Wieso Mehrkosten bei Boxermotoren?
Moin moin,
ich bin momentan in der 12. Klasse eines Gymnasiums und schreibe eine Facharbeit über Boxer- und Reihenmotoren, wo der Unterschied liegt und wer welche Vor- und Nachteile hat. Habe mir schon viel Material angesammelt, aber ich finde einfach keine Quelle, Skizze oder Informationen, wieso die Boxermotoren teurer sind. Überall lese ich als Nachteil: höherer Werkseinsatz, höhere Baukosten und sogar auch höheres Gewicht. Was genau brauch man beim Boxermotor, was man beim Reihenmotor nicht braucht?
Paddy
Beste Antwort im Thema
- Zwei getrennte Zylinderbänke
- die doppelte Anzahl an Nockenwellen
- zwei getrennte Ventiltriebe
- zwei schmierölführungen
- zwei Ansaugkrümmer
- zwei Abgassammler
.......
Wieso man das aber in der 12.Klasse Gymnasium nicht selber herausfindet, sagt mir viel über den Zustand unseres Bildungssystemes und dessen Endprodukte ........ 🙄
Gruß SRAM
57 Antworten
Ketten hat BMW lange nicht gehabt, der Zorn der Kunden scheint nach über 35 jähriger regelmässiger Abzocke Wirkung gezeigt zu haben..
Aha. Du gibst also zu, dass Deine Ausage von vorhin:
Zitat:
...wichtig sind die Folgekosten für Wartung und Reparatur, da verliert der OHC Motor schon nach 60000-90000km oder 4- 5 Jahren.
so pauschal falsch ist?
P.S.: wenn Du Abzocke erleben willst, kauf Dir einen alten Ferrari, da muss zum Zahnriemenwechsel der Motor raus.
Zitat:
Original geschrieben von SRAM
Leider gilt das für die zu beschleunigende Masse der Stoßstange nebst Kipphebel nicht ..... 😉Zitat:
Ob dem Ventil der Nocken der Welle oder ein gestösselter Kipphebel auf den Stößel gekloppt wird, ist ihm völlig egal..
Gruß SRAM
was aber nichts daran ändert, dass du mit deiner verallgemeinerung mist erzählt hast😛
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Es geht doch nur die Masse der von der Ventilfeder (zurück)bewegten Massen in die Rechnung ein. Nicht die Masse der Nockenwelle....
Stoßstangenmotor:
- Die Stangeln müssen heftig hüpfen!
- etliche "Reibflächen" kommen dazu. -->muss man öfter kontrollieren (das Ventilspiel)
- Allerdings: Bei einem modernen Diesel, der selten über 4500U/min dreht, da wäre ein gestangelter durchaus möglich. (Ist halt total out)
Zitat:
Es geht hier nicht um das Gewicht das Motors, sondern viel mehr um die Massenträgheit bei hohen Drehzahlen.
......wenigstens einer, der es verstanden hat. Danke !
__________
An den "soziale Kompetenz" Laberer: ich habe mit 15 Jahren meinen ersten Motor getuned. Sonst noch Fragen ?
Gruß SRAM
Zitat:
Original geschrieben von SRAM
__________An den "soziale Kompetenz" Laberer: ich habe mit 15 Jahren meinen ersten Motor getuned. Sonst noch Fragen ?
Gruß SRAM
Ach so.
Ich wusste nicht, dass Motor-Tuning unter soziale Kompetenzen fällt.
Muss ja 'ne dolle Schule gewesen sein, auf der Du warst!
Zitat:
Original geschrieben von maha
Stoßstangenmotor:
- Die Stangeln müssen heftig hüpfen!
- etliche "Reibflächen" kommen dazu. -->muss man öfter kontrollieren (das Ventilspiel)
- Allerdings: Bei einem modernen Diesel, der selten über 4500U/min dreht, da wäre ein gestangelter durchaus möglich. (Ist halt total out)
Die Corvette hat einen Motor mit untenliegender Nockenwelle und Stößelstangen und man kann ja nicht behaupten das das ein komplett veralteter Traktormotor ist.
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Die Corvette hat einen Motor mit untenliegender Nockenwelle und Stößelstangen und man kann ja nicht behaupten das das ein komplett veralteter Traktormotor ist.
wieso nicht?
AFAIK wurden die Entwicklungsabteilungen in Detroit irgendwann in den '70ern abgeschafft - danach wurde nur noch produziert.
mfg, Tom
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Die Corvette hat einen Motor mit untenliegender Nockenwelle und Stößelstangen und man kann ja nicht behaupten das das ein komplett veralteter Traktormotor ist.
Richtig - da hat man sich nochmal ins Zeug gelegt zB bei der Z06:
"Ungeachtet des konventionellen Motorenkonzepts offenbart die Z06-Spezifikation unter der Bezeichnung L57 aber einige herausragende Besonderheiten, die den eisernen Willen der Ingenieure bekunden, dem klassischen ohv-Triebwerks (over head valves) nicht nur alles Mögliche, sondern auch Unmögliches abzuverlangen. Hohe Drehzahlen beispielsweise. Ventile und Pleuel sind aus extrem leichten und hochfesten Titanlegierungen gefertigt und deshalb in der Lage, Drehzahlen von bis zu 7.000/min mitzugehen."
Quelle: SportAuto
http://www.sportauto-online.de/.../...-und-hockenheimring-1041291.html
Trotzdem glaube ich dass ein nun direkt eingespritzter, DOHC, VVT, VTG, Turbo 6Zyl Boxer aus dem 911er Turbo doch etwas mehr kostet als der Chevy V8
mfg
Was ist daran so schlimm?
Statt mit Riemen zu arbeiten, die bei Versagen zu Motorschäden führen sind unten- oder seitengesteuerte Motore wesentlich einfacher und vor allem kostengünstiger zu händeln..
Egal, aus welcher Zeit sie stammen, Königwellenmotore wären die einzig sinnvollen Alternativen zu den Riemengesteuerten, die leider in der Herstellung sehr teuer sind..
Wenn man überlegt, was man für einen Aufriss machen muss, um aus einem kopfgesteuerten Motor nur ein paar PS mehr rauszuholen, ohne das der Motor an Lebensdauer einbüsst, lässt manchen Käfertuner seine Arbeit beenden, bevor der andere auch nur einen Zylinder entsprechend bearbeitet hat.
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Egal, aus welcher Zeit sie stammen, Königwellenmotore wären die einzig sinnvollen Alternativen zu den Riemengesteuerten, die leider in der Herstellung sehr teuer sind..
Die wartungsfreie Steuerkette passt Dir irgendwie nicht ins Konzept, was?
Zitat:
Wenn man überlegt, was man für einen Aufriss machen muss, um aus einem kopfgesteuerten Motor nur ein paar PS mehr rauszuholen, ohne das der Motor an Lebensdauer einbüsst, lässt manchen Käfertuner seine Arbeit beenden, bevor der andere auch nur einen Zylinder entsprechend bearbeitet hat.
Was möglicherweise daran liegt, dass heutige "kopfgesteuerte" Motoren von Haus aus mehr Leistung haben, als der Tuner je aus einem Käfermotor rausholen könnte...
Mein 320i hat bei 2l Hubraum 150PS - und die Dinger laufen problemlos 300tkm oder mehr (ich kenne einen mit 500tkm).
Selbst die extrem gezüchteten (und oft verheizten) Honda V-Tec Drehorgeln mit bis zu 120PS/Liter Hubraum werden häufig mit über 200tkm angeboten.
Wartungsfrei sind lediglich die Stirnräder, Ketten rasseln nach einigen 10000km, der Spannerwechsel war lediglich vom Materialpreis her günstig..
Die Halbkugelbrennräume beim BMW machten schon immer Dampf, wenn man aber mehr als nur läppische 75PS/L haben will, muss man auch bei einem BMW Motor rechlich Hirnschmalz zum Kochen bringen.
Dank der teuren Turbotechnik, die die 2 L BMWs schon auf über 170 PS trieb ist auch heute einiges mehr möglich.
Wer allerdings seinen Turbo heiss fährt, muss ihn auch kalt fahren, wer das nicht tut, darf nicht über Los, keine 2000Mark kassieren, sich stattdessen in die Werkstatt schleppen lassen und mind. 2000 Euro für Arbeit und Material bezahlen..
Das heutige Motore alles andere als langlebig sind, konnte ich am Sa. mal wieder gut sehen, statt erst zu rauchen, um dann langsam zu verrecken, rauchte mein Vordermann mit blockierten Vorderrädern auf dem Standstreifen aus, um dort das Wasser und Öl, aus dem geplatzen Motor, ablaufen zu lassen...
Statt den armen Wicht dort versauern zu lassen, konnte ich mittels turboloser Dieseltechnik zuverläsig und zügig zu sich nach hause abschleppen..
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Wartungsfrei sind lediglich die Stirnräder, Ketten rasseln nach einigen 10000km, der Spannerwechsel war lediglich vom Materialpreis her günstig..
Blödsinn! Meine Kette hat 250tkm runter und da rasselt
gar nichts!Zitat:
Die Halbkugelbrennräume beim BMW machten schon immer Dampf, wenn man aber mehr als nur läppische 75PS/L haben will, muss man auch bei einem BMW Motor rechlich Hirnschmalz zum Kochen bringen.
Das hat nie einer bestritten. Jetzt bring erst mal den von Dir erwähnten Käfermotor auf 75PS/Liter (macht beim 1302 97,5PS) und fahr damit 300tkm - dann reden wir weiter.
Zitat:
Dank der teuren Turbotechnik, die die 2 L BMWs schon auf über 170 PS trieb ist auch heute einiges mehr möglich.
Lenk nicht ab - von aufgeladenen Motoren war nie die Rede!
Naja das liegt ja auch wohl am Kettenspanner. Stirnräder sind leider auch nicht Wartungsfrei, auch hier gibt es Abrieb.
Da müssen wir wohl wieder zum Zweitakter wechseln...... Oder vielleicht zum Stirling, ne am besten zum Elektromotor.