Wie kuppelt man richtig?

Hi Leute!

Ich fahr zwar jetzt schon seit mehr als 7 Jahre Auto, aber ich bin neulich über einen Thread hier im Forum gestolpert, in dem über kaputte Kupplungen nach wenigen tausende Kilometern berichtet worden ist.

Ich hab dazu nun eine Frage:

Wie fahre ich richtig an eine rote Ampel ran um dann stehen zu bleiben und auf "grün" zu warten?

Ich mach's so: Ich fahre bspw. im 4. Gang 50. Ich bremse im 4. Gang so lange, bis ich bei ungefähr 1200rpm angekommen. Ich drücke dann das Kupplungspedal und stell den Gangschalter auf Leerlauf. Wenn ich dann an der Ampel stehe, drücke ich die Kupplung erneut und lege den ersten Gang ein und halte das Kupplungspedal gedrückt, dabei komme ich aber nicht auch nur annähernd in die Richtung des Schleifenpunktes...

Ist das so richtig, oder soll ich das lieber so machen:

Ich stehe an der Ampel. Kupplung nicht gedrückt Gang im Leerlauf. Erst bei "orange" Kupplung drück 1. Gang einlegen und sofort mit möglichst kurzem schleifen anfahren?

Wie macht ihr das so? Wie ist es für das Auto am besten?

Beste Antwort im Thema

Das zweite ist besser für das ausrücklager und entspannt den linken Fuß 😉

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Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial



Zitat:

Original geschrieben von snooopy365


.. habe damit mal die Kraft auf serie umgerechnet:
680kg

Also die Feder drückt mit 680kg die Kupplung auf die Reibfläche.
Das heißt ich muss 680kg Gegendruck über die Kurbelwelle abfangen um die kupplungsscheibe von der Schwungscheibe zu trennen.
Die Feder fängt dabei nichts ab, denn sie sorgt ja für diese Kraft.

1.) Kräfte werden in Newton (N) gemessen, nicht in kg (das ist die Maßeinheit für Massen).

2.) Bei der Betrachtung der auf das Axiallager der Kurbelwelle wirkenden Kräfte vergisst Du völlig das Hebelgesetz. Schau Dir in meinem Wiki-Link mal die Hebelverhältnisse an der Feder an. Du wirst leicht erkennen, dass die Betätigungskraft am Ausrücklager ca. 1/3 der Kraft an der Druckplatte beträgt.

1.) Ich weiß, aber da es hier um das erklären einer Mechanik für "Nichtmechaniker" geht, denke ich das Kg besser geeignet sind um es zu verstehen.

2) Wo soll ich die vergessen? an der Feder wirkt die Kraft Symmetrisch, kann also genauso im Mittelpunkt angebracht werden.
Klar brauchst du keine 680kg auf das Pedal stellen um die 680kg an der Feder zu erreichen.
Aber die Gesamten 680kg Federkraft müssen auf die Schwungscheibe gegeben werden um die Feder zu lösen.
Wenn ich das mit Hebel mache brauche ich weniger Kraft, aber das habe ich doch auch nicht anders geschrieben? (Oder wodrauf beziehst du dich?)

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365



Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial


2.) Bei der Betrachtung der auf das Axiallager der Kurbelwelle wirkenden Kräfte vergisst Du völlig das Hebelgesetz. Schau Dir in meinem Wiki-Link mal die Hebelverhältnisse an der Feder an. Du wirst leicht erkennen, dass die Betätigungskraft am Ausrücklager ca. 1/3 der Kraft an der Druckplatte beträgt.
1.) Ich weiß, aber da es hier um das erklären einer Mechanik für "Nichtmechaniker" geht, denke ich das Kg besser geeignet sind um es zu verstehen.

2) Wo soll ich die vergessen? an der Feder wirkt die Kraft Symmetrisch, kann also genauso im Mittelpunkt angebracht werden.
Klar brauchst du keine 680kg auf das Pedal stellen um die 680kg an der Feder zu erreichen.
Aber die Gesamten 680kg Federkraft müssen auf die Schwungscheibe gegeben werden um die Feder zu lösen.
Wenn ich das mit Hebel mache brauche ich weniger Kraft, aber das habe ich doch auch nicht anders geschrieben? (Oder wodrauf beziehst du dich?)

Ich beziehe mich darauf, dass Du Dir bitteschön mal das Bild anschaust, welches ich bereits verlinkt hatte. Die Feder selbst stellt ein Hebelsystem dar, welches die Betätigungskraft auf ca. 1/3 reduziert.

Wenn ich Dir das wirklich noch im Detail erklären muss, bist Du wahrscheinlich selbst ein Nichtmechaniker (so wie ich übrigens auch).

Embrague2

Die Konstrukteure Deines Autos haben  die Kupplung so berechnet, daß sie mit 680kg auf die Schwungscheibe drückt. Wenn Kraft übertragen werden soll. Also ausgekuppelt, das Getriebe soll drehen.  Damit unter allen Umständen die PS-Leistung ohne Durchrutschen übertragen wird.
Die Schwungscheibe sitzt starr auf dem hinteren Ende der Kurbelwelle. Sie gibt die 680kg somit an die Kw weiter. Gleich danach, Richtung vorne, sitzt das Axiallager. Starr fixiert, das Lagerspiel wird bei der Montage auf den Sollwert minimiert.  Das bekommt auf dem Innenring die 680kg. Durch die schräge Anordung der Rollen werden die 680kg auf den Außenring weitergeben. Dieser stützt sich am hinteren Motorgehäuse ab und gibt die 680kg an dieses weiter. Somit stützt sich die Motorleistung am hinteren Motordeckel ab und der ist dafür berechnet.
Das ist es.
Das Axiallager fixiert die Kw in Längsrichtung. Sie bewegt sich da höchstens 2/100mm. Mehr würden die Pleuel an Seitenbelastung auch nicht aushalten.

Andreas

Wer redet denn von der Betätigungskraft???
Die Kraft die an der Schwungscheibe anliegt sind: 680kg.
über welchen hebel ich betätige ist egal.

Ja die Betätigungskraft ist kleiner, aber ich muss diese auf die Schwungscheibe umlenken da ich sonst keinen Angriffspunkt habe.
Also selbst wenn ich mit 1000m Hebel dann nur noch 0,680kg benötige kommen an der Scheibe trotzdem 680KG Druck an.

Ich verstehe was du sagen willst: das Lager muss nur mit 227kg betätigt werden, aber das ändert an den Kraftverhältnissen an der Schwungscheibe nichts.

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Zitat:

Original geschrieben von angoldor


Die Konstrukteure Deines Autos haben  die Kupplung so berechnet, daß sie mit 680kg auf die Schwungscheibe drückt. Wenn Kraft übertragen werden soll. Also ausgekuppelt, das Getriebe soll drehen.  Damit unter allen Umständen die PS-Leistung ohne Durchrutschen übertragen wird.
Die Schwungscheibe sitzt starr auf dem hinteren Ende der Kurbelwelle. Sie gibt die 680kg somit an die Kw weiter. Gleich danach, Richtung vorne, sitzt das Axiallager. Starr fixiert, das Lagerspiel wird bei der Montage auf den Sollwert minimiert.  Das bekommt auf dem Innenring die 680kg. Durch die schräge Anordung der Rollen werden die 680kg auf den Außenring weitergeben. Dieser stützt sich am hinteren Motorgehäuse ab und gibt die 680kg an dieses weiter. Somit stützt sich die Motorleistung am hinteren Motordeckel ab und der ist dafür berechnet.
Das ist es.
Das Axiallager fixiert die Kw in Längsrichtung. Sie bewegt sich da höchstens 2/100mm. Mehr würden die Pleuel an Seitenbelastung auch nicht aushalten.

Andreas

Mensch Leute, wieso müsst Ihr eine eigentlich relativ simple Angelegenheit mit immer wieder neuen und falschen Erklärungen unnötig kompliziert machen?

Wenn Kraft übertragen werden soll, wird eingekuppelt, nicht ausgekuppelt.

Die 680 Kg (welche in Wahrheit ca. 6671 N sind) drücken die Druckscheibe mit der dazwischenliegenden Mitnehmerscheibe (Kupplungsbelag) gegen das Schwungrad. Und das macht sie selbst dann, wenn das Teil völlig losgelöst von der Kurbelwelle auf der Werkbank liegt. Nur auf Grund der Tatsache, dass sie an die Kurbelwelle geschraubt wird, drückt sie nicht plötzlich auf irgendwelche Lager (in axialer Richtung).

Zitat:

Original geschrieben von angoldor


Die Konstrukteure Deines Autos haben  die Kupplung so berechnet, daß sie mit 680kg auf die Schwungscheibe drückt. Wenn Kraft übertragen werden soll. Also ausgekuppelt, das Getriebe soll drehen.  Damit unter allen Umständen die PS-Leistung ohne Durchrutschen übertragen wird.
Die Schwungscheibe sitzt starr auf dem hinteren Ende der Kurbelwelle. Sie gibt die 680kg somit an die Kw weiter. Gleich danach, Richtung vorne, sitzt das Axiallager. Starr fixiert, das Lagerspiel wird bei der Montage auf den Sollwert minimiert.  Das bekommt auf dem Innenring die 680kg. Durch die schräge Anordung der Rollen werden die 680kg auf den Außenring weitergeben. Dieser stützt sich am hinteren Motorgehäuse ab und gibt die 680kg an dieses weiter. Somit stützt sich die Motorleistung am hinteren Motordeckel ab und der ist dafür berechnet.
Das ist es.
Das Axiallager fixiert die Kw in Längsrichtung. Sie bewegt sich da höchstens 2/100mm. Mehr würden die Pleuel an Seitenbelastung auch nicht aushalten.

Andreas

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob du es verstanden hast, oder nur zufällig teilweise das richtige schreibst.

Ja die Feder Drückt mit 680kg auf die Schwungscheibe, ist aber auch an der Schwungscheibe befestigt, gibt damit keine Kraft richtung Kurbelwelle weiter (Kupplung ist eingekuppelt, Kraftverbindung Motor-Getriebe steht).

Wenn du jetzt die Kupplung tritts leitest du die 680kg aus dem System "Schwungscheibe-Deckelscheibe" herraus Richtung kurbewelle.

Also drücken jetzt 680kg gegen die Axiallager der Kw.

Diese bewegt sich logischerweise normal nicht bzw. minimal.

Aber nun drückst du eine 6000upm drehenden Welle mit 680kg gegen einen Lagerring von wenigen mm dicke der auch noch "schlecht" geschmiert wird.
Dadurch trägt sich der Lagerring irgendwann ab.
Dadurch erhöht sich das Axiale Spiel der Kurbewelle.
Das ganze sollte nicht passieren, tut es aber immer wieder bei verschiedenen Herstellern.

Die Pleu machen im übrigen viel mehr mit als diese 2/100mm, ein bekannter fährt momentan ein Auto mit über einem mm Axial-Spiel.
Der Block wird hin sein, da die Lagerschale wohl schon komplett weggerieben ist.
Ein anderer Bekannter hatte ein gebrauchtfahrzeug gekauft, bei dem war das spiel im bereich von über 3mm.
Er konnte es nicht glauben das er mit dem Auto wirklich in die Werkstatt gefahren ist.

Glaub mir einfach es ist ein reales Problem, das durchaus viele Leute beschäftigt.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365


Wer redet denn von der Betätigungskraft???
Die Kraft die an der Schwungscheibe anliegt sind: 680kg.
über welchen hebel ich betätige ist egal.

Ja die Betätigungskraft ist kleiner, aber ich muss diese auf die Schwungscheibe umlenken da ich sonst keinen Angriffspunkt habe.
Also selbst wenn ich mit 1000m Hebel dann nur noch 0,680kg benötige kommen an der Scheibe trotzdem 680KG Druck an.

Ich verstehe was du sagen willst: das Lager muss nur mit 227kg betätigt werden, aber das ändert an den Kraftverhältnissen an der Schwungscheibe nichts.

Wir sind uns doch einig, dass im eingekuppelten Zustand keine

äußeren

Kräfte (in axialer Richtung) auf das Kupplungssystem (bestehend aus Schwungrad, Mitnehmerscheibe und Druckplatte) einwirken. Wie Du selbst schon sagtest, wird sie im ausgebauten Zustand nicht weglaufen.

Jetzt legen wir das Ding eben auf eine Waage und führen einen Nullabgleich durch, so dass die Waage mit der Kupplung darauf 0 kg anzeigt. So, und jetzt drücken wir mit dem Ausrücklager auf die Feder, um auszukuppeln.

Was zeigt die Waage jetzt an? Die von Dir oben genannten 227 kg Betätigungskraft oder 680 kg??

Ich verstehe ja was du meinst, das ganze ist über die Verformung der Feder nicht ganz so einfach gewickelt, also kann die Kraft gut zwischen 1/3 und den 680kg liegen.
Aber ja prinzipell hast du recht wenn ich 227kg am Lager reingebe und über die Kupplungsfeder auf 3/1 übersetze dann wäre das korrekt.
Wobei sich da die Frage der Federverformung und der umstülp effekte usw. stellt aber ja du hast recht mit der 1/3 regel dadurch das die Feder seitlich sitzt passt.

Ich hatte im Kopf die Feder durch eine normale Rundfeder ersetzt, was mich zu dem Schluss 680kg brachte, aber die Feder verläuft "seitlich".

Mein Fehler. Nur an der Aussage: starke Belastung für das Kw-Lager ändert sich nicht viel.
So sind es jetzt 270kg auf einem kleinem Lagerring, mit Sportkupplung dann 535kg...

Na also, er hat's!! 😁

Das Entscheidende sind genau die Hebelverhältnisse (einerseits das Stück zwischen dem Ausrücklager und der Befestigung der Feder, andererseits das Stück zwischen der Befestigung der Feder und der Druckplatte).

Also, wir fassen zusammen:
Bei einer Kupplung mit 680 kg ('tschuldigung: 6671 N 😁) Anpressdruck lasten im eingekuppelten Zustand in axialer Richtung keine Kräfte auf die Kurbelwelle, im ausgekuppelten Zustand lasten ca. 227 kg (2224 N) auf der Kurbelwelle.

Und jetzt Ende der Diskussion 😉

Ich bin mir jetzt ziemlich einig, daß im eingekuppelten Zustand  die 680kg Druck äußere Kraft von der Tellerfeder axial auf der Schwungscheibe anliegen.

Wie sollten die PS sonst an den Rädern ankommen.

Andreas

@ maxderautofahrer :
auf die Ampel zu fahren, nicht runterschalten, einfach bremsen, dann Gang raus.
Ist das billigste.

Andreas

Zitat:

Original geschrieben von angoldor


Ich bin mir jetzt ziemlich einig, daß im eingekuppelten Zustand  die 680kg Druck äußere Kraft von der Tellerfeder axial auf der Schwungscheibe anliegen.

Wie sollten die PS sonst an den Rädern ankommen.

Andreas

I break together ...

An der Schwungscheibe: ja!
Am Kurbelwellenlager: nein!!!!!!

Aha.
Wieso ?

Andreas

Zitat:

Original geschrieben von angoldor


Aha.
Wieso ?

Andreas

Lies doch bitte die bereits geschriebenen Beiträge und lass es mich nicht nochmal schreiben.

Zuviel verlangt??

Ja genau. Sags doch bitte nochmal. Andreas

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