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Xenon - Häufiges Einschalten schlecht für die Lebensdauer?

Hallo,

ich habe hier im Forum schon mehrmals gelesen, dass die größte Belastung für das Leuchtmittel Xenon in Startphase entsteht. Das frage ich deshalb, weil unser Auto jedes Mal in der Garage das Xenon einschaltet und dann wieder am Tag natürlich ausschaltet. Zwar könnte man den Schalter von Auto auf Manuell stellen, doch dann vergisst man das Tagfahrlicht einzuschalten, welches eh nur im Auto Modus funktioniert!

Schlägt sich das jetzt auf die Lebensdauer der Xenon Brenner nieder und wie sieht es mit Fernlicht aus?

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25 Antworten

Das dürfte wohl mehr oder weniger für alle Birnen gelten.

Bei mir ging noch nie eine Birne während dem Brennen kaputt, immer nur beim Einschalten. Auch im Haus.

Wobei sich Xenon auch durch die Brenndauer verfärbt und eine brennende Birne sicher auch gegen Erschütterungen empfindlicher ist. Weiß jemand genau, wie es bei Xenon aussieht?

Ich habe meine schon mal gewechselt, weil sie sich mit der Zeit verfärbt haben, nicht weil eine kaputt war.

Schalte doch auf manuell, wenn du in die Garage fährst und wenn du draußen bist, wieder auf Auto-Modus.

In einem nicht absolut stockdunklen Tunnel fahre ich verbotenerweise auch immer nur mit Standlicht, außer ich bin der Kopf einer Schlange, also ganz vorne.

Xenonbrenner haben wie andere Brenner, sicherlich auch mit ionisierten Gas durch Materialabbrand an den Elektroden zu kämpfen. Sprich: Das Metall der Elektroden, wo der "Funke" überspringt verdampft, was dann zu einer anderen Lichtfarbe führt. Mit weiterem Fortschreiten, brennen die Elektroden soweit ab, dass ein Zünden nicht mehr möglich ist.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von XX-Ghost

Bei mir ging noch nie eine Birne während dem Brennen kaputt, immer nur beim Einschalten. Auch im Haus.

Logisch. Die Stellen des Drahtes werden am heißesten (und dampfen das meiste Metall ab), die am dünnsten sind. Und werden dadurch noch dünner und noch heißer. Zudem: Der Widerstand von Metallen steigt mit steigender Temperatur, der höchste Strom fließt also beim Einschalten durch den kalten Draht. Irgendwann wars das, die dünnste Stelle ist dann ähnlich einer Schmelzsicherung durchgebrannt.

Gasbrenner haben keinen Glühdraht, die haben einen Lichtbogen. Der Lichtbogen wird durch eine kurzzeitig sehr hohe Zündspannung gestartet, sobald der brennt sinkt die erforderliche Spannung. Die auf die Elektroden auftreffenden ionisierten Gase tragen diese ab (wird auch beim "Ion Etching" genutzt), je höher die Spannung desto stärker. Wie sich die Zündtrafos verhalten weiss ich nicht, normalerweise sollte das kein Problem sein. Zündspulen haben ähnliche Effekte und die halten (außer bei Audi) ein Autoleben.

Ich habe ja oft genug mit Beleuchtung zu tun. (Arbeitstechnisch & nicht am Auto!) Die Zundgeräte halten eines Wegs ewig! Problem ist der steigende Strom durch die Spulen, wenn das Gas stärker ionisiert und die Leistung steigt. (Obwohl der Lichtstrom sinkt!) Es wird gerade soviel Kupfer verbaut, wie für die Leistung benötigt wird. Kaum 15% mehr Strom und die Spule wird so heiß, dass der Lack im inneren runter brennt.

MfG

Hallo ins Forum,

ich habe nun schon über Jahre Xenon drin und daher ein paar Erfahrungen damit. Schon mal vorab: Ich musste noch nie einen Brenner tauschen.

Richtig ist, dass Xenon-Brenner auf einen Warmstart etwas kritisch reagieren. Somit ist eine Schaltfolge An-Aus-An ohne größere Pause problematisch. Dies betrifft jedoch i.d.R. die technisch-älteren Brenner. Die neueste Generation (dies sind die sog. Schnellzünder) sind auf diese Schaltfolge ausgelegt und halten daher wie ihre Vorgänger. Diese sind i.d.R. eingebaut, wenn die Lichthupe über die Xenon-Brenner realisiert wird (und nicht wie früher hierfür eine H7 vorhanden sind).

Daher ist die Automatikschaltung (auch ich habe keine echte "Aus"-Stellung) in dem Garagenfall bei den aktuellen Brennern nicht problematisch. Auch die älteren Brenner dürften damit halbwegs klarkommen, da es normal eine Schaltung An-Aus und dann erstmal Pause ist (wenn's draußen hell ist; ist's dunkel, bleiben die Brenner eh an).

Bei den Bi-Xenon-Brennern gibt's m.W. zwei Techniken: Entweder wird der Brenner im Scheinwerfer hin- und herbewegt, damit er einmal im Brennpunkt 1 (für Abblendlicht) und zum anderen im Brennpunkt 2 (für Fernlicht) steht, oder der Scheinwerfer steht immer auf Fernlicht und die notwendigen Abdeckungen werden durch spezielle Blenden realisiert. Letztere Version ist übrigens bei den vollvariablen Xenon-Lichtsystemen (z.B. ILS bei Daimler) vorhanden.

Viele Grüße

Peter

Das Fernlicht kommt ja vom selben Brenner - nur die Linse wird entsprechend verstellt.

In der Regel werden ja auch noch Halogen-Scheinwerfer zum Xenon dazugeschaltet.

Mein letzter Omega B hatte ebenfalls Xenon... die Brenner waren noch die Originalen... BJ 2000... einer der ersten Facelift´s.

Gekauft habe ich ihn 2011... die Brenner waren halt schon entsprechend gelb von der Lichttemperatur... aber sie funktionierten noch.

Habe sie dennoch gegen neue getauscht weil sie einfach nicht mehr die Leuchtkraft hatten wie neue Brenner.

Die Osram Xenarc die ab Werk in meinem Vectra C BJ 2006 waren laufen auch immernoch... habe sie jetzt aber trozdem gegen Brenner mit 8000K getauscht... finde das bläuliche Licht einfach viel schöner. :D

ich habe 10 jahre lang bei meinem letzten Auto - 227.000Km kein Problem mit Xenon gehabt.

es heißt aber natürlich nicht, dass Xenon bei anderen auch so lang halten.

Sicher ist, dass die Halogen unmöglich so lang halten.

Grüsse

Das ist richtig, in der Regel hat Xenon eine längere Lebensdauer.

Xenon zalht sich in meinen Augen in jede Hinsich aus... da ich z.B bei Frühdienst bereits um 5 Uhr morgens Unterwegs bin (50km) macht es umso mehr Sinn... wenn man jetzt nur unter Tage zum Einkaufen fährt muss es nicht sein...

Kleiner Scherz am Rande,

"unter Tage" ist es immer dunkel!

Gruß,

 

Zitat:

Original geschrieben von Chris492

Das ist richtig, in der Regel hat Xenon eine längere Lebensdauer.

Xenon zalht sich in meinen Augen in jede Hinsich aus... da ich z.B bei Frühdienst bereits um 5 Uhr morgens Unterwegs bin (50km) macht es umso mehr Sinn... wenn man jetzt nur unter Tage zum Einkaufen fährt muss es nicht sein...

Ich würde da aufpassen. Ich denke auch dass die Xenon Brenner schneller verschleissen.

Normale Birnen sind Billger zu ersetzen als die Brenner.

Habe bei mir damals auch das Tagfahrlicht deaktivieren lassen da ich auch mal Kurzstrecke fahre.

Ja Birnen sind wirklich billig...gibts ja für wenige Cent in jedem Supermarkt in der Obst-Abteilung. Ich empfehle Bio-Birnen!

Ach halt...du meinstes ja Leuchtmittel!

*klugscheiss*

:D

Klar sind die Xenon-Brenner teurer... aber nur auf den ersten Blick...denn dafür halten sie wie gesagt länger und bieten dazu noch ein wesentlich helleres Licht und weniger Verbrauch!

Zitat:

Original geschrieben von 212059

Hallo ins Forum,

ich habe nun schon über Jahre Xenon drin und daher ein paar Erfahrungen damit. Schon mal vorab: Ich musste noch nie einen Brenner tauschen.

Richtig ist, dass Xenon-Brenner auf einen Warmstart etwas kritisch reagieren. Somit ist eine Schaltfolge An-Aus-An ohne größere Pause problematisch. Dies betrifft jedoch i.d.R. die technisch-älteren Brenner. Die neueste Generation (dies sind die sog. Schnellzünder) sind auf diese Schaltfolge ausgelegt und halten daher wie ihre Vorgänger. Diese sind i.d.R. eingebaut, wenn die Lichthupe über die Xenon-Brenner realisiert wird (und nicht wie früher hierfür eine H7 vorhanden sind).

Daher ist die Automatikschaltung (auch ich habe keine echte "Aus"-Stellung) in dem Garagenfall bei den aktuellen Brennern nicht problematisch. Auch die älteren Brenner dürften damit halbwegs klarkommen, da es normal eine Schaltung An-Aus und dann erstmal Pause ist (wenn's draußen hell ist; ist's dunkel, bleiben die Brenner eh an).

Bei den Bi-Xenon-Brennern gibt's m.W. zwei Techniken: Entweder wird der Brenner im Scheinwerfer hin- und herbewegt, damit er einmal im Brennpunkt 1 (für Abblendlicht) und zum anderen im Brennpunkt 2 (für Fernlicht) steht, oder der Scheinwerfer steht immer auf Fernlicht und die notwendigen Abdeckungen werden durch spezielle Blenden realisiert. Letztere Version ist übrigens bei den vollvariablen Xenon-Lichtsystemen (z.B. ILS bei Daimler) vorhanden.

Viele Grüße

Peter

Danke, deine Erläuterung ist top! Ich selber habe Bi-Xenon und D3S Brenner, die neuen ohne Quicksilber. Es ist nur eine Linse im SW, die auch für das Fernlicht und den Dynamik Light Assist zuständig ist.

Kannst Du mir sagen, ob auch hier im VW das Fernlicht dauerhaft geschaltet ist, nur mit Blende drauf?

Hallo ins Forum,

Zitat:

Original geschrieben von OPC

Kannst Du mir sagen, ob auch hier im VW das Fernlicht dauerhaft geschaltet ist, nur mit Blende drauf?

sorry bei VW habe ich keine Kenntnisse. Da aber die Scheinwerfer ohnehin von Zulieferern kommen (z.B. Hella oder Bosch), dürfte es ähnlich wie bei Daimler sein.

Ist's eine adaptive Regelung (also z.B. mit Autobahn-, Landstraßen- oder besonderes Nebellicht), ist mit ziemlicher Sicherheit der Brenner fest auf "Fernlicht" montiert und die Abschattung fürs Abblendlicht wird per Blende gemacht. Auch die neuen "Schnellzünder", die auch die Lichthupe per Xenon machen, stehen deswegen auf festem "Fernlicht" und haben Blenden fürs Abdecken bei Abblendlicht. Die Scheinwerfer, die für Lichthupe eigene H7 haben, haben m.W. regelmäßig bewegliche Brenner (bei Reflektoren mit 2 Brennpunkten) oder umschaltende Linsen (diese insbesondere bei Kurvenlichtfunktionen, wenn mitgeschwenkt wird).

Beispiele aus den Fahrzeugen, die ich hatte/habe (soweit mit Xenon ausgerüstet): Der 212er hat ILS und damit als adaptives System Blenden. Gleiches für den letzten 211er (auch ILS) und den aktuellen 169er (Bi-Xenon, aber Schnellzünder). Die beiden anderen 211er hatten "normales" Bi-Xenon mit Umschaltlinsen (da Kurvenlicht). Die 210er hatten Einfach-Xenon (und damit feststehende Brenner) und fürs Fernlicht H7.

@chris492: Volle Zustimmung, zumal gute Xenon-Brenner was um die 100 Euro kosten. Beim sinnvollen paarweisen Tausch sind's also 200 Euro + Einbau. Damit kosten sie zwar ca. das Fünffache der H7 (um die 40 Euro das Paar), halten aber sehr viel länger und haben besseres Licht. In der Summe dürften die Xenon-Leuchtmittel - wenn überhaupt - kaum teurer kommen als H7.

Für mich ist Xenon wegen der Vorteile mittlerweile Pflichtausstattung geworden. Wenn ich die Wahl zwischen gutem Xenon und LED habe, wird's aber bei der akuellen Technik schwierig sich zu entscheiden. Die LED sind zwar meist nochmals (geringfügig) besser, aber auch einen guten Zacken teurer. Ob sich dies dann lohnt, muss man sehen. Gottlob hat sich diese Frage bislang noch nicht gestellt.

Viele Grüße

Peter

Geht mir auch so, mir kommt kein Wagen mehr vor die Tür der kein Xenin hat.

Auf mein AFL möchte ich auch nicht mehr verzichten... Kurvenlicht, Abbiegelicht... und das Licht passt sich ständig der Fahrweise und Wetter an...z.B bei langer geradeausfahrt auf Landstraße oder Autobahn wird die Leuchtweite erhöht etc...

Kehrseite des ganzen...wenn hier mal ein Scheinwerfer kaputt sind, sind ca 1400€ fällig...für einen Scheinwerfer. :o

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