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Was mache ich nur falsch?

Themenstarteram 7. Juli 2017 um 10:22

Hallo :)

ich habe mich gerade hier angemeldet weil ich nicht weiter weiß.

Natürlich habe ich vorher fleißig im Forum gelesen. Wer antwortet schon gerne 20 mal auf ein und dieselbe Frage ;)

Ich habe gerade begonnen meinen FS Klasse A zu machen.

Naja, sagen wir mal ich überlege eher das ganze wieder sein zu lassen.

Ich fahre schon über 20 Jahre Auto und bin sicher kein ängstliches Häschen.. ganz im Gegenteil.

Meine erste doppelstunde auf dem Bock (tiefergelegte CBR 650) war wie folgt ..

Mein Fahrlehrer fuhr mit mir auf einen großen öffentlichen Parkplatz. Da war natürlich nicht viel los. Dort habe ich erstmal alle Hebel und Schalter kennengelernt.

Dann fuhr ich mit schleifender Kupplung um zunächst ein Gefühl dafür zu bekommen. Um es kurz zu halten .. ich habe in den 2 Stunden folgendes gemacht

- fahren in Schrittgeschwindigkeit

- achten fahren. Da hätte ich die Maschine fast gelegt. Das berühmte Bremsen wenn der Lenker nicht ganz gerade ist

- Kreise fahren

- Gefahrbremsung

Bisher kann ich nur mit der Handbremse fahren. Die fußbremse kommt noch.

Mein Fahrlehrer hat mich immer hinten drauf gesetzt und mir gezeigt was möglich ist (wenn ich am zweifeln war).

Grundsätzlich finde ich ihn als Lehrer super.

ABER: beim 2. Treffen sind wir nochmal kurz auf den Platz, alles wiederholt und dann wurde ich auf die Menschheit losgelassen *hilfe*

Ich schwanke zwischen *was für ein Wahnsinns Gefühl* und *das überlebe ich niemals*

Mein Fahrlehrer fährt auch mit dem Motorrad. Ich sehe also was er macht und kann mich daran orientieren. Grundsätzlich finde ich das super.

Er ist der Meinung ich kann das und mein Problem wäre nur, dass ich zu viel nachdenke.

Da mag er durchaus recht haben.

Mein Problem ist das bremsen. Ich habe zwischenzeitlich richtig Bammel davor. Ich krieche quasi auf die Ampel zu und hoffe das sie schnell wieder grün wird.

Bei unserer überlandfahrt haben wir in einer parkbucht (einfach nur gerade darauf zufahren) gehalten. Da wäre mir das gute Stück neben meinem Fahrlehrer fast weggekippt. Das verrückte dabei - ich stehe eigentlich schon und dann kommt der kippmoment. Er konnte sie halten und uns (also Maschine und mich) wieder aufrichten.

Mein Fahrlehrer meint ich Bremse am Ende immer noch zu stark *Grübel*

Wenn ich auf eine gelb/rote Ampel zufahre, dann schalte ich vorher schon runter um so langsamer zu werden und Bremse (behaupte ich zumindest) sanft am Ende.

Ich bin früher oft als Sozia mitgefahren und finde Motorradfahrer auch richtig klasse, aber vielleicht bin ich als Fahrer nicht so geeignet.

Wenn ich auf dem Bock sitze und die Füsse auf den Boden stelle, dann komme ich mit den Ballen auf. Für den ganzen Fuß reicht es leider nicht. Das macht mich auch unsicher. Vielleicht hätte ich mehr Kontrolle wenn ich komplett auf dem Boden stehen könnte?

Mein Fahrlehrer findet es dagegen völlig in Ordnung.

Wie machen das denn die alten Hasen hier?

Gibt es nicht irgendwelche Tricks und Kniffe damit ich doch noch eine Chance habe?

Der Text ist leider länger geworden als geplant.

Vorab schonmal Danke

 

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 9. September 2017 um 12:32

Moin,

ich will mich nochmal für die tollen Tipps einiger Biker hier bedanken. Zwischenzeitlich habe ich den Führerschein bestanden und freue mich jetzt auf tolle Touren :)

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Ich komme auch nur mt den Fußballen auf den Boden und bin auch schon mal umgekippt (Strasse uneben, Schlagloch... dann ist schnell mal 1 Bein zu kurz).

Es gibt auch Motorradstiefel mit Sohlenerhöhung (also nicht nur der Absatz). Vielleicht hilft's?

Erst moderat Bremsdruck aufbauen, in der Mitte entsprechend stark bremsen, dann wieder nachlassen (v.a. die Handbremse für vorne) und die Federung erreicht wieder Normalposition. Wird ein sanftes Anhalten. Dazu ist die Fußbremse natürlich ideal, da kann man bis zum Schluß drauf bleiben. (Hast Du ein Fahrrad mit Federgabel und Rücktrittbremse?)

Im Auto genauso möglichst ruckfrei.

Wenn man am Anfang und bis zum Ende stark bremsen muß, war es eine Notsituation oder man hat nicht aufgepasst.

Ich habe zwar eher das gegenteilige Problem, dass meine Beine immer zu lang sind, aber es müsste doch möglich sein, dass du, wenn du zum stehen kommst, das Moped leicht zu einer Seite sinken lässt, bis du mit einem Fuss sicher stehst. Ich mache dass immer so, damit ich mit dem linken Fuss gleich schalten kann.

Und Bremsen? - In der Fahrstunde die Bremskraft kennen und dosieren lernen und dann wie beim Fahrrad fahren mit der Vorderbremse bremsen. Bei dem Tempo, das du in der Fahrschule fährst, besteht nicht die geringste Gefahr, dass das Bike hinten hoch kommt.

Nur Mut - eine Frage der Routine und Gewöhnung.

Themenstarteram 7. Juli 2017 um 13:20

Erstmal vielen dank für die Antworten :)

Ich versuche in der Mitte des bremsvorganges den hauptdruck aufzubauen und dann wieder nur sanft zu Bremen. Leider ist es dabei auch schon passiert dass ich noch vor dem Ziel zum "erliegen" kam.

Mit dem auto ist das irgendwie so viel einfacher *grübel*

Es fühlt sich an, als würde die Maschine an der haltelinie ein wenig vorne eintauchen.

Wenn ich "gefühlt" noch weniger Bremse, dann Rolle ich aber über die Linie.

Wenn ich einmal die Woche in der Fahrschule übe, dann ist das leider auch nicht wirklich viel um Routine zu lernen.

Die Sache mit dem "standbein" habe ich schonmal kurz probiert. Rechts geht gar nicht, da verliere ich sie direkt. Links war schon ein wenig besser. Aber da war ich auch wirklich schleichend unterwegs.

Ich befürchte einen ultimativen Geheimtipp scheint es nicht zu geben ;)

das hier zu beurteilen ist ganz schwierig. Dein Fahrlehrer kennt dich, er sieht dich, er kann es beurteilen. Weil er selbst Motorradfahrer ist und er als Fahrlehrer Erfahrung mit Anfängern hat.

Vertraue ihm!

 

Grüße,

Eric

Ich seh keine Probleme. Das ist der normale werdegang. Wobei ich sagen muss, dass ich es kenne, dass man sich von der 125er hochlernt. Die sind leichter und kleiner. Da kippst du auch gehalten vom großen zeh nicht um.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, warum du nur vorn bremst. Hinten finde ich bei langsamenen geschwindigkeiten eher angemessen.

Schalten an der ampel? Immer den gang drin haben, mit dem du sofort weiterfahren kannst.

Bist du so klein, dass du wirklich tiefergelegt Probleme hast? Wenn du wissentlich mit dem linken bein dich abstützen möchtest, kannst du mit dem hintern auch zur seite. Dann kann der ganze fuß auf den boden!

Ansonsten gibt's kein grund zur panik...

Ich bin früher in den ersten fahrstunden hinter dem Motorrad vom fahrlehrer gefahren. Der legt dann die spur vor. Bringt in meinen augen mehr als die pkw begleitung.

Zitat:

@kleine_hummel schrieb am 7. Juli 2017 um 13:20:33 Uhr:

Ich versuche in der Mitte des bremsvorganges den hauptdruck aufzubauen und dann wieder nur sanft zu Bremen. Leider ist es dabei auch schon passiert dass ich noch vor dem Ziel zum "erliegen" kam.

Bremse loslassen, Kupplung ziehen, dann rollt es weiter.

Zitat:

Es fühlt sich an, als würde die Maschine an der haltelinie ein wenig vorne eintauchen.

Schon während des Bremsens taucht die Gabel vorne ein. Beim Stillstand an der Haltelinie wieder aus.

Wohin guckst du? Blick weit nach vorn Richtung Horizont (nein, du übersiehst nix, was näher ran ist, das nimmt man trotzdem wahr), macht die Karre direkt um welten ruhiger / stabiler.

Ansonsten sind die Daytona Ladystar tatsächlich eine sehr gute Empfehlung. Ziemlich teuer, aber oft auch selten gebraucht via Kleinanzeigen für kleines Geld zu bekommen. Das bringt dann mehr Sicherheit für den Kopf. Aus technischer Sicht sehe ich in deiner Beschreibung auch kein Problem, dir fehlt einfach Erfahrung und Vertrauen in das eigene Können.

Fürs Bremsen hilft nur üben, üben, üben, üben und nochmals üben. Auch später dann zwischendrin immer wieder ratsam.

1. alles normal. Das wird noch. Kenne ich von meiner Frau. ;)

2. du machst dir zu viele Gedanken.

3. mit dem kompletten Fuß auf den Boden kommen, macht dich viel sicherer. Andere Stiefel ausprobieren.

4. weiter machen und später Spaß haben.

am 7. Juli 2017 um 17:14

Üben Üben Üben.

Vielleicht das alles mal bei deinem Fahrlehrer ansprechen, vielleicht hat er noch eine Idee wie er es anders angehen kann.

Möglicherweise erstmal paar Stunden mit einer 125er in der Fahrstunde fahren?

Fahrrad fahren!!! Bremsen ist das genau gleiche, einfach öfters den Tretesel nutzen und versuchen möglichst sanft und auf einen Punkt hin zubremsen

Themenstarteram 7. Juli 2017 um 17:44

Erstmal lieben dank für die vielen hilfreichen Antworten :)

Mein Fahrlehrer kennt meine bedenken und sagt dazu immer.. du kannst das und denke nicht so viel nach.

Trotzdem werde ich erst wieder auf der Strasse fahren wenn ich auch weiß wie die Fußbremse funktioniert.

Fahrrad fahre ich. Das Gefühl ist trotzdem ein anderes. Mein Fahrrad kann ich notfalls abfangen. Das Motorrad keinesfalls. Ich wiege nur 1/4 des motorrades. Vermutlich kommt meine Angst daher.

Die daytona ladystar werde ich mir auf alle Fälle ansehen .. Danke dafür :)

Den Blick weit nach vorne richten.. Ich würde behaupten - ja. Ob das auch wirklich so ist .. hm?

Ich versuche das nächste mal darauf zu achten und notfalls zu korrigieren.

Ich würde mich mit 164 cm Körpergröße nicht als extrem klein bezeichnen. Ich saß auch auf einer "nicht" tiefergelegten Maschine. Da kam ich kaum auf den Boden.

An der Ampel habe ich immer den ersten Gang drin. Alles andere würde mich noch völlig überfordern. Was im Auto total normal ist bringt mich auf der Maschine an meine Grenze (schulterblick, blinker, Kuppeln, bremsen etc.) Natürlich nicht einzeln, aber in der Kombi. Ich will ja auch niemand anderes gefährden und ich hänge auch an meinem leben ;)

Also hat mein Fahrlehrer recht *umpf*

Weniger denken und mehr Selbstvertrauen.

Ein ernsthaft umkippendes Motorrad hält im Normalfall auch kein ausgewachsener Kerl. Wenn der entscheidende Punkt gekommen ist, Fuß weg und die Physik machen lassen. Passiert aber eigentlich gar nicht, da ist die Angst davor viel präsenter als die echte Gefahr der Umfallers. Und wenn, shit happens.

Themenstarteram 7. Juli 2017 um 18:40

Dann muss ich jetzt doch mal die naiven Fragen stellen :(

Wenn ich mir bildlich vorstelle das ich auf dem Motorrad sitze und sie kippt (egal ob rechts oder links). Was genau verstehst du unter "Fuß wegnehmen?

Mache ich dann eine Art großen ausfallschritt und hoffe, dass die Maschine genau zwischen meinem Oberkörper und dem ausgestellten bein zum liegen kommt?

Versteht du wie ich das meine?

Wie das auszusehen hat, ist wohl maßgeblich dir überlassen. Solltest halt einfach zusehen, dass dir die Brumme nicht auf den Fuß oder das Bein fällt. Wäre dann zwar eventuell leiser, dafür tendenziell schmerzhafter.

Im Prinzip geht es hier doch eher um das noch nicht so ausgeprägte Fahrgefühl, bzw. die Routine, die Dir halt zwangsweise noch fehlen muss.

Das größte Problem ist nicht unbedingt die Körpergröße: Stell Dir einfach vor, du fährst auf die rote Ampel zu und das dumme Ding bleibt auch noch rot. Du rollst immer langsamer auf die Ampel zu und kommst zum stehen, wobei bei vorhandener perfekter Balance (theoretisch) das Motorrad mit Dir gerade stehen bleiben würde, ohne dass Du einen Fuß aufsetzen musst.

In der Praxis ist es jedoch leider ein wenig anders, da es sich beim Motorrad um ein 1-Spur-Fahrzeug handelt und Du auch kein Zirkusathlet mit der perfekten Balance bist, aber:

Das Ziel besteht darin, möglichst nah an dieses Optimum heranzukommen.

Die alten Hasen fahren locker auf die Ampel zu, werden langsamer und das sieht so locker aus, wenn die den Fuß wie in Zeitlupe absetzen.

Da Dir genau diese Routine fehlt, ist es wichtig, langsam fahren (etwas unter Schrittgeschwindigkeit) zu lernen oder die berühmten Achten, Hütchen etc. Der Rest kommt von selbst, auch bei Dir :-)

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