Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 2. Dezember 2019 um 14:14:32 Uhr:
Mitsubishi, 4 Zyl-2,5 Liter, Zahnriemen, 99 PS, Motorcode 4D56, Drehmoment 240 NmAuf längeren Strecken, Drehzahlen über 3000 U/min meiden
Motoröl
( Full SAPS Level ) ( Sulfated Ash-Phosphorus-Sulfur)
Bei 3000km pro Jahr. Umölen auf 10W40, Ölwechsel alle 2 Jahre
Darf ich fragen, warum diese 3000 rpm gemieden werden sollen? Wenn das Öl nicht verlackt, also thermisch stabil genug bleibt, dann ist diese Anforderung nicht nachvollziehbar. Es sei denn, die Öltemperatur in der Wanne geht in den roten Bereich. Dann sollte aber vor höhen Öltemperaturen als vor höheren Drehzahlen gewarnt werden.
Ein SAE10 für den Kaltbereich ist ebenfalls schwer nachvollziehbar, weil das kühle Öl deutlich zu viskos bleibt. Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein, als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C). Da wäre ein SAE10 oder kleiner ein deutlicher Fortschritt im Kaltbereich, statt eines SAE10.
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 2. Dezember 2019 um 21:12:42 Uhr:
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 2. Dezember 2019 um 14:14:32 Uhr:
Mitsubishi, 4 Zyl-2,5 Liter, Zahnriemen, 99 PS, Motorcode 4D56, Drehmoment 240 NmAuf längeren Strecken, Drehzahlen über 3000 U/min meiden
Motoröl
( Full SAPS Level ) ( Sulfated Ash-Phosphorus-Sulfur)
Bei 3000km pro Jahr. Umölen auf 10W40, Ölwechsel alle 2 JahreDarf ich fragen, warum diese 3000 rpm gemieden werden sollen? Wenn das Öl nicht verlackt, also thermisch stabil genug bleibt, dann ist diese Anforderung nicht nachvollziehbar. Es sei denn, die Öltemperatur in der Wanne geht in den roten Bereich. Dann sollte aber vor höhen Öltemperaturen als vor höheren Drehzahlen gewarnt werden.
Ein SAE10 für den Kaltbereich ist ebenfalls schwer nachvollziehbar, weil das kühle Öl deutlich zu viskos bleibt. Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein, als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C).
Kann ich auch nur empfehlen. 5w40 oder 0w40 sollte bei so wenig Fahrleistung im Jahr, sollte das deutlich besser sein, als ein 10w40. Was steht denn in der BA was man nehmen soll?
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 2. Dezember 2019 um 21:12:42 Uhr:
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 2. Dezember 2019 um 14:14:32 Uhr:
Mitsubishi, 4 Zyl-2,5 Liter, Zahnriemen, 99 PS, Motorcode 4D56, Drehmoment 240 NmAuf längeren Strecken, Drehzahlen über 3000 U/min meiden
Motoröl
( Full SAPS Level ) ( Sulfated Ash-Phosphorus-Sulfur)
Bei 3000km pro Jahr. Umölen auf 10W40, Ölwechsel alle 2 JahreDarf ich fragen, warum diese 3000 rpm gemieden werden sollen? Wenn das Öl nicht verlackt, also thermisch stabil genug bleibt, dann ist diese Anforderung nicht nachvollziehbar. Es sei denn, die Öltemperatur in der Wanne geht in den roten Bereich. Dann sollte aber vor höhen Öltemperaturen als vor höheren Drehzahlen gewarnt werden.
Ein SAE10 für den Kaltbereich ist ebenfalls schwer nachvollziehbar, weil das kühle Öl deutlich zu viskos bleibt. Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein, als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C).
.
Zitat
Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein,
als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C). 😕 nonsens 😕
Der Kühlerkreislauf ist nun 20 Jahre alt, innere Korrosion und Verkalkung reduziert die Kühlleistung.
Der Motor ist dafür bekannt,
das er gerne überhitzt, dabei die Kopfdichtung bzw der ZYL-Kopf reißt.
Für einen Diesel Baujahr 1999 ist ein 10W40 die bessere Wahl
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 2. Dezember 2019 um 21:35:02 Uhr:
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Zitat
Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein,
als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C). 😕 nonsens 😕
Darf nicht sein oder kann nicht sein??? "Nonsens" ist natürlich ein prima Totschlagargument. 😁
Die Viskosität von 40° bis 100° geht über eine enorme Spreizung. Gucke Dir ein 0W40 an, das ist bei 40°C 5x zähflüssiger als bei 100°C. Der Viskozunahme von 40°C auf 0°C ist deutlich extremer. Man hat keinen Vorteil mit einem 10W40, weil es bei Betriebstemperatur in einem ähnlichem Viskobereich läuft wie ein 0W40/5W40, aber im kalten Zustand erheblich höhere Durchölungszeiten und einen geringen Ölstrom, weil die Pumpe teilweise den Druck begrenzt, was sie nur über geringere Volumenströme schafft.
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Zitat:
Man hat keinen Vorteil mit einem 10W40, weil es bei Betriebstemperatur in einem ähnlichem Viskobereich läuft wie ein 0W40/5W40, aber im kalten Zustand erheblich höhere Durchölungszeiten und einen geringen Ölstrom (...)
Ok. Ich halte dagegen:
Man hat keinen Vorteil mit einem 0W40/5W40 , weil es bei Betriebstemperatur in einem ähnlichem Viskobereich läuft wie ein 10W40, und im kalten Zustand die Durchölungszeiten in Bezug auf andere Parameter eines Autolebens völlig vernachlässigbar sind, ebenso wie der "Ölstrom" (die Autokorrektur möchte gerade auf "Ökostrom" ändern...)
Und jetzt?
Und jetzt empfehle ich Euch mal von beiden Viskos paar Datenblätter anzuschauen , bevor das hier wieder ins Sinnlose endet .
Als Hilfe geb ich Euch mal ein Beispiel .
10W40 und 0W40 von Shell
Visko 10W40 bei 40° = 82
Visko 0W40 bei 40° = 75,2
Visko 10W40 bei 100° = 13
Visko 0W40 bei 100° = 13,6
Wenn man bedenkt daß das 0W40 hochwertiger ist , hält sich der Unterschied in Grenzen , nichts ungewöhnliches für unterschiedliche Viskos !
jof, jeder wie er möchte. Die thermische Belastbarkeit eines 10W40 oberhalb von 100°C ist eingeschränkter, die Viskosität geht früher nach unten weil wegen des höherviskosen Grundöls weniger Viskositätsindexverbesserer zugefügt wurden.
Wenn der Hersteller noch an der Ölqualität spart, kann es sogar zu höheren Verdampfungsverlusten und Verlackungen führen, wenn es punktuell sich deutlich aufheizt (Kolbenbereich).
Wie war das noch mit den Hydros, wenn das Öl zu dickflüssig ist? Stimmt, es droht eine mechanische Überlastung.
Meine vier Kettenspanner werden durch die Kettenzugkraft nach Motorstart regelrecht leergedrückt und fahren tendenziell ein. Bin immer froh, wenn die Ölpumpe den Öldruck recht zeitnah auf den jeweiligen Spanner aufprägen kann - und das geht aber nur, wenn das Öl dort erstmal hingepumpt wird. Durchölungszeiten sind durchaus ein Faktor.
Bin heute erst wieder darüber gestolpert, wo ein User mit berufsmäßiger Schraubererfahrung davon auf MT berichete, dass es ca. 10...12 Sekunden dauert, bis das Öl aus dem Turborücklauf nach dem Kaltstart rausfließt.
Wie gesagt, jeder kippt das rein, was er gut findet, oder zumindest, was er reinkippen will. Da rede ich nicht rein. Aber bei den Argumenten überwiegen nur wenige (die ich jetzt natürlich mal nicht nenne 😛).
Zitat:
@OHCTUNER schrieb am 3. Dezember 2019 um 00:25:01 Uhr:
Und jetzt empfehle ich Euch mal von beiden Viskos paar Datenblätter anzuschauen , bevor das hier wieder ins Sinnlose endet .
Als Hilfe geb ich Euch mal ein Beispiel .
10W40 und 0W40 von Shell
Visko 10W40 bei 40° = 82
Visko 0W40 bei 40° = 75,2
Visko 10W40 bei 100° = 13
Visko 0W40 bei 100° = 13,6Wenn man bedenkt daß das 0W40 hochwertiger ist , hält sich der Unterschied in Grenzen , nichts ungewöhnliches für unterschiedliche Viskos !
40°C ist recht warm. Suche mal die Zahlen für kaltes Öl bei 0°C.
Natürlich ist die Durchölzeit beim 0W40 nach Kaltstart besser , ist ja kein Geheimniss .
Nicht jeder Motor hat Kettenspanner , Turbo und/oder Hydros , somit paar Sorgen weniger .
Wer ein 10W fahren will , sollte einfach vor Kauf auf die Qualität achten , da gibt es durchaus Unterschiede nach oben und nach unten , somit trifft Jeder selber die Wahl ob minderwertig oder hochwertig .
Festhalten lässt sich, dass der Thread hier ist viel zu allgemein ist. Das ist fast so, als würde man fragen, welche Reifengröße für alle Autos die beste ist. Hier wird man niemals auf einen Nenner kommen.
Zitat:
@jof schrieb am 2. Dezember 2019 um 23:27:10 Uhr:
... im kalten Zustand die Durchölungszeiten in Bezug auf andere Parameter eines Autolebens völlig vernachlässigbar sind, ...
Nein.
Beim Ersatz von z.B. Nockenwelle oder Turbolader werden diese Bauteile mit dickflüssigem Öl bestrichen, damit sie
sofortgeschmiert werden. Die Durchölungszeit ist enorm wichtig. 0,1s sind sehr viel besser als 0,2s Durchölungszeit.
Moderne Motoren halten meiner Meinung nach auch deswegen länger, weil der Konstruktionsbestandteil Motoröl bei modernen Motoren sehr viel mehr Beachtung findet als bei früheren Motorkonstruktionen.
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 2. Dezember 2019 um 22:10:14 Uhr:
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 2. Dezember 2019 um 21:35:02 Uhr:
.
Zitat
Jedes 0W30 oder 0W40 sollte kalt deutlich zähflüssiger sein,
als ein 10W40 bei Betriebstemperatur (80...100°C). 😕 nonsens 😕Darf nicht sein oder kann nicht sein??? "Nonsens" ist natürlich ein prima Totschlagargument. 😁
Die Viskosität von 40° bis 100° geht über eine enorme Spreizung. Gucke Dir ein 0W40 an, das ist bei 40°C 5x zähflüssiger als bei 100°C. Der Viskozunahme von 40°C auf 0°C ist deutlich extremer. Man hat keinen Vorteil mit einem 10W40, weil es bei Betriebstemperatur in einem ähnlichem Viskobereich läuft wie ein 0W40/5W40, aber im kalten Zustand erheblich höhere Durchölungszeiten und einen geringen Ölstrom, weil die Pumpe teilweise den Druck begrenzt, was sie nur über geringere Volumenströme schafft.
Zitat aus dem Beiträgen von a3Autofahrer
"Darf nicht sein oder kann nicht sein??? "Nonsens" ist natürlich ein prima Totschlagargument. 😁"
.. Das ist physikalischer Nonsens !
“Bin heute erst wieder darüber gestolpert, wo ein User mit berufsmäßiger Schraubererfahrung davon auf MT berichete, dass es ca. 10...12 Sekunden dauert, bis das Öl aus dem Turborücklauf nach dem Kaltstart ausfließt.“
..Denke das ist nur die halbe Wahrheit, wann wie und bei welcher Turbo Temperatur wurde gemessen. Nach einer Reparatur oder interessehalber früh morgens. In beiden Fällen ist das Öl im Turbogehäuse abgelaufen. Die Schwimmlager im Turbo und das Öl kalt, somit ist der Ölabfluss gering und braucht seine Zeit bis Öl aus dem Gehäuse ausläuft. Nach einer Turboreparatur orgelt man den Motor über Anlasserdrehzahl ohne Kraftstoffzufuhr damit sich die Leitung füllt, der Öldruck sich aufbaut.
Zitat
"weil die Pumpe teilweise den Druck begrenzt, was sie nur über geringere Volumenströme schafft."
.. Das gilt nur bei Regelpumpen
Der Mitsubishi Motor wurde vor 1999 konstruiert.
Motorölpumpen wurden in dieser Zeit als Konstantpumpen verbaut.
Motorölstaudruck wird bei den älteren Motoren über ein mit Feder vorgespanntes Ventil begrenzt.
Je höher die Viskosität um so höher der Staudruck über das Ventil und im Schmiersystem.
Die Durchölungszeiten haben bei unsere moderaten Temperaturen im Winter für HC- und GTL- Öle nur einen geringen Stellenwert.
Sobald die Pumpe das Motoröl ansaugt baut sich Druck im Schmiersystem auf.
Ausnahme Fehlkonstruktionen wo das Ansaugrohr der Pumpe bis zu 1 Meter lang ist.
Die Motorenhersteller werten deshalb beim Kaltstart den Öldruck in den ersten 5-10sec nicht aus.
Selbst wenn weniger Öl über die Lagerstellen abfließen würde, so steht doch in den Gleitlager ein hoher Öldruck an.
Das man drehende Motorteile nicht trocken einbaut , versteht sich ja von selbst !
Du weißt was 0,1s ist ?
Nimm die Null und das Komma weg , dann macht das etwas mehr Sinn .
Dein letzter Satz wegen moderner Motoren erzähle mal allen Geschädigten die hier in den letzten Jahren auf MT aufgeschlagen sind und ihr Leid mit ihren Motoren hier nieder geschrieben haben .
Konstruktionsbedingte Fehler , Bauteile von minderer Qualität und Verwendung von Ölen mit abgesenkter HTHS wegen Spritersparniss .
Mit deiner Aussage wirst Du von Denen sicherlich gefeiert ! 😁
Es gibt immer ein Öl wo besser ist als das was vom Hersteller gefordert wird , das muss man aber im Einzelfall erst rausfinden .
Zitat:
@PacificCoastHighway schrieb am 3. Dezember 2019 um 08:49:55 Uhr:
Festhalten lässt sich, dass der Thread hier ist viel zu allgemein ist. Das ist fast so, als würde man fragen, welche Reifengröße für alle Autos die beste ist. Hier wird man niemals auf einen Nenner kommen.
Bist nicht mal 1 Jahr hier auf MT , das Thema hier hast Du mit Sicherheit auch nicht mal was umfangreicher durchgelesen .
Das perfekte Öl gibt es nicht , hat man hier schon vor langer Zeit geklärt .
Somit ist das Ziel auf einen Nenner zu kommen hier komplett sinnfrei !
Solche Aussagen zu treffen ohne den Thread hier wirklich zu kennen , ist auch nicht gerade zielführend .
Laurin-2008, der Mitsubishi Motor hat natürlich auch eine Öl-Druckbegrenzung, auch wenn keine aktive Regeleinrichtung verbaut ist. Ca. 10...12 bar könnte der Druck betragen, bis ein Bypass aufgeht und das Öl in die Wanne abließen lässt. Damit hast Du eben auch keinen Ölvolumenstrom, welcher proportional zur Drehzahl ist, sondern im Zweifel nur minimale Ölflüsse, sofern es sehr zähflüssig ist.
Das 10W40 wird schon gehen, kippe es einfach rein und gut. Ich bin damals im Golf 2 40 kW Diesel irgendein 15W40 oder sowas gefahren, 5 Liter für 5,95 DM (das billigste Öl bei Tip Autoteile in Berlin). 😁 Nach 7500 km kam der Ölwechsel. Lief auch... 😁