Wie viel Leistung braucht ein LKW?
Hallo,
ich hätte gerne mal gewußt wie viel PS ein LKW pro Tonne Gesamtgewicht haben sollte um noch verkehrgerecht bewegt werden zu könnnen?
Würdet Ihr zum Beispiel einen 14 Tonnen schweren Kran mit einem Atego 817 ziehen? Mir ist durchaus klar, dass es nicht erlaubt ist, aber wie schätzt Ihr das ein?
Beste Antwort im Thema
Nicht unbedingt, bei maximaler Leistung fällt die Drehmomentkurve schon wieder ab, das heist die Drehzahl fällt da das Drehmoment nicht ausreicht um mit dem Gewicht die Steigung zu überwinden, fällt die Drehzahl ab, steigt aber das Drehmoment, der Motor beist sich im Berg fest, natürlich kann man einen Gang runter schalten, das ändert die Achsübersetztung und das Drehmoment was an den Rädern ankommt, dann kann man auch mit maximaler Leistung den Berg hoch fahren, das ist aber nicht immer sinnvoll und auch nicht wirtschaftlich. Es hängt von der ganzen Motorcharakteristik und dem Antriebsstrang ab mit welcher Drehzahl man einen Berg hoch kommt.
Man fährt mit maximaler Leistung in den Berg rein, das stimmt. Nur wie man den Berg hoch kommt ist etwas anders.
68 Antworten
Das mehr Hubraum = mehr Leistung ist würde ich so nicht sagen.
Man könnte auch aus 7Liter Hubraum 450PS holen nur wird das ordentlich auf die Lebensdauer schlagen, darum macht man es nicht.
Wenn man die Formel1 beachtet. Aus ca. 3l Hubraum holen die 800-900Ps raus, dafür halten die nur ca. 2mal Zirkus fahren. Die alten MB SK Modelle hatten 14,8l Hubraum und nur 290PS dafür waren es sauger und untödlich.
Hubraum hat mit Leistung und Lebensdauer zu tun. Sonst könnte man den Turbodruck ein wenig erhöhen und schon hätte man mehr Leistung, klar mehr Kraftstoff aber die Lebensdauer würde leiden. Der Hersteller baut ja auch ordentlich Sicherheit ein.
Mehr Hubraum ergibt meist mehr Leistung (Drehmoment ist leistungsabhängig und steigt daher mit) erhöht aber vorallem die Lebensdauer des Motors. Er wird nicht dermassen an seine Grenzen gebracht.
Zum Thema Hubraum: Ich habe mal einen SK 2632 mit einer Hubarbeitsbühne hintendrauf gefahren, also das Ding zog trotz 16l Hubraum und 10 Zylindern bei 26 Tonnen keine Wurst mehr vom Teller.
Der OM 403 war einer der letzten großen Mercedesmotoren ohne Turbo. 320PS bei 2500U/min und 1030Nm bei 1600U/min.
Heutzutage geht man von mindestens 10PS/t und 50PS/t aus; die leichteren Fahrzeuge haben eher noch mehr. Wobei ich die Nm/t wichtiger finde. Wenn man da den 2632 nimmt: ~12PS/t und ~40Nm/t. Eine Leistungs/Drehmomentkurve habe ich nicht, aber bei 1600U/min liefert der Motor erst ~235PS. Wenn du einen heutigen Motor nimmst; z.b. den OM926 LA (326PS, 1300Nm, 7,2L) liefert seine 326PS bei 2200U/min und hat bei 1600U/min schon rund 290PS anliegen.
Die Leistung die der Motor irgendwo kurz vor der Maximaldrehzahl bringt ist nicht so interessant, sondern mehr die Leistung im Hauptfahrbereich. Und der liegt bei den heutigen Motoren ab ~10l bei etwa 1100-1600U/min.
Edit: Am schnellsten kommt man natürlich vorwärts bzw. den Berg hoch, wenn man immer die größtmögliche Leistung (PS) nutzt. Aber
a) ist das unwirtschaftlich
b) muß man den Motor im Bereich der maximalen Leistung halten
Es ist doch völig normal, das man den LKW in einem Starken Berg bei der Leistungsnenndrehzahl fährt. Auf gerader strecke fährt man bei 1400 U/PM Dann fährt man im Berg halt mit 1900U/PM
Ähnliche Themen
Nicht unbedingt, bei maximaler Leistung fällt die Drehmomentkurve schon wieder ab, das heist die Drehzahl fällt da das Drehmoment nicht ausreicht um mit dem Gewicht die Steigung zu überwinden, fällt die Drehzahl ab, steigt aber das Drehmoment, der Motor beist sich im Berg fest, natürlich kann man einen Gang runter schalten, das ändert die Achsübersetztung und das Drehmoment was an den Rädern ankommt, dann kann man auch mit maximaler Leistung den Berg hoch fahren, das ist aber nicht immer sinnvoll und auch nicht wirtschaftlich. Es hängt von der ganzen Motorcharakteristik und dem Antriebsstrang ab mit welcher Drehzahl man einen Berg hoch kommt.
Man fährt mit maximaler Leistung in den Berg rein, das stimmt. Nur wie man den Berg hoch kommt ist etwas anders.
Zitat:
Original geschrieben von Zoker
Nicht unbedingt, bei maximaler Leistung fällt die Drehmomentkurve schon wieder ab, das heist die Drehzahl fällt da das Drehmoment nicht ausreicht um mit dem Gewicht die Steigung zu überwinden, fällt die Drehzahl ab, steigt aber das Drehmoment, der Motor beist sich im Berg fest,
Jepp, das nennt sich auch Drehmomentanstieg. In dem besagten Bereich steigt das Motordrehmoment mit sinkender Drehzahl immer weiter an und verhindert somit zumindest teilweise eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit. Diese Form der Leistungsentfaltung wird ganz besonders gern bei Schleppern und Dozern eingesetzt.
Gruss
Jürgen
Aber auch beim Grossgerät führ erwachsene
Zitat:
Für den Leopard 2 ist ein noch stärkeres Triebwerk entwickelt worden. Der erste Prototyp einer verbesserten Version des EuroPowerPack (EPP) wurde in einem Kampfpanzer Leopard 2 erprobt. Der Motor MT883 der Firma MTU Friedrichshafen GmbH ist der Kern des EPP, dem Antrieb, der für schwere Kampffahrzeuge der 3. Generation entwickelt wurde. Die weiterentwickelte Version erzeugt bei 3 000 U/min 1 210 kW (1 650 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 5 000 Nm bei 2 000 U/min.
Wie man sieht ist leistung alleine wirklich nicht das wichtigste, aber das Drehmoment schon.
Ok 48 liter hubraum sind natürlich etwas zu viel des guten aber anhand von dem beispiel sieht man
das hier einfach Nm gefragt sind.
Das ding soll egal ob bergauf odr ab eben das tempo haltn und das geht numal nur mit Drehmoment.
Die Leistung pro tonne wäre besser am Drehmonet festgemacht als an den PS.
Es gibt ja immer so nette vergleiche.
Was nutzen mir 350 PS aus 16 Litern hubraum wenn ich damit dann keine last vom fleck kriege weil das drehmoment nicht
reicht, oder das getrieb zu mies abgestimmt ist.
MFG
Zitat:
Original geschrieben von Astra GSX-R
Wie man sieht ist leistung alleine wirklich nicht das wichtigste, aber das Drehmoment schon.
Ok 48 liter hubraum sind natürlich etwas zu viel des guten aber anhand von dem beispiel sieht man
das hier einfach Nm gefragt sind.
Das ding soll egal ob bergauf odr ab eben das tempo haltn und das geht numal nur mit Drehmoment.
Das ist viel zu pauschal. Wie wichtig die Angabe "Motordrehmoment" tatsächlich ist, sieht man ja an vielen PKWs. Obwohl ein Golf 4 TDI 330Nm hat, zieht er noch lange nicht so gut wie ein Porsche 911 der ebenfalls 330Nm erreicht. Weil eben der Golf, im Gegensatz zum 300PS starken Porsche nur 150PS hat. Hier verpuffen die Drehmomentberge des TDI im ellenlang übersetzten Getriebe während der Porsche dank Drehzahlreserve knackig kurz übersetzt sein kann.
Auf den LKW-Markt ist das eher weniger anwendbar weil die Motoren alle ungefähr die gleiche Nenndrehzahl haben, das ist mir schon klar. Allerdings gilt auch hier, dass das Motordrehmoment allein völlig nichtssagend ist so lange man die Getriebeübersetzung nicht kennt.
Weiterhin hängen Leistung und Drehmoment DIREKT miteinander zusammen. Zu sagen "das geht nur mit Drehmoment und nicht mit Leistung" ist daher Unsinn.
Zitat:
Original geschrieben von Astra GSX-R
Die Leistung pro tonne wäre besser am Drehmonet festgemacht als an den PS.
Das ist eben die Frage - und meiner Meinug nach ist diese Frage mit "nein" zu beantworten. Denn wie oben schon erwähnt, ist nicht das Motordrehmoment für die Zugkraft eines Fahrzeugs ausschlaggebend sondern das RADdrehmoment. Dieses ist direkt von der Wahl der Übersetzung abhängig. Ein Motor kann noch so viel Drehmoment aufbieten. Wenn er unsinnig übersetzt ist, kommst Du mit dem Dingen keinen Buckel hoch.
Sinnig wäre es, die maximale erreichbare Geschwindigkeit eines Zuges bei mehreren definierten Steigungen anzugeben. z. B. :
68 Km/h bei 5% Steigung
47 Km/h bei 8% Steigung usw...
Dazu müsste man nichtmal umfangreiche Tests durchführen weil das alles berechenbar ist.
Gruss
Jürgen
Zitat:
Original geschrieben von Astra GSX-R
Aber auch beim Grossgerät führ erwachsene
Zitat:
Es gibt ja immer so nette vergleiche.
Was nutzen mir 350 PS aus 16 Litern hubraum wenn ich damit dann keine last vom fleck kriege weil das drehmoment nicht
reicht, oder das getrieb zu mies abgestimmt ist.
Der Vergleich hinkt jetzt aber böse hinterher. Heute holt keiner mehr aus 16l 350PS da werden es dann schon min. 500PS und mehr. Mit 530PS hast Du ca. 2100NM also wirst Du mit dem 350er ca. 1500Nm haben. Je höher die Leistung umso höher das Drehmoment. Du wirst keinen Motor finden bei dem das Drehmoment im Keller ist wenn die Leistung erhöht wird. Die beiden Dinge gehören zusammen. Wann, wieviel ein Motor entfaltet ist unterschiedlich.
Unabhängig von Der Getriebeübersetzung ist doch alleine die Leistung dafür verantwortlich wie schnell ein Fahrzeug den Berg hochkommt. Da ist das Drehmoment unwichtig für. Und da heutige LKW sowieso relativ fein übersetzt sind (12 oder 16 gänge bei den großen LKW) hat man eigentlich bei nahezu jeder geschwindigkeit die Maximale Leistung. Die Diskusion um schlecht abgestimmte Getriebe ist also völliger Quatsch.
Vielleicht mag es nicht wirtschaftlich sein, mit hoher Drehzahl an der höchsten Leistung zu fahren, aber für eine gesetzliche vorschrift, welche dafür da ist zu sorgen, das ein LKW im Berg kein Hindernis werden darf, ist Nunmal Die Leistung ausschlaggebend. Und nicht Drehmoment, was viele hier immer soviel wollen. Ich will die jenigen mal mit 6000nm und 200PS sehen, wie sie mit ihren 40t eine 8% steigung nehmen. Da bringt das Drehmoment nichts, und obwohl sie das größte Drehmoment haben, werden sie die Langsamsten sein.
habt ihr schon einmalen vergleich gebracht??
2 gleiche autos nebenher mit 85km/h in
nen berg laufen zu lassen ich (ich spreche hier jetzt von 2 actros 1841 mit 16 gang getriebe auf 40t ausgeladen)
der eine schaltet vorm berg nen halben gang und schaltet im berg noch 1 ganzen gang runter, lässt den motor von 1600umdrehungen runter bis auf 1100-1200umdrehungen und schaltet dann den 1 gang
der andere schaltet vorm berg überhaupt nicht und schaltet im berg 1 ganzen gang und wenn die drehzahl abfällt noch mal einen halben
wer kommt schneller den berg hoch??
Der mit der höheren Drehzahl, also derjenige welcher zuerst geschaltet hat. Je nach steigung würde ich vorher auch einen ganzen gang zurückschalten
der der vor dem berg nen halben gang geschaltet hat da er
1. 1zugkraftunterbrechung weniger im berg hat
2. nur nen hauptgangrad schalten muss
3. das beim actros so die beste auslegung ist
der der im berg erst den ganzen gang geschalten hat fällt sofort ab den siehst du nicht mehr wenn der andere oben ist.
am berg gibts nur in einer hinsicht ne wirtschaftlichkeit weil sprit kannst du am berg keinen sparen das fahrzeug braucht ne gewisse menge sprit um den berg hinaufzukommen, das einzige was man sparen kann is zeit und time is money
Zitat:
Original geschrieben von DanielvanAalst
Unabhängig von Der Getriebeübersetzung ist doch alleine die Leistung dafür verantwortlich wie schnell ein Fahrzeug den Berg hochkommt. Da ist das Drehmoment unwichtig für. Und da heutige LKW sowieso relativ fein übersetzt sind (12 oder 16 gänge bei den großen LKW) hat man eigentlich bei nahezu jeder geschwindigkeit die Maximale Leistung. Die Diskusion um schlecht abgestimmte Getriebe ist also völliger Quatsch.
Das Drehmoment ist eben nicht unwichtig. Oder warum glaubst du das ein Ferrari mit 600 PS keine 40 Tonnen einen Berg hoch ziehen kann? Die Leistung interesiert nicht. Das resultat aus Drehmoment x Drehzahl ist dann die Leistung. Nur fällt das Drehmoment ab um so höher die Drehzahl wird ab.