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Wichtig: Taxi Unternehmen gründen oder nicht?

Themenstarteram 13. Dezember 2020 um 22:43

Guten Abend,

ich bin seit Tagen mir uneinig und denke darüber nach, ob ich ein Taxiunternehmen gründen soll oder nicht. Das nötige Eigenkapital hätte ich und überlege 3 Taxis zu holen. Denke derzeit sind die Preise auch etwas besser, aufgrund der globalen Situation. Ich habe schon viel nachgelesen und weiss immernoch nicht ob es lukrativ ist ein solches noch zu gründen. Ich werde nicht selber fahren.

Könntet ihr mir über eure Erfahrungen berichten und ob es denn finanziell sinnvoll wäre jetzt noch einzusteigen?

Würde mir wirklich sehr helfen.

Danke für alle Antworten.

LG

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12 Antworten

Abend,

ich gehe dieses Jahr mit einem Umsatzminus von 58% im Vergleich zu 2019 aus dem Jahr.

Neueinsteiger können in dieser Branche selbst mittelfristig nur Geld verbrennen. Wenn du Kapital hast investier in ETF‘s und lehn dich entspannt zurück.

Grüße Christian

Themenstarteram 13. Dezember 2020 um 23:56

Nabend Christian,

Also würdest du es für nicht schlau halten aufgrund der bevorstehenden Impfungswelle und dem zurückkehren ins Betriebsleben, einzusteigen?

LG

Nein. Schon gar nicht, wenn Du nicht selber fahren willst. Da kommst Du nicht auf Deine Kosten.

Ich berichte mal von einem x beliebigen Kollegen.

Neue E-Klasse Kombi Rate 750€ im Monat

Versicherung inkl. Vollkasko 350€ im Monat.

Sind schonmal 1100€ weg nur für dieses zwei Posten.

Gesamtkosten fix und variabel 2000€ im Monat.

KK und RV weitere 500€.

Umsatz 5000€ - 2500€ Kosten = 2500€ brutto.

Auf den Gewinn sind anteilig Gewerbesteuer und EK Steuer zu zahlen, netto bleibt einfach zu wenig hängen in der Relation zum Stundenaufwand und des Betriebsrisikos. Die Marge beim Angestellten liegt irgendwo zwischen 5 und 10%. Lächerlich.

Grüße Christian

Ich drücke es mal so aus: Als Neueinsteiger hast Du immer die schlechtesten Karten. Teure Autos, teure Versicherungen, kaum Kunden, also musst Du um alles werben, auch schwierige und unlukrative Fahrten annehmen. Fahrer brauchst Du auch, da nimmst Du sei es aus Not oder Unerfahrenheit auch weniger gute. Die bauen dann Unfälle, rechnen unkorrekt ab oder fahren die Wagen kaputt. Die Versicherungsprämien steigen in Folge... und so weiter und so weiter.

Den Nachteil des Neulings schätze ich auf etwa 1/3 der Gesamteinnahme - und das ist noch sehr günstig geschätzt. 1/3 weniger Einnahme bedeutet selbst bei einem langjährig gut organisierten Profi Verlustzone. Und der hat, wie beschrieben, die niedrigeren Kosten. Wir alle mussten mal ein Geschäft aufbauen und unsere Erfahrungen sammeln, was zum Teil schmerzhaft, aber auch wichtig war. Das war früher möglich, heute halte ich es selbst dann für fraglich, wenn dir ein bestehendes Geschäft geschenkt würde.

Einzige Ausnahme: Du hast Festverträge mit gewerblichen Kunden mit einem existenzsichernden festen Auftragsvolumen, was Du sicher kalkulieren und auch zuverlässig bedienen kannst. Sollte diese Ausnahme bei dir zutreffen, dann herzlichen Glückwunsch.

Also abgesehen von den Argumenten die die Vorgänger schon gegeben haben, mit der Impfungswelle rechnest du sehr optimistisch. In der aktuellen Zeit halte ich es für untervertretbar ein Taxengewerbe anzumelden, es sei denn man will mit Gewalt und Körperlichem Volleinsatz Geld verbrennen. Das ist ungefähr so, als wenn du aktuell ein paar hundert Euro Scheine nimmst, und mit Anlauf versuchst, sie so weit wie möglich zu werfen. Wird nix.

Vor 2022-2023 wird sich die Taxenbranche nicht ausreichend erholen, dass sich eine Neugründung lohnt.

1/3 der Erfahrenen, alteingesessenen Taxenbetriebe ( und hier reden wir von mehr als 30 Jahren Berufserfahrung ) melden alleine hier in Hamburg ab, weil sie nicht mehr weiterwissen. Warum solltest du hier als Gründer Profit machen?

Lass es bleiben. Oder wenn du unbedingt Geld loswerden willst, Spende das Geld an die Taxenunion. Damit hilfst du dann wenigstens allen.

Grüße

Es wird kein schlechteren Zeitpunkt geben wie jetzt um ein Taxiunternehmen zu gründen.

Und wenn du selbst nicht fahren möchtest/willst/ kannst ist es nicht deine Berufung.

Ich bin selbst 15 Jahre als Unternehmer selbst mitgefahren- genau dann meistens als die Angestellten zuhause saßen und den Feierabend genossen. Als Taxler muss man immer bedienen können.

3 Taxen = 7 Angestellte!

Unmöglich momentan.

Mein Tipp in solchen Fällen ist immer: Versuchs erst mal als Aushilfsfahrer. Macht das Freude und die Geschäftsideen sprudeln, ist später ein eigenes Unternehmen nicht ausgeschlossen.

Einfach ein paar Taxen kaufen, Fahrer drauf und absahnen, das hat selbst in besten Zeiten nicht funktioniert.

Ich habe zum 01.07. ein Unternehmen gegründet, einen MB Vito gekauft und seit dem 01.11. habe ich einen Angestellten (aus der Familie).

 

Ich arbeite selber Hauptberuflich (60k€ Einkommen) und bin quasi noch nebenbei selbstständig. Für 2021 mache ich mir schon jetzt Gedanken, wie ich die Gewerbesteuer und die Steuer auf meinen Gewinn zahlen soll.

 

Aktuell machen wir nur miese und es sieht auch für die kommende Zeit nicht so aus, als würde sich einiges bessern. Lass es einfach sein und geh woanders arbeiten.

Was wurde jetzt aus den Ambitionen des Fragestellers ?

Der fährt Taxe ! :D Und wenn er nicht gestorben ist, dann fährt er noch heute. :D

Zitat:

@Scotty6986 schrieb am 14. Februar 2021 um 17:21:40 Uhr:

Der fährt Taxe ! :D Und wenn er nicht gestorben ist, dann fährt er noch heute. :D

Hoffe er hat sich nicht verfahren :-D

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