Zeitaufwand des Geschädigten bei Schadensregelung
Hallo zusammen,
habe gesucht, aber nichts gefunden.
Allgemeiner Kontext:
im privaten Leben ist es immer öfter nötig, Zeit für Vorgänge zur Regelung von Fehler- oder Schadenssachverhalten an eigenen Gegenständen / Vertragsgegenständen aufzuwenden, die man nicht verursacht hat.
Es kann sein, man bringt viel Zeit in Service-Hotlines aller möglichen Produkte wegen derer Fehlerhaftigkeit zu, muß eine Ware zur Garantiereparatur verpacken und versenden oder eben
spezieller Kontext hier:
man muß als Geschädigter der gegnerischen Haftpflicht Formulare ausfüllen, Fotos machen, dann den Wagen zur Reparatur bringen oder abholen lassen und retour.
Ich rede nicht von der Nichtnutzbarkeit und einem eventuellen Ersatzwagen sonder nur von der Zeit, die man privat aufbringt, weil man durch eine andere Person einen Schaden hatte. Also davon, daß der Andere eine Leistung schuldet und meine Mitarbeit wünscht oder auch braucht.
Dazu sehe ich im Umfeld, daß das bei üblichen Haftpflichtfällen grundsätzlich nicht in 20 Minuten abgetan ist, Klärung Papierkram, Ermahnungen, dann Kontakt Werkstatt incl. Wagen bringen, holen bzw. zeitliche Einschränkungen durch nötige Anwesenheit bei Abholung + Lieferung des Wagens (nicht jeder kann das im Job mit erledigen). Aus plausiblen Gründen kommt es nicht in Frage, daß die gegnerische Versicherung das managt. Die Ermahnungstelefonate und das Ausfüllen der Formulare muß eh ich erledigen.
Ich finde, dieser von anderen verursachte Zeitaufwand sollte sehr hoch vergütet werden - die private Freizeit eines jeden ist 'heutzutage' mehr denn je viel wert und auf keinen Fall für andere frei verfügbar.
Da spielt es auch keine Rolle falls doch jemand gern seine Freizeit opfert, z.B. damit es erledigt ist. Das ist dann seine Entscheidung.
Gibt es zu diesem Gedanken schon etwas?
45 Antworten
Übrigens bekommt ein Zeuge vor Gericht, der in seiner Freizeit dort erscheinen muss, 4 EUR pro Stunde zzgl nachgewiesener Fahrt- und Parkkosten.
Jetzt kannst du für dich ausrechnen, ob es sich lohnt, "für eine handvoll Dollar" zu streiten.
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 7. August 2025 um 17:50:27 Uhr:
Oder anders: wie viel Geld fehlt Dir unvermeidbar auf dem Konto, weil Du Formulare ausfüllen musstest? Nur das wäre Schaden und würde bezahlt.
Das erklärst du mal einem Selbständigen. Der lacht sich kaputt.
Wenn er fünf Stunden lang Schreibkram hat, Werkstatt Hol- und Bringzeiten für sein defektes Auto, Telefonate und was auch immer, dann kann er
- als Restaurator für 5 Stunden weniger Bilder reparieren
- als Fahrlehrer 5 Stunden weniger schulen
- als Landschaftsgärtner 5 Stunden weniger Gärten anlegen usw.
Aber du sagst denen einfach: mach den ganzen Kram halt spät abends oder am Sonntag, da bist du "ehda", bist "sowieso" zu Hause
🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Die Rechtsprechung sieht nun einmal keinen Raum für entgangene Urlaubsfreuden, aufgewendete Zeit für Telefonate und für das ausfüllen von Schadenmeldungen.
Daran wird auch dieser neu eröffnete Thread nichts ändern.
Wer das nicht glauben mag, kann ja gern versuchen seine verlorene Zeit in Rechnung zu stellen um damit noch mehr Zeit zu verschwenden.
Jeder so wie er mag....
Zitat:
@schwarzeBandit schrieb am 7. August 2025 um 20:35:20 Uhr:
Übrigens bekommt ein Zeuge vor Gericht, der in seiner Freizeit dort erscheinen muss, 4 EUR pro Stunde zzgl nachgewiesener Fahrt- und Parkkosten.
Wenns vor Gericht geht, ist der Geschädigte leider nicht Zeuge, sondern Kläger.
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Es ging einfach nur darum, wieviel die Freizeit vor Gericht wert ist.
Es ging NICHT um die Rechtsstellung des Unfallgeschädigten im Verfahren.
Wir stellen fest: @nogel besticht mal wieder durch bombensicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.
Wo ist denn das Problem? Als Geschädigter beauftrage ich einen Rechtsanwalt mit meiner Interessensvertretung und schon minimiert sich mein Aufwand enorm.
Und statt mein Auto in die Werkstatt zu fahren, irgendwie wieder nach Hause kommen, dann wieder hin, das Auto abzuholen, lasse ich das die Werkstatt meines Vertrauens machen. Klappt wunderbar - die Vertragswerkstatt der eintrittspflichtigen Versicherung holt das Auto ab, lässt den Ersatzwagen da, repariert, bringt das Auto zurück und nimmt den Ersatzwagen wieder mit. Und beim anständigen Unfallschaden machen die Markenvertragswerkstätten das nicht anders.
Alternativ rechne ich fiktiv ab und kümmere mich selbst um die Reparatur. Und freue mich, dass dabei so einige Euro übrig bleiben (sonst würde ich auch nicht fiktiv abrechnen).
Zitat:
@nogel schrieb am 7. August 2025 um 20:41:28 Uhr:
Wenns vor Gericht geht, ist der Geschädigte leider nicht Zeuge, sondern Kläger.
Du bist doch Rechtsanwalt, oder? Wie kannst du denn so etwas schreiben?
Nicht immer ist der Besitzer eines Autos bei einem Schaden an dem von ihm gefahrenen Auto auch der Geschädigte.
Zum Anliegen des TE kann ich sagen, dass ich ihn verstehe, dass er sich über einen nicht von ihm zu vertretenen Aufwand ärgert, aber leider wird es dazu kaum einen Ersatz in der Höhe geben, die er sich vorstellt.
Man nennt das auch die Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos, das jeder eben zu tragen hat.
Zitat:@Hannes1971 schrieb am 7. August 2025 um 23:12:17 Uhr:
Wir stellen fest: @nogel besticht mal wieder durch bombensicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.
Wir stellen fest: @Hannes1971 besticht wieder durch Beiträge mit Hetze statt Inhalten.
Zitat:@Holgernilsson schrieb am 8. August 2025 um 03:53:32 Uhr:
Du bist doch Rechtsanwalt, oder? .
Nein. Deswegen bin ich ja so "ahnungslos".
Zitat:
@nogel schrieb am 8. August 2025 um 06:50:55 Uhr:
Zitat:@Hannes1971 schrieb am 7. August 2025 um 23:12:17 Uhr:
Wir stellen fest: @Hannes1971 besticht wieder durch Beiträge mit Hetze statt Inhalten.
Sorry, wenn Du Leuten, die das beruflich machen, ihre Arbeit erklären willst, wird es lächerlich.
Ich finde es ja immer gut, wenn hier sachbezogene Beiträge verfasst werden. Wenn diese dann auch noch von Sachverstand getragen sind, ist es so, wie es sein sollte.
Zitat:@Hannes1971 schrieb am 7. August 2025 um 23:12:17 Uhr:
Wir stellen fest: @nogel besticht mal wieder durch bombensicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit.
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 8. August 2025 um 07:36:49 Uhr:
Sorry, wenn Du Leuten, die das beruflich machen, ihre Arbeit erklären willst, wird es lächerlich.
Du hast es nicht verstanden, schade.
Es geht darum: wenn jemand etwas (vermeintlich) falsches sagt, dann kann man antworten "stimmt so nicht, meiner Meinung nach ist es so oder so"
Aber einen Beitrag rauszuhauen ohne jeden Inhalt, sondern nur um andere anzugreifen und zu beleidigen, zeugt von charakterlichen Defiziten und bringt auch weder Fragesteller noch Forum irgendwie weiter.
Und ja, auch ich habe in über 20 Jahren MT sehr oft den Fall gehabt, daß mir Leute mit billigem Google- oder Stammtischwissen meinen täglichen Beruf erklären wollten. Aber dann habe ich es sachlich richtig gestellt und sie nicht überheblich beleidigt.