Wie lange ist Autofahren für "Normalbürger/innen" noch leistbar...?

Hallo!

Nachdem der Spit immer teurer wird und die Autofahrer/innen die Melkkühe des Staates sind, würde mich Eure Meinungen dazu interessieren.

# Wenn das mit den Spitpreisen so weiter geht kostet der Treibstoff bald 2 Euro pro Liter. (Wenn es wieder im Nahen Osten kracht, dann ist wieder ein Grund vorhanden die Preise zu erhöhen, oder auch die Chinesen verbrauchen im Moment sehr viele Ressourcen.)

# Kommt die PKW Maut oder sonstige zusätzliche Einnahmequellen?

# Wird an alternativen, serientauglichen Antriebskozepten gearbeitet oder haben die Hersteller schon etwas in der Schublade? So lange es Öl gibt, werden die Multis schon dafür sorgen dass die Alternativen hinausverzögert wird.

# Darf man in Zukunt nur noch an bestimmten Tagen fahren, oder auch nur 1 Auto pro Haushalt erlaubt?

Etwas ist klar, so rapide wie der Verkehr die letzten 20 Jahre zugenommen hat, geht es die nächsten 20 Jahre sicher nicht mehr.

Oder glaubt Ihr, dass bei 2 Euro/Liter genau so viel gefahren wird wie jetzt und dafür auf andere Sachen verzichtet wird? z.B. bei der Qualität vom Essen = Billigfraß, oder zu Weihnachten, Geburtstag (fast) keine Geschenke mehr.... usw.?

Gruß Andi

.

138 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von FelixU


einen polo kann nun mal nicht jeder fahren, sei es weil man mehr als 2 personen ist oder man größer als 1,77m ist.

möchte mal die leute sehen die mit einem polo, 4 mann dann in den urlaub fahren - wo soll da das gepäcl hin ???
vom einkaufen rede ich mak nicht.

Meine Eltern waren stolz auf Ihren Mittelklasse FORD.

Wir fünf fuhren damit in die Alpen zum Skifahren,

über die Alpen in den Sommerurlaub,

und Mutter zum Einkaufen.

Jedenfalls bis sie ihren Käfer bekam.

Das war 1966 und etwas mehr als normal.
Das Auto war die "Badewanne",
1.500 ccm und 55 PS kam damit auf 130 km/h,

Jeder Polo von Heute ist dagegen massig,
ein wahres Raumwunder und ein echter Sportwagen.

Es war ja nach dem "Normalbürger" gefragt.
Letztlich kauft man sich (in der Regel) das Auto, was man sich auch leisten kann.
Im Laufe der Zeit ist in Autos jedweder "Schnickschnack" verbaut, größer. stärker, Elektronik für alle mögliche Funktionen usw
Benötigt wird aber meist der aktuelle Trend nicht, was nützt einem ein Allrad- oder Offroadauto? Man läßt sich gegen jede Vernunft doch gern von der Werbung beeinflussen.
Ich bin absolut nicht neidisch, was andere fahren mögen (meist gehört das Auto doch der Bank :-) ). Vieles läßt sich mit gescheiter Fahrweise und Überlegung der Notwendigkeit einer Fahrt finanziell mindern.
Tatsache ist natürlich, die Kosten sind durch viele wirtschaftliche und politische Umstände "künstlich" hoch und somit sehr belastend für wirkliche persönlich notwendige Mobilität.
So teilen sich dann die Meinungen, weil einer täglich fahren MUSS und der ander ein zu großes Auto für "Spaßfahren" hat.
Dabei ist der momentane Zustand ja noch "hinnehmbar". Ich werde es sicher nicht erleben, aber wenn es dann mal wirklich um die letzten Tröpfchen an der Ölquelle geht...
Der Besitz eine Autos ist keine Pflicht und Recht :-) viele würden über soviel Trinkwasser froh sein, was wir an Menge vertanken. Also auch mal über den Tellerrand schauen...

Zitat:

Original geschrieben von MI-MK


Dabei ist der momentane Zustand ja noch "hinnehmbar". Ich werde es sicher nicht erleben, aber wenn es dann mal wirklich um die letzten Tröpfchen an der Ölquelle geht...

"Hinnehmbar" ich hab noch NIE so viel für den Sprit bezahlt, wie heuer. Das ist nicht "hinnehmbar", sondern eine BODENLOSE FRECHHEIT und ABZOCKE! Und ich habe meine Autos nicht zum "Spaßfahren" sondern bin täglich viel geschäftlich unterwegs. Die Diesel oder Benzinpreise sind NICHT HINNEHMBAR, sondern MÜSSEN GESENKT werden! Ausserdem gehören meine Autos (noch) nicht der Bank, aber das könnte kommen, wenn es mit den Spritpreisen so weitergeht...

Grüße Franz

Moinsen,

also mir muß mal einer erklären, welche Schuld Papa Staat an der momentanen Preisentwicklung haben soll. Wann war die letzte Mineralölsteuererhöhung und um wieviel ist der Preis seitdem gestiegen, ohne daß der Fiskus an der Steuerschraube gedreht hat?! Fällt zwar nicht gerade leicht, aber in diesem Fall kann man unseren Staat nicht die Schuld in die Schuhe schieben.

Aussicht auf Linderung besteht ja, probate Strategien und Wege sind ja schon in diesem Thread genannt worden. Den Karren stehen lassen, sofern nicht zwingend nötig, "Think big - buy small", auch mal den guten alten Drahtesel rausholen oder Schusters Rappen bemühen usw. sind doch keine schlechten Wege aus der Kostenfalle, mal ganz davon abgeshen, daß die beiden letztgenannten Optionen auch noch förderlich für die eigene Konstitution sind... 😉

multimobile Grüße

Martin

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Ach Franz, es ist eine allgemeine Meinung. Natürlich sind mir die 75% an Steuern auch nicht willkommen (wieso kassiert man aber auf Ökosteuer Mehrwertsteuer?). Dort liegt zuerst der Knackpunkt. Der Rest vom Spritpreis ist nun mal durch Nachfrage, Angebot und Spekulation bedingt und das muß man hinnehmen.
Wenn du geschäftlich unterwegs bist, kannste ja nicht meckern :-) die Kosten sind ja steuerlich abziehbar. Mir als popeligen Arbeitnehmer werden dafür 20km gestrichen, obwohl es der gleiche Zweck ist...nämlich für den Beruf.

Wer sich im Straßenbild einmal umschaut, stellt fest: Es wird weiterhin geheizt, was das Zeug hält. Ein richtiger Boom bei sparsamen Kleinwagen ist auch nicht festzustellen. Dafür eher bei Spritvernichtern wie Touareg, Q7 oder Cayenne.

Inflationsbereinigt sind die Spritpreise auch nicht stark gestiegen, wie hier auch schon geschrieben wurde.

Von der Seite betrachtet sind die Spritpreise immer noch nicht hoch genug. Es geht nicht nur um die Erdölreserven, sondern auch um den Klimaschutz.
Aber ernsthaft interessieren tut dies wohl die wenigsten; der Zug ist wohl auch schon abgefahren - soll sich doch die nächste Generation damit herumschlagen.

Der Staat hat selbst ein Interesse daran, das Autofahren bezahlbar zu halten. Es stehen zu viele Arbeitsplätze bei den Herstellern und bei den Zulieferfirmen auf dem Spiel. Auch müsste der Staat auf erhebliche Steuereinnahmen wie z.B. aus der Mineralöl- und Kfz-Steuer verzichten.

Zitat:

Original geschrieben von VW-Hawky


Wer sich im Straßenbild einmal umschaut, stellt fest: Es wird weiterhin geheizt, was das Zeug hält. Ein richtiger Boom bei sparsamen Kleinwagen ist auch nicht festzustellen. Dafür eher bei Spritvernichtern wie Touareg, Q7 oder Cayenne.

Das mit den Kleinwagen verstehe ich. Ich hab selbst einen, aber ich setzte mich sicher nicht bei einer Stecke von z.b. 500 km in einem Kleinwagen. Nein danke. Wegen des Fahrkomforts ist mein C8 um welten besser als mein Punto. Ausserdem hab ich mehr platz drinnen.

Ich finde, der Treibstoffpreis muss gesenkt werden, damit Autofahren weiterhin für jeden leistbar bleibt.

Grüße Franz

@franz: Klar sollte eine gewisse Mobilität für jeden bezahlbar sein. Ob die aber aus Neuwagen mit "Vollausstattung: Bi-Xenon, Navi, Leder, Autotelefon, DVD, Park-Control" bestehen muss?
Ein etwas älteres Fzg. mit wenigen Kilometern und gehobener statt Vollausstattung und Du könntest Dir etliche km Mobilität mehr leisten.

Zitat:

Original geschrieben von franz_99


Ich hab noch NIE so viel für den Sprit bezahlt, wie heuer. Das ist nicht "hinnehmbar", sondern eine BODENLOSE FRECHHEIT und ABZOCKE!

Hier die Fakten:

Durchschnittsverdienst (pro Jahr)
1950: 1.200 EUR
2006: 30.000 EUR (~ Faktor 25)

Bezinpreis 1 L Normal:
1950: 0,29 EUR
2006: 1,37 EUR (~ Faktor 5)

Benzin kostet gemessen am Bruttodurchschnittsverdienst also nur noch 1/5.
Wer hätte das gedacht?

Steuerlast je Liter Normalbenzin:
1950: 0,03 EUR
2006: 0,86 EUR (~ Faktor 29)

Daraus resultierende Steuereinnahmen:
1950: 34 Mio EUR
2006: 35,5 Mrd EUR (~ Faktor 1.050)

Gemessen am Bruttodurchschnittsverdienst hat Vater Staat seine Einnahmen um den relativen Faktor 42 (1.050/25) erhöht.

Zitat:

Original geschrieben von helsinkiishell


@franz: Klar sollte eine gewisse Mobilität für jeden bezahlbar sein. Ob die aber aus Neuwagen mit "Vollausstattung: Bi-Xenon, Navi, Leder, Autotelefon, DVD, Park-Control" bestehen muss?
Ein etwas älteres Fzg. mit wenigen Kilometern und gehobener statt Vollausstattung und Du könntest Dir etliche km Mobilität mehr leisten.

Wenn man häufig geschäftlich Unterwegs ist, aber keinen Firmenwagen hat, kann man sich schon etwas Komfort im Auto haben.

Ausserdem hatte ich seit sicher 20 jahren keinen Gebrauchtwagen mehr. Es mag zwar stimmen, das die Gebrauchtwagen etwas günstiger sind, auber dafür bekommt man nicht die Ausstattung, die man will, man weis nicht, wie der Vorbesitzer mit dem Auto umgegangen ist ect...

Grüße Franz

@franz,

es gibt Ländern, in denen sich die wenigsten Menschen ein Auto leisten können.
Weil eben auch gute Jobs für Akademiker nur mit 400 EUR mtl. entlohnt werden.

Wer wie Du zwischen 35 und 40 TEUR für ein Auto ausgibt,
bei dem sind die Kosten für Wertverlust, Inspektion und Verschließteile, Versicherung und Steuern rund zwei bis vier Mal so hoch wie die Spritrechnung.

10 Cent mehr je Liter machen bei einem 10 Liter Auto
auf 100.000 km ganze 1.000 EUR.
Wertverlust bei Deinem C8 bis dahin 15. bis 20.000 EUR.

Auf die läppische Spritrechnung ist also geschi..en,
wie man bei Euch so schön sagt.

Servus,

also manche von euch regen mich echt auf.
Wir in Deutschland leben einfach ÜBER dem was wir eigentlich dürften.
Es kann nicht nur bergauf gehen, es MUSS auch wieder bergab gehen mit der Wirtschaft das ist was ganz normales das es auch schon früher gegeben hat. Es ist halt nunmal net leicht wenn man von den Guten in die etwas schlechtere Zeit rutscht aber da kann man nichts machen.
Und meckert net immer das der Staat schuld ist an allem. WIR sind schuld an allem! Wieso müssen wir uns denn eigentlich alles vom Staat gefallen lassen? WIR sind Deutschland und wenn wir z.b. eine Woche lang ganz Deutschland lahmlegen würden,d ann würdet ihr sehn wie schnell sich die sachen wieder ändern würden. ABer des macht ja dann auch wieder kein depp.
Stell eucht mal vor jeder Deutsche stellt sich auf die STraße hält alles auf und in den Betrieben wird einfach alle flachgelegt, sodass halt mal wirklich garnix mehr geht und da kann der Staat garnixmachen, denn ohne uns is der Staat nur e kleines stück moos.

Also meckert net sondern versucht selber was draus zu machen.

adele
chris

Irrtum, wir sind der Staat!!

Nicht immer so einfach machen und immer alles auf den anonymen Staat schimpfen und immer schön Forderungen stellen. In seinem Umfeld kann jeder einzelne was bewirken und wenn das viel mehr machen würden ging es uns auch besser.

Nach Lohnerhöhung schreien aber seine Gasanlage in Polen einbauen lassen. Bei einer deutschen Firma arbeiten aber ausländische Billigprodukte kaufen. Immer meckern statt sich selber zu engagieren. Nach dem Staat schreien statt sich mal selber um einen Job zu bemühen ......... lässt sich endlos fortsetzen.

Und sich als Neuwagenkäufer über die paar € Sprit zu beschweren ... Betroffen ist der der nicht viel Geld hat und sich ggf. nichtmal die Gasumrüstung oder ähnliches leisten kann. Aber meckern tut der mit dem 15l schluckenden SUV. Es gibt genug Leute die Arbeiten und trotzdem kaum wissen wie sie ihren Sprit bezahlen sollen um zur Arbeit zu kommen. Und so oftmals real weniger haben als als Arbeitslose.

Gruß Meik

jenau.

immer schön im ausland billichware kaufen udn dann meckern wenn die arbeitslosigkeit steigt.

Wenn alle zusammenhalten dann wirds auch wieder besser.

SChaut die franzosen an, da halten alle Studenten zusammen, alle Bauern halten zusammen usw... und die kriegt NIEMAND unter !!!

aber sowas gibts hier net, hier in deutschland denkt jeder nur an sich und schiebt immer schön alles auf die anderen und wenn des so weiter geht dann wirds höchstens schlechter statt besser!

Jeder der hier meckert über die Spritpreise der soll halt sein auto verkaufen, vor 100 Jahren gings doch auch ohne!

Mensch meyer öpfelgeier.

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