker Raum fährt noch einiges an W124ern.
Einige sind mittlerweile auch in Liebhaberhand, da ich viele mit dem Kennzeichenschluss "124" sehe.
Auch diese werden aber im Alltag bewegt, und zufriedene Gesichter sieht man da mehr als oft. 😉
also gerade, wenn an der KE was defekt ist, ist das nicht weniger schlimm als defekte Injektoren. Das sind Teile, die man immer nur von gewissen Herstellern bekommt. Bei der KE sind fast alle Teile ausschließlich von Bosch zu beziehen; da gibt es keinen Aftermarket wie bei den vielen anderen Teilen wie Bremse, usw...
Aber zum Glueck sind die richtig teuren Teile der KE fast nie defekt. Ich habe noch einen dichten Mengenteiler rumliegen; kostet neu bei Bosch ueber 700 eur exkl. mwst und exkl. LMM.
Zitat:
Original geschrieben von gf8800gtx
Naja ich glaube nicht, dass Mercedes bei der Sicherheit den Rotstift angesetzt hat; das wäre wahrscheinlich das Aus für Mercedes gewesen. Schließlich hat man sich mit dem Thema Sicherheit ja den guten Ruf erarbeitet. Der w210 hatte bereits Seitenairbags, SRS und ESP serienmäßig. Desweiteren gab es, wahrscheinlich nur gegen Aufpreis, Xenon Scheinwerfer.Zitat:
Original geschrieben von el lucero orgulloso
Mit solchen Aussagen wäre ich etwas vorsichtig...
So viel ich weiß, sollten beim W210 die Produktionskosten zum W124 um 30% gesenkt werden, da soll mir keiner erzählen, die hätten nicht auch versucht, den Rotstift bei der Sicherheit anzulegen.
Ich denke kaum, dass die beiden Modelle sich da viel nehmen.
Da kann der w124 nicht mithalten; selbst den Fahrerairbag gabs hier bis '92 nur gegen Aufpreis.
Deswegen gibt es leider viele w124 die weder Airbags noch SRS haben; zumindest gibts den sehr vertrauenserweckenden Pralltopf 😉
...Daimler Benz hat ab 1991 die meisten seiner Forschungsinstitute geschlossen und die Grundstücke verkauft. Ein solches Beispiel war das Daimler Benz Forschungsinstitut Frankfurt Niederrad.
Ich habe zu der Zeit dort gearbeitet, als der W140 dort zertestet wurde und parallel der 210er mit einigen Komponenten in der Entwicklung stand.
Errungenschaften, wie z.B. Lichtwellenleiter wurden damals schon geprüft und die Anforderungen an diese aufgestellt.
Zu der Zeit konnten die Lichtwellenleiterhersteller noch keine Lösungen produzieren, die den Anforderungen von DB genügten und preislich realisierbar waren.
Somit fanden die LWL erst ab dem MoPf 1999 Einzug beim 210er.
Das Erstellen der Material- und Leistungsanforderungen für Fahrzeuge in den folgenden 10-15 Jahren, das waren mit unter die letzten Aufgaben in diesen Forschungsinstituten. Danach wurde das an die Zulieferer abgegeben, da die ISO Norm sich änderte.
Die Aussage das Mercedes Benz per se an der BR210 der Rotstift angesetzt wurde kann demnach so nicht aufrecht erhalten werden, vielmehr hat die Muttergesellschaft Daimler Benz alles zusammengestrichen was outsourcebar war, seine Think Tanks wegrationalisiert und an die Zulieferer deligiert.
Die Entwicklungszeit einer BR sank von etwa 10 Jahren auf drei bis fünf Jahre plus Hinzunahme der Modellpflegen in den einzelnen Baureihen.
Gruß
Miles
Boah, was n Blödsinn hier drin steht.
Zitat:
Ich wohne mitten im Ruhrgebiet und vor ca. 5 Jahren musste man den W124 und W201 regelrecht hinterherlaufen, damit sie nicht binnen Stunden fuer den Export verkauft wurden.
Heute sind W124 und W201 fuer den Export voellig belanglos. Die will im "Osten" niemand mehr fuer teures Geld kaufen.
Viele W124 sehe ich hier nicht. W201 so gut wie verschwunden.
Zum ersten wohne ich da auch und "aufgefahren" ist richtig, aber, sie stehen hier an jeder Ecke. Es gibt eigentlich keine Straße hier in der nicht mindestens alle 500m n W124 oder W201 parkt.
Im Export gehen die nicht mehr, weil die anderen Länder Einfuhrbeschränkungen für Autos älter 15 Jahre haben... Die Leute wollen zwar, dürfen aber nicht mehr 😉
Das RS System besteht aus Pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern und ist schon im 123er Mopf Serie gewesen und damit natürlich grundsätzlich in jedem 201 und 124er serienmäßig verbaut.
Das SRS System war als Fahrerairbag Sonderausstattung bis 10/92 und wurde Sommer 93 um den Beifahrerairbag ergänzt.
ESP hats im 124er nie gegeben. Allerdings ist das beim 124er auch ein recht sinnfreies System...
Lichtwellenleiter hats hingegen schon sehr früh gegeben, z.B. im /8 meine ich ist n starrer drin um die Heizungsbedienung zu beleuchten und im 190 im Tachogehäuse, wie in allen anderen Mercedes auch und im R129 auch in vollflexibel in der "Ganganzeige", da leuchtet die eingelegte Fahrstufe nämlich heller. Zu behaupten die wurden erst im 210 eingebaut, ist da verkehrt.
KE Probleme sind kein Aufriss. Die Teuren Dinge wie Luftmassenmesser & Mengenteiler gehen nie kaputt und sind daher gebraucht en masse zu kaufen. Nur die Potis sind schonmal durch, aber die kann man einzeln kaufen und ein Satz mit 6 neuen Einspritzdüsen, nem Druckspeicher, Rückschlagventilen, Leerlaufstellerschläuchen, Poti und einem der das alles zusammenbaut, einbaut, wieder schön macht, kostet etwas um 1.000€ und dann ist man damit für die nächsten 20 Jahre durch.
Kauf dir mal bei den CDIs wenn die jenseits der 150.000km runter haben 6 neue Injektoren, lass mal ne Hochdruckpumpe fliegen oder n Injektor nicht mehr schließen und n Loch in den Kolben schießen oder n Pleullager fliegen, dann weist du was kaputt ist und was Geld kostet.
Die Automatikgetriebe sind auch richtig geil, entweder schließen die Späne die Elektronik kurz, oder die Steuergeräte saufen samt Kabelbaum ab, selten gehen die auch mal normal kaputt. Nur Reparieren tut sone 5-Gang GTronic kein Mensch für n paar hundert Euro, ist nicht wie beim 124er...
Die Probleme hingegen sind wirklich "Luxusprobleme".
Da wird über n Kabelbaum nach 250.000km gejammert, guck dir mal den VW Schrott an, wenn der die 250.000km nicht im Langstreckenverkehr gerappelt hat, dann haben die schon im Regelfall vor Erreichen der 200.000km keine Laufbahnen mehr um die Kolben drumherum...
Zitat:
Guten Tach,Zitat:
Original geschrieben von schipplock
Ich wohne mitten im Ruhrgebiet und vor ca. 5 Jahren musste man den W124 und W201 regelrecht hinterherlaufen, damit sie nicht binnen Stunden fuer den Export verkauft wurden.Heute sind W124 und W201 fuer den Export voellig belanglos. Die will im "Osten" niemand mehr fuer teures Geld kaufen.
Viele W124 sehe ich hier nicht. W201 so gut wie verschwunden.
Einen guten W124 hier im Umkreis zu finden ist schwierig, da der W124 seit Jahren von den meisten nur noch "aufgefahren" wird.
Und da Motoren trotz Pflege mechanisch verschleißen, wird die Alltagstauglichkeit und die Zuverlaessigkeit mit jedem KM schlechter. Da hat der W210 natuerlich Vorteile, weil er einfach juenger ist.
Ich musste in meinen W124 ca. 7k eur investieren, bis er wieder fit war. Ein Motorschaden war ehrlicherweise auch dabei.
Btw.: fuer mich ist der W211 ein optisch typischer Mercedes, der mir mal wieder richtig gefallen hat und der Innenraum ist um Welten besser als im W124; das muss man doch ehrlicherweise zugeben.
Ich mag meinen W124 aber wieder, doch im Alltag bewege ich mein Coupe nicht mehr. Das Kapitel "auffahren" ist abgeschlossen.
nach dem sinnlosen verkaufen der w123 und einiger der w124 haben die im "Osten"ein Problem!Die Nachfolgebaureihen wollen sie nicht einmal geschenkt haben!!!Auch in Afrika wird man die Autos nicht los.Schlichte einfache Technik die ohne viel gedöns zu reparieren ist wird Mangelware!
Die 124 werden "aufgefahren"weil es an Alternativen fehlt!!!
Meinen S124/200 Benziner/118 PS Kombi mußte ich nach einem Unfall bei einer Laufleistung von ca. 288 Tkm LEIDER verkaufen,da die Reparatur zu teuer.Die Maschine aber lief 1a!Einen Liter Öl auf 3Tkm.Mit neuen Ventilschaftdichtungen wohl kaum mehr der Rede Wert!
Fahre jetzt W124/300D/Aut. mit 443Tkm ohne nennenswerten Ölverbrauch,tendenziell gegen null!!!
Und über Gescmack kann man sich streiten;entweder man hat ihn;oder man hat ihn nicht!
Und dann soll es ja Leute geben die den 124-ger sogar schlecht finden!!!Moin
hyggelig
Zitat vom Unaussprechlichen:
Hier im Saarbrücker Raum fährt noch einiges an W124ern.
Einige sind mittlerweile auch in Liebhaberhand, da ich viele mit dem Kennzeichenschluss
"124" sehe.
Auch diese werden aber im Alltag bewegt, und zufriedene Gesichter sieht man da mehr
als oft. 😉-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Stimmt, in Raum Saarbrücken und im Saarland fahren noch jede Menge W124 rum,
sehe sie jeden Tag, einer hat spontan angehalten da sein 230TE die gleiche Farbe hat
und wir feststellen konnten das seiner nur 1 Monat älter ist als meiner.
Und es fahren etliche Taxen rum, habe 8 gezählt, eins Bj. 87......
Ein Taxidriver sagte mir, mit dem verdiene ich Geld, mit ner neuen E-Klasse arbeiten Kollegen
nur noch für die Leasingrate.