Welches Getriebe ist für Stadtverkehr geeignet?

Hallo zusammen,

ich frage mich gerade welche Getriebeart (DSG, Automatik, Halbautomatik, Multimode...) am besten für den Stadtverkehr geeignet ist. Ich habe nicht so gute Erfahrungen mit DSG gemacht.

Ausschließen möchte ich jedoch das klassische Schaltgetriebe.
Es müsste schon etwas automatisiertes sein.

Beste Antwort im Thema

Wenn Haltbarkeit und Komfort im Vordergrund stehen, ist hier immer noch die klassische Wandler-Automatik die 1. Wahl.

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Zitat:

@Friesel schrieb am 4. Mai 2016 um 09:26:29 Uhr:


Es ging hier immernoch nicht um einen Schöhnhietspreis, es ging um das beste Getriebe.

Was ist Auswahlkriterium Nummer Eins bei den meisten Autokäufern? RICHTIG: Die Optik!
Man kann die beste Technik verbauen, dennoch kaum ein Auto verkaufen, weil die Karre hässlich ist.

Zitat:

@CrossTec schrieb am 4. Mai 2016 um 15:55:49 Uhr:


Die meisten modernen CVT´s nutzen einen kleinen Drehmomentwandler (mit Drehmomentüberhöhung) zum komfortablen Anfahren und rangieren, der nach dem Anfahren aber sehr schnell überbrückt wird.

Ich merke bei mir die aktiv werdende Kupplung, wenn der Motor warm ist und mäßigem Gas angefahren wird, bei ca. 1500-1800 Umdrehungen, wie sie rein geht. Die Drehzahl fällt dann wieder etwas ab. Mit 50-60 km/h fährt der Wagen bei ca. 1250 Umdrehungen bei aktiver Kupplung. Die niedrige Drehzahl ermöglicht schon sehr geringe Verbräuche. Aber an Steigungen brummt der Motor schon merklich. Die geringe Drehzahl und das geforderte Moment sind für mich doch leicht an der Grenze, was ich den Lagern zumuten möchte. Der Öldruck ist entsprechend gering bei der Drehzahl. Die Köhlbrandbrücke so hoch rollen finde ich zu viel. Diese hat auch "nur" 4-5% Steigung. Aber, ich schalte dann lieber das Getriebe manuell etwas runter. 1800 Umdrehungen hören sich um einiges gesünder an bei dem Anstieg.

Gerae beim rangieren rückwärts ist die sich sanft aufbauende Bewegung genial. Rückwärts einparken in enge Lücken ist mit der Automatik einfacher als mit dem Schalter und schleifender Kupplung. Etwas zu wenig Gefühl im Fuß und man ruckt zu schnell. Gerade nach dem harten Arbeitstag, wenn die Füße schmerzen, ist es mit der Automatik viel entspannter. Ich merke: Ich werde älter! (33 😁)

MfG

Zitat:

@Johnes schrieb am 5. Mai 2016 um 08:03:37 Uhr:



Zitat:

@Friesel schrieb am 4. Mai 2016 um 09:26:29 Uhr:


Es ging hier immernoch nicht um einen Schöhnhietspreis, es ging um das beste Getriebe.

Was ist Auswahlkriterium Nummer Eins bei den meisten Autokäufern? RICHTIG: Die Optik!
Man kann die beste Technik verbauen, dennoch kaum ein Auto verkaufen, weil die Karre hässlich ist.

Womit du zweifellos recht hast. Mein Kollege sucht einen PHEV. Ich habe ihn dem Toyota Prius Prime (weil es der einzige PHEV ist, der auch im Verbrennermodus sparsam fährt) gezeigt und er hat mit dem Kotz-Smiley geantwortet. Meine Reaktion auf die ersten Bilder des Prius 4 habe ich ähnlich reagiert und mich gefragt, was man bei Toyota wohl raucht. Aktuell favorisiert mein Kollege einen Passat GTE - weil er "normal" aussieht.

In den USA steht man offensichtlich auf dieses Design. Den Prius sieht man dort sehr oft.
In der Überschrift steht ja auch "Stadtverkehr". Man darf aber auch nicht vergessen, daß man mal woanders fährt und da liegen dann die Schwächen dieses Systems. In Ländern, wo man auf der Autobahn auch nur gemütlich dahinfließt ist das egal. Hier ist das aber (noch) anders. Wer unter Fahrspaß etwas anderes versteht als möglichst wenig zu verbrauchen kommt mit diesem Antrieb außerhalb der Stadt nicht mehr auf seine Kosten.

Moin

KEV

Zitat:

Einzig das HSD braucht beides nicht. 😉

Richtig, weil das CVT im Prius HSD streng genommen ein IVT ist. Es kann unendlich weit übersetzen, das kann kein CVT womit bei denen eine Kupplung, wie auch immer geartet, nötig wird.

Johnes

Zitat:

Was ist Auswahlkriterium Nummer Eins bei den meisten Autokäufern? RICHTIG: Die Optik!
Man kann die beste Technik verbauen, dennoch kaum ein Auto verkaufen, weil die Karre hässlich ist.

Toyota ist Marktführer, ohne Dieselbescheißen, im PKW Sektor. Ergo steht deine persönliche Meinung zur Optik nicht in Relation zum Verkauf von Toyota Modellen.

Hinzu kommt das TRMS nur nach dem besten Getriebe gefragt hat, nicht nach dem hübschesten Auto. Da er mehrfach geantwortet hat, und schreibt das er sich bei Toyota umsieht, scheint er die Optik, wie er auch selber schreibt, gar nicht so schlecht zu finden/nicht so wichtig zu nehmen.

Daher ist es für diesen Thraed doch völlig egal ob du Toyota schön findest oder den Papst heiraten willst, die Frage ist eine andere, deine Antwort dieser nicht dienlich. Außerdem, bei den meisten. Ich habe meinen gekauft WEIL er den HSD hat. Optisch stehe ich auf eine ganz andere Liga. Aber die Optik bringt mir nichts, wenn ich dadurch pro Jahr 1200 Liter mehr verbrenne, um den gleichen Weg, gleich schnell, gleich komfortabel zu schaffen.

PIT32

Stimmt, sportlich ist anders als Prius. Dafür steht er aber auch nicht. Seine Qualität ist nunmal der Komfort des Antriebes und sein Verbrauch. Etwas anderes hat Toyota aber auch nie behauptet.

(Da gibt es eine andere Firma, die behauptet hat das ihre Diesel sauber, sportlich und sparsam sein. ;-) )

Moin
Björn

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Zitat:

@Pit 32 schrieb am 5. Mai 2016 um 10:00:25 Uhr:


Man darf aber auch nicht vergessen, daß man mal woanders fährt und da liegen dann die Schwächen dieses Systems.

Dass das "eCVT" von Toyota / Lexus das Beste Getriebe für den Stadtverkehr ist (mal abgesehen von reinen Elektroantrieben und

Brennstoffzelle

), ist sowieso klar 😉 Aber deutliche Schwächen sehe ich auch außerhalb der Stadt keine. Das System wird mit steigender Geschwindigkeit sogar effizienter.

Zitat:

Wer unter Fahrspaß etwas anderes versteht als möglichst wenig zu verbrauchen kommt mit diesem Antrieb außerhalb der Stadt nicht mehr auf seine Kosten.

Für den Prius-Antrieb ist das noch nachvollziehbar, mein Lexus mit der (fast) gleichen Technik macht bei jeder Geschwindigkeit Spass, egal ob Stadt oder Autobahn 😉

Moin

Mit entsprechender Leistung macht jeder Wagen spaß. Nur fühlen sich 200 PS im Hybrid nicht so an wie 200 PS im Schalter. Das wars dann eigentlich auch schon.

Bis 100 gibt es auch beim Prius kaum Nachteile in der Beschleunigung, darüber wird es langsam zäher. Die 170 meines P2 sind schon ein Angang. Aber 150 zieht er locker und zügig hin, ohne Probleme. Bedenken muß man hierbei, dass der Wagen nunmal nur 78 PS als Dauerleistung hat. Und mit dieser Leistung fühlen sich andere PKW, bei mehr Verbrauch, deutlich unsporlticher an.

Moin
Björn

Zitat:

@tobistenzel schrieb am 5. Mai 2016 um 12:30:16 Uhr:



Zitat:

@Pit 32 schrieb am 5. Mai 2016 um 10:00:25 Uhr:


Man darf aber auch nicht vergessen, daß man mal woanders fährt und da liegen dann die Schwächen dieses Systems.

Dass das "eCVT" von Toyota / Lexus das Beste Getriebe für den Stadtverkehr ist (mal abgesehen von reinen Elektroantrieben und Brennstoffzelle), ist sowieso klar 😉 Aber deutliche Schwächen sehe ich auch außerhalb der Stadt keine. Das System wird mit steigender Geschwindigkeit sogar effizienter.

Vielleicht bei deinem 2-Gang HSD im Lexus. Die normalen Toyota HSD haben nur einen Gang und entsprechend geht denen außerhalb der Stadt schnell die Puste aus und die Effizienz wird auch schlechter, da die Elektromotoren höher drehen müssen. Das 2-Gang System im Lexus ist allgemein etwas ineffizienter aber man hat eben einen Gang für niedrige Geschwindigkeiten und gute Beschleunigung und der zweite Gang erlaubt auch eine hohe Höchstgeschwindigkeit.

Die kleineren Lexus HSD haben nur einen Gang und deswegen haben sie trotz mehr als 200PS nur eine miserable Beschleunigung sowie niedrige Höchstgeschwindigkeit. Das zeigt die Schwächen dieses System ziemlich deutlich.

Zitat:

@RedRunner10 schrieb am 5. Mai 2016 um 14:18:54 Uhr:


Vielleicht bei deinem 2-Gang HSD im Lexus. Die normalen Toyota HSD haben nur einen Gang und entsprechend geht denen außerhalb der Stadt schnell die Puste aus und die Effizienz wird auch schlechter, da die Elektromotoren höher drehen müssen.

Hab ja auch einen Prius, den ich technisch etwas besser kenne als den Lexus bisher. Bei meinem Prius-Modell ist es so, dass er erst ab ca 110 km/h die volle Leistung hat. Der Wirkungsgrad des elektrischen Teils nimmt ab 100 etwas ab, sind aber nur ein paar Prozent. Dafür muss mit steigender Geschwindigkeit weniger Energie über den elektrischen Teil übertragen werden.

Zitat:

Die kleineren Lexus HSD haben nur einen Gang und deswegen haben sie trotz mehr als 200PS nur eine miserable Beschleunigung

Machst du das an 0-100 fest? Da hat man wie beim Prius das Problem, dass die Leistung limitiert ist. Erst über 100 wird die volle Leistung erreicht, die dann aber dauerhaft anliegt. Mit den 2 Gängen ist das besser, die Limitierung bei unter 100 hat man aber immer noch.

Zitat:

sowie niedrige Höchstgeschwindigkeit. Das zeigt die Schwächen dieses System ziemlich deutlich.

Ja, das ist ein Problem bei der einstufigen Variante. Natürlich nur in Deutschland wirklich relevant 😉

Die Frage ist aber wie oft fährt man den Wirklich so schnell?
Zur arbeit fahr ich nur Landstraßen, mehr wie 110km/h kannst du da nicht fahren eher viel weniger wegen LKW etc.
In der Stadt so wie so nicht. Auf der Autobahn wird meist Tempomat 120-140Km/h genutzt vllt auch mal bis 160km/h.
Dank Verkehr ist viel schneller fahren einfach nur nervig. Sowas geht nur Nachts.
Zum reinen Pendel auf Arbeit ist so eine Kiste also ideal. Für nen runde Autobahnheizen sollte man sich natürlich was andere nutzen. Aber das stand ja auch nicht im Lastenheft.

Zitat:

@Provaider schrieb am 5. Mai 2016 um 15:42:44 Uhr:


Die Frage ist aber wie oft fährt man den Wirklich so schnell?

Eben, der Großteil des Verkehrs spielt sich in der Nähe von Städten oder in der Stadt ab. Wirklich schnell vorwärts zu kommen ist doch für die meisten Leute eher die Ausnahme und auf den Autobahnen ist vieles auch schon dauerhaft limitiert oder gerade eine Baustelle.

Nachdem wir schon so ziemlich jedes Getriebe durch haben, werfe ich mal noch das Chrysler 3 Speed Fluiddrive in die Runde, ein manuelles 3 Gang Getriebe in Verbindung mit einem Drehmomentwandler. Geschaltet wird klassich mit der Kupplung, anfahren wie mit bei Automatik. Über Sinn und Nutzen könnt ihr entscheiden. 🙂

https://en.wikipedia.org/wiki/Fluid_Drive

Man hat beim Anfahren das hohe erhöhte Drehmoment durch den Wandler.
Die alten Bundeswehr MAN hatten das schon
Wenn man beim Anfahren ordentlich Zugkraft haben möchte

Moin

tobistenzel

Zitat:

Bei meinem Prius-Modell ist es so, dass er erst ab ca 110 km/h die volle Leistung hat.

Wie kommst du darauf? Hab ich noch nie gehört.?

Hellhound

Zitat:

manuelles 3 Gang Getriebe in Verbindung mit einem Drehmomentwandler.

Gibt es heute noch, nannte sich bei Fendt Turbokupplung. Allerdings mit mehr als drei Gängen. ;-)

Moin
Björn

Bei Nutzfahrzeugen kenne ich mich leider nur wenig aus, von daher war mir diese Bauart nicht geläufig, danke für den Hinweis. 🙂 Aber im Pkw Bereich dürfte Dodge/Chrysler damit ziemlich allein gewesen sein?

Wandlerautomatik oder klassisch manuell, was anderes kommt für mich nie in Frage.
Automatisierte Schaltgetriebe kann ich zu 99,8% nicht ab und dem CVT- Gedöns weich ich auch aus...
Den grössten Schuss in den Ofen finde ich das VAG- DSG; die Verzögerung zwischen Fahrpedal treten und losrollen ist zum davonlaufen lang, und warte ich da mit dem gasgeben nicht stoisch jedesmal die ca. 2 Sekunden bis das traurige Ding endlich eingekuppelt hat heult die Möhre nur kurz auf um dann irgendwann die Kupplung schnalzen zu lassen und die Räder hilflos scharren.

Wer kauft sowas?!

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