ForumFahrzeugtechnik
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Welches Motoröl?

Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 19:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 2. März 2004 um 0:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

104172 weitere Antworten
Ähnliche Themen
104172 Antworten

Zitat:

@307CC-User schrieb am 11. August 2018 um 08:33:18 Uhr:

So jetzt mal die Frage der Fragen, LM Cera Tec.

Erfahrung hier jemand damit?

https://www.youtube.com/watch?v=5H_mZTh5bHY

Hallo zusammen!

Ich habe ein paar Fragen.

Hat jemanden Erfahrung mit 0(5)w20 in TSI (CXSA), besonders im Winter?

Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Öl benutzen kann.

Na ja, es gibt weniger HTHS, aber vielleicht gibt dieses Öl besser Motorschutz, wenn man einen Motor kalt startet, und dann bei -20...-30 Grad fährt?

Im Sommer benutzte ich Liqui Moly Molygen 5w40 NG. Ich habe gehört, dass es in Deutschland nicht zu verkaufen. Wenn es wahr ist, könnten Sie mir sagen warum? Ist das nicht qualität Produkt oder?

Vielen Dank für Ihre antworten!

Zitat:

@307CC-User schrieb am 11. August 2018 um 08:33:18 Uhr:

So jetzt mal die Frage der Fragen, LM Cera Tec.

Erfahrung hier jemand damit?

Prinzipiell ist es ganz gut, ich benutze es und auch andere Keramikadditive seit ca. 15 Jahren.

Im Cera Tec ist etwas sehr viel Trägeröl drin und nur wenig eigentliches Keramikadditiv. Da gibt es am Markt preiswertere Produkte.

Auf 3 Eigenschaften möchte ich aber besonders hinweisen:

  • Der Motor sollte schon gut eingefahren sein, dann nach dem Zugeben des Additiv tut sich nicht mehr viel mit einfahren.
  • Bei mir diagnostizierte die Vertragswerkstatt eine Regelabweichung des Turboladers und wollte ihn austauschen, ich gab den Auftrag nicht und trotzdem hielt er noch weit über weitere 100000 km bis ich den Wagen mit 310000 km verkaufte. Der Käufer fuhr ihn mindestens noch 2 Jahre.
  • Nach einen Werkstattaufentalt rutschte der Kühlwasserschlauch am Motor ab mit komplettem Kühlwasserverlust auf der Autobahn. Der Motor nahm sonst keinen Schaden.

Ich weiß, ihr werdet es nicht glauben, es ist aber so.

Plaisir1

Zitat:

@AntonSV schrieb am 11. August 2018 um 14:10:38 Uhr:

Hallo zusammen!

Ich habe ein paar Fragen.

Hat jemanden Erfahrung mit 0(5)w20 in TSI (CXSA), besonders im Winter?

Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Öl benutzen kann.

Na ja, es gibt weniger HTHS, aber vielleicht gibt dieses Öl besser Motorschutz, wenn man einen Motor kalt startet, und dann bei -20...-30 Grad fährt?

Im Sommer benutzte ich Liqui Moly Molygen 5w40 NG. Ich habe gehört, dass es in Deutschland nicht zu verkaufen. Wenn es wahr ist, könnten Sie mir sagen warum? Ist das nicht qualität Produkt oder?

Vielen Dank für Ihre antworten!

.

Molygen 5w40

In der neuesten Formulierung wirken Molybdän-Wolfram-Hybride als Anti-Friction-Additive.

Gut für Motore mit Steuerketten, Ritzel und Zahnräder.

Habe mal gelesen, das für dieses Additiv keine Freigabe erteilt wird, weil es den Aschegehalt vorm Rußpartikelfilter erhöht.

Ein gutes Motoröl fürn Winter ist das Shell Helix Ultra ETC 0W30.

http://www.shell-livedocs.com/.../...3-5b39-4282-b4cc-4c064d512b72.pdf

Sollte das gleiche sein wie das BMW TwinPower Turbo 0W30

Gruß

 

hallo liebe leute,

da hätte ich doch etwas für wissende:

alle hersteller haben für ihre motoren eine genaue spezifikationsangabe für jene öle die für den jeweiligen motor geeignet sind. es wird dabei aber keinesfalls auf einen ölhersteller bezug genommen. gibt es da qualitätsunterschiede bei ölen die zwar die spezifikation der motorhersteller erfüllen aber von unterschiedlichen schmierstoffherstellern sind?

gibt es tendenzen, dass da etwa grosse markennamen bessere öle haben als zb. ein auf den markt drängender exote?

liebe grüsse!

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 11. August 2018 um 17:10:10 Uhr:

Zitat:

@AntonSV schrieb am 11. August 2018 um 14:10:38 Uhr:

Hallo zusammen!

Ich habe ein paar Fragen.

Hat jemanden Erfahrung mit 0(5)w20 in TSI (CXSA), besonders im Winter?

Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Öl benutzen kann.

Na ja, es gibt weniger HTHS, aber vielleicht gibt dieses Öl besser Motorschutz, wenn man einen Motor kalt startet, und dann bei -20...-30 Grad fährt?

Im Sommer benutzte ich Liqui Moly Molygen 5w40 NG. Ich habe gehört, dass es in Deutschland nicht zu verkaufen. Wenn es wahr ist, könnten Sie mir sagen warum? Ist das nicht qualität Produkt oder?

Vielen Dank für Ihre antworten!

.

Molygen 5w40

In der neuesten Formulierung wirken Molybdän-Wolfram-Hybride als Anti-Friction-Additive.

Gut für Motore mit Steuerketten, Ritzel und Zahnräder.

Habe mal gelesen, das für dieses Additiv keine Freigabe erteilt wird, weil es den Aschegehalt vorm Rußpartikelfilter erhöht.

Ein gutes Motoröl fürn Winter ist das Shell Helix Ultra ETC 0W30.

http://www.shell-livedocs.com/.../...3-5b39-4282-b4cc-4c064d512b72.pdf

Sollte das gleiche sein wie das BMW TwinPower Turbo 0W30

Gruß

Laurin-2008, vielen Dank für Ihre Antwort!

Ich werde versuche, original Shell zu finden, weil es in Russland zu viele Fälschung gibt, besonders für berühmte Hersteller.

Über LM Molygen NG 5-40 habe ich nicht verstanden, ob es für TSI CXSA passt. Entschuldigung :confused:

Meine Meinung hierzu:

Zitat:

@nanubz15 schrieb am 11. August 2018 um 17:32:04 Uhr:

gibt es da qualitätsunterschiede bei ölen die zwar die spezifikation der motorhersteller erfüllen aber von unterschiedlichen schmierstoffherstellern sind?

Ja, sehr!

Zitat:

@nanubz15 schrieb am 11. August 2018 um 17:32:04 Uhr:

gibt es tendenzen, dass da etwa grosse markennamen bessere öle haben als zb. ein auf den markt drängender exote?

Nein. Ein mit zugelassenem Öl "auf den Markt drängender Exote" hat tendenziell bessere Qualität als der Markenhersteller. Oder aber bei gleichem Preis die bessere Qualität. Für mich ist "Marke" zuerst einmal Abzocke.

Überhaupt wäre klarzustellen, was du unter Exote verstehst.

Aber eins ist auch klar: herkömmliche Orthografie ist besser lesbar.

Was ist eigentlich bei Ravenol los? Ich habe grade gesehen, daß die für einen Liter 5w40 Öl 11 Euro wollen ... ernsthaft???

Das würde ich nicht mal für einen Liter Mobil 1 0w40 bezahlen, vorausgesetzt, das wäre überhaupt noch das Supersyn.

Ist denen der Sommer nicht bekommen? :D

Zitat:

@skynetworld schrieb am 11. August 2018 um 18:45:33 Uhr:

Was ist eigentlich bei Ravenol los? Ich habe grade gesehen, daß die für einen Liter 5w40 Öl 11 Euro wollen ... ernsthaft???

Ist mir auch aufgefallen. Mir scheint, sie halten diese Öle für preiswert. Ich muss gestehen: ich auch. Die haben nach meiner Meinung teilweise Edelstoff.

Im Winter habe ich ein 9 Euro / Liter Öl von denen verwendet, das 0W-30 ALS. Toller Stoff. Zum Kraftstoffverbrauch mit dem Öl äußere ich mich besser nicht, das wird sowieso nicht geglaubt.

Zitat:

@Plaisir1 schrieb am 11. August 2018 um 15:28:04 Uhr:

Zitat:

@307CC-User schrieb am 11. August 2018 um 08:33:18 Uhr:

So jetzt mal die Frage der Fragen, LM Cera Tec.

Erfahrung hier jemand damit?

Prinzipiell ist es ganz gut, ich benutze es und auch andere Keramikadditive seit ca. 15 Jahren.

Im Cera Tec ist etwas sehr viel Trägeröl drin und nur wenig eigentliches Keramikadditiv. Da gibt es am Markt preiswertere Produkte.

Auf 3 Eigenschaften möchte ich aber besonders hinweisen:

  • Der Motor sollte schon gut eingefahren sein, dann nach dem Zugeben des Additiv tut sich nicht mehr viel mit einfahren.
  • Bei mir diagnostizierte die Vertragswerkstatt eine Regelabweichung des Turboladers und wollte ihn austauschen, ich gab den Auftrag nicht und trotzdem hielt er noch weit über weitere 100000 km bis ich den Wagen mit 310000 km verkaufte. Der Käufer fuhr ihn mindestens noch 2 Jahre.
  • Nach einen Werkstattaufentalt rutschte der Kühlwasserschlauch am Motor ab mit komplettem Kühlwasserverlust auf der Autobahn. Der Motor nahm sonst keinen Schaden.

Ich weiß, ihr werdet es nicht glauben, es ist aber so.

Doch, bis auf Punkt 1 wäre das auch mit jedem normalen, nicht gepanschtem Öl gut gegangen.

Welches Öl empfehlt ihr für einen Golf 7 1,2 TSI 110ps Bj. 2015?

Meine Meinung: Shell Helix Ultra Professional AV-L 0W-30 falls 504/507 gefordert ist.

ich glaub für den 7er gibt es schon wieder eine neuere norm . . . und auch noch dünneres öl ?

ich würde ein möglichst "dickes" nehmen . . . vom oberen ende der zugelassenen visko ;-)

viele grüße

Zitat:

@AE01a schrieb am 11. August 2018 um 19:26:03 Uhr:

Meine Meinung: Shell Helix Ultra Professional AV-L 0W-30 falls 504/507 gefordert ist.

Vergleiche die Datenblätter

das Helix Ultra Professional ECT 0W30 hat höheren VI und bessere Aussagen zur Reinigungsleistung

naja . . . dass sind auch wieder sehr theoretsiche aussagen in den datenblättern, am ende kann man so eine reinigungsleistung eines öls erst in der praxis ganz gut beurteilen . . .

ich galube der andi hier aus dem forum hat dieses shell auch schon verwendet ??

ansonsten was reinigungsleistung angeht, war ich absolut vom addinol überrascht, ich dachte auch erst, dass kann nich sein, was soll denn das addinol besser können als andere, bis ich es selbst gesehen habe . . .

übrigens, habe ich seitdem ich das addinol verwende, nicht noch einmal probleme mit dem agr ventil beim passat gehabt und der hat nun ca. 255 000 kilometer runter . . .

massive verkrustungen und schmodder beim agr, hatte ich mit dem castrol longlife . . . seitdem ich das nicht mehr verwende, ist ruhe . . .

vor einem ölwechsel gebe ich meist noch ein liter diesel mit ins alte motoröl und lasse den motor damit langsam warm laufen, der diesel macht das öl sehr schön dünnflüssig und hilft auch nochmal den dreck der sich irgendwo abgesetzt hat anzulösen und mit dem ölwechsel raus zu bekommen.

wenn das öl richtig warm ist, öffne ich die ablassschraube und lasse ihn schön lang "ausbluten" damit möglichst viel von dem alten öl raus kommt.

am ende würde ich mit den erfahrungen der letzten jahre in sachen diesel auch ein longlife öl nicht länger als 20 000 kilometer fahren.

die heutigen diesel sind immer leistungsfähiger, ein oder gar zwei turbos sind schon bald standard, aus 2 liter hubraum und vier zylindern werden dann mal schnell über 200 ps und ordentlich drehmoment geholt.

dann soll der motor möglichst sparsam sein, dann soll er möglichst wenig russ ausstossen . . . all der dreck durch die modernen abgasreinigungsverfahren landet am ende nicht zuletzt im motoröl.

das motoröl soll dann allerdings immer noch für einen solchen motor möglichst wenig verschleiss bei einer lächerlichen menge von um die 4 liter öl über einen solch langen zeitraum bei dieser leistung die der motor bringen soll, sicher stellen . . .

erst gestern hatte ich mich als bmw fan wieder mal mit den alten e30 touring beschäftig, hier gab es damals einen motor mit 6 zylinder und um die 2,5 liter hubraum. es waren genau zwei diesel, die für den e30 damals bestellbar waren, einmal gab es den motor mit und einmal ohne turbo aufladung . . .

der motor ohne aufladung hatte 86 ps, der motor mit aufladung hatte 115 ps . . .

heute hat ein diesel mit der hälfte an hubraum und ein paar zylindern weniger schon mindestens genau so viel. freilich steigen damit auch die anforderungen an ein motoröl.

viele grüße

Deine Antwort
Ähnliche Themen