Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
@xedos9er und Weizenkeim:
Ihr habt natürlich recht, das Grundöl kann nicht das gleiche sein. Asche auf mein Haupt.
Und wenn ich bei der Suche nach Doc's Beitrag zum mischen von
0W-40 und 5W-50 mal aushelfen darf: Klick
Ich hätte auch gemischt, wenn ich nicht auf einer Urlaubsfahrt in F einen größeren Posten 5W-40 ergattert hätte.
Gruß, Trebo
Nach der Meinung des Ölgurus ist das in Deutschland nicht ohne weiteres erhältliche Mobil1 5W40 bezüglich unserer milden Winter das Nonplusultra in der Summe seiner Eigenschaften, da es etwas hitzestabiler als das 0W40er aber genauso fließfähig bei unseren milden Wintern ist. Man kann es sich zur Not aber auch selber zusammenmixen: Mobil1 0W40 und 5W50 im Verhältnis 1:1.
Moin,
Ihr theoretisiert Euch aber was zusammen hier, habt Ihr Entzugserscheinungen? 😁
Dass Ihr Sterndocktor nachweint ist ja ok, aber diese einfachen Geschichten sind im Thread ja nun wirklich mehr als ausführlich behandelt worden. Ob er sie nochmal wiederholt hätte?
Bevor das M1 0w-40 Probleme mit seinem VI-Verbesserer bekommen kann, sind schon längst die anderen Additive aufgebraucht, weil das Ölwechselintervall überzogen wurden. Spielt in der Praxis also überhaupt keine Rolle.
Und eine 1:1 Mischung aus M1 0w-40 u. 5w-50 ergibt KEIN 2.5w-45, ganz einfach deshalb, weil es solche Viskoklassen nicht gibt. Es ergibt sich ein 5w-40 mit einem ungewöhnlich hohen VI.
Steht alles im Thread. 😉
@Weizenkeim und unbreakable:
Gehört nicht ganz hierher, aber der Getriebeölwechsel bei meinem Honda-Dealer kostet nen fuffi (50 Euronen).
Das ist doch OK.
@ weizenkeim : da war ich nicht schnelle genug um das vom Sternendock zu suchen.
Und bevor wir hier anfangen zu "panschen" sollten wir doch einfach die fertigen M1er nehmen, die Sterndock alle als supergut beschreibt (sofern das SuperSyn drinne ist). Denn wenn ich es zusammenkippe und nicht sofort alles verbrauche, so habe ich geöffnete Behälter und durchs Mischen auch noch ordentlioch Luft(-sauerstoff) hinein gebracht. Das hilft dem Öl sicherlich nicht weiter. Wäre nur Sinnvoll, wenn ich es beim reinkippen in den Motor je eine Flasche vom einen und eine Flasche vom anderen nehme.
Gruß Schmudi
PS: Ist eigentlich Schade dass sich Ferrocen hier nicht beteiligt. Soweit ich weiß ist auch das ein sehr guter Mann/Frau. Allerdings im Berewich der Chemie, also weniger direkt mit Motoren und testen, aber zur Chemie und evtl. Physik kann er viel sagen, was auch oft mit den Aussagen vom Sterndock übereinstimmt.
Vielleicht fragt Ihn ja mal ein Admin, ob er sich in diesem Thread nicht beteiligen will.
Edit : Ist ein Mann, denn Frank ist ein komischer Name für eine Frau
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@ Schmudi
50 Euronen für nen Getriebeölwechsel halte ich beim Vertragshändler für akzeptabel, sofern das Material schon enthalten ist.
Ich habe kürzlich in einer freien Werkstatt für den Wechsel aller Öle (Motor, Getriebe und Differential) beim Quattro 46 Euro gezahlt. Die Öle hatte ich beigestellt.
Von dieser Mischerei halte ich, wie schon erwähnt, auch nichts, kann nicht erkennen, was das bringen soll. Aber lass die Kinder doch ein wenig planschen, wenn sie denn unbedingt wollen.😉
Falls Du Ferrocen (den mit dem schönen Vornamen Frank) vermisst, schick ihm doch eine PN.
@ Jan0815
Schön, dass Du auch noch da bist. Ich dachte schon, Du hättest Dich aus dem Thread verabschiedet.
Ansonsten meine Zustimmung, das stand wirklich schon mal alles hier. Auch diese sinnfreie Diskussion mit x,irgenwas Viskositäten.
Gruß
Frank
@Schmudi
Ich sehe in der Mixerei keinen großen Sinn.
Wegen dem Luftsauerstoff würde ich mir aber keinen Kopp machen. Den Mix kühl stellen und gut ist.
Das Öl ist auf Oxidationsstabilität bei weit über 100°C konstruiert, die Reaktionsgeschwindigkeiten bei unterhalb Raumtemperatur sind um Größenordnungen niedriger.
Wenn du das innerhalb von 12 Monaten verwendest - weiter weg sollte der nächste Ölwechsel eh nicht sein - wird du da keinen nenneswerte Qualitätsverschlechterung bei sachgemäßer Lagerung feststellen können.
Die Oxidationssituation im Betrieb ist um Größenordnungen (!) dramatischer als in gelagertem Öl.
Gruss
Zitat:
Original geschrieben von Weizenkeim
Falls Du Ferrocen (den mit dem schönen Vornamen Frank) vermisst, schick ihm doch eine PN.
Ob der Vorname nun schön ist lasse ich dahin gestellt sein <frechgrins> 😛
Von wegen PN an Ferrocen ist halt die Sache genau dass, was Du schon getippt hast:
Zitat:
Ansonsten meine Zustimmung, das stand wirklich schon mal alles hier. Auch diese sinnfreie Diskussion mit x,irgenwas Viskositäten.
Steht hier alles drin. Und Ferrocen testet (soweit ich weiß) keine neuen Öle und weiß auch nix über geänderte Formulierungen. Er kennt halt extrem gut die Chemie und deren Zusammenhänge.
Schmudi
Zitat:
Original geschrieben von Schmudi
Und Ferrocen testet (soweit ich weiß) keine neuen Öle und weiß auch nix über geänderte Formulierungen. Er kennt halt extrem gut die Chemie und deren Zusammenhänge.
Als Chemieprofessor sollte er auch zumindest einige Grundlagen der Chemie beherrschen.😉
Aber Du fandest es doch schade, dass er hier nicht schreibt, oder?Und zum schönen Vornamen: Wohl neidisch, was?
Heißt wohl Hubertus, oder Alfred oder sogar Adolf, brrr?🙂Gruß
Frank
@ weizenkeim
😁 😁
neeeeee, ich heiße Holger, was ja eindeutig der schönere Vorname ist 😛 😉
und JA, finde ich schon schade, dass er hier nicht schreibt und JA hab Ihm 'ne PN geschickt 🙂
Lachende Grüße
Schmudi
Na dann bete mal, dass Ferrocen sich nicht meldet - das hieße dann nämlich schon mal 2 Franks gegen einen Holger. Schlechte Karten für Dich!
Mal im Ernst, ich glaube nicht, dass er als Chemiker hier noch sehr viel zum Thema "Bestes Motoröl" beitragen kann, ungeachtet seines unbestrittenen Fachwissens. Natürlich lasse ich mich gern eines Besseren belehren.
Ein Insider aus der Motorentechnologie wie der Dock ist hier wohl nicht zu ersetzen.
Gruß
Frank
Ich will den 97er Vectra Kombi (1,8l 85KW 16V, Automat) von meinem Opa mal etwas verwöhnen.
Spülung ist nicht nötig, da Auto bisher immer Vollsynthese bekommen hat und auch durch den Stutzen alles blitzblank aussieht.
Motoröl ist schon bestellt, M1 0w-40 von oil-center.
Jetzt frage ich mich was der beste Ölfilter für das Auto wäre. Gibt es da etwas besseres als die Originalteile? Also Stichwort synthetisches Filtermaterial vs. Cellulose oder so?
Beim 94er Peugeot 306 meiner Schester habe ich z.B. einen originalen Ölfilter drin, der aber eigentlich für neuere Peugeots mit längeren Intervallen gedacht wäre. Wie ist das bei Opel?
Das ATF des Automatikgetriebes hat mein Opa vor gut einem Jahr zwar wechseln lassen, aber da es um eine mir - leider - bekannte Werkstatt handelt, bin ich sehr sicher, dass der Wagen nun ein Dexron IID drin hat.
Nun schwanke ich zwiscvhen Fuchs Dexron IIIH und VI, weiss allerdings noch nicht woher ich es am besten bekomme und wieviel teurer das VIer ist. Opel füllt laut Internet inzwischen nur noch etwas eigenes für 11 Euronen pro Liter ein, aber ich gehe mal davon aus dass ich damit nicht optimal unterwegs wäre. Hmm was meint ihr, Dexron IIIH oder VI?
Ölfilter
@BessenOlli
Hatte meine Antwort an Dich bezüglich Ölfilter schon fast fertig und wollte nur noch mal Deinen Text durchlesen mit dem Schalter zurück, dann wieder vorwärts und alles war weg. Fange jetzt noch mal neu an.
Als gute Filter empfahl Sterndocktor die von Mann, später erweiterte er seine Empfehlung noch auf die Produkte von Knecht und Mahle.
Von Mann wäre das für den Opel Deines Opas der W 712/22. Ist der Standard-Filter, der hat aber trotzdem Premium-Qualität. Den bekomme ich beim Zubehörhandel meines Vertrauens für € 2,00.
Von Mann gab es vor einigen Jahren Sportölfilter mit synthetischem Filtermedium, hatten in der Typenbezeichnung am Anfang GT stehen, also in diesem Fall wäre das der GT 712/22 gewesen. Die Filter gab es aber nur für spezielle, gängige Modelle.
Mann bewarb die mit besserer Filtrationsleistung, besonders in Verbindung mit vollsyntetischen Ölen.
Ich wollte mir damals auch welche für meine beiden Opel besorgen, aber mehrere Zubehörhändler konnten/wollten nicht liefern, weil angeblich nicht verfügbar oder überhaupt nicht im Programm.
Erst auf meine Nachfrage bei Mann selber bestätigte man mir, daß dort noch gut 200 Stück GT 712/22 auf Lager seien.
Die Produktion sei aber mittlerweile eingestellt, somit seien nur noch die Restbestände verfügbar.
Daraufhin bestellte ich über den Zubehör direkt eine 10er-Packung und bekam die auch.
Der Einzelpreis lag aber um mehr als das 4-fache über dem des Standardfilters, vermutlich haben die sich deshalb am Markt auch nicht durchgesetzt.
Frage doch einfach mal bei Mann direkt nach, vielleicht hast Du Glück und die haben noch einige wenige auf Lager.
Laß Dich aber nicht direkt abwimmeln, wenn die in ihren aktuellen Programmen nachschauen, bekommen die auch nur den Hinweis, nicht mehr verfügbar. So war das bei mir damals auch. Erst als ich sagte, die sind doch noch im aktuellen Katalog drin (was jetzt natürlich nicht mehr der Fall ist), wurde ich mit der Lagerhaltung verbunden, wo man mir dann halt sagte, daß noch gut 200 vorhanden seien.
Ich glaube nämlich, daß die Filter wirklich gut sind bzw. waren.
Ob andere namhafte Filterhersteller ähnliche Filter im Programm haben oder hatten, weiß ich nicht.
Zu den Original Opel-Ölfiltern kann ich Dir angeben, daß die etwa 10 mm länger sind, als die Mann-Filter und ich die bis vor Einsatz der Mann-GT-Filter ausschließlich verwendet habe. Kosteten etwa € 4,00.
Hätte ich eigentlich auch als PN schreiben können, aber vielleicht interessiert es ja auch andere.
Gruß.
Nur ist es meines Wissens auch so, daß die sogenannten "Originalfilter" wie die meisten anderen Verschleißteile auch, bei den altbekannten Zubehörherstellern gefertigt werden. Hab damals selbst in einer VW-Werkstatt gearbeitet und da kamen alle Ölfilter von Knecht, die dann zusätzlich mit nem kleinen VW-Zeichen versehen waren. Qualitativ werden die sich wohl zu denen direkt aus dem Zubehör nicht unterscheiden.
Ich selbst verwende seit Jahren immer Filter von Mann und die sind schon gut. Im Zubehör bekommt man, zumindest hier, meist Diese. Ich würde niemals Filter bei ATU kaufen, die in weissen, neutralen Pappschachteln auf die Theke kommen. Wenn man sich die mal genau anschaut, kann man meist gar nicht mal nachvollziehen, wo die überhaupt herkommen. Abgesehen davon, sind die auch nicht wirklich billiger.
Nur, können wir eigentlich im normalen Alltagsfahrbetrieb wirklich beurteilen, ob der eine Filter besser als der Andere ist??? Ich behaupte mal, NEIN. Dazu müßte man wahrscheinlich aufwendige Analysen machen.
Habe aber trotzdem lieber Markenware drin, denn denen kann man schon vertrauen.
Grüße,
Holle
Ölfilter
Ölfilter ?
Hier ist schonmal was:
http://www.motor-talk.de/beitrag62f2334466s.php
Einen Beitrag vom Sterndock, den ich im Moment nicht mehr finde, gibt es noch, wo er explizit schreibt, dass die Papierfilter das beste sind, egal ob für Öl oder Luft. Wenn ich's finde, dann mail ich den Link gerne noch.
Ansonsten sind die MANN+HUMMEL und die weit verbreiteten Bosch (Öl)Filter ein und dasselbe, da die Firmen zusammen gehören, also MANN+HUMMEL gehört mit zur Bosch-Gruppe (oder zumindest ein Jointventure).
Bosch Filter, PDF Datei
Mann Filter Katalog Europa
Allerdings sind wohl diejenigen, wo Bosch druff steht teurer, als die, wo MANN+HUMMEL drauf steht (hörensagen, da es Bosch-Filter für mein Auto nicht gibt, sondern nur Mann Filter).
Übrigens der Orginal-Ersatzteil-Ölfilter, der bei (meinem) Honda verbaut wird ist auch nur eine weiße Packung. Der einzige Hinweis ist "Made in Austria". Was das nun genau für einer ist, weiß ich nicht. Mann+Hummel wohl nicht, da die nicht in Austria produzieren. Naja ... 13 Euro nochwas für einen Filter direkt vom Honda-Dealer verkrafte ich auch noch und gibt kein Ärger.
Gruß
Schmudi
PS @ weizenkeim:
Hier gibt's bestimmt noch 'nen Holger .... dann passt es wieder 😉
Re: Ölfilter
Zitat:
Original geschrieben von Schmudi
... Einen Beitrag vom Sterndock, den ich im Moment nicht mehr finde, gibt es noch, wo er explizit schreibt, dass die Papierfilter das beste sind, egal ob für Öl oder Luft. Wenn ich's finde, dann mail ich den Link gerne noch. ...
Wenn ich mal eben aushelfen darf, 😉 hier der
Beitrag von Sterndocktor zum Thema "Ölfilter".
Und zum Thema billige "No-Name-Filter" kann ich mich noch an Tests vor einigen Jahren erinnern, in denen solche Filter irgendwelcher Supermärkte auseinandergeschnitten wurden. Das Innenleben sah schon deutlich "vereinfacht" aus, manchmal fehlte auch das Umgehungsventil, sodaß irgendetwas anderes bei Verstopfung des Filters platzen konnte.
Ich habe einmal erlebt, wie ein Audi 80, als er mich auf der BAB überholte, seinen Ölfilter plötzlich verloren hat. Er war recht schnell und entschwand wegen einer Kurve meinen durch seinen Ölnebel auf meiner Frontscheibe getrübten Blicken. Aber 2 km weiter kroch er gerade auf der Verzögerungsspur eines Rastplatzes dahin. Dabei hat er dem Motor wohl "den Rest" gegeben. 😁
Ich sag's schon immer: Geiz ist nicht geil, sondern saublöd. 😉
Schönen Gruß