Wer hat auf einer gleichzeitigen Auf- und Abfahrt Vorfahrt?
Ich habe eine Frage und zwar muss ich ab und zu auf der Autobahn eine Stelle passieren, bei der ein Abfahrtsstreifen gleichzeitig der Beschleunigungsstreifen einer Auffahrt ist.
Jetzt möchte ich mal wissen, wer hier Vorfahrt hat, denn ich denke, dass der Verkehr, der Abfahren will, Vorfahrt haben müsste.
Angehängt ist ein Bild und das zeigt die Situation an. Meiner Meinung nach hat das rote Auto das Recht, in die Abfahrt zu fahren und das blaue Auto muss die Vorfahrt gewähren.
Joscha
Beste Antwort im Thema
Hallo,
bei einem Spurtausch müssen sich die Fahrer angemessen verständigen..bei einem Crash bekommen beide Teilschuld.
so habe ich es zumindest in Erinnerung...😉
Grüße Andy
43 Antworten
Hallo ins Forum,
Zitat:
Original geschrieben von Joscha2
Ich habe eine Frage und zwar muss ich ab und zu auf der Autobahn eine Stelle passieren, bei der ein Abfahrtsstreifen gleichzeitig der Beschleunigungsstreifen einer Auffahrt ist.Jetzt möchte ich mal wissen, wer hier Vorfahrt hat, denn ich denke, dass der Verkehr, der Abfahren will, Vorfahrt haben müsste.
Angehängt ist ein Bild und das zeigt die Situation an. Meiner Meinung nach hat das rote Auto das Recht, in die Abfahrt zu fahren und das blaue Auto muss die Vorfahrt gewähren.
Joscha
wie hier schon geschrieben wurde ist die Sachlage durch die Beschilderung (übrigens kenne ich die so deutschlandweit gleich) klar. Das rote Auto hat Vorfahrt, das blaue muss warten bzw. es einscheren lassen.
Bei solchen Situationen gibt's keine Notwendigkeit der Verständigung, die Vorfahrtsregeln sind klar. Leider sieht man's in der Realität anders, da kaum einer die einfachsten Vorfahrtsregeln beherrscht. Hab' beides schon erlebt (auf angeblicher Vorfahrt bestehende "blaue" Fahrzeuge und ihr Vorfahrt nicht oder nur stark verzögert nutzende "rote" Fahrzeuge).
@Wraithrider
Die Beschilderung ist übrigens auch vernünftig, das blaue Auto kommt von der durchgehenden Fahrbahn i.d.R. mit höherer Geschwindigkeit an, fädelt auf den anderen Fahrstreifen ein und verlangsamt dort, um die Kurve der Verzweigung fahren zu könne. Das rote Auto kommt i.d.R. langsamer aus der Kurve an, fädelt sich hinter den schneller Ankommenden auf die andere Spur ein und beschleuigt. So einfach ist das in der Theorie. In der Praxis leider nicht.
Viele Grüße
Peter
PS: @ TE handelt es sich bei dem Beispiel zufällig um das Wiesbadener Kreuz? Hier habe ich, da die Strecke kurz ist, die merkwürdigsten Erlebnisse gehabt. Wir kommen ja aus dem selben Kreis.
Das ist aber sehr theoretisch. Das Auffahrende Auto kommt in der Praxis mit der Kurvengeschwindigkeit an und wird schneller, das Abfahrende mit minimal über Kurvengeschwindigkeit und wird langsamer. Man wird es kaum je erleben, dass jemand schnell auf die Abfahrt zu fährt und dann abrupt bremst, sondern i. d. R. wird vom Gas gegangen und ausrollen gelassen, allen Falls sanft die Bremse gestreichelt.
Das Problem entsteht ja überhaupt erst dadurch, dass beide annähernd gleich schnell sind und einer bremsen und der andere beschleunigen muss. Und da wäre es eben unsinnig vor'm Abfahren noch mal zu beschleunigen und vor'm geradeaus weiter fahren noch mal zu bremsen.
Noch mal: Woher weiß das rote Fahrzeug, dass es Vorfahrt hat? Dort steht ja kein entsprechendes Verkehrszeichen.
Überhaupt habe ich mit dem Begriff "Vorfahrt" bzw. "klare Vorfahtrsregeln" hier irgendwie Probleme. Es handelt sich schließlich nur um Spurwechselvorgänge. An einer Straßenkreuzung kann ich mir eher was unter "klare Vorfahrtsregeln" vorstellen. Wenn zwei Fahrzeuge auf nebeneinander verlaufende Spuren fahren, kann sich das eine Fahrzeug ja schlecht wegbeamen, sondern muss erst mal langsamer oder schneller werden. Da kann kein Fahrzeug sofort wechseln!
Wenn es um Vorfahrtsregeln geht, würde ich eher sagen, dass ein Fahrzeug gar nicht da sein dürfte.
Nachtrag: Zu Fahrsteifenwechsel sagt Paragraph 7 abs. 5 STVO übrigens:
"In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen."
Nachtrag2: Nach weiteren genauen lesen der STVO, habe ich immer mehr den Eindruck, dass das Schild 205 an dieser Stelle keinen Sinn macht. Es gilt wohl nur für Kreuzungen und Einmündungen. Das trifft hier aber doch gar nicht zu?
Im übrigen findet sich das Problem doch häufiger, als ich dachte: http://www.wer-weiss-was.de/theme64/article3981157.html
Zitat:
Original geschrieben von Kermit00
Nur weiß ich nicht, was ich in Zukunft großartig anders machen soll? Soll ich auch vor dem Schild anhalten, bis die Hauptstraße eventuell etwas freier wird? Wenn ich das mache, dann lasse ich garantiert in den nächsten Wochen jemand bei mir auffahren! Selbst wenn der Fahrer aufmerksamer ist und auch hinter mir anhält, so werden mich die meisten garantiert anhupen.Zitat:
Original geschrieben von Maik380
Wenn das zeichen 205 (vorfahrt gewähren) da steht, sollt eigendlich alles klar sein 😉.
Na ist doch ganz einfach, bei einem Vorfahrt gewähren Schild, nie den Vordermann aus den Augen lassen! Denn Du weißt nie was der machen wird!
Genauso wenig sollte man beim links abbiegen und warten, die Lenkung schon eingeschlagen haben. Was passiert wenn Dir dann einer hinten reinfährt...............genau mit schmackes in den Gegenverkehr!
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Hallo ins Forum,
Zitat:
Original geschrieben von Kermit00
Noch mal: Woher weiß das rote Fahrzeug, dass es Vorfahrt hat? Dort steht ja kein entsprechendes Verkehrszeichen.
Überhaupt habe ich mit dem Begriff "Vorfahrt" bzw. "klare Vorfahtrsregeln" hier irgendwie Probleme. Es handelt sich schließlich nur um Spurwechselvorgänge. An einer Straßenkreuzung kann ich mir eher was unter "klare Vorfahrtsregeln" vorstellen. Wenn zwei Fahrzeuge auf nebeneinander verlaufende Spuren fahren, kann sich das eine Fahrzeug ja schlecht wegbeamen, sondern muss erst mal langsamer oder schneller werden. Da kann kein Fahrzeug sofort wechseln!
Wenn es um Vorfahrtsregeln geht, würde ich eher sagen, dass ein Fahrzeug gar nicht da sein dürfte.Nachtrag: Zu Fahrsteifenwechsel sagt Paragraph 7 abs. 5 STVO übrigens:
"In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen."
weil's kein Fahrstreifenwechsel im Rechtsinne, sondern ein kombiniertes Ab- und Einfahren ist. Fahrstreifenwechsel i.S. des § 7 kann's nur bei mehreren Fahrstreifen einer Richtung (getrennt durch die schmalen Abgrenzungsstrichte), aber niemals bei Ein- und Ausfahrten oder Verzweigungen (außer diese sind selbst mehrspurig) geben (daher sind z.B. Verzögerungs- oder Beschleunigungsstreifen (auch solche Verzweigungen) auch mit den dicken Abgrenzungsstrichen gekennzeichnet).
Somit gilt - wie übrigens bei jeder Einfahrt auch -, dass der durchlaufende bzw. abfahrende Verkehr (hier das rote Auto) Vorfahrt vor dem einfahrenden Verkehr (hier das blaue Auto) hat. Das rote Auto braucht daher kein Zeichen zu bekommen, das Vorfahrt achten für das Blaue steht im Prinzip nur zur Verdeutlichung dar. Somit MUSS das blaue Auto notfalls durch Bremsen dem roten Auto das Abfahren zu Beginn der Strecke ermöglichen und darf erst dann selbst einfahren, wenn dies gefahrlos möglich ist. Übrigens kommt's in so einer Situation zum Unfall (halbe ich in der Ausbildung mehrfach erlebt) bekommt der Fahrer des blauen Autos im Regelfall die Schuld zu 100%, da die Betriebsgefahr des roten Autos wegen der verkehrswidrigen Fahrweise des blauen Autos nicht ins Gewicht fällt.
Insoweit ist die Rechtslage klar, auch wenn wir tagtäglich leider etwas anderes erleben müssen.
Viele Grüße
Peter
Hallo
Ist doch ganz einfach, derjenige der die Spur wechseln will muss aufpassen. Wollen beide wechseln müssen beide aufpassen.
Mit " Ich hab recht ich halt jetzt drauf " kommt keiner ans Ziel. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort und nicht " Hoppla jetzt komm ich"
Begegnen sich zwei Sturköppe müssen die Richter alles weitere klären.
Gruß Dirk
Hallo ins Forum
Zitat:
Original geschrieben von dw1566
HalloIst doch ganz einfach, derjenige der die Spur wechseln will muss aufpassen. Wollen beide wechseln müssen beide aufpassen.
Mit " Ich hab recht ich halt jetzt drauf " kommt keiner ans Ziel. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort und nicht " Hoppla jetzt komm ich"
Begegnen sich zwei Sturköppe müssen die Richter alles weitere klären.
Gruß Dirk
natürlich steht der § 1 (gegenseitige Rücksichtnahme) über allem. Aber in dieser Situation ist es eben kein Spurwechsel, sondern eben ein Ein- und Abfahren und da ist die Vorfahrt klar geregelt.
Übrigens mit Sturkopp hat dies nichts zu tun. Ich hatte schon mehrfach den "Spaß", dass mir unmittelbar am Beginn jemand (wartepflichtiges) mit ca. 40 (ja manche Kurven sind so eng, dass es nicht schneller geht) vorgefahren ist und ich auf wenigen Metern (meist <10) sehen musste, wie ich meine ca. 75 runtergebremst bekomme, ohne dass ich dem I...... draufrausche. Wär's nach der richtigen Methode gelaufen, wäre ich ausrollend vorbeigefahren, abgefahren und der andere ohne jede Verzögerung für ihn hinter mir eingefahren und fertig. Nur durch Unwissenheit hinsichtlich der klaren Regelung gibt's hier (wie auch in anderen Fällen) höchst gefährliche Situationen.
Viele Grüße
Peter
Zitat:
Original geschrieben von 212059
Somit MUSS das blaue Auto notfalls durch Bremsen dem roten Auto das Abfahren zu Beginn der Strecke ermöglichen
Das kann aber nicht im Sinne des Erfinders sein, weil das hieße, der Abfahrende dürfte den Auffahrenden völlig rücksichtslos ausbremsen und blind rüber ziehen. Nein, der Abfahrende muss genau so auf seiner Spur bleiben, wenn er nicht ohne Gefährdung in die Ausfahrt wechseln kann. VOR ALLEM zu Beginn des gemeinsam benutzten Auf-/Abfahrtsstreifens.
Zitat:
Original geschrieben von 212059
mit ca. 40 (ja manche Kurven sind so eng, dass es nicht schneller geht)
Das wäre dann eine Kurve mit dem Radius einer Kehre oder eines Kreisels.
Na so ganz überzeugt mich die Antwort von Peter nicht. Über Einfahren lässt sich in der STVO Paragraph 10 tatsächlich was finden. Und dort steht tatsächlich auch: "Dort, wo eine Klarstellung notwendig ist, kann Zeichen 205 stehen.".
Zitat:
Original geschrieben von 212059
Somit MUSS das blaue Auto notfalls durch Bremsen dem roten Auto das Abfahren zu Beginn der Strecke ermöglichen und darf erst dann selbst einfahren, wenn dies gefahrlos möglich ist
Darauf folgt eine einzige korrekte Möglichkeit: Ich muss stehen bleiben, solange sich Fahrzeuge auf der Hauptstraße kommend befinden, denn eines könnte ja plötzlich auf meine Spur "Abfahren" wollen? Oder ich versuche mit aufmerksamen Beobachten des fließenden Verkehrs auf der Hauptstraße (ohne gleichzeitig den Verkehr vor mir aus den Augen zu verlieren) mit der Hauptstraße angepassten Geschwindigkeit so auf Lücke zu fahren, dass kein abfahrendes Fahrzeug mich erwischen kann. Das ist fast unmöglich.
Zitat:
Original geschrieben von 212059
Übrigens mit Sturkopp hat dies nichts zu tun. Ich hatte schon mehrfach den "Spaß", dass mir unmittelbar am Beginn jemand (wartepflichtiges) mit ca. 40 (ja manche Kurven sind so eng, dass es nicht schneller geht) vorgefahren ist und ich auf wenigen Metern (meist <10) sehen musste, wie ich meine ca. 75 runtergebremst bekomme, ohne dass ich dem I...... draufrausche. Wär's nach der richtigen Methode gelaufen, wäre ich ausrollend vorbeigefahren, abgefahren und der andere ohne jede Verzögerung für ihn hinter mir eingefahren und fertig.
Also der andere soll ohne Verzögerung mit ca. 75 hinter Dir einfahren? Wie soll er das machen? Seine Reststrecke entsprechend abschätzen und im richtigen Moment wieder beschleunigen?
Ich sehe gerade: Du meinst wohl der andere ist mit 40 schon auf die Hauptspur rübergefahren, bevor Du abgefahren bist?
Zitat:
Original geschrieben von Pastaflizzer
... Das Vorfaht achten sagt doch eigentlich schon alles aus, das blaue Fahrzeug ist wartepflichtig und dabei ist es egal, ob es auffahren will oder der Auf- und Abfahrspur folgen möchte.
In dieser Formulierung trifft das nicht zu. Wenn das blaue Auto nach links auf die Spur des roten Fahrzeugs wechseln will, dann muss es dessen Vorfahrt achten. Wenn das rote Auto abfahren will, muss der Fahrer sich vergewissern, dass die Spur rechts von ihm frei ist und gegebenenfalls eine Lücke "suchen" (nicht anhalten, sondern blinken und die auf der rechten Spur müssen ihm die Gelegenheit geben die Spur zu wechseln).
Anhalten und gucken muss der auf der rechten Spur nicht, denn es wäre doch ein Ding der Unmöglichkeit für Fahrer auf der rechten Spur zu erahnen, wann vielleicht von hinten einer auf der AB angeschossen kommt und abfahren mag. Da käme man ja nie auf die AB.
Zitat:
Original geschrieben von Rocket2
So trifft das nicht zu. Wenn das blaue Auto nach links auf die Spur des roten Fahrzeugs wechseln will, dann muss es dessen Vorfahrt achten. Wenn das rote Auto abfahren will, muss der Fahrer sich vergewissern, dass die Spur rechts von ihm frei ist und gegebenenfalls eine Lücke abwarten. Beide haben ihre Spurwechselabsicht natürlich mit Blinker anzuzeigen. Und selbstverständlich müssen sie gegenseitig Rücksicht nehmen, was u.a. heißt jemanden der ein- bzw. ausfahren will einfädeln zu lassen.
Wo ist dann der Unterschied zum "normalen" Spurwechsel?
Zitat:
Es wäre doch ein Ding der Unmöglichkeit für Fahrer auf der rechten Spur zu erahnen, wann vielleicht von hinten einer auf der AB angeschossen kommt und abfahren mag. Da käme man ja nie auf die AB. Das Schild soll lediglich darauf hinweisen, nicht rücksichtslos auf die AB einzufahren.
Genau meine Frage! Auch wenn kein Schild darstünde, dürfte man ebensowenig rücksichtslos Einfahren. Das ist sowieso klar. Die Frage ist jetzt, ob auf Grund des Schildes nun etwa "rücksichtslos" abgefahren werden darf? Sprich direkt zu Beginn des Abfahrstreifens rüberziehen und den kommenden somit reinfahren, so dass er 100% schuld ist? In dem Fall würde dem Einfahrenden nur das vorherige Stehenbleiben und Warten eine Option sein.
Hab meinen ersten Text noch etwas überarbeitet. Es geht im Grunde darum, das Autos von der AB abfließen können müssen. Gleichzeitig bedeutet es nicht, dass sie einfach ohne Rücksicht durchrauschen dürfen oder die auf der rechten Spur verpflichtet wären, eine Vollbremsung zu machen, sobald einer von der AB abfahren will. Immerhin ist es ihre Spur und der Spurwechsel von der AB auf die kombinierte Auf- und Abfahrt verlangt Aufmerksamkeit vom Spurwechselnden.
Oder nochmal anders: Wenn einer von der AB kommend einfach nach rechts zieht ohne zu gucken (man sieht das ja auch, dass es eine kombinierte Auf- und Abfahrt ist) und es knallt, wird der auf jeden Fall eine Teilschuld bekommen, wenn auch eventuell eine geringere als der auf der rechten Spur, der prinzipiell ihn hätte einfädeln lassen müssen. Kommt dann natürlich auf die konkreten Umstände an.
Zitat:
Original geschrieben von Rocket2
Hab meinen ersten Text noch etwas überarbeitet. Es geht im Grunde darum, das Autos von der AB abfließen können müssen. Gleichzeitig bedeutet es nicht, dass sie einfach ohne Rücksicht durchrauschen dürfen oder die auf der rechten Spur verpflichtet wären, eine Vollbremsung zu machen, sobald einer von der AB abfahren will. Immerhin ist es ihre Spur und der Spurwechsel von der AB auf die kombinierte Auf- und Abfahrt verlangt Aufmerksamkeit vom Spurwechselnden.
Vielleicht bin ich ja nur blöd. Aber ich sehe da immer noch keinen Unterschied zum 'normalen' Spurwechsel, bzw. warum die Auffahrenden ein 205er Schild bekommen und die abfahrenden nicht. Ich finde das Schild stört/irritiert da eher, als das es nützt. Wenn das Schild nicht da stünde, gäbe es von mir aus auch nichts zu diskutieren.
Nachtrag: zu Deinem Nachtrag: Und genau das kann ich nicht verstehen. Wenn mir einer von links reinrauscht und ich noch keine Anstalten gemacht habe nach links rüber zu fahren: Wieso kriege ich dann eine Teilschuld. Ich würde ihn ja Einfädeln lassen, wenn er mir die Möglichkeit dazu gibt. Aber direkt zu Beginn des gemeinsamen Auf- und Abfahrtstreifens kann ich das noch nicht Einschätzen, wenn ich nicht aufmerksam den fließenden Verkehr beobachte und auf Lücke einfahre. Das habe ich ja auch immer versucht, weil ich genau schon solche heikle Situationen erlebt habe, dass so "Idioten" direkt zu Beginn zum Abfahren rüberzogen. Tja, und da ist mir dann dieser dumme Auffahrunfall passiert 🙁
Wie gesagt, der von der AB kommende muss abfahren können (sie sollen nicht bremsen müssen), was den Fahrern auf der rechten Spur durch das Schild signalisiert wird. Gegebenenfalls müssen diese vom Gas gehen oder leicht bremsen um dem Abfahrenden das Einfädeln zu ermöglichen. Beim normalen Spurwechsel sind beide gleichberechtigt. Hier ist der auf der linken Spur bevorrechtigt, was aber ihm jedoch nicht das Recht gibt, ohne Vorsicht auf die rechte Spur zu wechseln. Gleichzeitig ist der auf der AB nicht verpflichtet zu bremsen, wenn der Verkehr fließt und jemand einfahren möchte, was wiederum nicht bedeutet, er bräuchte diese gar nicht beachten, denn z.B. bei Stau muss er sie im Reißverschlussverfahren auf die AB lassen.