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Was kostet Original-Batterie für 270 CDI?

Mercedes E-Klasse W211

danke

Beste Antwort im Thema

Hi Micha,

200A ist wohl die größere Lima, also bei mir steht zumindest große Lima in der Zusatzausstattungsliste mit drin und ich hab auch 200A, was auch wirklich schon viel ist. Glaube Luftgekühlt gibt's auch nicht viel größer haben wir zumindest mal auf der Meisterschule gelernt ;-) wer weiß was die Technik mittlerweile neues hergibt.

Wie vorher schon einer geschrieben hatte, hat die Kapazität deiner Batterie absolut nichts mit der maximalen Stromstärke der Lima zu tun.

Um das mal simpel darzustellen: Du hast ne Regentonne im Garten, die hat wegen mir original 100L (deine Batterie), Dir ist das aber zu wenig, also baust du eine mit 200L hin. Dein Fallrohr, aus dem die Tonne gefüllt wird bleibt aber gleich -> sprich du musst halt was länger warten bis es voll ist.

In die andere Richtung gilt aber auch -> dein Gießschlauch bleibt auch gleich.... also kannst du über eine längere Zeit Wasser entnehmen, aber wenn du schnell deine Gießkanne füllen möchtest, geht das genauso wie vorher, weil in der gleichen Zeit nicht mehr Wasser durch den Schlauch kann.

-> Das bedeutet, eine hohe Kapazität hilft nicht unbedingt weiter.

Wichtig ist immer zu beachten, ob Kapazität und Kälteprüfstrom nach DIN oder EN angegeben sind. Die DIN prüft die Batterie unter wesentlich härteren Bedingungen als die EN!

Ah gibt die Kapazität der Batterie an, also theoretisch gesehen kannst du bei 70Ah einen Storm von 1A über eine Zeit von 70h entnehmen. Die Kapazität ist eigentlich nur entscheidend, für lange Dauerbelastungen wie Licht an im Stand, Heinzungsgebläse, Radio etc.

Die 760A Kälteprüfstrom sind entscheidend für den Startvorgang, da hier auf einen Schlag hohe Ströme abgegeben werden müssen, um grade bei kaltem Motor den Anlasser anzutreiben und ggf. zusätzlich noch vorglühen etc.

Diese hohe Stromabgabe setzt natürlich voraus, dass auch alle Kontakte einwandfrei in Ordnung sind also keine Säure-Ausblühungen oder oxidierte Kontaktflächen etc. von Batterie auf Polklemme (auch wenn die Polklemme nur halbherzig montiert wird entstehen Übergangswiderstände!) und von Dort weiter zum Anlasser, das ist im PKW bereich nicht ganz so oft ein Problem, wird aber oft unterschätzt! (an der Stelle sei auch nochmal gesagt: Polfett gehört niemals zwischen Batteriepol und Polklemme, da durch Fett die Leitfähigkeit herabgesetzt wird!!! Das Fett gehört außen um Pol/Polklemme rum, nachdem die Batterie angeschlossen wurde, um eine Oxidation zu verhindern.)

Es gibt aber z.B. Gelbatterien, die vielleicht nur sagen wir mal 55Ah haben, aber dafür einen wesentlich höheren Kälteprüfstrom von z.B. 900A bieten und dabei eine kompaktere Bauform haben -> kosten aber ein Schweinegeld ;-)

Der Lichtmaschine ist vollkommen egal ob Sie eine kleine oder große Batterie laden muss. Wichtig ist für den Ladevorgang, dass die Lichtmaschine so zur Ausstattung vom Auto angepasst ist, dass Sie in jedem Fall mehr Strom liefern kann, also von den permanenten Verbrauchern abgenommen wird (Licht, Gebläse, Zuheizer, Heckscheibenheizung, Sitzheizung etc.). So lange diese Voraussetzung erfüllt wird, regelt das Steuergerät die Ladespannung immer auf ca. 14V, woraus sich dann für die Batterie je nach Zustand ein entsprechender Ladestrom ergibt. Das wird sich vermutlich unterhalb von 15A bewegen. Deine Batterie wird niemals eine Stromaufnahme von 200A haben, dann wäre Sie vermutlich längst explodiert. Du musst bedenken, die Batterie hat ja selbst auch ein Potential von um die 12V bzw. vielleicht 11,5V wenn sie "schwach" ist. Aus der Differenz von diesen 12V zu den 14V ergibt sich ja dann deine effektive Ladespannung, also sozusagen der Druck, mit dem die Elektronen auf die Bleiplatten befördert werden um es mal salopp zu sagen.

Für Dich bedeutet das, dass du im Prinzip an Batterie mehr oder weniger verbauen kannst was du willst, so lang es rein passt. Die Frage ist halt, wie du deine Batterie beanspruchst. Wenn du viel in deinem Auto rumlungerst bei abgestelltem Motor und Licht und Radio laufen lässt, oder vielleicht einen Wohnwagen hast oder Kippanhänger, welcher Strom benötigt, dann mag die größere Kapazität sinnvoll sein, ansonsten lohnt sich der Mehrpreis im Prinzip nicht.

Wichtiger ist auf Markenqualität zu achten (billige Batterien haben öfter Ausfälle wegen Zellschluss an den Bleiplatten intern und sind oft nicht so langlebig) und am besten die Angaben nach DIN zu vergleichen, da eine Batterie im EN Test noch "gut" abschneiden kann, welche nach DIN schon längst schrott ist. Und den Kälteprüfstrom berücksichtigen.

Gruß,

Peter

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Hallo zusammen,

 

würde gerne das Thema neu aufrufen.

 

Was ist der Unterschied zwischen der großen und kleinen Lima?

Ich weiß, meine hat eine Stromstärke von 200 A. Ist es schon die große?

 

Wie viel Ah darf die Batterie mit meiner Lima haben? (Original sind es 70 Ah und 760 A)

 

Darf der Wert für den Kältestrom überschritten werden und wenn ja, gibt es da eine Obergrenze oder gilt umso mehr, desto besser?

 

Vielen Dank!

Hi Micha,

200A ist wohl die größere Lima, also bei mir steht zumindest große Lima in der Zusatzausstattungsliste mit drin und ich hab auch 200A, was auch wirklich schon viel ist. Glaube Luftgekühlt gibt's auch nicht viel größer haben wir zumindest mal auf der Meisterschule gelernt ;-) wer weiß was die Technik mittlerweile neues hergibt.

Wie vorher schon einer geschrieben hatte, hat die Kapazität deiner Batterie absolut nichts mit der maximalen Stromstärke der Lima zu tun.

Um das mal simpel darzustellen: Du hast ne Regentonne im Garten, die hat wegen mir original 100L (deine Batterie), Dir ist das aber zu wenig, also baust du eine mit 200L hin. Dein Fallrohr, aus dem die Tonne gefüllt wird bleibt aber gleich -> sprich du musst halt was länger warten bis es voll ist.

In die andere Richtung gilt aber auch -> dein Gießschlauch bleibt auch gleich.... also kannst du über eine längere Zeit Wasser entnehmen, aber wenn du schnell deine Gießkanne füllen möchtest, geht das genauso wie vorher, weil in der gleichen Zeit nicht mehr Wasser durch den Schlauch kann.

-> Das bedeutet, eine hohe Kapazität hilft nicht unbedingt weiter.

Wichtig ist immer zu beachten, ob Kapazität und Kälteprüfstrom nach DIN oder EN angegeben sind. Die DIN prüft die Batterie unter wesentlich härteren Bedingungen als die EN!

Ah gibt die Kapazität der Batterie an, also theoretisch gesehen kannst du bei 70Ah einen Storm von 1A über eine Zeit von 70h entnehmen. Die Kapazität ist eigentlich nur entscheidend, für lange Dauerbelastungen wie Licht an im Stand, Heinzungsgebläse, Radio etc.

Die 760A Kälteprüfstrom sind entscheidend für den Startvorgang, da hier auf einen Schlag hohe Ströme abgegeben werden müssen, um grade bei kaltem Motor den Anlasser anzutreiben und ggf. zusätzlich noch vorglühen etc.

Diese hohe Stromabgabe setzt natürlich voraus, dass auch alle Kontakte einwandfrei in Ordnung sind also keine Säure-Ausblühungen oder oxidierte Kontaktflächen etc. von Batterie auf Polklemme (auch wenn die Polklemme nur halbherzig montiert wird entstehen Übergangswiderstände!) und von Dort weiter zum Anlasser, das ist im PKW bereich nicht ganz so oft ein Problem, wird aber oft unterschätzt! (an der Stelle sei auch nochmal gesagt: Polfett gehört niemals zwischen Batteriepol und Polklemme, da durch Fett die Leitfähigkeit herabgesetzt wird!!! Das Fett gehört außen um Pol/Polklemme rum, nachdem die Batterie angeschlossen wurde, um eine Oxidation zu verhindern.)

Es gibt aber z.B. Gelbatterien, die vielleicht nur sagen wir mal 55Ah haben, aber dafür einen wesentlich höheren Kälteprüfstrom von z.B. 900A bieten und dabei eine kompaktere Bauform haben -> kosten aber ein Schweinegeld ;-)

Der Lichtmaschine ist vollkommen egal ob Sie eine kleine oder große Batterie laden muss. Wichtig ist für den Ladevorgang, dass die Lichtmaschine so zur Ausstattung vom Auto angepasst ist, dass Sie in jedem Fall mehr Strom liefern kann, also von den permanenten Verbrauchern abgenommen wird (Licht, Gebläse, Zuheizer, Heckscheibenheizung, Sitzheizung etc.). So lange diese Voraussetzung erfüllt wird, regelt das Steuergerät die Ladespannung immer auf ca. 14V, woraus sich dann für die Batterie je nach Zustand ein entsprechender Ladestrom ergibt. Das wird sich vermutlich unterhalb von 15A bewegen. Deine Batterie wird niemals eine Stromaufnahme von 200A haben, dann wäre Sie vermutlich längst explodiert. Du musst bedenken, die Batterie hat ja selbst auch ein Potential von um die 12V bzw. vielleicht 11,5V wenn sie "schwach" ist. Aus der Differenz von diesen 12V zu den 14V ergibt sich ja dann deine effektive Ladespannung, also sozusagen der Druck, mit dem die Elektronen auf die Bleiplatten befördert werden um es mal salopp zu sagen.

Für Dich bedeutet das, dass du im Prinzip an Batterie mehr oder weniger verbauen kannst was du willst, so lang es rein passt. Die Frage ist halt, wie du deine Batterie beanspruchst. Wenn du viel in deinem Auto rumlungerst bei abgestelltem Motor und Licht und Radio laufen lässt, oder vielleicht einen Wohnwagen hast oder Kippanhänger, welcher Strom benötigt, dann mag die größere Kapazität sinnvoll sein, ansonsten lohnt sich der Mehrpreis im Prinzip nicht.

Wichtiger ist auf Markenqualität zu achten (billige Batterien haben öfter Ausfälle wegen Zellschluss an den Bleiplatten intern und sind oft nicht so langlebig) und am besten die Angaben nach DIN zu vergleichen, da eine Batterie im EN Test noch "gut" abschneiden kann, welche nach DIN schon längst schrott ist. Und den Kälteprüfstrom berücksichtigen.

Gruß,

Peter

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