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Wer klagt für weniger?

Themenstarteram 6. Mai 2021 um 9:29

Nachdem ein am Handy spieldender Zeigenosse meiner Frau hinten ins Auto gefahren ist halt das normale Programm. Anwalt, Gutachter - fertig.

Jetzt kommt die HDI, wir haben geprüft und zahlen 57€ weniger. Wird ja langsam immer besser mit denen. Früher gab's wenigstens noch irgendwelche Möchtegernprüfberichte von carexpert, controlexpert und wie die Auftragskürzer so alle heißen. Aber nichts, selbst auf Anschreiben meines Rechtsanwaltes "nö, keine Begründung, für uns ist der Fall abgeschlossen" :confused:

Rechtsanwalt freute sich schon als ich am Telefon sagte "Natürlich wird geklagt". :p

Würde mich einfach mal interessieren, wer hat schon eine Versicherung für weniger verklagt?

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271 Antworten

Und wenn der Schaden in voller Höhe reguliert worden wäre bekäme der RA nix?

Zitat:

@Moers75 schrieb am 6. Mai 2021 um 09:29:57 Uhr:

Würde mich einfach mal interessieren, wer hat schon eine Versicherung für weniger verklagt?

Ich nicht selbst aber ein Arbeitskollege.

30 Eur irgendwas wurden nicht erstattet.

Der Kollege hatte abgewunken, aber sein Anwalt war da wohl in seiner Ehre gekränkt und hat darauf bestanden Klage eineichen zu dürfen.

Monate später war das Geld da, gezahlt von der Versicherung vor dem Gerichtstermin.

Zitat:

@rufus608 schrieb am 6. Mai 2021 um 11:17:16 Uhr:

Und wenn der Schaden in voller Höhe reguliert worden wäre bekäme der RA nix?

Keine Klage, keine weiteren Honorare für den Anwalt und keine Kosten für´s Gericht.

Aber für seine Tätigkeit, außerhalb des Gerichts gegen die Versicherung vorzugehen, bekommt er schon sein Honorar. Wie hoch? Keine Ahnung. :)

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Themenstarteram 6. Mai 2021 um 11:41

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:37:00 Uhr:

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Und wegen solcher Leute wie dir kommen die Versicherungen mit ständigen rechtswidrigen Kürzungen durch. Zahl du doch mal willkürlich 30€ weniger Versicherungsbeitrag und erzähl der Versicherung was von "reicht auch".

Mal gucken ob die es dann genauso sehen ...

Wenn vernünftig reguliert würde bräuchte man nicht be jedem Kleinschaden einen Anwalt um seinen vollen Schadenersatz zu bekommen.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:37:00 Uhr:

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Kann man auch umdrehen und sagen daß die Versicherungen einfach nicht ungerechtfertigt kürzsen sollen.

30,- bei jedem Schaden macht am Ende des Jahres auch ein hübsches Sümmchen.

Gruß Metalhead

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:37:00 Uhr:

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Sicher richtig.

Richtig ist aber auch, dass es Methode hat, wenn die Versicherungen in 49 von 50 Fällen damit durchkommen...

Zitat:

@Moers75 schrieb am 6. Mai 2021 um 11:41:50 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:37:00 Uhr:

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Und wegen solcher Leute wie dir kommen die Versicherungen mit ständigen rechtswidrigen Kürzungen durch. Zahl du doch mal willkürlich 30€ weniger Versicherungsbeitrag und erzähl der Versicherung was von "reicht auch".

Mal gucken ob die es dann genauso sehen ...

Wenn vernünftig reguliert würde bräuchte man nicht be jedem Kleinschaden einen Anwalt um seinen vollen Schadenersatz zu bekommen.

Ich persönlich brauche in solchen Fällen ganz sicher keinen Anwalt, weil ich in der Lage bin, mein Recht auch ohne Anwalt durchzusetzen. Man muss in solchen Fällen einfach nur mal zum Telefon greifen und ein vernünftiges Gespräch mit der Versicherung führen. In den allermeisten Fällen bekommt man so die Kuh vom Eis.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 6. Mai 2021 um 11:42:36 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:37:00 Uhr:

Und wegen solcher Leute, denen es nur darum geht, Recht um jeden Preis zu behalten oder zu bekommen und deswegen um 30 Euro klagen, sind unsere Gerichte hoffnungslos überlastet.

Kann man auch umdrehen und sagen daß die Versicherungen einfach nicht ungerechtfertigt kürzsen sollen.

30,- bei jedem Schaden macht am Ende des Jahres auch ein hübsches Sümmchen.

Gruß Metalhead

Leider hast Du damit Recht. Ich habe gerade vor einigen Wochen einen Fall gehabt, bei dem ich mir sicher war, dass der Vertragspartner bei einer Stornierung absichtlich zu meinen Ungunsten falsch gerechnet hatte. Eine kurze Mail mit der Bitte um Erklärung und schon wurde richtig abgerechnet. Das kann natürlich auch jeder Anwalt, aber eben auch jeder, der die Finger in geordneter Folge auf einer Tastatur platzieren kann.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:51:37 Uhr:

.....

Ich persönlich brauche in solchen Fällen ganz sicher keinen Anwalt, weil ich in der Lage bin, mein Recht auch ohne Anwalt durchzusetzen. Man muss in solchen Fällen einfach nur mal zum Telefon greifen und ein vernünftiges Gespräch mit der Versicherung führen. In den allermeisten Fällen bekommt man so die Kuh vom Eis.

wenn das Verhalten des Versicherers Methode hat, rennst Du da evtl. gegen Mauern, bzw. wirst nur in einem Callcenter von einem "Nicht-Entscheider" zum nächsten durchgereicht - das passende Procedere mit Anspruchstellern ist da schon vorinstalliert.....

bei dem offensichtlichen Fehler, den Du erlebt hast, war der Sachverhalt ja anders....

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:56:48 Uhr:

Eine kurze Mail mit der Bitte um Erklärung und schon wurde richtig abgerechnet. Das kann natürlich auch jeder Anwalt, aber eben auch jeder, der die Finger in geordneter Folge auf einer Tastatur platzieren kann.

Das ist prinzipiell richtig und ich praktiziere das auch so.

Bei meinem letzten Schaden habe ich im Abstand von 4 und 8 Wochen selber geschrieben, und nix ist passiert.

Nach dem Schreiben vom Anwalt war innerhalb von 3 Tagen das Geld da.

Scheint also von einigen Versicherungen auch so gewollt zu sein, anders kann ich mir das nicht erklären.

Gruß Metalhead

Wenn man sich zunächst selbst gekümmert und nichts erreicht hat, kann man noch immer den nächsten Schritt gehen. Ich hatte hier nur die eine oder andere Äußerung so verstanden, dass man immer gleich die große Kavallerie mobil machen will und das halte ich eben für übertrieben. Bei mir käme noch dazu, dass ich bei derart geringen Beträgen ganz sicher nichts weiter unternehmen würde, weil mir meine Zeit dafür zu schade wäre.

Themenstarteram 6. Mai 2021 um 13:04

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:51:37 Uhr:

Ich persönlich brauche in solchen Fällen ganz sicher keinen Anwalt, weil ich in der Lage bin, mein Recht auch ohne Anwalt durchzusetzen. Man muss in solchen Fällen einfach nur mal zum Telefon greifen und ein vernünftiges Gespräch mit der Versicherung führen. In den allermeisten Fällen bekommt man so die Kuh vom Eis.

Der Witz war gut :D

Hat nur leider mit der Abrechnungsmentalität der Versicherungen rein gar nichts mehr mit der Realität zu tun. Die Zahlen selbst nach mehrfacher Aufforderung meines Rechtsanwaltes nicht, sie liefern nicht einmal eine Begründung für ihre Kürzung. Weder auf Anruf noch auf Schreiben meines RA mit Klageandrohung.

Und jetzt kommst du mit "kann man alleine, braucht nur anrufen". Genau. Iss klar. :rolleyes:

 

Zitat:

@Moers75 schrieb am 6. Mai 2021 um 13:04:59 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 6. Mai 2021 um 11:51:37 Uhr:

Ich persönlich brauche in solchen Fällen ganz sicher keinen Anwalt, weil ich in der Lage bin, mein Recht auch ohne Anwalt durchzusetzen. Man muss in solchen Fällen einfach nur mal zum Telefon greifen und ein vernünftiges Gespräch mit der Versicherung führen. In den allermeisten Fällen bekommt man so die Kuh vom Eis.

Der Witz war gut :D

Hat nur leider mit der Abrechnungsmentalität der Versicherungen rein gar nichts mehr mit der Realität zu tun. Die Zahlen selbst nach mehrfacher Aufforderung meines Rechtsanwaltes nicht, sie liefern nicht einmal eine Begründung für ihre Kürzung. Weder auf Anruf noch auf Schreiben meines RA mit Klageandrohung.

Und jetzt kommst du mit "kann man alleine, braucht nur anrufen". Genau. Iss klar. :rolleyes:

Da mir zu Deinem Fall nicht mehr bekannt ist als das, was Du hier geschrieben hast, kann ich das nicht weiter kommentieren. Ich habe beruflich sehr oft mit Behörden und behördenähnlichen Instituionen zu tun und daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man mehr hätte erreichen können, wenn man eine Lösung auf Augenhöhe angestrebt hätte. Natürlich räume ich ein, dass Dein Fall einer der wenigen sein könnte, in denen die Versicherung total mauert.

Dann stellt sich noch immer die Frage, ob es wirtschaftlich Sinn macht, den Betrag gerichtlich geltend zu machen.

Klagen, natürlich, aber vorher prüfen, ob man selbst keinen Rechenfehler gemacht hat.

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