Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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ne, du hast erklärt, dass motor+getriebe fest miteinander verbunden sind und die höheren drehzahlen bei gleicher geschwindigkeit NICHT nachvollziehbar sind.
im leerlauf sind sie es, das ist klar.
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Könntest du mal die zwei Punkte näher erläutern?Zitat:
Original geschrieben von turbocivic
ohne abgasanlage müsste man theoretisch auch sprit sparen. theoretisch. in wirklichkeit steigt der verbrauch. darüber hinaus ist die drehzahl bei gleichem gang und gleicher geschwindigkeit minimal höher.besseres beispiel ältere nonturbodiesel: mit zu dünnem öl kannste den motor hochdrehen wie du willst, die kiste kommt aber (verglichen mit "normalem" öl) kaum vorwärts.
1.Auf welche Art beeinflusst eine Abgasanlage das Getriebe?Motordrehzahl und Geschwindigkeit sind bei Schaltgetrieben starr miteinander verbunden und bei Automatik wüsste ich jetzt auch nicht wo der Auspuff das Getriebe beeinflusst.
2.Wie soll das gehen?Würde ja bedeuten das zb ein alter Diesel mit 20W50 "normal" laufen würde und mit 5W40 nicht mehr. Kann ich mir nicht wirklich vorstellen,deswegen wäre ich an einer Begründung interessiert.
Bei einem handgeschalteten Auto ist der Motor via Kupplung, Getriebe, evtl. Gelenkwelle und Differential drehzahlsteif mit den Antriebsrädern verbunden. Wenn der Motor höher dreht, ohne daß das Auto schneller wird, dann liegt das nicht am Öl, sondern dann rutscht die Kupplung. Also vielleicht doch am Öl, das irgendwie in die Kupplung geraten ist.
Ölkupplungen sind ja meines Wissens in Autos nicht gebräuchlich, eher in Motorrädern.
LG Kurt Radowisch, Wien
k.radowisch@a1.net
Zitat:
Original geschrieben von Hunter123
Hm da ist aber wieder was nicht ganz nachvollziehbar . Da das Getriebe fest mit dem Motor ( über die Kupplung ) verbunden ist kann das auch nicht funktionieren . Mal angenommen deine Krümmerdichtung hat was die LS liefert falschen Wert an STG dieses regelt beisp. weise die Drehzahl leicht nach oben ( Getriebe / Motor fest verbunden ) dann hätte das auf jedenfall einen Geschwindgkeitsanstieg zur Folge da die Getriebübersetztung ja in jedem Gang immer gleich ist . Sollte hier ein Denkfehler drinne sein bitte schreien !!Gruß Hunter
Erklärbar wäre es, wenn das Motorsteuergerät auch den Drehzahlmesser ansteuert, daß bei irgendeiner Fehlmessung von der Lambdasonde auch der Drehzahlmesser falsche Werte anzeigt, also nur eine scheinbare Drehzahländerung. Und bei einem Unterschied von nur 200/min müßte man das nicht einmal hören.
LG Kurt Radowisch, Wien
k.radowisch@a1.net
Zitat:
Original geschrieben von Kurt Radowisch
Erklärbar wäre es, wenn das Motorsteuergerät auch den Drehzahlmesser ansteuert, daß bei irgendeiner Fehlmessung von der Lambdasonde auch der Drehzahlmesser falsche Werte anzeigt, also nur eine scheinbare Drehzahländerung.
daran habe ich auch schon gedacht, aber man hört es auch. obwohl das natürlich auch eine täuschung sein kann. falsche werte auf dem dzm+drehmomentverlust+leistungseinbruch ab einer bestimmten drehzahl - kann schon sein, dass man da was falsches hört.
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Zitat:
lambdasonde bekommt falsche werte, motorsteuerung meint das gemisch ist viel zu mager und regelt nach. optional funktioniert die abgasrückführung nicht richtig... du (und 4 weitere schlauberger) siehst - dieser part ist auch rein theoretisch nachvollziehbar.
du hattest aber behauptet, daß die Theorie etwas Anderes besagt:
Zitat:
ohne abgasanlage müsste man theoretisch auch sprit sparen. theoretisch. in wirklichkeit steigt der verbrauch.
aber auch bei Motoren ohne Lambdaregelung hat eine fehlende, bzw. defekte Abgasanlage negative Auswirkungen, da die Auslegung des Ansaug- und Abgastraktes die Gaswechselvorgänge im Motor maßgeblich beeinflußt.
gruß player
Moin moin,
die Diskussion besteht leider derzeit weitgehend aus Spekulationen bis hin zu Kaffeesatzleserei, angereichert mit einigen Trivialitäten und blankem Unfug. Das tut weh, und ich weiß, das können wir anders. Sorry, das musste jetzt sein.
Zum Öl: Mein Mopped hat seit ein paar Wochen Autoöl im Motor, und die Ölbadkupplung rutscht kein Stück, sie packt auch nicht weicher zu als vorher, es hat sich schlichtweg nichts geändert. Nun sind 11,7 Nm natürlich nicht die Hölle, aber die Kupplung ist natürlich auch ziemlich klein. Vielleicht ist das ja bei dreistelligen PS-Boliden ein Problem, aber in meine Kleine kommt nur noch Auto-Motorenöl rein.
Und noch ne Frage: In alten Prospekten von Motorrädern aus den 50ern (hier DKW-Zweitakter) steht oft, dass im Getriebe mit Ölbadkupplung Motoröl mit 10% Desolite-Zumischung verwendet werden soll. Das heute unter dem Namen zur Zumischung zum Kraftstoff erhältliche Reinigungsadditiv hat damit ganz offensichtlich nichts zu tun. Weiß jemand, was das damals für ein Zeug war und welche Eigenschaften es hatte? Waren das evtl. Hochdruckzusätze? Welche Chemie?
LG - Minzestrauch
der gerade einen leckeren Pfefferminztee aus frischer Minze aus eigenem Garten trinkt 😉
Pfefferminztee macht einen klaren Kopf.
Die Firma Autol/Desolite aus Würzburg wurde von Agip gekauft.
Ich habe es damals bei Zweitaktern ins Gemisch getan. Ich kann mich nicht mehr entsinnen, ob es eines für Öl gegeben hat.
Zitat:
Original geschrieben von Oldie65
Pfefferminztee macht einen klaren Kopf............
Den hätten gewisse Leute hier bitter nötig! Wahrscheinlich gäbe es in diesem Thread dann wesentlich weniger "Müll" zu lesen!? 😁
ich habe mal das Netz durchforstet, nachdem sich "zeitgenossen" nicht daran erinnern konnten...naja 4 Takt-Fahrer 😁
Links:http://www.petromobilia.ch/Gas&Oil/Autol/autol.htm mit einem interessanten Bild http://www.petromobilia.ch/.../autol_desolite_werbung1.jpg
So ich das richtig verstehe, ist es zwar ein Treibstoffzusatz, kommt aber in erster Linie zum Einsatz um vor Korrosion zu schützen. Ich kann mir vorstellen das dieses auch so bei der Motorölfüllung des Getriebes zugegeben wurde - einfach weil die Öle damals "suboptimal" waren. Soweit ich gesehen habe wird auch in der DKW-Anleitung nicht zwischen "verschiedenen" Desolite unterschieden.
weitere Links:sehr geniale DKW-Seite
SchmierplanZitat:
Also nie vergessen!
Der Kraftstoff muß für Ihren DKW-Zweitaktmotor immer in einem Öl-Kraftstoff-Verhältnis von 1:25 unter Beimengung von 0,2% DESOLITE getankt werden.
Verwenden Sie nur gute, saubere und wasserfreie Marken- Kraftstoffe und ein ebensolches Qualitäts-Motorenöl mit der SAE-Kennzahl 50 oder 40.
Bedingt durch die Eigenart der heutigen Kraftstoffe kann es unter gewissen Betriebsbedingungen zu Korrosion (Rostbildung) an den Triebwerkteilen kommen. Diese Erscheinung kann dann auftreten, wenn der Motor häufig unterkühlt gefahren wird, aber sie läßt sich bei regelmäßiger Verwendung von DKW-Zweitakt-Treibstoffzusatz „DESOLITE" verhindern.
Außerdem wird damit auch die Bildung von Verbrennungsrückständen auf dem Kolbenboden, im Zylinderkopf und in der Auspuffanlage verringert. DESOLITE erhalten Sie in jeder DKW-Werkstatt und zwar in 0,4-Liter Kannen und in größeren 1-Liter-Kannen. Jede Kanne hat einen Verschluß, der als Meßbecher ausgebildet ist.
Dieser Kraftstoffzusatz hieß Desolite K
Auktionsbild 1 Auktionsbild 2
und heute?
Zitat:
AUTOL Desolite K Motorinnenkonservierer für Benzinmotore
AUTOL Desolite K
Wirkungsstarkes Korrosionsschutzadditiv für die Innenkonservierung von Verbrennungsmotoren. AUTOL DESOLITE K ist ein Korrosionsschutzmittel, welches dem Kraftstoff (Diesel oder Benzin) beigegeben wird, um die Konservierung der Tanks, Leitungen, Pumpen, Düsen, Vergaser, der Brennräume sowie der Ein- und Auslasswege zu erreichen.
Ich denke sooooviel anders wird es nicht sein - natürlich ist der Verwendungshinweis ein anderer - Zweitakter sind halt etwas seltener als in den 50ern...
Hi,
Zitat:
lambdasonde bekommt falsche werte, motorsteuerung meint das gemisch ist viel zu mager und regelt nach.
Ja, das ist richtig. Je nachdem, ob die Drehzahl dann durch das Nachregeln steigt oder fällt, regelt das Motorsteuergerät sofort dagegen, so das man von dem Drehzahlanstieg höchstens ganz kurz etwas mitbekommt. Schließlich bekommt das MSG sein Drehzahlsignal nicht von der Lamda-Sonde.
Bei sehr alten Motoren veränderte sich die Leerlauf-Drehzahl deutlicher und länger, da die Motorsteuerung länger brauchte, um neue Lernwerte zu lernen und abzuspeichern. Das waren damals aber die ersten Benzin-Motoren mit zentraler elektronischer Einzpritzdüse im Vergaser.
Wie auch immer: Solche Experimente sind mit Kat immer etwas heikel ;-)
Was die Korrelation von Drehzahl und Geschwindigkeit angeht, ist eigentlich schon alles gesagt: Solange die Kupplung nicht rutscht und das Getriebe nicht verändert wird, bleibt da alles unverändert.
Gruß
Micha
Hi neverman,
danke, ist offenbar doch das Kraftstoffadditiv, und es ging damals wohl tatsächlich um Korrosionsschutz im Getriebe, da war ich mit der Vermutung EP-Zusatz auf dem falschen Dampfer. Die DKW-Seite ist übrigens wirklich super.
LG - Minzestrauch
Moin,
das Desolite war ein sogenanntes Obenöl und bis in die 70er-Jahre an fast allen Tankstellen zu haben. Es wurde bei jedem Tanken ein kleiner Messbecher dem Kraftstoff zugesetzt.
Ich hatte, bedingt durch mein Fahrprofil (5 Km zur Schule, 1 Km zur Freundin), ständig bei meinen 2-Takt-Mopeds Probleme mit dem "Fädenziehen" der Zündkerzen (kennt eventuell noch jemand?) und verkohlten Auslassschlitzen bzw. zugekohlten Auspufftöpfen.
Das hieß im ersten Fall Kerze raus, Finger verbrennen und sauber machen.
Im zweiten Fall Zylinder raus, Schlitze freikratzen, Topf mit etwas Benzin füllen, Streichholz ran und möglichst schnell laufen.😉
Das habe ich aber nur einmal so gemacht - so ein benzingefüllter Auspuff entwickelt eine erhebliche kinetische Energie, glücklicherweise nicht in meine Laufrichtung! Anschließend habe ich die Töpfe nur noch mit einem Gasbrenner gereinigt.
Dann gab mir ein Tankwart den Tipp mit dem Desolite. Offensichtlich förderte das Zeug erheblich eine saubere Verbrennung, denn nach Einsatz dieses "Zaubermittels" sind die geschilderten Probleme nicht mehr aufgetreten.
Gruß
Frank
ich glaub das man mit der richtigen Wahl des Motoroels
die Drehmomentkurve ein wenig verbessern kann,
seit ich das M1 5W50 drin hab fühlt sich der Motor wesendlich elastischer an
Als ich noch 4-Takt-Benziner fuhr (Käfer) mischte ich auch im Verhältnis 1:400 Obenöl (für die Ansaugventile) in den Kraftstoff. Ob's was half, weiß ich nicht, geschadet hat's jedenfalls nicht.
Der Diesel kriegt aber kein Öl mit der Ansaugluft auf die Ansaugventile, daher verzichte ich darauf.
Ich mische jetzt 1:100 Zweitaktöl in den Diesel, nicht wegen der Ansaugventile, sondern wegen der Einspritzpumpe und wegen der Einspritzdüsen. Ob's was hilft, weiß ich auch heute nicht, geschadet hat's bisher noch nicht.
Siehe das Forum 2-Taktöl im Diesel.
LG Kurt Radowisch, Wien
k.radowisch@a1.net
PS: Wer mir persönlich was schicken will, bitte an meine Mailadresse, die an jedem meiner Postings anhängt. Es ist für mich einfacher. Danke!
LG Kurt
Zitat:
Original geschrieben von Kurt Radowisch
Ob's was hilft, weiß ich auch heute nicht, geschadet hat's bisher noch nicht.
Außer der Umwelt.