Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Smileymanni
@sego
Ich würde das Öl noch ein Jahr drin lassen. Die heutigen Öle haben soviele Reserven, sodaß keinerlei Gefahr besteht.
Bedenke hier sind die Öl-Fetischisten unterwegs 😉
Ohne Worte , so ne Aussage zu machen nur um ein paar € am falschen Ende zu sparen , aber dann 30 € für Scheibenwischer und 50 € für ne Politur ausgeben .
Ach ja und der Herst. schreibt die einhaltung der intervalle auch nur aus langeweile vor nicht weils unbedingt sein müste .
Kopfschütelde güße , Hunter
Zitat:
Original geschrieben von ChromeVanadiumM
Hallo,
das Valvoline Syn Power ist durchaus nicht vergleichbar mit Mobil 1, da die Mobil 1 Öle eine deutlich bessere Performance haben. Diese Erkenntnis gewinnt man u. a. aus diesem Thread.
Gruß.
Nee, diese Erkenntnis gewinnt man durch Glauben an das was in diesem Thread behauptet wird, also Vorsicht. 😉
Ob jemand schlechter fährt wenn er in seinen 08/15-Motor mit dem Valvoline Syn Power fährt ist völlig unbewiesen. Da wird wohl niemand einen auch nur halbwegs repräsentativen Vergleich vorweisen können, und das ist der Ort wo die "Performance" stattfindet, nicht auf dem Papier, nicht in irgendwelchen Internetforen. 😉
Ciao
Ich steh zu meiner Aussage , weil
- die Reserven der Öle (und besonders des vollsynthetischen von sego benutzten) wirklich
sehr hoch sind.
- die Wechselintervalle für rel ungünstige Betriebsbedingungen und dazu mit Sicherheitszuschlag konzipiert sind
- wenn 1977 ein Mineralöl schon rel gut durchhielt, was kann man dann einem vollsynthetischen heute zumuten ?
- nehme ich meine Aussage zurück, sollte der Lupo 1.4 die 12 Tkm jährlich nur im Kurzstreckenbetrieb (< 10 km) zurücklegen.
Wer weiß, vielleicht gibt es zwischen den Longlife-Ölen und den modernen
vollsynthetischen gar keine (keine großen) Unterschiede ?
Zitat:
Original geschrieben von martins42
Nee, diese Erkenntnis gewinnt man durch Glauben an das was in diesem Thread behauptet wird, also Vorsicht. 😉
Ob jemand schlechter fährt wenn er in seinen 08/15-Motor mit dem Valvoline Syn Power fährt ist völlig unbewiesen. Da wird wohl niemand einen auch nur halbwegs repräsentativen Vergleich vorweisen können, und das ist der Ort wo die "Performance" stattfindet, nicht auf dem Papier, nicht in irgendwelchen Internetforen. 😉Ciao
Diese Erkenntnis hier im Therad hat nix damit zu tun das man glaubt was hier behauptet wird sondern da stehen bei vielen glaubwürdige Erfahrungsberichte wozu ich mich auch zähle .
Dazu hat der Doc damlas auch genug fakten zum M1 und über andere Öle geschrieben , Fakten die er selbst auch untersucht hat und oft merh wie nur ausführlich erklährt hat warum das so ist , das hat nix mit behauptungen zu tun .
Auch wurde ja nicht behauptet das man mit dem Valvoline schlechter fährt sondern es geht darum ob das Valvoline mit dem M1 mithalten kann , und da gebe ich ChromeVanadiumM vollkommen recht , kann es nicht .
Vor allem schon nicht vom Additivpacket her und dem Supersyn verschleisschutz den das M1 hat das Fortschrittlichste Additivpaket was im mom machbar ist .
Grus Hunter
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Zitat:
Original geschrieben von ChromeVanadiumM
Hallo,
das Valvoline Syn Power ist durchaus nicht vergleichbar mit Mobil 1, da die Mobil 1 Öle eine deutlich bessere Performance haben. Diese Erkenntnis gewinnt man u. a. aus diesem Thread.
Gruß.
Ich gratuliere dir (und allen anderen, die daran glauben) zu deinem Erkenntnisgewinn, dieser Thread macht ganze Berufsstände arbeitslos... 🙄
Wahrscheinlich hilft dir (und allen anderen die daran glauben) dieser Thread auch dabei, den angehangenen oder ähnliche Laborwerte zu interpretieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich würde mich sogar bereit erklären, die ausgeschnittene Interpretation (rosa Feld) nachträglich zu posten, wenn dir (und allen anderen, die daran glauben) dieser Thread im Ansatz hilft, die richtigen Schlüsse für die Performance des Öls (teilsynthet, 10W-40) und der Maschine (1,9 TD, 56 kW, 180 000km) zu ziehen...
Um das zu tun, fehlt in dem Wearcheck-Analyse eine wichtige Information, nämlich wie lange das Öl schon drin ist.
Wenn das 15.000km oder länger drin ist, ist z.B. das Wert für das Eisen normal wenn auch grenzwertig, bei kürzerer Verweildauer eher schon alarmierend.
Aluminium ist aber so oder so alamierend hoch, da scheint was kaputtzugehen. Kupfer ist auch sehr hoch.
Alkalische Reserve des Öl's ist noch halbwegs OK, wenn auch schon strapaziert falls da wie gängige 10W-40er neu einen TBM um die 12 hatte.
Zur Bewertung der Viskositätsstabilität müsste man die Ausgangswerte des Öl's kennen, die Kaltvisikosität erscheint mir aber etwas hoch für ein 10W-x usw usw
Ohne Trendvergleich durch mehrere Analysen während der Laufzeit ist das aber alles Kaffeesatzleserei. Um anhand der Verschleissmetalle eine Prognose für die Quelle machen zu können, muss man die Reibpaarungen des konkreten Motors kennen. Eisen/Aluminium ist schwerpunktmäßig i.d.R. Kolben/Zylinder-Paarung
Worauf willst du hinaus?
Ciao
es gibt da eine sehr interessante Quarks&Co Sendung, in der es um den Placebo-Effekt geht. Da heißt es z.B. aus der Pharma-Industrie, dass unwirksame Medikamente bei 17% aller Patienten Wirkung zeigen... auf jeden Fall ansehen!
Es ist wohl so, dass man sich schnell Dinge einbildet, wenn das Gewissen be(un)ruhigt ist. Wie und warum dies der Fall ist, kann bislang niemand beantworten.
Lest euch mal die Dauertests der Autobild durch. Die fahren doch garantiert nur das Nötigste und nicht extra Vollsynthetik in einem kleinen Benziner. Zudem werden die Fahrer wohl kaum schonend mit den Wagen umgehen. Sieht man meist auch an den horrenden Spritverbräuchen, die die dort auch bei kleinen Maschinen haben. Und trotzdem sind die Motoren vom Verschleiß her meist im Toleranzbereich der Neuteile nach 100.000km.
Hat eigentlich jm. hier die Möglichkeit Öl bzgl. dessen Restqualität zu testen? Dann würde ich das noch optisch gute Valvoline in dem VW 1,4er einfach mal zum testen geben.
Kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass da was großartig Negatives rauskommt.
Ich habe leider noch keinen vergleichenden Öltest für PKWs gefunden, aber das gab's was von der Zeitschrift Motorrad. Findet man auch auf deren Website.
Die haben 5 baugleiche Motorräder (Suzuki Bandit 1200) mit 5 verschiedenen Ölen von mineralisches Billigzeug bis vollsynth. Castrol über einige Tausend km gescheucht und anschließend Ölanalyse gemacht, sowie Verbrauchs- und Leistungsmessungen.
Von den Verschleißwerten her waren die Unterschiede ernüchternd niedrig, allerdings war der Ölverbrauch mit den höherwertigen Ölen niedriger und (vielleicht zufällig) hatte die Maschine mit dem Billigöl am Ende am wenigsten Leistung (irgendwas um die 2% weniger, also schon schwierig von der Messgenauigkeit her).
Das ist sicherlich nicht 1:1 auf den PKW-Bereich übertragbar, aber lässt einen die ganze Debatte doch sehr viel distanzierter sehen.
Gruss
Zum einen sind die Dauertestfahrzeuge mit Sicherheit keine Autos von der Stange,weshalb haben die wohl in der Regel beim Start rund 3000km auf dem Buckel und zum Anderen sind die Kisten bei den Händlern bekannt.Wer sagt das die das Standartöl bekommen das zb du berechnet bekommst?Auch werden die Kisten zwar getreten aber doch eher auf Langstrecken.100000km in max 18 Monaten lassen sich nun mal nicht im täglichen Berufsverkehr zurücklegen.Wenn die ihre 100000km in 8-10 Jahren zurücklegen würden könnte so manches Ergebnis anderst enden.Weiterhin beenden nicht alle Motoren den Test ohne Verschleisßerscheinungen,so manches mal sieht man Spuren die von schlechter Schmierung kommen könnten.Leichte Kolbenklemmer kommen auch ab und zu vor,sollte auch nicht sein.
Bei sämtlichen Testfahrzeugen stellt sich immer wieder die Frage inwieweit sie der Serie entsprechen.
www.wearcheck.deZitat:
Original geschrieben von sego
[...]
Hat eigentlich jm. hier die Möglichkeit Öl bzgl. dessen Restqualität zu testen? Dann würde ich das noch optisch gute Valvoline in dem VW 1,4er einfach mal zum testen geben.
Kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass da was großartig Negatives rauskommt.
Mit gut 60,- € netto bist du dabei.
Ciao
es ist noch nicht so lange her, vor ~10 jahren wurde 'vorgeschrieben' das öl 2 mal -und zwar möglichst nach den ersten minus- und plustemperaturen- im jahr zu wechseln. klar, mit moderneren, besseren ölen ist das nicht mehr zwingend nötig aber 2 jahre sind 4 mal der wechsel von plus- auf minustemperatur und auch wenn moderne öle das 'verkraften' - irgendwo gehen dabei doch bestimmt irgendwelche resourcen des öls drauf.
+ spriteintrag ins öl
+ antikorossionsadditives (wirken ja auch nicht ewig)
+ ...
einerseits macht man den ölwechsel bevor man das sommerauto für den winter in die gerage stellt, andererseits aber kann man auch zwei jahre ohne ölwechsel fahren oder wie jetzt? wie man sich gleichzeitig für 'das beste öl' interessieren kann, dabei aber auf die herstellervorgabe das öl 1 mal im jahr zu wechseln pfeifft kann ich nicht verstehen. also mindestens 1 mal im jahr sollte man das schon machen, egal wie, wieviel man gefahren ist und wie das öl noch aussieht. kann ja sein, dass das öl noch viiiiel mehr schmutz aufnehmen kann, aber behält das öl auch beispielsweise seine dichtungspflegeeigenschaften auch so lang?
gruss
@turbocivic
In der Sache hast du Recht.
Das mit den Sommer- und Winterölen ist aber schon ein kleines bischen länger her. 😉
Das mit den Mehrbereichs-Ganzjahresölen ging spätestens in den späten 70ern in der breiten Masse los. Als ich vor über 25 Jahren meinen ersten Wagen gekauft habe hat mein alter Herr mir erzählt, dass das früher mal so war (und das manche Ewig-Gestrigen das immer noch so praktizieren).
Das stand zwar noch lange in den Betriebshandbüchern, dass man 30er oder dünnere Öle nur im Winter fahren durfte und im Sommer mindestens ein 40er oder ähnlich, aber auch dass Mehrbereichöle mit mindestens PiPaPo ganzjährig gefahren werden dürfen.
Gruss
Hallo, welches der beiden Öle von LM ist das welches der Sterndocktor empfielt für PD Motoren die nach 505.01 befüllt werden müssen, bzw. welches ist das bessere ?
Das DIESEL HIGH TECH 5 W-40
oder
das TOP TEC 4100 5 W-40
http://www.liqui-moly.de/web/lmhomede.nsf/pages/index_oiltable
Danke.
Sven
... oder doch lieber das
Fuchs TITAN Supersyn PLUS SAE 5W-40
oder
MOBIL 1 Syst S Special V 5w-40
was habt ihr für erfahrungen gesammelt ?
Sven
Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
😰 Sag mal, wer war Dein Mathe-Lehrer?
äääähhh ........ jaaaaaaaaaa ........ mmmmhh .... dumm gelaufen. War nur ein Test ob Du auch aufpasst 😉
Wurde aber ja bereits richtig gestellt.
@scrdel:
Ausschnitt aus den Ölweisheiten:
4.1.4 Pumpe-Düse TDI
Für die PD-Motoren ist aber ein ganz spezielles Öl vorgeschrieben. U. zwar eins nach 505 01. Bzw. bei Modellen ab BJ. 2000 mit WIV nach 506 01.
Falls es sich um ein BJ vor 2000 ohne WIV handelt, wäre von Mobil dann das „Syst S Special V“ das Richtige. Ist ein teilsynth. 5W-40er u. nach 505 01 freigegeben.
U. falls ab Modellj. 2000 mit WIV: Das Mobil „SHC Formula LD“. Ist ein vollsynth. 0W-30er u. auch nach 506 01 freigegeben. Darf in Modellen vor 2000 ohne WIV nicht verwendet werden!
U. natürlich gibt es auch noch von anderen Herstellern jeweils gute Alternativen mit einer 505 01 bzw. 506 01-Freigabe.
Würde mich auch daran halten, weil das PD-System wirklich ganz spezielle Anforderungen an das Motoröl stellt!
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Vielleicht hilfts Dir weiter.
Gruß Schmudi