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Yamaha YBR 125 '08 - Problem mit der Benzinpumpe

Yamaha YBR 125
Themenstarteram 23. Juni 2014 um 16:16

Hallo,

mein Problem ist ein Serienmäßiges bei der YBR125. Ist es zu heiß (~ 26°C Außemtemperatur) streikt die Benzinpumpe.

Nun meine Frage: Kann mir jemand eine Anleitung geben wie ich den Tank ausbaue und an die Benzinpumpe heran komm? Habe auch schon eine Ersatzbenzinpumpe gefunden (Link -> Amazon).

lg Revori

Beste Antwort im Thema

Die defekte Benzinpumpe Airsan 1100-000782-1 11032213 C1 hatte das bekannte Problem daß sie nicht mehr anlief wenn das Motorrad in der Sonne gestanden hatte. Als ich die Benzinpumpe getauscht hatte und sie mit einem Föhn auf ca. 30-40°C erwärmt hatte lief sie auch im Trockenen unter Werkstattbedingungen nicht mehr an. Man hörte daß sie anlaufen wollte aber dann kam ein hörbares Klack – das heißt sie schlägt innen irgendwo an. Wenn man die Benzinpumpe wieder abkühlen läßt läuft sie wieder problemlos an. Es fällt aber auf daß sie relativ schwergängig ist als ob sie innen irgendwo Reibung hätte. Die neue Benzinpumpe von Macopex 100142 läuft spürbar leichter und dreht auch höher – sie läuft auch nach nachdem die Spannung weggenommen wird im Gegensatz zur alten defekten Pumpe.

Wenn man die defekte Airsan Benzinpumpe zerlegt und man irgendwann den Anker herausgebaut hat dann merkt man, daß die Oberfläche des Zylindrischen Ankers nicht ganz eben ist obwohl sie abgedreht wurde. Unter dem Mikroskop zeigt sich dann daß der weiße Kunststoff mit dem der Anker aufgefüllt wurde ganz leicht gequollen ist und höher hervorsteht als die Lamellen der Ankerbleche.

Mit scheint daß dieser hervorgequollene Kunststoff das Problem ist in Verbindung mit sich allmählich einstellender Verschlechterung der Ankerzentrizität. Irgendwann schlägt der Anker dann an den Kanten der Magnete an und wird abgestoppt.

Wenn man die beiden Lager anschaut sieht man auf der Seite des Kommutators ein achteckiges Kunststofflager im Lagerschild auf der anderen Seite der Flügelzelle sieht man eine DU Sinterbuchse.

Beide Lagerstellen sehen auf den ersten Blick zentrisch und nicht eingelaufen aus. Jedoch merkt man auf seiten des Kunststofflagers daß die Laufspuren an den Kunststoffflächen im Lager drin nicht gleichmäßig sind – dies dürfte jedoch nicht Ursache des Problemes gewesen sein da diese Spuren nur minimale Tiefe aufweisen – vielleicht 0,05mm.

Wenn man die Pumpe öffnet und die Bördelung auf der schwarzen Kunststoffseite (Kommuntatorseitig) aufmacht dann läßt sich der Anker herausziehen und nacharbeiten. Hierzu würde ich den Anker in eine Bohrmaschiene einspannen und mit einem auf einer Flex montierten Schleifteller wieder plan schleifen. Danach den Anker wieder reinschieben mit der abgeflachten Seite voran – das muß wieder in das Flügelzellenrad reinrutschen- und das schwarze Kunststoffteil mit den Stromanschlüssen einbauen und die Bördelung mit einem angesenkten passenden Stahlrohr wieder schließen Die Bördelung vorne an der Ansaugseite zu öffnen war zwar in meinem Fall interessant aber bei Reparatur reicht es hinten zu öffnen . Vermutlich läuft eine solcherart reworkte Pumpe bis in Ewigkeit.

Wer das nicht machen will kauft sich die Macopex 100142 Pumpe (EAN 4250746800990)

und baut sie in den Haltekunststoff ein. Es gibt auch andere Pumpenhersteller bei denen ist das Gehäuse silberfarben wie bei der Originalpumpe von Airsan – aber denen traue ich nicht nicht mehr.

Die beiden Teile der weißen Kunststoffhalterung im Tank kriegt man nur auseinander wenn man den schwarzen Kraftstoffschlauch durchschneidet (leider muß das sein). Ich habe dann stattdessen einen dünnwandigen 10mm dicken Teflonschlauch eingebaut. Auch die Haltenasen aus den Rastösen rauszukriegen ist ein fummeliges Geschäft welches Fingerspitzengefühl erfordert. Ich habe mir einen 1,5mm dicken Kupferdraht um die Pumpe rumgelegt und jedesmal wenn ich eine Haltenase ausrasten konnte gleich den Kupferdraht in die entstandene Rille reingedrückt und nachgespannt (Würgeverbindung).

+7
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Da das Problem bekannt und vielfach dokumentiert wurde -> ich hätte erst bei Yamaha Deutschland angefragt ob sie das Teil auf Kulanz tauschen. Bei Händler fragen bringt i.d.R. nichts, denn die sagen üblicherweise, dass so ein Problem nicht existieren würde und sie davon auch noch nie etwas gehört hätten.

Der Tank ist schnell abgebaut. Wenn ich mich recht erinnere gibt es nur die Befestigung unter der Sitzbank, nach vorne ist der Tank nur aufgeschoben. Aber: Ohne Gewähr!

Auf den Bildern siehst du den Tank aus unterschiedlichen Perspektiven:

-> www.ybrfreun.de - Tankreparatur

Allerdings von einer YBR mit Vergaser -> daher wird dein Tank im Detail etwas anders aussehen. Deine mit Einspritzung hat ja keinen Benzinhahn mehr, richtig?

Grüße, Martin

Themenstarteram 24. Juni 2014 um 17:21

Habe auch schon vieles dazu im Internet gefunden, aber keine wirkliche (wirtschaftliche) Lösung für das Problem.

Habe ich da eine Chance auf Kulanz bei Yamaha? Habe das Motorrad nämlich letztes Jahr gebraucht für nur 700€ gekauft und die Maschine ist nun ja schon 6 Jahre alt.

Danke :) Werde mir das dann mal am Wochende anschauen.

Freundlich fragen kostet nicht viel. Nur Zeit.

Grüße, Martin

am 5. Juli 2014 um 16:17

Hast du die benzinpumpe von Amazon schon gekauft/eingebaut ? Hat das funktioniert ? Eine Beschreibung wäre hilfreich !

Themenstarteram 7. Juli 2014 um 16:19

Zitat:

Original geschrieben von Ammertaeler

Hast du die benzinpumpe von Amazon schon gekauft/eingebaut ? Hat das funktioniert ? Eine Beschreibung wäre hilfreich !

Noch nicht bestell, werde es wahrscheinlich in 2 Wochen ausprobieren wenn mein Bruder wieder da ist.

Jedoch ist die Pumpe von Amazon wirklich NUR die Pumpe, es ist kein Sensor dabei daher könnte es sein das es trotz Tausch am Ende nicht funktioniert.

am 23. April 2015 um 23:03

was ist das nur...nach kurzer Strecke (Motor ist heiß) maschine springt nicht mehr an....nach einiger zeit dann

doch plötzlich wieder ( mal läuft sie mal wieder nicht) muß benzienpumpe getauscht werden, oder ist es ein elektronisches Proplem? Motorrad ist erst erst 6500 km gelaufen! Bauj 2009 !

(oder ist das ein Serien-Problem?)

Gruß Klaus

Das Problem war bzw. ist ein Serienproblem. Die Händler wissen es oft nicht, weil die YBR ja nicht allzu häufig verkauft wurde (im Vergleich zu beispielsweise der YZF-R 125).

Wende dich mit der Problembeschreibung direkt an Yamaha Deutschland und weise darauf hin, dass du im Internet Hinweise darauf gefunden hast, dass womöglich »eine ganze Serie von Benzinpumpen betroffen ist.«

Beispielsweise so:

»Bei meiner Suche nach Hilfe für das Problem bin ich im Internet auf zahlreiche identische Problembeschreibungen im Bezug auf eine bei hohen Temperaturen den Dienst quittierende Benzinpumpe gestoßen. Können Sie anhand der Fahrgestellnummer meiner YBR 125 den Schluss ziehen ob die quasi ab Werk mit diesem Defekt gesegnete Benzinpumpe auch in meiner YBR verbaut wurde?«

Und immer schön freundlich bleiben.

Grüße, Martin

am 28. April 2015 um 21:21

Ich danke Dir für die Info..mal schauen was YAMAHA dazu sagt ...

Beste Grüße Klaus

Die defekte Benzinpumpe Airsan 1100-000782-1 11032213 C1 hatte das bekannte Problem daß sie nicht mehr anlief wenn das Motorrad in der Sonne gestanden hatte. Als ich die Benzinpumpe getauscht hatte und sie mit einem Föhn auf ca. 30-40°C erwärmt hatte lief sie auch im Trockenen unter Werkstattbedingungen nicht mehr an. Man hörte daß sie anlaufen wollte aber dann kam ein hörbares Klack – das heißt sie schlägt innen irgendwo an. Wenn man die Benzinpumpe wieder abkühlen läßt läuft sie wieder problemlos an. Es fällt aber auf daß sie relativ schwergängig ist als ob sie innen irgendwo Reibung hätte. Die neue Benzinpumpe von Macopex 100142 läuft spürbar leichter und dreht auch höher – sie läuft auch nach nachdem die Spannung weggenommen wird im Gegensatz zur alten defekten Pumpe.

Wenn man die defekte Airsan Benzinpumpe zerlegt und man irgendwann den Anker herausgebaut hat dann merkt man, daß die Oberfläche des Zylindrischen Ankers nicht ganz eben ist obwohl sie abgedreht wurde. Unter dem Mikroskop zeigt sich dann daß der weiße Kunststoff mit dem der Anker aufgefüllt wurde ganz leicht gequollen ist und höher hervorsteht als die Lamellen der Ankerbleche.

Mit scheint daß dieser hervorgequollene Kunststoff das Problem ist in Verbindung mit sich allmählich einstellender Verschlechterung der Ankerzentrizität. Irgendwann schlägt der Anker dann an den Kanten der Magnete an und wird abgestoppt.

Wenn man die beiden Lager anschaut sieht man auf der Seite des Kommutators ein achteckiges Kunststofflager im Lagerschild auf der anderen Seite der Flügelzelle sieht man eine DU Sinterbuchse.

Beide Lagerstellen sehen auf den ersten Blick zentrisch und nicht eingelaufen aus. Jedoch merkt man auf seiten des Kunststofflagers daß die Laufspuren an den Kunststoffflächen im Lager drin nicht gleichmäßig sind – dies dürfte jedoch nicht Ursache des Problemes gewesen sein da diese Spuren nur minimale Tiefe aufweisen – vielleicht 0,05mm.

Wenn man die Pumpe öffnet und die Bördelung auf der schwarzen Kunststoffseite (Kommuntatorseitig) aufmacht dann läßt sich der Anker herausziehen und nacharbeiten. Hierzu würde ich den Anker in eine Bohrmaschiene einspannen und mit einem auf einer Flex montierten Schleifteller wieder plan schleifen. Danach den Anker wieder reinschieben mit der abgeflachten Seite voran – das muß wieder in das Flügelzellenrad reinrutschen- und das schwarze Kunststoffteil mit den Stromanschlüssen einbauen und die Bördelung mit einem angesenkten passenden Stahlrohr wieder schließen Die Bördelung vorne an der Ansaugseite zu öffnen war zwar in meinem Fall interessant aber bei Reparatur reicht es hinten zu öffnen . Vermutlich läuft eine solcherart reworkte Pumpe bis in Ewigkeit.

Wer das nicht machen will kauft sich die Macopex 100142 Pumpe (EAN 4250746800990)

und baut sie in den Haltekunststoff ein. Es gibt auch andere Pumpenhersteller bei denen ist das Gehäuse silberfarben wie bei der Originalpumpe von Airsan – aber denen traue ich nicht nicht mehr.

Die beiden Teile der weißen Kunststoffhalterung im Tank kriegt man nur auseinander wenn man den schwarzen Kraftstoffschlauch durchschneidet (leider muß das sein). Ich habe dann stattdessen einen dünnwandigen 10mm dicken Teflonschlauch eingebaut. Auch die Haltenasen aus den Rastösen rauszukriegen ist ein fummeliges Geschäft welches Fingerspitzengefühl erfordert. Ich habe mir einen 1,5mm dicken Kupferdraht um die Pumpe rumgelegt und jedesmal wenn ich eine Haltenase ausrasten konnte gleich den Kupferdraht in die entstandene Rille reingedrückt und nachgespannt (Würgeverbindung).

Dsc07047
Dsc07050
Dsc07051
+7

Hut ab! Hätte nicht gedacht das sich jemand mal die Mühe macht und der Ursache dermaßen auf den Grund geht.

Die von dir vorgeschlagene Pumpe kostet ja auch gar nicht mal so viel (z.B. www.amazon.de - macopex 100142 Kraftstoffpumpe 70 Euro).

Welches Baujahr bzw. welche Erstzulassung hatte die vom analysierten Pumpenproblem befallene YBR?

Grüße, Martin

Hallo Martin

Baujahr 8/2007 Modell RE051

Zwei wichtige Bilder hab ich noch vergessen: Die Aufnahme vom Anker und dem Kunststoffüberstand.

Wer tatsächlich mal die Benzinpumpe reparieren will: Macht nur die Bördelung auf der Seite des Kommutators (Stromzuführung) auf (wie die andere Seite ausschaut wißt ihr ja jetzt). Markiert euch vorher die Lage des Bürstenhalters zum Pumpenzylinder mit einem Ritzer oder Permanentfilzstift.

Auf dem zweiten Bild sieht man die unterschiedlichen Laufspuren der Motorwelle in der Lagerbuchse des Kommutatorgehäuses. -> Grün = keine Laufspur sichtbar, Rot = leichte Einlaufspuren.

Übrigens ich hab da anderswo gelesen daß ein Bimetallkontakt die Benzinpumpe abschaltet. Ich weiß nicht ob das zutrifft. Ein Bimetallkontakt könnte höchstens verwendet worden sein um den sehr hohen Kurzschlußstrom der Benzinpumpe abzuschalten bevor sich diese in einen Benzintauchsieder verwandelt. Mit dem eigentlichen Fehler hat das aber nichts zu tun. Allerdings wird der Anker der Benzinpumpe im Fehlerfall durch die 5 Ampere (das sind dann 60W bei 12V) ganz nett geheizt also eigentlich genau das was man nicht haben will. Weshalb man auch meinen könnte daß da ein Bimetallkontakt verbaut sein könnte.

Noch ein Nachtrag: Wenn man in der unglücklichen Lage ist daß einen dieser Fehler eingeholt hat und man bei Gluthitze nicht mehr in den Genuß der Fahrtwindkühlung kommt weil der Bock (oder in diesem Fall das Böckchen) nicht mehr anspringen will dann hilft manchmal:

1. Tankdeckel aufmachen und versuchen mit offenem Tankdeckel zu starten. (hat bei mir zweimal funktioniert)

2. Tank mit nassem Handtuch abkühlen (kalte Umschläge) und die Maschine ein paarmal quer zur Fahrtrichtung schütteln.

Am besten aber hilft das tropfnasse Handtuch und auch am sichersten.

Wenn der Motor mit Maßnahme 1 gestartet ist - nicht mehr ausmachen sondern erstmal ein paar km fahren und dann erst den Tankdeckel schließen denn durch die Fahrt wird der Tank auch gekühlt.

Bpb
Dsc07059b

Hallo,

danke für die guten Tipps! Habe heute bei der YZF 125 R meines Juniors die Macopex Pumpe eingebaut. Ging plug and play, ohne Schlauch durchschneiden oder so. Die alte Pumpe hatte auch das allgemein bekannte Problem mit dem Ausfall bei Sonneneinstrahlung. Also, wer das Problem auch hat, einfach genauso machen, geht ganz einfach indem unten beim Filter die Haltenasen ausgeklickt werden, dann kann man die Pumpe mit Filter ziehen und tauschen, alten Filter wiederverwenden.

LG, Dirk

am 28. Mai 2017 um 1:27

Hallo!

Ich habe so ziemlich das Selbe Problem mit meiner 08er YZF und ich habe auch, lediglich die kleine Pumpe an dem Gestell gewechselt.

Ich weis gerade nicht, ob das auch die hier beschriebene Macopex ist.

Jedenfalls springt sie jetzt garnicht mehr an, das bekannte Summen der Pumpe nach dem drehen des Schlüssels ist zwar vorhanden aber sie springt nicht an.

Habe auch schon alles durchgecheckt (neue Zündkerze, abgesoffen ist sie auch nicht, Sprit kriegt sie)

Ich weis wirklich nicht mehr weiter.

Hat Du eventuell den O-Ring am Pumpen-Abgang vergessen? Oder hat die Pumpe ein falsches Maß (zu kurz)? Dann baut sich kein Druck auf weil es nicht dichtet.

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