WHO hält Feinstaub-Werte der EU für viel zu hoch

Hallo zusammen,

während von einigen Politikern schon gefordert wird die Feinstaub-Richtlinie der EU doch bitteschön an die Messwerte der Großstädte "anzupassen" hat die Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen ihre Richtwerte für Feinstaub weit unter die existierenden Grenzwerte in der EU und in den USA gesenkt.

Derweil wird bei uns munter über die Gesundheitsreform diskutiert.

"Nach Erkenntnissen der WHO lässt sich nachweisen, dass jeder Deutsche im Schnitt zehn Monate kürzer lebt, weil er dem Krebs erregenden Feinstaub ausgesetzt ist."

Das ist meines Erachtens ein Skandal.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/903/87816/

Mal gespannt ob die Politik dieses wichtige Thema überhaupt noch mal aufgreift oder die Großstädte und Kommunen mit dem Problem alleine lässt. Neben dem Feinstaub werden spätestens ab 2010 bezüglich der Stickoxide noch ganz andere Zeiten für die "Dieselfreunde" anbrechen.

Ich befürchte jedoch, dass bis 2010 das Thema Luftqualität aus der Wahrnehmung der Politiker vollständig ausgeblendet wird. Danach wird das Geschrei wohl wieder groß sein.

Grüße!

a6_Fan

31 Antworten

Ich verharmlose gar nichts, aber es ist doch wohl unbestritten, dass die Leute trotz Handy-Strahlung, Gen-Mais, Feinstaub, Atomkraft, Ozonloch, Fluglärm etc. immer älter werden!
Die Renten können jetzt schon kaum noch bezahlt werden und Deutschland vergreist, daher lehne ich alle lebensverlängernden Maßnahmen ab! 😁

Gruß

Lebensverlängernde Massnahmen

Hallo,

die über 65Jährigen in Deutschland die 1990 etwa 15% der Bevölkerung ausmachten, werden im Jahr 2050

- bei anhaltend niedrigem Geburtenniveau,
- steigender Lebenserwartung sowie einer
- jährlichen Zuwanderung von 200.000 eher jüngeren Personen etwa 29,3 %, also knapp ein Drittel der Bevölkerung, über 65 Jahre alt sein. Das errechnete Durchschnittsalter läge dann für Deutschland bei über 50 Jahren.

Diese Entwicklung bliebe für Deutschland nicht ohne Folgen. Um den aktuellen gesellschaftlichen Wohlstand aufrecht erhalten zu können, müssten die Deutschen dann bis zum Alter von 70 Jahren Vollzeit und danach noch einmal etwa 10 Jahre lang in Teilzeit arbeiten. So nimmt James Vaupel, Direktor am Max-Planck-Institut für Demografie in Rostock, an.

Quelle:
http://www.quarks.de/dyn/20082.phtml

Wäre doch ganz nett wenn man ohne Sauerstoffzelt bis 80 arbeiten kann. Fragt sich nur wo, wenn der Jobabbau so weitergeht.
,-))

Grüße!

a6_Fan

Und nun? Leute fahrt mehr Diesel sonst überaltert unsere Gesellschaft 😁 😁

Da ist (leider) auch viel Panikmache bei. Grosses Theater um die paar PKW-Diesel, aber noch hat fast keine Stadt ihre eigenen Fahrzeuge (Busse, Stadtwerke,...) mit Partikelfiltern nachgerüstet. Und was ist mit dem Rauchverbot an öffentlichen Orten? Schonmal die irrwitzigen Feinstaubkonzentrationen in einem Raum gemessen wo jemand raucht? Ganz abgesehen von einer Kneipe ...

Und noch immer gibt es keine gescheite Förderung für die Nachrüstung die sich so finanziell nicht rechnet. Warum nicht so wie beim Dieselkat der sich in seiner Nachrüstung in unter 1 Jahr rechnet? In der Masse könnten die Filter auch relativ preisgünstig werden.

Und immer wieder die lustigen Statistiken. Nur leider lässt sich nie eine eindeutige Ursache festlegen. Warum ist der Typ in der Stadt früher gestorben? Handymast auf dem Dach? Ungesunderer Lebensstil als auf dem Land? Oft in verrauchten Kneipen gewesen? Verkehrslärm? Oder doch noch Asbest in der Wand? Oder Formaldeyd aus Spanplatten? Oder ...

Denke wir haben noch andere Probleme im Land, aber mit solchen Sachen lässt sich schön ablenken 🙁

Gruß Meik

a6_Fan... und? Wo ist das Problem?

Wenn man mit über 70 noch arbeitet, dann kann man sein Leben noch weiter verlängern, weil man sich einfach Fit hält. Natürlich darf das nicht auf Basis "möööh, schon wieder aufstehen, mog ned" passieren, sondern "Ja! Wieder ein neuer Tag! Auf gehts!". Jedenfalls wäre mir das lieber als zuhause herumzuhocken und langeweile zu haben...

Zum Thema Jobabbau: Das Problem ist nicht der Jobabbau, das Problem ist die Bezahlung die man haben möchte. Arbeit ist genug da, man gibt sich nur nicht mit den Bezahlungen zufrieden.
Und das ein Problem, wenn man als alter Mensch nicht mehr alle Tätigkeiten übernehmen kann aber dennoch keinen Job mit anständiger Bezahlung findet um überhaupt weiterleben zu können. DAS ist das Problem.

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Solange Heizungen ünd Öfen welche mit Holz beheizt werden, mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet werden, obwohl diese extrem viel Feinstaub ausstossen (hab vor kurzem gelesen 1 Heizung = ca. 1000Pkw) und überall empfohlen wird, sich einen Holzofen zuzulegen weil das ja ach so Umweltfreundlich ist (da CO2 neutral) geht die ganze Feinstaubpanik in die falsche Richtung.
Rußpartikelfilter entfernen die großen Partikel, welche im Vergleich zu den kleinen viel lungengängigeren schon fast ungefährlich sind, aber der Grenzwert wird ja eingehalten. Da kann ich genauso sagen, Benzin ist CO2 Neutral, da Rohöl ja ebenfalls mal aus Bäumen bestanden hat.

Holzheizungen sind in der Tat problematisch

Hallo,

in meinem Wohngebiet laufen derzeit auch jedes Wochenende die Kreissägen. Geiz ist geil. Dass die Bundesregierung auch noch Pellet-Heizungen fördert mit dem Argument der CO2-Einsparung.

In einem Artikel der Zeit war zum Thema "Festbrennstoffe" kürzlich ein interessanter Artikel zu lesen.
http://zeus.zeit.de/text/2006/19/U-Holz_fen_xml

Fazit: Filtertechniken gibt es bereits - ..."die billigsten Brennstoffe erfordern künftig wohl die aufwändigsten und teuersten Heizgeräte und Filter. Mit krankmachendem Sparen wäre es dann vorbei. Eine Zivilisation, die auf den Mond fliegt, wird wohl eine saubere Holzheizung hinbekommen." ....
- hoffen wirs.

Die Grenzwerte für Feuerungsanlagen sollen übrigens demnächst im Bundes-Immissionsschutzgesetz strenger geregelt werden und zwar über die erste Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV - Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen).

Zurück zum Thema Verkehr: Es ist erschreckend, wie wenig sich in Sachen Partikelfilternachrüstung tut. Hier müsste viel mehr getan werden.

Wie auch immer - ich bin gespannt, wie die EU demnächst auf flächendeckende Überschreitungen ihrer Grenzwerte reagieren wird. Richtlinien sind das eine - die Umsetzung und Überwachung der Einhaltung das andere.

Und die Politik folgt schon gar nicht der Logik und dem gesunden Menschenverstand. Wie sonst ist es zu verstehen, dass sich ausgerechnet Frau Zypries für das "Rauchen in Gaststätten" ausspricht. Wenn das wenigstens die Gesundheitsministerin (Folgen des Rauchens) oder der Finanzminister (Tabaksteuereinnahmen) getan hätte. Aber so bleibt der Eindruck hängen, das "Recht der freien Entscheidung aufs Rauchen" überwiegt alle anderen Argumente.

So halten es auch die "Diesel-Stinker"...."Recht der freien Entscheidung aufs Stänkern". Eine Zivilisation, die auf den Mond fliegt, wird wohl auch saubere Dieselfahrzeuge hinbekommen." ....???- Hoffen wirs.

Daimler-Chrysler hat sich jedenfalls gerade ordentlich blamiert mit der Zulassung seines neuen High-Tec-Diesels in Kalifornien.

Grüße!

a6_Fan

Zitat:

Original geschrieben von Cosworth


Solange Heizungen ünd Öfen welche mit Holz beheizt werden, mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet werden, obwohl diese extrem viel Feinstaub ausstossen (hab vor kurzem gelesen 1 Heizung = ca. 1000Pkw) und überall empfohlen wird, sich einen Holzofen zuzulegen weil das ja ach so Umweltfreundlich ist (da CO2 neutral) geht die ganze Feinstaubpanik in die falsche Richtung.
Rußpartikelfilter entfernen die großen Partikel, welche im Vergleich zu den kleinen viel lungengängigeren schon fast ungefährlich sind, aber der Grenzwert wird ja eingehalten. Da kann ich genauso sagen, Benzin ist CO2 Neutral, da Rohöl ja ebenfalls mal aus Bäumen bestanden hat.

das kann man wohl sagen😁

vor 60Jahren war man froh endlich von der Plackerei und dem Gestank aus jeder Ecke nach verbranntem Holz und Kohle usw. weg zu kommen und nu wird doch glatt behauptet und noch staatlich gefördert das der Kram ja so toll sei für alle; nicht zu fassen.

Die Wochenendliche Lärmbelästigung durch Kreissägen ist mittlerweile in einigen Gemeindegebieten auch nicht mehr wegzureden; da kommt man Freitags Nachmittags vonner langen Arbeitswoche heim und dann son Lärm aus verschiedenen Ecken; kaum sind die rasenmäher vom Sommer verstummt kommem die Sägen und das Holzgehacke😁

Und wenn man was sagt bekommt man noch an den Kopf geworfen das man lieber mal seine Gasheizung ausbauen lassen sollte denn die sei eigenzlich eine potentielle Gefahr für alle Anwohner.......Prost Mahlzeit !

Zitat:

Original geschrieben von hessebauer


vor 60Jahren war man froh endlich von der Plackerei und dem Gestank aus jeder Ecke nach verbranntem Holz und Kohle usw. weg zu kommen und nu wird doch glatt behauptet und noch staatlich gefördert das der Kram ja so toll sei für alle; nicht zu fassen.

Holz ist aber eben CO2-neutral. Dies ist der eigentliche Vorteil. Feinstaub entsteht dabei genügend. Das will ja auch keiner bestreiten. CO2 ist aber ein größeres Problem als Feinstaub.

Das CO2 in Öl/Gas und Kohle liegt gebunden im Boden. Als es vor mehreren Millionen Jahren entstand, war vermutlich auch der CO2-Gehalt der Atmosphäre höher wie heute. Aber damals hatten wir auch subtropisches Klima in unseren Breiten. Das eigentliche Problem ist doch, dass dieses gebundene CO2, jetzt innerhalb weniger Jahrzehnte freigesetzt wird. Und die daraus resultierende Klimaveränderung einiges mitbringt, dass uns mächtig zu Schaffen machen wird.

Moin,

Zitat:

Original geschrieben von 3ertoddy


CO2 ist aber ein größeres Problem als Feinstaub.

Das Problem daran ist: Je nachdem wen man fragt, bekommt man unterschiedliche Antworten.

IMHO ist CO2 das langfristigere Problem - und wird außerdem auch durch "Fortschritt" und bessere Technik nicht nennenswert weniger. Feinstaub/Rußpartikel kann man dagegen filtern - müsste man nur auch noch tun.

MfG, HeRo

nein - das Problem ist das Risiko...

Hallo,

das Problem ist und das ist der Grund warum ich diesen Thread eröffnet habe das Risiko, dass vom Feinstaub ausgeht.

Das die Quellen mannigfaltig sind - vom Schiffsverkehr wurde noch gar nicht geredet - und die Luftqualität in Hamburg wird massgeblich davon beeinflusst... bis hin zum Kaminfeuer daheim ... ist bekannt, auch dass die Feinstäube sehr weiträumig durch die Luft transportiert werden und lokale Massnahmen allenfalls die lokalen Spitzen etwas mindern. Gut, das ist auch wichtig, löst aber nicht das Problem am Ort der Entstehung.

Wo alle verantwortlichen Leute - Verbraucher eingeschlossen - dran arbeiten sollten ist, die Werte wo möglich zu vermindern. Für viele Feinstaubquellen gibt es einfache Möglichkeiten bei der Entstehung von Feinstaub diesen zu vermeiden oder zumindest soweit zu minimieren, dass das Gesundheitsrisiko akzeptabel wird. Zum Beispiel auch durch ein Rauchverbot in öffentlichen Gasstätten. Geht doch in Italien auch.

Dass in Europa jährlich 300.000 Menschen aufgrund erhöhter Feinstaubwerte vorzeitig sterben ist meines Erachtens nicht hinnehmbar.

Und neuere Studien gehen sogar von noch größeren Gefahren durch Feinstaub aus, weshalb auch die WHO die Grenzwerte gesenkt hat.

Grüße!

a6_Fan

Zitat:

Original geschrieben von the_quilla


Feinstaub gibts aber nicht nur durch Autoabgase.
Feinstaub kommt auch natürlich in der Umwelt vor.
Schön wenn jedes Fahrzeug einen RPF hat, nur was passiert mit den Häusern in denen mit Öl geheizt wird?

Atomstrahlung ist auch ganz natürlich,

Jedes Haus strahlt.

Warum sich die Leute dennoch über Atomkraftwerke und -bomben aufregen?

Zitat:

Original geschrieben von hessebauer


das kann man wohl sagen😁
vor 60Jahren war man froh endlich von der Plackerei und dem Gestank aus jeder Ecke nach verbranntem Holz und Kohle usw. weg zu kommen und nu wird doch glatt behauptet und noch staatlich gefördert das der Kram ja so toll sei für alle; nicht zu fassen.

So ist es.

Vor 30 Jahren dachte man so langsam über Umweltschutz und Kats nach.

Seit dem ist die Luft ständig sauberer geworden.
Allerdings nicht dadurch, dass jeder mit dem Finger auf den anderen gezeigt hat.

Re: Russpartikelfilter vor allem für LKW, Busse etc.

Zitat:

Original geschrieben von a6_Fan


...das Thema Partikelfilternachrüstung sollte vor allem für die schweren "Geschütze" ein Thema sein. Schließlich hat so ein LKW oder eine Baumaschine eine ganz andere Lebensdauer.

Das ist es doch auch. Stichwort: AdBlue.

AdBlue ist aber zur NOx-Reduktion 😉

Gruß Meik

Hab mir jetzt nicht alles durchgelesen,

aber schonmal neben einem Euro 5 LKW mit AdBlue gestanden der Vollgas gibt? Da sieht man rein gar nichts mehr ausm Auspuff rauskommen. Soviel mal dazu das die LKWs am Feinstaub schuld sind. Vorallem wenn ich bei einer AU seh das jeder LKW ab 1996 bessere AU Werte hat als ein Auto.

Zum Partikelfilter, der ist der gröste schwachsinn den es gibt, klar der filtert die Ruspartikel herraus, und wenn der zu ist wird bei den Neuen Autos die Abgastemperatur erhöht und den Rus brennts wieder herraus. Das nennt man dan ein Selbstreinigendes System. Aber das will keiner Wissen.
Was mit den Nachrüstsystemen Passiert weis ich nicht, irgendwann sind die so zugerust das die nichtmehr Funktioniern. Da wird aber wohl kaum einer einen neuen Partikelfilter für 1000€ kaufen. Bei Bussen mit nachgerüstetem Partikelfilter war der nach 10tkm nutzlos.
Im endefekt ist das nur ne Verlagerung und keine Behebung des Problems.

Feinstaub entsteht auch schon wenn im Sommer die Autos auf der Strase fahrn, der Staub wird immer feiner gemalen und es entsteht Feinstaub. Man könnte ja deswegen Autos mit Reifen verbieten. Ohne Grund werden in Grosstätten nicht die Strasen gewaschen wenns mal wieder 3 Wochen lang nicht gerregnet hat.

Und die Industrie kann sich immernoch alles erlauben, da wird überhaupt nichts gemacht. Es geht immer nur gegen die Autofahrer. Die Diskusion um den Feinstaub ist der Gröste Schwachsinn, genauso wie mit dem Smog das interesiert mitlerweile auch niemanden mehr.

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