Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von Jan0815



@Bee

Wir sollten den Club der Erleuchtenen gründen, oder? 😉

Hmmm, keine Ahnung. Erleuchtet nicht, aber ich sehe wenigstens ein Licht am Horizont. ;-)

Gruß
Micha

Zitat:

Original geschrieben von Oldie65


Ich kenne es so, dass die ersten kleinen Dieselmotoren in Peugeot Autos eingebaut waren.

Die Meisten glauben ja auch das VW mit dem Golf die Klasse der kompakten Fünftürer erfunden hat,dabei gab es da den Simca 1100 schon einige Jahre lang,genauer seit 1967.

Was man VW allerdings lassen muß ist das sie den Leuten sehr gut einreden können das sie das Auto bauen,als ob sie alles erfunden hätten.

Nach dem Lesen aller Seiten von „Welches Motoröl?“ sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von Bee


Was hat die Temperatur mit dem HTHS-Wert zu tun?
HTHS = High Temperature High Shear

Meine Meinung: wenn die Öltemperatur im Vorlauf kontrolliert bzw. geregelt wird, ist eine hohe Hochtemperatur-Scherfestigkeit weniger wichtig.

Die Viskosität nimmt mit zunehmender Temperatur bei Ölen immer ab. Den HTHS-Wert nimmt man, um ZUSÄTZLICH auszudrücken, was unter hoher Scherbelastun passiert. Du solltest also eher das Schergefälle, statt die Temperatur in den Vordergrund stellen.

Gruß

Micha

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Zitat:

Original geschrieben von Oldie65


Nach dem Lesen aller Seiten von „Welches Motoröl?“ sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels.

Aber Vorsicht! Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Idiot mit einer Taschenlampe sein... 😁

Zum VR6 mußte ich viel recherchieren,
so hat etwas länger gedauert,
Erfahrungsberichte aus der Praxis einzuholen,
mit meinem Wissen abgleichen, ob es so sein kann,
um daraus hier meine Meinung in einem Beitrag zu schreiben.

Wahrlich beispiellos ist der geschränkte VR6,
ohne gleichen in der Geschichte der Verbrennungsmaschinen.
Ist er ein praxisfremd konstruiertes Produkt, gar ein over engineering?
Unterschiedlich lange Zylinderkopfschrauben im Zylinderkopf,
die aber gleich lang in den Motorblock ragen,
Bimetallstreifen die gegen die Zylinder drücken.
Nur um Augenfälliges zu nennen.
Viele seiner Schwächen in der Mechanik,
der Thermik zeigten sich erst nach Jahren im Praxisbetrieb.

http://de.wikipedia.org/wiki/VR-Motor
Nachteilig beim geschränkten Kurbeltrieb ist die größere Schrägstellung der Pleuel
und damit die höheren radialen Kräfte,
mit denen die Kolben einseitig gegen die Zylinderlaufbahn gedrückt werden.

Somit wird auch der Kreuzschliff über die Zeit feinst wegpoliert.
Besonders dann wenn man mit Schmurgel-Brutzelöl, bis 150°C in der Ölwanne fährt.
Gibt es doch viel mehr Varianten als drei Additivpakete in SAE 10W-40 mit VW-Freigabe.
Denke das viele der Probleme,
an Kolbenkipper, Pleuellager- & Lagerschaden, Gleitschienen, Kette
auf zu heißes Öl, oder auf zu dickes, im Kettenspanner eingespannt, zurück zuführen sind.
Siehe auch wie der Abgaskrümmer gekühlt werden muß, dazu fällt mir nichts ein.
http://www.vwcorrado.de/t400_corrado_motorprobleme.html

Einige haben/hatten weniger Probleme,
berichteten aber, daß sie nur SAE 0W-40 mit MB 229.5 eingefüllt haben.
Diese konnten ohne Motorschaden über 300.000Km mit zwei Kettensätzen erreichen.

Kettensteuerung,
wichtige Motoröl-Parameter bei kettengesteuerten Motoren
ist bei steigendem Verschmutzungsgrad im Motoröl,
die Betriebsviskosität,
die Langzeit-Fähigkeit zur Entschäumung.
Konstruktiv unterstützt im Motor, Ölhobel und Zyklon das Entschäumen.

Im Kettenspanner, wirkt meist ein hydraulischer Zylinder,
dort wird unter Öldruck, Volumen über ein Rückschlagventil im Zylinder eingespannt.
Das heißt, aber auch, bei Kaltstart wird der Spanner mit höchstem Druck vorgespannt,
um dann bei Erwärmung nochmals nachzulegen.
Wer dann in der kälteren Jahreszeit, im VR6 ein mineralisches Öl,
gar ein SAE 10W-40, Öl, ohne echte Freigabe im Motor hat,
dem sirrte die Kette, schruppte auf der Gleitschiene im ungleichförmigen Takt.
Hat uns doch schon Sterndoktor vor langer Zeit,
zu PD geschrieben, daß von den Ketten, Duplexketten die besseren sind.

Könnte ja sein,
daß mit dem geschränkten VR jemand übertrumpfend
mit vielerlei skurrilen Konstruktionen in die Automobil-Geschichte eingehen wollte.

http://www.heise.de/.../...der-VW-Kaefer-wirklich-entstand-277745.html

Wie auch immer,
Länge läuft, pflegte unser Prof. zu sagen,
daß Prinzip des längseingebauten Motors
eignet sich erfahrungsgemäß besser für Marathonläufer.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



HTHS = High Temperature High Shear

Meine Meinung: wenn die Öltemperatur im Vorlauf kontrolliert bzw. geregelt wird,
ist eine hohe Hochtemperatur-Scherfestigkeit weniger wichtig.

Hallo JeanLuc69

Das habe ich schon seit 2008 mehrfach hier geschrieben,
Aber das verstehen braucht halt seine Zeit.
Bei den Öl-Wasser-Wärmetauschern kommt es darauf an,
ob ein einfaches Gehäuse, 54mm Bauhöhe mit Rippenrohrschleife,
oder gar der etwas bessere mit 72mm Höhe verbaut ist.
http://www.kuehler-rath.de/katalog/oelkuehler_pkw.pdf
Den entsprechenden Motor-Talk-Link mit Einbaubeschreibung und E-Nr.
für Gebrauchtteile hatte ich sogar für Interessierte wiederholt eingestellt.
Preislich ist ein thermostatisch gesteuerter Luftöl-Kühler etwas teurer,
jedoch viel wirksamer. Vorteilhaft kann doch der Wärmetauscher
als Ölvorwärmer beibehalten werden.

Neuste Motore haben sogar einen leistungsfähigeren
Öl-Wasser-Plattenwärmetauscher
um die Euro 5, die kommende Euro 6 zu erfüllen.

Weiterhin habe ich einen Link eingebunden in dem LM für NFZ
eine Ölvorlauftemperatur von 85°C zur optimalen Wirtschaftlichkeit,
bezüglich Kraftstoffverbrauch und Öllebensdauer angab.

Da an den Specs zur ACEA A4 immer noch diskutiert wird,
gehe ich davon aus, daß dort ein Öl SAE 0W-20 vor Modelwechsel eingeführt wird,
um sich der Problematik, Kettenlebensdauer und Entschäumer zu entledigen.

Denn viele von uns fahren noch Zahnriemen.
Zahnriemen gesteuerte Motore erreichen ohne Schaden am Motor
höhere Lebensdauer/Km-Leistungen als kettengesteuerte, das ist eine Binsenweisheit.

Gerne will ich im “technisch besten Forum der Welt“ nochmals einstellen,

was verbesserte Motorölkühlung bedeutet,

- Ventiltrieb wird hydrodynamisch noch besser geschmiert
- Zeitfenster Ventilsteuerung ist genauer über den Drehzahlbereich
- Thermisches Fenster im Kennfeld ist kleiner, somit wirtschaftlicher im Kraftstoffverbrauch.
- Drehmomentverlauf ohne Delle, besser als Basisplateau
- Auslaßventile bleiben kühler, weniger Sitzbrand, weniger Nockenverschleiß
- kleinere Hitze-Nester im Zylinderkopf, Dom-Rißempfindlichkeit geringer
- deutlich weniger Ausdehnungsspiele der Zylinderkopfdichtung
- kühlerer Temperaturfluß von Kurbel- und Nockenwelle auf Zahnriemen/Kette, Gleitschiene
- kühlerer Temperaturfluß von Kurbelwelle auf Kupplung und Getriebe
- deutlich längere Lebensdauer der Kupplung
- oxidative Ölalterung wird deutlich reduziert
- deutlich weniger Ablagerungen im Ölkreislauf und an heißen/kalten Metallteilen
- Kolbenböden werden thermisch geringer belastet
- weniger bremsender Ölnebel im Pleuel-Wangen-Drehkreis
- weniger Blow-By-Gas, durch bessere Kolbenring-Abdichtung
- bessere hydrodynamische Kolbenhemdzentrierung
- weniger Ablagerungen in den Kolbennuten
- Wasser/Luftkühlung wird entlastet
- Öldruck durch geregelte Temperatur höher

Turbomotore
- Turboladerwelle, Turbinen-Verdichterrad wird besser gekühlt ( Füllung wird verbessert )
- Kolbenböden (Spritzölkühlung) bleibt kühler, Füllung wird verbessert
- Drehmomentverlauf ohne Delle, besser, stabiler als Basisplateau
- Lebensdauer des Turbos steigt deutlich an.

Gruß

Ich fuhr einen 94er VR6 rund 170.000km lang. NULL Probleme mit dem Motor, vom lausigen Drehmoment unten herum mal abgesehen. Ausschließlich vollsynth. 5w-50 (damals z.B. Karstadt Mach 1, war angeblich von Mobil), 5w-40, 0w-40.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Leute, die 502.00 ist ein Witz, selbst die 2005er Version (insb. beim Verschleiß),
guckt Euch das mal mit dem Lubrizol Tool an.

Ja Jan0815,

haben wir doch gemeinsam genügend überlappende Netzdiagramme von Lubrizol hier eingestellt.

Anscheinend wurden diese nicht verstanden,

jedoch kommen immer wieder neue Foristen,

Frischlinge zu uns, mit denen müssen wir etwas duldsamer sein.

Selbst einige die schon länger hier sind,

fragen erneut Sachen die Ihnen Sterndocktor in persönlichen Beiträgen beantwortet hat.

Jedoch schlägt die blaue Flasche den Boden aus dem Faß.

Bei meinen Recherchen zum VR möchte ich nur mal aus der Fülle der Angebote
einige hier angegeben.
Verklausuliert scheinen viele Beschreibungen und Angaben.
Eine echte Freigabe MB 229.3 als 10W-40 hat scheinbar nur das Motul.

Deshalb kann niemand mit Bestimmtheit sagen
welches Motoröl mit welchen echten Freigaben oft hier befüllt wurde.

Megol Syntech Premium 10W-40
Was ist Spezifikationen und was sind Freigaben:
API SL/CF
ACEA A3-04/B3-04
VW 501 01 und 505 00
Mercedes-Benz Blatt 229.1

Megol Power Synt 10W-40
5Liter 12,95 EUR + 6,50 Fracht
http://www.te-taxiteile.de/.../...r%C3%B6l-Meguin-Power-Synth.html?...
Taxiteile gibt an Freigabe Mb 229.3
Spezifikationen und Freigaben:
API SL/CF
ACEA A3-04/B4-04
VW 502 00 und 505 00, Mercedes-Benz Blatt 229.3

Motul Synergie 6000+ SAE 10W-40
Standards: ACEA A3/B3/B4 - API SL/CF
Freigaben: VW 502 00 - 505 00, Mercedes Benz 229.3
Performance: Porsche bis Modelljahr 2002, BMW-Spezialöl

LM Leichtlauf 10 W-40
Spezifikationen und Freigaben:
API SL/CF
ACEA A3-04/B4-04
VW 501 01/505 00 Ausgabe 2005, Mercedes-Benz Blatt 229.1
LIQUI MOLY empfiehlt dieses Produkt für Fahrzeuge,
für die folgende Spezifikationen gefordert werden: VW 500.00

RAVENOL Leichtlauföl TSi 10W-40
Qualitätsklassifikation und Herstellerfreigaben
Entspricht API SM/SL/CF, Energy Conserving
ACEA A3, B3
ILSAC GF-4 (gelistet)
Freigaben MB 229.1, VW 500 00 / 505 00, BMW Special Oil
Entspricht: VW 502 00

RAVENOL TEG 10W-40 für Erdgasmotore
Qualitätsklassifikation,
Basis von Hydrocrackölen und Polyalphaolefinen
laut Datenblatt, praxisbewährt und erprobt
SAE 10W-40
API SL/CF
ACEA A3-02, B3-98 Iss.2

AVIA TURBO SPS, SAE 10W-40
Synthetisches Hochleistungs-Leichtlauf-Motorenöl auf EHVI-Synthese-basis
für modernste Benzin- und Turbo-Dieselmotoren (auch mit Direkt-Einspritzung) in PKW und leichten NFZ
(NOACK 6,6 Gew.%). Ölwechsel-Intervalle bis 30'000 km.
ACEA 04: A3, B3, B4 API: SL / CF
MB229.1 VW 502 00 / 505 00 / 500 00 / 501 01

Wie auch immer die Jungs sind anscheinend überfordert.

Hilfreich könnte die Anlage sein.

Gruß und gute Fahrt.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815



Zitat:

Original geschrieben von Oldie65


Nach dem Lesen aller Seiten von „Welches Motoröl?“ sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels.
Aber Vorsicht! Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Idiot mit einer Taschenlampe sein... 😁

😁

Oder das Licht eines entgegenkommenden D-Zugs. 😁

Zitat:

Eine echte Freigabe MB 229.3 als 10W-40 hat scheinbar nur das Motul.

Nein.

Siehe MB-BeVo.

http://bevo.mercedes-benz.com/bevolistenmain.php?...

Im deutschprachigen Raum bieten Meguin und OMV ein entsprechendes Produkt an. Habe ich kürzlich erst gepostet.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815



Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann


Du kannst auch beim Praktiker ein Öl mit der richtigen Freigabe erstehen, kostet dich knapp 60€/5Liter und heißt "MegaStar".
Waren das nicht nur knapp 40,- ? Aber egal, eh zu teuer. Bei eBay gibt es sowas (504.00 / 507.00 / 229.51 / LL-04) für unter 30,- inkl. Versand (z.b. SWD Rheinol LLX).

Guter Hinweis...!

Alternativ hier http://www.cama-handel.de/.../

Von SWD gibt's auch ein 0w-40 mit VW 50301. Evtl für manchen interessant.

Zitat:

Original geschrieben von Bee


Du solltest also eher das Schergefälle, statt die Temperatur in den Vordergrund stellen.

Die Temperatur kann ich innermotorisch durch Ölkühlung beeinflussen ... das Schergefälle im Schmierfilm hingegen ist durch die im Motor stattfindenden Relativbewegungen im Drehzahlband konstruktiv vorgegeben.

Da die Viskosität mit abnehmender Temperatur zunimmt (und sich die Tragfähigkeit des Ölfilms tendenziell mit steigender Viskosität erhöht), sorgt eine Temperierung des Öls auf den optimalen Betriebsbereich (80-110°C) IMO für erhöhte Sicherheit der Schmierung mit allen damit einhergehenden Konsequenzen. Von daher kann man die Temperatur durchaus in den Vordergrund stellen.

Der HTHS-Wert ist allerdings nur beschränkt aussagefähig, solange man die Formulierung und Additivierung des Öls nicht kennt. VI-Verbesserer können z.B. den HTHS im Neuzustand erhöhen. Diese verbrauchen sich mit der Zeit. Der HTHS wäre demnach laufleistungsabhängig ... ähnlich wie die TBN. Angepaßte Grundöle können den HTHS ebenfalls positiv beeinflussen, liefern dafür aber unter Umständen schlechteres Kaltfließverhalten.

Grade in der MB BeVo gefunden vom Link von Brainstormer .

Das Fuch TITAN Supersyn LONGLIFE SAE 5W-40 mit ner 229.5 wenn das mal keine wirklich gute Alternative ist zum den anderen 0W40 Ölen mit der 229.5

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