Wieviel Oktan braucht der 2l tsi 190 PS? Von 2023
Hallo ,
Wieviel oktan braucht der 2l tsi mit 190 PS?
Kann auch e10 getankt werden?
10 Antworten
E5 und E10 haben als Superkraftstoff die gleiche Oktanzahl = 95 Oktan. Was dein Tiguan braucht, steht, wie schon gesagt, in der BA und im Tankdeckel. E10 ist schon lange für allen Benziner kompatibel.
Ist nicht ganz richtig. E5 hat eher 96 Oktan, E10 gar 97 Oktan.
Auch aus dem Grund ist E10 vorzuziehen.
Sie haben MINDESTENS 95 Oktan;-)
Ansonsten alles richtig: E5 oder E10.
Ich fahre unsere beiden 190 PS TSI (siehe Signatur) von Anfang an mit E10
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Zitat:
@Rlmmp schrieb am 8. August 2025 um 09:36:13 Uhr:
Ist nicht ganz richtig. E5 hat eher 96 Oktan, E10 gar 97 Oktan.
Auch aus dem Grund ist E10 vorzuziehen.
Wo kommt denn die Weisheit her?
E10 und E5 (95) müssen beide mind. 95 Oktan haben
Super 98 (ist E5)
Ich tanke nur v100 (so gut wie ohne Ethanol),
Ich möchte mein Auto länger fahren/bzw. eine hohe Kilometerzahl erreichen. Hält den Motor sauberer. Und Ölwechsel nicht nach Bordcomputer sondern alle 15.000 km
Aber wenn E10 vom Hersteller zugelassen und der Preis ja auch am günstigsten ist, dann kann es jeder doch so halten wie es passt.
E10 ist so sauber wie SuperPlus.
und tatsächlich wird für Superplus 6% Ethanol verwendet aber umgewandelt, deswegen reicht die deklarierung E5
Hab mich im Studium mit alternativen Kraftstoff befasst, auch was Herkunft in 2. und 3. Generation durch steigende Nachfrage bedeutet, dazu gehört natürlich auch, dass man sich mit der Auswirkung des Kraftstoffs im Motor beschäftigt
Da ist erstaunlich wie oft doch gut und besser, aber das Allgemeinwissen vieler noch das Gegenteil im Kopf hat
Die Oktanzahl kann zwischen reinem Super-Benzin ohne Bio-Ethanol-Anteil, und E5 oder E10 tatsächlich leicht variieren. Aber die vorgegebenen 95 Oktan sind immer die Untergrenze.
Die vielleicht ein bis zwei Oktan mehr bei Ethanol-Beimischungen werden durch die Klopfregelung des Motorsteuergeräts abgefangen, indem der Zündzeitpunkt dynamisch angepasst wird.
Früher war Ethanol ein Problem, weil es Kunststoffdichtungen im Treibstoff-System angegriffen hat.
Heute hat man das definitiv längst im Griff.
In Brasilien wird günstig sehr viel Ethanol aus Zuckerrohr hergestellt. Das mischt man dem Benzin zu E25 bis E27 bei. Und in Brasilien nutzt man heute schon die Vorteile, die daraus entstehen:
Ethanol verbrannt nicht so heiß, wie reines Benzin, was die thermische Belastung des Motors reduziert.
Außerdem kann man so den Motor höher verdichten (bei uns 10:1, in Brasilien 12:1), und damit die Leistung um bis zu 10% steigern.
Das Zauberwort heißt hier Flex-Fuel.
Tiguan-TSI-Motoren, die für den brasilianischen Markt gebaut werden, vertragen sogar eine Bio-Ethanol-Beimischung von bis zu 85%. Diese Motoren können also theoretisch bis zu E85 tanken.
Was hat das mit den Oktan zu tun?
Bei uns mischt man Ethanol mit Benzin, das eine niedrigere Oktanzahl hat, mit Bio-Ethanol dessen Oktanzahl deutlich höher ist, als die des Benzins, um irgendwo zusammen knapp über 95 Oktan rauszukommen.
In Brasilien mischt man Benzin mit 88 Oktan mit dem Ethanol zu E27.
88 Oktan liegen noch unter dem Grenzwert des früheren Normal-Benzins, das es bei uns nicht mehr gibt.
Daraus entsteht ein Kraftstoff, der die Leitung eines dafür abgestimmten Motors bis zu 10 % steigern kann.
Diese Exx Beimischungen sind kein Problem, sondern eher sogar eine Verbesserung für ein entsprechend konstruiertes Auto.
Doch eines sollte man dabei nicht vergessen:
Bio-Ethanole werden aus Pflanzen gewonnen, die irgendwo angebaut werden müssen. Diese Anbauflächen gehen zunehmend für den Anbau von wichtigen Nahrungsmitteln, bei einer rapide wachsenden Bevölkerung, verloren! Hier muss eine vernünftige Balance gefunden werden!
Ja genau, die Vorteile eines hohen Ethanolanteils wurden im VW Motorenforum kürzlich auch ausführlich diskutiert (interessantes Thema!)
Was man aber nicht vergessen darf: in Brasilien ist es im Winter nicht so kalt wir bei uns. Hier muss man spätestens ab 10 °C abwärts den Ethanolanteil runter nehmen, damit der Motor anspringt und kalt überhaupt sauber läuft. Warmgefahren kann man rein theoretisch auch E85 im Winter nutzen (was es hier aber seit geraumer Zeit bereits nicht mehr gibt)
werden sie nicht;-) Wozu auch, wenn das Fahrzeug bereits mit der vorgesehenen Oktanzahl (hier: 95) klopffrei fährt (wäre schlimm, wenn das nicht so wäre).
Genau DAS ist ja der Grund, warum höhere Oktanzahlen als die laut Hersteller vorgegebenen, KEINE Mehrleistung bringen können.
Es zählt aber immer die höhere angebene Oktanzahl. Wenn also laut Hersteller 95 und 98 Oktan gefahren werden können, dann ist die Klopfregelung mit 98 Oktan inaktiv und die maximal mögliche Leistung (über das gesamte Drehzahlband und alle Lastzustände) wird erreicht - bei 95 Oktan greift die Klopfregelung ein, nimmt den Zündwinkel raus und passt so den Motor an den "minderwertigeren" Sprit an. Wann, wie oft und unter welchen Bedingungen die Klopfregelung dann eingreift, hängt von der jeweiligen Situation ab. Es kann auch sein, dass das in manchen oder vielen Fällen nicht passiert, aber mit 98 Oktan tritt es eben NIE auf. Eingreifende Klopfregelung merkt man z.B. als zäheres Ansprechen, schlechteren Durchzug aber auch weniger Drehwille obenrumm.