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Werkstatt führt nicht abgesprochene arbeiten durch

Themenstarteram 9. August 2019 um 14:49

Hallo zusammen, ich hab ein etwas größeres Problem bezüglich Autoreperatur.

Brachte das Auto wegen Motorklackern vor einigen Tagen zur Meisterwerkstatt, da ich erstmal die Hydrostößel im Verdacht hatte wollte ich zunächst einfach nur den Öldruck messen lassen (Klappern im warmen Zustand).

Der Meister hörte sich das ganze an und sagte das käme nicht vom Öldruck, man sollte die Kompression messen , da das Auto sich auch manchmal im Leerlauf etwas schüttelt, was ich dann anstatt der Öldruckmessung in Auftrag gab.

Es stellte sich heraus, dass die Kompression in Ordnung sei und er noch das AGR Ventil ausgebaut und gereinigt hätte. Hab ich zwar nicht bestellt aber macht eigentlich Sinn , Ok. Nächste Fehlerquelle könnte die Steuerkette/Spanner sein, ergo müsse der der Zündzeitpunkt geprüft werden. Hab ich auch machen lassen.

Jetzt war ich vorhin dort weil telefonisch nicht zu erreichen und jetzt kommts: Die Steuerkette, Kettenspanner, Nockenwellen nebst Schlepphebel waren schon runter obwohl ich eigentlich nur eine Kompressionsüperprüfung sowie Überprüfung der Steuerzeiten in Auftrag gegeben habe!

Gewechselt werden müsse neben der Kette/Spanner auch die Hydrostößel wie ich von Anfang an vermutet habe. Alles zusammen 1200€ + X. Hab den Wechsel erstmal nicht in Auftrag gegeben, da das Auto meiner Mutter gehört und ich noch Rücksprache halten müsse, hab dafür eine schriftliche Kostenaufstellung bekommen. Das finde ich nun überhaupt nicht in Ordnung, die Hälte der Arbeit ist ja praktisch ohne jegliche Rücksprache gemacht und will auch bezahlt werden, gleichzeitig hab ich praktisch keine Möglichkeit mehr nein zu sagen und mit dem Auto vom Hof zu kommen, evtl die Arbeit wo anders machen zu lassen oder vielleicht auch gar nicht.

Hatte sowas schonmal jemand hier? Was könnte ich machen?

Schonmal danke für evtl antworten...

Beste Antwort im Thema

Formal war die Vorgehensweise der Werkstatt natürlich nicht ok, technisch andererseits womöglich das Sinnvollste, drohendem, größerem Schaden vorzubeugen.

Macht die Arbeit dieser Werkstatt einen vertrauenerweckenden Eindruck, wäre es sicherlich vertretbar, mit der/dem für das bisherige Prozedere Verantwortlichen in angemessenem, aber versöhnlichem Ton, Klartext zu reden, einen beiderseits akzeptablen Gesamtpreis auszuhandeln und die nötigen Arbeiten dort erledigen zu lassen.

Hast du den Eindruck einer windigen Abzockerbude oder den von Leuten, die ohnehin 'mauern', kannst du dir getrost gleich einen Anwalt suchen, der alles Weitere erledigt!

.

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Formal war die Vorgehensweise der Werkstatt natürlich nicht ok, technisch andererseits womöglich das Sinnvollste, drohendem, größerem Schaden vorzubeugen.

Macht die Arbeit dieser Werkstatt einen vertrauenerweckenden Eindruck, wäre es sicherlich vertretbar, mit der/dem für das bisherige Prozedere Verantwortlichen in angemessenem, aber versöhnlichem Ton, Klartext zu reden, einen beiderseits akzeptablen Gesamtpreis auszuhandeln und die nötigen Arbeiten dort erledigen zu lassen.

Hast du den Eindruck einer windigen Abzockerbude oder den von Leuten, die ohnehin 'mauern', kannst du dir getrost gleich einen Anwalt suchen, der alles Weitere erledigt!

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Theoretisch kannst Du verlangen, dass Dein Auto wieder zusammengebaut wird (so wie es war) und nachdem Du die beauftragten Arbeiten bezahlt hast, kannst Du wieder fahren. Die Werkstatt hat ja keine nachweisbare Legitimation für die durchgeführten Arbeiten.

Praktisch würde ich aber auch zu der vorgeschlagenen Vorgehensweise von "Sonntagsschrauber" raten.

Könnte mir vorstellen, dass hier die Kommunikation innerhalb der Werkstatt nicht ganz funktioniert hat - Betrugsversuch ist aber natürlich auch nicht auszuschließen.

Kommt jetzt drauf an, welche Formulierung du im Auftrag unterschrieben hast.

Steht drin: "Unregelmäßigkeiten des Motorlaufs beseitigen", wäre das der Freifahrschein für die Werkstatt jetzt schon das Weihnachtsgeld zu verdienen.

.

Steht jedoch geschrieben: "Ursache für unregelmäßigen Motorlauf feststellen", bist du der Sieger.

Hast du den Auftrag jedoch nur mündlich erteilt, ist die Werkstatt in der Beweispflicht.

Themenstarteram 9. August 2019 um 18:17

Erstmal danke für die vernünftigen Ratschläge.

Eins vorab: Es wurde nichts unterschrieben, alles wurde mündlich vereinbart. Einen Pauschalauftrag hab ich auf keinen Fall erteilt, nur Schritt für Schritt die Kompressions und anschließend Steuerzeitenmessung. Ich hab nachdem ich nach einem Kostenvoranschlag fragte einen Auftragszettel bekommen, mit den vorraussichtlich anfallenden kosten. Das zeigt eigentlich ja bereits, dass noch nichts gemacht werden sollte.

Die Werkstatt kannte ich bis dato nicht, machte aber einen guten Eindruck und ist in der KFZ Innung, nur das ich telefonisch nicht nicht einmal kontaktiert wurde was jetzt gemacht werden soll und auch selbst nicht durchkam war komisch...Und jetzt das :D

Ich selbst habe sowas noch nicht erlebt und fühl mich ganz schön überrumpelt. Und ehrlichgesagt auch etwas hilflos. Schwanke zwischen "gut gemeint" und "perfider Masche"

Der Schrauber muss ja nochmal ran - so oder so - Die Frage ist ob man einen defekten Spanner und laut seiner Aussage stark gelängte Kette nochmal einbauen kann, wenn ich jetzt sage er soll alles wieder in den Ursprungszustand versetzen und auf dem Heimweg ein Folgeschaden auftritt...Mann oh Mann...

Mündlich, da seh ich das Problem. Er kann ja sagen ja das du das beauftragt hast.

Zitat:

@--AudiB493-- schrieb am 9. August 2019 um 14:49:47 Uhr:

Alles zusammen 1200€ + X.

Wenn X im Rahmen der für Kostenvoranschläge üblichen 15% bleibt, würde ich es machen lassen und gut ist.

Und alle ausgewechselten Teile aushändigen lassen...

@--AudiB493—

Es ist oft sehr hilfreich, wenn man immer auch schreibt, um welches Fahrzeug es sich handelt Typ, Motor, Laufleistung usw. Ist es der Audi, der in deiner Signatur steht?

Zitat:

@--AudiB493-- schrieb am 9. August 2019 um 14:49:47 Uhr:

Hatte sowas schonmal jemand hier? Was könnte ich machen?

So ein Problem mit einer Werkstatt, nein, ein sehr lautes Klackern hingegen schon.

 

Gruß

Uwe

was zu machen was nicht abgesprochen war ist vertagswidrig.

gespräche führen, anwalt drohen.

da keine beweise(zeugen ist es alles wischi waschi.

eine ordnungsgemäße werkstatt arbeit auch ordnungsgemß

Themenstarteram 10. August 2019 um 21:08

@Uwe Mettmann: Es geht nicht um den Audi in der Signatur, sondern um einen VW mit FSI Motor.

 

Dazu muss ich noch sagen das die Kosten die hier im Raum stehen bei dem Auto wirklich sehr, sehr hart an der Grenze zu "Lohnt nicht mehr" sind - Habe heute eine E-Mail an den Ansprechpartner der hiesigen Schiedsstelle geschrieben und ihm den Sachverhalt beschrieben, mal schauen ob da etwas rumkommt. Zum abnehmen der Kette musste ja ach die Ölwanne runter, wo das erst am 19.7 gewechselte Motoröl ist? Aber das nur am Rande... Bin schon sehr ungehalten.

Hallo, und wie ging es weiter? Ist ja jetzt schon wieder fast drei Wochen ins Land gegangen und mancher hier möchte ja auch aus solchen Erfahrungen seine Rückschlüsse ziehen, um Fehler zu vermeiden ;-))

Zitat:

@--AudiB493-- schrieb am 10. August 2019 um 21:08:30 Uhr:

Zum abnehmen der Kette musste ja ach die Ölwanne runter, wo das erst am 19.7 gewechselte Motoröl ist?

Natürlich im Altölbehälter. Sonst müsste man es ja separat auffangen, aber wie? Kanister mit einem Trichter drunter halten. Schwierig und auch deutlich zeitaufwendiger und vorm Wiedereinfüllen müsste es ja auch erst noch gefiltert werden. Nur mehr Arbeit und viel Risiko für die Werkstatt, das aber der Kunde bestimmt nicht honoriert. Haben wir früher im Autohaus auch nie gemacht, aber guten Kunden das neue Öl eventuell nicht berechnet. Ist unterm Strich billiger.

In einer seriösen Werkstatt wird ein Reparaturauftrag erstellt, mit dem Kunden besprochen und anschließend von ihm unterschrieben. Üblich ist meiner Meinung nach auch ein Anruf der Werkstatt, wenn die Reparatur umfang- und kostenreicher ist als erwartet. In diesem Falle kann der Kunde immer noch entscheiden, ob er von der Reparatur Abstand nimmt. So sind meine positiven Erfahrungen mit meinem :).

In Deinem Fall liegt demzufolge ein beidseitiges Versäumnis vor.

Wenn Kette/Spanner/Stössel rasseln und die Werkstatt nichts gemacht hätte ausser Diagnose und gestern wäre nun die Kette übergesprungen mit allen unangenehmen Folgen/Kosten, was würdest Du uns dann heute sagen?

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