Winterspuren und das in der Premium-Klasse

Mercedes E-Klasse W212

Nach der ersten Frühlingswäsche bei unserem 11 Monate alten E 220 T CDI Avantgarde in scharz-metallic(auch im Winter wurde der Wagen stehts mit ordentlicher Vorwäsche gereinigt) habe ich an den Seitenschwellern und den hinteren Seiten der Heckstoßstange meiner Meinung nach Beschädigungen der oberen Lackschicht entdeckt. Gefahren wurde der Wagen nur auf Autobahn und Landstraße bei den normalen Wintereinschränkungen mit Salz, Schnee usw. Nach der ersten Nachfrage beim Freundlichen gab es zur Auskunft das diese "Beschädigung" von Salz,Split etc kommen wird und das man da nichts machen könne, das wäre normal. Von Garantie war überhaupt nicht die Rede. Ich finde, wenn eine Automarke entscheidet die Seitenschweller und Stoßfänger in Lackfarbe zu verarbeiten und diese Fahrzeuge fast Weltweit und in den unterschiedlichsten Klimazonen verkauft, sollte die Qualität so sein das auch Wintereinflüsse nicht schon nach dem ersten Winter sichtbar sind. Ich habe ein Paar Fotos beigefügt und frage mich ob es noch mehr MB-Fahrer gibt diese Erfahrungen gemacht haben.

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Hallo Marienleuchte,

ist es wirklich so schlimm? Wie schon angeführt, ist schwarz hier besonders
anfällig für solche Spuren.

Es ist aber so, da diese Art von Schäden nicht vollständig zu vermeiden sind.
Die Salzkristalle und feiner Abrieb vom Asphalt, im Winter noch verstärkt
durch Frostschäden in der Fahrbahnoberfläche, werden nun einmal während
der Fahrt hochgeschleudert. Beim Aufprall auf die Flächen wirkt das in etwa
wie Sandstrahlen.

Abhilfe kannst Du hier mit Lackschutzfolie schaffen. Hatte ich am 124er
vorn und hinten an den Schwellern. War nach Jahren kein Problem. Die
Folie hat gehalten wie Teufel. Gibt es im Net sicher auch Fahrzeugbezogen.
Ist vielleicht eine gute Alternative.

Mein W212 aus 2009, Perlbeige-Metallic hat hier keine Probleme. Vielleicht
war es in 2009 auch noch ein anderer Lack.

Gruß aftersales

Dies sind ganz normale "Verschleisserscheinungen".

Jeder, der einigermassen viel auf der Autobahn unterwegs ist, braucht sich nur bei Sonnenschein seine Windschutzscheibe ansehen. Übersäht von vielen, vielen kleinen Einschlägen. Selbst wenn man auf der Autobahn immer viel abstand hält. Scheinwerfer, Motorhaube, Kotflügel.

Manche Stellen am Fahrzeug sind mehr betroffen, manche weniger.

Natürlich könnte man ab Werk etwas machen. Lackschutzfolie drüber ab Werk. Die "vergilbt" dann nach vielen Jahren bei hellem Lack möglicherweise. UV-Licht, falsche Reiniger...wird durch Hochdruckreiniger beschädigt und verkratzt. Und dann schreibt in MT irgendjemand: Jetzt macht man Folien auf den Lack, und das in der Premiumklasse. Hätte man besser gelassen. Früher war das alles besser.

Mir persönlich gefallen solche Verschleisserscheinungen auch überhaupt gar nicht🙁 Aber selbst solche Menschen wie ich müssen immer wieder daran rütteln: "Es heisst FAHRzeug, nicht STEHzeug".

Es gibt doch echt Leute hier im Forum die denken, dass die Autos auch nach Jahren wie neu aussehen müssen (auch wenn man über den ganzen Winter über die Bahn brettert).... Guten Morgen, das Auto ist ein Gebrauchsgegenstand.

Ich kann den TE in sofern beruhigen, als dass an seinem Fahrzeug keine unüblichen Beschädigungen zu sehen sind. So sieht ein Fahrzeug halt aus, wenn es über den Winter hinweg bewegt wurde und damit voll Salz, Split und Co. ausgeliefert wurde. Diese "Winterspuren" treten, Premium oder nicht, bei jedem Auto auf, das im Winter nicht nur die beheizte Garage, sondern auch Autobahnen, Land- und Innenstadtstraßen gesehen hat. Garantiefall? Nein. Damit Leben ist die Lösung. Oder regelmäßig ein neues Auto kaufen.

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Das ist einfach nur Sch...- Qualität , das ist alles ! Mein alter 124er hatte solche Lackbilder nach 11 Jahren und 260 000 km
noch nicht einmal im Frontbereich , von den Schwellern ganz zu schweigen . Mein jetziger 210er ist im Lack schon weitaus schlechter als der 124er , sieht jetzt im Frontbereich aus wie ein Streuselkuchen nach jetzt 344 000 km und > 15 Jahren - das ist aber mehr meinen unprofessionellen Ausbesserungsversuchen mit einem Lackstift geschuldet , weil der Lack schneller abplatzte . Wenigstens ist kein Rost aufgetreten . An den Schwellern sieht man auch nach 15 Jahren nichts Besonderes .
Nun , der Vorstand hatte sich ja schon bei der Einführung des 210ers gerühmt , 25% der Produktionskosten gegenüber dem 124er eingespart zu haben , diese Aussage wurde dann gegenüber dem 211er beim 212er wiederholt - man muss
sich also nicht wundern ! Alte Mercedes - Kenner fahren ihre Neuwagen von Sindelfingen aus gleich zu Carblast und lassen sie dort anständig gegen Korrosion konservieren , jetzt sollte man einen Neuwagen wohl gleich folieren lassen , wenn man etwas länger in einem ansehnlichen Fahrzeug unterwegs sein will...

Also ich seh da gar nix...

Und wenn der Lack einfach nur etwas stumpf geworden ist (was auch schnell durch unsachgemäße Wäsche passiert - z. B. schön den Winterdreck runterschmirgeln), dann kann eine leichte Politur vielleicht helfen.

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel


Alte Mercedes - Kenner fahren ihre Neuwagen von Sindelfingen aus gleich zu Carblast und lassen sie dort anständig gegen Korrosion konservieren

Der Kenner weiss, was er tut😁.

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel


Mein alter 124er hatte solche Lackbilder nach 11 Jahren und 260 000 km noch nicht einmal im Frontbereich...

Wir hatten in der Familie drei 124er, da hinterlies jahrelanger Autobahneinsatz selbst an den (Glas)Streuscheiben der Scheinwerfer spuren. Unter den Streuscheiben war ein lackierter Bereich, zwischen dem Stossfänger, an dem gehen eine Viertelimillion Kilometer auch nicht spurlos vorbei. Genauso wie an Motorhauben.

Und Du willst jetzt sagen, Dein Lack war nach 11 Jahren und 260 000 km komplett neuwertig ohne Steinschlag wie beim abholen aus Sindelfingen oder Bremen? Genau so, wie kein 124er jemals rosten würde.

Danke für die vielfältigen Antworten, positiv wie negativ. Ich halte es trotzdem nicht für normal das ein Auto für 65.000€ NP nach einem Winter so aussieht. Da ich diesen Wagen noch selber bezahlen muß und Mercedes für mich (ähnlich wie ein gleichteurer Audi oder BMW) einen gewissen Wert hat bin ich schon etwas enttäuscht über diese Qualität. Zeigt mir doch die Anzahl der Antworten bei denn die Fahrer diesen Zustand nach nur einem Winter als normal ansehen, das bei den Autoherstellern überhaupt keine Notwendigkeit der Qulitätsverbesserung erkannt werden muß. Der Kunde nimmt es doch so hin. Es hat aber vielleicht auch seinen Sinn, wenn diverse andere Autohertseller genau in diesen Bereichen an der Karosserie keine lackierten Teile verwenden um diese Spuren zu vermeiden. Vielleicht hat ja ein Mitstreiter bei diesem Thema schon mal Erfolge oder Teilerfolge bei der Beseitigung dieser oder ähnlicher Schäden bei Mercedes erreicht.
Ich wäre sehr dankbar für Anregungen.
PS: Ja es stimmt, meine bisherigen Mercedes-Fahrzeuge 2x W 211 waren in Silber lackiert......

Hat jemand vielleicht schon mal Erfahrungen bei Audi oder BMW gemacht, die haben doch auch lackierte Karosserieteile verbaut.????

Wie oft wurde der Wagen denn im Winter gewaschen?

...und Du hast nicht ernsthaft 65.000 Euro für 'nen 220er bezahlt, oder? 😁

Auch während der Laufzeit der 124er streute die Qualität bekanntlich , nach unten besonders im 1. Baujahr und von '94 - '95 . Mein 300 E war aus 3/86 und wurde nicht geschont , fuhr bei jedem Wetter , in jeder Jahreszeit , oft auf der Autobahn im Hochgeschwindigkeitsbereich . Nachts stand er in der Garage und wurde 1x/Vierteljahr mit Hartwachs von Hand eingewachst - das war alles . Er hatte weder Steinschläge noch Rost , neuwertig sah der Lack dennoch nicht aus , da ich alle 1- 2 Wochen in eine Bürstenwaschanlage gefahren bin - das hinterlässt auch Spuren !
Zur Verklärung des 124ers habe ich übrigens keinerlei Anlaß - glaub' es oder laß es halt bleiben !

Was soll das bitte mit schlechter Qualität zu tun haben?
Schlechter Lack oder dessen Verarbeitung? Wohl kaum.

Hier ist nicht von Rost, Rissen oder Verfärbungen die Rede, sondern soweit man das erkennen kann, von Lackschädigungen aufgrund mechanischer Beanspruchung (Stein-/Splitt-/Salzschlag).

Somit handelt es sich eher um einen Konstruktions-/Designfehler.
Ganz einfach: die fliehkraftbedingt von den Reifen weggeschleuderten Partikel landen nicht komplett im Radkasten sondern teilweise auch an der Außenhaut des Fahrzeugs.
Das wäre zu verhindern durch entsprechend überragende Radkästen oder durch die hier bereits erwähnten Schmutzfänger (die übrigens in den 80er Jahren mal als sportlich galten😁 und serienmäßig an vielen Fahrzeugen verbaut waren.).

Aber mal ehrlich: wer will seine Rad-Felgenkombinationen im super Style und super breit heute noch in den Radkästen verstecken oder sich die doch so uncoolen Schmutzfänger montieren?

Für den Menschen wie fürs Auto gilt: wer/was schön sein will/soll muss leiden😉

🙂 Gruß
D.D.

Zitat:

Original geschrieben von D.Duesentrieb


Aber mal ehrlich: wer will seine Rad-Felgenkombinationen im super Style und super breit heute noch in den Radkästen verstecken oder sich die doch so uncoolen Schmutzfänger montieren?

Wäre in diesem Zusammenhang doch auch interessant, welche Reifendimension der TE auf seiner E-Klasse fährt.

Edit: Habe gerade mal ein paar Minuten in den Tiefen des Forums gesucht und diese Bildergalerie aus diesem Thread gefunden. Gezeigt wird die alte, iridiumsilberne E220 CDI Limousine des leider nicht mehr mitschreibenden Users mehrzehdes, der vor der Rückgabe des Fahrzeugs nach ~ 140 Tkm ein paar Detailaufnahmen von kritischen Lackbereichen gemacht. Zugegeben, der Bereich, den der TE moniert, hat mehrzehdes damals nicht bildlich dokumentiert, wohl findet man aber Aufnahmen (3-5) des Zustands von Lack und Chromteilen im Frontbereich. Das Fahrzeug fuhr gemäß der Beschreibung nahezu ausschließlich auf Autobahnen. Vielleicht gibt dies nochmal einen Einblick in die an sich sehr gute Lackqualität der Fahrzeuge.

Zitat:

Original geschrieben von John-John


... Damit Leben ist die Lösung. Oder regelmäßig ein neues Auto kaufen.

Eine Option hast du noch ausgelassen, werter John John.

man kann noch Richtung Süden auswandern..

Ist mir auch diesen Winter so ergangen, bin auf der BAB in eine Splittwolke gefahren
es hat nur kurz geprasselt und es war geschehen. Es war Nacht und ich weiß nicht
wo das Zeug herkam. Da der Wagen neu ist habe ich den Schaden über meine VK.
abgewickelt.

Was mir aber auffällt, ich weiß nicht ob es an der Farbe liegt, am 211er hate ich sowas
nicht. Nach 9 Jahren konnte ich da über den Lack fühlen, der war glatt und es war kein Nano Lack.
Derr Wagen wurde auch jeden Winter gefahren.

Dscn0151
Dscn0152

Oh das sieht nicht gut aus, bei mir hat der Streuwagen vor mir aufeinmal losgelegt 😁 aber nichts passiert, zumglück, habe ja auch Versieglung drauf das hat es noch geschützt.

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