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Wieviel verbraucht ein Trabant 601?

Themenstarteram 24. Januar 2004 um 10:57

Hallo zusammen,

ich weiß, dass dies ein Mercedes-Forum ist, und es soll auch kein Scherz sein. Gestern habe ich mir einfach mal die Frage gestellt, ob das Gerät tatsächlich so wenig verbraucht wie man anhand von Größe und Gewicht vermuten könnte. Hier gibt es doch bestimmt ostdeutsche MB-Fahrer mit Trabant-Erfahrung. Also? 5 oder doch eher 15 l/100km? :)

M.f.G. Bernd, der noch nie in einem Trabant gesessen hat

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16 Antworten

Im Fahrberichtarchiv on Focus online haben sie auch den Trabant 601 probe gefahren. Zitat:

"Damit einem nicht vor lauter Fahrspaß der Gaul durchgeht, haben die Genossen ein rundes Dioden-Display eingebaut, das die Öffnung der Drosselklappe und damit den Spritverbrauch anzeigt. Die ersten vier Dioden sind grün und reichen im Vierten für fast 80 km/h, dann folgen schon mahnend gelbe Leuchten. Wer nur maximal drei grüne Lämpchen zum Leuchten bringt, soll laut Vorbesitzer mit einem Verbrauch um drei Liter pro 100 Kilometer belohnt werden. Wir verbrauchen mehr als sechs. Wahrscheinlich haben wir den serienmäßigen Freilauf nicht häufig genug zum Einsatz gebracht. Er entkoppelt im vierten Gang Motor und Antriebsstrang, um den Schwung ohne Motorbremsmoment auszunutzen."

Alles klar?

Gruß

Hallo Bernd,

ich saß damals als Student im Trabbi Kombi BJ 1978 (in Gletscherblau) und war mit ihm von 1992-1994 vor allem zwischen Halle und Görlitz unterwegs.

Wenn ich mich recht erinnere war der Verbrauch so ca. 6-7 Liter. Ich habe immer in Polen (Görlitz und als Student hat man ja sowieso kein müde Mark) getankt. Die hatten dort kein Gemisch, mußte man also immer selber mit Öl mischen.

Im Sommer wenn es richtig schön heiß war, bin ich mit 5,5 Litern gefahren (bei VMax 100 - wenn die Zündung neu eingestellt war auch 110). Der Tank hatte 26 Liter und ich konnte das immer schön ausrechnen, weil ein Meßstab mit Literangabe dabei war. Klasse Sache - da ziemlich genau. Schlägt jede Messung heutiger Autos.

Das beste am Trabbi war allerdings, man(n) konnte alles selber machen:

- Motorwechsel

- Zündung einstellen

- Keilriemen wechseln

- Zylinderkopfdichtung austauschen

- diverse Kleinigkeiten

Ich habe alles selber gemacht (natürlich aus Kostengründen), außer beim Motorwechsel. Da hat mir noch einer geholfen.

Und er lief ... lief ... lief ...

Hier eine schöne Übersicht:

http://www.jhk1.de/trabi/techdat.htm

Gruß

Andreas

5 liter sind bei moderater fahrweise kein problem.

6-7 lieter finde ich aber schon ein bischen viel bei maximal 100km/h und dem geringen gewicht!

Zitat:

Original geschrieben von dieselschraube

6-7 lieter finde ich aber schon ein bischen viel bei maximal 100km/h und dem geringen gewicht!

es ist auch nicht gerade der spaarsamste, wenn man mal die leistung anguckt. aber es ist halt ein 2 takter und dann noch das alter dieser motoren. aber zur damaligen zeit galten diese motoren als ziemlich modern.

pappe fahren hat schon irgend etwas, was weiss ich auch nicht. aber es gibt doch kein robusteres auto als den trabbi. ... der fährt so lange, bis er über seinen eigenen motor holpert (ging mir mal so) ,aber auch irgand wie kein wunder, wenn man mit íhm durch eine kiesgrube fährt und nicht gerade langsam ist ;-))

Zitat:

Original geschrieben von andreas-SL55AMG

pappe fahren hat schon irgend etwas, ...

... genau.

Wer dieses Auto nicht gefahren ist, hat in seinem (Auto-)Leben was verpasst.

Gruß

Andreas

Zitat:

aber zur damaligen zeit galten diese motoren als ziemlich modern.

jaja DKW wollte den leuten auch immer einreden das ihre modelle 3=6 (3zylinder 2takt) so sauber läuft wie ein mercedes 6zylinder...

darüber könnt ich heute noch lachen!

Hallo,

der Trabant hatte aber bloß 2 Zylinder und von Laufruhe zu sprechen wäre übertrieben ;-). Ansonsten war er sehr robust und es gab nix, was man nicht selber machen konnte. Die Fahrleistungen waren ok...in der DDR durfte man eh nicht schneller als 100 km/h fahren. Naja...so mach ich es heut auch noch ;-)

Gruß

ja klar in der DDR war es wohl das beste was man bekam (und auch das einzige *g*)

wartungsfreundlich und die leistung ausreichend.

Zitat:

Original geschrieben von dieselschraube

ja klar in der DDR war es wohl das beste was man bekam (und auch das einzige *g*)

wartungsfreundlich und die leistung ausreichend.

schon mal was von Wartburg gehört??? die konnte man auch kaufen, und noch viel mehr, sogar "westautos" wenn man (das richtige)geld hatte

Zitat:

sogar "westautos" wenn man (das richtige)geld hatte

ich dachte eher wenn man in der richtigen partei an der richtigen stelle war...

Am Anfang gab's noch die "Zonen-BMWs" (später EMWs) mit dem (Vorkriegs-) R6 von BMW. Die Konstrukteure waren bald ziemlich gefrustet, weil sie in alter BMW-Tradition immer große Limousinen mit Sechszylindern bauen wollten aber nicht durften.

 

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Bleifußindianer

Am Anfang gab's noch die "Zonen-BMWs" (später EMWs) mit dem (Vorkriegs-) R6 von BMW. Die Konstrukteure waren bald ziemlich gefrustet, weil sie in alter BMW-Tradition immer große Limousinen mit Sechszylindern bauen wollten aber nicht durften.

 

Gruß

so einen emw haben wir. allerdings noch nicht restauriert- erst ist der 107 (Bj71- einer der ersten) dran. der emw ist wirklich ein schönes auto.

Zitat:

Original geschrieben von dieselschraube

ich dachte eher wenn man in der richtigen partei an der richtigen stelle war...

nicht umbedingt. das hat es vielleicht erleichtert, doch es ging auch ohne partei. man "musste" allerdings schon wählen. das war pflicht und nicht mit wahlkabinen. wer da reingegangen ist, der wurde vermerkt, und bei eventuellen beschaffungen (z.B. für bau) benachteiligt (wenn man dann überhaupt noch was bekam). aber die zeit in der ddr war auf keinen fall schlechter als die heutige. habe zwar nicht viel mitbekommen davon, aber ich glaub schon das das gereicht hat.

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