Zeitaufwand des Geschädigten bei Schadensregelung
Hallo zusammen,
habe gesucht, aber nichts gefunden.
Allgemeiner Kontext:
im privaten Leben ist es immer öfter nötig, Zeit für Vorgänge zur Regelung von Fehler- oder Schadenssachverhalten an eigenen Gegenständen / Vertragsgegenständen aufzuwenden, die man nicht verursacht hat.
Es kann sein, man bringt viel Zeit in Service-Hotlines aller möglichen Produkte wegen derer Fehlerhaftigkeit zu, muß eine Ware zur Garantiereparatur verpacken und versenden oder eben
spezieller Kontext hier:
man muß als Geschädigter der gegnerischen Haftpflicht Formulare ausfüllen, Fotos machen, dann den Wagen zur Reparatur bringen oder abholen lassen und retour.
Ich rede nicht von der Nichtnutzbarkeit und einem eventuellen Ersatzwagen sonder nur von der Zeit, die man privat aufbringt, weil man durch eine andere Person einen Schaden hatte. Also davon, daß der Andere eine Leistung schuldet und meine Mitarbeit wünscht oder auch braucht.
Dazu sehe ich im Umfeld, daß das bei üblichen Haftpflichtfällen grundsätzlich nicht in 20 Minuten abgetan ist, Klärung Papierkram, Ermahnungen, dann Kontakt Werkstatt incl. Wagen bringen, holen bzw. zeitliche Einschränkungen durch nötige Anwesenheit bei Abholung + Lieferung des Wagens (nicht jeder kann das im Job mit erledigen). Aus plausiblen Gründen kommt es nicht in Frage, daß die gegnerische Versicherung das managt. Die Ermahnungstelefonate und das Ausfüllen der Formulare muß eh ich erledigen.
Ich finde, dieser von anderen verursachte Zeitaufwand sollte sehr hoch vergütet werden - die private Freizeit eines jeden ist 'heutzutage' mehr denn je viel wert und auf keinen Fall für andere frei verfügbar.
Da spielt es auch keine Rolle falls doch jemand gern seine Freizeit opfert, z.B. damit es erledigt ist. Das ist dann seine Entscheidung.
Gibt es zu diesem Gedanken schon etwas?
45 Antworten
Zitat:
@nogel schrieb am 7. August 2025 um 20:39:20 Uhr:
Das erklärst du mal einem Selbständigen. Der lacht sich kaputt.
Wenn er fünf Stunden lang Schreibkram hat, Werkstatt Hol- und Bringzeiten für sein defektes Auto, Telefonate und was auch immer, dann kann er
• als Restaurator für 5 Stunden weniger Bilder reparieren
• als Fahrlehrer 5 Stunden weniger schulen
• als Landschaftsgärtner 5 Stunden weniger Gärten anlegen usw.
Das erkläre ich Selbstständigen regelmäßig. Betriebsunterbrechung wird bezahlt, wenn sie infolge eines Sachschadens eingetroffen ist und wenn sie nicht nachgeholt oder anderweitig ausgeglichen werden kann. Jemand hat Deinen Bagger beschädigt? Kein Problem, geh zu HKL und leih Dir einen. Bezahlt werden dann die Mietkosten. Du hast Deine Angestellten eine Woche nach Hause geschickt und willst die Lohnkosten? Gibt es nur, wenn das billiger ist als es die Miete gewesen wäre.
Wir haben vier Leute, die berechnen ausschließlich BU-Schäden.
Aber du sagst denen einfach: mach den ganzen Kram halt spät abends oder am Sonntag, da bist du "ehda", bist "sowieso" zu Hause
🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Ganz genau.
Ein Entschuldigung hatte ich nicht wirklich erwartet.....
Aber schön, daß du zumindest wieder auf die Sachebene zurückgefunden hast.
Zitat:
@nogel schrieb am 8. August 2025 um 08:23:26 Uhr:
Ein Entschuldigung hatte ich nicht wirklich erwartet.....
Du bezeichnest andere als Troll und erwartest von denen noch eine Entschuldigung?
Juuuuungs, das bringt doch nichts.
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Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 8. August 2025 um 10:35:09 Uhr:
Du bezeichnest andere als Troll und erwartest von denen noch eine Entschuldigung?
Niemand hat dich als "Troll" bezeichnet.
Edit: ich habe den Begriff "Sowieso-Kosten" als "drollig" bezeichnet. Das ist ein anderes Wort für "lustig, niedlich".
Zitat:
@nogel schrieb am 8. August 2025 um 13:41:36 Uhr:
ich habe den Begriff "Sowieso-Kosten" als "drollig" bezeichnet.
Und ich habe es als verharmloste Form von "trollig" aufgefasst.
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 8. August 2025 um 14:10:10 Uhr:
Und ich habe es als verharmloste Form von "trollig" aufgefasst.
was völlig falsch ist.
Ich höre mich dazu mal im realen Leben um, heute abend z.B. auf einer Geburtstagsfeier.
Hier ist es leider so gelaufen wie so oft. Annahmen worum es im Einganspost geht, die nicht zutreffen, es wurden Dinge ins Spiel gebracht, die erkennbar nichts mit dem Thema zu tun hatten und - ich nenne es mal so - Schema F Belehrungsmodus, Level "leicht herablassend".
Und ich meine zu erkennen, das schrieb ich schon, daß manches mit Absicht falsch verstanden werden wollte.
Aber es bleibt wie es ist. Beim derzeitigen Stand der Rechtsprechung bzw. der Gesetzeslage hast Du keine Möglichkeit, Dir diese Zeiten bezahlen zu lassen. Einfach deswegen, weil Dir alleine aus dem Zeitaufwand ja nunmal keine Kosten entstanden sind, die ersetzt werden könnten. Auch wenn man mit seiner Zeit natürlich etwas besseres anfangen könnte.
Die angesprochene Aufwandspauschale ist da eher als pauschale Entschädigung für tatsächlich anfallende Kosten zu verstehen: Telefongebühren, Porto etc.
Leb damit oder versuche, eine andere Rechtsprechung zu erreichen. Viel Erfolg dabei...
Es geht seit Anfang dieses Freds hier weder primär um den derzeitigen bekannten Status, noch um isolierte Anstrengungen meiner Person, diesen zu ändern.
Viel Erfolg beim Verstehen dieser Tatsachen...
Wenn ich aus anderer Richtung etwas interessantes höre, schreibe ich es hier. Wenn hier Ansichten zum wirklichen Thema geschrieben werden, freue ich mich.
Meine Ansicht: Ja, das st doch alles echt Schei.. e
Ich denke, das ist genau das was Du hören wolltest , nachdem Du den Kreis der von Dir akzeptierten Antworten schon ziemlich eingeschränkt hattest.
Gruss Paul
Edit: und weil ich’s vielleicht immer noch nicht kapiert hab:
Was genau ist jetzt Deine Frage?
Das es die pauschale Aufwandsentschädigung gibt, wurde hier bereits erwähnt. Auch die könnte man als Ersatz für entgangene Lebenszeit betrachten, wenn man will.
Das am Ende des nächsten Absatzes war die Frage - und erkennbar nicht, daß der derzeitige Zustand unbekannt wäre. Und in Stein gemeißelt ist der ja auch nicht, nur eben Stand der Dinge. _Wie_das dann in Zukunft _eventuell_ aussehen könnte steht ja auf einem anderen Blatt. Ich geh jetzt schrauben, in meiner Freizeit, weil _ich _das so möchte.
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Ich finde, dieser von anderen verursachte Zeitaufwand sollte sehr hoch vergütet werden - die private Freizeit eines jeden ist 'heutzutage' mehr denn je viel wert und auf keinen Fall für andere frei verfügbar.
Da spielt es auch keine Rolle falls doch jemand gern seine Freizeit opfert, z.B. damit es erledigt ist. Das ist dann seine Entscheidung.
Gibt es zu diesem Gedanken schon etwas?
Ich kann den TE schon verstehen. Je nach Fall verbringt man schnell locker 5-10 Stunden damit, die Infos zusammenzutragen und zu erstellen, nur damit man den Schaden ersetzt bekommt, den jemand anderes verursacht hat. Ist der Geschädigte eine Firma, bekommt die auch Geld dafür. Warum also nicht auch bei Privat?
Noch wilder wird es bei Zeugen. Die bekommen, außer wenn sie zu Gericht müssen, keine Entschädigung für ihre Arbeit und Mühe. Sollen Zeugenaussagen erledigen, bekommen Post von der Polizei, von Versicherungen, wollen Schilderungen hier und da. Und wozu? Für am Ende nichts. Im schlimmsten Fall will einen irgendwer noch ankacken, weil die Antworten denen nicht gefällt oder man sich nach 2 Jahren nicht mehr zu 100% erinnert, wie was war. Und folgerichtig verpissen sich die Zeugen lieber. Denn außer (ja nicht mal die) Spesen nichts gewesen.
In Zeiten, wo der Abschlepper beim Unfall 1600€ fürs Abschleppen abkassieren kann (gestern im GEZ Fernsehen erst gesehen) für 30min Arbeit inkl. An und Abfahrt, kann es nicht sein, das die anderen Leute, die halt keine Firma sind, quasi nichts abbekommen. Wo ist das Abschleppen den Monatslohn eines Mindestlöhners wert, während der gleiche Mensch als Zeuge als Privatperson nichts für deutlich mehr Arbeit erhält?
Spart euch die Gesetzeslage, die ist klar. Es geht um das Moralische und der Fehler im System.
Zitat:
@PayDay schrieb am 9. August 2025 um 15:55:20 Uhr:
Spart euch die Gesetzeslage, die ist klar. Es geht um das Moralische und der Fehler im System.
Moralisch? Ich lache mich tot. Zeugen sollen für ihre Aussage künftig bezahlt werden? Geht's noch?
Leute wie Du machen die Gesellschaft kaputt! Ich bin seit 35 Jahren bei der Feuerwehr, ohne einen Cent dafür zu bekommen. Einfach so. Wenn ich so egoistischen Dreck wie von Dir lesen muss könnte ich kotzen. Ich, ich, ich. Und dann ganz lange nichts. Und so ein Ar..., dessen erste Frage ist, was für ihn rausspringt, faselt von Moral?
@Hannes1971 : Inhaltlich richtig, aber der Stil...