Wie wird denn nun der Wertverlust sein-Erfahrungen?

Mercedes E-Klasse W212

Hallo zusammen,

bin neu hier im Forum. Habe zwar die Artikel vom Frühjahr zum "....geringsten Wertverlust in der Oberklasse" gelesen, aber so richtig dran glauben kann (will ;-)) ich da nicht.

Ich plane mir evtl. Ende 2010 eine E Klasse als Vorführ/Jahreswagen zu kaufen, im Plan sind so ca. 35 T.

Hat vielleicht schon einer Erfahrungen mit Gebrauchtpreisen?

Danke schon mal....cruiser

Beste Antwort im Thema

@Norman

Kein Verkäufer kann und wird einen Rabatt gewähren, wodurch sich das Geschäft für ihn nicht lohnt. Dann wird er wohl doch lieber auf das Geschäft verzichten.

Auch wird sich kein Autohaus im Nachhinein an dem Kunden "rächen". Schließlich will er zu gegebener Zeit wieder ein Auto verkaufen bzw. von zufriedenen Kunden weiter empfohlen werden.

Es gilt die alte Verkäuferweisheit:

1 zufriedener Kunde schafft potenziell 10 neue Kontakte, 1 unzufriedener Kunde verhindert potenziell 100 neue Kontakte. Das liegt an dem Wesen des Menschen (oder sollte ich besser sagen: Deutschen), sich eher über negative Sachen als über positive Sachen zu äußern.

42 weitere Antworten
42 Antworten

Hallo Holger,

das ist mir jetzt aber doch alles etwas sehr abstrakt. Du schreibst an anderer Stelle: "Man bekommt doch schon locker 20% und mehr auf einen Neuwagen, wenn man geschickt verhandelt." Nicht zuletzt eine solche Behauptung hat mich zu meinem Kommentar veranlasst.

Unter Aufwendung der gebotenen Höflichkeit, aber mit Nachdruck, sicher ausreichender Eloquenz, Verweis auf die vorhandenen Mitbewerber, die angespannte Wirtschafts- und Marktlage und die Tatsache, dass ich meinen vier Jahre alten 211er auch noch weiter fahren kann, ist es mir nicht gelungen, dem Verkäufer einen zweistelligen Rabatt für einen nach meinen Wünschen zu bauenden W212 E350 CGI zu entlocken. Zu allem Überfluss stand auch keine Inzahlungnahme an und es musste keine Finanzierung gestemmt werden.

Auch andere Händler vor Ort machten kein deutlich günstigeres Angebot. Bekannten von mir mit ähnlichem Ansinnen, ist es nicht anders gegangen. Also solltest Du doch bitte einmal konkret erklären, was Du unter "geschickt Verhandeln" verstehst. Ich bin ja durchaus lernfähig.

Gruß, Norman

Niemand braucht geschickt zu verhandeln. Der schlaue Mann wartet ab, bis die ersten Vorführwagen und Leasingrückläufer kommen. Beim Neukauf ist beim 212er z.Zt. nicht viel drin, dafür läuft er zu gut. Aber er wird, wie in der Klasse üblich, einen gigantischen Wertverlust haben. Die Erfahrungen mit meinem 211er reichen mir noch 🙄 .

Hallo Norman,

wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, hat der Händler verschiedene Sonderaktionen, auf die er zurückgreifen kann. Diese Aktionen belasten seine Marge nicht oder nur zum Teil und verursachen daher auch nicht die von Dir befürchtete Verstimmung, für die er sich später "rächen" müsste.

In meinem Fall war es der Freiberuflernachlass, die Fremderoberungsprämie für die Tatsache, dass ich vorher VW Passat gefahren bin und eine weitere Prämie, dass ich mich doch nicht für Audi entschieden habe. Dazu kam der normale Spielraum, den der Händler von seiner Marge sowieso abzugeben bereit war und so war der Gesamtrabatt zusammen.

Letztlich habe ich den Händler dazu bewogen, all diese Vorteile herauszurücken, weil ich ihm wohl genügend glaubhaft gemacht habe, dass ich mich sonst für Audi entschieden hätte. In der Schlußphase der Verhandlungen habe ich dann selber ein Angebot gemacht, die Leasingrate um etwa 3 % des bis dahin ausgehandelten Preises zu senken und gleichzeitig gesagt, dass ich noch am gleichen Tag den Kaufvertrag unterschreiben würde. Dabei habe ich darauf hingewiesen, dass ich am nächsten Tag eine Probefahrt bei Audi vereinbart hätte. Es hat höchstens 20 Minuten gedauert bis der Verkäufer nach Rücksprache mit dem Verkaufsleiter bei mir zurückgerufen hat und meinem Vorschlag gefolgt ist. Er hätte das nicht machen müssen, wenn er damit kein Geld verdient hätte.

Ansonsten gibt es immer die Möglichkeit einen Vorführwagen zu kaufen. Da gibt es Händler, die eine Wagen für einen Kunden nach dessen Wünschen bestellen und den Wagen dann nur diesem Kunden als Vorführwagen zur Verfügung stellen. Nach einer gewissen Zeit wird der Wagen dann als Vorführwagen mit enormem Nachlass verkauft.

Außerdem wiederhole ich meinen Hinweis, dass kurz vor Quartals- oder Jahresende die Verhandlungsbereitschaft der Händler besonders hoch ist, weil die Quartalsabschlüsse für die Einkaufskonditionen und damit für die endgültigen Margen von ganz entscheidender Bedeutung sind. Da kann es sehr interessant sein, von dem einen oder anderen Modell noch das eine oder andere Auto mehr zu verkaufen.

Im Ergebnis muss man also auf einen Verkäufer treffen, der bereit ist alle Register zu ziehen.

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich bei dem geringen Zinsanteil, der bei Finanzierungen bzw. Leasing momentan hinterlegt ist, auf jeden auch für potenzielle Barzahler über die Finanzierung oder das Leasing nachzudenken. Außerdem entfällt dabei auch das Weiterverwertungsrisiko, wenn man eine 3-Wege-Finanzierung oder ein Kilometer-Leasing vereinbart. Eine Barzahlung lohnt sich meines Erachtens nur, wenn man relativ wenig fährt und das Auto recht lange in seinem Eigentum hält.

Grüße, Holger

Ich glaube nicht, das sich in großen Autohäusern viel "gerächt"
wird. Wer weiß denn in der Werkstatt, wieviel ich dafür bezahlt habe?
Und wenn , dann müsste die Rache an Leasingnehmern am grausamsten sein, denn diese bringen den Firmen die meisten Verluste
(wegen überhöhter Restwerte)
Zudem habe ich früher auch schon Autos zu fast Listenpreis gekauft und wurde deshalb auch nicht auf Händen getragen...😁

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von Holgernilsson



In meinem Fall war es der Freiberuflernachlass, die Fremderoberungsprämie für die Tatsache, dass ich vorher VW Passat gefahren bin und eine weitere Prämie, dass ich mich doch nicht für Audi entschieden habe. Dazu kam der normale Spielraum, den der Händler von seiner Marge sowieso abzugeben bereit war und so war der Gesamtrabatt zusammen.

Hallo Holger,

so dargestellt wird schon etwas klarer, wie es in Einzelfällen zu einem so ungewöhnlich hohen Rabatt kommen kann. Allerdings müssen hierzu, wie von Dir geschildert, eine Menge spezielle Voraussetzungen glücklich zusammentreffen, um zu so einem Ergebnis zu gelangen. Ein Voraussetzungspaket also, das vermutlich nur wenige potentielle Normalkunden zu schnüren in der Lage sind.

Mit "man bekommt doch schon locker 20% ..." hast Du für mich jedoch suggeriert, dass jeder Kunde das erzielen kann, sofern er über ein wenig Verhandlungsgeschick verfügt. Dadurch konnten Leser dieser Botschaft, ebenso wie ich, leicht zu dem ernüchternden Schluss kommen, dass sie offenbar nicht fähig sind einen Neuwagen zu kaufen, ohne sich hoffnungslos über den Tisch ziehen zu lassen – und nur darum ging es mir. 😉

Beste Grüße,
Norman

Wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, entschuldige ich mich dafür, weil es wirklich nicht in meiner Absicht lag.

Auf jeden Fall gibt es die Möglichkeit über die Lösung mit der geschilderten Vorführwagenaktion an diese von mir geschilderten Rabatte der Höhe nach zu gelangen.

Ein weiterer Tipp ist auch, mit dem Händler über die Zugabe von Winterrädern zu verhandeln. Hier hat der Händler großen Spielraum, wenn er Winterräder von Vorführwagen nimmt, die erst wenig gelaufen sind. Den Händler kosten die Räder im Einkauf deutlich weniger als sie uns als Kunden kosten würden und er kann mit ihnen nach der Saison nichts mehr anfangen. Er verkauft gebrauchte Räder wegen der Garantie auch sehr ungerne also ist er gar nicht unglücklich, wenn er auf diesem Wege die Räder los ist und damit dem Kunden auch noch was Gutes tut. Da kommt auch schnell ein zusätzlicher rechnerischer Rabatt von 2-3 % bezogen auf den Preis des Autos zusammen, wenn man bedenkt, dass ein Winterreifensatz auf LM-Felgen im Orginalersatzteilhandel 1.000 bis 1.500 EUR kostet.

Gruß, Holger

Zitat:

Original geschrieben von momper


Ich glaube nicht, das sich in großen Autohäusern viel "gerächt" wird. Wer weiß denn in der Werkstatt, wieviel ich dafür bezahlt habe?

Die Entscheidung über z.B. die Höhe von Kulanzübernahmen von Reparaturkosten außerhalb der Garantie fällt ja auch nicht in der Werkstatt. 😉

Zitat:

Original geschrieben von norman44



Zitat:

Original geschrieben von momper


Ich glaube nicht, das sich in großen Autohäusern viel "gerächt" wird. Wer weiß denn in der Werkstatt, wieviel ich dafür bezahlt habe?
Die Entscheidung über z.B. die Höhe von Kulanzübernahmen von Reparaturkosten außerhalb der Garantie fällt ja auch nicht in der Werkstatt. 😉

Hallo Norman,

um ein Missverständnis zu vermeiden. Meintest Du das ironisch?

Schließlich hat die Werkstatt wirklich keine Entscheidungsmacht bei Kulanzanträgen. Diese werden von der Werkstatt dem Hersteller vorgetragen und der entscheidet. Für diese Entscheidung dürfte es wohl egal sein, wieviel man für den Wagen ursprünglich bezahlt hat.

Holger

Zitat:

Original geschrieben von Holgernilsson



um ein Missverständnis zu vermeiden. Meintest Du das ironisch?

Sicher, darum das 😉. Es gibt kaum Verbindung zwischen Werkstatt und Hersteller. Zwischen Vertriebsleitung und Hersteller schon. Zumindest in Werksniederlassungen sind diese Bereiche streng getrennt.

Gruß, Norman

Das kann ich so nicht bestätigen.

Ich habe eher das Gefühl, das es (gilt nicht für alle Anfragen) schon sehr wohl vom Wohlwollen und der Art und Weise des Vortragens seitens des Hänlders ankommt.
Wie sonst ist es zu erklären, das Anträge von fast gleichen Dingen, bei einem Kunden anders entschieden werden, als bei einem anderen?

Es gibt sicherlich Dinge, die nicht einmal persönlich von jemandem bearbeitet werden, sondern wo der Computer die entscheidung trifft, und direkt ablehnt.

wie schon gesagt, dann müssten ja die Leasingkunden der letzten Jahre in die Röhre geschaut haben, da die Verluste für die Hersteller brachten...

Und es gibt ja auch nicht nur Kulanzfälle,die der Hersteller entscheidet.

Es gibt auch diese Grauzone: zb. hatte sich mal ein Steinchen zwischen
eine Felge und Bremsscheibe bei meinem CLK geklemmt.
Die BS hatte dadurch Schleifspuren. Die Werkstatt tauschte alle 4 Scheiben und alle Beläge (in der Garantiezeit) kostenlos aus.
Aber ich glaube nicht, das die vorher den Verkäufer gefragt haben, wieviel Rabatt ich hatte?

Hallo "Bürgermeister a.D." - vielleicht wollte die Werkstatt sich in diesem Falle auf "Garantiekosten" sanieren........

Zitat:

Original geschrieben von momper


wie schon gesagt, dann müssten ja die Leasingkunden der letzten Jahre in die Röhre geschaut haben, da die Verluste für die Hersteller brachten...

Und es gibt ja auch nicht nur Kulanzfälle,die der Hersteller entscheidet.

Es gibt auch diese Grauzone: zb. hatte sich mal ein Steinchen zwischen
eine Felge und Bremsscheibe bei meinem CLK geklemmt.
Die BS hatte dadurch Schleifspuren. Die Werkstatt tauschte alle 4 Scheiben und alle Beläge (in der Garantiezeit) kostenlos aus.
Aber ich glaube nicht, das die vorher den Verkäufer gefragt haben, wieviel Rabatt ich hatte?

Das ist meine Rede.

Wenn es überhaupt Unterschiede gibt, wird meines Erachtens der Kunde, der gegenüber dem Händler als kritischer aber natürlich stets fairer und freundlicher Kunde auftritt eher in jedem Sinne für ihn bessere Ergebnisse erzielen als derjenige, der sehr zurückhaltend reagiert.

Außerdem zu beachten: Reparaturen im Garantie- oder Kulanzfall zahlen sich auch für die Werkstatt aus. Die Werkstatt bekommt sie vom Hersteller vergütet.

Warum sollte die Werkstatt sich ein Geschäft kaputt machen? Das gilt insbesondere in den Fällen, in denen der Kunde keinen Auftrag auf eigene Kosten erteilen würde, wenn der Garantie- oder Kulanzantrag abgelehnt wird.

Sie wird in ihrem eigenen Interesse alles tun, um den Auftrag zu bekommen und nicht mit dem Kunden weiter diskutieren zu müssen.

Deine Antwort
Ähnliche Themen