Werkstatt: Reparaturkosten mitgeteilt, keine Reparatur durchgeführt und entstandene Kosten
Guten Tag,
ich brauche bitte einen Tipp für folgende Angelegenheit:
Ich habe mein Auto in eine Werkstatt gebracht, um ein Problem zu prüfen. Problem ist, die Batterieanzeige leuchtet rot und die Lenkung funktioniert nicht mehr richtig.
Danach wurde mir telefonisch erklärt, dass die Lichtmaschine kaputt ist, sodass diese zu erneuern wäre und die Reparaturkosten ca. 750 EUR wären.
Den Preis finde ich zu hoch und möchte daher die Werkstatt nicht beauftragen. Das habe ich nachher schriftlich mitgeteilt. Darauf haben sie geantwortet, dass schon Kosten entstanden sind, die bei Abholung des Fahrzeugs zu zahlen sind.
Für Klarheit: Es wurde nur das Problem geprüft/festgestellt, also keine Reparatur durchgeführt.
Meine Frage ist, ob die Werkstatt dafür berechtigt ist bzw. wie hoch diese "entstandene Kosten" sein dürften?
Ich wäre dankbar dafür, wenn jemand mit solchen Erfahrungen mir einen Tipp geben könnte.
(auch wenn die Frage bei einem anderen Forum zu posten wäre!)
VG,
Andreas
Beste Antwort im Thema
Ist doch alles richtig gelaufen. Jetzt holst Du das defekte Auto wieder ab, zahlst die angefallenen Kosten, und überlegst wo Du eine neue LiMa einbauen lässt.
Wenn ich zum Italiener gehe, dort ein Bier trinke und feststelle, dass das Rumpsteak. 19,50 € kostet, ich den Kellner mit einer Online-Speisekarte vom Jugoslawen beglücke wo das Rumpsteak 16,50 € kostet und der Italiener auf seine Preise besteht, dann zahle ich halt das Bier und schaue, wo ich sonst noch was zu essen bekomme.
224 Antworten
Zitat:
@Fahrspaz schrieb am 9. April 2017 um 10:41:46 Uhr:
Zitat:
Das heist, wenn du anfängst aus dem Kosenvoranschlag das Ersatzteil raus zu streichen, sagt man dir hier in allen guten Werkstätten "kannst den ganzen Kostenvoranschlag streichen und deine selbst mitgebrachten Ersatzteile auch selbst einbauen".
Das steht der Werkstatt natürlich frei, habe ich auch kein Problem mit. Ich glaube sogar, dass es genug Dumme gibt die Fantasiepreise bezahlen. Muss jeder selbst wissen, was er macht.
Bestes Beispiel: Ford verlangt für ein Spiegelglas (beheizt, inkl. einer Diode für das BLIS) 350€ und zieht für einen Frontscheibentausch (beheizt, inkl. IR-Beschichtung) der Versicherung 2500€ oder sogar 2700€ (beide Preise selbst erlebt) aus der Tasche.
Das ist eine unentschuldbare Preisgestaltung und schreit nach Widerstand.
Wenn das Bauteil bei pkwteile.de vom selben Hersteller anstatt 130 € oder mehr nur 100 € kostet. (30% und mehr Aufschlag)
Wenn der Aufschlag mit Lagerhaltung, Personalkosten für den Lagerist etc. begründet wird, obwohl das Teil am nächsten Morgen von Stahlgruber kommt.
Wenn bei mehrmaligem Ablehnen des Angebots ein Rabatt von 15% auf die Materialien gewährt wird (letzte Woche bei einem Kollegen passiert, komplette Bremsen (Scheiben Beläge) von 1000 € Material auf 850€ Material. pkwteile.de zeigt ca. 650€, Scheiben je 200€ / Achse, Beläge 150€).
Dann spreche ich von Fantasiepreisen um den Dummen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und genau das sehe ich jeden Tag.
das Problem bei den mitgebrachten Teilen ist folgendes:
Mal angenommen, die Werkstatt verbaut eine "mitgebrachte" Lichtmaschine und an dieser entsteht innerhalb von sagen wir mal 4 Monaten eine erneute Reklamatio des Kunden. Jetzt geht der Eiertanz los:
- liegt es an der Montage / am Einbau der LiMa oder
- liegt der Fehler am Teil selbst?
Bei ersterem ist ja die LiMa bei bester Gesundheit und der einbauende Betrieb wird seinen Pfusch in Ordnung bringen. Sagen wir mal es war ein unzureichend befestigtes Kabel, eine Mutter oder eIn Kabelschuh hat sich durch Vibrationen gelockert.
Beim zweiten Beispiel will der einbauende Betrieb natürlich nichts umsonst machen wollen und dem Kunden die Fehlersuche an dem mitgebrachten Teil auf Auge drücken. Zurecht, wie ich meine. Mit der neuen Rechnung für Fehlersuche und ggf Instandsetzung oder gar Erneuerung macht sich der Kunde nun auf dem Weg zu limafuzzi.24.de oder einem ähnlichen Anbieter. Dieser soll dann Fehlersuche und ggf Erneuerung der LiMa zum Stundensatz von 90,- oder 100,- netto zahlen. Dieser wird das (zurecht) verweigern, da der Garantiegeber (oder der verkaufende Betrieb, der sich der gesetzl Gewährleistung unterwerfen muss) das Recht der Instandsetzung / Reparatur hat, was er in diesem Fall nicht ausüben durfte / konnte. Bei uns wird kein mitgebrachtes Teil eingebaut, welches nicht zu 100% zugänglich und / oder mechanisch ist.
Das war mal ein kleiner laienhafter Exkurs im GWL-Recht und dessen praxisbezogener Anwendung.
750€ für Lima Tausch an ner A-Klasse sind vollkommen Ok! Ist Scheißarbeit und nicht mal eben so(Va incl. Motor+Getriebe muss abgesenkt werden!
Ob sich das bei der Kiste noch lohnt muss man selber entscheiden! Und das der Preis im Netz billiger ist st ja wohl klar oder?
Ähnliche Themen
Ich finds immer wieder Lustig, einige Wissen es besser kennen sich angeblich mit allem aus. Und wieder stellt sich mir die Frage, wieso haben diese Personen nicht selber KFZ-Werkstätten, die müssten ja die Günstigsten Ersatzteilpreise und günstigen Stundenlohn an die Kunden weitergeben können und nebenbei noch Millionen schäffeln.
@frestyle
wen sprichst Du an und welchen wissenswerten Beitrag leistest Du mit Deinem Geschriebenen?
Zitat:
@Mark-86 schrieb am 9. April 2017 um 10:52:05 Uhr:
Zitat:
An meinem Mondeo war bis auf der Scheibenreparaturdienst in den letzten min. 5 Jahren keiner dran.
Das nützt aber den Leuten die ihr Auto nicht selbst reparieren wollen oder können nix.
(...)
Das kostet es eben, da käme auch niemand auf die Idee zu jammern dass er abgezockt wird, sondern kann sich ueberlegen ob er das will, oder eben nicht.
Mir ist ehrlich gesagt Wumpe, ob jemand anders es sich nicht selbst machen kann oder will. Wenn die Werkstätten nicht teilweise 100%-500% drauf hauen würden, würde ich ggf. selber die Werkstatt aufsuchen. So aber nicht. 30%...???? Mal ehrlich: Wo?!
- Bremsscheibensatz Vertragshändler: 480€, ATE, Brembo oder Co.: ~200€ inkl. Beläge!
- Radlager HA für meinen Mondeo: Vertragshändler nimmt 220€, SKF: 115€
- Muffe BKV: Volvo nimmt 28€, ZF nimmt für das Teil 7€.
- und
- und
- und
- und... Die Liste kann ich lange fortsetzen!
Mit 30% liegen die von euch besagten Werkstätten am unteren Rand. Viele Werkstätten ballern aber weit mehr oben drauf. Und das es nicht so ist, kannst du deiner Oma erzählen. Ich habe da ganz andere Erfahrung. Bei mir kommen Bekannte, Kollegen und Nachbarn immer wieder an, weil sie die Preise in der Werkstatt nicht zahlen wollen. Ich habe ein paar Werkstätten und Teilehändler, denen ich immer wieder Kunden vermittle. Diese sind in der Regel mit ihren Preisen humaner.
Ich habe eine Freie an der Hand, die auch gebrauchte Teile einbaut. (Ohne Gewährleistung auf das Teil!) Für einen 15 Jahre alten Wagen macht es durchaus Sinn, eine gebrauchte LiMa zu verbauen. Da muss es keine neue Lichtmaschine sein. Wenn man sich etwas Mühe gibt, bekommt man auch gut erhaltene gebrauchte Ersatzteile. Ich sehe da kein Problem, wenn der Kunde das Teil mit bringt.
Wer natürlich zwingend das Auto sofort und um jeden Preis repariert haben will, muss eben löhnen. Wer Zeit hat, der kann eben sparen.
Zitat:
@frestyle schrieb am 9. April 2017 um 12:29:01 Uhr:
Ich finds immer wieder Lustig, einige Wissen es besser kennen sich angeblich mit allem aus. Und wieder stellt sich mir die Frage, wieso haben diese Personen nicht selber KFZ-Werkstätten, die müssten ja die Günstigsten Ersatzteilpreise und günstigen Stundenlohn an die Kunden weitergeben können und nebenbei noch Millionen schäffeln.
Falls du z.B. mich gemeint hast: Ich habe einen guten/besser bezahlten Job. Da muss ich kein unterbezahlter Mechaniker sein. Ich betreibe das als Hobby. Spare mein Geld und muss mich nicht mit den Werkstätten rum ärgern.
MfG
Zitat:
@Fahrspaz schrieb am 9. April 2017 um 09:56:19 Uhr:
Ein großes Plus von Elektrofahrzeugen ist der geringe Wartungsaufwand; damit sollten solche Preisprobleme, wie man sie heute mit Werkstätten hat, der Vergangenheit angehören.
Es ist ziemlich blauäugig zu glauben es gäbe dann keine Preisprobleme mehr!
Zum einen fehlt mit (bezahlbaren) Elektrofahrzeugen flächendeckende Langzeiterfahrung was deren Haltbarkeit und Reparaturen angeht...
...zum anderen sind die Stundensätze für Arbeiten an der Elektrik eines Fahrzeuges bereits heute, neben denen fürs Lackieren, das teuerste was es in einer Werkstatt gibt - billiger werden die Reparaturen also nicht werden!
Und halten tun die Dinger auch nicht. Seit gestern abend habe ich den Beweis. 😁😁
https://www.youtube.com/watch?v=PS5PEwl-Gb0&t=304s
mfg
Siehst du, Johnes, genau dass ist dass was ich wieder sage.
Du vergleichst Internetteilepreise mit Vertragshändlerpreisen und schreibst dass "Werkstätten" zu.
In letzterem gibt es aber ein sehr breites Band. Du nimmst nun um deine dolle Ersparniss auf zu zeigen den Vertragshändler zum Selberschrauben und das sind 2 völlig unterschiedliche Leistungen die man gar nicht vergleichen kann. Schon fehlt dem Selberschrauber der Glaskasten, die Putzfrau, die kleine Blondine am Empfang, der Hol und Bringservice, etc. Und wer dass als Selberschrauber alles eh nicht braucht, der sollte dann nicht die Vertragshändlerpreise, sondern die Preise in ner freien Werkstatt als Referenz nehmen, dann ist die Differenz auch nicht mehr so hoch... Liest sich nur nicht so schön...
Zitat:
Und wieder stellt sich mir die Frage, wieso haben diese Personen nicht selber KFZ-Werkstätten, die müssten ja die Günstigsten Ersatzteilpreise und günstigen Stundenlohn an die Kunden weitergeben können und nebenbei noch Millionen schäffeln.
Das frage ich mich auch immer...
Und spätestens da wiederlegt die Praxis die Theorie, die dann wohl falsch ist...
Wo ist die unterschiedliche Leistung? Ich will eine Bremse! Was ist an einer Bremsscheibe, die weder beschichtet ist, noch besonders haltbar besser, was mehr als den doppelten Preis rechtfertigt?
Übrigens ist es auch bei 100%ig identischen Teilen der Fall. Und warum muss ich alles mit bezahlen, wenn ich nur die Bremsscheibe will? Was hat das mit dem Glaskasten und der blonden Putze zu tun? Mich holt keiner von Zuhause ab und fährt mich zur Werkstatt, wenn ich nur die Bremsscheibe will. Daher ist der mehr als doppelte Preis nicht gerechtfertigt und ich werde ihn nicht zahlen. Gibt schließlich den freien Handel! (Solange du diesen nicht verbietest!)
Wo habe ich Internetpreise geschrieben?
Solange du mir das nicht zeigen kannst, stemple ich deine Aussage mal als absichtliche Tatsachenverdrehung ein, um meinen Beitrag schlecht zu machen.
Ich kaufe 95% meiner Teile nicht im Netz, sondern bei meinem freien Teilehändler. Ich brauche keinen Glaspalast und keine Putzfrau mit blonden Haaren, die mir mit dem Kaffee in der Hand erotische Fantasien beschert. Ich will mein Bauteil zu annehmbaren Preisen.
Zitat:
Zitat:
Und wieder stellt sich mir die Frage, wieso haben diese Personen nicht selber KFZ-Werkstätten, die müssten ja die Günstigsten Ersatzteilpreise und günstigen Stundenlohn an die Kunden weitergeben können und nebenbei noch Millionen schäffeln.
Das frage ich mich auch immer...
Und spätestens da wiederlegt die Praxis die Theorie, die dann wohl falsch ist...
Ich stell mein Wissen oftmals sogar kostenlos zur Verfügung!
Mal eine Frage: Machen dich Millionen glücklicher? Ich habe ein gutes Einkommen und verzichte oftmals sogar auf "Stunden", weil mir Zeit mehr wert ist, als die Kohle für die Überstunden. Einige Kollegen danken es einen, wenn ich ihnen dadurch mehr Stunden zu kommen lasse. Ich muss nicht immer arbeiten! Ich wirtschafte so, dass ich das nicht muss.
Solange man einen Millionenüberschuss hat, kann es wohl nicht sein, das es eine faire kosteneffektive Preisgestaltung ist, die dem Kunden zugute kommt?
MfG
Zitat:
@Johnes schrieb am 9. April 2017 um 13:17:46 Uhr:
[]....
Falls du z.B. mich gemeint hast: Ich habe einen guten/besser bezahlten Job. Da muss ich kein unterbezahlter Mechaniker sein. Ich betreibe das als Hobby. Spare mein Geld und muss mich nicht mit den Werkstätten rum ärgern.
dito.
ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass ich, wenn ich es selbst mache, genau weiß, was da so passiert und sehr wahrscheinlich sorgfältiger arbeite als die meisten gehetzten (liegt meist nicht in deren verschulden) oder schlimmer, teilweise nur lustlosen berufsschrauber.
bisher habe ich fast immer, wenn ich mal aus zeitgründen oder weil ausgerechnet 300km von daheim ein teil meinte, den dienst quittieren zu müssen, nachher oder schon bei 'übergabe' irgendwelche pfuschereien entdeckt.
etliche 'vergessene' oder gar abgerissene schrauben, falsch montierte teile etc.
bloß die kunden-laien, die keine ahnung haben, sehens halt nicht.
und denen wird beim nächsten werkstattbesuch erzählt, ups, da ist noch mehr kaputt gegangen.
zu den teilen:
ein bekannter im oldtimerclub (geschäftsführer eines autohauses einer 'großen' marke) hat mir mal gesteckt, ein großteil der einnahmen wird mittlerweile mit den teilepreisen generiert. da wird gern mal mit 1000% (tausend) aufschlag kalkuliert.
und der günstige teilehandel, ders für die ½ abgibt, verdient immer noch bis 500%😛
johnes aussagen sind logisch und nachvollziehbar. das hier die werkstatteigner rumheulen ist klar.😁
Der Hersteller haut paar hundert Prozent rauf, wenn er es abgibt. Der Teilehändler kann da keine 500% und mehr drauf hauen. Der Hersteller produziert für 30€ und verkauft für 100€ direkt an den Teilehändler oder für 80€ an den Großhändler. Der Großhandel dann wieder für 100€. Der Einzelhandel verkauft für 115€. Den meisten Gewinn erzielt der Produzent. Wenn das Teil an den Fahrzeughersteller geht und dieser das Teil vertreibt, drückt er den Hersteller auf 50€ und verkauft für 220€...
MfG