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Wie mit Fehlerspeicher umgehen?

Audi A3 8P
Themenstarteram 4. September 2017 um 21:10

Hallo Leute,

ich hab mir VCDS besorgt. Heute hab ich die Serviceanzeige zurückgestellt und den Fehlerspeicher ausgelesen. Da waren drei Fehler drin. Ein vier Jahre alter (unplausibles Signal vom Getriebe), einer von vor drei Monaten (Vorglühanlage) und einer von gestern (Differenzdrucksensor unplausibles Signal). Alle sporadisch. Die beiden älteren Fehler haben wohl keine Bedeutung und waren Einmalereignisse, aber der von gestern bedarf Beobachtung.

Was macht man mit den Fehlern? Drin stehen lassen? Löschen und schauen, ob sie wieder kommen?

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17 Antworten

Zitat:

@aditreiber schrieb am 4. September 2017 um 21:10:05 Uhr:

...

Löschen und schauen, ob sie wieder kommen?

Das ist die einfachste Lösung, oft treten Fehler nur mal sporatisch auf, die werden dann abgelegt.

So würde ich es auch halten.

Zitat:

Was macht man mit den Fehlern? Drin stehen lassen? Löschen und schauen, ob sie wieder kommen?

Erstmal schauen, ob die Uhr richtig eingestellt ist. :-)

Ausdrucken, abheften (oder mindestens mal das Log abspeichern) zusammen mit den Umgebungsdaten, dann löschen und dann weitersehen und in einigen Tagen/Wochen nochmal auslesen.

So kann man später die DTCs nochmal heranziehen, wenn man doch in einem bestimmten Bereich dauerhafte oder gelegentliche Probleme hat. Gerade bei sporadischen Problemen können die DTCs sehr hilfreich sein.

Bei Rosstech mit den DTCs mal schauen, was die konkret dazu schreiben, finde ich auch immer ratsam. Oder mancher findet damit Präventionsmaßnahmen, falls es sporadische DTCs, aber zu Serienproblemen sind.

Wer Zeit und oder Lust hat, kann auch noch überlegen, welche Ursache sie haben, also warum sie gesetzt wurden. Manchmal findet man doch korrodierte Kontakte in den Steckern, oder eine aufgescheuerte Litze. Und das Signal eines Differenzdrucksensors kann man sich auch mal richtig anschauen.

Sie können aber auch gesetzt worden sein, als an dem Auto geschraubt wurde, aber doch jemand die Zündung zum Beispiel wieder angemacht hatte, als der Differenzdrucksensor noch nicht wieder dran war. Also einem halbfertigen Reparaturzustand entspringen. Auf jeden Fall geht es immer mit den konkreten DTCs weiter (P01234 oder eben den VW-Nummern) und keiner halbgaren Übersetzung/Abkürzung wie "unplausibles Signal vom Getriebe" oder "Vorglühanlage" oder "Differenzdrucksensor unplausibles Signal".

Themenstarteram 6. September 2017 um 12:19

Erst mal vielen Dank für die Rückmeldungen.

Ich habe die Fehler gelöscht und zwei sind sofort wiedergekommen (Glühanalage und Differenzdrucksensor).

Dann hab ich die Glühkerzen geprüft und in der Tat war die Kerze des Zylinders 3 hinüber - zu hoher Widerstand und es ist die Spitze der Elektrode angeschmolzen. Die Kerzen hab ich alle getauscht (sind 180 tkm drin gewesen). Mein Teilehändler vor Ort hatte die lagend. Ok, im Internet bekommt man sie 20% billiger, aber so ist die Sache erledigt.

Der Differenzdrucksensor scheint auch hin zu sein. Bei stehenden Motor zeigt er -140 mbar, Offset ist -43 mbar. Daher errechnet das Steuergerät eine negative Rußmasse.

Ich muß das Teil erst mal ausbauen und die Teilenummer ablesen, da es mehrere mögliche Sensoren gibt.

Was ich komisch fand: beim Glühanlagenfehler stand als Datum Mitte Juni 2017 drin und beim Differendrucksensor der Zeitpunkt des letzten Motorlaufs (die Uhrzeit meines Autos ist immer korrekt, da es eine Funkuhr hat). Warum die Unterschiede?

Na siehste, jetzt wird das gut. Und du hattest offenbar Glück mit den Glühkerzen (und/oder Erfahrung und ordentliches Werkzeug), denn manchmal verbacken die böse im Zylinderkopf, reißen dann ab (wer die nicht einweicht) und dann hat man großen Trouble in der Werkstatt.

Beim Differenzdrucksensor am km-hohen Diesel gibt's etliche Sachen systematisch zu prüfen: erstmal saubere Masse und 5V-Versorgung des Sensors (sonst kommt eh Grütze raus), und dann Sensor, Leitung, Motorsteuergerät (Eingangsstufe mit AD-Wandler), aber auch den gemessenen DPF. Oder falsch rum eingebaut/angeschlossen, dann bildet er die Differenz auch anders herum. :-)

http://www.motorsensor.de/Delta-P_Einbauhinweise_60100.pdf

Deine -140 mBar sind ja nur der vom MSG interpretierte Wert am Ende dieser ganzen Kette. Vorher mit nem Voltmeter mal auf den Eingang gehen (oder Sensorausgang) oder digital den Voltwert auszulesen (auch hinterm A/D-Wandler aber direkt vergleichbar mit dem analog extern gemessenen Voltwert) aus dem MSG führt dich systematisch weiter bei deiner Suche.

Einfach nur Sensor tauschen klingt mir da zu einfach. An den Glühkerzen (an Zylinder 3) hast du ja auch erstmal wirklich den Defekt gesucht und gefunden. Und dann ging's weiter.

Zitat:

Was ich komisch fand: beim Glühanlagenfehler stand als Datum Mitte Juni 2017 drin und beim Differenzdrucksensor der Zeitpunkt des letzten Motorlaufs (die Uhrzeit meines Autos ist immer korrekt, da es eine Funkuhr hat). Warum die Unterschiede?

Ich vermute als Ursache Unterschiede in der Detailimplementierung der OBD-Überwachungsroutinen (wann laufen sie, welche laufen, aktualisieren sie bereits gesetzte DTCs oder deren Freeze Frame Daten, transiente/permenente DTCs, Verlernzähler und solche Sachen). Vielleicht war es auch nach Juni 2017 nie wieder so kalt, dass die Glühkerzen genutzt werden mussten. Dann wurden sie auch nicht angesteuert und die Überprüfung blieb aus, die OBD-Routine dazu lief dann nicht. Und damit wurde der DTC nicht erneuert oder aktualisiert. Nun ist es aber wieder kühler draußen, also wurden sie ausgeführt, kein bereits abgelegter gefunden (nach deinem Löschen), und so neu gesetzt. Oder zu eh schon permanent gesetzten DTCs werden die Überwachungsroutinen nicht ausgeführt. Aber du sagtest ja es stand bei allen dreien drin: sporadisch.

Nettes Buch mit paar Zusammenhängen:

Schäffer, "OBD: Fahrzeugdiagnose in der Praxis"

Noch besser wären die SAE-Standards oder die Standards zu EOBD - aber leider sind die nicht so detailreich, wie man sich das eigentlich wünschen würde.

Themenstarteram 6. September 2017 um 14:47

Ich kenne die Problematik mit den festsitzenden Glühkerzen, aber zum Glück hat ein wenig Rostlöser gereicht und die Kerzen gingen ganz easy bei kaltem Motor raus. Schraubererfahrung hab ich - aber alles mit Autos vor OBD-Zeiten.

Vielen Dank für die Hinweise zum Sensor. Ich mach mich da die nächsten Tage mal ran, wenn es hoffentlich besseres Wetter hat. Bei uns schiffts gerade und sich jetzt unters Auto legen heißt ein Schlammbad nehmen.

Die SAE Standards bringen bei EOBD nicht viel weil da keiner freiwillig US-OBD on top mit implementiert....

Themenstarteram 10. September 2017 um 11:57

Ich hab mich jetzt mal an den Sensor ran gemacht. Der sitzt ja ganz oben neben dem Anschlagpunkt der Gasdruckfeder für die Motorhaube. Das freut einem doch!

Also, Kontaktproblem gibt es keine, der Sensor scheint niemals auch nur einen Tropfen Wasser abbekommen zu haben., alles außen eingestaubt. Versorgungsspannung liegt am Stecker an und die ist laut (gutem) Multimeter auch stabil.

Ich hab mir mal bei stehendem Motor mit VCDS das Meßsignal angeschaut (Rohwert in mV). Das driftet ziemlich rum. Das kann doch nicht normal sein, oder?

Die Haubenkontakte sind alle "Masse-schaltend", dh bei geöffneter Motorhaube wird die Masse zum Steuergerät durchgeschaltet. Wenn da 12V bereits am Sensor anliegen, ist zumindest schon mal die Verbindung zum Steuergerät io. Was ich vermute, ist eine mangelhafte Verbindung des Haubenschalters zur Masse.

Themenstarteram 10. September 2017 um 21:08

Nein, ich rede nicht vom Haubenschalter, sondern vom Differenzdrucksensor für dem Dieselpatikelfilter. Das ist der zweite, wiedergekommene Fehler: unplausibles Signal des Differenzdrucksensors. Der Sensor sitzt bei meinem Motor neben dem Anschlagpunkt der Gasdruckfeder für die Habe.

Zitat:

Das ist der zweite, wiedergekommene Fehler: unplausibles Signal des Differenzdrucksensors. Der Sensor sitzt bei meinem Motor neben dem Anschlagpunkt der Gasdruckfeder für die Haube.

Jepp, kann sein. Aber erstmal Schluss mit stille Post! Erstmal solltest du sagen, was los ist.

Was fürn Auto/Motor/Baujahr? Und dann: welche DTCs?

* Kontaktprobleme eines Sensors schaut man sich an den Kontakten an bei Stecker ab (einmal am Sensor, einmal am Motorsteuergerät) - nicht nach "Eingestaubtheit" des Steckers an sich. Denn z.B. Öl kann sich von innen durchdrücken.

* und wenn der Sensor in Ordung scheint: der hat zwei lange Schläuche zum DPF (denn dort muss er ja hinreichen), die sind dann natürlich verdächtig

* und ja: wenn der Motor steht, sollte der Wert des Differenzdrucksensors an sich nicht rumdriften. Aber wie immer: Echte Zahlen zählen. Ein Drift um 2-5 mV ist was anderes als ein Drift in den Minus-Bereich.

Zitat:

Ich hab mir mal bei stehendem Motor mit VCDS das Meßsignal angeschaut (Rohwert in mV). Das driftet ziemlich rum. Das kann doch nicht normal sein, oder?

Das ist ne wichtige Erkenntnis!

Dann solltest du das mal abgleichen mit dem mV-Wert, der extern mit nem Multimeter messbar ist. Einmal am Sensor, einmal auf den Pins des Motorsteuergerätes. Ist doch an sich logisch.

Generell musst du viel mehr in konkreten Zahlen denken. Hier ist mal ne halbwegs brauchbare Diskussion mit einigen Zahlen: https://community.dieselschrauber.de/viewtopic.php?t=25685

@ttru74

So ein Differenzdrucksensor des DPF bekommt typisch 5V als Versorgungsspannung wie viele typischen Motorsensoren. Und die Relevanz der erwähnten Haubenschalter sehe ich nicht.

Zitat:

@aditreiber schrieb am 10. September 2017 um 21:08:02 Uhr:

Nein, ich rede nicht vom Haubenschalter, sondern vom Differenzdrucksensor für dem Dieselpatikelfilter. Das ist der zweite, wiedergekommene Fehler: unplausibles Signal des Differenzdrucksensors. Der Sensor sitzt bei meinem Motor neben dem Anschlagpunkt der Gasdruckfeder für die Habe.

Sorry, da muss ich eingestehen, das ich nicht alles gelesen hatte. :D

Zitat:

@Grasoman schrieb am 10. September 2017 um 22:34:53 Uhr:

...

@ttru74

So ein Differenzdrucksensor des DPF bekommt typisch 5V als Versorgungsspannung wie viele typischen Motorsensoren. Und die Relevanz der erwähnten Haubenschalter sehe ich nicht.

Ja, ich weis, hab nicht alles gelesen....

Asche auf mein Haupt!

Themenstarteram 11. September 2017 um 11:06

Zitat:

Jepp, kann sein. Aber erstmal Schluss mit stille Post! Erstmal solltest du sagen, was los ist.

Was fürn Auto/Motor/Baujahr? Und dann: welche DTCs?

Audi A3 8P1 / CFGB / MJ2011

P2453 00

Zitat:

* Kontaktprobleme eines Sensors schaut man sich an den Kontakten an bei Stecker ab (einmal am Sensor, einmal am Motorsteuergerät) - nicht nach "Eingestaubtheit" des Steckers an sich. Denn z.B. Öl kann sich von innen durchdrücken.

Stecker war natürlich ab. Sieht innen aus wie neu. Da ist nichts an den Kontakten.

Den zwecks Messung abgesteckten Stecker hat er sofort gemerkt - da war dann ein weiterer Fehler im Speicher. Ich habe also keinen Grund anzunehmen, daß das Steuergerät nicht richtig mißt. Prinzipiell mißt er bei laufendem Motor ein sich mit der Drehzahl veränderndes Signal.

Zitat:

* und wenn der Sensor in Ordung scheint: der hat zwei lange Schläuche zum DPF (denn dort muss er ja hinreichen), die sind dann natürlich verdächtig

Er hat nur einen Anschluß zum DPF. Der andere ist offen Richtung Umgebungsdruck. Schläuche sehen wie neu aus.

Zitat:

Generell musst du viel mehr in konkreten Zahlen denken. Hier ist mal ne halbwegs brauchbare Diskussion mit einigen Zahlen: https://community.dieselschrauber.de/viewtopic.php?t=25685

Da liege ich weit draußen. Steuergerät meldet heute einen Offeset für Differenzdruck von -60 hPa, vor ein paar Tagen waren es -43hPa. Ich gehe davon aus, daß das Steuergerät ständig versucht, dem Offset nachzuführen.

Meßwert bei stehendem Motor sind laut VCDS 1.001V. Laut dem von Dir verlinkten Dokument müßten da 0.5V anliegen.

 

Ich bestell einen neuen Sensor und schau was passiert. 25 Euro für den orginalen Bosch - das riskiere ich.

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