Welcher LR/RR im Gelände?
Hallo in de Runde,
nichts kann persönliche Erfahrungsberichte ersetzen, daher frage ich euch heute nach eurer Meinung. Ich bin viel in unwegsamen Gelände unterwegs und möchte meine G-Klasse gegen ein neues Auto aus dem Hause LR/RR ersetzen. Es darf gern ein Neuwagen sein, das Geld wäre auch für einen "großen" Range Rover da. Viel interessanter ist für mich die Frage: Welcher moderne "Landy" bringt mich am besten durch's Gelände? Da das Auto auch für den Alltag genutzt werden soll, ist zum Beispiel ein alter Defender keine Option.
Vielen Dank für eure Entscheidungshilfe und einen schönen Abend 🙂
Beste Antwort im Thema
Der neue Defender?
Wäre aber ein Rückschritt gegenüber der G Klasse. So wie alle anderen Alternativen auch.
Was bedeutet denn Gelände? Sprich: was ist gefragt? Bodenfreiheit, Rampenwinkel, Böschungswinkel, Verschränkung, Matsch, Felsen, Traktion, Untergrund... oder sind es nur Feldwege?
45 Antworten
Ich würde für sowas ein altes Eisenschwein ohne viel Elektronik nehmen. Einen alten Toyota Landcruiser oder Chevy K5. Auch einen alten LKW würde ich in die Suche einbeziehen, zB MB LP 814 4x4.
Ich glaube nicht, dass du in Afrika an Teile für ein relativ neues Auto kommst, schon gar nicht in der Pampa. Dort muss der Dorfschmied die Karre richten und nicht der Vertragshändler. Außerdem dürfte die Verfügbarkeit des richtigen Sprits ein Problem werden. Schwefelarmer Diesel? Was soll das sein? Oktanzahl? Was soll das sein?
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 16. August 2019 um 10:38:52 Uhr:
Ich würde für sowas ein altes Eisenschwein ohne viel Elektronik nehmen. Einen alten Toyota Landcruiser oder Chevy K5. Auch einen alten LKW würde ich in die Suche einbeziehen, zB MB LP 814 4x4.
Ich glaube nicht, dass du in Afrika an Teile für ein relativ neues Auto kommst, schon gar nicht in der Pampa. Dort muss der Dorfschmied die Karre richten und nicht der Vertragshändler. Außerdem dürfte die Verfügbarkeit des richtigen Sprits ein Problem werden. Schwefelarmer Diesel? Was soll das sein? Oktanzahl? Was soll das sein?
Wer etwas mehr Komfort mag, kann auch zu einem Wrangler greifen. Der fühlt sich da bestimmt auch wohl. Aber wenn es nur eine einmalige Reise ist, ist fraglich ob die Anschaffung eines "Einmalautos" lohnt.
Grüße,
Hauser
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 16. August 2019 um 10:38:52 Uhr:
Ich würde für sowas ein altes Eisenschwein ohne viel Elektronik nehmen. Einen alten Toyota Landcruiser oder Chevy K5. Auch einen alten LKW würde ich in die Suche einbeziehen, zB MB LP 814 4x4.
Ich glaube nicht, dass du in Afrika an Teile für ein relativ neues Auto kommst, schon gar nicht in der Pampa. Dort muss der Dorfschmied die Karre richten und nicht der Vertragshändler. Außerdem dürfte die Verfügbarkeit des richtigen Sprits ein Problem werden. Schwefelarmer Diesel? Was soll das sein? Oktanzahl? Was soll das sein?
Ich vermute mal eher, dass das eine Art Edelsafari mit den eigenen Fahrzeugen werden wird. Südostafrika ist ja eher "Südafrika/Swasiland/Süd-Mosambik/Simbabwe". Gerade in Südafrika wird die Ausstattung mit "modernen Vertragswerkstätten" gegeben sein.
Wahrscheinlich will der TE sein Fahrzeug dahin verschiffen lassen, dort eine Rundtour machen und dann wieder nach Deutschland verbringen lassen. Ob dies wirtschaftlich ist, sei mal dahin gestellt.
Und bei den LR/MB-Experience-Touren sollte man sich im Klaren sein, dass da ein ganzer Mechaniker-Tross nebst mobiler Werkstatt mitfährt. Bei Touren auf eigene Faust ist das nicht der Fall.
Ich pers. würde mir vor Ort einen Offroader mieten (am besten einen Japaner) und die Tour machen...für zu Hause in Deutschland würde ich mir dann das für mich passende Fahrzeug anschaffen.
Kleine Anekdote betreffend Afrika und Reparaturen: Ein Freund von mir hatte vorletzte Woche in Italien, bei Mantova, einen Reifenplatten bei einem Mercedes CLS mit 20" Felgen. Ein neuer Reifen war in ganz Italien in nützlicher Frist nicht auffindbar. Soweit, dass er drei Tage später in der Schweiz zwei solche Reifen kaufte und damit nach Italien fuhr, um diese dort aufziehen zu lassen... und das in Europa!
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Zitat:
@Outdoorto schrieb am 16. August 2019 um 09:29:54 Uhr:
Hallo zusammen,die Frage löse ich natürlich gern auf. Geplant ist ein Tour durch den Südosten Afrikas, Inspiration findet sich zum Beispiel hier: https://www.mercedes-fans.de/magazin/sternstunde/mercedes-g-fahrwell-trip-suedafrika-namibia-weit-und-breit-mit-dem-amg-63-durch-die-wueste.13003
Da es dort sogar mit einem G 63 AMG ging, mache ich mir vielleicht zu viele Gedanken über die Geländegängigkeit der Landys, aber lieber so als zwischendurch irgendwo stecken bleiben 😉
Hmmm, was genau hat das angeführte Beispiel nun mit Offroad zu tun?
Ja, das sind Rüttelpisten - mehr aber auch nicht.
Ich war selbst schon in der Region unterwegs - damals im angemieteten VW-Bus T3 (nur heckgetrieben).
Zugegeben, wirklich quer durch in die Sanddünen habe ich mich damit nicht gewagt - der AMG mangels vernünftiger Bereifung sich aber offensichtlich auch nicht.
Falls der Transfer ins eigentliche Zielgebiet der Tour nicht per per Schiff oder Flugzeug erfolgen soll (was beim AMG63 im Bericht ganz sicher der Fall war...) wird die Fahrt durch Zentralafrika dort hin deutlich ambitionierter werden - versprochen.
DAS würde ich dann weder in einem neuwertigen Fahrzeug (zumindest nicht, wenn ich selbst dafür aufgekommen wäre) noch mit einem Fahrzeug mit moderner Technik auf mich nehmen wollen.
Da das deiner Beschreibung nach eine einmalige Sachen werden soll wäre mein Tipp für dein Vorhaben:
Such dir ein nettes Ziel aus, miete dir ein Fahrzeug vorort (gerne einen Offroader), schließ dafür ne entsprechende Versicherung dafür ab, hab Spass und geb den Hobel am Ende wie er ist sorgenfrei wieder ab.
Zitat:
@cutf schrieb am 16. August 2019 um 10:58:26 Uhr:
... Soweit, dass er drei Tage später in der Schweiz zwei solche Reifen kaufte und damit nach Italien fuhr, um diese dort aufziehen zu lassen... und das in Europa! ...
Das klingt wirklich unglaublich, zumal ich meine Reifen in Bayern bei einem Händler im Netz bestelle und mir dieser sagte, er könnte Reifen im Ernstfall - und sofern lagernd - mit UPS so versenden, dass diese innerhalb von zwei Tagen an fast jedem Punkt in Europa eintreffen, außer vielleicht auf Inseln.
Das Auto soll in Südafrika bleiben, dort leben wir ca. die Hälfte des Jahres. Dort ist es dann also Alltagsfahrzeug und soll eben solche gelegentlichen Touren durch die Natur mitmachen. Mehrere Autos möchte ich eigentlich vermeiden.
Ein Wrangler wäre wahrscheinlich für die Tour super, jedoch im Alltag zu wenig komfortabel. Daher habe ich in den Land-/Range Rovern die optimale Mischung vermutet.
Zitat:
@Outdoorto schrieb am 16. August 2019 um 11:34:02 Uhr:
Das Auto soll in Südafrika bleiben, dort leben wir ca. die Hälfte des Jahres. Dort ist es dann also Alltagsfahrzeug und soll eben solche gelegentlichen Touren durch die Natur mitmachen. Mehrere Autos möchte ich eigentlich vermeiden.Ein Wrangler wäre wahrscheinlich für die Tour super, jedoch im Alltag zu wenig komfortabel. Daher habe ich in den Land-/Range Rovern die optimale Mischung vermutet.
Na, dann ergibt sich doch ein rundes Bild. 🙂
Du kennst die Gegebenheiten vor Ort und hast die Schwerpunkte gelegt. Ich denke ein neuer Defender oder ein Discovery wären eine gute Wahl für Dich.
Grüße,
Hauser
Zitat:
@Hauser.Ger schrieb am 16. August 2019 um 11:40:49 Uhr:
Na, dann ergibt sich doch ein rundes Bild. 🙂
Du kennst die Gegebenheiten vor Ort und hast die Schwerpunkte gelegt. Ich denke ein neuer Defender oder ein Discovery wären eine gute Wahl für Dich.Grüße,
Hauser
Auf den Punkt gebracht!
Zitat:
@Renschrowa schrieb am 16. August 2019 um 11:27:20 Uhr:
Zitat:
@cutf schrieb am 16. August 2019 um 10:58:26 Uhr:
... Soweit, dass er drei Tage später in der Schweiz zwei solche Reifen kaufte und damit nach Italien fuhr, um diese dort aufziehen zu lassen... und das in Europa! ...Das klingt wirklich unglaublich, zumal ich meine Reifen in Bayern bei einem Händler im Netz bestelle und mir dieser sagte, er könnte Reifen im Ernstfall - und sofern lagernd - mit UPS so versenden, dass diese innerhalb von zwei Tagen an fast jedem Punkt in Europa eintreffen, außer vielleicht auf Inseln.
Ja, mag sicherlich war sein, jedoch muss man unterscheiden zwischen können (Bayern) und wollen (Italien) und ich schreib das hier als Italiener...
Zweite kleine Anekdote dieser Reifenpanne: Als sie zurück in der Schweiz waren, wurde das restliche Gepäck was im Ersatzwagen keinen Platz hatte, ausgepackt. Im Koffer waren nicht mehr die neuen Michael Kors Pumps seiner Ehefrau, sondern ein anderes Paar Michael Kors Pumps, eine halbe Nummer grösser und komplett abgelatscht.. kein Witz... er hat nun Anzeige gegen das Mercedes-Haus erstattet. So, nun Ende Offtopic 😉
Zitat:
@cutf schrieb am 16. August 2019 um 14:43:04 Uhr:
Ja, mag sicherlich war sein, jedoch muss man unterscheiden zwischen können (Bayern) und wollen (Italien) und ich schreib das hier als Italiener...
OT
Ist uns leider auch wiederfahren... vor ca. 5 Jahren in Bologna. Reifenpanne ca. 10h Morgens bei meinem Bruder. TCS angerufen (haben ETI), die haben einen Abschlepper geschickt und der uns zu einer Reifenbude gebracht. Wir haben MEHRMALS darauf hingewiesen, das wir die Fähre in Ancona erwischen müssen in 4h, er solle sich beeilen!!!
Fazit: Diese Arsc...öcher haben uns sowas von an der Nase rumgeführt das gibts nicht. Konnten zuerst SCHEINBAR keinen Ersatzpneu in ganz IT auftreiben (lüge). Haben dann ein Angebot für 1 (ein Stück) Pneu, auch 20" für sage und schreibe 2000€ angeboten (wirklich kein Witz, der meinte das Todernst dieser son of a bit...). Mehrmals bei der TCS angerufen... hin und her... schlussendlich Pneu montiert für 1k€... die Fähre haben wir auch verpasst und mussten 1 Nacht auf der Raststätte übernachten, mit Kind und Kegel. Gottseidank hat mein lieber Griechischer Ticketverkäufer gratis Tickets besorgen können. 😠
Seit diesem Vorfall habe ich stets einen vollwertigen Ersatzreifen dabei... Reifenpanne in (Süd)Europa kein Problem? Na klar... die grössten Mafiosi und Halsabschneider überhaupt!!!
Zitat:
@Outdoorto schrieb am 16. August 2019 um 11:34:02 Uhr:
Das Auto soll in Südafrika bleiben, dort leben wir ca. die Hälfte des Jahres. Dort ist es dann also Alltagsfahrzeug und soll eben solche gelegentlichen Touren durch die Natur mitmachen. Mehrere Autos möchte ich eigentlich vermeiden.Ein Wrangler wäre wahrscheinlich für die Tour super, jedoch im Alltag zu wenig komfortabel. Daher habe ich in den Land-/Range Rovern die optimale Mischung vermutet.
Ford baut mit dem Ranger Raptor einen guten Offroader vor Ort.
Für das Gelände bestimmt ein guter Tipp. Da das Auto jedoch auch im Alltag genutzt werden soll, würde ich einen Pickup ausschließen.
Defender und Discovery bleiben eine gute Wahl.
Kaufst du vor Ort? Südafrika erlaubt soweit ich weiß keine Einfuhr von Linkslenkern.
Vielen Dank für den Hinweis :-)
Ich würde, wenn es denn so weit ist, vor Ort kaufen wollen. Sowohl in Johannesburg als auch in Durban scheint es geeignete Händler zu geben.