Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von Ignis 4x4



Zitat:

Original geschrieben von turbocivic


oder mit anderen worten: supersynadditive pflegen z.b. die dichtungen genau so gut, wie additive aus jedem anderen öl der gleichen viskosität. unsinn.
Ich denke, ...

Danke auch für Ihre Meinung. Das Thema Mobil 1 polarisiert offensichtlich, die Einen verwenden es und sind zufrieden und die Anderen "denken" das ist alles ein Marketing-Gag und berufen sich auf angeblich trotzdem gemachte Erfahrungen, die sich natürlich in "keinster Weise decken". Muß jeder selber wissen wie man die unterschiedlichen Meinungen gewichtet und für sich entscheidet.

Die schönsten Werbeaussagen findet man auf den Shell-Helix-Produkten. Noch nachvollziehen kann ich ja "Mit der aktiven Formel für einen sauberen Motor", obwohl ich mich ja schon frage, wann eine Formel aktiv und wann passiv ist.

Genial finde ich aber den Spruch "Es erfrischt Ihren Motor, der sich durch überlegenen Motorschutz spürbar erholt." (Helix Plus 5W-40).

Und dann gibt es da noch folgende Aussage: "Ihr Auto lebt auf." (Helix Ultec 0W-40).

Das Zeug muss so gut sein, dass man sich damit bestimmt auch einreiben kann. Da fällt mir gerade folgendes ein:
"Sie baden gerade Ihre Hände drin."
"In Geschirrspülmittel?"
"Nein, in Palmolive, dem einzigen mit natürlichem Protein." 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Feinbestäuber


... die Einen verwenden es und sind zufrieden ...

Man muss auch mal bedenken, welche Art von Erfahrungen man eigentlich mit einem Motoröl machen könnte. Häufig liest man in Foren (nicht nur in diesem Thread) Aussagen wie "Ich nehme das XYZ-Öl und habe damit gute Erfahrungen gemacht.".

Was soll das eigentlich heißen? Selbst mit dem denkbar schlechtesten Öl würde mein Motor noch anspringen und "normal" laufen - ich selbst würde vermutlich keinen Unterschied merken, auch nicht unbedingt den geringen Verbrauchsvorteil eines Leichtlauföls, denn eine minimale Verbrauchsänderung kann ja wieder ganz andere Ursachen haben.

Insofern behaupte ich mal einfach, dass die meisten "guten Erfahrungen" mit einem bestimmten Öl schlichtweg nicht aussagekräftig sind, und angebliche Änderungen im Laufverhalten, Verbrauch etc. entweder andere Ursachen haben oder schlichtweg Einbildung sind.

Nun, ich für meinen Teil halte es so, wenn ich Erfahrungsberichte wiedergebe sind diese entweder a) von mir persönlich und mit Autos die ich sehr gut kenne (mehrere Jahre bzw. 10.000nde KM) oder aber b) von mir bekannten Personen die wiederum ihre Fahrzeuge ebenfalls so gut kennen wie ich meine

WENN ich mal hörensagen wiedergebe, so sage ich das auch deutlich. Habe Mobil1 natürlich auch ausprobiert.... 😁 Ob der Motor damit nicht nur sauber sondern rein wird müsste wohl eine Demontage zeigen...

edit: Erfahrungen:

die beschränken sich natürlich auf laienhafte Beobachtungen. Beispielsweise der Ölverbrauch (setzt natürlich identisches Fahrprofil voraus) eines FZ mit verschiedenen Ölen. Oder die subjektive Leichtigkeit beim winterlichen Kaltstart. Oder aber (grade bei Audi gerne) ob die Hydros klappern und falls ja wie lange. Verbrauchsänderungen sind auch feststellbar (ich denke an unbreakable), wenn auch natürlich nicht unter "Laborbedingungen"

Wenn ich mich zB auf meine Autos beziehe - die fahre ich seit 5 bzw. 10 jahren - denke ich sind da durchaus marginale Unterschiede zB im Laufverhalten erkennbar. Mancher hört bei seinen Autos wirklich das Gras wachsen.... 🙂

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Zitat:

Original geschrieben von Ignis 4x4



Ich denke, auf das "SuperSyn"-Marketingeschwätz sollte ein erwachsener, kritisch denkender Verbraucher nichts geben, zumal ich aus seriösen Quellen (schon gar nichts bezgl. nachvollziehbarem Wirksamkeitsnachweis), nichts, aber auch rein gar nichts gehört und gelesen habe, was das Werbegeschwafel auch nur Ansatzweise bestätigt.
Das einzige, sind hier die nachgeplapperten Lobhudeleien und sog. "Erfahrungsberichte" einiger "Experten" hier (teilweise in grauenvollster "Rechtschreibung"😉, die sich aber mit meinen Erfahrungen in keinster Weise decken.

nicht, dass du das falsch verstehst - ich bin weit davon entfernt das m1 als "das beste öl zu jedem zweck" zu definieren. wie neverman schon sagt - es gibt motoren, denen schmeckt es nicht. aber was wir wissen ist, dass

-"supersyn" ein additivpaket der neuesten generation ist (guck mal, was sich bei den hydrocrackadditiven innerhalb der letzten 8 jahre verändert hat) und

-dass mobil1 von zeit zu zeit "aktualisiert" wird.

wobei DAS aber wirklich auch nur ein werbegag sein kann; wenn man z.b. die einzelnen additive etwas anders dosiert

(was subaru mit den getriebeölen von motul macht/gemacht hat)

kommen am ende auf dem datenblatt bestimmt auch leicht andere werte raus

.

...die dann für die praxis aber -sagen wir es einfach ruhig mal so- irrelevant sind. es ist aber nicht alles marketing.

@neverman: das mit den dichtungspflegemitteln war nur ein beispiel, mein bolide hat jetzt 400tkm runter, davon 300 auf m1, in klimatisch nicht ganz so günstigen bedingungen. m1 frisst die dichtungen zumindest nicht auf. 😛 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Florian333



Zitat:

Original geschrieben von Feinbestäuber


... die Einen verwenden es und sind zufrieden ...
Man muss auch mal bedenken, welche Art von Erfahrungen man eigentlich mit einem Motoröl machen könnte. Häufig liest man in Foren (nicht nur in diesem Thread) Aussagen wie "Ich nehme das XYZ-Öl und habe damit gute Erfahrungen gemacht.".

Was soll das eigentlich heißen? Selbst mit dem denkbar schlechtesten Öl würde mein Motor noch anspringen und "normal" laufen - ich selbst würde vermutlich keinen Unterschied merken, auch nicht unbedingt den geringen Verbrauchsvorteil eines Leichtlauföls, denn eine minimale Verbrauchsänderung kann ja wieder ganz andere Ursachen haben.

Insofern behaupte ich mal einfach, dass die meisten "guten Erfahrungen" mit einem bestimmten Öl schlichtweg nicht aussagekräftig sind, und angebliche Änderungen im Laufverhalten, Verbrauch etc. entweder andere Ursachen haben oder schlichtweg Einbildung sind.

Ich schreibe nur "zufrieden" 😉

Aber wenn man wie du schon richtig schreibst bedenkt, welche Art von Erfahrung man mit einem Öl machen kann und ich hier dann sowas lese

Zitat:

Original geschrieben von Ignis 4x4


und sog. "Erfahrungsberichte" einiger "Experten" hier (teilweise in grauenvollster "Rechtschreibung"😉, die sich aber mit meinen Erfahrungen in keinster Weise decken.

dann muss ich schon ein wenig schmunzeln wie sehr man sich doch in einem Satz selbst widersprechen kann 🙂 Und nochdazu in dieser polemischen "in keinster Weise" Manier 🙂

Hallo auch,

so, sowohl der 1. Advent als auch die Seite 1000 scheinen heute Nacht beginnen zu wollen....

.....und die ACEA "E" Öle sind immernoch stiefmütterlich behandelt.

Zumindest ich verspüre da noch ein Informationsdefizit. Obwohl neben mir auch der geschätzte Kurt die letzten 2X Seiten schonmal kleine Einwürfe und Anmerkungen hatte kamen wenig neue Informationen.

Mein bescheidener Kenntnisstand:
-- "E"-Öle haben tendientiell höhere Aschegehalte (Hinweis auf hohe Additivierung ??)
-- "E"-Öle haben ein gutes Dispergierungsvermögen und hohes Schmutztrageverhalten
-- "E"-Öle haben i. d. R eine recht hohe TBN, bis ca. 16
-- "E"-Öle gibt es auch in vollsynthetisch
-- "E"-Öle haben teilweise zusätzliche Freigabe B3/B4

Und kann mir jetzt mal bitte jemand Argumente nennen, warum z. B. das Mobil Delvac 1 SHC 5W40 nicht für PKW-Diesel ohne DPF geeignet sein sollte?

Fragende Grüße
Roman

_______

Warum eigentlich diese nervende "E"-Fragen? - Das Leben hat mich gelehrt, dass die besseren und preisgünstigeren Produkte (egal welcher Art) nicht auf dem Privatkundenmarkt landen...

@Feinbestäuber: Wüßte nicht, was da polemisch sein soll. Meine "Erfahrungen" mit M1 0W40 habe ich ja schon mal beschrieben, Resonanz kam, wie erwartet, keine.
Sämtliche blumig propagierten Vorzüge kamen nicht zum Tragen: Weder Minderverbrauch oder "leichterer Start", noch "schönerer Motorlauf", dafür war aber höherer Ölverbrauch festzustellen (im Vergleich zum Megol 5W40 vollsyn).
An irgendwelchen Ablagerungen lag es nicht, zu dem Zeitpunkt hatte der Motor gerade mal 20tkm runter und er lief von Anfang an mit dem Megol. Der Wagen wurde, nachdem das M1 10tkm drin war, auf LPG umgebaut, was den Ölverbrauch noch etwas erhöhte, er betrug dann knapp 1,5 Liter/ 15tkm.
Nach dem Wechsel auf Addinol Super Visco 5W50 sank der Ölverbrauch schlagartig auf ca. 0,3Liter/15tkm.
Seit diesem Experiment ist das Thema M1 0W40 für mich durch, zumal Suzuki für den Motor 5W30 empfiehlt und für Motoren mit Hydrostößel 5W40, 5W50 u. 10W60, diese hat meiner aber nicht (Bj.2005), dafür etwas höhere thermische Belastung durch den Gasbetrieb, darum das Addinol 5W50.

Das der Ölverbrauch nach LPG-Umrüstung oftmals "steigt" ist ein bekanntes Phänomen. Die Erklärung liegt darin, das zum einen der bereits vorhandene Kraftstoffeintrag im Öl durch die höhere thermische Belastung im Gasbetrieb verbrannt wird und zum anderen durch den veringerten Benzinbetrieb weiterer Kraftstoffeintrag ausbleibt, folglich sinkt auch der Ölstand und suggeriert einen höheren -tatsächlich jedoch nicht vorhandenen- Ölverbrauch.

Das hat dann nichts mit dem verwendeten Öl zu tun und der nach dem Ölwechsel  festgestellte drastisch gesunkene Ölverbrauch hätte sich somit mit jedem anderen Öl ähnlich dargestellt.

Quo errat demonstrator: Der Umbau erfolgte erst nachdem das M1 schon 10tkm im Motor war und selbst davor (im Benzinbetrieb) war er signifikant höher als mit dem Megol, nach dem Umbau stieg der Verbrauch noch an. Außerdem war/ist das Fahrprofil 70km/Tag, Kurzstreckenanteil deutlich unter 10%, also Spriteintrag absolut kein Thema.

neverman@
das könnte auch an den BMW's liegen,hat auch mal einen da lief ständig irgenwo was raus
egal was ich reinkippte.
bin so bei 908,muss sagen deine Antworten sind sehr Informativ und viele
deiner erfahrungen decken sich mit meinen Erfahrungen.

Florian333@
Die Shell-Werbesprüche,da geb ich dir recht die Spinnen(Reinigungswahn,zb.V-Power95 und und und).
Shell sollte sich mit Sonax verbunden.

turbocivic@
auch viele deiner Antworten denken sich mit meinen erfahrungen und deine Einstellungen machen
dich sympatisch.
Ich schreib manchmal etwas überzogen(hab manchmal bischen zuviel Humor) möchte nicht das Themen nicht zu trocken abgehackt werden.
Bin 49 und hatte bereits über 35 verschiedene Autos und hab da so manche Erfahrung gemacht
und wenn ich was wiedergebe nicht einfach so aus der Luft sauge.
Was ist eigendlich mit dem "Magnatec 10W60"(the new edge) hast du da jetzt die neuen Daten?

schönes WE an Alle

Zitat:

Original geschrieben von Ignis 4x4


@Feinbestäuber: Wüßte nicht, was da polemisch sein soll. Meine "Erfahrungen" mit M1 0W40 habe ich ja schon mal beschrieben, Resonanz kam, wie erwartet, keine.

OW past bei meinen Auto auch nicht so gut, mit den guten 5W's nie Probs.

Zitat:

Original geschrieben von Florian333



Man muss auch mal bedenken, welche Art von Erfahrungen man eigentlich mit einem Motoröl machen könnte. Häufig liest man in Foren (nicht nur in diesem Thread) Aussagen wie "Ich nehme das XYZ-Öl und habe damit gute Erfahrungen gemacht.".

Was soll das eigentlich heißen? Selbst mit dem denkbar schlechtesten Öl würde mein Motor noch anspringen und "normal" laufen - ich selbst würde vermutlich keinen Unterschied merken, auch nicht unbedingt den geringen Verbrauchsvorteil eines Leichtlauföls, denn eine minimale Verbrauchsänderung kann ja wieder ganz andere Ursachen haben.

Insofern behaupte ich mal einfach, dass die meisten "guten Erfahrungen" mit einem bestimmten Öl schlichtweg nicht aussagekräftig sind, und angebliche Änderungen im Laufverhalten, Verbrauch etc. entweder andere Ursachen haben oder schlichtweg Einbildung sind.

jepp, ich versteh's auch nicht - leute, was erwartt ihr denn? dass euch bei eurem neuwagen mit der ersten zündschlüsselumdrehung die kiste um die ohren fliegt ...mit einem "weniger guten" öl?

@ignis: muss dir grösstenteils recht geben. habe aktuell in familienbesitz 2 motoren... der eine veträgt das 0w40 nicht, dafür aber das 5w50 blendend.... und umgekehrt. heisst aber nix. ausser, dass 'dieses' öl in 'diesem' motor sch###se ist. interessant, dass die japaner alle irgendwie ihre besonderheiten haben. suzuki also auch. ob wohl der eine oder andere denkt, dass wir uns alle abgesprochen haben? 😛 😁

@tech: das ist schon eine ganze menge. die autos mein' ich. 🙂 geht mir genauso - hab' hier zum teil dejavues, bei manchen sachen, die du umschreibst. nette grüsse. auch @roman_M.

@ignis_:

Zitat:

Original geschrieben von Ignis 4x4


@Feinbestäuber: Wüßte nicht, was da polemisch sein soll. Meine "Erfahrungen" mit M1 0W40 habe ich ja schon mal beschrieben, Resonanz kam, wie erwartet, keine.
Sämtliche blumig propagierten Vorzüge kamen nicht zum Tragen: Weder Minderverbrauch oder "leichterer Start", noch "schönerer Motorlauf", dafür war aber höherer Ölverbrauch festzustellen (im Vergleich zum Megol 5W40 vollsyn).
An irgendwelchen Ablagerungen lag es nicht, zu dem Zeitpunkt hatte der Motor gerade mal 20tkm runter und er lief von Anfang an mit dem Megol.
Der Wagen wurde, nachdem das M1 10tkm drin war, auf LPG umgebaut, was den Ölverbrauch noch etwas erhöhte, er betrug dann knapp 1,5 Liter/ 15tkm.
Nach dem Wechsel auf Addinol Super Visco 5W50 sank der Ölverbrauch schlagartig auf ca. 0,3Liter/15tkm.
Seit diesem Experiment ist das Thema M1 0W40 für mich durch, zumal Suzuki für den Motor 5W30 empfiehlt und für Motoren mit Hydrostößel 5W40, 5W50 u. 10W60, diese hat meiner aber nicht (Bj.2005), dafür etwas höhere thermische Belastung durch den Gasbetrieb, darum das Addinol 5W50.

da haben wir es doch: dein von anfang an eingefülltes megol hat sich überall im motor breitgemacht, in jeder kleinen mikroritze sitzt es drin. so auch sein tribologisches mikroklima. nun kommt ein anderes öl mit

seiner

tribologie dahergelaufen. motoröle sind zwar untereinander mischbar (sonst wäre eine acea-einstufung nicht möglich 🙄),

wayne

-

sie konkurieren eben doch miteinander

. frischer bazillus vs. die grippe vom letzten jahr. klar entstehet da erstmal verschleiss.

aber sauge mal nach so nach 1000km die hälfte des frisch eingefüllten m1 ab (filter kannste lassen) und fülle wieder mit frischem auf, oder noch besser lass es ganz ab und kipp neu rein. motor schnurrt, verbrauch schrumpft, kein witz. fährst du das dann ein paar ladungen hintereinander -keine motorspülungen oder so, nur originalprodukt mit frischem originalprodukt ersetzen- und wechselst dann schlagartig zurück aufs megol ... steigt der verbrauch auch wieder, der motor klingt rauher ... in die eine und in die andere richtung geht das so ... ist egal welches der beiden öle 'besser' ist.

wobei das jetzt nicht zwangsläufig auf suzu zutrifft. aber du kannst es mit dem 5w50 nachvollziehen.

imho: bei einer umölung besser intervall leicht überziehen, dass alte öl sozusagen 'plattfahren' bevor das neue kommt. dann fliegen da auch nicht so stark die späne ;=

Interessante These. Aber ich habe mal irgendwo gelesen, daß die japanischen Motoren anders konstruiert sind und zwar so, daß die Passungen Kolbenring/Zylinderlauffläche bei kaltem Motor etwas mehr Spiel haben als z.B. bei BMW o. Daimler, das sorgt zwar für etwas höheren Ölverbrauch beim Kaltstart und den ersten paar hundert Metern, verringert aber die Gafahr des Klemmens und erhöhten Verschleißes sollte der kalte Motor wirklich mal vor Erreichen der Betriebstemperatur stark gefordert werden.
Klingt für mich logisch und nachvollziehbar, zumal ich den Eindruck habe, daß japanische Motoren tatsächlich etwas mehr Öl als verbrauchen als europäische.
Fakt ist jedenfalls bei meinem, daß dieser im LPG-Betrieb mit dem Addinol 5W50 einen wesentlich geringeren Ölverbrauch hat als mit dem M1 0W40, der Ölverbrauch mit dem 5W50 beträgt nach 20tkm. knapp 0,5 Liter.

Da das Öl wesentlich günstiger als M1 ist, die Normen ACEA A3/B3/B4 sowie API SM/CF erfüllt, vollsynth. ist (geworben wird übrigens mit einer sehr guten Kolbensauberkeit auch bei hoher thermischen Dauerbelastung anstatt mit dem nichtssagendem Werbegeschwafel á la "SuperSyn"😉 werde ich erst mal dabei bleiben. Zumal es nicht schaden kann, die heimische Industrie zu unterstützen, Exxon hat wahrlich gigantisch verdient im letzten Geschäftsjahr.

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