Wie verhält man sich bei wahrscheinlich glatter Fahrbahn?

Hallo!

Ich habe nun seit ein paar Tagen meinen Autoführerschein und bin bisher etwa 150 Kilometer gefahren. Viel Erfahrung hab ich also gar nicht. 😁
Allerdings habe ich ab morgen die ganze Woche bis Freitag Berufsschule (etwa 35 Kilometer entfernt) und möchte - nicht wie bisher mit der Bahn, das ist irrsinnig ... - mit dem Auto fahren.

An sich kein größeres Problem, nur sagt der Wetterbericht starke Schneefälle und Schnee-/Eisregen für unsere Region, es wird also richtig glatt werden denk ich. Zudem ist die Strecke die ich fahren muss bekannt dafür, dass es sehr schnell sehr rutschig wird!

Jetzt wollte ich euch mal fragen, wie ich mich da am besten verhalten sollte. Ich möchte nicht die Verkehrsbehinderung #1 spielen, sondern einfach nur sicher ankommen ^^

Bin euch sehr dankbar für Tipps. 🙂

Beste Antwort im Thema

Heya,

in meinen Augen noch extrem wichtig, eigentlich für jede Autofahrt: genug Zeit einplanen!
Wenn die Fahrt sonst schon eine halbe Stunde dauert, lieber noch eine halbe Stunde früher losfahren. Es reicht, wenn die ganzen Berufspendler unter Streß auf der Straße stehen.

Und denk dran: Lieber mehrmals unnötig eine Verkehrsbehinderung als einmal einen Unfall bauen.

Elderian

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Zitat:

Original geschrieben von Cayman08


Ich noch nen paar Tipps:
1. Immer nen Eiskratzer und vielleicht sogar nen Schneeschieber dabei haben (kein Witz, hab ich immer im Winter)
2. Wenn du an einem Berg, wenn es geradeaus geht kaum noch vorwärts kommst, weil das ESP dich immer mehr bremst, -> ESP abschalten (die meisten Autos haben dafür heute nen Schalter)
Vergiss es aber bloß nicht wieder anzuschalten, denn es hilft schon.
(z. B. hast du meist ohne ESP auch kein ABS, und dies ist bei erwähnten Bremstests wichtig, damit du merkst, wann das Pedal zurück kommt.)

Große Vorsicht, bei Blitzeisgefahr! Bei uns gabs diese Woche an der nächsten Ampel 3 Unfälle in nen paar Stunden.

hallo,

du hast echt platz fuer nen schneeschieber im porsche?😁😁😁

Nachfolgeverkehr beachten, Bremsprobe. Keine ruckartigen Bewegungen. Alles etwas sanfter angehen lassen. ABS-ESP lieber in der Betriebsanleitung nachlesen. Die Schaltzustände sind bei fast allen Fahrzeugen unterschiedlich. Einige Fahrzeuge verfügen über eine Anfahrhilfe bei Glätte(Automatik).
Bei älteren Fahrzeugen ohne elektronische Helfer kann es erforderlich sein zum Anfahren den 2. Gang zu benutzen. Vorsicht, Fahrzeug kann schnell ausbrechen beim bremsen. Genau so beim beschleunigen, gerade der Heckantrieb kann dann tückisch sein.
Allrad, Winterreifen, ABS, ESP, ASR, technisch i.O. ist die eine Hälfte. Die andere Aufmeksamkeit und Erfahrung. Meine Mittel für die glatten Straßen.😉

Zitat:

Original geschrieben von patti106



Zitat:

Original geschrieben von Nette Hexe


versteck die hinweise bitte besser .. könnt ja sonst jemand sowas unnützes finden *den armen dann bemitleid* 😁
sapere aude!😉

ich kann mutigerweise vorhandenes benutzen .... dir nutz da kein mut 😁

Sei bei Steigungen oder Gefällen vorsichtig.

Ich hatte mal das Vergnügen dass eine Landstraße in einem kräftigen Gefälle endete und unten eine Verengung und geschlossene Ortschaft gekommen ist. Die Landstraße war komplett gestreut. Aber die Ortschaft nicht und der Streuwagen ist wohl VOR dem Gefälle umgedreht.
Ich hatte knapp über 70 drauf als ich unten angekommen bin, obwohl ich mit nur 30 oben angefangen bin und nur gebremst hatte.
Bei sowas bin ich jetzt extrem vorsichtig.

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In höheren Gang schalten soll helfen da bremst dann der Motor mit ... nur Bremsen ? ... solltmer nicht machen

Zitat:

Original geschrieben von Nette Hexe


In höheren Gang schalten soll helfen da bremst dann der Motor mit ... nur Bremsen ? ... solltmer nicht machen

Da muss man berichtigen, nicht dass später den Mitlesenden die heissgelaufenen Bremsen an Serpentinen versagen. Bei niedrigen Gängen bremst der Motor mit, wenn man die Kupplung nicht gedrückt hält. Bei Automatikfahrzeugen wählt man je nach Gefälle Einstellungen, welche es nicht erlauben in höhere Gänge zu schalten.

Logo .. Berg runter -> niedriger Gang ... Berg rauf wenn glatt oder Ebene -> höherer Gang und natürlich nicht kuppeln😉

Zitat:

Original geschrieben von razor23



Zitat:

Original geschrieben von Cayman08


(z. B. hast du meist ohne ESP auch kein ABS, und dies ist bei erwähnten Bremstests wichtig, damit du merkst, wann das Pedal zurück kommt.)
Auf das ABS sollte der ESP-Schalter definitiv keine Auswirkungen haben.

Um mal ein wenig Klarheit zu schaffen:

ESP (Elektronisches Stabilitäts Programm) greift in die Steuerung/Bremsung der Räder ein
ABS (Anti Blockier System) verhindert durch impulsartiges Lösen ein dauerhaftes Blockieren der Räder

BEIDE Systeme können NICHT abgeschaltet werden!!!!! Der vielfach beschriebene Schalter bewirkt nur eine Abschaltung einer TEILFUNKTION des ESP, nämlich die deaktivierung des ASR (Anti Schlupf Regulierung). ASR verhindert ein durchdrehen des Antriebsrads beim Beschleunigen, indem es die Antriebsleistung entkoppelt. Das kann soweit gehen, dass du bergauf mit ASR bei Glätte Vollgas gibst, und deine Räder stehen still. Für diesen Fall und wirklich NUR FÜR DIESEN FALL kann das ASR deaktiviert werden (bei über 50km/h ist es sowieso inaktiv)
ABS und der Rest vom ESP bleiben davon UNBEEINFLUSST!!!

Zitat:

Original geschrieben von fire-fighter


BEIDE Systeme können NICHT abgeschaltet werden!!!!! Der vielfach beschriebene Schalter bewirkt nur eine Abschaltung einer TEILFUNKTION des ESP, nämlich die deaktivierung des ASR (Anti Schlupf Regulierung). ASR verhindert ein durchdrehen des Antriebsrads beim Beschleunigen, indem es die Antriebsleistung entkoppelt. Das kann soweit gehen, dass du bergauf mit ASR bei Glätte Vollgas gibst, und deine Räder stehen still. Für diesen Fall und wirklich NUR FÜR DIESEN FALL kann das ASR deaktiviert werden (bei über 50km/h ist es sowieso inaktiv)
ABS und der Rest vom ESP bleiben davon UNBEEINFLUSST!!!

Dazu ein klares Jein.

Je nach Hersteller wird das ESP durchaus komplett abgeschaltet,das ABS allerdings bei keinem mehr.
Das ESP wird je nach Hersteller komplett stillgelegt,die Eingriffsgrenzen sehr hoch angesiedelt so das es erst eingreift wenn man kurz vor dem Dreher ist, oder es schaltet sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit wieder zu.Man kann aber nicht sagen das es immer funktionsfähig bleibt wenn man es ausgeschaltet hat.

Ansonsten bleibt nur zu schreiben das man zwar Tips geben kann aber diese leider die Erfahrung nicht ersetzen,diese muß man sich im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.Der Blick und das Gefühl für die jeweilige Situation muß sich erst entwickeln und dazu muß man leider erst mal in die Situation kommen.
Somit bleibt einem Fahranfänger nur die Möglichkeit die anderen Verkehrsteilnehmer mit seiner (über)vorsichtigen Fahrweise zu nerven bis er ein Gespür entwickelt hat.Dabei kann es helfen wenn man auf verschneiten leeren Parkplätzen sich vorsichtig an die Grenzen der Physik rantastet um zu spüren wie es sich anfühlt wenn die Räder anfangen zu rutschen.Ein Fahrsicherheitstraining macht aber erst Sinn wenn man zumindest die normalen Abläufe automatisiert hat.Bei 150km Fahrerfahrung klappt aber noch nicht mal das Schalten im Unterbewustsein.

Zu Patti und seiner Meinung das jeder der im Winter den Führerschein macht winterliche Bedingungen kennt.
Ich zb habe auch im Winter den Schein gemacht,erstmals winterliche Fahrbedingungen hatte ich bei der Prüfung.Was prompt zum durchfallen führte weil ich zu vorsichtig fuhr,wäre ich schneller gefahren wäre und das Auto hätte einen Rutscher gehabt wäre ich aber auch durchgerasselt
Aber kaum hatte ich mein eigenes Auto hatte ich das (miß)vergnügen mein ganzes theoretisches Wissen über das Fahren auf winterlichen Strassen in der Praxis erproben zu dürfen.Dabei hatte ich kaum mehr Kilometer Erfahrung mit einem PKW als der TE,einzige Hilfe waren die knapp 2 Jahre bei Wind und Wetter mit dem Moped.
Im ersten Winter bin ich dank Heckantrieb öfters Quergestanden weil der Blick für die Strassenverhältnisse fehlte,das kam erst mit den Jahren.Allerdings waren die ersten unfallfreien Winter eine gute Schule für reflexartiges Gegenlenken von dem ich heute noch zehren kann.
Was wieder zu einem Problem eines Sicherheitstrainings führt.Dort lernt man die richtigen Reaktionen,dummerweise weiss man aber dort wann was kommt und ist mental vorbereitet.Im realen Strassenverkehr muß man aber ohne Vorwarnung auf nicht vorhergesehene Situationen reagieren und das kann man nur mit Erfahrung.

Zum allegemeinen Fahrverhalten wurde an sich ja schon alles geschrieben.Bleibt nur noch eines,lass dich unter keinen Umständen dazu drängen schneller zu fahren als du willst oder kannst.Egal ob deine Mitfahrer Druck machen oder dich als Weichei beschimpfen,wenn was passiert bist du alleine der Arsch,oder ob hinter dir einer oder mehrere drängeln.Wenn das der Fall lieber irgendwo rechts ran fahren und der/die Deppen vorbeilassen.
Der nächste Winter ist dann wieder ein anderes Thema,da ist dann eher die Selbstüberschätzung das Problem 😉

Noch ein kleiner Tip.Wenn die Strassen mal schön verschneit sind ruhig in verkehrsarmen Zeiten eine Spritztour wagen,nur wenn man bei solchen Bedingungen fährt kann man sie kennenlernen und dabei ist es immer gut wenn man keinen Zeitdruck hat,den sollte man eh immer versuchen zu vermeiden.
Fahren auf einer schönen Neuschneedecke kann richtig Laune machen.Da wünsch ich mir immer meine Sierras zurück.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Je nach Hersteller wird das ESP durchaus komplett abgeschaltet,das ABS allerdings bei keinem mehr.
Das ESP wird je nach Hersteller komplett stillgelegt,die Eingriffsgrenzen sehr hoch angesiedelt so das es erst eingreift wenn man kurz vor dem Dreher ist, oder es schaltet sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit wieder zu.Man kann aber nicht sagen das es immer funktionsfähig bleibt wenn man es ausgeschaltet hat.

das kommt ja nach hersteller drauf an. porsche und auch bmw z.b. bieten mehrere esp-modi - also an, aus, höhere eingriffsgrenze. bei anderen wird es komplett abgeschaltet, bei den renault sport modellen z.b. bei volvo dagegen brauch man einen (nicht dokumentierten) spezialmorsecode am esp-schalter, um es abzuschalten 😉

Zitat:

Original geschrieben von fire-fighter


Um mal ein wenig Klarheit zu schaffen:

ESP (Elektronisches Stabilitäts Programm) greift in die Steuerung/Bremsung der Räder ein
ABS (Anti Blockier System) verhindert durch impulsartiges Lösen ein dauerhaftes Blockieren der Räder

BEIDE Systeme können NICHT abgeschaltet werden!!!!! Der vielfach beschriebene Schalter bewirkt nur eine Abschaltung einer TEILFUNKTION des ESP, nämlich die deaktivierung des ASR (Anti Schlupf Regulierung). ASR verhindert ein durchdrehen des Antriebsrads beim Beschleunigen, indem es die Antriebsleistung entkoppelt. Das kann soweit gehen, dass du bergauf mit ASR bei Glätte Vollgas gibst, und deine Räder stehen still. Für diesen Fall und wirklich NUR FÜR DIESEN FALL kann das ASR deaktiviert werden (bei über 50km/h ist es sowieso inaktiv)
ABS und der Rest vom ESP bleiben davon UNBEEINFLUSST!!!

Mein Selbsttest auf einem verschneiten Parkplatz sagt, das ESP ist komplett abschaltbar. Den Dreher, den ich da ohne ESP fabriziert hatte, konnte ich mit kaum reproduzieren. Und das Lämpchen blieb im abgeschalteten Zustand auch aus wärend des Drehers.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


...
Ich zb habe auch im Winter den Schein gemacht,erstmals winterliche Fahrbedingungen hatte ich bei der Prüfung.
...

Und es gab vorher keine Tipps? Das ist aus meiner Sicht ein Mangel an der Fahrschule.

Es muss wenigstens die Glätte-THEORIE wiederfinden, wenn schon die Praxis aus Glättemangel flach fällt.

Hier gibts auch nur theoretische Tipps und davon sind einige auch noch auf Anhieb falsch.

Wie schon mal gesagt, das ist Fahrzeuganhängig. In meiner Bedienungsanleitung (Peugeot 407) steht dass es aus ist wenn ich aus drücke, geht nur ab 50 wieder automatisch an.
Bei BMW (frag nicht welches Modell genau) war das so das es nichts mit der Geschwindigkeit zu tun hat, aber es ist nicht abschaltbar in dem Sinne, sondern nur "unscharf" zu stellen dass man mehr übersteuern kann, irgendwann greift es aber schon wenn man richtig schief steht und rettet bzw. versucht es insofern es noch geht aus der Gleitreibung rauszukommen (Auf Eisplatte ggf. nicht mehr).

Hallo meow
Zuerst mal muß ich Dir ein Kompliment aussprechen. Nicht viele würden sich trauen so etwas zu fragen. Das zeigt schon, das Du auch wirklich interessiert bist an Ratschlägen und Tipps von anderen.

Mein Rat. Schärfe Deine Sinne und beobachte den Verkehr. Fahre immer so, wie Du es für Dich vertreten kannst, und las Dich nie von Deinem Hintermann bedrängen. Denn er bezahlt nicht für Deine Fehler.
Traue im Winter keinem Sonnenstrahl, denn das kann täuschen. Es gibt immer schattige Stellen an denen es den ganzen Tag nicht auftaut. Hier reichen ein paar Meter vereiste Strasse um abzufliegen.
Ansonsten gilt wie bei allem im Leben. Erfahrung sammeln.

Allzeit gute und unfallfreie Fahrt.
Alpenfreund

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